DE2625241B2 - Verfahren zum Expandieren von Tabak - Google Patents
Verfahren zum Expandieren von TabakInfo
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- A24B—MANUFACTURE OR PREPARATION OF TOBACCO FOR SMOKING OR CHEWING; TOBACCO; SNUFF
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Description
20
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Expandieren von Tabak, bei welchem man den Tabak
Vakuum entsprechend einer Druckreduktion um etwa 381 bis 762 mm Hg unterwirft und zur Imprägnierung
mit Wasser zusammenbringt, während er bei einer Temperatur von etwa 0 bis 8O0C gehalten wird und
unter Vakuum steht.
Ein Verfahren der eingangs genannten Art ist aus der DT-OS 2049 548 bekannt und dient dazu, den
unter Vakuum gehaltenen und von Wasser vollständig bedeckten Tabak durch schließliches Erhöhen des
Umgebungsdrucks so zu behandeln, daß das Wasser schnell in die Zellen und Zellenzwischenräume des
Tabaks eindringen kann. Das Wasser bewirkt dabei einen Zeilinnendruck, der zu einer maximalen Volumenvergrößerung
des Tabaks führt, und das Überschußwasser wird dabei aus dem so konditionierten Tabak durch Sublimation bei verminderten Drücken
entfernt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das bekannte Verfahren derart weiter zu verbessern, daß
weniger Energie und Zeit für die Verfahrensdurchführung erforderlich ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß man den mit einem Feuchtigkeitsgehalt von
etwa 100 bis 400 Gewichtsteilen je 100 Teile Tabak versehenen Tabak, während er unter Vakuum gehalten
wird, gefriert und den gefrorenen, wasserimprägnierten Tabak zu seiner Expandierung etwa '/2 bis 12 Sekünden
bei einer Temperatur von etwa 120"C bis 3200C erhitzt.
Die erfindungsgemäßen Verfahrensschritte unterscheiden sich vom bekannten Verfahren durch die
Verwendung von sehr wenig Wasser, nämlich nur etwa 100 bis 400 Gewichtsteile je 100 Gewichtsteile
Tabak gegenüber 800 bis 1000 Gewichtsteilen Feuchtigkeit beim bekannten Verfahren, sowie durch das
Gefrieren unter Vakuum im Gegensatz zu einem Gefrieren unter Umgebungsdruck beim bekannten Verfahren.
Als Folge des erfindungsgemäßen Verfahrens wird eine erheblich kürzere Behandlungsdauer erhalten,
weil das Gefrieren in 20 Minuten erfolgen kann, während beim bekannten Verfahren 4 Stunden notwendig
sind. Dabei ist bereits berücksichtigt, daß der eigentliche Expandiervorgang in beiden Fällen in
sehr kurzer Zeit stattfindet.
Die Verkürzung der Verfahrenszeit um etwa den Faktor 10 stellt bei im wesentlichen gleicher Tabakqualität
einen erheblichen Vorteil dar. Im einzelnen kann wie folgt gearbeitet werden:
Vorzugsweise wird in Stufe 1 der Tabak (vorzugsweise in geschnittener Form) einem Vakuum in Form eines
Unterdrucks bzw. einer Druckreduktion, von etwa 381 bis 762 mm Hg bei einer Temperatur von etwa 16
bis 27°C ausgesetzt; hierdurch wird Luft aus dem Tabak entfernt.
Vorzugsweise wird in Stufe 2 der Tabak, während er noch unter dem etwa 381 bis 762 mm Hg entsprechenden
Unterdruck steht, mit Wasser (vorzugsweise in Spritzform) behandelt, um in ihn etwa 65
bis 80 Gew.-% Feuchtigkeit einzuführen.
Vorzugsweise wird in Stufe 3 der wasserimprägnierte Fülltabak, während er unter Vakuum gehalten wird,
durch Abkühlen auf eine genügend niedrige Temperaturgefroren, um vollständiges Gefrieren der Feuchtigkeit
sicherzustellen.
Vorzugsweise wird in Stufe 4 der gefrorene, feuchtigkeitshaltige
Tabak, z. B. durch Direktkontakt mit Wasserdampf, rasch bei einer Temperatur von etwa
120 bis 3200C etwa '/2 bis 12 Sekunden erhitzt.
Die ersten drei Stufen können in der gleichen Kammer durchgeführt werden und werden vorzugsweise
so durchgeführt. Die vierte Stufe kann in einer Heiz- oder Trockenkammer oder einem Heizoder
Trockenturm, in einem Zyklontrockner oder in einer ähnlichen Vorrichtung durchgeführt werden, die
einen guten Gas/Partikel-Kontakt ergibt.
Die Erfindung ist nachfolgend im einzelnen beschrieben.
Man kann bei der Durchführung des Verfahrens gemäß der Erfindung ganzes, getrocknetes Tabakblatt
wie auch Tabak in geschnittener oder gehackter Form, z. B. in der allgemein als Tabak zur Füllung von
Zigaretten bzw. Zigaretten-Fülltabak verwendeten Form, wie auch ausgewählte Tabakteile, wie Tabakrippen,
behandeln. In zerkleinerter Form kann der zu imprägnierende Tabak eine Teilchengröße von etwa
10 bis 50 Maschen haben; vorzugsweise liegt die Teilchengröße nicht unter etwa 30 Maschen. Das zu
behandelnde Material kann in relativ trockner Form vorliegen oder den natürlichen Feuchtigkeitsgehalt von
Tabak haben oder auch noch größere Feuchtigkeitsmengen enthalten. Im allgemeinen wird der gemäß
der Erfindung zu behandelnde Tabak etwa 8 bis 25 Gew.-% Feuchtigkeit enthalten.
Entsprechend dem Verfahren gemäß der Erfindung gibt man den Tabak in einen zweckentsprechenden
Behälter, in dem ein Vakuum erzeugt bzw. an den ein Vakuum angelegt werden kann und der mit einer
Einrichtung zum Zuführen von Wasser, z. B. durch Vakuum-Ansaugen von Wasser und/oder durch Druckinjektion
von Wasserdampf, versehen ist und auch mit einer Einrichtung versehen sein kann, um ihn
in Umlauf zu versetzen oder ihn oder seinen Inhalt zu bewegen.
Nach dem Einbringen des Tabaks in den Behälter wird in diesem ein Vakuum hergestellt, vorzugsweise
als Druckreduktion um etwa 380 bis 760 mm Hg. Dies erfolgt im allgemeinen bei Umgebungstemperatur,
aber man kann auch bei einer Temperatur von 0 bis 8O0C arbeiten. Dann wird in den Behälter Wasser
eingeführt, vorzugsweise in feiner Nebel- oder Spritzform,
bis der Feuchtigkeitsgehalt des Tabaks auf etwa 65 bis 80 Gew.-% gebracht ist. Der anfallende, wasser-
haltige Tabak wird vorzugsweise bewegt, indem man den Behälter umlaufen läßt oder andere an sich bekannte
Bewegungsmethoden anwendet, um eine gleichmäßige Verteilung des Wassers in dem Tabak sicherzustellen.
Der wasserhaltige Tabak wird dann mindestens 10 Minuten stehengelassen (vorzugsweise
etwa 15 bis 60 Minuten), damit der Tabak und die Feuchtigkeit in und zwischen den Tabakfasern ein
Gleichgewicht annehmen können. Man kann das Gut auch noch länger stehenlassen, was aber allgemein
unnötig ist.
Nachdem Tabak und Feuchtigkeit ein Gleichgewicht angenommen haben, was, wie sich gezeigt hat, zu
einer Abnahme des Vakuums um etwa 51 bis 76 mm Hg führt, wird die Feuchtigkeits/Tabak-Mischung durch
zweckentsprechendes Kühlen des Behälters auf eine genügend niedrige Temperatur gebracht, um ein vollständiges
Gefrieren des Wassers in dem Tabak sicherzustellen. Die Mischung wird lang genug auf diesem
Temperatuniiveau gehalten, um die volle Überführung im wesentlichen des gesamten Wassers in dem wassergequollenen
Tabak in Eis sicherzustellen. Vorzugsweise wird die Mischung hierzu auf eine Temperatur
von etwa -60 bis 00C, insbesondere -30 bis - 100C,
gebracht und einen Zeitraum von 3 bis 120 Minuten, insbesondere 10 bis 30 Minuten, in diesen Bereichen
gehalten.
Nachdem das Wasser in dem Tabak in Eis übergeführt ist, kann das Vakuum entlastet werden. Nachdem
der Fülltabak richtig imprägniert und gefroren jo ist, kann das Vakuum ohne weiteres mit jeder gewünschten
Geschwindigkeit entlastet werden, und das gequollene Tabakgefüge wird von in ihm gebildeten
Eiskristallen gestützt.
Der Tabak wird einer Erhitzungszone zugeführt und in dieser vorzugsweise mit Wasserdampf oder einer
Wasserdampf/Heißgas-Mischung zusammengebracht, die auf einer Temperatur von etwa 120 bis 320"C gehalten
wird. Dieser Kontakt, der innig sein soll, »fixiert« das eisstabiiisierte Gefüge und entfernt Wasser in kürzesimöglicher
Zeit, im allgemeinen in etwa '/2 bis
12 Sekunden Kontaktzeit. Vorzugsweise sollen die Tabakpartikeln durch eine turbulente Erhitzungszone
geführt werden, um sie umzuwälzen und zu trennen. Die Temperatur des Wasserdampfs oder Heißgases
im Kontakt mit dem imprägnierten Fülltabak soll etwa 120 bis 320, vorzugsweise etwa 150 bis 235°C,
vorzugsweise für einen Zeitraum von etwa 3 bis 6 Sekunden, betragen. Naturgemäß wird man die längeren
Kontaktzeiten bei den niedrigeren Gastemperatüren anwenden und soll darauf geachtet werden, ein
Sengen des Tabaks zu vermeiden. Diese Expandier/Erhitzungs-Stufe kann in einem Drehzyklon oder einer
anderen, eine hohe Turbulenz aufweisenden Apparatur durchgeführt werden.
Wie sich gezeigt hat, wird die Füllkapazität des Fülltabaks durch das Verfahren gemäß der Erfindung
von etwa 35 bis 39 cmVlO g auf etwa 50 bis 70 cm3/10 g
erhöht.
Die Messung und Bestimmung des Füllvermögens bo
erfolgt nach der Standardarbeitsweise, bei der ein Meßzylinder mit einer gewählten Fülltabakmenge gefüllt
wird. Der Fülltabak wird unter der Wirkung einer Masse bei 0,194 bar ungefähr 5 Minuten zusammengedrückt.
Die Meßdaten werden an der Meßzylinderskaia direkt in der Einheit cnr/iOg Probe
abgelesen und als Zylindervolumen (abgekürzt ZV) aufgezeichnet. Wie sich gezeigt hat, ist dieser Druck
von 0,194 bar mit den Prozessen bei herkömmlichen Verfahren zur Herstellung eines Tabakstrangs auf
einer Zigarettenmaschine vergleichbar. Da Feuchtigkeit das Füllvermögen beeinflußt, werden Proben
expandierten Materials und von Kontroll material bei vergleichbarem Feuchtigkeitsgehalt, speziell bei einem
Feuchtigkeitsgehalt von 10 bis 13%, untersucht.
Die folgenden Beispiele dienen der weiteren Erläuterung der Erfindung.
283 g geschnittener, heller Tabak (geschnitten in Form kommerziellen Zigarettenfülltabaks) wurden in
einen 0,454-kg-Vakuumbehälter (Herstellerin die Buffalo Dental Co.) eingegeben. Die Apparatur war
mit einer Vakuumanlege- und Vakuumentlastungsöffnung und Meßgeräten versehen. Es wurde ein Vakuum
entsprechend einer Druckreduktion um 635 mm KG angelegt. Bei einer Temperatur von 60C wurde der
Tabak durch Vakuumansaugung mit etwa 567 cm3 kaltem Wasser imprägniert, bis sein Feuchtigkeitsgehalt
66Gew-% betrug. Die Imprägnierung erforderte etwa 5 Minuten. Durch Rotation des Vakuumbehälters
um seine Querachse während der Befeuchtung wurde eine gleichmäßige Wasserverteilung sichergestellt.
Dann wurrte der gesamte Vakuumbehälter in ein Aceton-Trockeneis-Bad eingegeben, um die Temperatur
der Tabakmischung auf -10°C zu bringen. Nach Vakuumanlegung entsprechend einer Druckreduktion
um etwa 762 mm Hg wurde die Mischung 1 Stunde ein Gleichgewicht annehmen gelassen und hierauf
das Vakuum unterbrochen, indem die Entlastungsöffnung geöffnet wurde. Das anfallende Gut wurde nun
dem Vakuumbehälter entnommen und durch einen Trockner der Drehzyklon-Bauart geführt, der auf einer
Temperatur von 218°C gehalten wurde und eine 100%ige Wasserdampfatmosphäre aufwies. Die Verweilzeit
im Trockner betrug 8 Sekunden. Der expandierte Fülltabak wurde auf einen Feuchtigkeitsgehalt
von 6,1 bis 12% eingestellt. Das Endprodukt ergab ein Füllvermögen (Zylindervolumen) von 53 cm3/10g
im Vergleich mit 38 cnvVlO g bei einer Kontrollprobe.
Beispiele 2 bis 5
Vier Proben (zu je 283 g) geschnittener, heller Tabak
wurden getrennt wie folgt behandelt: Jede Probe wurde in einen 0,454-kg-Vakuumbehälter wie in Beispiel
1 eingegeben, an den ein Vakuum entsprechend einer Druckreduktion um 635 mm Hg angelegt wurde.
Die Fülltabakproben wurden wie in Beispiel 1 durch Vakuumansaugung mit kaltem Wasser auf 50, 67, 75
bzw. 80% Feuchtigkeit imprägniert. In jedem Falle wurde der Vakuumbehälter in ein Eis-Natriumchlorid-Bad
(etwa -27°C) eingegeben und jeweils ein Vakuum entsprechend einer Druckreduktion um etwa 762 mm
Hg hergestellt. In jedem Falle wurde das Vakuum nach einer einstündigen Gleichgewichts-Einstellperiode
unterbrochen und die Probe durch einen Drehzyklon-Trockner von 218UC mit einer 100 %igen Wasserdampfatmosphäre
geführt. Die Verweilzeit wurde wie in Tabelle I genannt entsprechend dem Feuchtigkeitsgehalt
variiert. Ergebnisse:
| Beispiel | Feuchtig- | Trockner-Verweilzeit | Füllver | Feuchtig | Einge | Heiß- |
| keits-OV | mögen | keit | stelltes | wassor- | ||
| (ZV) | Füllver | lösliche | ||||
| mögen | Stode | |||||
| % | cm3/10 g | % | % | |||
| 2 | 50 | 4 Sekunden | 58 | 10,2 | 41 | 57,6 |
| 3 | 67 | 8 Sekunden (2 Durchgänge zu je | 74 | 9,7 | 53 | 52,8 |
| 4 Sekunden) | ||||||
| 4 | 75 | 8 Sekunden (2 Durchgänge zu je | 76 | 10,3 | 70 | 52,7 |
| 4 Sekunden) | ||||||
| 5 | 80 | 12 Sekunden (3 Durchgänge zu je | 82 | 9,7 | 73 | 48,8 |
| 4 Sekunden) | ||||||
| Kontrollversuch | 12 | 36 | 57,2 |
Wie die Tabellenwerte zeigen, nimmt das Füllvermögen bei sonst unveränderten Exp^ndier-Parametern
mit der Erhöhung des Feuchtigkeitsgehaltes zu. Die Werte zeigen auch, daß der analytisch bestimmte Verlust
an »heißwasserlöslichen Stoffen« gering ist. Dieser »Verlust« scheint eher auf chemischen Veränderungen
während des Expandierens als auf »Auswaschung« der löslichen Stoffe zu beruhen. Die
beobachtete Füllvermögen-Zunahme ist daher als nicht auf einer Entfernung löslicher Stoffe, sondern
als auf der echten Expandierung und Veränderung der elastischen Eigenschaften der Fasern beruhend
einstufbar.
In einem großen Vakuumbehälter der Kugelbauart wurden zwei Reihen von 9,1-kg-Proben imprägniert.
Bei der ersten Reihe wurde ein Vakuum entsprechend einer Druckreduktion um etwa 762 mm Hg hergestellt
und in den Behälter kaltes Wasser eingeführt. Nach der Wasserzugabe auf 30 bis 80% Feuchtigkeit wurde
das gequollene FüHüibak-Gefiige zur Eisbildung
»fixiert«, indem durch die Wand des Imprägnierbehälters gekühlte Äthylenglykol-Wasser-Lösung (Mischungsverhältnis
50:50) bei einer Temperatur von etwa -3O0C geleitet wurde. Nach einer Gleichgewichts-Einstellperiode
von 2 Stunden (Vakuum 711mm; Temperatur +20C) wurde das Vakuum allmählich
entlastet. Die Proben wurden dann durch einen Zyklontrockner bei 2600C geführt. Die zweite Reihe
entsprach der ersten mit der Abänderung, daß keine Gefrierstufe angewandt wurde und die Gleichgewichts-Einstellung
bei Umgebungstemperaturbedingungen (21°C) erfolgte.
Sowohl dtr mit gefrorenem als auch der mit nichtgefrorenem
Wasser imprägnierte Fülltabak wurde wie in Beispiel 2, 3, 4 und 5 erhitzt.
Die Ergebnisse der verschiedenen Versuche sind in der folgenden Tabelle zusammengefaßt.
Gefrorene Probe
2
2
| Imprägnierte Feuchtigkeit, % | 30 | 50 | 67 | 75 | 80 |
| Produktfeuchtigkeit nach dem Trocknen, % |
9,5 | 11,5 | 7,5 | 7,3 | 7,0 |
| Füllvermögen des Produkts, cm3/10 g |
49 | 42 | 70 | 75 | 82 |
| Verweilzeit, Sekunden | 4 | 4 | 8 | 8 | 12 |
| Füllvermögen (eingestellt auf 12%), cnrVg |
39 | 40 | 52 | 58 | 62 |
Ungefrorene Probe
7
7
10
Imprägnierte Feuchtigkeit, %
Produktfeuchtigkeit, %
Füllvermögen des Produkts,
cm3/10 g
Produktfeuchtigkeit, %
Füllvermögen des Produkts,
cm3/10 g
Verweilzeit, Sekunden
Füllvermögen (eingestellt),
cm3/10 g
Füllvermögen (eingestellt),
cm3/10 g
| 30 | 50 | 67 | 75 | 80 |
| 6,2 | 7,0 | 5,2 | 6,2 | 3,2 |
| 63 | 66 | 70 | 67 | 87 |
| 4 | 4 | 8 | 8 | 12 |
| 39 | 36 | 42 | 43 | 43 |
Die Tabellenwerte zeigen, daß das nach der Einstellung vorliegende Füllvermögen des Fülltanks, dessen
gequollenes Gefüge durch Eisbildung vor dem Entlasten des Vakuums und Wärme-»Fixieren« des Gefiiges
stabilisiert wurde, viel höher als die nach Einstellung vorliegende Füllkapazität des »ungefrorenen« Materials
ist. Dies zeigt, daß die Gefrierstufe notwendig ist, um bei diesem Prozeß eine maximale Expandierung
zu erhalten.
Es wurden 9,1-kg-Proben in der großen Kugelbau
art-Apparatur wie in Beispiel 6 (gefrorene Proben gebildet. An den imprägnierten Proben erfolgter
Dickenmessungen. Die Proben wurden wie oben ex pandiert. Ergebnisse:
| Tabelle III | Probe 11 |
12 | 13 | 14 | Kontroll versuch |
| 50 103 38 |
67 107 42 |
75 204 52 |
80 204 58 |
12 100 38 |
|
| Feuchtigkeit, % Dicke, Mikron Füllvermögen (eingestellt), cmVlO g |
|||||
Die Tabellenwerte zeigen, daß die stark gequollenen Proben den größten Expandiergrad haben und daß
bis 67% Feuchtigkeit keine beträchtliche Quellung eintritt. Die Expandierung wurde durch Eis-»Stabilistening«
der gequollenen Struktur, die normalerweise bei allmählicher Vakuumentlastung kollabiert, gesichert.
Durch die Erhitzungsstufe wird das fixierte Gefüge bewahrt, während der Feuchtigkeitsgehalt vermindert
wird.
Versuche A und B
40
Die folgenden Versuche wurden durchgeführt, um einen Vergleich zwischen einem Expandierprozeß mit
Gefriertrocknung (Arbeitsweise A) und dem Verfahren gemäß der Erfindung (Arbeitsweise B) und mit einem
Kontrollversuch - mit Tabak der gleichen Art, der keinem Expandierprozeß unterworfen worden war zu
erhalten.
A. 0,454 kg getrockneter, heller Fülltabak von 14 Gew.-% Feuchtigkeitsgehalt wurden auf einer Schale
verteilt und in eine Vakuumkammer eingegeben, die verschlossen und mit 737 mm Hg Druckreduktion
evakuiert wurde. Durch Vakuumansaugung wurde in die Schale Wasser von 20cC eingemessen, bis die
Tabakschnitzel vollständig bedeckt waren. Da die Fasern auf der Wasseroberfläche schwammen, war dei
Einsatz einer speziellen Drahtsieb-Abdeckung notwendig. Die während dieses Prozesses zugeführte
Wassermenge betrug 4,54 kg. Dann wurde das Vakuum entlastet und die Probeschale herausgezogen. Das von
der Schale ablaufende Wasser wurde gemessen. Dann wurde die Schale entnommen und 2 Stunden in eine
Gefriereinrichtung des Handels gegeben. Dergefrorene Fülltabak wurde in einer getrennten Einrichtung (eine
Gefriertrockenapparatur des Handels) 24 Stunden bei 0°C lypphilisiert.
B. 0,454 kg getrockneter, heller Fülltabak von 14 Gew.-% Feuchtigkeitsgehalt wurden in einen Vakuumbehälter
wie oben eingegeben, an den ein Vakuum entsprechend einer Druckreduktion um 737 mm Hg angelegt wurde. Der Tabak wurde mit
1,81 kg Wasser bei 200C imprägniert. Ohne Entnahme
des Fülltabaks aus dem Behälter wurde durch den Behältermantel eine Aceton-Trockenmischung geleitet,
bis das Produkt gefroren war (15 Minuten), worauf das Vakuum entlastet und der gefrorene Fülltabak
durch einen Drehzyklon-Trockner von 2180C mit 100%iger Wasserdampfatmosphäre geführt wurde
(Verweilzeit im Trockner 4 Sekunden).
Tabelle IV
Analytische Ergebnisse
Analytische Ergebnisse
Gefriertrocknung Gemäß der
Kontroll-Erfindung - B material
Füllvermögen, cmVlO g
Heißwasserlösliche Stoffe, %
Menge des abgelaufenen Wassers, kg
Heißwasserlösliche Stoffe, %
Menge des abgelaufenen Wassers, kg
| 60 | 62 | 38 |
| 49,8 | 55,2 | 56,4 |
| 1,134 | -0- | - |
ίο
Verfahrensunterschiede
Gefriertrocknung mit Turgorkonditionierung - A
Gemäß der Erfindung - B
Wasser/Tabak-Verhältnis Menge des abgelaufenen Wassers, kg 1,134
Dauer der Imprägnierung und
Gefrierung Handhabungscharakter des Tabaks nach Entnahme aus dem Vakuum
zur Gefrierung Leichtigkeit der Entnahme des Produkts zur Expandierung
Expandierung: Fixiermethode
Expandierzeit: Fixierung
Produkt:
Füllvermögen
Füllvermögen
Physikalisches Aussehen: Farbe
| 10:1 | 4: 1 |
| 1,134 | -0- |
| 4 Stunden | 20 Minuten |
| schlecht (naß) | gut (gefroren) |
| gleich | gleich |
| Gefriertrocknung | Wärme |
| 24 Stunden | 5 Sekunden |
gleich
Gesamte Zeit heller als Kontrollmaterial
30 Stunden gleich
gleich Kontrollmaterial 1 Stunde
Claims (1)
- Patentanspruch:Verfahren zum Expandieren von Tabak, bei welchem man den Tabak Vakuum entsprechend einer Druckreduktion um 2twa 381 bis 762 mm Hg unterwirft, und zur Imprägnierung mit Wasser zusammenbringt, während er bei einer Temperatur von etwa 0 bis 8O0C gehalten wird und unter Vakuum steht, dadurch gekennzeichnet, daß man den mit einem Feuchtigkeitsgehalt von etwa 100 bis 400 Gew.-Teilen je 100 Teile Tabak versehenen Tabak, während er unter Vakuum gehalten wird, gefriert und den gefrorenen, wasserimprägnierten Tabak zu seiner Expandierung etwa '/2 bis 12 Sekunden bei einer Temperatur von etwa 1200C bis 320°C erhitzt.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US05/583,888 US3982550A (en) | 1975-06-05 | 1975-06-05 | Process for expanding tobacco |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
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