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VERTEILER AUS KUNSTSTOFF
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Die Erfindung betrifft einen Verteiler aus Kunststoff zur Durchfluß-
und Druckeinstellung gasförmiger und flüssiger Medien, der insbesondere zur Verwendung
in medizinischen Geraten geeignet ist.
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Medizinische Geräte weisen in vielen Fällen Verteilereinrichtungen
auf. Ein Beispiel für eine derartige Verteilereinrichtung ist in der U.S. PS 3 477
469, Ausgabetag 11. November 1969, des Anmelders beschrieben. Diese bekanntenVerteilereinrichtungen
sind im allgemeinen aus rostfreiem Stahl hergestellt und weisen über lange Betriebszeiten
hinweg eine hohe Zuverlässigkeit auf. Ihre Herstellung ist jedoch sehr aufwendig,
da dazu sehr viele maschinelle Bearbeitungsgänge erforderlich sind.
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Aufgabe der Erfindung ist nunmehr die Schaffung eines Verteilers aus
Kunststoff, der vermittels preiswerter Spritzgußverfahren herstellbar ist, dabei
jedoch gleiche
Zuverlässigkeit, Betriebssicherheit und Standzeit
wie seither verwendete, kostspieligere Verteiler aus rostfreiem Stahl aufweist.
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Der zur Lösung der gestellten Aufgabe vorgeschlagene Verteiler aus
Kunststoff zur Durchfluß- und Druckeinstellung gasförmiger und flüssiger Medien
ist erfindungsgemäß gekennzeichnet durch ein aus einem biegesteifen Kunststoff bestehendes
Verteilergehäuse mit einem in seiner Längsrichtung verlaufenden Durchflußkanal und
mehreren, diesen schneidenden und in der gleichen Ebene quer verlaufenden Durchflußkanälen,
im Verteilergehäuse am Schnittpunkt der Durchflußkanäle und senkrecht zu deren Ebene
verlaufende Bohrungen, in die Bohrungen eingesetzte Manschetten aus einem elastisch
federnden Werkstoff und mit zu den Durchflußkanälen ausgerichteten Durchbrechungen
und durch in den Manschetten drehbar gelagerte Ventilglieder mit über die Durchbrechungen
wahlweise zur Ausrichtung mit den sich schneidenden Durchflußkanälen bringbaren
Kanälen.
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Bei dem erfindungsgemäß vorgeschlagenen Verteiler aus Kunststoff wird
die Verbindung zwischen den Durchflußkanälen vermittels der Ventilglieder gesteuert.
Die Ventilglieder sind dabei zwischen vorgegebenen Drehstellungen drehverstellbar,
wobei die Endstellungen durch Anschlagglieder vorgegeben sind. Außerdem lassen sich
die Ventilglieder aus dem Verteilergehäuse herausnehmen und in entgegengesetzter
Lage wiederum in dieses einsetzen. In dieser zweiten Lage der Ventilglieder stehen
bestimmte Durchflußkanäle in fester, vorgegebener Verbindung miteinander. Die zwischen
den Ventilgliedern und dem Verteilergehäuse angeordneten, elastisch federnden Manschetten
bewirken dabei eine flüssigkeits- und gasdichte Abdichtung. Das Verteilergehäuse
trägt mehrere Anschlußnippel mit Außengewinde, an denen vermittels unterschiedlicher
Fittings
die Anschlußleitungen mit dem Verteiler verbindbar sind. Entsprechend einer bevorzugten
Ausführungsform kann das Verteilergehäuse auch mit einem Befestigungsflansch versehen
sein, mit dem der Verteiler an einer Halterung befestigbar ist.
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Der erfindungsgemäß vorgeschlagene Verteiler aus Kunststoff ist im
nachfolgenden anhand der in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiele näher
erläutert.
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Fig. 1 ist eine Draufsicht auf eine erste Ausführungsform des Verteilers.
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Fig. 2 ist ein Querschnitt entlang der Linie 2-2 von Fig. 1.
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Fig. 3 ist ein Querschnitt entlang der Linie 3-3 von Fig. 1.
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Fig. 4 ist ein Querschnitt entlang der Linie 4-4 von Fig. 1.
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Fig. 5 ist ein Querschnitt entlang der Linie 5-5 von Fig. 4.
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Fig. 6 ist ein Querschnitt entlang der Linie 6-6 von Fig. 1.
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Fig. 7 ist eine schaubildliche Zerlegungsdarstellung und veranschaulicht
die Verbindung einer bodenseitigen Abdeckplatte und einer Halterung mit dem Verteiler
nach den Figuren 1-6, wobei die Ventilglieder der Übersichtlichkeit halber weggelassen
sind.
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Fig. 8 ist eine schaubildliche Ansicht eines Ventilglieds für den
erfindungsgemäßen Verteiler.
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Fig. 9 ist eine Draufsicht auf eine zweite Ausführungsform eines erfindungsgemäßen
Verteilers, wobei die Ventilglieder der Übersichtlichkeit halber weggelassen sind.
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Fig. 10 ist ein Querschnitt entlang der Linie 10-10 von Fig. 9.
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Fig. 11 ist ein Querschnitt entlang der Linie 11-11 von Fig. 9.
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Fig. 12 ist ein Querschnitt entlang der Linie 12-12 von Fig. 9.
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Fig. 13 ist eine Untersicht des in den Fig. 9-12 dargestellten Verteilers.
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Fig. 14 ist eine Untersicht einer weiteren Ausführungsform eines erfindungsgemäßen
Verteilers.
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Fig. 15 ist ein Querschnitt entlang der Linie 15-15 von Fig. 14.
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Fig. 16 ist ein Querschnitt entlang der Linie 16-16 von Fig. 14.
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Fig. 17 ist ein endseitiger Aufriß des Verteilers von Fig. 14.
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Fig. 18 ist eine Untersicht einer weiteren Ausführungsform eines erfindungsgemäßen
Verteilers.
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Fig. 19 ist ein endseitiger Aufriß des Verteilers von Fig. 18.
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Fig. 20 ist eine vergrößerte Teilquerschnittsansicht entlang der Linie
20-20 von Fig. 18.
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Fig. 21 ist eine Querschnittsteilansicht entlang der Linie 21-21
von Fig. 20.
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Fig. 22 ist ein Querschnitt entlang der Linie 22-22 von Fig. 20.
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Die erste Ausführungsform des in den Figuren 1 - 7 dargestellten erfindungsgemäßen
Verteilers weist ein rechteckiges Hohlgehäuse 21 mit einer Deckenwand 22, Seitenwänden
23, 24 und Endwänden 26, 27 auf. In einer sich in Längsrichtung des Gehäuses erstreckenden
Mittelrippe 31 ist ein axialer Durchflußkanal 32 ausgebildet, welcher durch die
Endwände 26, 27 und durch die an den Gehäuseenden befindlichen Anschlußnippel mit
Außengewinde 33, 34 hindurch verläuft. Zusätzliche Rippen 36-40 verlaufen quer innerhalb
des Verteilergehäuses und schneiden die Mittelrippe 31. In diesen zusätzlichen Rippen
36 - 40 sind ebenfalls Durchflußkanäle 42 - 46 ausgebildet, welche durch die Seitenwand
23 und an der Seite des Verteilergehäuses angeordnete Anschlußnippel mit Außengewinde
51 - 55 hindurch verlaufen.
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Am Schnittpunkt der Rippen befinden sich zylindrische Angüsse 57 -
61 mit durch die Deckenwand 22 durchgeführten Bohrungen 63 - 67. Diese Bohrungen
schneiden die Durchflußkanäle und verlaufen in einer zu diesen senkrechten Richtung.
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Die Verbindung zwischen den verschiedenen Durchflußkanälen innerhalb
des Verteilergehäuses wird durch Ventile gesteuert, welche aus Ventilgliedern 71
- 75 mit zylindrischen Kernen 71a - 75a bestehen, die jeweils in den Bohrungen 63
- 67 drehbar gelagert sind. Die Ventilglieder umfassen außerdem jeweils einen mit
dem Kern des Ventilglieds verbundenen Stellknopf 71b - 75b, der von der
Verteilergehäuseaußenseite
aus zugänglich ist. Die Kerne der Ventilglieder weisen T-förmige Kanäle 71c - 75c
auf, welche an den zylindrischen Seitenwänden der Kerne münden.
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Diese Kanäle lassen sich je nach Drehstellung des Ventilglieds mit
verschiedenen Durchflußkanälen innerhalb des Verteilergehäuses zur Ausrichtung bringen.
Die Stellknöpfe tragen Pfeile 77, die in Richtung der T-förmigen Kanäle weisen und
dazu dienen, die Stellung dieser Kanäle anzuzeigen.
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Zur Begrenzung der Drehverstellung der Ventilglieder zwischen vorgegebenen
Drehstellungen sind von der Deckenwand 22 des Verteilergehäuses vorstehende Stifte
81 - 85 und an den Ventilgliedern ausgebildete, bogenförmige Anschläge 71d - 75d
vorgesehen. Diese Anschläge weisen radiale Anschlagflächen 87, 88 und Kerben 89
auf, welche durch Eingriff mit den Stiften die Drehverstellung der Ventilglieder
begrenzen. Die Ventilglieder sind herausnehmbar in das Verteilergehäuse eingesetzt
und lassen sich in dieses entweder so einsetzen, daß sich die Stifte 81 -85 zwischen
den Anschlagflächen 87 und 88 befinden, oder daß die Stifte 81 - 85 in die Kerben
89 eingreifen. Wenn sich die Stifte zwischen den Anschlagflächen 87 und 88 befinden,
läßt sich der Stellknopf und damit das Ventilglied zwischen den durch die Anschlagflächen
vorgegebenen Drehstellungen hin und her drehverstellen. Wenn das Ventilglied dagegen
in der entgegengesetzten Lage eingesetzt ist, d.h. daß der Stift in die Kerbe 89
eingreift, befindet sich das Ventilglied in einer vorgegebenen Drehstellung, in
welcher es gegen eine Verdrehung gesichert ist.
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Im Verteilergehäuse sind weitere Angüsse 91 - 94 mit Ausnehmungen
96 - 99 ausgebildet, welche durch die Deckenwand 22 durchgeführt sind und zur Aufnahme
von Steckzapfen
101, 102 einer Halterung 103 dienen. Diese Halterung
entspricht vorzugsweise der in der vorgenannten U.S. PS 3 477 469 beschriebenen
Ausführung, welche an einem senkrechten Pfosten wie z.B. der senkrechten Stativsäule
eines bei intravenöser Einflößung verwendeten Geräts entspricht.
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Die Halterung umfaßt eine Trägerplatte 104, die im Gebrauch im allgemeinen
in waagerechter Lage ausgerichtet ist und den Verteiler trägt. Die Winkellage des
Verteilers in bezug auf die Halterung wird durch die Ausnehmungen vorgegeben, in
welche die Steckzapfen 101, 102 eingreifen.
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Ggf. kann der Boden des hohlen Verteilergehäuses vermittels einer
Deckplatte 106 verschlossen werden. Wie in Fig. 7 dargestellt, weist die Deckplatte
106 jeweils mit den Bohrungen 63 - 67 und den Ausnehmungen 96 - 99 ausgerichtete
Durchbrechungen 107 und 108 auf und ist durch z.B. Ultraschallschweißen oder Kleben
mit dem Verteilergehäuse verbindbar. Den Stiften 81 - 85 entsprechende Stifte 109
stehen von der Deckplatte 106 vor, wobei die Ventilglieder ggf. auch auf der Seite
der Deckplatte in das Verteilergehäuse einsetzbar sein können.
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Die Anschlußnippel 33 - 34 und 51 - 55 dienen zum Anschliessen von
Anschlußleitungen an den Verteiler und können zu diesem Zweck mit unterschiedlichen
Fittings verbunden werden. Fig. 1 zeigt mehrere derartiger Fittings wie z.B.
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ein Luer-Anschluß-Paßstück 111, zwei Klemmhülsen 112 und 113 und eine
Drehsteckarmatur 114. Die Fittings 111 - 113 weisen jeweils ein Innengewinde auf,
das auf das Außengewinde des betreffenden Anschlußnippels aufschraubbar ist, während
die Armatur 114 mit einem sich verjüngenden Abschnitt der Anschlußnippel in Eingriff
bringbar ist.
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Entsprechend der bevorzugten Ausführungsform besteht das Verteilergehäuse
aus einem Polysulfon- oder Polycarbonat-Kunststoff wie z.B. Lexan und ist mit Ausnahme
der Deckplatte
106 in einem einzigen Stück wie z.B. durch Spritzguß
hergestellt. Selbstverständlich lassen sich ggf.
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auch andere Kunststoff-Werkstoffe verwenden, die jedoch der Forderung
genügen müssen, daß sie einer Sterlisier-Reinigungsbehandlung unterworfen werden
können. Die Ventilglieder bestehen aus z.B. Polytetrafluoräthylen (Teflon) oder
einem fluorierten Äthylenproppylen und sind entsprechend bearbeitet, daß sie in
flüssigkeits- und gasdichten Paßsitz in die Bohrungen 63 - 67 einpaßbar sind.
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Die Arbeitsweise des in den Fig. 1 - 7 dargestellten Verteilers ist
kurz wie folgt: Der Verteiler wird im allgemeinen in waagerechter Lage mit der Deckenwand
22 nach oben angeordnet. Anschlußleitungen werden vermittels entsprechender Fittings
mit den Anschlußnippeln verbunden, und die Ventilglieder 71 - 75 werden so eingestellt,
daß nach Wunsch bestimmte Leitungen über die im Verteilergehäuse befindlichen Durchflußkanäle
miteinander in Verbindung stehen. Wenn sich das Ventilglied 77 beispielsweise in
der dargestellten Stellung befindet, steht der Durchflußkanal 42 über den T-förmigen
Kanal 71c in Verbindung mit dem innenliegenden Abschnitt des axialen Durchflußkanals
32, und der äußere Abschnitt des Durchflußkanals 32 ist von den anderen Durchflußkanälen
getrennt. Wenn nun das Ventilglied 71 entsprechend der Ansicht in den Fig. 1 und
5 um 900 im Uhrzeigersinn verdreht wird, werden innen-und außenliegender Abschnitt
von Durchflußkanal 32 über den T-förmigen Kanal 71c miteinander verbunden, wohingegen
der Durchflußkanal 42 abgetrennt wird. Bei weiterer Drehverstellung des Ventilglieds
71 im gleichen Sinne um weitere 900 gelangt der Durchflußkanal 42 in Verbindung
mit dem außenliegenden Abschnitt des Durchflußkanals 32, wobei diese Durchflußkanäle
von den übrigen Durchflußkanälen getrennt sind. Wenn ein Ventilglied in der Weise
eingesetzt
ist, daß sein Stift in die Kerbe eingreift, wie beispielsweise für das Ventilglied
73 dargestellt ist, kann sich das Ventilglied nicht drehen, und die Abschnitte des
Durchflußkanals 32 zu beiden Seiten des Ventilglieds stehen mit dem entsprechenden,
quer verlaufenden Durchflußkanal wie z.B. dem Durchflußkanal 44 in Verbindung.
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Zum Zwecke der Reinigung lassen sich die Ventilglieder aus dem Gehäuse
herausnehmen, und das letztere kann in der bekannten Weise sterilisiert werden.
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Bei der in den Fig. 9 - 13 dargestellten zweiten Ausführungsform des
erfindungsgemäßen Verteilers ist ein etwa rechteckiges Verteilergehäuse 121 vorgesehen,
das vorzugsweise ebenfalls in einem Stück aus z.B. Polysulfon- oder einem Polycarbonat-Kunststoff
hergestellt ist. Dieses Verteilergehäuse weist einen in Längsrichtung verlaufenden
Durchflußkanal 122 auf, der an einem Gehäuseende durch einen Anschlußnippel mit
Außengewinde 123 mündet. Außerdem ist das Verteilergehäuse mit quer verlaufenden
Durchflußkanälen 126 - 129 versehen, die in der gleichen Ebene wie der Durchflußkanal
122 liegen und an den Gehäuseseiten durch Anschlußnippel mit Außengewinde 131 -
134 münden.
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An den Schnittpunkten der quer verlaufenden Durchflußkanäle mit dem
in Längsrichtung verlaufenden Durchflußkanal weist das Verteilergehäuse 121 senkrecht
vorstehende, zylindrische Angüsse 136 - 138 mit Bohrungen 141 - 143 auf, in denen
die in Fig. 8 dargestellten Ventilglieder drehbar gelagert sind. Stifte 146 - 148
stehen von dem Gehäuse neben den Angüssen 136 - 138 vor und dienen im Zusammenwirken
mit den Anschlaggliedern der Ventilglieder zur Begrenzung der Drehverstellung der
Ventilglieder zwischen vorgegebenen Drehstellungen.
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Das Verteilergehäuse 121 weist außerdem weitere Angüsse
151
- 154 mit Ausnehmungen 156 - 159 zur Aufnahme von Steckzapfen einer der Halterung
103 entsprechenden Halterung auf.
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Die Arbeitsweise der in den Fig. 9 - 13 dargestellten zweiten Ausführungsform
entspricht im allgemeinen der der vorstehend beschriebenen und in den Fig. 1 - 7
dargestellten. Die Ventilglieder dienen zur Steuerung der Verbindung zwischen den
Durchflußkanälen im Verteilergehäuse und den mit diesen verbundenen Anschluß- oder
Verbindungsleitungen. Die Anordnung der Ventile und Durchflußkanäle bei der Ausführungsform
nach den Fig. 9 - 13 macht diesen Verteiler besonders geeignet für angiocardiografische
Anwendungen.
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Das in den Fig. 14 - 17 dargestellte dritte Ausführungsbeispiel des
erfindungsgemäßen Verteilers weist ein allgemein flaches Gehäuse auf, das bevorzugt
in einem einzigen Stück aus Polyulfon- oder einem Polycarbonat-Kunststoff wie z.B.
Lexan spritzgegossen ist. Das Verteilergehäuse umfaßt einen allgemein rechteckförmigen
Gehäuseabschnitt 221 mit einer Deckenwand 222, den Seitenwänden 223, 224 und den
Endwänden 226, 227. Eine Mittelrippe 231 verläuft in Längsrichtung des rechteckförmigen
Gehäuseabschnitts und ist mit einem axialen Durchflußkanal 232 versehen, der durch
die Endwände 226, 227 und die an den Gehäuseenden befindlichen Anschlußnippel mit
Außengewinde 233, 234 hindurch verläuft. Weitere Rippen 236 - 240 verlaufen quer
innerhalb des Verteilergehäuses und schneiden die Mittelrippe 231. Die Durchflußkanäle
242 - 246 verlaufen jeweils axial durch die Rippen 236 - 240 und sind durch die
Seitenwand 223 und die an der Verteilergehäuseseite befindlichen Anschlußnippel
mit Außengewinde 252 - 256 durchgeführt.
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An den Schnittpunkten der Rippen befinden sich zylindrische Angüsse
257 - 261 mit durch die Deckenwand 222 hindurch verlaufenden Bohrungen 263 - 267,
welche die Durchflußkanäle schneiden und senkrecht zu diesen verlaufen.
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Die Verbindung zwischen den Durchflußkanälen im Verteilergehäuse wird
gesteuert durch den Ventilgliedern 71 - 75 entsprechende Ventilglieder 271 - 275.
Genau wie bei der anhand der Fig. 1 - 7 dargestellten ersten Ausführungsform ist
die Drehverstellung der Ventilglieder durch von der Deckenwand 222 vorstehende und
gegen Anschlagflächen an den Ventilgliedern in Anlage bringbare Stifte 281 - 285
begrenzt.
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Außerdem weist das in den Fig. 14 - 17 dargestellte Verteilergehäuse
einen flachen, etwa ebenen Befestigungsflansch 310 auf, der sich seitlich an die
Seitenwand 224 des rechteckförmigen Gehäuseabschnitts 221 anschließt.
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Entsprechend der bevorzugten Ausführungsform ist der Befestigungsflansch
in einem Stück mit dem rechteckförmigen Gehäuseabschnitt ausgebildet und besteht
aus einer in der gleichen Ebene wie die Deckenwand 222 des rechteckförmigen Gehäuseabschnitts
liegenden Platte 311. Die Seitenränder der Platte 311 weisen wie in Fig. 14 dargestellt
nach unten und schräg nach außen vorstehende Randflansche 312 und 313 auf. An der
Unterseite der Platte 311 verlaufen Rippen 316 und 317 parallel zu den Randflanschen.
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Am außenliegenden Rand des Befestigungsflanschs 310 ist ein nach außen
weisender Flansch 321 ausgebildet, der eine nach innen weisende Auskehlung 322 bildet,
welche zur Aufnahme einer Halterung 323 wie z.B. der senkrechten Stativstange eines
Geräts für intravenöse Anwendungen dient.
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Auf der Unterseite der Platte 311 verläuft eine Rippe 324 in einem
Abstand parallel zu dem Flansch 321.
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Seitlich von dem außenliegenden Rand des Befestigungsflanschs 310
vorstehende Gewindebolzen 326 und 327 sind in Angüssen 328 und 329 des Befestigungsflanschs
310 verankert, wobei das Eingießen dieser Stehbolzen gleichzeitig mit der Herstellung
des Verteilergehäuses erfolgt.
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Die Gewindebolzen 326, 327 greifen durch Ausnehmungen in einer Klemmschelle
331 hindurch, und diese ist vermittels Flügelmuttern 332 und 333 gegen den Flansch
321 anziehbar, um den Verteiler an der Halterung 323 zu befestigen.
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Die Arbeitsweise der in den Fig. 14 - 17 dargestellten Verteilerausführung
entspricht der der Fig. 1 - 7.
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Die in den Fig. 18 - 22 dargestellte vierte Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Verteilers weist ein allgemein flaches Verteilergehäuse auf, das entsprechend der
bevorzugten Ausführungsform in einem Stück aus biegesteifem Kunststoff wie z.B.
einem Polycarbonat-Kunststoff, z.B.
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Lexan, hergestellt ist. Das Verteilergehäuse besteht aus einem allgemein
rechteckförmigen Gehäuseabschnitt 351 mit einer Deckenwand 352, den Seitenwänden
353, 354 und den Endwänden 356, 357. Eine Mittelrippe 358 verläuft in Längsrichtung
des rechteckförmigen Gehäuseabschnitts und weist einen axialen Durchflußkanal 359
auf, der durch die Endwände 356, 357 und an den Gehäuseenden angeordnete Anschlußnippel
mit Außengewinde 361 , 362 hindurch verläuft.
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Weitere Rippen 363 - 367 verlaufen quer innerhalb des Verteilergehäuses
und schneiden die Mittelrippe 358. Axial innerhalb der Rippen 363 - 367 verlaufende
Durchflußkanäle 371 - 375 verlaufen durch die Seitenwand 353 und an der Seite des
Verteilergehäuses angeordnete Anschlußnippel mit Außengewinde 377 - 381.
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An den Schnittpunkten der Rippen sind zylindrische Angüsse 383 - 387
mit Bohrungen 389 - 393 vorgesehen, wobei die
Bohrungen durch die
Deckenwand 353 hindurch verlaufen, die Durchflußkanäle schneiden und zu diesen senkrecht
stehen.
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Die Verbindung zwischen den Durchflußkanälen im Verteilergehäuse wird
durch Ventilglieder 395 - 399 gesteuert, welche den vorstehend beschriebenen Ventilgliedern
71 - 75 entsprechen, jedoch anstelle von T-förmigen Kanälen in ihren zylindrischen
Kernen 395b - 399b halbkreisförmige und bogenförmig um den Umfang der Kerne herum
verlaufende Kanäle 395a - 399a aufweisen. Entsprechend einer bevorzugten Ausführungsform
bestehen die Ventilglieder aus einem biegesteifen Werkstoff wie z.B. Polytetramethylterepthalat,
Polypropylen oder Polyäthylen. Wie bei den vorstehend beschriebenen Ausführungsformen
ist die Drehverstellung der Ventilglieder durch Stifte 400 begrenzt, die von der
Deckenwand 352 vorstehen und in Eingriff mit an den Ventilgliedern befindlichen
Anschlagflächen gelangen.
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Die Ventilglieder 395 - 399 sind drehbar eingesetzt in Manschetten
401 - 405, welche ihrerseits in die Bohrungen 389 - 393 eingesetzt sind. Die Manschetten
bestehen aus einem federnd elastischen Werkstoff wie z.B. Polyuräthan, der "weicher"
ist als die Ventilglieder und der Ventilsitz und bilden eine flüssigkeits- und gasdichte
Abdichtung zwischen den Ventilgliedern und dem Verteilergehäuse, wobei jedoch die
Ventilglieder ungehindert drehbar sind. In den Manschetten befinden sich zu den
Durchflußkanälen im Verteilergehäuse ausgerichtete Durchbrechungen 401a, b, c und
405a, b, c. Die Manschetten weisen außerdem Keile 401d - 405d auf, die in Keilführungen
389a - 393a an den Bohrungen 389 - 393 eingreifen und eine Drehung der Manschetten
im Verteilergehäuse verhindern. Entsprechend einer bevorzugten Ausführungsform sind
die Manschetten herausnehmbar in die Bohrungen, und die Ventilglieder
herausnehmbar
in die Manschetten eingesetzt.
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Das VerteilergzsSuse bei der in den Fig. 18 - 22 dargestellten vierten
Ausführungsform umfaßt außerdem einen allgemein flachen Befestigungsflansch 411,
der sich seitlich an die Seitenwand 354 des rechteckförmigen Gehäuseabschnitts 351
anschließt. Entsprechend der bevorzugten Ausführungsform ist der Befestigungsflansch
in einem Stück mit dem rechteckförmigen Gehäuseabschnitt ausgebildet und umfaßt
eine Platte 412, die etwa in der gleichen Ebene wie die Deckenwand 352 des Gehäuseabschnitts
verläuft. Um den Umfang des Befestigungsflanschs 411 herum verläuft ein nach unten
vorstehender Randflansch 413, wobei ein Rippenraster 414 dem Befestigungsflansch
411 zusätzliche Stabilität verleiht. Eine im Befestigungsflansch 411 ausgebildete,
V-förmige Auskehlung 416 mit Randflansch dient zur Aufnahme einer Halterung 417
wie z.B. der senkrechten Stativstange eines intravenösen Speisegeräts. Eine in den
Randflansch 416 eingeschraubte Feststellschraute 418 im Bereich der V-förmigen Auskehlung
416 ist mit der der Auskehlung gegenüberliegenden Seite der Halterung 417 in Eingriff
bringbar, um den Verteiler fest mit dieser zu verbinden.
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Die Arbeitsweise der in den Fig. 18 -22 dargestellten Ausführungsform
entspricht allgemein der der vorstehend beschriebenen Ausführungen.
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Alle Durchflußkanäle weisen bei sämtlichen vorstehend beschriebenen
Ausführungsformen einen sich leicht verjüngenden Querschnitt auf, indem sie am außenliegenden
Ende einen etwas größeren Durchmesser als am innenliegenden Ende aufweisen. Diese,
aus den Zeichnungen nicht ersichtliche Querschnittsverjüngung wird während des Herstellungsverfahrens
ausgebildet und verbessert die Ablösung des Form-
Teils von der
Gießform.
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Der erfindungsgemäß vorgeschlagene Verteiler weist mehrere Vorteile
auf. Da er aus Kunststoff besteht, läßt er sich auf verhältnismäßig preiswerte Weise
herstellen, weist jedoch hohe Zuverlässigkeit und lange Standzeit auf, die vergleichbar
sind denen wesentlich teurerer, bekannter Verteiler aus rostfreiem Stahl. Da die
Steckteile der Fittings in einem Stück mit dem Verteiler ausgebildet sind, weisen
die Durchflußkanäle keine Hohlräume auf, in denen sich Schmutzstoffe und dgl. ablagern
könnten, und außerdem wird dadurch eine rasche und gründliche Reinigung der Durchflußkanäle
ermöglicht. Bei Verwendung weicher Einsätze zwische den Ventilgliedern und den Ventilsitzen
kann jede zusätzliche maschninelle Bearbeitung zur Erzielung eines einwandfreien
Paßsitzes der Ventilglieder entfallen, so daß der gesamte Verteiler mit sämtlichen
Teilen auf einfache und preiswerte Weise im Spritzgußverfahren hergestellt werden
kann. Da der Kunststoff elektrisch nichtleitend ist, sind die durch den Verteilerdurchgeleiteten
physiologischen Flüssigkeiten und Gase vor elektrischen Streuströmen geschützt,
was somit gegenüber ganz oder teilweise aus Metall oder anderen, elektrisch leitfähigen
Werkstoffen hergestellten Verteilern eine zusätzliche Sicherheitsmaßnahme darstellt.
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- Patentansprüche: -