DE2740282C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft den in den Patentansprüchen bezeichneten
Gegenstand.
Bekanntlich können Olefine unter Verwendung von Ziegler-Natta-
Katalysatoren polymerisiert werden, die eine Verbindung eines
Übergangsmetalls der Gruppen IV bis VI des Periodensystems
und ein Metall oder eine Organometallverbindung eines Metalls
der Gruppen I bis III des Periodensystems enthalten. Üblicherweise
wird die Polymerisation bei weniger als etwa 100°C durchgeführt,
und die Polymerisate entstehen in aufgeschlämmter Form.
Bei diesem Polymerisationsverfahren entstehen neben den
technisch wertvollen hochstereoregulären Olefinpolymerisaten
auch amorphe Polymerisate als Nebenprodukte. Die amorphen Poly
merisate sind von geringem technischem Wert und beeinträchtigen
die mechanischen Eigenschaften der aus den Olefinpolymerisaten
hergestellten Produkte, wie Folien und Fasern. Ferner werden
durch die Bildung amorpher Polymerisate zusätzlich Ausgangsmonomeren
verbindung erhaltene Reduktionsprodukt mit einem Gemisch aus
einem Komplexbildner und Kohlenstofftetrachlorid zu behandeln.
Hierbei tropft man eine Organoaluminiumverbindung bei einer
Temperatur von -10 bis +10°C zu Titantetrachlorid und kann
dann die Reaktion durch Erhöhung der Temperatur des Reaktions
gemisches auf 20 bis 100°C vervollständigen. Vorzugsweise
führt man jedoch die Reaktion bis zum Ende bei niedrigen
Temperaturen ohne Temperaturerhöhung durch. Da jedoch der
so erhaltene feste Katalysator ungenügende katalytische Aktivi
tät aufweist und auch Polymerisate mit geringer Stereoregularität
ergibt, wird die Behandlung mit Kohlenstofftetrachlorid mindestend
einmal wiederholt.
Die DE-OS 21 29 659 beschreibt die Polymerisation von
α-Olefinen in einem Katalysatorsystem, das
eine aluminiumorganische Verbindung und eine Titantrichlorid-Komponente enthält, die durch
Zusammenbringen einer gepulverten Aluminium enthalten
den Titantrichloridkomponenten mit einem Lösungsmittel
gemisch aus einem inerten Lösungsmittel und einer or
ganischen Sauerstoff enthaltenden Komponente, wie z. B.
Äther, erhalten wird. Als inertes organisches Lösungs
mittel wird ein Lösungsmittel verwendet, das nicht mit
der Titantrichloridkomponente reagiert, beispielsweise
aromatische Kohlenwasserstoffe, aliphatische Koh
lenwasserstoffe, halogenierte Kohlenwasserstoffe oder
CS₂.
Die US-PS 38 25 524 beschreibt die Polymerisation von
Olefinen mittels eines Katalysatorsystems,
das aus einem festen Titanchlorid-Katalysa
tor und einer aluminiumorganischen Verbindung be
steht, wobei der Katalysator durch Extraktion einer
durch Reduktion von Titantetrachlorid mit einer alu
miniumorganischen Verbindung erhaltenen Titantrichlorid-
Zusammensetzung mit einem Lösungsmittelgemisch aus
einem Haupt-Lösungsmittel, wie z. B. einem haloge
nierten aromatischen Kohlenwasserstoff und einem
Hilfs-Lösungsmittel, wie z. B. Äther, erhalten wird.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Ver
fahren zur Herstellung eines festen Titantrichlorid
katalysators mit hoher Aktivität zur Verfügung zu
stellen, mit dem Olefinpolymerisate mit hoher Stereo
regularität hergestellt werden können. Die Lösung der
Aufgabe ist der in den Patentansprüchen gekennzeichnete
Gegenstand.
Es wurde überraschenderweise gefunden, daß beim Behandeln
verschiedener Titantrichloridkomponenten mit einem Gemisch aus
einem Äther und einem Halogen und/oder einer Interhalogenverbindung
deren katalytische
Aktivität beträchtlich verbessert werden kann. Ferner weisen
mit diesen Katalysatoren hergestellte Polymerisate eine
höhere Stereoregularität auf als mit bekannten Katalysatoren
hergestellte Polymerisate. Die derart behandelten Katalysatoren
besitzen somit erhebliche Vorteile gegenüber bekannten Kataly
satoren, die durch Behandeln von Titantrichlorid mit einem
Halogen oder einem halogenierten Kohlenwasserstoff oder
durch Behandeln von Titantrichlorid mit einem Äther erhalten
worden sind.
Um eine Verbesserung der katalytischen Aktivität und der Stereo
regularität zu erzielen, ist es erforderlich, die Titantrichlorid
komponente mit einem Gemisch aus einem Äther und einer Halogen
verbindung und/oder einer Interhalogenverbindung zu be
handeln. Die Verbesserung ist nur wenig ausgeprägt, wenn man
die Titantrichloridverbindung oder allein mit einer Halogenverbindung und/oder
einer Interhalogenverbindung oder allein mit einem Äther behandelt.
Ein charakeristisches Merkmal der Behandlung mit einem Gemisch
aus einem Äther und einem Halogen und/oder Interhalogenverbindung
besteht darin, daß
die Verbesserung allgemein bei den verschiedensten Titantri
chloridkomponenten zu beobachten ist. Ferner hat sich gezeigt,
daß die Verbesserung noch mehr ausgeprägt ist, wenn man die
behandelte Titantrichloridkomponente in einer Kugelmühle mahlt.
Unter "Halogenatom" werden das Chlor-, Brom- und Jodatom ver
standen.
Die erfindungsgemäß verwendete Titantrichloridkomponente kann
auf verschiedene Weise hergestellt werden. Bevorzugt sind jedoch:
- 1) Titantrichloridkomponenten der allgemeinen Formel TiCl₃(AlCl₃)1/3die durch Reduktion von Titantetrachlorid mit metallischem Aluminium und Mahlen des erhaltenen Reduktionsproduktes in einer Kugelmühle erhalten worden sind;
- (2) Titantrichloridkomponenten, die durch Reduktion von Titantetra chlorid mit einer Organoaluminiumverbindung der allgemeinen Formel RnAlZ3-nin der R einen geradkettigen oder verzweigten Alkylrest, einen alcyclischen oder aromatischen Kohlenwasserstoffrest mit jeweils bis zu 18 Kohlenwasserstoffatomen bedeutet, Z ein Wasserstoff- oder Halogenatom darstellt und n den Wert1 ≦ n ≦ 3hat, und gegebenenfalls anschließende Wärmebehandlung bei einer Temperatur von etwa 100 bis 180°C in Gegenwart oder Abwesenheit eines inerten Kohlenwasserstoffes erhalten worden sind;
- (3) Titantrichloridkomponenten, die durch Reduktion von Titantetra chlorid mit einer Organoaluminiumverbindung der allgemeinen Formel RnAlZ3-nin der R einen geradkettigen oder verzweigten Alkylrest, einen alicyclischen oder aromatischen Kohlenwasserstoffrest mit jeweils bis zu 18 Kohlenstoffatomen bedeutet, Z ein Wasserstoff- oder Halogenatom darstellt und n den Wert1 ≦ n ≦ 3hat, Behandeln des Reproduktionsproduktes mit einer Aluminiumver bindung der FormelR′′pAlX3-pin der R′′ einen geradkettigen oder verzweigten Alkylrest, einen alicyclischen oder aromatischen Kohlenwasserstoffrest mit jeweils bis zu 18 Kohlenstoffatomen bedeutet, X ein Halogenatom ist und p den Wert1 ≦ p < 1,5hat und gegebenenfalls Behandeln des Produktes mit einem Äther erhalten worden sind;
- (4) Titantrichloridkomponenten, die durch Reduktion von Titan tetrachlorid mit einer Organoaluminiumverbindung der allgemeinen Formel RnAlZ3-nin der R einen geradkettigen oder verzweigten Alkylrest, einen aliyclischen oder aromatischen Kohlenwasserstoffrest mit jeweils bis zu 18 Kohlenwasserstoffatomen bedeutet, Z ein Wasserstoff- oder Halogenatom darstellt und n den Wert1 ≦ n ≦ 3hat, Behandeln des Reduktionsproduktes mit einem Äther und anschließende Behandlung des ätherbehandelten Feststoffes mit einer Aluminiumverbindung der allgemeinen FormelR′′pAlX3-pin der R′′ einen geradkettigen oder verzweigten Alkylrest, einen alicyclischen oder aromatischen Kohlenwasserstoffrest mit jeweils bis zu 18 Kohlenstoffatomen bedeutet, X ein Halogenatom ist und p den Wert1 ≦ p < 1,5hat, und gegebenenfalls Behandeln des Produktes mit einem Äther erhalten worden sind;
- (5) Titantrichloridkomponente, die durch Reduktion von Titan tetrachlorid mit einer Organoaluminiumverbindung der allgemeinen Formel RnAlZ3-nin der R einen geradkettigen oder verzweigten Alkylrest, einen alicyclischen oder aromatischen Kohlenwasserstoffrest mit jeweils bis zu 18 Kohlenwasserstoffatomen bedeutet, Z ein Wasserstoff- oder Halogenatom darstellt und n den Wert1 ≦ n ≦ 3hat, Behandeln des Reduktionsproduktes mit einem Äther und anschließende Behandlung des ätherbehandelten Feststoffes mit einer Aluminiumverbindung der allgemeinen FormelR′′pAlX3-pin der R′′ einen geradkettigen oder verzweigten Alkylrest, einen alicyclischen oder aromatischen Kohlenwasserstoffrest mit jeweils bis zu 18 Kohlenstoffatomen bedeutet, X ein Halogenatom ist und p den Wert1 ≦ p < 1,5hat, in Gegenwart einer organischen Halogenverbindung der allgemeinen FormelR′′′Xin der R′′′ einen geradkettigen oder verzweigten Alkylrest, einen alicyclischen oder aromatischen Kohlenwasserstoffrest mit jeweils bis zu 18 Kohlenstoffatomen bedeutet und X ein Halogenatom ist, und gegebenenfalls Behandeln des Produktes mit einem Äther erhalten worden sind;
- (6) Titantrichloridkomponenten, die durch Reduktion von Titan tetrachlorid mit einer Organoaluminiumverbindung der allgemeinen Formel RnAlZ3-nin der R einen geradkettigen oder verzweigten Alkylrest, einen alicyclischen oder aromatischen Kohlenwasserstoffrest mit jeweils bis zu 18 Kohlenwasserstoffatomen bedeutet und Z ein Wasserstoff- oder Halogenatom darstellt und n den Wert1 ≦ n ≦ 3hat, Behandeln des Reduktionsproduktes mit einem Äther und weitere Behandlung des ätherbehandelten Feststoffes mit einem in einem aromatischen Kohlenwasserstoff gelösten Aluminiumhalogenid der allgemeinen FormelAlX₃in der X ein Halogenatom ist, in Gegenwart eines Halogenwasser stoffes der allgemeinen FormelHXin der X ein Halogenatom ist, und gegebenenfalls Behandeln des Produktes mit einem Äther erhalten worden sind;
- (7) Titantrichloridkomponenten, die durch Reduktion von Titan tetrachlorid mit einer Organoaluminiumverbindung der allgemeinen Formel RnAlZ3-nin der R einen geradkettigen oder verzweigten Alkylrest, einen alicyclischen oder aromatischen Kohlenwasserstoffrest mit jeweils bis zu 18 Kohlenwasserstoffatomen bedeutet, Z Wasserstoff- oder Halogenatom darstellt und n den Wert1 ≦ n ≦ 3hat, Behandeln des Reduktionsproduktes mit einem Äther und weitere Behandlung des Produktes mit Titantetrachlorid erhalten worden sind.
Die nach den Verfahren (2), (3), (4), und (5) hergestellten Titan
trichloridkomponenten sind besonders bevorzugt.
Zur Reduktion des Titantetrachlorids in den Verfahren (2) bis (7)
werden Organoaluminiumverbindungen der allgemeinen Formel
RnAlZ3-n
in der R, Z und n die vorstehende Bedeutung haben, verwendet.
Spezielle Beispiele sind: Methylaluminiumdichlorid, Äthylaluminium
dichlorid, n-Propylaluminiumdichlorid, Äthylaluminiumsesquichlorid,
Dimethylaluminiumchlorid, Diäthylaluminiumchlorid, Di-n-Propyl
aluminiumchlorid, Trimethylaluminium, Triäthylaluminium, Triisobutyl
aluminium, Äthyldicyclohexylaluminium, Triphenylaluminium,
Diäthylaluminiumhydrid, Diisobutylaluminiumhydrid, Diäthylaluminium
bromid und Diäthylaluminiumjodid. Hierbei sind Diäthylaluminium
chlorid und Äthylaluminiumsesquichlorid besonders bevorzugt.
Die Reduktion erfolgt bei etwa -60 bis +60°C, vorzugsweise
-30 bis +30°C. Die Reaktionszeit unterliegt keiner bestimmten
Beschränkung, beträgt jedoch üblicherweise etwa 1 bis
10 Stunden. Zur Vervollständigung der Reduktion wird vorzugsweise
eine Nachreaktion bei erhöhter Temperatur nicht oberhalb
etwa 100°C durchgeführt. Vorzugsweise erfolgt die Reduktion
in einem inerten Kohlenwasserstoff, wie Pentan, Hexan, Heptan,
Octan oder Decan.
Das erhaltene Reduktionsprodukt kann als Titantrichloridkomponente
in dem Verfahren (2) verwendet werden. Um die katalytische
Aktivität des Titantrichlorid-Festkatalysators zu erhöhen, wird
das Reduktionsprodukt vorzugsweise wärmebehandelt. Diese Wärmebe
handlung kann in Gegenwart oder Abwesenheit eines inerten
Kohlenwasserstoffes durchgeführt werden. Die Wärmebehandlung
erfolgt z. B. bei etwa 100 bis 180°C. Die Behandlungszeit unter
liegt keiner bestimmten Beschränkung, beträgt jedoch üblicher
weise 30 Minuten bis 5 Stunden.
Der zur Behandlung des Reduktionsproduktes in den Verfahren (4),
(5), (6) und (7) verwendete Äther hat die allgemeine Formel
R₁ - O - R₂
in der R₁ und R₂ die vorstehende Bedeutung haben. Spezielle
Beispiele sind: Diäthyläther, Di-n-propyläther, Diisopropyl
äther, Di-n-butyläther, Diisoamyläther, Dineopentyläther,
Di-n-hexyläther. Methyl-n-butyläther, Methylisoamyläther und
Äthylisobutyläther. Hierbei sind Di-n-butyläther und Diisoamyl
äther besonders bevorzugt.
Die Behandlung des Reduktionsproduktes mit dem Äther erfolgt
vorzugsweise in Gegenwart eines Verdünnungsmittels, z. B. eines
inerten Kohlenwasserstoffes, wie Hexan, Heptan, Octan, Decan,
Decalin, Benzol, Toluol oder Xylol.
Der Äther wird in einer Menge von etwa 0,05 bis 3,0 Mol, vor
zugsweise 0,5 bis 1,5 Mol, pro Mol des im Reduktionsprodukt
enthaltenen Titantrichlorids verwendet. Die Behandlungstemperatur
beträgt vorzugsweise etwa 0 bis 100°C. Die Behandlungszeit unter
liegt keiner bestimmten Beschränkung, beträgt jedoch üblicher
weise etwa 20 Minuten bis 5 Stunden.
Die zur Behandlung des Reduktionsproduktes und des ätherbehandelten
Feststoffes in den Verfahren (3), (4) und (5) verwendete Aluminium
verbindung hat die allgemeine Formel:
R′′pAlX3-p
in der R′′, X und p die vorstehende Bedeutung haben. Hierbei sind
Alkylaluminiumdihalogenide bevorzugt und Alkylaluminiumdichloride
besonders bevorzugt. Spezielle Beispiele sind: Methylaluminium
dichlorid, Äthylaluminiumdichlorid, n-Propylaluminiumdichlorid,
n-Butylaluminiumdichlorid, n-Hexylaluminiumdichlorid, n-Octyl
aluminiumdichlorid, Phenylaluminiumdichlorid, o-Tolylaluminium
dichlorid, Cyclohexylaluminiumdichlorid, Methylaluminiumdibromid,
Äthylaluminiumdibromid, Phenylaluminiumdibromid und Methylaluminium
dÿodid. Hierbei ist Äthylaluminiumdichlorid besonders bevorzugt.
Die Aluminiumverbindungen können entweder einzeln oder als Gemische
aus zwei oder mehreren Verbindungen verwendet werden.
Die Behandlung mit der Aluminiumverbindung kann in Gegenwart oder
Abwesenheit eines Verdünnungsmittels durchgeführt werden. Geeignete
Verdünnungsmittel sind z. B. inerte Kohlenwasserstoffe, wie Hexan,
Heptan, Octan, Decan, Decalin, Benzol, Toluol und Xylol. Die
Reaktionstemperatur unterliegt keiner bestimmten Beschränkung,
beträgt jedoch üblicherweise etwa Raumtemperatur (z. B. etwa 20 bis
30°C) bis 200°C, vorzugsweise 50 bis 180°C. Auch die Reaktionszeit
unterliegt keiner Beschränkung, beträgt jedoch üblicherweise
etwa 30 Minuten bis 5 Stunden.
Zur Herstellung der Titantrichloridkomponente nach dem Verfahren
(3) kann man z. B. Titantetrachlorid mit einer Organoaluminium
verbindung der allgemeinen Formel
RnAlZ3-n
in der R, Z und n die vorstehende Bedeutung haben, reduzieren
und das Reduktionsprodukt ohne Auswaschen mit einem inerten
Kohlenwasserstoff unmittelbar bei einer Temperatur von etwa
50 bis 180°C wärmebehandeln.
Bevorzugte organische Halogenverbindungen der allgemeinen
Formel
R′′′X
in der R′′′ und X die vorstehende Bedeutung haben, weisen als
R′′′ einen Alkyl- oder Aralkylrest auf. Spezielle Beispiele
sind: Methylchlorid, Äthylchlorid, Methylbromid, Äthylbromid,
n-Butylchlorid, n-Butylbromid, n-Hexylchlorid, n-Hexylbromid,
tert-Butylchlorid, sek-Butylchlorid, Chlorcycloheptan, Chlor
benzol, Brombenzol, Benzylchlorid und Benzylbromid.
Beispiele für Aluminiumhalogenide, die in einem aromatischen
Kohlenwasserstoff gelöst in Gegenwart eines Halogenwasserstoffes
der allgemeinen Formel
HX
in der X ein Halogenatom ist, zur Behandlung des ätherbehandelten
Feststoffes in dem Verfahren (6) eingesetzt werden, sind Aluminium
chlorid, Aluminiumbromid und Aluminiumjodid.
Beispiele für geeignete aromatische Kohlenwasserstoffe sind
Benzol, Toluol, Xylol, Äthylbenzol, 1,3,5-Trimethylbenzol,
Monochlorbenzol und Gemische dieser aromatischen Kohlenwasser
stoffe.
Bei der Auflösung des Aluminiumhalogenids muß ein Halogen
wasserstoff der allgemeinen Formel
HX
in der X ein Halogenatom ist, wie Chlorwasserstoff, Bromwasser
stoff und Jodwasserstoff, vorhanden sein. Die Auflösung des
Aluminiumhalogenids kann bei beliebigen Temperaturen von
Raumtemperatur bis etwa 200°C erfolgen.
Die Konzentration des Aluminiumhalogenids beträgt gewöhnlich
etwa 1 bis 80%, da bei Konzentrationen von weniger als
etwa 1 Gewichtsprozent kein ausreichender Effekt erzielt wird
und Konzentrationen von mehr als etwa 80 Gewichtsprozent un
wirtschaftlich sind. Die Behandlungstemperatur liegt im Bereich
von etwa -100 bis +200°C. Die Behandlungszeit unterliegt keiner
Beschränkung, beträgt jedoch üblicherweise etwa 5 Minuten bis
5 Stunden.
In den Verfahren (3), (4), (5) und (6) können das durch Be
handeln des Reduktionsproduktes mit der Aluminiumverbindung
erhaltene Produkt, das durch Behandeln des ätherbehandelten
Feststoffes mit der Aluminiumverbindung erhaltene Produkt,
das durch Behandeln des ätherbehandelten Feststoffes mit der
Aluminiumverbindung in Gegenwart der organischen Halogenver
bindung erhaltene Produkt bzw. das durch Behandeln des äther
behandelten Feststoffes mit dem Aluminiumhalogenid erhaltene
Produkt zusätzlich mit einem Äther behandelt werden. Als Äther
eignen sich z. B. die vorstehend bei der Behandlung des Reduktions
produktes genannten Verbindungen.
Vorzugsweise erfolgt diese gegebenenfalls durchgeführte Äther
behandlung in Gegenwart eines Verdünnungsmittels, z. B. eines
inerten Kohlenwasserstoffes, wie Hexan, Heptan, Octan, Decan,
Decalin, Benzol, Toluol oder Xylol. Der Äther wird in einer
Menge von etwa 0,05 bis 3,0 Mol pro Mol des im Feststoff ent
haltenen Titantrichlorids verwendet. Die Behandlungstemperatur
beträgt vorzugsweise etwa 0 bis 100°C. Die Reaktionszeit unter
liegt keiner bestimmten Beschränkung, beträgt jedoch üblicher
weise etwa 20 Minuten bis 5 Stunden.
Bei der Herstellung der Titantrichloridkomponente nach dem
Verfahren (7) erfolgt die abschließende Behandlung mit Titan
tetrachlorid vorzugsweise in Gegenwart eines Verdünnungsmittels.
Die Konzentration des Titantetrachlorids beträgt vorzugsweise
etwa 10 bis 70 Volumenprozent. Die Behandlungstemperatur liegt
im Bereich von Raumtemperatur bis etwa 100°C, vorzugsweise
50 bis 80°C. Die Behandlungszeit beträgt gewöhnlich etwa
30 Minuten bis 4 Stunden.
Im Verfahren der Erfindung wird die Titantrichloridkomponente
dann mit einem Gemisch aus (1) einem Halogen, einer Interhalogen
verbindung und/oder einem halogenierten Kohlenwasserstoff und
(2) einem Äther behandelt.
Der Mechanismus, nach dem die beschriebene Behandlung der Titan
trichloridkomponente eine Verbesserung der katalytischen Aktivi
tät und der Stereoregularität der damit hergestellten Polymerisate
ergibt, ist noch nicht geklärt. Fest steht jedoch, daß der
Effekt der Behandlung sehr allgemein und bei verschiedenen
Arten von Titantrichloridkomponenten auftritt. Bei der Behandlung
ist die Anwesenheit eines Äthers unbedingt erforderlich. Wie
die Beispiele und Vergleichsbeispiele zeigen, ist in Abwesen
heit des Äthers keine Verbesserung der katalytischen Aktivität
der Titantrichloridkomponente zu erzielen.
Als erfindungsgemäß verwendbare Halogene eignen sich z. B.
Chlor, Brom und Jod. Beispiele für verwendbare Interhalogen
verbindungen sind Bromchlorid, Jodchlorid, Jodtrichlorid und
Jodbromid.
Die Behandlung der Titantrichloridkomponente mit dem Gemisch
aus (1) und (2) erfolgt vorzugsweise in einem Kohlenwasser
stofflösungsmittel, wie Hexan, Heptan, Octan, Decan, Benzol,
Toluol oder Xylol. Das Lösungsmittel wird in Abhängigkeit von
der Reaktivität des Halogens bzw. der Halogenverbindung und
den Behandlungsbedingungen ausgewählt.
Die Behandlung kann auf verschiedenen Weise erfolgen; z. B. kann
man (a) das Halogen oder die Halogenverbindung (1) mit dem
Äther (2) vermischen und hierauf die Titantrichloridkomponente
zusetzen oder (b) die Titantrichloridkomponente mit dem Äther
(2) in Berührung bringen und hierauf das Halogen bzw. die Halogen
verbindung (1) zugeben. Die Behandlung kann auch in einer
Kugelmühle durchgeführt werden.
Die Menge an eingesetztem Halogen bzw. Halogenverbindung richtet
sich nach ihren Eigenschaften, den Eigenschaften der Titantri
chloridkomponente und den Behandlungsbedingungen, sie liegt bei
0,005 bis
1,0 Mol, pro Mol Titantrichlorid in der Titantrichloridkomponente.
Bei Verwendung von weniger als etwa 0,001 Mol Halogen bzw.
Halogenverbindung läßt sich keine zufriedenstellende Verbesserung
erzielen. Andererseits nimmt bei Mengen von mehr als etwa
2,0 Mol Halogen bzw. Halogenverbindung die Ausbeute des festen
Katalysators ab, und es ist kein nennenswerter Nutzen erzielbar.
Als Ätherkomponente (2) eignen sich dieselben Verbindungen, die
zur Behandlung des Reduktionsproduktes von Titantetrachlorid
eingesetzt werden, wobei Di-n-butyläther und Diisoamyläther
besonders bevorzugt sind. Die Ätherkomponente (2) wird in einer
Menge von 0,005 bis 3,0 Mol,
pro Mol Titantrichlorid in der Titantrichloridkomponente, ver
wendet.
Die Temperatur, bei der die Titantrichlorkomponente mit dem
Gemisch aus dem Halogen bzw. der Halogenverbindung (1) und dem
Äther (2) behandelt wird, unterliegt keiner Beschränkung, beträgt
jedoch vorzugsweise etwa -30 bis +200°C, insbesondere 0 bis 150°C.
Auch die Behandlungszeit ist nicht beschränkt, beträgt jedoch
üblicherweise etwa 5 Minuten bis 5 Stunden.
Die erzielte Verbesserung ist noch mehr ausgeprägt, wenn man die
Titantrichloridkomponente vor dem Behandeln mit dem Gemisch aus
dem Halogen bzw. der Halogenverbindung (1) und dem Äther (2)
pulverisiert. Die Pulverisierung erfolgt in einer Inertgas
atmosphäre, z. B. Stickstoff oder Argon, um Luft und Feuchtigkeit
fernzuhalten.
Unter "Behandlung" der Titantrichloridkomponente wird verstanden,
daß man das feste Titantrichlorid mit dem Behandlungsmittel
in Berührung bringt und umsetzt und den dabei erhaltenen Fest
stoff auswäscht und abfiltriert. Geeignete Waschmedien sind z. B.
inerte Kohlenwasserstoffe, wie sie vorstehend als Verdünnungs
mittel genannt wurden.
Die Behandlungszeit und -temperatur beziehen sich auf die Zeit
und Temperatur, die zum Zusammenbringen des festen Titantri
chlorids mit dem Behandlungsmittel erforderlich sind.
Die Pulverisierung der Titantrichloridkomponente kann auf ver
schiedene Weise erfolgen, z. B. in einer Kugelmühle, Schlag
mühle oder Vibrationsmühle. Die Pulverisierzeit und -temperatur
richten sich nach den Eigenschaften und der Art des Pulverisierens,
üblicherweise werden jedoch eine Pulverisierungszeit von etwa
30 Minuten bis 500 Stunden und eine Pulverisierungstemperatur
von etwa -78 bis +150°C angewandt.
Beispiele für Aktivatoren der allgemeinen Formel
R′eAlY3-e
in der R′, Y und e die vorstehende Bedeutung haben, die sich
zur Polymerisation von Olefinen eignen, sind: Dimethylaluminium
chlorid, Diäthylaluminiumchlorid, Diisobutylaluminiumchlorid,
Diäthylaluminiumbromid, Diäthylaluminiumjodid, Trimethylaluminium,
Triäthylaluminium Diäthylaluminiumhydrid und Diäthylaluminium
äthoxid, wobei Diäthylaluminiumchlorid besonders bevorzugt ist.
Das Molverhältnis von Titantrichlorid-Festkatalysator (berechnet
als Titantrichloridgehalt des Feststoffes) zu Aktivator beträgt
etwa 10 : 1 bis 1 : 500, vorzugsweise 2 : 1 bis 1 : 200.
Bei der Polymerisation können Lewis-Basen, die bereits bisher
zur Verbesserung der Stereoregularität der entstehenden Olefin
polymerisate eingesetzt werden, als dritte Komponente neben
dem festen Titantrichloridkatalysator und dem Aktivator ver
wendet werden. Die Menge der gegebenenfalls verwendeten Lewis-
Base richtet sich nach der Art der Lewis-Base, beträgt jedoch
üblicherweise etwa 0,01 bis 2 Mol, vorzugsweise 0,05 bis 1 Mol,
pro Mol Titantrichlorid in dem Festkatalysator. Die Verwendung
eines ungesättigten Carbonsäureesters als dritte Komponente
zusammen mit dem beschriebenen Festkatalysator ist bevorzugt,
da hierbei die Menge an löslichen Polymer-Nebenprodukten ohne
Abnahme der Polymerisationsaktivität des Katalysators gesenkt
werden kann. Beispiele für ungesättigte Carbonsäureester sind
Methylacrylat, Methylmethacrylat, Methylmaleat, Methylitaconat,
Äthylacrylat und Butylmethacrylat, wobei Methylmethacrylat be
sonders bevorzugt ist.
Die Polymerisation kann bei einer Temperatur von etwa -30 bis
+200°C durchgeführt werden. Temperaturen von 0 bis 100°C sind
bevorzugt, da bei Temperaturen unterhalb 0°C die Polymerisations
geschwindigkeit abnimmt und bei Temperaturen oberhalb 100°C
die Stereoregularität der Polymerisate beeinträchtigt wird.
Der Polymerisationsdruck unterliegt keiner bestimmten Beschränkung,
aus wirtschaftlichen und technischen Gründen sind jedoch Drücke
von etwa 3 bis 100 bar bevorzugt. Die Polymerisation kann sowohl
kontinuierlich als auch diskontinuierlich durchgeführt werden.
Für das Polymerisationsverfahren der Erfindung eignen sich
z. B. Olefine mit 2 bis 10 Kohlenstoffatomen, wie Äthylen,
Propylen, Buten-1, Penten-1 und 4-Methyl-penten-1. Die Olefin
polymerisation kann als Homopolymerisation oder Copolymerisation
durchgeführt werden. Bei der Copolymerisation werden zwei
oder mehrere Olefine vermischt und mit dem Katalysatorsystem
in Berührung gebracht. Um hochstereoreguläre Copolymerisate zu
erhalten, wird das Mischungsverhältnis der beiden Olefine vorzugs
weise so gewählt, daß der Mengenanteil eines der Olefine nicht
mehr als etwa 10 Molprozent beträgt. Es kann auch eine Heteroblock
copolymerisation in zwei oder mehreren Stufen angewandet werden.
Die Polymerisation kann z. B. auch in Suspension unter Verwendung
eines inerten Kohlenwasserstoffes, wie Butan, Pentan, Hexan, Heptan
oder Octan, als Lösungsmittel oder ohne Verwendung als Lösungsmittel
durchgeführt werden.
Die Beispiele und Vergleichsbeispiele erläutern die Erfindung.
In den Beispielen ist das Molverhältnis des Reduktionsproduktes
von Titantetrachlorid bzw. der Titantrichloridkomponente zu
dem Behandlungsmittel auf Basis des in dem Reduktionsprodukt
bzw. der Titantrichloridkomponente enthaltenen Titantrichlorids
berechnet. Alle Teile, Prozente und Verhältnisse beziehen
sich auf das Gewicht, falls nichts anderes angegeben ist.
12,0 g TiCl₃AA (ein Produkt der Toho Titanium Kabushiki Kaisha)
werden in 60 ml Toluol suspendiert und pro Mol TiCl₃AA mit
0,10 Mol Jod sowie 1,0 Mol Diisoamyläther versetzt. Das Gemisch
wird 1 Stunde bei 100°C gehalten, worauf man die überstehende
Flüssigkeit entfernt, den Rückstand zweimal mit 30 mol Toluol
und zweimal mit 30 ml Heptan wäscht, trocknet und in kleine
Anteile für die Polymerisation aufteilt. Der erhaltene Katalysator
wird als fester Titanchloridkatalysator bezeichnet.
Ein 5-l-Edelstahl-Rührautoklav wird mit Stickstoff gespült und
dann mit 1,5 l wasserfreiem Heptan, 3,0 g Diäthylaluminium
chlorid und 180 mg des vorstehend erhaltenen festen Titan
trichloridkatalysators beschickt, worauf man Wasserstoff bis
zu einem Partialdruck von 0,16 bar (kg/cm²) aufpreßt. Anschließend
erhöht man die Autoklaventemperatur auf 70°C und leitet
Propylen bis zu einem Druck von 6 bar (kg/cm²) ein. Die Polymerisation
wird 4 Stunden unter Zufuhr von frischem Propylen zur Aufrecht
erhaltung eines Druckes von 6 bar (kg/cm²) durchgeführt. Nach beendeter
Polymerisation unterbricht man die Propylenzufuhr und bläst nicht
umgesetztes Propylen ab. Zur Zersetzung des Katalysators gibt man
100 ml Butanol zu. Das erhaltene Polymerisat wird mit einem
Büchner-Filter abfiltriert, dreimal mit 500 ml Heptan ge
waschen und bei 60°C getrocknet, wobei 230 g Polypropylen
erhalten werden.
Beim Abtrennen des Heptans durch Dampfdestillation aus dem
Filtrat werden 8 g eines amorphen Polymerisats erhalten. Der
Anteil der Heptan-unlöslichen Bestandteile (im folgenden
HUB) des insgesamt erhaltenen Polymerisats beträgt 96,5%;
der in siedendem Heptan unlösliche Anteil (im folgenden: II)
der HUB-Fraktion beträgt 99,0%.
Der IY-Wert=(HUB/100)×(II/100)×100 errechnet sich somit
zu 95,7.
Der Rp-Wert (g Polypropylen/g TiCl₃ · h), der die Polymerisat
menge pro g des festen TiCl₃-Katalysators und Stunde ausdrückt,
beträgt 331.
Das Polymerisat weist eine Grenzviskositätszahl (im folgenden: [n])
von 1,95 auf (gemessen im Tetralin bei 135°C).
Ein 5-l-Edelstahl-Rührautoklav wird mit Stickstoff gespült und
dann mit 3,0 g Diäthylaluminiumchlorid und 87 mg des vorstehend
erhaltenen festen Titantrichloridkatalysators beschickt, worauf
man Wasserstoff bis zu einem Partialdruck von 0,53 bar (kg/cm²) auf
preßt. Anschließend leitet man 1,4 kg flüssiges Propylen
unter Druck in den Autoklaven und polymerisiert 4 Stunden, wobei
eine Autoklaventemperatur von 70°C aufrechterhalten wird.
Nach beendeter Polymerisation bläst man nicht umgesetztes Propylen
ab und zersetzt den Katalysator mit 100 ml Methanol. Das erhaltene
Polymerisat wird mit einem Büchner-Filter abfiltriert und bei
60°C unter vermindertem Druck getrocknet, wobei 463 g Polypropylen
erhalten werden.
Die Rp- und IY-Werte, die die Polymerisationsaktivität des festen
Titantrichloridkatalysators ausdrücken, betragen 1330 bzw. 96,2.
Propylen wird nach dem Polymerisationsverfahren 2 von Beispiel 1
unter Verwendung von 97 mg TiCl₃AA und 3,0 g Diäthylaluminium
chlorid als Polymerisationskatalysator polymerisiert.
Die Rp- und IY-Werte, die die Polymerisationsaktivität der
festen Titantrichloridkomponente ausdrücken, betragen 750 bzw.
91,5.
9,9 g TiCl₃AA werden gemäß Beispiel 1, jedoch ohne Verwendung
von Diisoamyläther behandelt. Unter Verwendung des erhaltenen
Katalysators wird Propylen nach dem Polymerisationsverfahren 2
von Beispiel 1 polymerisiert,
Rp = 630; IY = 92,2.
Die Polymerteilchen weisen gegenüber den Polymerisaten aus
Beispiel 1 irreguläre Form auf.
12,5 g TiCl₃AA werden in 50 ml Toluol suspendiert und dann
wie in Beispiel 1 1 Stunde bei 100°C umgesetzt, gewaschen und
getrocknet. Unter Verwendung des erhaltenen festen TiCl₃AA-Kataly
sators wird Propylen nach dem Polymerisationsverfahren 2 von
Beispiel 1 polymerisiert,
Rp = 770; IY = 91,7.
13,3 g TiCl₃AA werden in 50 ml Toluol suspendiert und mit 1 Mol
Diisoamyläther pro Mol TiCl₃AA versetzt. Nach einstündiger Be
handlung bei 100°C wird das Produkt gewaschen und getrocknet.
Unter Verwendung des erhaltenen festen TiCl₃AA-Katalysators
wird Propylen nach dem Polymerisationsverfahren 2 von Beispiel 1
polymerisiert,
Rp = 880; IY = 92,2.
Feste Titantrichloridkatalysatoren werden wie in Beispiel 1
hergestellt, jeoch ändert man die Behandlungsbedingungen für
das TiCl₃AA auf die in Tabelle 1 gezeigte Weise. Unter Verwendung
der erhaltenen Katalysatoren wird Propylen nach dem Polymerisations
verfahren 2 von Beispiel 1 polymerisiert. Die Ergebnisse sind
in Tabelle 1 wiedergegeben:
Ein 1-l-Reaktor wird mit Argon gespült und dann mit 200 ml
wasserfreiem Hexan und 50 ml Titantetrachlorid beschickt. Die
Lösung wird bei -5°C gehalten, worauf man eine Lösung aus
150 ml wasserfreiem Hexan und 58 ml Diäthylaluminiumchlorid
zutropft und hierbei die Temperatur des Reaktionssystems
bei -3°C hält. Nach beendeter Zugabe rührt man die Lösung weitere
30 Minuten, erwärmt auf 70°C und rührt noch 1 Stunde. Nach dem
Stehenlassen des Reaktionsgemisches wird das Reduktionsprodukt
durch übliche Fest-Flüssig-Trennung abgetrennt. Durch Aus
waschen des Feststoffes mit 200 ml Hexan werden 74,0 g eines
Reduktionsproduktes erhalten, das 4,60 Gewichtsprozent Aluminium
enthält.
70 g des vorstehend erhaltenen Reduktionsproduktes werden in n-
Decan suspendiert und 2 Stunden bei 140°C wärmebehandelt, wobei
die Konzentration der Aufschlämmung bei 0,2 g/cm³ gehalten wird.
Nach der Behandlung trennt man die überstehende Flüssigkeit ab
und wäscht den Rückstand zweimal mit 200 ml Hexan, wobei eine
Titantrichloridkomponente A erhalten wird.
11,0 g der vorstehend erhaltenen Titantrichloridkomponente A
werden in 55 ml Toluol suspendiert, worauf man Jod und Diiso
amyläther in Mengen zugibt, die einem Molverhältnis von TiCl₃-
Komponente A : J₂ : Diisoamyläther von 1 : 0,10 : 1,0 entsprechen.
Durch einstündige Behandlung bei 80°C wird ein fester Titantri
chloridkatalysator erhalten.
Unter Verwendung des vorstehend erhaltenen festen Titantrichlorid
katalysators wird Propylen nach dem Polymerisationsverfahren 2
von Beispiel 1 polymerisiert,
Rp = 1380; IY = 96,5.
Unter Verwendung des im Katalysatorherstellungsverfahren 2
von Beispiel 9 erhaltenen Reduktionsproduktes wird Propylen
nach dem Polymerisationsverfahren 2 von Beispiel 1 polymerisiert,
Rp = 658; IY = 78,0.
Unter Verwendung der im Katalysatorherstellungsverfahren 2
von Beispiel 9 erhaltene Titantrichloridkomponente A wird
Propylen nach dem Polymerisationsverfahren 2 von Beispiel 1
polymerisiert,
Rp = 764; IY = 90,9.
Die Titantrichloridkomponente A wird wie im Katalysatorher
stellungsverfahren 3 von Beispiel 9, jedoch ohne Verwendung
von Diisoamyläther behandelt. Unter Verwendung des erhaltenen
festen Titantrichloridkatalysators wird Propylen nach dem
Polymerisationsverfahren 2 von Beispiel 1 polymerisiert,
Rp = 742; IY = 93,9.
Die Titantrichloridkomponente A wird wie im Katalysatorher
stellungsverfahren 3 von Beispiel 9, jedoch ohne Verwendung
von Jod behandelt. Unter Verwendung des erhaltenen festen
Titantrichloridkatalysators wird Propylen nach dem Polymeri
sationsverfahren 2 von Beispiel 1 polymerisiert,
Rp = 810; IY = 91,9.
33,5 g der im Katalysatorherstellungsverfahren 2 von Beispiel 9
erhaltenen Titantrichloridkomponente A werden in einer
Argonatmosphäre zusammen mit 200 Edelstahlkugeln von 10 mm
Durchmesser in eine Kugelmühle eingefüllt und 72 Stunden bei
Raumtemperatur gemahlen. Der erhaltene feste Katalysator wird
als gemahlener Katalysator A bezeichnet.
11,5 g des vorstehend erhaltenen gemahlenen Katalysators A
werden in 57,7 ml Toluol suspendiert und pro Mol des ge
mahlenen Katalysators A mit 0,1 Mol Jod sowie 1,0 Mol Iso
amyläther versetzt. Nach einstündiger Behandlung bei 60°C ent
fernt man die überstehende Flüssigkeit, wäscht den Rückstand
zweimal mit 30 ml Toluol und zweimal mit 30 ml Hexan, trocknet
ihn und teilt ihn in kleine Anteile für die Polymerisation
auf.
Unter Verwendung des vorstehend erhaltenen festen Titantrichlorid
katalysators wird Propylen nach dem Polymerisationsverfahren 2
von Beispiel 1 polymerisiert,
Rp = 2030; IY = 96,3.
Unter Verwendung des gemahlenen Katalysators A aus dem Kataly
satorherstellungsverfahren 1 von Beispiel 10 wird Propylen
nach dem Polymerisationsverfahren 2 von Beispiel 1 polymerisiert,
Rp = 940; IY = 90,0.
107 g des im Katalysatorherstellungsverfahren 1 von Beispiel 9
erhaltenen Reduktionsproduktes werden zu einer Lösung von
321 ml n-Decan und 214 ml Äthylaluminiumdichlorid gegeben und
2 Stunden bei 125°C behandelt. Anschließend trennt man die
überstehende Flüssigkeit ab, wäscht den Rückstand dreimal mit
300 ml Hexan, trocknet ihn und teilt ihn für die Polymerisation
in kleine Anteile auf. Die erhaltene Titantrichloridkomponente
wird als Titantrichloridkomponente B bezeichnet.
15,0 g der vorstehend erhaltenen Titantrichloridkomponente B
werden in 75 ml Toluol suspendiert und pro Mal der Titantri
chloridkomponente B mit 0,1 Mol Jod sowie 1,0 Mol Diisoamyl
äther versetzt. Nach einstündiger Behandlung bei 100°C entfernt
man die überstehende Flüssigkeit, wäscht den Rückstand zweimal
mit 30 ml Toluol und zweimal mit 30 ml Heptan, trocknet ihn
und teilt ihn für die Polymerisation in kleine Anteile auf.
Unter Verwendung des erhaltenen festen Titantrichloridkatalysators
wird Propylen nach dem Polymerisationsverfahren 2 von Beispiel 1
polymerisiert,
Rp = 1970; IX = 96,3; [n] = 1,99.
Unter Verwendung der Titantrichloridkomponente B aus dem Kataly
satorherstellungsverfahren 1 von Beispiel 11 wird Propylen
nach dem Polymerisationsverfahren 2 von Beispiel 1 polymerisiert,
Rp = 970; IY = 91,8.
35 g der im Katalysatorherstellungsverfahren 1 von Beispiel 11
erhaltenen Titantrichloridkomponente B werden wie im Kataly
satorherstellungsverfahren 1 von Beispiel 10 in einer Kugel
mühle gemahlen. Der erhaltene feste Katalysator wird als ge
mahlener Katalysator B bezeichnet.
15,5 g des vorstehend erhaltenen gemahlenen Katalysators B
werden in 77,5 ml Xylol suspendiert und pro Mol des gemahlenen
Katalysators B mit 0,1 Mol Jod sowie 1,0 Mol Diisoamyläther
versetzt. Nach einstündiger Behandlung bei 60°C entfernt man
die überstehende Flüssigkeit, wäscht den Rückstand zweimal
mit 30 ml Toluol und zweimal mit 30 ml Hexan, trocknet ihn
und teilt ihn für die Polymerisation in kleine Anteile.
Unter Verwendung des vorstehend erhaltenen festen Titantri
chloridkatalysators wird Propylen nach dem Polymerisationsver
fahren 2 von Beispiel 1 polymerisiert,
Rp = 2340; IY = 96,7.
Unter Verwendung des im Katalysatorherstellungsverfahren 1
von Beispiel 12 erhaltenen gemahlenen Katalysators B wird
Propylen nach dem Polymerisationsverfahren 2 von Beispiel 1
polymerisiert,
Rp = 1130; IY = 92,0.
12,1 g der im Katalysatorherstellungsverfahren 1 von Beispiel 11
erhaltenen Titantrichloridkomponente B werden in 60,5 ml wasser
freiem Hexan suspendiert und pro Mol der Titantrichloridkomponente B
mit 1 Mol Diisoamyläther versetzt. Nach einstündiger Behandlung
bei 40°C entfernt man die überstehende Flüssigkeit, wäscht
den Rückstand dreimal mit 100 ml Hexan und trocknet ihn. Hierbei
wird eine Titantrichloridkomponente C erhalten.
9,7 g der vorstehend erhaltenen Titantrichloridkomponente C
werden in 48,5 ml Toluol suspendiert und pro Mol der Titantri
chloridkomponente C mit 0,15 Mol Jod sowie 1,0 Mol Diisoamyl
äther versetzt. Nach einstündiger Behandlung bei 80°C trennt
man die überstehende Flüssigkeit ab, wäscht den Rückstand zwei
mal mit 30 ml Toluol und zweimal mit 30 ml Hexan, trocknet
ihn und teilt ihn für die Polymerisation in kleine Anteile auf.
Unter Verwendung des vorstehend erhaltenen festen Titantrichlorid
katalysators wird Propylen nach dem Polymerisationsverfahren 2
von Beispiel 1 polymerisiert,
Rp = 1770; IY = 96,0.
Unter Verwendung der im Katalysatorherstellungsverfahren 1
von Beispiel 13 erhaltenen Titantrichloridkomponente C wird
Propylen nach dem Polymerisationsverfahren 2 von Beispiel 1
polymerisiert,
Rp = 1340; IY = 91,7.
Die im Katalysatorherstellungsverfahren 1 von Beispiel 13 er
haltene Titantrichloridkomponente C wird wie im Katalysator
herstellungsverfahren 1 von Beispiel 10 in einer Kugelmühle
behandelt. Der erhaltene feste Katalysator wird als gemahlener
Katalysator C bezeichnet.
17,2 g des vorstehend erhaltenen gemahlenen Katalysators C werden
in 86 ml Toluol suspendiert und pro Mol des gemahlenen Kataly
sators C mit 0,1 Mol Jod sowie 1,0 Mol Diisoamyläther versetzt.
Nach einstündiger Behandlung bei 60°C entfernt man die über
stehende Flüssigkeit, wäscht den Rückstand zweimal mit 30 ml
Toluol und zweimal mit 30 ml Hexan, trocknet ihn und teilt ihn
für die Polymerisation in kleine Anteile auf.
Unter Verwendung des vorstehend erhaltenen festen Titantrichlorid
katalysators wird Propylen nach dem Polymerisationsverfahren 2
von Beispiel 1 polymerisiert,
Rp = 2100; IY = 96,2.
Unter Verwendung des im Katalysatorherstellungsverfahren 1
von Beispiel 14 erhaltenen gemahlenen Katalysators C wird Propylen
nach dem Polymerisationsverfahren 2 von Beispiel 1 polymerisiert,
Rp = 1300; IY = 91,5.
21,1 g des im Katalysatorherstellungsverfahren 1 von Beispiel 9
erhaltenen Reduktionsproduktes werden in 106 ml wasserfreiem
Hexan suspendiert und hierauf mit 1,2 Mol Diisoamyläther pro
Mol Reduktionsprodukt versetzt. Nach einstündigem Rühren des
Gemisches bei 40°C trennt man die überstehende Flüssigkeit ab,
wäscht den Rückstand dreimal mit 100 ml Hexan und trocknet ihn.
12,5 g des vorstehend erhaltenen ätherbehandelten Feststoffes
werden zu einer Lösung von 37,5 ml n-Decan und 25 ml Äthyl
aluminiumdichlorid gegeben und 2 Stunden bei 125°C behandelt.
Hierauf trennt man die überstehende Flüssigkeit ab, wäscht
den Rückstand dreimal mit 30 ml Hexan und trocknet ihn. Die
erhaltene Titantrichloridkomponente enthält 4,18 Gewichtsprozent
Al, und das Röntgendiagramm zeigt die für δ-Titantrichlorid
typische Linie. Das Produkt wird als Titantrichloridkomponente D
bezeichnet.
10,0 g der vorstehend erhaltenen Titantrichloridkomponente D
werden in 50 ml Toluol suspendiert und pro Mol der Titantri
chloridkomponente D mit 0,1 Mol Jod sowie 1,0 Mol Diisoamyl
äther versetzt. Nach einstündiger Behandlung bei 100°C trennt
man die überstehende Flüssigkeit ab, wäscht den Rückstand zweimal
mit 30 ml Toluol und zweimal mit 30 ml Hexan, trocknet ihn und
teilt ihn in kleine Anteile auf.
Die Linie bei 20=15,1° im Röntgendiagramm des erhaltenen
festen Titantrichloridkatalysators weist auf einen weit größeren
Anteil an amorphem Halogenid als bei der Titantrichloridkomponente D
aus dem Katalysatorherstellungsverfahren 2 von Beispiel 15
hin.
Unter Verwendung des vorstehend erhaltenen festen Titantrichlorid
katalysators wird Propylen nach den Polymerisationsverfahren 2
von Beispiel 1 polymerisiert,
Rp = 2780; IY = 92,7 [n] = 2,10.
Unter Verwendung der Titantrichloridkomponente D aus dem Kataly
satorherstellungsverfahren 2 von Beispiel 15 wird Propylen
nach dem Polymerisationsverfahren 2 von Beispiel 1 polymerisiert,
Rp = 1010; IY = 92,5.
Die im Katalysatorherstellungsverfahren 2 von Beispiel 15 er
haltene Titantrichloridkomponente D wird wie im Katalysator
herstellungsverfahren 3 von Beispiel 15 behandelt, jedoch ver
wendet man keinen Diisoamyläther.
Unter Verwendung des erhaltenen festen Titantrichlorkatalysators
wird Propylen nach dem Polymerisationsverfahren 2 von Beispiel 1
polymerisiert,
Rp = 930; IY = 94,5.
Die im Katalysatorherstellungsverfahren 2 von Beispiel 15
erhaltene Titantrichloridkomponente wird wie im Katalysator
herstellungsverfahren 3 von Beispiel 15, jedoch ohne Verwendung
von Jod behandelt.
Unter Verwendung des erhaltenen festen Titantrichloridkatalysators
wird Propylen nach dem Polymerisationsverfahren 2 von Beispiel 1
polymerisiert,
Rp = 1430; IY = 91,6.
Die im Katalysatorherstellungsverfahren 2 von Beispiel 15 er
haltene Titantrichloridkomponente D wird nach dem Katalysator
herstellungsverfahren 1 von Beispiel 10 in einer Kugelmühle ge
mahlen. Der erhaltene feste Katalysator wird als gemahlener
Katalysator D bezeichnet.
15,0 g des vorstehend erhaltenen gemahlenen Katalysators D
werden in 75 ml Xylol suspendiert und pro Mol des gemahlenen
Katalysators D mit 0,1 Mol Jod sowie 1,0 Mol Diisoamyläther
versetzt. Nach zweistündiger Behandlung bei 120°C entfernt
man die überstehende Flüssigkeit, wächst den Rückstand zweimal
mit 30 ml Toluol und zweimal mit 30 ml Hexan, trocknet ihn
und teilt ihn für die Polymerisation in kleine Anteile.
Unter Verwendung des vorstehend erhaltenen festen Titantri
chloridkatalysators wird Propylen nach dem Polymerisations
verfahren 2 von Beispiel 1 polymerisiert,
Rp = 3100; IY = 97,4.
Unter Verwendung des im Katalysatorherstellungsverfahrens 1
von Beispiel 16 erhaltenen gemahlenen Katalysators D wird
Propylen nach dem Polymerisationsverfahren 2 von Beispiel 1
polymerisiert,
Rp = 995; IY = 92,2.
15,0 g der im Katalysatorherstellungsverfahren 2 von Beispiel 15
erhaltenen Titantrichloridkomponente D werden in 60 ml Hexan
suspendiert und pro Mol der Titantrichloridkomponente D mit
1 Mol Di-n-butyläther versetzt. Nach einstündiger Behandlung
bei 60°C trennt man die überstehende Flüssigkeit ab, wäscht
den Rückstand dreimal mit 50 ml Hexan, trocknet ihn und
trennt ihn in kleine Anteile auf. Der erhaltene Katalysator
wird als Titantrichloridkomponente E bezeichnet.
12,0 g der vorstehend erhaltenen Titantrichloridkomponente E
werden in 60 ml Toluol suspendiert und pro Mol der Titantri
chloridkomponente E mit 0,1 Mol Jod sowie 1,0 Mol Diisoamyl
äther versetzt. Nach einstündiger Behandlung bei 100°C trennt
man die überstehende Flüssigkeit ab, wäscht den Rückstand
zweimal mit 30 ml Toluol und zweimal mit 30 ml Hexan, trocknet
ihn und teilt ihn in kleine Anteile auf.
Unter Verwendung des vorstehend erhaltenen festen Titantri
chloridkatalysators wird Propylen nach dem Polymerisations
verfahren 2 von Beispiel 1 polymerisiert,
Rp = 2650; IY = 97,2.
Unter Verwendung der im Katalysatorherstellungsverfahren 1
von Beispiel 17 erhaltenen Titantrichloridkomponente E wird
Propylen nach dem Polymerisationsverfahren 2 von Beispiel 1
polymerisiert,
Rp = 2010; IY = 92,0.
Die im Katalysatorherstellungsverfahren 1 von Beispiel 17 er
haltene Titantrichloridkomponente E wird nach dem Katalysator
herstellungsverfahren 1 von Beispiel 10 in einer Kugelmühle
gemahlen. Der erhaltene feste Katalysator wird als gemahlener
Katalysator E bezeichnet.
10,3 g des vorstehend erhaltenen gemahlenen Katalysators E
werden in 51,5 ml Toluol suspendiert und pro Mol des gemahlenen
Katalysators E mit 0,1 Mol Jod sowie 1,0 Mol Diisoamyläther
versetzt. Nach zweistündiger Behandlung bei 60°C trennt man die
überstehende Flüssigkeit ab, wäscht den Rückstand zweimal mit
30 ml Toluol und zweimal mit 30 ml Heptan, trocknet ihn und
teilt ihn in kleine Anteile auf.
Unter Verwendung des vorstehend erhaltenen festen Titantri
chlorkatalysators wird Propylen nach dem Polymerisations
verfahren 2 von Beispiel 1 polymerisiert,
Rp = 2910; IY = 97,3.
Unter Verwendung des im Katalysatorherstellungsverfahrens 1
von Beispiel 18 erhaltenen gemahlenen Katalysators E wird
Propylen nach dem Polymerisationsverfahren 2 von Beispiel 1
polymerisiert,
Rp = 1850; IY = 91,9.
Eine Lösung aus 100 ml wasserfreiem Xylol wird 30 ml Äthylaluminium
dichlorid wird pro Mol Äthylaluminiumdichlorid mit 0,25 Mol
Benzylchlorid versetzt. Hierauf gibt man 32,6 g des ätherbe
handelten Feststoffes aus dem Katalysatorherstellungsverfahren 1
von Beispiel 15 zu und rührt das Gemisch 2 Stunden bei
120°C. Hierauf läßt man das Gemisch stehen, trennt die über
stehende Flüssigkeit ab, wäscht den Rückstand zweimal mit
100 ml Toluol und zweimal mit 100 ml Hexan und trocknet ihn.
Hierbei wird eine Titantrichloridkomponente F erhalten.
15,5 g der vorstehend erhaltenen Titantrichloridkomponente F
werden in 77,5 ml Toluol suspendiert und pro Mol der Titan
trichloridkomponente F mit 0,07 Mol Jod sowie 0,75 Mol Di
isoamyläther versetzt. Nach einstündiger Behandlung bei 100°C
trennt man die überstehende Flüssigkeit ab, wäscht den Rück
stand zweimal mit 30 ml Toluol und zweimal mit 30 ml Hexan,
trocknet ihn und teilt ihn in kleine Anteile auf.
Unter Verwendung des vorstehend erhaltenen festen Titantri
chloridkatalysators wird Propylen nach dem Polymerisations
verfahren 2 von Beispiel 1 polymerisiert,
Rp = 2690; IY = 97,3.
Unter Verwendung der Titantrichloridkomponente F aus dem
Katalysatorherstellungsverfahren 1 von Beispiel 19 wird Propylen
nach dem Polymerisationsverfahren 2 von Beispiel 1 polymerisiert,
Rp = 1620; IY = 94,5.
Die im Katalysatorherstellungsverfahren 1 von Beispiel 19 er
haltene Titantrichloridkomponente F wird nach dem Katalysator
herstellungsverfahren 1 von Beispiel 10 in einer Kugelmühle
gemahlen. Der erhaltene feste Katalysator wird als gemahlener
Katalysator F bezeichnet.
9,8 g des vorstehend erhaltenen gemahlenen Katalysators F werden
in 49 ml Toluol suspendiert und pro Mol des gemahlenen Katalysators F
mit 0,1 Mol Jod sowie 1,0 Mol Diisoamyläther versetzt. Nach
einstündiger Behandlung bei 60°C trennt man die überstehende
Flüssigkeit ab, wäscht den Rückstand zweimal mit 30 ml Toluol
und zweimal mit 30 ml Heptan, trocknet ihn und teilt ihn in
kleine Anteile auf.
Unter Verwendung des vorstehend erhaltenen festen Titantri
chloridkatalysators wird Propylen nach dem Polymerisations
verfahren 2 von Beispiel 1 polymerisiert,
Rp = 3050; IY = 97,4.
Unter Verwendung des im Katalysatorherstellungsverfahrens 1
von Beispiel 20 erhaltenen gemahlenen Katalysators F wird
Propylen nach dem Polymerisationsverfahren 2 von Beispiel 1
polymerisiert,
Rp = 1480; IY = 94,1.
34,0 g der Titantrichloridkomponente F aus dem Katalysator
herstellungsverfahren 1 von Beispiel 19 werden in 170 ml Toluol
suspendiert und pro Mol Titantrichloridkomponente F mit
1 Mol Diisoamyläther versetzt. Nach einstündiger Behandlung
bei 60°C trennt man die überstehende Flüssigkeit ab, wäscht
den Rückstand dreimal mit 80 ml Hexan, trocknet ihn und teilt
ihn in kleine Anteile auf. Der erhaltene Katalysator wird als
Titantrichloridkomponente G bezeichnet.
20,0 g der vorstehend erhaltene Titantrichloridkomponente G
werden in 100 ml Toluol suspendiert und pro Mol der Titan
trichloridkomponente G mit 0,1 Mol Jod sowie 1,0 Mol Diiso
amyläther versetzt. Nach einstündiger Behandlung bei 60°C
trennt man die überstehende Flüssigkeit ab, wäscht den Rück
stand zweimal mit 30 ml Toluol und zweimal mit 30 ml Hexan,
trocknet ihn und teilt ihn in kleine Anteile auf.
Unter Verwendung des vorstehend erhaltenen festen Titantri
chloridkatalysators wird Propylen nach dem Polymerisations
verfahren 2 von Beispiel 1 polymerisiert,
Rp = 2800; IY = 97,0.
Unter Verwendung der Titantrichloridkomponente G aus dem
Katalysatorherstellungsverfahren 1 von Beispiel 21 wird
Propylen nach dem Polymerisationsverfahren 2 von Beispiel 1
polymerisiert,
Rp = 2100; IY = 94,0.
Die Titantrichloridkomponente G aus dem Katalysatorherstellungs
verfahren 1 von Beispiel 21 wird nach dem Katalysatorherstellungs
verfahren 1 von Beispiel 10 in einer Kugelmühle gemahlen. Der
erhaltene feste Katalysator wird als gemahlener Katalysator G
bezeichnet.
13,3 g des vorstehend erhaltenen gemahlenen Katalysators G
werden in 63,2 ml Toluol suspendiert und pro Mol des gemahlenen
Katalysators G mit 0,1 Mol Jod sowie 1,0 Mol Diisoamyläther
versetzt. Nach einstündiger Behandlung bei 60°C trennt man die
überstehende Flüssigkeit ab, wäscht den Rückstand zweimal mit
30 ml Toluol und zweimal mit 30 ml Hexan, trocknet ihn und
teilt ihn in kleine Anteile auf.
Unter Verwendung des vorstehend erhaltenen festen Titantrichlorid
katalysators wird Propylen nach dem Polymerisationsverfahren 2
von Beispiel 1 polymerisiert,
Rp = 3200; IY = 97,2.
Unter Verwendung des gemahlenen Katalysators G aus dem Katalysa
torherstellungsverfahren 1 von Beispiel 22 wird Propylen nach dem
Polymerisationsverfahren 2 von Beispiel 1 polymerisiert,
Rp = 1640; IY = 93,7.
15,0 g pulverförmiges wasserfreies Aluminiumchlorid werden
zusammen mit 40 ml wasserfreiem Xylol in einen 100-ml-Kolben
eingebracht und gerührt. Hierauf leitet man Chlorwasserstoffgas
durch den Kolben, um das Aluminiumchlorid vollständig zu lösen.
Anschließend gibt man 8,8 g des im Katalysatorherstellungs
verfahren 1 von Beispiel 15 erhaltenen ätherbehandelten Fest
stoffes zu und rührt das Gemisch 2 Stunden bei 60°C. Durch Zentri
fugieren der entstehenden Aufschlämmung erhält man eine Titan
trichloridkomponente, die fünfmal mit 50 ml Xylol bei 70°C
gewaschen und hierauf im Vakuum getrocknet wird. Das Produkt
wird als Titantrichloridkomponente H bezeichnet.
7,0 g der vorstehend erhaltenen Titantrichloridkomponente H
werden in 35 ml Toluol suspendiert und pro Mol der Titan
trichloridkomponente H mit 0,1 Mol Jod sowie 1,0 Mol Diiso
amyläther versetzt. Nach einstündiger Behandlung bei 60°C
trennt man die überstehende Flüssigkeit ab, wäscht den Rück
stand dreimal mit 20 ml Toluol, trocknet ihn und trennt ihn
in kleine Anteile auf.
Unter Verwendung des vorstehend erhaltenen festen Titantrichlorid
katalysators wird Propylen nach dem Polymerisationsverfahren 2
von Beispiel 1 polymerisiert,
Rp = 2030; IY = 97,1.
Unter Verwendung der Titantrichloridkomponente H aus dem Kataly
satorherstellungsverfahren 1 von Beispiel 23 wird Propylen nach
dem Polymerisationsverfahren 2 von Beispiel 1 polymerisiert,
Rp = 1180; IY = 93,8.
Die im Katalysatorherstellungsverfahren 1 von Beispiel 23 er
haltene Titantrichloridkomponente H wird nach dem Katalysator
herstellungsverfahren 1 von Beispiel 10 in einer Kugelmühle
gemahlen. Der erhaltene feste Katalysator wird als gemahlener
Katalysator H bezeichnet.
11,1 g des vorstehend erhaltenen gemahlenen Katalysators H
werden in 55,5 ml Toluol suspendiert und pro Mol des gemahlenen
Katalysators H mit 0,1 Mol Jod sowie 1,0 Mol Diisoamyläther
versetzt. Nach einstündiger Behandlung bei 60°C trennt man
die überstehende Flüssigkeit ab, wäscht den Rückstand zweimal
mit 30 ml Toluol und zweimal mit 30 ml Heptan, trocknet ihn
und teilt ihn für die Polymerisation in kleine Anteile auf.
Unter Verwendung des vorstehend erhaltenen festen Titantrichlorid
katalysators wird Propylen nach dem Polymerisationsverfahren 2
von Beispiel 1 polymerisiert,
Rp = 2390; IY = 97,3.
Unter Verwendung des gemahlenen Katalysators H aus dem Kataly
satorherstellungsverfahren 1 von Beispiel 24 wird Propylen
nach dem Polymerisationsverfahren 2 von Beispiel 1 polymerisiert,
Rp = 1240; IY = 93,7.
10,1 g der Titantrichloridkomponente H aus dem Katalysator
herstellungsverfahren 1 von Beispiel 23 werden in 50,5 ml
Hexan suspendiert und pro Mol der Titantrichloridkomponente H
mit 1 Mol Diisoamyläther versetzt. Nach einstündiger Behandlung
bei 60°C trennt man die überstehende Flüssigkeit ab, wäscht
den Rückstand dreimal mit 30 ml Hexan, trocknet ihn und teilt
ihn in kleine Anteile auf. Das Produkt wird als Titantrichlorid
komponente I bezeichnet.
12,0 g der Titantrichloridkomponente I werden in 60 ml Toluol
suspendiert und pro Mol der Titantrichloridkomponente I mit
0,1 Mol Jod sowie 1,0 Mol Diisoamyläther versetzt. Nach ein
stündiger Behandlung bei 60°C trennt man die überstehende
Flüssigkeit ab, wäscht den Rückstand zweimal mit 30 ml Toluol
und zweimal mit 30 ml Hexan, trocknet ihn und teilt ihn in
kleine Anteile ab.
Unter Verwendung des vorstehend erhaltenen festen Titantrichlorid
katalysators wird Propylen nach dem Polymerisationsverfahren 2
von Beispiel 1 polymerisiert,
Rp = 2120; IY = 96,5.
Unter Verwendung der Titantrichloridkomponente I aus dem Katalysa
torherstellungsverfahren 1 von Beispiel 25 wird Propylen nach
dem Polymerisationsverfahren 2 von Beispiel 1 polymerisiert,
Rp = 1620; IY = 93,6.
Die Titantrichloridkomponente I aus dem Katalysatorherstellungs
verfahren 1 von Beispiel 25 wird nach dem Katalysatorherstellungs
verfahren 1 von Beispiel 10 in einer Kugelmühle gemahlen. Der
erhaltene feste Katalysator wird als gemahlener Katalysator I
bezeichnet.
11,9 g des gemahlenen Katalysators I werden in 59,6 ml Toluol
suspendiert und pro Mol des gemahlenen Katalysators I mit 0,1 Mol
Jod sowie 1,0 Mol Diisoamyläther versetzt. Nach einstündiger
Behandlung bei 60°C trennt man die überstehende Flüssigkeit
ab, wäscht den Rückstand zweimal mit 30 ml Toluol und zweimal
mit 30 ml Hexan, trocknet ihn und trennt ihn in kleine Anteile auf.
Unter Verwendung des vorstehend erhaltenen festen Titantrichlorid
katalysators wird Propylen nach dem Polymerisationsverfahren 2
von Beispiel 1 polymerisiert,
Rp = 2330; IY = 96,7.
Unter Verwendung des gemahlenen Katalysators I aus dem Katalysa
torherstellungsverfahren 1 von Beispiel 26 wird Propylen
nach dem Polymerisationsverfahren 2 von Beispiel 1 polymerisiert,
Rp = 1440; IY = 93,0.
113 g des im Katalysatorherstellungsverfahren 1 von Beispiel 15
erhaltenen ätherbehandelten Feststoffes werden zu einer Lösung
aus 339 ml Heptan und 226 ml Titantetrachlorid gegeben und
2 Stunden bei 70°C behandelt. Anschließend entfernt man
die überstehende Flüssigkeit, wäscht den Rückstand dreimal
mit 300 ml Hexan, trocknet ihn und teilt ihn in kleine Anteile
auf. Das Produkt wird als Titantrichloridkomponente J bezeichnet.
14,4 g der Titantrichloridkomponente J werden in 72 ml Toluol
suspendiert und pro Mol der Titantrichloridkomponente J mit
0,1 Mol Jod sowie 1,0 Mol Diiosamyläther versetzt. Nach ein
stündiger Behandlung bei 100°C trennt man die überstehende
Flüssigkeit ab, wäscht den Rückstand zweimal mit 30 ml Toluol
und zweimal mit 30 ml Hexan, trocknet ihn und teilt ihn
in kleine Anteile auf.
Unter Verwendund des vorstehend erhaltenen festen Titantrichlorid
katalysators wird Propylen nach dem Polymerisationsverfahren 2
von Beispiel 1 polymerisiert,
Rp = 3010; IY = 97,9.
Unter Verwendung der Titantrichloridkomponente J aus dem Kataly
satorherstellungsverfahren 1 von Beispiel 40 wird Propylen
nach dem Polymerisationsverfahren 1 aus Beispiel 1 polymerisiert,
Rp = 2670; IY = 97,7.
Die Titantrichloridkomponente J aus dem Katalysatorherstellungs
verfahren 1 von Beispiel 27 wird nach dem Katalysatorherstellungs
verfahren 2 von Beispiel 10 in einer Kugelmühle gemahlen. Der
erhaltene feste Katalysator wird als gemahlener Katalysator J
bezeichnet.
12,2 g des gemahlenen Katalysators J werden in 61 ml Toluol sus
pendiert und pro Mol des gemahlenen Katalysators J mit 0,1 Mol
Jod sowie 1,0 Mol Diisoamyläther versetzt. Nach zweistündiger
Behandlung bei 100°C trennt man die überstehende Flüssigkeit
ab, wäscht den Rückstand zweimal mit 30 ml Hexan und zweimal
mit 30 ml Heptan, trocknet ihn und teilt ihn in kleine Anteile auf.
Unter Verwendung des vorstehend erhaltenen festen Titantrichlor
katalysators wird Propylen nach dem Polymerisationsverfahren 2
von Beispiel 1 polymerisiert,
Rp = 3240; IY = 97,8.
Unter Verwendung des gemahlenen Katalysators J aus dem Katalysator
herstellungsverfahren 1 von Beispiel 28 wird Propylen nach dem
Polymerisationsverfahren 2 von Beispiel 1 polymerisiert,
Rp = 2600; IY = 97,4.
Ein 1-l-Reaktor wird mit Argon gespült und hierauf mit 200 ml
wasserfreiem Hexan und 50 ml Titantetrachlorid beschickt. Die
Lösung wird bei -5°C gehalten, worauf man eine Lösung von 150 ml
wasserfreiem Hexan und 160 ml Äthylaluminiumsesquidchlorid zu
tropft und dabei die Temperatur des Reaktionssystems bei -3°C
hält. Das Gemisch wird 2 Stunden bei dieser Temperatur gerührt
und anschließend stehengelassen. Das erhaltene Reduktionsprodukt
wird durch übliche Fest-Flüssig-Trennung abgetrennt und zweimal
mit 200 ml Hexan gewaschen. Es werden 80 g eines Reduktions
produktes erhalten.
Das vorstehend erhaltene Reduktonsprodukt wird wie im Katalysator
herstellungsverfahren 2 von Beispiel 9 wärmebehandelt. Das
entstehende Produkt wird als Titantrichloridkomponente K be
zeichnet.
Die vorstehend erhaltene Titantrichloridkomponente K wird wie
im Katalysatorherstellungsverfahren 3 von Beispiel 9 mit
einem Gemisch aus Jod und Diisoamyläther zu einem festen Titan
trichloridkatalysator umgesetzt.
Unter Verwendung des vorstehend erhaltenen festen Titantrichlorid
katalysators wird Propylen nach dem Polymerisationsverfahren 2
von Beispiel 1 polymerisiert,
Rp = 2650; IY = 97,0.
Unter Verwendung der Titantrichloridkomponente K aus dem
Katalysatorherstellungsverfahren 2 von Beispiel 29 wird Propylen
nach dem Polymerisationsverfahren 2 von Beispiel 1 polymerisiert,
Rp = 1090; IY = 91,1.
Titantetrachlorid wird im Katalysatorherstellungsverfahren 2
von Beispiel 29 mit Äthylaluminiumsequichlorid resuziert,
jedoch sind im Reaktionssystem 5 Mol-% Jod, bezogen auf das
Titantetrachlorid, enthalten.
Das vorstehend erhaltene Reduktionsprodukt wird wie im Katalysator
herstellungsverfahren 2 von Beispiel 9 wärmebehandelt. Das er
haltene Produkt wird als Titantrichloridkomponente L bezeichnet.
Die vorstehend erhaltene Titantrichloridkomponente L wird wie
im Katalysatorherstellungsverfahren 3 von Beispiel 9 mit
einem Gemisch aus Jod und Diisoamyläther zu einem festen Titan
trichloridkatalysator umgesetzt.
Unter Verwendung des vorstehend erhaltenen festen Titantrichlorid
katalysators wird Propylen nach dem Polymerisationsverfahren 2
von Beispiel 1 polymerisiert,
Rp = 1230; IY = 96,3.
Unter Verwendung der Titantrichloridkomponente L aus dem
Katalysatorherstellungsverfahren 2 von Beispiel 30 wird Propylen
nach dem Polymerisationsverfahren 2 von Beispiel 1 polymerisiert,
Rp = 602; IY = 90,1.
Die Titantrichloridkomponente L wird wie im Katalysatorher
stellungsverfahren 3 von Beispiel 30, jedoch ohne Verwendung
von Jod behandelt.
Unter Verwendung des erhaltenen Katalysators wird Propylen
nach dem Polymerisationsverfahren 2 von Beispiel 1 polymerisiert,
Rp = 700; IY = 90,9.
Das Reaktionsprodukt aus dem Katalysatorherstellungsverfahren 1
von Beispiel 29 wird im Katalysatorherstellungsverfahren 3
von Beispiel 9 mit einem Gemisch aus Jod und Diisoamyläther
behandelt, anschließend gewaschen und zu einem festen Titan
trichloridkatalysator getrocknet.
Unter Verwendung dieses Katalysators wird Propylen nach dem
Polymerisationsverfahren 2 von Beispiel 1 polymerisiert,
Rp = 2030; IY = 96,0.
Unter Verwendung des Reduktionsproduktes aus dem Katalysator
herstellungsverfahren 1 von Beispiel 29 wird Propylen nach
dem Polymerisationsverfahren 2 von Beispiel 1 polymerisiert,
Rp = 690; IY = 72,0.
Das Reduktionsprodukt aus dem Katalysatorherstellungsverfahren 1
von Beispiel 29 wird wie in Beispiel 31, jedoch ohne Ver
wendung von Jod behandelt.
Unter Verwendung des erhaltenen festen Titantrichloridkatalysators
wird Propylen nach dem Polymerisationsverfahren 2 von Beispiel 1
polymerisiert,
Rp = 740; IY = 83,5.
Das Reduktionsprodukt aus dem Katalysatorherstellungsver
fahren 1 von Beispiel 29 wird wie in Beispiel 31, jedoch
ohne Verwendung von Diisoamyläther behandelt.
Unter Verwendung des erhaltenen festen Titantrichloridkatalysators
wird Propylen nach dem Polymerisationsverfahren 2 von Beispiel 1
polymerisiert,
Rp = 643; IY = 76,5.
Ein 100-ml-Kolben wird mit Stickstoff gespült, und dann wer
den 50 ml Monochlorbenzol eingefüllt. Anschließend werden
13,7 g TiCl₃AA ("E-Grade", hergestellt von Stauffer) und
14,9 ml Diisoamyläther (Molverhältnis TiCl₃/Isoamyläther=
1/1) zugegeben und das Gemisch eine Stunde bei 100°C umge
setzt. Das erhaltene Gemisch wird viermal mit 30 ml n-Hep
tan gewaschen und im Vakuum getrocknet. Es werden 9 g eines
festen Titanchlorid-Katalysators erhalten. Unter Verwen
dung des erhaltenen Katalysators wird Propylen nach dem
folgenden Polymerisationsverfahren polymerisiert.
Ein 5-Liter-Edelstahl-Rührautoklav wird mit Stickstoff ge
spült und dann mit 3,0 g Diäthylaminiumchlorid und 106 mg
des vorstehend erhaltenen festen Titantrichloridkatalysa
tors beschickt, worauf man Wasserstoff bis zu einem Par
tialdruck von 0,53 kg pro cm³ aufpreßt. Anschließend leitet
man 1,4 g flüssiges Propylen unter Druck in den Autoklaven
und polymerisiert vier Stunden, wobei eine Autoklaventempe
ratur von 70°C aufrechterhalten wird. Nach beendeter Poly
merisation bläst man nicht umgesetztes Propylen ab und zer
setzt den Katalysator mit 100 ml Methanol. Das erhaltene
Polymerisat wird mit einem Büchnerfilter abfiltriert und
bei 60°C unter vermindertem Druck getrocknet, wobei 377 g
Polypropylen erhalten werden.
Der Rp-Wert (g Polypropylen/g TiCl₃×h), der die Polyme
risatmenge pro g des festen TiCl₃-Katalysators und Stunde
ausdrückt, beträgt 890.
Der IY-Wert (in siedendem Heptan unlöslicher Anteil) be
trägt 92%.
In der nachfolgenden Tabelle II sind die Ergebnisse des
vorstehenden Vergleichsversuchs, sowie die Ergebnisse des
Beispiels 1 und des Vergleichsbeispiels 3-2 der vorliegen
den Erfindung enthalten.
Aus der Tabelle wird deutlich, daß auch der Ersatz von Toluol
durch Chlorbenzol an den Ergebnissen des Vergleichsversuches 3-2
nichts ändert. Die katalytischen Eigenschaften des gemäß
Beispiel 1 erhaltenen Katalysators sind sowohl gegenüber
Vergleichsbeispiel 3-2 als auch gegenüber dem neuen Vergleichs
versuch deutlich besser.
Claims (8)
1. Verfahren zur Herstellung eines festen Titantrichlorid
katalysators, dadurch gekennzeichnet, daß man
eine gegebenenfalls pulverisierte Titantrichloridkomponente mit
einem Gemisch aus
- (1) mindestens einer der folgenden Verbindungen:
- a) Halogene der allgemeinen Formel X₂in der X ein Chlor-, Brom- oder Jodatom ist,
- b) Interhalogenverbindungen der allgemeinen Formel XX′ain der X und X′ mit unterschiedlicher Bedeutung Chlor-, Brom- oder Jodatome darstellen und a den Wert 1 oder 3 hat, und
- (2) einem Äther der allgemeinen Formel R₁ - O - R₂in der R₁ und R₂ gleich oder verschieden sind und ge radkettig oder verzweigte Alkylreste mit 1 bis 8 Koh lenstoffatomen bedeuten,
behandelt, wobei man das Halogen bzw. die Halogenverbin
dung in einer Menge von 0,005 bis 1,0 Mol und den Äther
in einer Menge von 0,005 bis 3,0 Mol pro Mol Titan
trichlorid in der Titantrichlorid-Komponente einsetzt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
da man als Halogen J₂ verwendet.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß man als Äther Di-n-butyläther oder Diisoamyläther ver
wendet.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
man die Behandlung der Titantrichloridkomponente mit dem
Gemisch aus der Halogenverbindung und dem Äther 5 Mi
nuten bis 5 Stunden bei -30 bis +200°C durchführt.
5. Fester Titantrichlorid-Katalysator, hergestellt nach
dem Verfahren der Ansprüche 1 bis 4.
6. Verwendung des festen Titantrichlorid-Katalysators
nach Anspruch 5 zusammen mit einem Aktivator der allgemei
nen Formel
R′eAlY3-ein der R′ einen geradkettigen oder verzweigten Alkylrest
mit 1 bis 8 Kohlenstoffatomen bedeutet, Y ein Wasserstoff-
oder Halogenatom oder einen Alkoxyrest darstellt und e den
Wert 2≦e≦3 hat, zur Herstellung hochkristalliner Ole
finpolymerisate.
7. Ausführungsform nach Anspruch 6, dadurch gekennzeich
net, daß man als Aktivator Diäthylaluminiumchlorid ver
wendet.
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