[go: up one dir, main page]

DE2631047A1 - Einzellige mikroorganismen und verfahren zu ihrer zuechtung - Google Patents

Einzellige mikroorganismen und verfahren zu ihrer zuechtung

Info

Publication number
DE2631047A1
DE2631047A1 DE19762631047 DE2631047A DE2631047A1 DE 2631047 A1 DE2631047 A1 DE 2631047A1 DE 19762631047 DE19762631047 DE 19762631047 DE 2631047 A DE2631047 A DE 2631047A DE 2631047 A1 DE2631047 A1 DE 2631047A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
negative
ethanol
fermentation
biomass
microorganisms
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Granted
Application number
DE19762631047
Other languages
English (en)
Other versions
DE2631047B2 (de
DE2631047C3 (de
Inventor
Ludwig Degen
Lamberto Formiconi
Antonio Senni
Pasquale Zaffaroni
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Anic SpA
Original Assignee
SnamProgetti SpA
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by SnamProgetti SpA filed Critical SnamProgetti SpA
Publication of DE2631047A1 publication Critical patent/DE2631047A1/de
Publication of DE2631047B2 publication Critical patent/DE2631047B2/de
Application granted granted Critical
Publication of DE2631047C3 publication Critical patent/DE2631047C3/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C12BIOCHEMISTRY; BEER; SPIRITS; WINE; VINEGAR; MICROBIOLOGY; ENZYMOLOGY; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING
    • C12NMICROORGANISMS OR ENZYMES; COMPOSITIONS THEREOF; PROPAGATING, PRESERVING, OR MAINTAINING MICROORGANISMS; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING; CULTURE MEDIA
    • C12N1/00Microorganisms, e.g. protozoa; Compositions thereof; Processes of propagating, maintaining or preserving microorganisms or compositions thereof; Processes of preparing or isolating a composition containing a microorganism; Culture media therefor
    • C12N1/32Processes using, or culture media containing, lower alkanols, i.e. C1 to C6

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Genetics & Genomics (AREA)
  • Biotechnology (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Zoology (AREA)
  • Bioinformatics & Cheminformatics (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Microbiology (AREA)
  • Biomedical Technology (AREA)
  • Virology (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Tropical Medicine & Parasitology (AREA)
  • Preparation Of Compounds By Using Micro-Organisms (AREA)
  • Micro-Organisms Or Cultivation Processes Thereof (AREA)

Description

Snamprogetti S.p.A.
Corso Venezia 16, Mailand/Italien
betreffend
Einzellige Mikroorganismen und Verfahren zu ihrer Züchtung
Die Erfindung betrifft Mikroorganismen und ein Verfahren zur Herstellung von biologischen Proteinen durch die Wirkung von Mikroorganismen, die aliphatische Alkohole mit niederem Molekulargewicht oxidieren.
Die für das erfindungsgemäße Verfahren angewandten Mikroorganismen gehören zur Gruppe Prototheca.
Die Erfindung betrifft auch Proteinprodukte, die abgeleitet sind von Mikroorganismen, die als Nahrungszusatz für Menschen und Tiere angewandt werden können.
In der Literatur sind zahlreiche (Fermentations)-Verfahren zur Züchtung von Mikroorganismen angegeben, die proteinische Substanzen liefern. Es sind z.B. Verfahren zur Züchtung von Hefen auf Kohlenhydraten angegeben .wie sie in Melasse enthalten sind, Sulfitbädern von Papiermühlen und n-Alkanfraktionen von leichtem Benzin. Ähnliche Verfahren sind auch zur Erzeugung von Biomassen mit Hilfe von Bakterien beschrieben.
609883/0957
Während des Fortschreitens des auf die Bildung von Hefen und Bakterien gerichteten Wachstums (Fermentation) tritt ein beachtlicher Wärmestau (heat-build up) auf, aufgrund der Oxidation des Substrates, der umso stärker ist, je niedriger der Oxidationsgrad des Substrates selbst ist.
Die Anwendung teilweise oxidierter Substrate verringert den Sauerstoffverbrauch und die Wärmeentwicklung. Ferner werden die Kühlkosten wesentlich verringert durch die Anwendung von Mikroorganismen, die bei hohen Temperaturen wachsen.
Bei vielen Verfahren zur Bildung von Biomassen kann eine Extraktion mit organischen Lösungsmitteln erforderlich werden, um unerwünschte Substratrückstände oder schädliche Verbindungen,wie hochmolekulare Kohlenwasserstoffe oder polycyclische Kohlenwasserstoffe und ähnliches, zu entfernen..
Alkohole stellen Substrate dar, die sehr gut geeignet sind zur Bildung von Bioproteinen. Sie sind wasserlöslich, bereits teilweise oxidiert und v/erden in großtechnischem Maßstab in hoher Reinheit hergestellt. Von den aliphatischen Alkoholen werden in erster Linie Methanol und Äthanol angewandt.
Wirtschaftliche Überlegungen machen es erforderlich, daß die Substrate für die Bildung von Bioproteinen billig sind.
Im Vergleich mit Abfallprodukten sind die Kosten für Äthanol verhältnismäßig hoch. Es ist daher erforderlich, daß das Substrat vollständig ausgenutzt wird.
609883/0957
Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, Stämme von heterotrophen Algen von der Art Prototheca zu züchten, die Äthanol als Substrat verwerten. Bei der Verwendung von Äthanol als Substrat werden zahlreiche Nachteile anderer Substrate vermieden. Natürlich ist Äthanol leicht zugänglich und kann als Nährstoff angewandt werden. Es treten keine Toxizitätsprobleme auf, da es in hoher Reinheit hergestellt wird,und außerdem ist Äthanol flüchtig und möglicherweise noch vorhandene Reste können leicht während des Trocknens der Zellen entfernt werden. Ferner tritt kein Problem bezüglich der Verteilung des Substrats in dem Nährmedium auf, wie bei Polysacchariden und Kohlenwasserstoffen.
Die erfindungsgemäß angewandten Stämme besitzen darüberhinaus den Vorteil, daß sie bei Temperaturen bis zu 40°C,vorzugsweise bei 33 bis 370C bei einem weiten pH-Bereich (pH 1,0 bis 8,0), vorzugsweise pH 3»0 bis 5»0 wachsen, eine Tatsache, die die Gefahr einer bakteriellen Infektion während des Wachstums verringert. Viele Mikroorganismen wachsen nicht in alkoholhaltigen Substraten, andere wachsen nur dann, wenn die Konzentrationen niedrig sind. Die erfindungsgemäß angewandten Stämme wachsen im. Gegensatz dazu auch bei hohen Konzentrationen gut und nur Konzentrationen über 4 % hemmen das Wachstum.
Die erfindungsgemäßen Prototheca-Stämme wurden isoliert und ausgewählt aus Erdproben, die entnommen worden sind bei Harcourt, Nigeria, und werden bezeichnet durch die Nummern 855 A, 855 B und 855 C. Die Kultur- und physiologischen Charakteristika sind in Tabelle I zusammengefaßt.
6098 8 3/0957
Tabelle I Züchtungs-und physiologische Charakteristika
A. Züchtungscharakteristika
festes Medium (24 h): (Pepton-Glukose)
flüssiges Medium (24 h): (Pep ton-GLuko se)
Durchmesser der Kolonien: 2 Ms 3 mm, brüchig, grob, opak, ohne Pigmente
Sediment, dünner Film
B. Charakteristika des Vegetationszyklus Bildung von 2 bis 8 Aplanosporen (Endosporen) Nach dem Aufbrechen der Mutterzelle wiederholen die Aplanosporen den Zyklus und einige bilden Hypnosporen ("ruhende Zellen")
C. Charakteristika der vegetativen Zellen
Spheroid oder ellipsoid mit einer Größe von 15 bis 25 x bis 30 /um. Bildung von Aggregaten. Kern und Vorratsvakuolen (storage granules) gut sichtbar.
D. Geschlecht
Es wurde kein Sexualzyklus beobachtet.
E. Physiologische Eigenschaft
1) Ausnutzung verschiedener Kohlenstoffquellen a. fermentative Verwertung (zum Wachstum)
Glukose sauer, ohne Gas, langsam
Galaktose negativ
Sucrose negativ
Maltose negativ
Lactose negativ
Raffinose negativ
Melibiose negativ
Inulin negativ
Stärke negativ
0( -Methyl-D-glukosid negativ
60988 3/0957
b. assimilative Verwertung D-Glukose D-Galaktose Sucrose Fructose Maltose Lactose Raffinose Melibiose Inulin lösliche Stärke # -Methyl-D-glukosid L-Sorbose Salicin Arbutin Cellobiose Trealose Melizitose D-Xylose D-Arabinose L-Arabinose D-Ribose L-Rhamnose Methanol Äthanol n-Propanol Iso-propanol n-Butanol tert.-Butanol Cyclohexanol Glycerin Erythrit Ribit Dulcit D-Mannit Sorbit
von Kohlenstoffquellen positiv negativ negativ positiv negativ negativ negativ negativ negativ negativ negativ negativ negativ negativ negativ negativ negativ negativ negativ negativ negativ negativ negativ positiv positiv negativ positiv negativ negativ positiv negativ negativ negativ negativ negativ
6 09883/0957
Inosit . negativ
DL-Milchsäure negativ
Bernsteinsäure negativ
Citronensäure negativ
η-Paraffin positiv
2) Verwertung verschiedener Stickstoffquellen Ammonium, Nitrat und Harnstoff
3) Wachstumsfaktoren
erfordert Thiamin
4) Wachstum bei unterschiedlichen Temperaturen 4°C negativ 15 Ms 42°C positiv 540C negativ
Arnold und Ahearn (Mycologia, Band 64, Seite 265, 1972) haben vor einiger Zeit einen Schlüssel zur Klassifizierung von Prototheca vorgeschlagen, nach dem die erfindungsgemäßen Stämme zur Gruppe der P. Zopfii-Arten gehören.
Die mit den Symbolen 855 A, B und C bezeichneten Stämme unterscheiden sich jedoch gegenüber der Standardbeschreibung von P. Zopfii und gegenüber den in den Sammlungen vorhandenen Stämmen (wie von Prof. Liferri, Pavia erhalten, siehe Tabellen).
Tabelle II
855 A P. Zopfii P. Zopfii
(Literatur)
D-Galaktose negativ positiv positiv Jso-Pentanol negativ negativ positiv Wachstum bei 420C positiv negativ —
609883/0957
Der Stamm 855 A (wilder Typ) kann so als stabile und definierte Variante der Spezies P. Zopfii angesehen werden. Es wird der Name Prototheca Zopfii, Var. Harcourt,"vorgeschlagen, bei der in Tabelle I angegebenen Standardbeschreibung. Der Stamm wurde beim Centraalbureau voor Schimmelcultures Baarn hinterlegt und erhielt die Nummer CB5 26S.75.
Die Zellen von Prototheca Zopfii, Var. Harcourt 855A, wie sie erfindungsgemäß zur Bildung von Bioproteinen angewandt werden, werden in Kulturmedien gezüchtet, die bis zu 4 % Äthanol als Kohlenstoffquelle, Stickstoffquellen, Mineralsalze und Wachstumsfaktoren enthalten. Thiamin kann als solches oder in Form von Maiswasser oder Melasse oder Hefeextrakt zugesetzt werden. Das Äthanol als Kohlenstoffquelle kann auf einmal vor der Fermentation oder in kleinen Anteilen während der Fermentation zugesetzt v/erden. Es ist jedoch bevorzugt, Äthanol kontinuierlich während der fortschreitenden Fermentation zuzusetzen, um eine vollständigere Verwertung zu ermöglichen.
Die Fermentation wird bei Temperaturen im Bereich von 15 bis 40°C, vorzugsweise 30 bis 380C bei einem pH-Wert im Bereich von 1 bis 8, vorzugsweise von 3,0 bis 5,0 durchgeführt.
Nach dem oben beschriebenen Verfahren wird eine Ausbeute von 60 bis 70 % (g/Biomasse/g Äthanol) erhalten bei einer Zellkonzentration in der Kultur von 20 bis 60 g/l.
Ein außergewöhnlicher Vorteil dieses Verfahrens ist die Anwendung von heterotrophen Algen von der Art Prototheca. Aufgrund ihrer Größe sind sie natürlich leicht gewinnbar.
Bei ansatzweisem Arbeiten werden die Zellen gewonnen durch Sedimentation oder Filtration nach vollständiger Fermentation. Das gleiche Verfahren wird angewandt, um die Biomasse bei kontinuierlichen Verfahren zu gewinnen.
»KWachstunO 609883/0957 ../8
Die auf diese Weise erhaltene und getrocknete Biomasse enthält ungefähr 50 bis 60 % rohe Proteine zusammen mit Polysacchariden, Lipiden und Nuc.leinsäuren.
Erfindungsgemäße ist es möglich, Biomassen mit hohen Proteingehalten herzustellen durch Züchtung von heterotrophen Algen der Art Prototheca in einem einfachen Kulturmedium, das Äthanol als einzige Kohlenstoffquelle enthält.
Die Erfindung wird durch die folgenden, nicht einschränkenden Beispiele näher erläutert:
Beispiel 1
Es wurde ein Kulturmedium der folgenden Zusammensetzung hergestellt:
(NH4)2S04 5 g/l
NaH2PO4.H2O 10 g/l
KH2PO4 . . 10 g/l
MgSO4.7H2O 0,2 g/l
FeSO4.7H2O 2 mg/1
ZnSO4.7H2O 2 mg/1
CaCl2 2 m.g/1
Hefeextrakt 500 mg/1
Lösung von Spuren- 1 ml
Die Lösung der Spurenelemente bestand aus: CuSO4.5H2O 5 mg/1
H3BO3 500 mg/1
MnSO4.H2O 500 mg/1
KJ 10 mg/1
CaCl2.6H2O 10 mg/1
MoO3 10 mg/1
609883/0957 "/9
Nach Einstellung des pH-Wertes auf 5,0 wurde das Medium in Mengen von jeweils 100-ml in 500-ml-Kolben gegeben und nach 30 Minuten langem Sterilisieren bei 1160C wurde 1 % Äthanol (Vol./Vol.) zugegeben. Die Kolben wurden dann mit einer 3 Tage alten Kultur (300C) des Stammes 855A von einer Schräge beimpft, enthaltend das gleiche Medium und 2 % Agar-Agar, und anschließend unter Rühren (Orbital-Rührer) bei 220 UpM bei 300C inkubiert. Nach 24 Stunden langer Inkubation wurden weitere 2 % Äthanol zugegeben.
Die Ausbeute an trockenen Zellen nach 33 Stunden langer Inkubation betrug 18,7 g/l.
Beispiel 2
Es wurde eine Fermentation bei 40°C durchgeführt, wobei die anderen Bedingungen des Beispiels 1 nicht verändert wurden. Die Ausbeute an trockenen Zellen nach 48 Stunden langer Inkubation betrug 13,5 g/l.
Beispiel 5
Es wurde ein Kulturmedium wie in Beispiel 1 hergestellt, das jedoch anstelle von Hefeextrakt 1,5 g/l Maiswasser (C.S.L.) enthielt. Die...Ausbeute,als Trockengewicht, nach 34 Stunden langer Fermentation unter den in Beispiel 1 angegebenen Bedingungen bei 35°C betrug 17,5 g/l. ■
Beispiel 4
In kleine Laborfermenter, die mit einem Turbinenrührer und 4 (antisloshing) Prallplatten versehen waren und ein Volumen von 16 1 besaßen, wurden 10 1 des Mediums entsprechend Beispiel 1 gegeben,mit dem einzigen Unterschied, daß die Konzentration an Phosphatsalzen 2 g/l anstelle von 10 g/l betrug. Nach 30 Minuten langem Sterili-
O./10 609883/0957
sieren bei 1160C wurden die Fermenter mit 10 % einer 21 Stunden alten Kultur von dem Stamm 855A in einem Kolben mit dem gleichen Medium wie in Beispiel 1 von 35°C beimpft. Die Züchtung wurde bei 350C unter Rühren mit 1000 UpM und einer Belüftung von 0,5 Vol./Vol. χ min. durchgeführt. Der pH-Wert wurde durch Zugabe von Soda während der ganzen Fermentationszeit auf 4,0 gehalten. Äthanol wurde zu Beginn (1 VoI.-^) und nach 24 Stunden (2 Vo 1*-%) zugegeben.
Nach 43 Stunden langer Fermentation wurden die Zellen auf Papier abfiltriert und nach dem Waschen mit Wasser bei 900C im Vakuum getrocknet. Die Ausbeute an trockenen Zellen betrug 50,5 g/l, enthaltend 52,56 % rohe Proteine (N χ 6,25) und 4,73 % Lipide.
Beispiel 5
Ein Laborfermenter mit einem Volumen von 20 1, enthaltend 12 1 des in Beispiel 4 angewandten KuIturmediumsf, wurde, wie in diesem Beispiel angegeben,beimpft und 24 Stunden unter Rühren (800 UpM) bei 35°C inkubiert unter Einleiten von 0,5 Vol./Vol. χ min. Luft.
Zwei Laborfermenter der in Beispiel 4 beschriebenen Art, enthaltend jeweils 10 1 des gleichen Kulturmediums und 1 % Äthanol,wurden mit jeweils 1,5 1 dieser Vorkultur beimpft. Die Fermenter wurden mit 1000 UpM gerührt und mit 0,5 Vol./Vol. χ min. belüftet. Die Fermentationstemperatur eines Fermenters betrug 300C, die des anderen 35°C. Um den pH-Wert auf dem gewünschten Wert (ungefähr 4) Zu- halten, wurde ein Gemisch angewandt, bestehend aus 32 W wäßrigem Ammoniak und 95 %'Mnanol im Verhältnis 20 : 80. Durch Zugabe dieses Gemisches wurde nicht nur der pH-Wert auf einem optimalen Wert für das Wachstum gehalten, sondern auch die Kohlenstoffquelle automatisch zugegeben.
../11
609883/09S7
Nach 20 Stunden langer Inkubation betrug die Konzentration an Biomasse 20,6 g/l (300C) bzw. 21,3 g/l (350C).
Die Rührgeschwindigkeit wurde dann auf 1500 UpM erhöht und mit 0,75 Vol./Vol. χ min. belüftet. Nach weiteren 25 Stunden betrugen die Konzentrationen an Biomasse 53,2 g/l (30°C) bzw. 58,1 g/l (35°C).
Mt 2 1 der 35°C-Kultur wurde ein dritter Fermenter der gleichen Art, enthaltend 10 1 des gleichen Kulturmediums beimpft und ebenfalls bei 350C unter Rühren mit 1500 UpM und einer Luftzufuhr von 0,75 Vol./Vol. χ min. inkubiert. Nach 8 Stunden langer Inkubation erhöhte sich die Konzentration an Biomasse von 10,3 g/l auf 33,1 g/l.
Beispiel 6
In einem 16-1-Fermenter, der mit einem Turbinenröhrer und 4 (antisloshing) Prallplatten versehen war und 7 1 Medium enthielt, wurde eine Kultur des Stammes 855A entsprechend Beispiel 4 hergestellt.
Für die kontinuierliche Fermentation wurde ein Nährmedium (Einspeislösung) hergestellt der folgenden Zusammensetzung:
Na2HPO4.H£0 2,0 g/l
KH2PO4 2,0 g/l
(NH4)2S04 5,0 g/l
MgSO4.7H2O
FeSO4.7H2O
0,2 g/l
22 mg/1
ZnSO4.7H2O 20 mg/1
CaCl2 20 mg/1
Lösung von Spuren
elementen
Hefeextrakt
Äthanol (S0)
2 ml/1
0,5 g/l
37,6 g/l
60 988 3/0957 *#/12
Das Medium (ohne Äthanol) wurde auf einen pH-Wert von 4,0 eingestellt und 30 Minuten bei 1160C sterilisiert.
Mit einer Verdünnungsgeschwindigkeit (D = /u) von 0,190 h~1, 2000 UpM und einer Belüftung von 1,5 Vol./ Vol. χ niin. erhielt man die folgenden Ergebnisse:
S = Konzentration von Äthanol in
der Kultur 0,067 g/l
X = Konzentration von Biomasse
in der Kultur 25,12 g/l
Y = Ausbeute (g Biomasse/g Substrat) 0,66
P = Produktivität 4,8 g/lxh
Die Biomasse wurde abzentrifugiert und nach Waschen mit V/asser wurde sie im Vakuumofen getrocknet. Die Zusammensetzung der Biomasse ist in Tabelle III angegeben.
Tabelle III
Analysedaten der Biomasse von Prototheca Zopfii, Var. Harcourt 855A
Feuchtigkeit 0,60 %
Aschen 7,04 %
N (Kjeldahl) 8,45 %
rohe Proteine (Nx6,25) 52,62 %
Protein (Biuret) 45,70 %
rohe Lipide 4,82 %
Fettsäuren 3,08 %
lösliche Kohlenhydrate 11,96 %
rohe Fasern 2,50 %
RNS 15J7 %
DNS 0,42 %
../13
609883/0957
Elementaranalyse:
C = 46,10 %
H = 6,71 %
N = 8,32 %
prozentuale Zusammensetzung der Fettsäuren:
n-Ci4 1,38 %
n-Ci6 29,12 %
n-Ci6:1*) 0,90 %
n-C18 4,44 %
n-C18:1 28,46 %
n-C18:2 35,70 %
prozentuale Zusammensetzung der Aminosäuren (g/100 g trockner Biomasse)
Lysin 1,88
Histidin 0,779
Arginin . . 5,11
Aspartinsäure 3,03
Threonin 1,73
Serin 1,56
Glutaminsäure 4,85
Prolin. 3,13
Glycin 1,98
Alanin 2,26
Valin 2,11
Methionin 0,83
Isoleucin 1,12
Leucin 2,95
Tyrosin 1,32
Phenylalanin 1,55
Tryptophan 0,23
*) Doppelbindungen
../Patentansprüche 609883/0957

Claims (4)

  1. Patentansprüche
    nj Einzellige Mikroorganismen der Art Prototheca, dadurch gekennzeichnet, daß sie in einem Kulturmedium gewachsen sind, das Äthanol als einzige Kohlenstoffquelle enthält.
  2. 2.0 Mikroorganismen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sie in einem Kulturmedium gewachsen sind, in dem Äthanol in einer Menge bis zu 4 Gew.-% ent-.halten ist.
  3. 3. Verfahren zur Züchtung der Mikroorganismen nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet , daß man die Fermentation bei einer Temperatur von 15 bis 400C, vorzugsweise 30 bis 38°C durchführt.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 3» dadurch gekennzeichnet , daß man die Fermentation bei einem pH-Wert zwischen 1 und 8, vorzugsweise zwischen 3 und 5 durchführt.
    5, Verwendung der Mikroorganismen nach Anspruch 1 oder zur Herstellung von Bioproteinen.
    6280
    .-*■■"
    609883/095 7
DE2631047A 1975-07-10 1976-07-09 Verfahren zum Herstellen von biologischen Proteinen Mikroorganismen der Art Prototheca Expired DE2631047C3 (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
IT25253/75A IT1039758B (it) 1975-07-10 1975-07-10 Procedimento per la coltivazione e microorganismi cosi ottenuti

Publications (3)

Publication Number Publication Date
DE2631047A1 true DE2631047A1 (de) 1977-01-20
DE2631047B2 DE2631047B2 (de) 1977-10-20
DE2631047C3 DE2631047C3 (de) 1978-06-08

Family

ID=11216139

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE2631047A Expired DE2631047C3 (de) 1975-07-10 1976-07-09 Verfahren zum Herstellen von biologischen Proteinen Mikroorganismen der Art Prototheca

Country Status (15)

Country Link
JP (1) JPS5212991A (de)
AT (1) AT354966B (de)
AU (1) AU507816B2 (de)
BE (1) BE843992A (de)
CH (1) CH629372A5 (de)
DE (1) DE2631047C3 (de)
DK (1) DK141760B (de)
FR (1) FR2317355A1 (de)
GB (1) GB1522756A (de)
IT (1) IT1039758B (de)
LU (1) LU75347A1 (de)
NL (1) NL175433C (de)
SE (1) SE7607909L (de)
SU (1) SU708997A3 (de)
ZA (1) ZA763893B (de)

Families Citing this family (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US5900370A (en) * 1985-07-01 1999-05-04 Bio-Technical Resources Process for the production of ascorbic acid with prototheca
JPH02254091A (ja) * 1989-03-28 1990-10-12 Penta Ocean Constr Co Ltd 水底軟弱土浚渫船
ATE200913T1 (de) * 1994-02-10 2001-05-15 Dcv Inc Herstellung von l - ascorbinsäure in mikroorganismen
RU2272547C2 (ru) * 2004-05-20 2006-03-27 Ольга Николаевна Лукьянова Способ обогащения селеном морских организмов

Also Published As

Publication number Publication date
SE7607909L (sv) 1977-01-11
FR2317355B1 (de) 1979-06-22
FR2317355A1 (fr) 1977-02-04
CH629372A5 (en) 1982-04-30
AU1556476A (en) 1978-01-12
ATA508976A (de) 1979-07-15
DE2631047B2 (de) 1977-10-20
NL7607713A (nl) 1977-01-12
DK141760C (de) 1980-11-03
DE2631047C3 (de) 1978-06-08
AU507816B2 (en) 1980-02-28
DK141760B (da) 1980-06-09
JPS5212991A (en) 1977-01-31
GB1522756A (en) 1978-08-31
AT354966B (de) 1980-02-11
IT1039758B (it) 1979-12-10
ZA763893B (en) 1977-05-25
LU75347A1 (de) 1977-02-28
BE843992A (fr) 1977-01-10
NL175433B (nl) 1984-06-01
NL175433C (nl) 1984-11-01
SU708997A3 (ru) 1980-01-05
DK311676A (de) 1977-01-11

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE69226224T2 (de) Verfahren zur Herstellung von Chitosan
DE2444849A1 (de) Verfahren zur herstellung organischer saeuren durch biologische hydrolyse
EP0144017B1 (de) Verfahren zur biotechnologischen Herstellung von Poly-D(-)-3-hydroxybuttersäure
DE2161164A1 (de) Verfahren zur mikrobiologischen Her stellung von Protein sowie Verwendung des Verfahrensproduktes
EP0149744B1 (de) Verfahren zur biotechnologischen Herstellung von Poly-D(-)-3-hydroxybuttersäure
DE2252364A1 (de) Verfahren zur herstellung von zeaxanthin
DE69116192T2 (de) Für die Polysaccharidhydrolyse aus einem lignozellulosehaltigen Substrat geeignete Enzymzusammensetzung, ihre Herstellung und Verwendung
EP0069291A2 (de) Verfahren zur Herstellung optisch reiner D- oder L-Milchsäure
DE2757980C2 (de)
DE2824390C2 (de)
DE2939269A1 (de) Verfahren zur optischen trennung von d,l-2-amino-4-methylphosphinobuttersaeure
DE2402217C3 (de) Verfahren zur Herstellung von Proteinmaterial
DE2631047C3 (de) Verfahren zum Herstellen von biologischen Proteinen Mikroorganismen der Art Prototheca
DE3689174T2 (de) Verfahren zur Herstellung von Riboflavin.
DE2407026A1 (de) Verfahren zur erzeugung von hefezellen
DE2843567C2 (de) Herstellung von Hefe auf Äthanol
DE2445581B2 (de) Verfahren zur herstellung von d-gluconsaeure-delta-lactam
DE2938377A1 (de) Verfahren zur herstellung von coenzym q tief 10
DE2330426C2 (de) Verfahren zur Herstellung von D-Ribose
DE2704212A1 (de) Verfahren zur herstellung von l-methionin
DE2357345A1 (de) Verfahren zur biotechnischen herstellung von hefe und deren verwendung
DE2757877C3 (de) Herstellung von Biomassen
DE1517785C (de) Verfahren zum Züchten von Hefen
DE1947038A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Monohydroxycarbonsaeuren
DE2506149A1 (de) Verfahren zur herstellung von hefeproteinen aus sulfitablaugen und sulfitspritzschlempe

Legal Events

Date Code Title Description
C3 Grant after two publication steps (3rd publication)
8327 Change in the person/name/address of the patent owner

Owner name: ANIC S.P.A., PALERMO, IT

8339 Ceased/non-payment of the annual fee