DE2636110A1 - Seil mit musterungsfaeden im mantelgeflecht - Google Patents
Seil mit musterungsfaeden im mantelgeflechtInfo
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Description
Dipl.-Phya.
Patentanwalt
8035 Gauting
8035 Gauting
Hubertusstr. 83 V»
11. August 1976
Meine Akte: a 57—j,DT AROVA LENZBURG AG, 5600 Lenzburg
Die Erfindung betrifft ein Seil mit Musterungsfäden im Mantelgeflecht, insbesondere ein Bergseil.
Im alpinen Berg- und Klettersport werden Seile zur Fortbewegung,
zum Sichern und als Abseilhilfe eingesetzt. Die heute auf dem Markt befindlichen Seile werden nach strengen
Kriterien der UIAA (Union Internationale des Associations d'Alpinisme) geprüft. Die moderne Klettertechnik hat Methoden
entwickelt, bei denen während des Aufstiegs als Fortbewegungsund Unterstützungsmittel zwei verschiedene Seilstücke oder
Seilenden eingesetzt werden müssen. Um die Gefahr einer Verwechslung zu vermeiden, sollen diese beiden Seilstücke
äusserlich durch unterschiedliche Farbe-oder Dessin-Gestaltung leicht unterscheidbar sein. Für die sogenannte Doppelseil-Klettertechnik
ist es erforderlich, dass die farblich bzw. dessinmässig. unterschiedlichen Seilstücke sich genau
in der Mitte der Seillänge treffen. Dabei ist es vorteilhaft, wenn der Farbübergang oder Dessinwechsel auf möglichst
kurze Distanz erfolgt.
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Wie eingangs angeführt, dient ein modernes Bergseil auch als Sicherungsinstrurtient. Seit einigen Jahren hat
sich die dynamische Sicherung durchgesetzt. Um jedoch diese für den Bergsteiger sehr wichtige dynamische Sicherung
einwandfrei bedienen zu können, ist es notwendig dass die dazu verwendeten Bergseile eine Reservelänge besitzen, die
sich gegenüber dem eigentlichen Kletterseil hinsichtlich Farbgestaltung und/oder Dessingestaltung deutlich unterscheidet.
Auf diese Weise ist es möglich, dass der Sichernde bei der Seilausgabe rechtzeitig erkennen kann, wieviel Seilmaterial
ihm noch zur Sicherung zur Verfügung steht und der Erstkletternde einen entsprechend sicheren Standplatz
wählen kann.
Es war bisher nicht möglich, eine einwandfreie Farbgebung
für die beiden Seilteile oder für die Sicherheitslänge eines Bergseils zu finden. Die bisher vielfach praktizierte Methode
des Einbindens eines zusätzlichen farbigen Kennfadens verhindert die einwandfreie Handhabung des Seils während des
Kletterns.
Es ist auch bereits ein Bergseil mit Kern-Mantel-Konstruktion bekannt, bei welchem der Mantel aus verschiedenfarbigen
Fäden derart aufgebaut ist, dass die Fäden einer Farbe an den Uebergangsstellen von Abschnitt zu Abschnitt mit den
'Fäden der andern Farbe überlappend eingeflochten sind.
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Dieses Bergseil hat sich jedoch in der Praxis nicht bewährt. Bei den beim Klettern vorkommenden Scheuerbeanspruchungen
stellte sich bereits nach kurzer Zeit ein Ausfransen der überlappend eingesetzten Fäden heraus. Auch
wurde bei Tests gefunden, dass durch den Unterbruch der Mantelfäden eine Verminderung der Reissfestigkeit innerhalb
der Ueberlappungszone eintritt. Als weiterer Nachteil stellte
sich heraus, dass das Seil innerhalb dieser Ueberlappungszone einen grössern Durchmesser als im übrigen Seilbereich
aufweist und eine genaue Markierung der Seilmitte wegen der Vielzahl der auszutauschenden Fäden nicht gegeben ist.
Die Erfindung bezweckt, die Nachteile des bekannten Seils zu vermeiden und ein Seil zu schaffen, welches den Bedürfnissen
nach einem tadellosen Sicherungsmaterial im Bergsport sowie für andere Einsatzgebiete Rechnung trägt.
Gegenstand der Erfindung ist demnach ein Seil mit Musterungsfäden
im Mantelgeflecht, das dadurch gekennzeichnet ist, dass die verschiedenen Musterungsfäden in aufeinanderfolgenden
Längenabschnitten eine verschiedene gegenseitige Lage haben, sodass in diesen Längenabschnitten verschiedene
Musterungen entstehen, wobei sämtliche Musterungsfäden das. Mantelgeflecht ohne Unterbruch über die ganze Seillänge
durchlaufen.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist nachstehend anhand
der Figur der Zeichnung näher erläutert, welche eine Ansicht eines Abschnittes eines Kern-Mantelseils zeigt.
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-I-
Bei der Herstellung des Mantelgeflechts erfolgt die Verkreuzung
der Fäden bekanntlich dadurch, dass die einzelnen Fäden in gegenläufigen sinuiden Bahnen sich konzentrisch
um einen Flechtpunkt bewegen. Durch geeignete Steuereinrichtungen werden die zur Musterung dienenden, eine andere
Farbe als das Grundgeflecht aufweisenden Fäden in ihrer gegenseitigen Lage innerhalb eines Laufs so geändert, dass
ein anderes-Muster entsteht.
In der linken Hälfte des dargestellten Seilabschnitts verlaufen die zur Musterung dienenden Fäden a des Mantelgeflechts
in relativ geringem Abstand parallel zueinander. Daraus ergibt sich eine bestimmte Musterung im Mantelgeflecht.
In der rechten Hälfte des dargestellten Seilabschnitts verlaufen je zwei der zur Musterung dienenden Fäden a unmittelbar
parallel zueinander, während je zwei andere Fäden a' die Fäden a rechtwinklig kreuzen. Dadurch entsteht eine
Musterung, welche sich von derjenigen auf der linken Hälfte des dargestellten Seilabschnitts deutlich unterscheidet.
Das erfindungsgemasse Seil eignet sich in erster Linie für den
Klettersport. Es ist jedoch auch möglich, den Wechsel
des Musters in Längenabschnitten vorzunehmen, welche einer
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Einheit eines Längenmasses oder einem Vielfachen dieser
Einheit entsprechen, z.B. einem Meter, fünf Metern oder zehn Metern, sodass das Seil auch als Markierungsseil
für andere Einsatzgebiete, z.B. Tauchen, Höhlenforschung und dergleichen verwendbar ist.
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Claims (3)
- Patentansprüche/Seil mit Musterungsfäden im Mantelgeflecht dadurch gekennzeichnet, dass das Mantelgeflecht derart aufgebaut ist, dass die verschiedenen Musterungsfäden in aufeinanderfolgenden Längsabschnitten eine verschiedene gegenseitige Lage haben, sodass in diesen Längenabschnitten verschiedene Musterungen entstehen, wobei sämtliche Musterungsfäden das Mantelgeflecht ohne Unterbruch über die ganze Seillänge durchlaufen.
- 2) Seil nach Patentanspruch dadurch gekennzeichnet, dass die verschiedene Musterungen aufweisenden Längenabschnitte einer Einheit eines Längenmasses oder einem Vielfachen dieser Einheit entsprechen.
- 3) Seil nach Patentanspruch und Unteranspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass es eine Kern-Mantelkonstruktion aufweist.709811/0241
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| CH1156075A CH592201A5 (de) | 1975-09-05 | 1975-09-05 |
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