DE2634570A1 - Verfahren zur herstellung einer splitterhuelle fuer geschosse, gefechtskoepfe u.dgl. - Google Patents
Verfahren zur herstellung einer splitterhuelle fuer geschosse, gefechtskoepfe u.dgl.Info
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Description
- Verfahren zur herstellung einer Splitterhülle für Geschosse,
- Gefechtsköpfe u. dgl.
- Zusatz zu Patent .............. (Anm. Az. P 26 12 149.3) Das Hauptpatent betrifft eine Splitterhülle für Geschosse, Gefechtsköpfe u. dgl., bei der vorgeformte Splitter aus hartem oder aushärtbarem Werkstoff in ein tragendes Gerüst aus einem durch Sintern aushartbarem, die Splitter allseitig umhüllenden Werkstoff eingebettet sind, welcher beim Zünden einer in der Splitterhülle angeordneten Sprengladung unter Freisetzung der vorgeformten Splitter in Einzelpartikel zerlegbar ist. Nach der 1 enrlzei-chen des Hauptpatentes ist ein Granatengrundkörper im Bereich eines zwischen einem Geschoßheck und einer Kopfpartie vorgesehenen, hiilsenförmigen Mittelteils mit einer äußeren, wenigstens über einen Teil des Geschosses zylindrischen Ausnehmung versehen, in welche die vorgeformten Splitter, vo«nehmlich Schwermetallkugeln einlagig, zusammen mit einem durch Sintern aushartbaren Werkstoff eingebracht und zu einem die Splitter in einem umhüllenden Tragegerüst aufnehmenden, manschettenförmigen Splittermantel gepreßt und eingesintert sind.
- Granatenkörper der angeführten Art werden für Geschosse kleiner Kaliber vornehmlich aus Vollmaterial gedreht und dann entsprechend weiterbearbeitet. Es hat sich nun gezeigt, daß beim Einbringen, d. h. beim Auflegen der Splitter und beim Aufpressen des Sintermetallmantels sowie dem anschließenden Sintervorgang bei hoher Temperatur in einem hülsenförmigen Granatenkörper, gewisse Veränderungen, z. 3. Verformungen vor sich gehen, die gegebenenfalls zu einer Unwucht oder zu Maßabweichungen etc, und damit zu erhöhtem Ausschuß führen.
- Aufgabe der Erfindung ist es, diese Fehlerquelen zu vermeiden und ein Herstellverfahren zu entwickeln, das eine einfache, sichere und maßgenaue Fertigung der Geschoßkörper der im Hauptpatent gekennzeichneten Art ermöglicht und die eine Bearbeitung mit üblichen Arbeitsmaschinen erlaubt.
- Zur Lösung dieser Aufgabe soll gemäß Anspruch 1 ein dem Geschoßkörper entsprechender, aus Vollmaterial bestehender Drehrohling zunächst nur außen in seinem die Splitterhülle aufnehmenden Mittelteil auf Sollmaß gedreht und erst nach dem Aufbringen und Sintern des Sintermantels auf Sollmaß überdreht und mit die Sprengladung sowie gegebenenfalls eine Leuchtspur aufnehmenden Innenbohrungen versehen werden.
- Als Ausgangsmaterial dient somit eine Stange aus Vollmaterial, z. B. Automatenstahl, der zunächst auf einem Drehautomaten in der Länge, sowie im Kopf- und Heckteil auf Rohübermaß, im zu beschichtenden Mittelteil auf Sollmaß gedreht wird. An den beiden Stirnseiten werden vornehmlich Zentrierbohrungen oder Spannansätze vorgesehen.
- Die Beschichtung des Grundkörpers mit den Splittern und dem Sintermantel erfolgt noch, solange der Drehrohling nicht ausgebohrt ist. Dies hat beim Aufpressen der Splitteriage bzw.
- der Splittermantelpulverhülle, bei dem radiale Drücke von mehreren tausend kp/cmC erforderlich sind, den Vorteil, daß keinerlei Verformung des Grundkörpers eintritt, was bei ü1-senkörpern selbst dann zu befürchten ist, wenn beim Preßvorgang innen ein maßgenauer Stempel eingeführ-t ist. Aber auch beim Sintervorgang, d. h. beim Erhitzen ergibt sich durch den Vollkern eine bessere Temperaturverteilung uns damit eine spannungs- bzw. dehungsarme Belegung des Grundkörpers.
- Bei einem so gefertigten Geschoßkörper der eingangs beschriebenen Art treten keine schädlichen Verformungen oder inneren Spannungen auf. Das Verfahren läßt sich mit handelsüblichen Maschinen kostengünstig ausüben.
- Zur Erläuterung des erfindungsgemäßen Herstellverfahrens ist in den Zeichnungen ein Geschoßkörper in vier aufeinanderfolgenden Bearbeitungsstadien dargestellt.
- Es zeigen: Fig. 1 eine Seitenansicht eines von der Vollmaterialstange abgestochenen, im Mittelteil auf Sollmaß überdrehten Rohlings des Geschoßkörpers, Fig. 2 einen Längsschnitt des mit Splitterkörpern belegten und mit einem Sintermantel versehenen Rohlings nach dem Sintern, Fig. 3 einen Längsschnitt des außen auf Sollmaß überdrehten und innen ausgebohrten Rohlings nach Fig. 1 und 2, Fig. 4 einen Längsschnitt eines fertig bearbeiteten, mit Sprengstoff gefüllten Geschoßkörpers, hergestellt nach den Schritten gemäß Fig. 1 bis 3 - ohne Zünder Jedoch mit einer Bodenplatte anstelle eines Leuchtspursatzes.
- Wie die Figuren veranschaulichen, wird zunächst auf einem Drehautomat von der Vollmaterialstange ein Drehrohling gemäß Fig. 1 erstellt, der im Bereich zwischen einer Kopfpartie 3' und einer Heckpartie 2' ein Mitelteil 1' aufweist, das auf Sollmaß gedreht ist. Die Heckpartie 2' wird in üblicher Weise mit einer Zentrierbohrung 10 versehen. Nach dem Abstechen des Rohlings 1', 2', 3' wird auch die Kopfpartie 3' stirnseitig mit einer Aufnehmerbohrung 9 versehen. An dessen Stelle könnte auch ein Spannansatz o. dgl. vorgesehen werden. Kopf- und Heckpartie 3t, 2' weisen, wie die Fig. 1 veranschaulicht, sowohl radial als auch axial Roh-Übermaß auf und werden erst in einem späteren Arbeitsgang auf Sollmaß überdreht.
- Fig. 2 zeigt den Rohling 1' bis 3' nach erfolgter, vornehmlich einlagiger Beschichtung mit vorgeformten Splittern 5, welche stirnseitig an einer Schulter 4 der Kopfpartie 3' anstehen und den Rohling mit Mittelteil 1' rohrförmig umschließen. Diese Splitterbelegung 5 ist von einem Tragegerüst 6' aus Sintermetallpulver umhüllt, welches in hier nicht näher zu beschreibender Weise mit hohem Druck aufgepreßt und dann mit dem Rohling 2', 1', 3' und den Splittern 5 zu einem festen Gebilde zusammengesintert wird.
- Nach Abschluß des Sinter- und eines sich beispielsweise anschließenden Anlaßvorganges erfolgt nunmehr die Herausarbeitung des Geschoßkörpers. Hierzu wird gemäß Fig. 3 der Drehrohling außen auf Sollmaß überdreht, wobei nicht nur die Kopfpartie 3 und die Heckpartie 2 des Geschoßkörpers ihre spätere Form erhalten, sondern auch die Sinterhülle 6 dem Geschoßkaliber entsprechend überdreht und gleichzeitig mit einem Ringeinstich 8' für ein in einem folgenden Arbeitsgang einzurollendes Führungsband 8 (Fig. 4) sowie gegebenenfalls mit einer Heckausnehmung 12 für einen Leuchtspursatz oder einer Ausdrehung 13 für eine Bodenplatte 11 (Fig. 4) versehen wird.
- Im Anschluß an diesen der äußeren Bearbeitung dienenden Fertigungsachritt wird der Geschoßkörper ausgebohrt, d. h. mit einer Bohrung 7' versehen, die später der Aufnahme einer Sprengladung 7 (Fig. 4) dient. Die beiden Arbeitsgänge - Außenüberdrehen, Ausbohren - könnten selbstverständlich auch in umgekehrter Reihenfolge durchgeführt werden.
- Ist nunmehr, wie die Bearbeitungstufen nach den Fig. 1 bis 3 veranschaulichen, der Geschoßkörper herausgearbeitet, wird nach erfolgtem Aufbringen des Führungsbandes 8 heckseitig noch ein Leuchtspursatz eingepreßt oder, wie Fig. 4 veranschaulicht, ein rondenförmiges Bodenblech 11 aufgelegt, z. B. hart aufgelötet, aufgeschweißt bzw. in die Ausdrehung 13 eingebördelt.
- Der Geschoßkörper kann dann in herkömmlicher Weise mit Sprengstoff 7 gefüllt und mit einem Zünder bestückt werden.
- L e e r s e i t e
Claims (3)
- Patentansprüche: 1. Verfahren zur Herstellung einer Splitterhülle für Geschosse, Gefechtsköpfe u. dgl., bei der vorgeformte Splitter aus hartem bzw. aushärtbarem Werkstoff in ein tragendes Gerüst ous einem durch Sintern aushirtbaren, die Splitter allseitig umhüllenden Werkstoff eingebettet sind, welcher beim Zünden einer in der Splitterhülle angeordneten Sprengladung unter Freisetzung der vorgeformten Splitter i.n Einzelpartikel zerlc,bar ist, wobei ein Granatengrundkörper im Bereich eines zwischen einem Geschoßheck und einer Kopfpartie vorgesehenen, hülsenförmigen Mittelteils mit einer äußeren, wenigstens über einen Teil des Geschosse; zylindrischen Ausnehmung versehen ist, in welche die vorgeformten Splitter, vornehmlich Schwermetallkugeln einlagig, zusammen mit einem durch Sintern aushärtbaren Werkstoff eingebracht und zu einem die Splitter in einem umhüllenden Tragegerüst aufnehmenden, sich radial und axial in der Ausnehmung abstützenden, manschettenförmigen Splittermantel gepreßt und eingesintert sind, nach Patent .......... (Anm. Az. P 26 12 149.3), dadurch gekennzeichnet, daß ein dem Geschoßkörper (1, 2, 3) entsprechender, aus Vollmaterial bestehender Drehrohling (1', 2', 3') zunächst nur außen in seinem die Splitterhülle (5, 6) aufnehmenden llit-telteil (1') auf Sollmaß gedreht und erst nach dem Aufbringen und Sin-tcrn des Sintermantels (6') auf Sollmaß iiberdreh-t und mit die Sprengladung (7), sowie gegebenenfalls einen Leuchtspursatz aufnehmenden Innenbohrungen (7', 12) versehen wird.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Drehrohling (1', 2', 3')vor der Bearbeitung an den beiden Stirnseiten mit Zentrierbohrungen (9, 10) oder Spannansätzen versehen wird.
- 3. Splitterhülle, hergestellt nach dem Verfahren gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der auf Sollmaß überdrehte Geschoßkörper (1, 2, 3) mit einer heckseitigen Ausnehmung (12) für einen Leuchtspursatz oder einer Ausdrehung (13) für ein in die Ausdrehung (13) einzusetzendes, vornehmlich einzubördelndes, rondenförmiges Bodenblech (11) versehen ist.
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