DE2627160A1 - Presse zum herstellen von tellern o.dgl. - Google Patents
Presse zum herstellen von tellern o.dgl.Info
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Description
rreinsrcinsireae tj . pif^f r— O U r-._«-_ EtaenECher Straße 17
porHtch 1KO Dipl.-ing. R. H.
F:^S^o i3TrKltipohl Dipi.-Fhys. Eduard Beiz! er 26271
51014 DfpWng. V/. Kerrraann-Trenlepohl
Teleeremmanschritt: r
TelesremmEnschrlft:
Γ ~l Bankkonten:
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in der Antwort bltt· angeben
Hünchen
Presse zum Herstellen von Tellern o. dgl.
Die Erfindung betrifft eine Presse zum Herstellen von Tellern o. dgl. mit einem starren oberen Preßstempel, der der Innenform
des zu pressenden Tellers o. dgl. entsprechend geformt ist, und mit einer einen Hohlraum der Form nach oben abschließenden, an
ihrem den Abmessungen des fertigen Tellers angepaßten Rand eingespannten elastischen Membran, die mit einer dem Fuß des Tellers
entsprechenden Ringrille versehen ist und auf der pulverförmige Porzellanmasse in den durch die Einspannung gegebenen Grenzen
verteilt ist, wobei der Hohlraum unterhalb der Membran mit einem Druckmittel gefüllt ist, das nach Absenken des Preßstempels
auf die auf der Membran verteilte pulverförmige Porzellanmasse in dessen Preßstellung unter Druck setzbar ist.
Bei dieser aus der DT-OS 23 07 496 bekannt gewordenen Konstruktion
ist die Membran senkrecht zur Bewegungsrichtung des oberen Preßstempels flach eingespannt und wird beim Absenken dieses Preßstempels
unter dem von ihm auf sie ausgeübten Druck nach unten zu der gewünschten Endform verformt. Dabei zeigt sich jedoch,
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ORlQiNAL INSPECTSO
daß auch dann, wenn diese Absenkbewegung durch Ansaugkräfte von unten her unterstützt wird, nicht genau definierte und auch nicht
genau definierbare Spannungen innerhalb der Membran auftreten, die sich in die aufgeschüttete pulverförmige Porzellanmasse
übertragen, was einen ungleichmäßigen Teller o. dgl. zur Folge hat. Außerdem werden beim Entformen dann, wenn sich der gepreßte
Teller o. dgl. von der Form dadurch löst, daß sich die Membran in ihre Ausgangsstellung, d. h. in ihre flache Stellung zurückstellt,
Kräfte auf dem gepreßten Teller o. dgl. ausgeübt, die wegen dessen geringer Eigenfestigkeit zu Schädigungen wenigstens
im Fußbereich des Tellers o. dgl., wenn nicht gar zur völligen Zerstörung des Tellers o. dgl. führen können.
Aufgabe der Erfindung ist es, die bekannte Presse so zu verbessern,
daß einwandfrei gepreßte Teller o. dgl. entstehen bzw. entnommen werden können.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die elastische Membran in ihrem entspannten Zustand der Form der
Unterfläche des Tellers o. dgl. entspricht, im wesentlichen über ihre gesamte Fläche gleich stark und möglichst dünn gehalten
ist, jedoch noch eine ausreichende Eigenstabilität aufweist, zum Füllen in eine Füllstellung verformbar ist und beim
Preßvorgang unter Beaufschlagung ihrer Unterseite nittels hydrostatischen Drucks in ihre entspannte Ausgangsstellung
zurückkehrt.
Eine derart ausgebildete und betriebene Presse ist praktisch unabhängig von der Form des zu pressenden Tellers o. dgl. einsetzbar,
d. h. unabhängig davon, ob es sich beispielsweise um einen flachen oder tiefen Teller o. dgl. handelt.
Für leicht verblasbare pulverförmige Porzellanmassen mit geringem
Schüttgewicht, bei denen die Gefahr besteht, daß durch das beim Absenken des oberen Preßstempels erfolgende Ausblasen der pulverförmigen
Porzellanmasse ungleichmäßige Wendstärken, insbesondere
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am Rand des Tellers ο. dgl. auftreten, kann es in weiterer Ausbildung
der Erfindung vorteilhaft sein, den oberen Preßstempel von einem federnd gelagerten Ring zu umgeben, der beim Herunterfahren
des oberen Preßstempels auf den die Membran umgebenden Rand der Form aufsitzt und damit ein Ausblasen der pulverförmigen
Porzellanmasse aus dem Raum zwischen oberem Preßstempel und Membran verhindert.
An den Berührungsflächen zwischen diesem Ring und dem oberen Preßstempel sind zweckmäßig Rillen vorgesehen, die zusammen
einen hohlen Ringraum bilden, der gegebenenfalls unter Vakuum setzbar ist.
Dabei ist die Anordnung vorteilhaft so getroffen, daß beim Auftreffen
des Ringes auf dem die Membran umgebenden Rand der Form der Vakuumanschluß mit dem gesamten Formraum in Verbindung
steht und sich dann automatisch beim weiteren Absenken des oberen Preßstempels abschaltet, sobald sich die beiden Rillen
übereinander schieben.
Die Membran ist an ihrem Rand vorzugsweise mit einer einen hakenförmigen
Querschnitt aufweisenden Lipje versehen, in die der Rand eines Einsatzes der Form einhängbar ist. Die ganze Anordnung
ist dann durch Aufsetzen eines die Membran umgebenden, mit einer Stufe versehenen Ringes auf die obere Abschlußfläche der
Form fixierbar. Nach Lösen dieses Ringes, der mit einigen Schrauben auf der Abschlußfläche der Form festgehalten werden kann,
läßt sich die Membran ohne Schwierigkeiten herausheben und bei Änderung der Form des zu pressenden Tellers o. dgl. gegen eine
entsprechend anders ausgebildete Membran oder bei Verschleiß der Membran gegen eine neue Membran austauschen.
Vor dem Absenken des oberen Preßstempels und nach dem Verformen
der Membran in ihre Füllstellung wird in weiterer Ausbildung der Erfindung zweckmäßig ein Streicher auf der Oberseite des Füllgutes
in Betrieb genommen, der die Oberfläche des Füllgutes so ausformt, daß die gewünschte Füllhöhe entsteht, die sich aus
dem Füll Verhältnis und der Scherbenform ergibt. Unter Füllver-
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hältnis wird dabei das Verhältnis von Volumen vor dem Preßvorgang
zu Volumen des fertiggepreßten Tellers o. dgl. verstanden.
Bei der Herstellung von flachen Tellern oder ähnlichen flachen Formkörpern entspricht in weiterer Ausbildung der Erfindung
das Profil des Einsatzes der Form der Membran beim Einfüllen der pulverförmigen keramischen Masse. In dem Einsatz sind dabei
zweckmäßig Kanäle vorgesehen, die nicht nur der Zuführung des Druckmittels zum hydrostatischen Pressen dienen, sondern
auch dazu, durch Abführen des Druckmittels die Membran satt auf dem Einsatz aufliegen zu lassen. Das Abführen des Druckmittels
erfolgt unter einem wesentlichen Unterdruck von ca. 0,3 bis 0,4 Atmosphären, so daß sich unter diesem Unterdruck
die Membran satt auf dem oberen Profil des Einsatzes anlegt, wobei jedoch im Bereich der Zuführungskanäle noch Raum verbleibt,
der es dem Druckmittel ermöglicht, sich bei Anlegen des hydrstatischen Druckes gegen die Unterseite der Membran anzupressen.
Wenn an irgendeiner Stelle fes Füllprofils ein Winkel auftritt,
der größer ist als der Schüttwinkel der zu verpressenden Masse, dann wird in weiterer Ausbildung der Erfindung zu einer Variante
übergegangen, die auch für die Ausbildung von flachen Tellern o. dgl. an sich brauchbar ist, für diesen Fall jedoch nur einen
etwas aufwendigeren Aufbau bedingen würde, ohne daß ihr Einsatz als solcher notwendig wäre.
Bei dieser abgeänderten Ausfühnmgsform der erfindungsgemäßen Presse ist der Einsatz in einem äußeren Teil und in einen
dagegen in der Höhe verstellbaren inneren Teil unterteilt, der sich, beispielsweise in Form einer Platte, gegen den mittleren
unteren Teil der Membran anlegt. Dieser innere Teil muß, vorzugsweise
gegen die Kraft einer Feder, verschiebbar sein, wobei der Verschiebeweg einstellbar gewählt werden kann.
In der Füllstellung ist der innere Teil gegenüber dem äußeren
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Teil des Einsatzes angehoben. Dadurch wird die Membran aus ihrer
Ruhestellung, die gleich der Preßstellung ist, in eine Vorgespannte Stellung angehoben, die gleich der Füllstellung ist.
Füllen und Glattstreichen der Oberfläche der eingefüllten pulverförmigen Porzellanmasse erfolgt in der gleichen Weise, wie
bei der vorher beschriebenen Variante der erfindungsgemäßen Presse.
Nach dem Füllen wird der innere Teil gegen die Wirkung seiner ihn beaufschlagenden Feder vom oberen Preßstempel über die
pulverförmige Porzellanmasse nach unten gedrückt. Dabei bewegt sich auch die Membran aus ihrer vorgespannten Stellung in ihre
entspannte Ruhestellung zurück, die der Preßstellung entspricht.
In dieser Stellung wird dann das Druckmittel gegen die Unterseite der Membran zur Einwirkung gebracht.
Auf diese Weise ist mit Sicherheit vermieden, daß bei Tellern o. dgl., die Bereiche aufweisen, welche eine Steilheit oberhalb
des Schüttwinkels besitzen, die Masse nach innen gleitet, weil bereits beim Aufsetzen, des oberen Preßstempels die Masse zwischen
diesem Preßstempel und der Membran eingesperrt wird.
Mit dieser Konstruktion ist es ohne Schwierigkeiten möglich, von der einen Tellerart auf eine andere Tellerart überzugehen.
Es bedarf lediglich einer Höhenverstellung des inneren Teiles, eines Auswechselns der Membran und selbstverständlich eines Auswechselns
des Profils des oberen Preßstempels und der Einstreichvorrichtung, ohne daß an der Grundkonstruktion der Presse selbst
Änderungen vorgenommen werden müssen.
Bei der zuletzt beschriebenen Ausführungsform ist ein bei normalen
mit hydrostatischem Gegendruck arbeitenden Pressen zu beobachtender Effekt, der sogenannte "Wasserbetteffekt11, vollständig vermieden,
der darin besteht, daß beim Aufbringen des Druckes durch den oberen
Preßstempel die Flüssigkeit gegebenenfalls ungleichmäßig ausweicht
und es dadurch zu unterschiedlichen Verpressungen innerhalb des Tellers o. dgl. konnat. Bei der erfindungsgemäßen Presse liegt da-
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gegen in der Füllstellung beim Einstreichen der Masse eine
genau definierte Lage der Membran vor, auch wenn der Fahnenteil des Tellers o. dgl. bei der zweiten Ausführungsform nicht
abgestützt ist.
Bei der zuerst beschriebenen Ausführungsform tritt dieser "Wasserbetteffekt" grundsätzlxch nicht auf, weil hier in der
Füllstellung beim Einstreichen der Masse die Membran auf ihrer gesamten Unterseite abgestützt ist.
Die Zeichnung zeigt in
Fig. 1 einen Vertikalschnitt- durch oberen Preßstempel
und Form bei einer Presse gemäß der Erfindung in der Füllstellung;
Fig. 2 einen Ausschnitt aus Fig. 1 entsprechend der in Fig. 1 eingezeichneten Umgrenzung;
Fig. 3 die Presse nach Fig. 1 in Preßstellung;
Fig. 4 eine Abänderung der Presse zum Pressen von tiefen Tellern, im wesentlichen entsprechend dem Schnitt
nach Fig. 1;
Fig. 5 einen Ausschnitt entsprechend Fig. 2, jedoch aus
Fig. 4; und in
Fig. 6 die Anordnung nach Fig. 4 in Preßstellung.
In Fig. 1 ist mit 1 der Oberbär bezeichnet, welcher an seinem unteren Rand auswechselbar den oberen Preßstempel 2 trägt.
Dieser Preß stempel 2 weist an seinem Rand eine Umfangsrille auf. Mit dem Rand 4 schiebt sich der Preßstempel 2 in einen
an ihm federnd (bei 23) gelagerten Ring 5» der ebenfalls mit einer Umfangsrille 6 versehen ist, die mit der Umfangsrille
zusammenwirkt. Der derart aus den Umfangsrillen 3 und 6 gebildeten Ringkanal kann in nicht gezeichneter Weise über den
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Oberstempel 2 oder über den Ring 5 mit einer nicht gezeichneten
Unterdruckquelle in Verbindung gebracht werden.
Der Ring 5 setzt sich beim Absenken des oberen Preßstempels 2 auf einen Ring 7 auf der im nicht gezeichneten Pressengestell
gelagerten Form 8 auf. Der Ring 7 ist durch einen v/eiteren Ring 9 gesichert und beispielsweise auch mittels der Schrauben
10 auf der Form 8 befestigt. Der Ring 7 greift mit einem insbesondere aus Fig. 2 deutlich ersichtlichem Vorsprung 11 über den
äußeren Rand 12 der Membran 13. Der Rand 12 ist so ausgebildet,
daß er einen hakenförmigen Querschnitt aufweist, in den ein Rand
14 eines Einsatzes 15 eingreift. Die obere Fläche dieses Einsatzes
15 definiert die Füllstellung der Membran 13, in der sie praktisch
auf ihrer gesamten Unterfläche auf der oberen Fläche des Einsatzes
15 abgestützt ist, wobei lediglich im Bereich des Austritts der Kanäle 16, 17, die mit einer mittleren Leitung 18 in Verbindung
stehen, ein kleiner Raum 19 (Fig. 2) vorgesehen ist, der dem zugeführten Druckmittel ermöglicht, sich über die gesamte Unterfläche
der Membran zu verteilen.
Zum Füllen der Presse wird zuerst durch Anlegen eines Unterdrucks an die Kanäle 16, 17 über die Leitung 18 die Membran 13,
die in ihrem entspannten Zustand mit ihrer oberen Fläche praktisch identisch mit der unteren Fläche des zu pressenden Tellers ο. dgl.
ist, verformt und zur Anlage auf dem Einsatz 15 gebracht. Dann wird die zu verpressende pulverförmige Porzellanmasse 20 in an
sich bekannter und daher nicht weiter dargestellten und erläuterter Weise eingefüllt und mit Hilfe eines ebenfalls nicht gezeichneten
Streichers in etwa in der Form der unteren Oberfläche
21 des Preßstempels 2 auf der in die Füllstellung vorgespannten Membran 13 entsprechend der gewünschten Füllhöhe verteilt.
Nunmehr wird der Preß stempel 2 mit Hilfe des Oberbären 1 nach unten gefahren, bis der Ring 5 auf dem Ring 7 und dann der Rand
22 auf dem Ring 5 aufsitzt, wobei die Feder 23 zusammengedrückt wird« Dadurch wird die Form geschlossen und nach außen vollständig
abgedichtet (Fig. 3). Durch Anlegen eines Vakuums an den durch die beiden Rillen 3 und 6 gebildeten Ringkanal kann
dabei vor dem Übereinanderschieben der beiden Rillen 3 und 6 der
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unter dem oberen Preßstempel 3 befindliche Raum weitgehendst entlüftet werden.
Nunmehr erfolgt die Zufuhr von Druckmittel über die Leitung 18 und die Kanäle 16 und 17, so daß sich die Membran 13 in der
in Fig. 5 gezeigten Weise vom Einsatz·^ abhebt und in ihren
entspannten Ausgangszustand zurückgeführt wird. Dabei füllt sich der Raum 22 mit Druckmittel und das Druckmittel wirkt
völlig gleichmäßig auf die Unterfläche der Membran 13» wodurch die pulverförmige Porzellanmasse 20 völlig gleichmäßig gegen
die untere Oberfläche 21 des Preßstempels 2 angepreßt wird.
Es ist somit gewährleistet, daß ein völlig gleichmäßig verdichteter
Teller, bei dem es sich im vorliegenden Ausführungsbeispiel um einen flachen Teller handelt, entsteht.
Zum Öffnen der Presse wird nicht nur der Druck in dem Raum 22 und in den Kanälen 16, 17 bzw. der Zuführungsleitung 18 wieder
abgelassen, sondern wiederum ein Unterdruck angelegt, so daß die Membran 11 in ihre vorgespannte Füll- oder Ausgangsstellung
zurückkehrty den fertiggepreßten Teller o. dgl. freigibt und erneut mit pulverförmiger Porzellanmasse 20 beschickt werden
kann.
Bei der in den. Fig. 4 bis 6 wiedergegebenen Ausführungsform ist
der Einsatz in zwei Teile, nämlich einen äußeren, auf der Form 8 angeschraubten Teil 15a und einen inneren Teil unterteilt.
Der innere Teil v/eist beim wiedergegebenen Ausführungsbeispiel die Form einer Platte 15h auf, die sich gegen den inneren unteren
Teil der Membran 13 anlegt. Ferner ist die Platte 15b gegen die Kraft einer Feder 24 verschiebbar, die sich mit einem Ende 24a
gegen die Fora 8 und mit ihrem anderen Ende 24b gegen eine sie umgebende und an der Platte 15b befestigte haubenförmige Hülse
25 abstützt. Die Ausbildung des oberen Preßstempels 2 ist entsprechend der gewünschten Form des Tellers o. dgl. gewählt.
Seine Anbringung am Oberbären 1 entspricht völlig derjenigen des Preßstempels 2 am Oberbären 1 nach den Fig. 1 bis 3, so daß
sich eine weitergehende Erläuterung erübrigt.
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Auch die Befestigung der Membran über dem hier aus zwei Teilen 15a und 15b bestehenden Einsatz mit Hilfe der Ringe 7 und 9
entspricht völlig der Konstruktion nach den Fig. 1 bis 3, so daß sich auch insoweit eine erneute Erörterung erübrigt.
In der in Fig. 4 wieder gegebenen Füllstellung ist die Membran 13 mit Hilfe der Platte 15b unter der Wirkung der Feder 24 aus
ihrem entspannten, der Endform des herzustellenden Tellers b. dgl.
entsprechenden Zustand verformt, wie sich deutlich aus Fig. 4 entnehmen läßt.
In diesem vorgespannten Zustand der Membran 13 erfolgt in der im
Zusammenhang mit den Fig. 1 bis 3 angedeuteten, jedoch auch hier
im einzelnen nicht dargestellten und erläuternden Weise das Füllen und Glattstreichen der pulverförmigen Porzellanmasse.Nach diesem
Füllen wird der Oberbär 1 und damit auch der obere Preßstempel 2 angesenkt und die Platte 15b gegen die Wirkung der sie beaufschlagenden
Feder 24 vom oberen Preßstempel 2 über die pulverförmige Porzellanmasse nach unten gedrückt. Dabei bewegt sich"
auch die Membran aus ihrer vorgespannten Füllstellung in ihre entspannte Ruhestellung zurück, die der in Fig. 6 wiedergegebenen
Preßstellung entspricht. In dieser Stellung kann das Druckmittel gegen die Unterseite der Membran 13 in der im Zusammenhang
mit den Fig. 1 bis 3 beschriebenen Weise über die Leitung 18 und die hier entsprechend verkürzten Kanäle 1.6 und 17 zur
Einwirkung gebracht werden. Durch das Anheben der Membran in der Füllstellung, wie sie in Fig. 3 wiedergegeben ist, läßt
sich mit Sicherheit vermeiden, daß bei Tellern o. dgl., die Bereiche aufweisen, welche eine Steilheit oberhalb des Schüttwinkels
besitzen, die Masse nach innen gleitet, weil bereits beim Aufsetzen des oberen Preßstempels 2 die Masse zwischen
diesem Preßstempel 2 und der Membran 13 eingesperrt wird.
Es soll noch einmal darauf hingewiesen werden, daß die Membran
im wesentlichen über ihre ganze Fläche gleich stark· und möglichst dünn gehalten wird, jedoch noch eine ausreichende
Eigestabilität aufweisen rfauß.p r 1 / fl A Q R
- Patentansprüche; -
- 10 -
41 Leerseite
Claims (13)
- Patentansprüche1 „) Presse zum Herstellen von Tellern o. dgl. mit einem starren oberen Preßstempel, der der Innenform des zu pressenden Teilens o. dgl. entsprechend geformt ist, und mit einer einen Hohlraum der Form nach, oben abschließenden, an ihrem den Abmessungen des Randes des fertigen Tellers angepaßten Rand eingespannten elastischen Membran, die mit einer dem Fuß des Tellers entsprechenden Ringrille versehen und auf der pulverförmige Porzellanmasse in den durch die Einspannung gegebenen Grenzen verteilt istf wobei der Hohlraum unterhalb der Membran mit einem Druckmittel gefüllt ist, das nach Absenken des Preßstempels auf die auf der Membran verteilte pulverförmige Porzellanmasse in dessen Preßstellung unter Druck setzbar ist, dadurch gekennzeichnet , daß die elastische Membran (13) in ihrem entspannten Zustand der Form der Unterfläche des Tellers o. dgl, entspricht, im wesentlichen über ihre gesamte Fläche gleich stark und möglichst dünn gehalten ist, jedoch noch eine ausreichende Eigenstabilität aufweist, zum Füllen in eine Füllstellung verformbar ist und beim Pressvorgang I unter Beaufschlagung ihrer Unterseite mittels des unter ihr befindlichen Druckmittels| in ihre entspannte Ausgangsstellung zurückkehrt,
- 2. Presse nach Anspruch 1, insbesondere zum Verpressen leidht verblasbarer pulverförmiger Porzellanmassen mit geringem Schüttgewicht, dadurch gekennzeichnet , daß der obere Preßstempel (2) von einem federnd gelagerten Ring (5) umgeben ist, der beim Herunterfahren des oberen Preßstempels (2) auf den die Membran (13) umgebenden Rand (7) der Form (8) aufsitzt.
- 3. Presse nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet , daß an den Berührungsflächen zwischen Ring (5) und dem oberen Preßstempel (2.) Rillen (3, 6) vorgesehen sind, die zusammen einen hohlen Ringraum bilden, der gegebenenfalls unter709851/0495
- 4. Presse^nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet , daß die .Anordnung so getroffen ist, daß beim Auftreffen des Rings (5) auf dem die Membran (13) umgebenden Rand (7) der Form (8) der Yakuumanschluß mit dem gesamten Formraum in Verbindung steht und sich beim weiteren Absenken des oberen Preßstempels (2) beim Übereinanderschieben der beiden Rillen (3, 6) automatisch abschaltet.
- 5. Presse nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet , daß die Membran (13) an ihrem Rand mit einer einen hakenartigen Querschnitt aufweisenden Lippe (12) versehen ist, in die der Rand (14) eines Einsatzes (15, 15a) der Form (8) einhingbar ist, wobei die ganze Anordnung durch Aufsetzen eines die Membran (13) umgebenden, mit einer Stufe (11) versehenen Ringes (7) auf der oberen Abschlußfläche der Form (8) fixierbar ist.
- 6. Presse nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch einen über der Oberseite des in der in ihre Füllstellung verformten Membran (13) befindlichen Füllgutes,(20)angeordneten Streicher, der die Oberfläche des Füllgutes (20) vor dem Absenken des oberen Preßstempels (2) auf die gewünschte Füllhöhe ausformt,
- 7. Presse nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, insbesondere zur Herstellung von flachen Tellern o. dgl., dadurch gekennzeichnet , daß das Profil des Einsatzes (15) dem entspannten Profil der Membran (13) entspricht.
- 8. Presse nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , daß in dem Einsatz (15; 15a) Kanäle (16, 17, 18) zur Zuführung und Abführung des Druckmittels vorgesehen sind.709851/0495 - 12 --yi-
- 9. Presse nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet , daß in den Kanälen(i8) eine Saugvorrichtung vorgesehen ist, die die Membran (13) satt auf dem oberen Profil des Einsatzes (15) anlegt, wobei jedoch im Bereich der Kanäle (16, 17) ein verbleibender Raum (19) vorgesehen ist^, der es dem Druckmittel ermöglicht, sich bei Anlegen des hydrostatischen Drucks gegen die Unterseite der Membran (13) anzulegen.
- 10. Presse nach einem oder mehereren der Ansprüche 1 bis 8, dadurch geke nnzeichnet , daß der Einsatz in einen äußeren Teil (15a) und in einen dagegen in der Höhe verstellbaren inneren Teil unterteilt ist, der sich in Form einer Platte (15b) gegen den mittleren unteren Teil der Membran (13) anlegt.
- 11. Presse nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet , daß der innere Teil (15b) gegen die Kraft einer Feder (24) verschiebbar ist.
- 12. Presse nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet , daß der Verschiebeweg des inneren Teils (15b) einstellbar ist.
- 13. Presse nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet , daß der innere Teil (I5b) des Einsatzes in der Füllstellung gegenüber dem äußeren Teil(15a) des Einsatzes angehoben und dadurch die Membran (13) aus ihrer Ruhestellung, die gleich der Preßstellung ist, in eine vorgespannte Stellung, die gleich der Füllstellung ist, angehoben wird.709851/CU95
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