DE2740085A1 - Automatische gasauslassvorrichtung - Google Patents
Automatische gasauslassvorrichtungInfo
- Publication number
- DE2740085A1 DE2740085A1 DE19772740085 DE2740085A DE2740085A1 DE 2740085 A1 DE2740085 A1 DE 2740085A1 DE 19772740085 DE19772740085 DE 19772740085 DE 2740085 A DE2740085 A DE 2740085A DE 2740085 A1 DE2740085 A1 DE 2740085A1
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- gas
- opening
- chamber
- gas outlet
- guide sleeve
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Withdrawn
Links
- 239000007788 liquid Substances 0.000 claims description 10
- 239000012530 fluid Substances 0.000 claims description 3
- 238000004891 communication Methods 0.000 claims description 2
- 238000007599 discharging Methods 0.000 claims description 2
- 230000001105 regulatory effect Effects 0.000 claims 1
- XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N water Substances O XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 10
- 239000000463 material Substances 0.000 description 5
- 239000004033 plastic Substances 0.000 description 4
- 229920003023 plastic Polymers 0.000 description 4
- 238000007789 sealing Methods 0.000 description 4
- 238000012423 maintenance Methods 0.000 description 3
- 238000009423 ventilation Methods 0.000 description 3
- PXHVJJICTQNCMI-UHFFFAOYSA-N Nickel Chemical compound [Ni] PXHVJJICTQNCMI-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 2
- 230000007423 decrease Effects 0.000 description 2
- 238000007872 degassing Methods 0.000 description 2
- 230000007246 mechanism Effects 0.000 description 2
- 238000012986 modification Methods 0.000 description 2
- 230000004048 modification Effects 0.000 description 2
- -1 polyethylene Polymers 0.000 description 2
- 238000013022 venting Methods 0.000 description 2
- 229910001369 Brass Inorganic materials 0.000 description 1
- 239000004698 Polyethylene Substances 0.000 description 1
- 229910000831 Steel Inorganic materials 0.000 description 1
- 230000001174 ascending effect Effects 0.000 description 1
- 239000010951 brass Substances 0.000 description 1
- 230000007797 corrosion Effects 0.000 description 1
- 238000005260 corrosion Methods 0.000 description 1
- 238000013461 design Methods 0.000 description 1
- 238000006073 displacement reaction Methods 0.000 description 1
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 1
- 239000013013 elastic material Substances 0.000 description 1
- 238000007689 inspection Methods 0.000 description 1
- 238000009434 installation Methods 0.000 description 1
- 238000005259 measurement Methods 0.000 description 1
- 229910052759 nickel Inorganic materials 0.000 description 1
- 229920000573 polyethylene Polymers 0.000 description 1
- 229920001343 polytetrafluoroethylene Polymers 0.000 description 1
- 239000004810 polytetrafluoroethylene Substances 0.000 description 1
- 229920000915 polyvinyl chloride Polymers 0.000 description 1
- 239000004800 polyvinyl chloride Substances 0.000 description 1
- 230000002028 premature Effects 0.000 description 1
- 230000002035 prolonged effect Effects 0.000 description 1
- 230000001681 protective effect Effects 0.000 description 1
- 230000000284 resting effect Effects 0.000 description 1
- 239000007779 soft material Substances 0.000 description 1
- 239000007787 solid Substances 0.000 description 1
- 239000010935 stainless steel Substances 0.000 description 1
- 229910001220 stainless steel Inorganic materials 0.000 description 1
- 239000010959 steel Substances 0.000 description 1
Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F16—ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
- F16L—PIPES; JOINTS OR FITTINGS FOR PIPES; SUPPORTS FOR PIPES, CABLES OR PROTECTIVE TUBING; MEANS FOR THERMAL INSULATION IN GENERAL
- F16L55/00—Devices or appurtenances for use in, or in connection with, pipes or pipe systems
- F16L55/07—Arrangement or mounting of devices, e.g. valves, for venting or aerating or draining
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F16—ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
- F16K—VALVES; TAPS; COCKS; ACTUATING-FLOATS; DEVICES FOR VENTING OR AERATING
- F16K24/00—Devices, e.g. valves, for venting or aerating enclosures
- F16K24/04—Devices, e.g. valves, for venting or aerating enclosures for venting only
- F16K24/042—Devices, e.g. valves, for venting or aerating enclosures for venting only actuated by a float
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Self-Closing Valves And Venting Or Aerating Valves (AREA)
Description
Automatische Gasauslaßvorrichtung
Die Erfindung betrifft eine automatische Vorrichtung zum Gasauslaß, die dazu bestimmt ist, ein Gas, das
sich an hochgelegenen Stellen von Behältern oder Leitungen gesammelt hat, zu entfernen. Zu der Vorrichtung
gehören eine Kammer, die mit dem betreffenden Behälter oder der Leitung in Verbindung steht und Mittel, die
dazu dienen - ausgehend von einem bestimmten Gasvolumen in der Kammer und damit einem bestimmten Flüssigkeitsniveau
in dieser Kammer - den Austritt von Gas zu ermöglichen, Jedoch ein Ausströmen von Flüssigkeit gänzlich
zu unterbinden.
Nachfolgend wird die erfindungsgemäße Vorrichtung zum
Gasauslaß, insbesondere unter Bezug auf ihre Verwendung zum Entfernen von Luft, beschrieben, die sich an hochgelegenen
Stellen von unter Druck befindlichen Wasserleitungen gesammelt hat. Die Erfindung ist jedoch nicht
auf diesen besonderen Anwendungsfall beschränkt,und die
erfindungsgemäße Vorrichtung zum Beseitigen von Gaseinschlüssen kann auch zum Entgasen von Leitungen oder
Behältern verwendet werden, die andere Flüssigkeiten enthalten.
Bekannte Vorrichtungen zum Gasauslaß, die im allgemeinen Entlüfter genannt sind, bestehen meistens aus einem im allgemeinen
kugelförmigen Schwimmer, der in einer Glocke untergebracht ist, die eine öffnung aufweist und an
hochgelegener Stelle der Leitung oder des Behälters angeschlossen ist. Wenn die Anlage vollkommen mit Flüssig
keit gefüllt ist, verschließt der Schwimmer die öffnung entweder unmittelbar oder über den einen oder anderen
Mechanismus. Wenn die Luft oder ein anderes Gas sich an
809812/0694
hochgelegener Stelle sammelt, senkt sich der Schwimmer und öffnet die Entlüftungsöffnung, die von dem aufsteigenden
Schwimmer automatisch wieder geschlossen wird.
Bei genügend wichtigen Anlagen, z.B. in Wasserleitungsnetzen, verwendet man im allgemeinen Entlüfter mit zwei
Kugeln, die aus zwei einzelnen Entlüftern bestehen, die auf dem gleichen Rohr montiert sind, wobei die beiden
Kugelschwimmer in gesonderten Kammern untergebracht sind, von denen die eine eine große Durchflußöffnung aufweist,
die während der Füllung oder Entleerung der Leitung als Luftauslaß bzw. -einlaß dient, während die andere Kammer
mit einer kleinen Durchflußöffnung versehen ist, durch die während des Betriebes Luft austreten kann.
Diese herkömmlichen Vorrichtungen zum Gasauslaß haben einige Nachteile. Insbesondere sind diese Apparate verhältnismäßig
platzaufwendig und benötigen daher große Mauerkammern. Außerdem ist während der Füllung der Leitung
oder des Behälters die Kugel, die sich in der Kammer mit großer Durchflußöffnung befindet, der Wirkung von
Wirbeln ausgesetzt, die durch das Abströmen von Gas hervorgerufen werden, was zur Folge hat, daß die Kugel die
öffnung vorzeitig verschließt und unter dem Einfluß des im Inneren der Leitung oder des Behälters herrschenden
Druckes gegen ihren Sitz gedrückt bleibt, wodurch Jeglicher Gasauslaß verhindert wird.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, diese Nachteile zu beheben und eine automatische Vorrichtung zum Gasauslaß
zu schaffen, die weit weniger platzaufwendig ist und die wirkungsvoll und zuverlässig arbeitet, indem sie den
Austritt von in der Vorrichtungskammer befindlichem Gas unabhängig von dem im Innern dieser Kammer herrschenden
Druck ermöglicht. Die erfindungsgemäße Entlüftungsvor-
809812/0694
richtung hat außerdem den Vorteil, daß sie den verschiedenen Druckbedingungen in den Leitungen oder den
Behältern auf einfache Weise anpaßbar ist.
Gemäß der Erfindung ist eine automatische Gasauslaßvorrichtung zum Auslaß eines Gases, das sich an hochgelegenen
Stellen von Flüssigkeiten enthaltenden Leitungen oder Behältern gesammelt hat, bestehend aus einer Kammer, die
mit der betreffenden Leitung oder dem betreffenden Behälter in Verbindung steht und aus Mitteln, die ausgehend
von einem bestimmten Gasvolumen in der Kammer und damit einem bestimmten FlUssigkeitsniveau in dieser letzteren
das Ausströmen von Gas erlauben, jedoch den Austritt von Flüssigkeit völlig unterbinden, dadurch gekennzeichnet,
daß zwei Schwimmer übereinander angeordnet sind, die senkrecht in einem Führungsschacht verschiebbar sind, der aus
einer durchbrochenen Führungshülse gebildet ist, die senkrecht in der Kammer angeordnet ist, daß der obere Schwimmer
zwischen einer unteren Stellung, in der er eine an der Oberseite der Kammer vorgesehene öffnung freigibt und
einer oberen Stellung beweglich ist, in der er diese öffnung verschließt, daß der obere Schwimmer Jedoch eine
Gasaustrittsöffnung kleineren Durchmesser als die öffnung in der Oberseite der Kammer aufweist, daß der untere
Schwimmer zwischen einer unteren Stellung, in der er die in dem oberen Schwimmer ausgebildete Gasaustrittsöffnung
freigibt und einer oberen Stellung beweglich ist, in der er diese öffnung verschließt, und daß der untere Querschnitt
der durchbrochenen Führungshülse so abgedeckt ist, daß verhindert wird, daß ein beträchtlicher Gasstrom
Jo durch diesen Querschnitt in die FührungshUlse eintreten
kann und ein Gas im wesentlichen durch die Durchbrechungen der Hülse von außen her in das Innere der Hülse einströmen
muß.
809812/0694
Gemäß einer besonderen Ausführungsform der Erfindung sind die Schwimmer im wesentlichen zylindrisch gestaltet.
Vorteilhaft ist die Führungshülse nur in ihrem oberen Teil durchbrochen.
Bei einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist die Vorrichtung auch mit einem Hahn oder einer
entsprechenden an sich bekannten Anordnung versehen, die eine Regelung oder Unterbrechung der Fluidmenge zwischen
der Vorrichtungskammer und der Leitung oder dem Behälter ermöglicht, an die die Vorrichtung angeschlossen ist.
Weitere Vorteile und Besonderheiten der Erfindung, die vor allem die einfache und wirtschaftliche Montage der
Gasauslaßvorrichtung, die Wirksamkeit und Zuverlässigkeit ihrer Funktion und die Einfachheit ihrer Wartung und Belt)
dienung betreffen, werden im Zusammenhang mit der folgenden Zeichnungsbeschreibung erläutert, die ein Ausführungsbeispiel der Erfindung betrifft.
Fig. 1 zeigt einen Längsschnitt, der an eine Leitung angebauten erfindungsgemäßen Gasauslaßvorrichtung, wobei die
Schwimmer ihre abgesenkte Stellung eingenommen haben.
Fig. 2 ist ebenfalls ein Längsschnitt der Gasauslaßvorrichtung, jedoch mit in oberer Stellung befindlichen
Schwimmern.
Fig. 3 veranschaulicht einen Längsschnitt eines Teiles
der Gasauslaßvorrichtung, der die Schwimmerstellung in einem anderen Funktionsstadium zeigt und
Fig. 4 ist eine Draufsicht längs der Linie A-A in Fig. mit einem Teilschnitt längs der Linie B-B der gleichen
Figur; dabei ist die Vorrichtungskamraer ohne Deckel, Schwimmer, Hähne und andere zu ihrer Funktionsfähigkeit
809812/0694
erforderlichen Teile gezeichnet.
Die in den Zeichnungen wiedergegebene automatische Gasauslaßvorrichtung
(Entlüfter) besteht aus einem Kessel 1, der gleichzeitig die eigentliche EntlUfterkammer und den
Körper eines Auslaßventils 2 an sich bekannter Art bildet. Der Deckel des Ventilkörpers ist mit der Bezugsziffer 3
bezeichnet. Der Kessel 1, der als Gußstück aus Stahl oder beliebigem anderen ausreichend beständigem Material hergestellt
ist, weist unten einen Flansch 4 zu seiner Befestlgung
an der Wasserleitung 5 auf, die entlüftet werden soll. Die eigentliche EntlUfterkammer ist oben durch
einen Deckel 6 mit einem Flanschring 7 abgedeckt, über den er durch Bolzen 9 und Muttern Io auf dem Flansch 8 des
Kessels 1 befestigt ist. Dieser Deckel 6 ist mit einer
Ii? Kreisöffnung 11 versehen. Ein Dichtring 12 aus Kautschuk
oder anderem weichen und elastischen Material ist in eine Aussparung in dem Deckel 6 eingeklebt.
Am Boden des Kessels 1 sind kleine Auflager 14 ausgebildet, auf denen eine in der Entlüfterkammer senkrecht ausgerichtete
zylindrische durchbrochene Führungshülse 13 steht.
Ein Kreisrand des Deckels 6 und ein kleiner Rand auf dem Auflager 14 verhindern ein seitliches Verschieben der
Führungshülse 13. Die zylindrische Führungshülse 13 kann aus beliebigem, nicht rostendem ausreichend starrem Material
hergestellt sein, wobei jedoch ein starrer Kunststoff, z.B. Polyvinylchlorid bevorzugt ist.
In dem von der durchbrochenen FührungshUlse 13 gebildeten
FUhrungsdurchgang sind zwei im wesentlichen zylindrische Schwimmer 15 und 16 angeordnet, deren Durchmesser etwas
kleiner als der Innendurchmesser der durchbrochenen FührungshUlse 13 ist, so daß sie reibungsfrei in dieser FührungshUlse
13 gleiten können. Die Schwimmer 15 und 16
80981 2/0694
- ti -
können z.B. aus Messing, nicht rostendem Stahl, Kunststoff usw. hergestellt sein. Sie sind je nach der Dichte
des verwendeten Materials hohl oder massiv. Vorteilhaft sind diese Schwimmer 15 und 16 massiv und bestehen aus
einem Kunststoffmaterial, z.B. Polyäthylen.
In der Mitte des oberen Schwimmers 15 ist eine kleine
Gasaustrittsöffnung 17 vorgesehen, in die auf der Unterseite des Schwimmers 15 ein kalibriertes Mundstück 18
eingeschraubt ist. Der untere Schwimmer 16 trägt in der Mitte auf seiner Oberfläche eine kleine elastisch weiche
Dichtung 19, die z.B. aus einer runden Kautschukscheibe
besteht, die in eine entsprechende kleine Aussparung im Schwimmer 16 eingeklebt ist.
Wie aus den Zeichnungen ersichtlich, sind die öffnung 11,
der Dichtring 12, die durchbrochene Führungshülse 13, die Schwimmer 15 und 16, die Gasaustrittsöffnung I7, das Mundstück
Ib und die Dichtung I9 koaxial angeordnet.
Der eigentliche Entlüfter ist mit einem Schutzdeckel 2o abgedeckt, der z.B. als Gußstück ausgebildet sein kann
und durch Muttern 21 gesichert ist, die auf die Bolzen aufgeschraubt sind.
Die erfindungsgemäße Gasauslaßöffnung arbeitet wie folgt.
In Ruhestellung, d.h. wenn die EntlUfterkammer leer ist,
ruht der untere Schwimmer l6 auf dem Boden der Entlüfterkammer oder genauer gesagt auf den Auflagern 14,und der
obere Schwimmer 15 sitzt auf dem Schwimmer 16 auf (Fig. 1)
Beim Füllen der Leitung 5 wird der Entlüfter über die
öffnung des Auslaßventils 2 in Betrieb genommen, die von dem Wasser verdrängte Luft entweicht ohne Schwierigkeit
809812/0694
durch die durchbrochene Führungshiilse 13 und die Kreisöffnung
11 in die Atmosphäre. Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist die FührungshUlse 13
nur in ihrem oberen Bereich durchbrochen,und zwar etwa bis dicht über die Oberfläche des in Ruhestellung befindlichen
Schwimmers 15- Auf diese Weise wird vermieden,
daß selbst bei einer sehr erheblichen Luftmenge die Schwimmer von einer Wirbelung angehoben werden, was sie
zu einem vorzeitigen Verschluß der Öffnung 11 veranlassen ο würde.
Wenn Luft aus der Leitung 5 ausströmt, tritt Wasser in den Kessel 1 der Gasauslaßvorrichtung ein und hebt die
Schwimmer 15 und 16 an, bis sie die in Fig. 2 gezeigte
Stellung einnehmen, in der sie die Öffnung 11 verschließen. In diesem Moment wird der Schwimmer 15 gegen den Dichtring
12 angedrückt und die Dichtung 19 des Schwimmers wird gegen das Mundstück 18 gepreßt.
Die in die Leitung 5 gelangenden Luftblasen sammeln sich
in dem Entlüfter und daher sinkt das Wasserniveau in diesem. Wegen des auf ihn wirkenden Differenzdruckes
bleibt der Schwimmer Jedoch gegen den Dichtring angedrückt gehalten. Wenn jedoch der Wasserstand in dem Entlüfterkessel
fortgesetzt sinkt, nimmt der auf den Schwimmer 16 ausgeübte Archimedische Druck ab und deshalb überschreitet
der in der Leitung 5 herrschende Druck einen Grenzwert nicht, der abhängig vom Gewicht des Schwimmers
16 und dem Durchmesser der MundstUcköffnung Ib ist, der
Schwimmer sinkt und gibt das Mundstück Ib frei, wobei
in dem Entlüfter eingeschlossene überschüssige Luft freigesetzt wird, was das Wiederaufsteigen des Schwimmers
und den Verschluß der Mundstücköffnung 18 zur Folge hat.
809812/0694
- Io -
Die erfindungsgemäße Gasauslaßvorrichtung kann also Betriebs-Differenzdrücken, die in den Leitungen oder
den Behältern herrschen, leicht angepaßt werden. Hierzu genügt es, den Schwimmer 15 mit einem Mundstück 18 mit
einer öffnung geeigneten Durchmessers auszustatten.
Das Mundstück 18 kann z.B. aus Messung oder aus Nickel
gefertigt sein. Vorzugsweise besteht es aus unklebrigem Kunststoff, z.B. Polytetrafluoräthylen» wodurch ein Ankleben
der Dichtung 19 auf dem Mundstück 18 selbst bei längerer Berührung zwischen diesen Teilen verhindert
wird.
Während der Entleerung der Leitung 5 sinkt der Druck in dem Entlüfter auf Null, so daß die Schwimmer 15 und 16
schlagartig nach unten sacken, die öffnung 11 freigeben
und damit den raschen Eintritt von Luft in das Leitungssystem ermöglichen.
Die Anordnung der verschiedenen Elemente der Gasauslaßvorrichtung kann zahlreiche Abwandlungen erfahren.
In allen Fällen ist es Jedoch wichtig, daß der untere Querschnitt der Führungshülse 13 so abgedeckt ist, daß
verhindert wird, daß ein beträchtlicher Gasstrom durch ihn in diese FührungshUlse eintreten kann, und daß gleichzeitig
ein Gas von außen in das Innere der FührungshUlse strömen kann, und zwar durch die Durchbrechungen in der
FUhrungshülse. Auf diese Weise wird vermieden, daß der Gasstrom, der während des Füllens der Leitung 5 die
Kammer des Entlüfters durchquert, die Schwimmer anheben und einen vorzeitigen Verschluß der öffnung 11 hervorrufen
kann.
809812/0694
In dem besonderen Falle der in den Zeichnungen dargestellten Gasauslaßvorrichtung ist das untere Rohr des
Kessels 1 zu der Führungshülse 13 seitlich versetzt angeordnet,
und es ist der untere Querschnitt der FührungshUlse
13 durch die Bodenwand des Kessels 1 verdeckt. Durch
diese Anordnung entweicht während des Füllens der Leitung 5 Luft durch die öffnung 11, indem sie hauptsächlich durch
die Durchbrechungen der Führungshülse 13 hindurchtritt. Zwischen dem unteren Rand der Führungshülse 13 und der
Bodenwand des Kessels 1 ist jedoch wegen der Auflager ein kleiner Abstand vorhanden, so daß ein geringfügiger
Durchlaß am unteren Teil der Führungshülse 13 entsteht, der jedoch die Stabilität der Schwimmer während des
Füllens der Leitung 5 nicht gefährdet, wobei der korrekte Betrieb der Vorrichtung selbst für den Fall gewährleistet
bleibt, daß nur der obere Teil der Führungshülse 13 durchbrochen ist. Es ist wichtig, daß das Wasser frei
mit im Innenraum und dem Außenraum der Führungshülse in Verbindung steht, und zwar in allen Betriebsstadien
der Gasauslaßvorrichtung (Füllen der Leitung, Gasauslaß während des Betriebes, Entleerung der Leitung).
Der in den Zeichnungen dargestellte Entlüfter ist mit einem Auslaßventil 2 ausgestattet.Dieses Auslaßventil ist
nicht im einzelnen beschrieben, weil es sich um eine an
2!p sich bekannte Ausführungsform handelt, die im übrigen
durch jede andere Vorrichtung ersetzt werden könnte, die den gleichen Zweck erfüllt. Es ist vorteilhaft, daß die
Gasauslaßvorrichtung mit einem solchen Auslaßventil oder einer entsprechenden Einrichtung ausgestattet wird, weil
hierdurch eine Unterbrechung des Fluidstromes zwischen der Entlüfterkammer und der Leitung möglich ist zum Zwecke
der Kontrolle oder Wartung der Gasauslaßvorrichtung. Der Einbau eines solchen Auslaßventils bzw. einer ent-
80981 2/0694
sprechenden Vorrichtung kann im Rahmen der Erfindung wahlweise erfolgen.
Wenn die Gasauslauvorrichtung nicht mit einem Auslaßventil
bzw. einer entsprechenden Vorrichtung versehen werden soll, bleibt die Grundanordnung der anderen Elemente der Vorrichtung
ähnlich wie in den Zeichnungen dargestellt. Gemäß einer nicht dargestellten Ausführungsabwandlung kann der
untere Rohrstutzen des Entlüfters Jedoch unter der gelocnten FUhrungshülse 13 münden, wobei der untere Hülsenquerschnitt
dann durch eine Scheibe oder eine andere geeignete Anordnung abgedeokt werden müßte.
Die automatische GasauslaßvorriGhtung gemäß der Erfindung bringt zahlreiche Vorteile im Vergleich mit bekannten Gasauslaßvorrichtungen
und erfüllt wirkungsvoll und zuverlässig die Rolle, die ihr zukommt, nämlich rascher Ablaßgroßer Luftmengen während des Füllens der Leitung, Auslaß
der Entgasungsluft bei unter Druck befindlicher Leitung und rascher Einlaß von Luft in die Leitung. wÄirend ihrer
Entleerung. Gegenüber bekannten Gasauslaßvori*ichtungen
bietet die Erfindung den Vorteil, daß sie keine Federventile, Gelenkhebel oder andere Gelenkmechaniemen aufweist,
deren Funktion wegen ihres Verschleißes oder ihrer Korrosion oder Inkrustation durch Wasser unsicher ist.
Die Gasauslaßvorrichtung gemäß der Erfindung beansprucht durch gedrungene Bauform wenig Platz und enthält nur
eine geringe Anzahl einfach aufgebauter Teile, die sich leicht aus herkömmlichen preiswürdigen und durch Wasser
nicht angreifbaren Materialien herstellen lassen. Die Vorrichtung bedarf daher praktisch keiner Wartung und ist
in jedem Fall einfach instandzuhalten.
Abwandlungen hinsichtlich der Form, des Aufbaus, der Anzahl und der Anordnung der Teile der erfindungegeraäßen
809812/069/;
Gasauslaßvorrichtung können im Rahmen der Erfindung verändert werden.
809812/0694
Al
Leerseite
Claims (4)
- Ansprüche( 1 .^Automatische Gasauslaßvorrichtung zum Auslaß eines Gases, das sich an hochgelegenen Stellen von Flüssigkeiten enthaltenden Leitungen oder Behältern gesammelt hat, bestehend aus einer Kammer, die mit der betreffenden Leitung oder dem betreffenden Behälter in Verbindung steht und aus Mitteln, die ausgehend von einem bestimmten Gasvolumen in der Kammer und damit einem bestimmten FlUssigkeitsniveau in dieser letzteren das Aueströmen von Gas erlauben, jedoch den Austritt von Flüssigkeit völlig unterbinden, dadurch gekennzeichnet, daß zwei Schwimmer (15,16) übereinander angeordnet sind, die senkrecht in einem Führungsschacht verschiebbar sind, der aus einer durchbrochenen FUhrungshUlse (13) gebildet ist, die senkrecht in der Kammer angeordnet ist, daß der obere Schwimmer (15) zwischen einer unteren Stellung, in der er eine an der Oberseite der Kammer vorgesehene öffnung (11) freigibt und einer oberen Stellung beweglich ist, in der er diese Öffnung (11) verschließt, daβ der obere Schwimmer (15) Jedooh eine Gasaustrittsöffnung (17) kleineren Duroheessers als dl« Öffnung (11) In dtr809112/0694ORIGINAL INSPECTEDOberseite der Kammer aufweist, daß der untere Schwimmer (l6) zwischen einer unteren Stellung, in der er die in dem oberen Schwimmer (15) ausgebildete Gasaustrittsöffnung (17) freigibt und einer oberen Stellung beweglich ist, in der er diese öffnung (17) verschließt, und daß der untere Querschnitt der durchbrochenen Führungshülse (13) so abgedeckt ist, daß verhindert wird, daß ein beträchtlicher Gasstrom durch diesen Querschnitt in die FUhrungshülse (13) eintreten kann und ein Gas im wesentlichen durch die Durchbrechungen der Hülse (13) von außen her in das Innere der Hülse einströmen muß.
- 2. Gasauslaßvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet , daß die Schwimmer (15,16) im wesentlichen zylindrisch gestaltet sind.
- 3. Gasauslaßvorrichtung nach den Ansprüchen 1 oder 2 , dadurch gekennzeichnet, daß die durchbrochene Führungshülse (13) ausschließlich in ihrem oberen Te1Il Durchbrechungen aufweist.
- 4. Gasauslaßvorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 3 , dadurch gekennzeichnet, daß ein Hahn oder eine an sich bekannte entsprechende Vorrichtung vorgesehen ist, mit der die zwischen der Entlüfterkammer und der Leitung oder dem Behälter,mit denen die Gasauslaßvorrichtung verbunden ist, strömende Fluidmenge regelbar oder unterbrechbar ist.80981 2/0694
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| BE170554A BE846103A (fr) | 1976-09-10 | 1976-09-10 | Purgeur automatique de gaz |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2740085A1 true DE2740085A1 (de) | 1978-03-23 |
Family
ID=3842916
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19772740085 Withdrawn DE2740085A1 (de) | 1976-09-10 | 1977-09-06 | Automatische gasauslassvorrichtung |
Country Status (3)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2740085A1 (de) |
| FR (1) | FR2364051A1 (de) |
| NL (1) | NL7709949A (de) |
Families Citing this family (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2440215A1 (fr) * | 1978-10-31 | 1980-05-30 | Bayard Sa Ets | Perfectionnements aux ventouses de purge d'air pour conduites de liquide |
| WO2002031392A2 (en) * | 2000-10-11 | 2002-04-18 | Dynamic Fluid Control (Pty) Ltd | Air release valve |
-
1977
- 1977-08-09 FR FR7724523A patent/FR2364051A1/fr active Granted
- 1977-09-06 DE DE19772740085 patent/DE2740085A1/de not_active Withdrawn
- 1977-09-09 NL NL7709949A patent/NL7709949A/xx not_active Application Discontinuation
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| NL7709949A (nl) | 1978-03-14 |
| FR2364051B3 (de) | 1980-07-11 |
| FR2364051A1 (fr) | 1978-04-07 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE3606089C2 (de) | ||
| DE69027699T2 (de) | Vorrichtung zur Trennung von Gas aus Flüssigkeiten und zur Entladung des ausgeschiedenen Gases | |
| EP3133353B1 (de) | Wasserfilterpatrone mit luftführung | |
| DE3221377C1 (de) | Selbsttaetiges Be- und Entlueftungsventil | |
| EP0081826A2 (de) | Vorrichtung zum Ableiten von Kondensat und dergleichen aus Drucksystemen | |
| DE2800556C3 (de) | Ventil zur Entlüftung und Belüftung insbesondere einer Abwasserleitung | |
| EP0083358A1 (de) | Automatische einfüllvorrichtung für batteriezellen. | |
| DE2740085A1 (de) | Automatische gasauslassvorrichtung | |
| DE3822555C2 (de) | ||
| DE2335238C3 (de) | Einrichtung zum Abscheiden gasförmiger Medien bei der Durchflußmessung | |
| DE2154934A1 (de) | Ventilanordnung an der Auslaßöffnung eines Flüssigkeitsbehälters | |
| DE1085280B (de) | Apparat zur Abtrennung von Wasser aus OElen | |
| DE10196792T5 (de) | Luftablassventil | |
| DE3113903C2 (de) | Vorrichtung zur Vakuumabsaugung von Flüssigkeiten | |
| CH350258A (de) | Belüftungseinrichtung für eine feinblasige Belüftung von Wasser, insbesondere Abwasser | |
| DE2620380A1 (de) | Entlueftungseinrichtung fuer fluessigkeitsgefuellte leitungssysteme | |
| AT200516B (de) | Belüftungseinrichtung für eine feinblasige Belüftung von insbesondere Abwasser | |
| EP0214367A1 (de) | Entlüftungsvorrichtung | |
| DE19951248C1 (de) | Vorrichtung zum Zuführen eines flüssigen Reinigungsmittels und zum Zu- und Abführen eines gasförmigen Mittels an einem Flüssigkeitstank, insbesondere Biertank | |
| DE2503117A1 (de) | Absperrorgan | |
| DE60020356T2 (de) | Schwimmerventil mit zwei Trichtern | |
| EP0661483B1 (de) | Ventil zur Ent- und Belüftung einer Abwasserleitung | |
| DE409539C (de) | Entlueftungsvorrichtung an Behaeltern fuer brennbare Fluessigkeiten | |
| DE2337853B1 (de) | Rückstau- und Geruchsverschluß für Flüssigkeiten, insbesondere Abwässer | |
| DE2451087C3 (de) | Selbsttätig arbeitende, schwimmergesteuerte Vorrichtung zum Entlüften eines mit Flüssigkeit gefüllten Systems |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8139 | Disposal/non-payment of the annual fee |