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Schaltgerüst
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Die Erfindung betrifft ein Schaltgerüst, bestehend aus zwei zueinander
parallelen, durch Traversen zu einem festen Rahmen verbundenen Holmen, ferner aus
Nontageschienen oder -platten zur Befestigung von Schaltungselementen, Schaltgeräten
und dergl., und aus Kabelkanalschienen mit im wesentlichen U-förmigen Profil zur
Aufnahm der Verdrahtung.
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Bei aus der Praxis bekannten Schaltgerüsten dieser Art sind die Montageschienen
oder -platten beidseits mit den Holmen verschraubt. Die Kabelkanalschienen sind
mit nach vorn gerichteter Profilöffnung vorderseitig auf den Montage schienen oder
-platten angeordnet, so daß die Verdrahtung von vorn in die Kabelkanalschienen eingelegt
werden kann.
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Nachteilig bei derartigen Schaltgerüsten ist die Tatsache, daß das
Verschrauben der Montageschienen oder -platten mit den Holmen einerseits und der
Kabelkanalschienen mit den Montageschienen oder -platten andererseits zeitaufwendig
ist, und daß ein erheblicher Teil der insgesamt zur Verfügung stehenden Montagefläche
für die Kabelkanalschienen benötigt wird, also für die Anordnung weiterer Schaltungselemente,
Schaltgeräte und dergl. verloren geht. Um solche Platzverluste zu vermeiden, ist
es bekannt, die Holme mit einer Vielzahl von Traversen zu versehen und die Montage
schienen oder -platten an Distanzsäulen auf den Traversen zu befestigen, so daß
zwischen den Montageschienen oder -platten einerseits und den Traversen bzw. Holmen
andererseits Platz zum Unterbringen der Verdrahtung besteht. Jedoch besitzen derartige
Schaltgerüste keinerlei wie auch immer geartete Kabelkanäle; Außerdem ist auch hier
die Montage der Traversen an den Holmen und der Montage schienen oder -platten an
den Traversen mit Hilfe der Distanzsäulen sehr zeitaufwendig.
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Schließlich ist aus der DT-GbmS 71 40 443 ein Schaltgerüst bekannt,
bei welchen die Montage schienen oder -platten Jeweils über Distanzwinkel mit den
Holmen verschraubt und hinter
den Montage schienen oder -platten
nach vorne offene Kabelkanäle dadurch gebildet sind, daß jeweils in den Schlitz
zwischen zwei benachbarten Montage schienen oder -platten ein den Kabelkanal bildendes
Eunststoff-Strangprofil eingeklemmt und in seinem klemmsitz durch stöpselartige
Einsätze gesichert ist, die den Einführschlitz für die Drähte ausfüllen. Auch bei
solchen Schaltgerüsten ist das Verschrauben der Montageschienen oder -platten mit
Hilfe der Distanzwinkel an den Holmen umständlich und zeitaufwendig.
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Der Erfindung lia die Aufgabe zugrunde, oin Schaitgerust der eingangs
genannten Art so auszubilden, daß es schnell und einfach zusammengesetzt und unter
möglichst guter Ausnutzung der insgesamt ur Verfügung stehenden Montagefläche auch
von vorn verdrahtet werden kann.
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Diese Aufgabe wird nach der Erfindung dadurch gelöst, daß die Kabelkanalschienen
als Träger der Montage schienen oder -platten ausgebildet sind, wozu sie am einen
Flansch ihres Profiles die Montageschienen oder -platten halten und ihrer seits
mit dem anderen Flansch endseitig an den Holmen in
einer Steckverbindung
gehalten sind, deren Steckrichtung parallel zu der von beiden Holmen gebildeten
Ebene liegt.
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Da die Kabelkanalschienen bei dem erfindungsgemäßen Schaltgerüst die
Last der Bestückung der Montage schienen bzw.
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-platten tragen müssen, bestehen sie aus Gründen der Festigkeit in
der Regel aus Metall. Dann empfiehlt es sich, sie innenseitig mit einer elektrischen
Isolierschicht auszukleiden, um Kurzschlüsse zwischen der Verdrahtung und den Kabelkanalschienen
zu vermeiden. Als Innenauskleidung genügt regelmäßig eine Kaschierung aus Kunststoff.
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Um eine möglichst einfache Steckverbindung zu erhalten, wird die Anordnung
zweckmäßig so getroffen, daß die Kabelkanalschienen mit ihrem holmseitigen Flansch
einem Profilflansch der Holme aufliegen, und daß diese beiden Flansche im Überlappungsbereich
die Steckverbindung bildende Zungen und Zungenaufnahmen aufweisen. Vorzugsweise
sind die Zungen aus dem Flansch der Kabelkanalschienen freigeschnittene und zur
Seite der Holme hin um die Dicke des Holmflansches ausgekröpfte,gegenüber der Ebene
des Holmflansches leicht geneigte Lappen, die durch die Zungenaufnahmen im Holmflansch
hindurch
diesen infolge ihrer Neigung im Klemmsitz umgreifen.
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Als besonders vorteilhaft hat sich eine Ausführungsform erwiesen,
die dadurch gekennzeichnet ist, daß die Zungen mit ihrem freien Ende zum Schienenende
hin gerichtet sind, daß die Umrißform der Zungenaufnahmen ihrer Größe nach mindestens
gleich der der Zungen ist, so daß die Zungen quer zur Flanschebene durch die Zungenaufnahmen
passen, und daß nur zwei Traversen vorgesehen sind, welche die Holme in einem gegenseitigen
Abstand fixieren, in dem die Zungen an beiden Holmen den Holmflansch voll hintergreifen.
Dabei muß nicht einmal für jede Zunge eine eigene Zungenaufnahme vorhanden sein.
Denn mindestens eine der Zungen kann den Holmflansch von seiner freien Innenkante
her übergreifen.
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Die Zungenaufnahmen für die anderen Zungen können dann längs des Holmflansches
in einer Linie angeordnet sein, obwohl aufeinanderfolgende Zungen an den Kabelkanalschienen
in Schienenlängsrichtung, also quer zu den Holmen gegeneinander versetzt sind. Ein
derartiges Schaltgerüst laßt sich in sehr einfacher Weise dadurch zusammenfügen,
daß die Kabelkanalschienen endseitig auf die Holme gelegt werden, die zunächst in
einem solchen Abstand angeordnet sind, daß die Zungen der Kabelkanalschienen an
beiden Enden durch
die zugeordneten Aufnahmen in den Holmflanschen
treten können. Sind alle Kabelkanalschienen in dieser Weise verlegt, genügt es,
die Holme soweit zusammenzuschieben, daß die Zungen die Holmflansche überlappen
und sich wegen der Zungenneigung an ihnen festklemmen, und dann die Holme in dieser
Stellung mit Hilfe der Traversen zu fixieren, was lediglich das Anziehen von vier
Schrauben erfordert, nämlich in den Ecken des aus 9 zwei Holmen und zwei Traversen
gebildeten Schaltgerüstrahmens.
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Weiter besteht im Rahmen der Erfindung die Möglichkeit, daß der Zungenabstand
in Holmlängsrichtung doppelt so groß ist wie der Abstand der Zungenaufnahmen, und
daß im Flansch der Kabelkanalschienen mittig zwischen Je zwei Zungen ein sicht einer
der Zungenaufnahmen deckendes Loch vorgesehen ist. Durch dieses Loch und die sich
mit ihm deckende Zungenaufnahme hindurch kann ein längs der Holme verlaufendes Kanalprofil
verschraubt oder vernietet werden, daß über Wandausbrüche mit dem Profilhohlraum
der quer zu den Holmen verlaufenden Kabelkanalschienen in Verbindung steht. Den
Platz für ein derartiges längs der Holme verlaufendes Kanalprofil kann dadurch gewonnen
werden, daß der holmseitige Flansch der Kabelkanalschienen endseitig
über
den Profilsteg und den anderen Flansch einschließlich der an ihm gehaltenen Montageschiene
bzw. -platte um die Breite dieses längs des Holmes verlaufenden Kanalprofiles vorsteht.
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Im übrigen kann es zweckmäßig sein, daß der holmseitige Flansch der
Kabelkanalschiene breiter als der die Montageschiene oder -platte haltende Flansch
ist und am freien Rand eine den Flansch ¢zersteiferde, im Bereich der Holmflansche
ausgeklinkte Abkantung aufweist.
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Der die Montagesokiene oder -platte tragende Flansch der Kabelkanalschiene
kann mit der Montageschiene oder -platte verschraubt oder vernietet sein; wobei
die Schrauben- oder Nietköpfe an der Innenseite des Flansches versenkt angeordnet
sind, um sie der in die Kabelkanalschienen eingelegten Verdrahtung zu entziehen.
Eine derartige Ausführungsform empfiehlt sich insbesondere dann, wenn die Montageschiene
oder -platte und die Kabelkanalschiene nicht unmittelbar aneinander liegen, insbes.
dann, wenn in weiterer bevorzugter Ausführungsform der Erfindung zwischen der Kabelkanalschiene
und der Tragschiene oder -platte eine aus
elektrisch isolierendem
Werkstoff bestehende Kammleiste mit randseitig offenen Schlitzen zum Einlegen der
Verdrahtung angeordnet ist.
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Im allgemeinen werden die Montage schienen längs der Kabelkanalschienen
verlaufen, jedoch besteht grundsätzlich auch die Möglichkeit, die Montageschienen
quer zu den Kabelkanalschienen, also im Ergebnis nach Wahl vertikal oder horizontal
anzuordnen. Der hinter den Montageschienen bzw.
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-platten und den Kammleisten liegende Verdrahtungsraum kann nach vorn
durch Deckelleisten abgeschlossen werden, die zwischen die Kammleisten benachbarter
Montageschienen und/oder die auf Seiten der Montage schienen liegenden Flansche
der Kabelkanalschienen einklemmbar sind.
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Der durch die Erfindung erreichte Fortschritt besteht im wesentlichen
unächst darin, daß das Schaltgerüst nach der Erfindung mit hinter den Montage schienen
bzw. -platten liegenden, dennoch von vorn zugänglichen Kabelkanälen ausgestattet
ist, also eine optimale Ausnutzung der zur Verfügung stehenden Montagefläche und
dennoch auch eine Verdrahtung von vorn ermöglicht, trotzdem aber in sehr einfacher
und
zeitsparender Weise in den Steckverbindungen zusammengefügt werden kann, so daß
Schraubarbeiten bis auf die gegenseitige Fixierung der Holme mittels der Traversen
vermieden werden. Die Montageschienen bzw. -platten mit dem sie haltenden Skelkanalschienen
können mit oder ohne zwischengefügte Kammleiste herstellerseits vorgefertigt werden,
so daß bei der Montage des Schaltgerüstes insoweit kein zusätzlicher Arbeitsaufwand
entsteht.
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Im folgenden wird die Erfindung an einem in der Zeichnung dargestellten
AusfUhrungsbeispiel näherferläutert; es zeigen: Fig. 1 ein Schaltgerüst nach der
Erfindung in der Vorderansicht, Fig. 2 eine Draufsicht auf das Schaltgerüst nach
Fig. 1, Fig. 3 das Schaltgerüst nach den Fig. 1 und 2 in der Seitenansicht,
Fig.
4 die in Fig. 1 mit IV gekennzeichnete Gerüst ecke in gegenüber Fig. 1 vergrößerter
Darstellung, Fig. 5 einen Schnitt in Richtung V - V durch den Gegenstand der Fig.
4, Fig. 6 ein Ende einer Kabelkanalschiene des erfindungsgemäßen Schaltgerüstes
in perspektivischer Darstellung.
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Das in der Zeichnung dargestellte Schaltgerüst besteht aus zwei zueinander
parallelen, im Bereich ihrer Enden durch je eine Traverse 1 zu einem festen Rahmen
verbundenen Holmen 2.
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Diese Verbindung erfolgt mittels nur in Fig. 4 und 5 dargestellter
Sqhrauben 3, wobei in den Traversen 1 :ur Aufnahme dieser Schrauben sich in Traversenlängsrichtung
erstreckende Langlöcher 4 vorgesehen sind, in welchen die Holme 2 in ihrem gegenseitigen
Abstand zueinander verschoben werden können.
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Die Holme ragen im übrigen geringfügig endseitig über die Traversen
1 vor und besitzen dort Montage löcher 5 zur Befestigung des Rahmens in einem Schaltschrank
oder dergl.. Das Schaltgerüst besitzt ferner Montageschienen 6 oder -platten 7 zur
Befestigung von Schaltungselementen, Schaltgeräten und
dergl.,
die in der Zeichnung aber ebenso wie die zu ihnen gehörende Verdrahtung nicht dargestellt
sind.
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Ferner sind Kabelkanalschienen 8 mit im wesentlichen U-förmigen Profil
zur Aufnahme der Verdrahtung im Profilinnenraum vorgesehen. Diese Kabelkanalschienen
8 sind als Träger der Montageschienen 6 oder -platten 7 ausgebildet, wobei jedoch
in der Zeichnung nur der Fall dargestellt ist, daß lediglich die Montage schienen
6 an den Kabelkanalschienen 8 gehalten sind, während die Montageplatten 7 direkt,
aber in gleicher Befestigungsweise wie die Kabelkanalschienen 8 an die Holme 2 angeschlossen
sind. Selstverständlich können auch die Montageplatten 7 ebenso wie die Montageschienen
6 an eigenen Kabelkanalschienen gehalten sein. Auf jeden Fall halten die Kabelkanal
schienen 8 am einen Flansch 9 ihres Profiles die Montageschienen 6 und sind ihrerseits
mit dem anderen Flansch 10 endseitig an den Holmen 2 in einer Steckverbindung gehalten,
deren Steckrichtung parallel zu der von beiden Holmen 2 gebildeten Rahmenebene und
im Ausführungsbeispiel in Längsrichtung der Montageschienen 6 liegt. Soweit die
Kabelkanalschienen 8 aus Metall bestehen, können sie innenseitig mit einer elektrisch
isolierenden Schicht bekleidet sein, was in der Zeichnung aber im einzelnen nicht
dargestellt ist. Die Kabelkanalschienen 8
liegen mit ihrem holmseitigen
Flansch 10 einem Profilflansch 11 der Holme 2 auf. Im Überlappungsbereich besitzen
diese beiden Flansche 10, 11 Zungen 12, 13 und Zungenaufnahmen 14, die zusammen
die Steckverbindung zwischen den Kabelkanalschienen 8 und den Holmen 2 bilden.
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Im einzelnen sind die Zungen 12, 13 aus dem Flansch 10 der Kabelkanalschienen
8 frei geschnittene und zur Seite der Holme 2 hin um die Dicke des Holmflansches
11 ausgekröpfte Lappen. Die Zungen 12 umgreifen durch die Zungenaufnahmen 14 hindurch
den Holmflansch 11 an seiner Rückseite. Die Zungen 12 sind mit ihrem freien Ende
zum Schienenende hin gerichtet und in ihrer Umrißform gleich der der Zungenau£nahmen
14, so daß die Zungen 12 quer zur Flanschebene durch die Zungenaufnahmen 14 hindurchtreten
zu können. Die Zungen 12, 13 sind gegenüber der Ebene des Holmflansches 11 leicht
geneigt, derart daß das Maß ihrer Auskröpfung am freien Zungenende etwas größer
als an der Zungenwurzel ist.
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Zur Montage des Schaltgerüstes können dann die Holme 2 zunächst in
einem gegenseitigen Abstand voneinander an den Traversen 1angeordnet werden, in
dem die Zungen 12 an beiden Enden der Kabelkanalschienen 8 sich gerade mit den zugehörenden
Zungenaufnahmen 14 decken, so daß die Kabelkanalschienen 8 auf die Holme 2 von vorne
aufgelegt werden und dabei die Zungen 12 durch die zugeordneten Zungenaufnahmen
14 hindurchtreten können. Sind dann alle Kabelkanalschienen 8 des Schaltgerüstes
in dieser Weise an.-geordnet,
so genügt es zur endgültigen Verbindung
der Kabelkanalschienen mit den Holmen 2, letztere in den Langlöchern 4 der Traversen
1 gegeneinander zu verschieben, bis die Zungen 12 die Holmflansche 11 voll übergreifen,
wobei sich die Kabelkanalschienen wegen der geringen Neigung ihrer Zungen 12, 13
an den Holmen festklemmen, und dann die Holme 2 in dieser Endlage an den Traversen
1 durch Anziehen der Schrauben 3 zu fixieren. Die Länge der Langlöcher 4 muß daher
im wesentlichen der Zungenläüge 12 entsprechen.
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Nicht jede Zunge benötigt im übrigen eine eigene Zungenaufnahme.
So kann die im Ausführungsbeispiel mittlere Zunge 13 jeder Kabelkanalschiene 8 den
Holmflansch 11 von seiner freien Innenkante 15 her übergreifen, wobei es lediglich
erforderlich ist, den Abstand zwischen dieser Mittelzunge 13 und den beiden benachbarten
äußeren Zungen 12 gleich dem Abstand zwischen der freien Innenkante 15 des Profilflansches
11 und den darin befindlichen Zungenaufnahmen'l4 zu wählen. Die Zungenaufnahmen
14 für die beiden jeweils äußeren Zungen 12 jeder Kabelkanalschiene 8 können dann
längs des Holmflansches 11 in einer Linie angeordnet sein, wobei der Abstand zwischen
den Zungenaufnahmen 14 über die Länge der Holme 2 gleich sein sollte, um einen rasterartigen
Aufbau des Schaltgerüstes zu ermöglichen. Der Abstand der Zungen 12 ist in Holmlängsrichtung
im
übrigen doppelt so groß wie der Abstand der Zungenaufnahmen 14. Das bietet die Möglichkeit,
im Flansch 10 der Kabelkanalschienen 8 mittig zwischen je zwei Zungen 12 ein sichmit
einer der Zungenaufnahmen 14 deckendes Loch 16 vorzusehen. Durch diese Löcher 16
und die sich mit ihnen deckenden Zungenaufnahmen 14 hindurch können längs der Holme
2 verlaufende, in der Zeichnung Jeweils bei 17 gestrichelt angedeutete Kanalprofile
an den Holmen 2 verschraubt oder vernietet werden. Um für diese Kanalprofile 17
Platz zu schaffen, ist der Profilsteg 18 und der die Montageschiene 6 tragende Flansch
9 der Kabelkanalschiene 8 endseitig gegenüber dem holmseitigen Flansch 10 verkürzt.
Um die Verdrahtung aus den Kabelkanalschienen 8 in die längs der Holme 2 verlaufenden
Kanalprofile 17 verlegen zu können, befinden sich in der Seitenwand des Kanalprofiles
in Fig. 6 bei 19 angedeutet Fenster. Der Steg 18 der Kabelkanalschiene 8 kann bei
20 (Fig. 6)freigeschnitten und/oder leicht zum unteren Rand 21 des Fensters 19 hin
abwärts gewölbt sein, um im Übergang zwischen den Kabelkanalschienen 8 und den Kanalprofilen
17 scharfe Kanten zu vermeiden. Das Kanalprofil 17 kann durch einen auf die Ränder
des Profiles aufschnappbaren Deckel 22 abgeschlossen werden.
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Der holmseitige Flansch 10 der Kabelkanalschienen 8 ist breiter als
der die Montageschiene 6 oder -platte 7 haltende Flansch 9. r besitzt im übrigen
am. freien Rand eine den Flansch 10 versteifende, im Bereich der Holmflansche 11
ausgeklinkte Abkantung 23. Der die Montageschiene 6 tragende Flansch 9 der Kabelkanalschiene
8 ist mit der Montageschiene verschraubt oder vernietet, wobei die nicht dargestellten
Schrauben- oder Nietköpfe an der Innenseite des Flansches 10 bei 24 versenkt angeordnet
sind Zwischen der Kabelkanalschiene 8 und der Montageschiene 6 sind Kammieisten
25 aus Kunststoff mit randseitig offenen Schlitzen 26 zum Einlegen der Verdrahtung
angeordnet.
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Die Zeichnung zeigt die übliche Ausführungsform, bei der die Montageschuenen
6 längs der Kabelkanalschienen 8 verlaufen.
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Es besteht aber grundsätzlich auch die Möglichkeit, die Montageschienen
6 quer zu den Kabelkanalschienen 8 anzuordnen. Zwischen die Kammleisten 23 benachbarter
Montageschienen 6 und/oder die Flansche 9 solcher Kabelkanalschienen, die keine
Montageschiene 6 oder -platte 7 halten, können Deckelleisten 28 eingeklemmt werden,
um den Verdrahtungsraum hinter den Montageschienen nach
vorne zu
abzuschließen.
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Wie die Fig. 3 bei 29 und 27 erkennen läßt, ist es bei dem erfindungsgemäßen
Schaltgerüst ohne weiteres möglich, entsprechend den gestrichelt angedeuteten Leitungsführungen
die Verdrahtung von den Schlitzen 26 der Kammleisten 25 sowohl in die Kabelkanalschienen
8, als auch zwischen diesen hindurch auf die Rückseite des Schaltgerüstes zu führen,
wenn eine Verdrahtung von hinten erwünscht oder möglich ist.
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Wie die Fig. 4 erkennen läßt, können die Schlitze 26 einen breiten
und einen daran anschließenden schmaleren Abschnitt aufweisen, so daß ein Einlegen
unterschiedlich starker Drähte (für Haupt-und Steuerstrom) möglich ist.
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Bei Schaltgerüsten mit größeren Gerüstrahmen besteht im Rahmen der
Erfindung die Möglichkeit, die den Rahmen bildenden Rahmenschenkel wahlweise als
Holme und Traversen im Sinne der Erfindung zu verwenden. Beispielsweise können für
einen Teilbereich des Rahmens die vertikalen Rahmenschenkel die Holme, die horizontalen
Rahmenschenkel die Traversen, für einen anderen Teilbereich umgekehrt die horizontalen
Rahmenschenkel die Holme und die vertikalen Rahmenschenkel die Traversen bilden,
wobei die Kabelkanalschienen im ersten Teilbereich horizontal, im anderen Teilbereich
vertikal verlaufen.