DE2628640A1 - Vorrichtung zum pipettieren mit volumenkonstanten inkrementen - Google Patents
Vorrichtung zum pipettieren mit volumenkonstanten inkrementenInfo
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Description
Vorrichtung
zum Pipettieren mit volumenkonstanten Inkrementen
zum Pipettieren mit volumenkonstanten Inkrementen
Bei den Techniken zur Analyse von Flüssigkeiten, u.a. von biologischen Flüssigkeiten, geht die Tendenz zu immer kleineren
Probenvolumen, die heute einige Mikroliter oder sogar einige Nanoliter betragen. Bei biologischen Flüssigkeiten
tragen verschiedene technische und medizinische Faktoren zu einer Verstärkung dieses Trends bei. Die Medizin arbeitet
zunehmend mit Informationen, die aus Analyseergebnissen gewonnen werden. So ist es üblich, an einer einzigen Probe
eine Vielzahl von verschiedenen Analysen vorzunehmen. Daraus ergibt sich die Notwendigkeit, das für die Durchführung
jeder Analyse benötigte Flüssigkeitsvolumen zu verringern, damit die dem Patienten entnommene Probe so klein wie möglich
gehalten werden kann. Dies trifft insbesondere auf Analysen biologischer Flüssigkeiten zu, die Neugeborenen entnommen
werden, oder wenn ein und demselben Patienten in kurzen Zeitabständen wiederholt Proben entnommen werden müssen. In
der Praxis bedeutet die zunehmende Zahl der Analysen, daß sich Laboratorien vor Eaumprobleme gestellt sehen, und die
einzige mögliche Lösung besteht darin, die Abmessungen der Instrumente und Geräte zu verkleinern.
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Wenn mit solchen Analysen weiterhin Ergebnisse erzielt werden
sollen, die den für diesen Zweck gestellten sehr strengen Genauigkeitsanforderungen genügen, dann muß das Verhältnis
der im Reagenzglas zusammengebrachten Flüssigkeitsvolumen
einwandfrei exakt sein. Aus diesem Grund ist die Pipette eines der Elemente, die für die Analysenqualität bestimmend
sind. Pipetten werden dazu benutzt, die sehr kleine zu analysierende Flüssigkeitsmenge und, im Falle von flüssigen
Reagenzien, die verhältnismäßig viel größere Menge flüssigen Verdünnungsmittels und Reagenzien in Reagenzgläser zu füllen.
Es ist schwierig, eine Pipette herzustellen, die bei einem
Volumenverhältnis im Bereich von 1:10 bis 1:100 oder sogar 1:200 und darüber sehr exakt arbeiten kann. Zur Lösung des
Problems wurde vorgeschlagen, eine Pipette zu benutzen, die volumenkonstante Inkremente pumpt, wobei das konstante Volumen
das Einheitspumpvolumen der Pipette ist (sh. US-PS 3 679 331). Selbstverständlich müssen die Inkzemsnte mit einer ziemlich
hohen Frequenz wiederholt werden, wenn die Durchflußmenge der Verdünnungsmittel und Reagenzien, die häufig mehrere
zehnmal größer sein kann als die Durchflußmenge des Inkrements,
ein genügend rasches Pipettieren gestatten soll, denn wenn eine Probe in einem Flüssigkeitsvolumen verdünnt werden soll,
das etwa das 100- bis 200faehe des Volumens des Pipetteninkrements
beträgt, müssen die Inkremente in einer sehr raschen Aufeinanderfolge abgegeben werden, wenn der Vorgang
nicht langer als einige Sekunden dauern soll. Auch ist es wichtig, daß die (Trägheit der Antriebsvorrichtung für die
Pipette sehr niedrig ist, um sicherzustellen, daß sich die Pipette ohne Verzögerung ein- und ausschaltet.
Das Volumen des die Arbeitseinheit der Pipette bildenden Inkrements muß unabhängig von der Viskosität der verpumpten
Flüssigkeit, der Umgebungstemperatur und dem Alters- oder Abnutzungszustand der pumpenden Bauteile exakt wiederholbar
sein. Diese Forderungen werden bei Pipetten häufig gestellt; es kann beispielsweise gefordert sein, daß eine Pipette zu
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Analyse zwecken einige Iskremente einer Probe aufnimmt und dann
zur Verdiinnung eine große Zahl von Inkrementen abgibt.
Die bekannten Pumpvorrichtungen, insbesondere diejenigen mit
Antrieb durch. Rotationsaotoren (sh. US-PS 3 679 331), erfüllen
alle vorstehend genannten Forderungen nicht, da die Trägheit bei durch solche Motoren angetriebenen Systemen zu
groß ist, als daß diese in der Lage wären, zwischen zwei Inkrementen ohne Verzögerung ein- und auszusehalten. Sie
brauchen einige Zeit, Ms sie ihre normale Betriebsgeschwindigkeit erreicht haben, und benötigen weitere Zeit zum Anhalten.
Es ist für eine solche Vorrichtung praktisch unmöglich, sich einzuschalten, dann am Ende eines einzigen verpumpten Inkrements
auszuschalten und dann anschließend und ohne Übergang von Aufnahme auf Abgabe umzuschalten.
Es ist eine elektromagnetisch betätigte Pumpvorrichtung vorgeschlagen worden (sh. US-PS 3 819 305). Elektromagnetische
Betätigung ist für einen Ein-/Ausschalt-Vorgang, beispielsweise
zum Öffnen und Sehließen von Ventilen geeignet, ein exaktes Steuern der wechselnden Veränderung des Volumens
einer Pumpkammer läßt sich jedoch wegen der der Bewegung des beweglichen Bauteils eines Elektromagneten inhärenten
Amplitudensehwankungen damit nicht erreichen. Nun muß aber die Bewegungsamplitude, die mit der Größe der Inkremente
direkt verknüpft ist, innerhalb + 1$ genau sein, was einer
Genauigkeit von etwa + 0,1 mm entspricht.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine mit volumenkonstantem
Inkrement arbeitende Pipette zu schaffen, welche alle vorstehend erwähnten Forderungen erfüllt.
Bei einer Vorrichtung zum Pipettieren mit volumenkonstanten Inkrementen, mit einer Pumpvorrichtung, bei der eine Leitung
an ihren Enden an eine von zwei Einlaßöffnungen je eines ersten und eines zweiten Ventils angeschlossen ist und die
Leitungswand wenigstens einen beweglichen Abschnitt hat, um
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eine voltunenveränderliche Pipettierkammer zu bilden, wobei
die zweite Einlaßöffnung bei dem einen Ventil die Einlaßöffnung für von der Vorrichtung zu pipettierende Flüssigkeit
und beim anderen Ventil die Abgabeöffnung für pipettierte
Flüssigkeit bildet, ferner mit drei hin- und herbewegbaren Verstellgliedern, die je an eines der Ventile und an den
beweglichen Abschnitt der Leitungswand angeschlossen sind,
und mit einer Folgesteuervorrichtung für die Verstellglieder, ist erfindungsgemäß die Folgesteuervorrichtung für das an
den bewegliehen Abschnitt der Leitungswand angeschlossene
Verstellglied ein Elektromagnet, der durch einenperiodisehen Strom erregbar ist, und mit dem Verstellglied ist eine
Vorrichtung verbunden, welche die Hubamplitude des Ankers des Elektromagneten und dadurch die Wegamplitude des Verstellgliedes
so steuert, daß das Flüssigkeitsvolumen, welches durch die Bewegung des beweglichen Abschnittes der Leitung,
die ihrerseits durch die gesteuerte Bewegung des Verstellgliedes erzeugt worden ist, verdrängt worden ist, dem für das
pipettierte Inkrement geforderten Volumen entspricht,* unabhängig davon, wie sich vom Verstellglied zu überwindende
Widerstände verändern.
Die !Trägheit einer solchen Vorrichtung ist sehr klein. Dazu kommt, daß das Verstellglied, das den beweglichen Abschnitt
der Pipettierkammer antreibt, sieh aus einer ersten axialen
Stellung in eine zweite axiale Stellung bewegt, wobei der Unterschied zwischen den beiden Stellungen dem Volumen des
geforderten Inkrements entspricht, so daß Genauigkeit unabhängig von geglichen störenden Einflüssen gewährleistet ist.
Dies ist wichtig, da sich die Bewegung des beweglichen Kerns oder Ankers eines Elektromagneten oder Solenoids bei einer
seine Wicklung erregenden gegebenen Spannung abhängig vom angetroffenen mechanischen Widerstand verändert, was mit den
oben beschriebenen Erfordernissen nicht vereinbar ist.
Ausführungsbeispiele einer Pipettiervorrichtung nach der
Erfindung werden im folgenden anhand sehematischer Zeichnungen erläutert. Es zeigts
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Pig. 1 eine Seitenansicht der Vorrichtung nach der Erfindung, "bei der einige Teile weggekrochen sind,
Pig. 2 den Schnitt H-II in Pig. 1,
Pig. 3 eine perspektivische Ansicht in auseinandergezogener Darstellung des Pumpengehäuses,
Pig. 4 ein Blockschaltbild der elektrischen Steuerschaltung für die Vorrichtung,
Pig. 5 eine Einzelheit aus dem Blockschaltbild in Pig. 4,
Pig. 6a bis 6g grafische Darstellungen charakteristischer Signale, die von verschiedenen Bauelementen der
in Pig. 4 und 5 dargestellten Steuerschaltung erzeugt werden,
Pig. 7 eine perspektivische Ansicht einer anderen Ausführungsform einer Einzelheit der in Pig. 1 dargestellten
Vorrichtung,
Pig. 8 bis 10 perspektivische Ansichten von zwei anderen Ausführungsformen des Pumpengehäuses,
Pig. 11 eine perspektivische Ansicht einer anderen mechanischen Anordnung der Verstellstangen,
Pederbänder und Weicheisen-Stücke der in Fig. 1 dargestellten Vorrichtung und
Pig. 12 eine perspektivische Ansicht in auseinandergezogener Darstellung der in Pig. 11 gezeigten
Anordnung.
Die in Pig. 1 und 2 dargestellte Pipettiervorrichtung weist drei getrennte Baugruppen auf, nämlich ein Pumpengehäuse 1
in Gestalt eines Blockes von überwiegender Längsausdehnung aus einem durchsichtigen Werkstoff, beispielsweise aus Glas,
eine Steuervorrichtung 2 für die Pumpenbetätigungsglieder,
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und einen elektrischen Anschluß 3 zum Verbinden der Steuervorrichtung 2 mit einer in den Blockschaltbildern der
Pig. 4 und 5 darge stellten elektrischenSteiierschaltung.
Wie in Pig. 1 und 3 zu erkennen, ist eine durch das Pumpengehäuse 1 verlaufende Leitung 4 in vier Abschnitte unterteilt:
in zwei Endabschnitte 4a und 4d, die an zwei einander abgewandten Flächen des Pumpengehäuses 1 munden, und in zwei
Zwischenabschnitte 4b und 4c Der Endabsehnitt 4a endet in einem Anschlußrohr 5, der Endab schnitt 4d in einem Anschlußrohr
6, das an einen in Pig. 3 gezeichneten Flüssigkeitsbehälter 6a anschließbar ist. Die Zwischenabschnitte 4 b und
4c verbinden drei Gefäße 7» 8 und 9 miteinander, die in die der Steuervorrichtung 2 zugewandte Fläche 10 des Pumpengehäuses
1 eingearbeitet sind. Der Endabsehnitt 4a fuhrt zum Gefäß 7, der Endabsehnitt 4d zum Gefäß 9. Wie in Fig. 3 zu erkennen,
hat jedes der Gefäße 7 und 9 einen ringförmigen Vorsprung 7a bzw. 9a, dessen Scheitel sich auf dem Hiveau der Fläche
10 des Pumpengehäuses 1 erstreckt. Der Vorsprung 7a trennt die an das Gefäß 7 angeschlossenen Enden des Endabschnittes
4a und des Zwischenabschnittes 4b der Leitung 4 voneinander, währerdder Vorsprung 9a die an das Gefäß 9 angeschlossenen
Enden des Zwischenabschnittes 4c und des Endabschnittes 4d der Leitung 4 voneinander trennt.
Konzentrisch zu den Gefäßen 7, 8 und 9 sind an die Fläche drei kreisrunde Membranen 11, 12 und 13 durch, mit Außengewinde
versehene Klemmringe 14, 15 und 16 (Fig. 1 und 2) mit Zwischenschaltung von Dichtringen 17, 18 und 19 aus
Kunststoff angepreßt. Der Durchmesser der Membranen 11, 12 und 13 ist größer als derjenige der zugehörigen Gefäße 7»
8 und 9» so daß die Klemmringe 14, 15 und 16 die Membranen
11, 12 und 13 in den die Gefäße 7, 8 und 9 umgebenden Bereichen
der Fläche 10 zusammendrücken, wobei sie das Zentrum jeder der Membranen 11, 12 und I3 frei lassen. Mit dem Zentrum
der Außenfläche jeder Membran 11, 12 oder I3, die ein Formling
aus Polyäthylen ist, ist ein zugehöriger Zapfen 11a, 12a
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bzw. 13a oder ein !Finger o.dgl. einstückig verbunden, der
mit einem Gewinde in ein Innengewinde einer zugehörigen
Verstellstange 20, 21 bzw. 22 eingeschraubt ist. Der Durchmesser
der Zapfen 11a, 12a und 13a ist mit demjenigen der
ringförmigen Vorsprünge 7a und 9a der Gefäße 7 und 9 im wesentlichen gleich.
An ihren anderen Enden tragen die Verstellstangen 20, 21
und 22 je ein trapezförmiges Weicheisen-Stück 20a, 21a
bzw. 22a, das in den zugehörigen Luftspalt eines von drei Elektromagneten 23» 24 und 25 eindringt und dessen beweglichen
Anker bildet. Me Verstellstangen 20, 21 und 22 sind mit dem Vorrichtungsgestell, das von zwei Platten 26 und 27
(Fig. 2) gebildet ist, über elastische Lager in Gestalt von Pederbändern 28, 29 und 30 verbunden, deren Enden an
den Platten 26 und 27 mit beiderseits der zugehörigen Verstellstange 20, 21 oder 22 angeordneten Stiften 31 befestigt
sind. Die Verstellstangen erstrecken sich durch zu den Mittelachsen der Pederbänder 28, 29 und 30 zentrierte Öffnungen.
Die Federbänder 28, 29 und 30 sind an die Weicheisen-Stücke
20a, 21a und 22a angenietet. Wenn kein Strom durch die Elektromagnete 23 und 25 fließt, halten die Federbänder
und 30 die Membranen 11 und 13 an den ringförmigen Vorsprüngen
7a und 9a in Anlage. Wenn die Membranen 11 und die vorstehend beschriebene Stellung einnehmen, sind die
zum Gefäß 7 führenden Enden des Endabschnittes 4a und des Zwischenabschnittes 4b der Leitung 4 ebenso wie die zum
Gefäß 9 sich erstreckenden Enden des Zwishenabsehnittes 4c und des Endabschnittes 4d voneinander getrennt. Polglich
bilden die Gefäße 7 und 9 und die zugehörigen Merabranen und 13 zwei Ventile an der Leitung 4.
Dagegen können das Gefäß 8 und die zugehörige Membran 12 die Zwischenabschnitte 4b und 4c der Leitung 4 nicht voneinander
trennen, da das Gefäß 8 keine den Vorsprüngen 7a und 9a der Gefäße 7 und 9 ähnliche ringförmige Vorsprünge hat.
Das Gefäß 3 und die Membran 12 bilden das Pumpaggregat der
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Pipette, wobei das Pumpvolumen durch die sich aus dem axialen Verstellen der Verstellstange 21 zwischen ihren
Endstellungen ergebende Volumenänderung des Raumes zwischen der Wand des Gefäßes 8 und der Membran 12 bestimmt ist.
Eine interessante andere Anordnung der Verstellglieder, Federbänder und Weicheisen-Stüeke der in Pig. 1 dargestellten
Vorrichtung zeigen Fig. 11 und 12 am Beispiel nur der Verstellstange
20, da diese Anordnung für die Verstellstange 21 oder 22 gleich ist. Die Verstellstange 20 ist am Weicheisen-Stück
20a mit einer seitliehen Schraube 20c angebracht und geht frei durch das Federband 28 und einen Querstift 2Od,
der am Federband 28 anliegt. Beide Enden des Federbandes sind am Gehäuse der Pipettier-Vorrichtung angebracht, ihr
mittlerer Abschnitt stützt sich am Querstift 2Od ab. Diese
Anordnung unterscheidet sich von der oben beschriebenen dadurch, daß das Federband 28 nicht an das Weicheisen-Stück
20a angenietet ist, welches mit dem Querstift 2Od einen Bügel bildet, an dem sich das Federband 28 abstützt. Bei
dieser Ausführungsform hat das Federband 28 eine große Bewegungsfreiheit, die eine verbesserte mechanische Funktion
und dadurch eine größere Genauigkeit der Pipettier-Vorrichtung ermöglicht.
Da die beschriebene Vorrichtung für eine Inkremental-Pipette bestimmt ist, muß das Pumpvolumen selbstverständlich genau
sein und ihre Genauigkeit muß unabhängig vom Widerstand, auf den die Verstellstange 21 trifft, siehergestellt sein,
da sonst die die beschriebene Vorrichtung aufweisende Pumpen-Baugruppe nur eine gewöhnliche Pumpe wäre.
Die Verstellstange 21 trägt daher eine Platte 21b, die aus
magnetischer
einem Weichferrit mit schwaeher/Remanenz-Charakteristik hergestellt
und zwischen zwei Abtastwicklungen 32 und 33 eines Bewegungsdetektors angeordnet ist. Die Abtastwicklungen 32
und 33 sind ü?eil einer elektronischen Steuerschaltung, die nachfolgend in Verbindung mit Fig. 4, 5 und 6a bis 6g beschrieben
wird.
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Die in Pig. 4 dargestellte Steuerschaltung für die Gesamtheit der Pipettier-Vorrichtung weist eine Zeifbasis CL auf, die
mit einer sechsfach höheren Frequenz als die Pumpfrequenz beim gezeigten Beispiel 198 Hz - periodische Signale wie in
Pig. 6a gezeigt abgibt. Der Ausgang der Zeitbasis CL ist mit dem Eingang eines Steuersignal-Generators GS verbunden, der
auch an den Ausgang eines Programmierers PR angeschlossen ist.
Dieser dient dazu, das Pumpprogramm, u.a. die Zahl der zu verpumpenden Inkremente und die Betriebsart - Aufnahme oder
Abgabe - zu bestimmen und das Startsignal für das Arbeitsspiel zu geben. In einer verbesserten Ausführungsform ist
eine Zeitbasis CL verwendet, die periodische Signale mit einer Frequenz von 120 Hz abgibt.
Der Steuersignal-Generator GS ist vorzugsweise von einem Schieberegister gebildet, das drei Kippstufen aufweist.
Diese sind so geschaltet, daß sich eine Folge von sechs Zuständen ergibt, so daß an jedem der drei Ausgänge des
Steuersignal-Generators GS ein Signal erzeugt wird, nämlich ein Signal CS für die Ventilsteuerung, ein Signal AS, durch
das das Signal CS jedem der Elektromagnete 23 und 25 zugeleitet
wird, und ein Signal CP zum Steuern des Pumpvorganges. Die
Signale CS, AS und CP sind in Pig. 6b, 6c und 6d dargestellt.
Der Steuersignal-Generator GS erzeugt Rechteck-Signale, Würden diese als solche den Wicklungen der Elektromagnete
23, 24 und 25 zugeführt, würden die zugehörigen Verstellstangen 20, 21 und 22 abrupte Bewegungen ausführen und es
bestünde die Gefahr der Blasenbildung in der Flüssigkeit, was sich auf die Genauigkeit der Pipette nachteilig auswirken
würde. Das Signal CS muß daher einen Anstiegsbegrenzer LP und das Signal CP einen Positionsbezugs-Generator
GR durchlaufen.
Die Aufgabe des Anstiegsbegrenzers LP besteht darin, die Geschwindigkeit des Stromanstiegs in den Wicklungen der
Elektromagnete 23 und 25 zu begrenzen und auf diese Weise
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die Bewegungen der Ventile weniger abrupt zu machen. Fig. 6e
und 6g zeigen die aus dem Signal CS sich ergebenden Erregersignale
für die Elektr©magnete 23 und 25, Fig. 6f das Erregersignal für den Elektromagneten 24. Bevor auf weitere
Einzelheiten der Punktion des Bezugssignal-Generators GR eingegangen wird, der das in Fig. 6f dargestellte Signal
abgibt, soll die Wählschaltung beschrieben werden, die das selektive Zuführen des Signals CS zu den Elektromagneten
und 25 ermöglicht.
Die Wählschaltung hat zwei exklusive ODER-Glieder 0U1 und
0U2. Bei jedem von ihnen sind die beiden Eingänge A und B je mit einem Ausgang des Programmierers PR verbunden, der
dazu dient, in herkömmlicher Weise ein Signal nur dann abzugeben, wenn die Pipette aufnehmen soll, und an den zweiten
Ausgang des Steuersignal-Generators GS angeschlossen, an dessen Ausgang das Leitsignal AS (Fig. 6e) erscheint. Zwischen
den zweiten Ausgang des Steuersignal-Generators GS und das ODER-Glied 0U1 ist ein Inverter IV zwischengeschaltet. Die
Ausgänge X1 und X2 der ODER-Glieder OU1 und OU2 steuern je
einen elektronischen Schalter S1 bzw. S2 zum selektiven Verbinden des Anstiegsbegrenzers LP mit Leistungsverstärkern
AP1 und AP 2 über je einen Amplitudeneins teller A1 und A2.
Die Ausgänge der Leistungsverstärker AP1 und AP2 sind mit den Wicklungen der zugehörigen Elekt ro magnete 23 und 25
verbunden.
Es sei daran erinnert, daß die Arbeitsweise von exklusiven ODER-Gliedern auf der Beziehung
X = Αφ B = Α.! + X.B
beruht. Es ergibt sich folgende Beziehung:
X = Αφ B = Α.! + X.B
beruht. Es ergibt sich folgende Beziehung:
D B
| A | B | X = A |
| 0 | 0 | 0 |
| 1 | 0 | 1 |
| 0 | 1 | 1 |
| 1 | 1 | 0 |
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Wegen des Vorhandenseins des Inverters IV bleibt das ODER-Glied OU1, wenn am Eingang A kein Signal steht,während der
ersten Hälfte des Signals AS (Fig. 6c) geschlossen, während
seinem Eingang B sich das ODER-Glied 0U2, das die erste Hälfte des Signals AS an/
erhält, öffnet. In der zweiten Hälfte des gleichen Signals AS kehren sich die Verhältnisse um. Bei Aufnahme-Betrieb
ändert das gleichzeitige Erseheinen eines Signals an den Α-Eingängen der ODER-Glieder 0TJ1 und OU2 deren Öffnungsreihenfolge und daher die Betätigungsreihenfolge der Elektromagnete
23 und 25» wobei die Schaltreihenfolge des vom Anstiegsbegrenzer LP verarbeiteten Signals CS umgekehrt wird,
weil die Schalter S1 und S2 in der umgekehrten Reihenfolge betätigt werden.
Das den Pumpvorgang steuernde Signal CP, welches am dritten
Ausgang des Steuersignal-Generators GS erscheint, wird im Positionsbezugssignal-Generator GR verarbeitet, mit dem sich
die Amplitude und die Plankensteilheit des Signals VRx (Fig. 6f) festlegen lassen. Derjenige Ausgang des Posiüonsbezugssignal-Generators
GR, an dem das Signal VRx erscheint, ist mit einem Eingang eines Reglers RE verbunden, dessen
zweiter Eingang an den Ausgang Vx eines Synchrondemodulators DS angeschlossen ist.
Bevor weiter auf das Verarbeiten der Signale VRx und Vx im Regler RE eingegangen wird, soll anhand Pig. 5 beschrieben
werden, wie das Signal Vx aufbereitet wird.
In Pig. 5 sind die mit dem Gefäß 8 verbundene Membran 12,
die Verstellstange 21 mit der Weichferrit-Platte 21b und dem beweglichen Anker in Gestalt des Weicheisen-Stücks 21a, der
Elektromagnet 24 und die Abtast-Wicklungen 32 und 33 zu
erkennen, die beiderseits der Weiehferrit-Platte 21b angeordnet
sind und als Bewegungsabtaster dienen. Mit je einem
Ende der AWast-Wicklungen 32 und 33 und dem Eingang des
Synchrondemodulators DS ist ein 40-kHz-Oszillator Os verbunden.
In einer verbesserten Ausführungsform ist ein
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20-kHz-Oszillator verwendet. Die Abtast-Wicklungen 32 und
sind auch, über ein mit ihnen eine Wheatstone-Brüeke bildendes
ITullstell-Potentiometer PA und einen Vorverstärker PRE an
den Synchrondemodulator DS angeschlossen. Der Vorverstärker PEE verstärkt die Spannung über der Brüekendiagonale, die
abhängig ist von den Induktivitäten der Abtast-Wicklungen
32 und 33» welche sieh ihrerseits zueinander entgegengesetzt verändern, wenn sich die Weichferrit-Platte 21b entlang der
Längsachse der Verstellstange 21 bewegt.
Der Synchrondemodulator DS, der vom Vorverstärker PEE ein mit der Frequenz des Oszillators OS moduliertes Signal SM
erhält, ist eine Abtast- und Halteschaltung, die die Spitzenwerte der durch den Detektor modulierten Spannung abzutasten
und zu halten vermag, so daß er die Stellung der Verstellstange 21 während ihrer Verstellung anzuzeigen vermag und
dabei an seinem mit dem Eingang des Eeglers EE verbundenen Ausgang das Signal Vx bereitstellt. Der Regler EE erzeugt
ein Positionsfehlersignal, indem er die Signale VEx und Vx
miteinander vergleicht und wandelt das Positionsfehlersignal
in ein Steuersignal für den Elektromagnetstrom um, das von einem Leistungsverstärker AP verstärkt wird. Das letztgenannte
Signal hat das Bestreben, den Unterschied zwischen VEx und Vx so zu verringern, daß die Verstellung der Verstellstange
21 tatsächlich dem vom Positionsbezugssignal-Generator GE festgelegten Signal VEx entspricht.
Wie in Fig. 4 zu erkennen, ist mit dem dritten Ausgang CP
des Steuersignal-Generators GS eine Zähl- und Vergleichsschaltung CO verbunden, die die Inkremente zählt und an
ihrem zweiten Eingang an einen Volumenwähler SV zum Einstellen der Inkrementenzahl angeschlossen ist. Der Ausgang der
Zähl- und Vergleichsschaltung CC ist mit dem Programmierer PE verbunden und übermittelt diesem ein Stoppsignal, sobald
die Zahl der gezählten Inkremente der am Volumenwähler SV gesetzten Inkrementenzahl gleich ist.
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Pig. 7 zeigt von einer abgewandelten Ausführungsform der Vorrichtung nach der Erfindung nur die Betätigungsvorrichtung
für die das Volumen des gepumpten Incrementes bestimmende
Membran 12. Die Verstellstange ist zweiteilig mit zwei Stangenabschnitten 21' und 21" ausgeführt, zwischen denen
eine Feder 34 zusammengedrückt ist. Am Vorrichtungsgestell stützt sieh über eine Abstützung 37 eine zweite Feder 29'
ab, die das Bestreben hat, den Stangenabschnitt 21" und den beweglichen Anker 21 "a des Elektromagneten 24 in axialem
Abstand vom Elektromagneten 24 zu halten. Dasjenige Ende des Stangenabschnittes 21", das dem mit dem Anker 21"a verbundenen
Ende abgewandt ist, endet in einer Steuerkurve 21"c, die von zwei zylindrischen Abschnitten 21 "c.j und 21 "Cg gebildet
ist. Diese haben untereinander verschiedene Durchmesser und sind durch einen konischen Abschnitt 21 Mc, miteinander verbunden.
Die Kurve 21"c betätigt zwei Hebel 35 und 36, die um zwei parallele Schwenkstifte 35a und 36a schwenkbar sind
und sich an einem ihrer Enden an der Steuerkurve 21 "c abstützen, während ihre anderen Enden an einer mit dem Stangenabschnitt
21· starr verbundenen Scheibe 21'd anliegen. Die
Feder 34 dient dazu, Spiel zwischen den Hebeln 35 und 36 und den beiden Stangenabschnitten 21* und 21" auszugleichen.
Sobald der Elektromagnet 24 erregt wird, zieht er den Stangenabschnitt 21" an und die Hebel 35 und 36 wandern
vom kleineren Abschnitt 21 "c. zum größeren Abschnitt 21 "Cp.
Die Hebel 35 und 36 schwenken in den mit Pfeilen F1 und F2 angegebenen Richtungen um einen Winkel, der durch den Unterschied
zwischen den Durchmessern der Abschnitte 21"C1 und
21"Cp bestimmt ist. Der Schwenkwinkel der Hebel 35 und 36
bestimmt die Wegamplitude des Verstellstangenabschnittes 21*. Die sich aus der Verformung der Membran 12 ergebende Volumenänderung
ist daher von der Bewegung des Stangenabschnittes 21" unabhängig und nur durch den Unterschied zwischen den Durchmessern
der beiden zylindrischen Abschnitte 21"c- und 21"c2
der Steuerkurve 21"c bestimmt. Selbstverständlich muß die kleinste Wegamplitude des Verstellstangenabschnittes 21"
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ausreichend sein, um die Hebel 35 und 36 vom Abschnitt 2111C1
zum Abschnitt 21 "Cp der Steuerkurve 21 "c wandern zu lassen.
Ein weiteres sehr wichtiges und nützliches Merkmal der Vorrichtung
nach der Erfindung ist insbesondere in Pig. 2 zu erkennen und besteht darin, daß am Pumpengehäuse 1, das aus
einem durchsichtigen Werkstoff, beispielsweise aus Glas hergestellt
ist, eine Fläche 10a, die zur der Steuervorrichtung 2 zugewandten Fläche 10 parallel verläuft, im Bereich zwischen
den Platten 26 und 27 als Inspektionsfenster dient, durch das die gesamte Leitung 4 und die Gefäße 7» 8 und 9 beobachtet
werden können. Diese eingebaute Möglichkeit zur Beobachtung der Leitung 4 und der Ventile der Pipette ist in
der Praxis von beträchtlicher Wichtigkeit, da sie das Feststellen von Luftblasen ermöglicht. Selbstverständlich machen
Luftblasen ein exaktes Pipettieren unmöglich. Die Beobachtung kann weiter verbessert werden, wenn das Pumpengehäuse 1
vom entsprechend Fig. 1 rechten oder linken Ende her beleuchtet wird.
Weiterhin sind in Fig. 2 die sehr gedrängte Anordnung der Pipetten-Bauteile, die geringe Dicke der Pipette und auch
die Möglichkeit zu erkennen, die Pipette an einer Unterlage anzuordnen und von dieser wegzunehmen, was durch den Verbinder
3 möglich gemacht ist, der zum Verbinden der Vorrichtung mit der in Fig. 4 und 5 dargestellten Steuerschaltung in
ein nicht gezeichnetes Gegenstück eingesetzt werden kann. Durch die sehr flache Ausbildung der Pipette ist es möglich,
eine Mehrzahl ähnlicher Pipetten nebeneinander auf sehr kleinem Raum anzuordnen. Auch kann eine Pipette durch eine
andere Pipette, die beispielsweise ein verschiedenes Reagenz enthält, durch einfaches Umstecken ersetzt werden. Um das
Ausscheiden von Luftblasen zu erleichtern, wird die Pipette vorzugsweise mit vertikal orientiertem Pumpengehäuse 1
angeordnet.
609882/0865
- T5 - 48 023
Wie oben angegeben, ist das Pumpengehäuse 1 bevorzugt aus Glas hergestellt. Ein derartiges Pumpengehäuse läßt sich
einfacher herstellen, wenn es, wie bei der in Fig. 8 dargestellten
Ausführungsform, in zwei aneinander anpreßbaren Gehäuseteilen 1a und 1b ausgebildet ist. Die Gefäße 7, 8
und 9 sind in diejenige Fläche des Gehäuseteils 1a eingearbeitet, die zu der dem Gehäuseteil 1 b benachbarten Fläche parallel
verläuft. Durch den Gehäuseteil 1a erstrecken sich senkrecht zu den beiden parallelen Flächen vier Leitungen 4'b, 4"b, 4'c
und 4"c Die Leitungen 4*b und 4*c erstrecken sich/zusden
Gefäßen 7 und 9 hin, die Leitungen 4"b und 4"c/SuS Gefäß 8.
Die anderen Enden der Leitungen 4'b, 4"b und 4"e und 4'c
sind paarweise je durch eine Leitung 4xb und 4*c miteinander
verbunden, die aus der dem Gehäuseteil 1b benachbarten Fläche des Gehäuseteils 1a herausgearbeitet sind. Die Gefäße 7 und
mit der Außenseite des Pumpengehäuses verbindende Leitungen
4'a und 4'd sind je von einer Aussparung gebildet, die zur
zugehörigen Fläche, bis zu der sie sieh erstreckt, senkrecht verläuft.
Bei einer in Fig. 9 und 10 dargestellten weiteren abgewandelten Ausführungsform ist das Pumpengehäuse von zwei blockförmigen
Gehäuseteilen 1A und 1B gebildet und in die dem Gehäuseteil
1B benachbarte Fläche des Gehäuseteils 1A sind Leitungen 4A,
4B, 4C und 4D eingearbeitet. Die Leitungen 4A, 4B, 4C und 4D
werden durch Ultraschallbearbeitung ausgebildet, wonach die beiden Gehäuseteile 1A und 1B durch Verschmelzen in der in
Fig. 10 gezeigten Weise zusammengefügt werden. Danach werden die Gefäße 7» 8 und 9 maschinell eingearbeitet.
Selbstverständlich kann das in Fig. 3, 8 oder 9 und 10 dargestellte
Pumpengehäuse auch in einer Pipettier-Vorrichtung verwendet werden, die in ihrer konstruktiven Gestaltung
von der beschriebenen Vorrichtung abweicht. Die beschriebene Vorrichtung könnte auch in Verbindung mit einem anderen als
dem in den genannten Figuren dargestellten Pumpengehäuse verwendet werden.
/Patentansprüche 609882/0865
Claims (9)
- PATENTANSPRÜCHE1J Vorrichtung zum Pipettieren mit volumenkonstanten Inkrementen, mit einer Pumpvorrichtung, bei der eine leitung an ihren Enden an eine von zwei Einlaßöffnungen je eines ersten und eines zweiten Ventils angeschlossen ist und die Leitungswand wenigstens einen beweglichen Abschnitt hat, um eine volumenveränderliche Pipettierkammer zu bilden, wobei die zweite Einlaßöffnung bei dem einen Ventil die Einlaß-Öffnung für von der Vorrichtung zu pipettierende Flüssigkeit und beim anderen Ventil die Abgabeöffnung für pipe'ttierte Flüssigkeit bildet, ferner mit drei hin- und herbewegbaren Verstellgliedern, die je an eines der Ventile und an den beweglichen Abschnitt der Leitungswand angeschlossen sind, und mit einer Folgesteuervorrichtung für die Verstellglieder, dadurch gekennzeichnet , daß die Folgesteuervorrichtung für das an den beweglichen Abschnitt der Leitungswand angeschlossene Verstellglied (Verstellstange 21) ein Elektromagnet (24) ist, der durch einenperiodisehen strom erregbar ist, und daß mit dem Verstellglied (Verstellstange 21) eine Vorrichtung verbunden ist, welche die Hubamplitude des Ankers (21a) des Elektromagneten (24) und dadurch die Wegamplitude des Verstellgliedes (Verstellstange 21) so steuert, daß das Flüssigkeitsvolumen, welches durch die Bewegung des beweglichen Abschnittes der Leitung (4) verdrängt worden ist, welche ihrerseits durch die gesteuerte Bewegung des Verstellgliedes (Verstellstange 21) erzeugt worden ist, dem für das pipettierte Inkrement geforderten Volumen entspricht, unabhängig davon, wie sieh vom Verstellglied (Verstellstange 21) zu überwindende Widerstände verändern./17609882/0865- /11 - 48 023
- 2. Vorrichtung nach. Anspruch 1, dadurch g e k e η η zeichnet, daß die Leitung (4) starr ist.
- 3. Verrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Leitung (4) in einem starren Gehäuse (1) ausgebildet ist.
- 4. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch g e k e η η zeichnet, daß die Leitung (4) in einem starren, durchsichtigen Gehäuse (1) ausgebildet ist.
- 5. Vorrichtung nach Anspruch 2, bei der jedes Ventil ein Gefäß hat, von dessen Grund eine Rippe vorspringt, die das Gefäß in zwei voneinander unabhängige Räume unterteilt, wobei der Scheitel der Rippe in einer Ebene mit dem Rand des zugehörigen Gefäßes liegt und die eine der Einlaßöffnungen in dem mit dem ersten der beiden Räume verbundenen Wandteil des Gefäßes und die andere in dem zum zweiten Raum gehörenden Wandteil des Gefäßes ausgebildet ist, und eine mit einem solchen Gefäß verbundene Membran, die eine genügende Ausdehnung hat, um das Gefäß durch abdichtendes Anliegen ihres Umfangsteils am Rand des Gefäßes zu verschließen, und mit einem Verstellglied starr verbunden ist, das sie in zwei verschiedene Stellungen zu verstellen vermag, wobei sie in der einen am Scheitel der Rippe anliegt und sich in der anderen im Abstand davon befindet, dadurch gekennzeichnet, daß die Gefäße (7,9) der Ventile in die Fläche (10) des Pumpengehäuses (1) eingearbeitet sind, und daß die Leitung (4) ein in die Fläche (10) des Gehäuses (1) eingearbeitetes drittes Gefäß (8) aufweist, eine mit diesem verbundene dritte Membran (12) von genügender Ausdehnung, um das Gefäß (8) durch abdichtendes Anliegen ihres Umfangsteils am Gefäßrand zu verschließen, wobei die dritte Membran (12) der bewegliche Abschnitt der Umschließungswand ist und an dem mit diesem beweglichen Abschnitt verbundenen Verstellglied (Verstellstange 21) starr befestigt ist, und wobei in die Begrenzungswand des Gefäßes (8) zwei Öffnungen gebohrt/18 609882/0865- 4$ - 48sind, und zwei rohxförmige Kanäle (Leitungsabschnitte 4b,4c), die in das Pumpengehäuse (1) eingearbeitet und je mit einem Ende an die erste bzw. die zweite dieser Öffnungen und am anderen Ende an die erste Einlaßöffnung des einen Ventils bzw. an die entsprechende Einlaßöffnung des anderen Ventils angeschlossen sind.
- 6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch g e k e η η zeichnet, daß das Pumpengehäuse (1) ein Block von überwiegender Längsausdehnung ist, und daß die drei Gefäße (7,8,9) in dieselbe Fläche (10) des Pumpengehäuses (1) eingearbeitet sind, daß die Verstellglieder parallele Stangen (20,21,22) sind, die sich senkrecht zur Fläche (10) des Blockes erstrecken, und daß die dem Block benachbarten Stangenenden mit einem Abschnitt (Zapfen 11a, 12a, 13a) der zugehörigen Membran (11, 12, 13) verbunden sind, der an derjenigen Fläche der Membran (11, 12, I3) starr befestigt ist, die der Fläche abgewandt ist, mit der die Membran (11, 12, 13) das zugehörige Gefäß (7,8,9) verschließt.
- 7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch g e k e η η zeichnet, daß das andere Ende jeder Ventil-Verstellstange (20,21,22) mit dem beweglichen Anker (20a, 21a,22a) eines der betreffenden Verstellstange (20, 21, 22) zugeordneten Elektromagneten (23, 24, 25) starr verbunden ist.
- 8. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung zum Steuern der Hubamplitude des beweglichen Ankers (21a) einen Bewegungsdetektor aufweist, der den bewegliehen Wandabsehnitt der Leitung (4) zugeordnet ist und ein der Bewegung der Verstellstange (21) proportionales Signal erzeugt, und einen Regler (IE), der abhängig vom festgestellten Fehler zwischen einem solchen Signal und dem sich aus der periodischen Spannung ergebenden Signal ein Signal liefert, das den Erregerstrom des Elektromagneten (24) so steuert, daß die Hubamplitude des Ankers (21a) derjenigen entspricht, die für das angestrebte Volumen des Pipetteninkrements kennzeichnend ist./19 609882/0865- ή§ - 48
- 9. Vorrichtung nach Anspruch 5» dadurch gekennzeichnet, daß an der Verstellstange (Stangenabschnitte 21', 21"), die mit der den verformbaren Wandabschnitt der Leitung (4) bildenden Membran (12) verbunden ist, eine zu ihr gleichachsige Scheibe (21 *d) befestigt ist, auf die ein elastisches Glied (Feder 34), das sich an der der Membran (12) abgewandten Scheibenfläche abstützt, und wenigstens ein Hebel (35,36), der mit einem seiner beiden Arme an der anderen Scheibenfläche anliegt, gegmarinnig wirkende Kräfte auftragen, wobei der zweite Arm des Hebels (35,36) einen !Fühler bildet, der durch das elastische Glied (Feder 34) an einer Steuerkurve (21"c) in Anlage gehalten ist, die mit dem bewegliehen Anker (2i"a) des Elektromagneten (24) starr verbunden ist und deren Kurvenprofil so gestaltet ist, daß der Hebel (35,36) bei entsprechenden Stellungen der Steuerkurve (21"c) zwei verschiedene Endstellungen einnehmen kann, wobei die Steuerkurve (21"c) in einer ihrer Stellungen dazu neigt, durch ein elastisches Glied (Feder 291) festgehalten zu sein, und durch den Elektromagneten (24) unter Überwindung des elastischen Gliedes (Feder 29*) in eine andere Stellung bewegbar ist, und wobei der Winkelabstand zwischen den Hebelendstellungen für die Wegamplitude des Verstellgliedes (Stangenabschnitte 21f, 21") kennzeichnend ist.609882/0865
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