DE2622269A1 - Kraftfahrzeug-rohrleitung - Google Patents
Kraftfahrzeug-rohrleitungInfo
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Description
- -Kraftfahrzeug-Rohrleitung
- Die Erfindung bezieht sich gattungsgemäß auf eine Kraftfahrzeug-Rohrleitung (im folgenden stets KFZ-Rohrleitung), insbes. auf eine Kraftstoffleitung, bestehend aus einem Kunststoffrohr und zumindest einer Anschlußeinrichtung für einen im Kraftfahrzeug stationären Anschlußstutzen.
- Der Begriff Kunststoffrohr umfaßt im Rahmen der Erfindung auch Ausführungsformen, bei denen das Rohr elastisch verformbar ist, also schlauchartigen Charakter aufweist. - Der im Kraftfahrzeug stationäre Rohrstutzen bzw. die dort angeordneten Rohrstutzen sind glatte Rohrstutzen ohne Gewinde, Formschlußausbildungen o. dgl. und dürfen oder können nicht geändert werden. Eine Anschlußeinrichtung ist vorgesehen, wenn der Anschluß an einen im Kraftfahrzeug stationären Anschlußstutzen an einer Seite, beispielsweise am Vergaser, erfolgen soll. Zwei Anschlußvorrichtungen sind vorgesehen, wenn es zwei stationäre Anschlußstutzen zu verbinden gilt, beispielsweise inden am Vergaser, den anderen am Kraftstofftank.
- Bei den (aus der Praxis) KFZ-Rohrleitungen handelt es sich um mehrteilige Aggregate, die nur funktionsmäßig vereinigt sind. Tatsächlich wird die Rohrleitung zunächst mit einem Schlauchstück verbunden und das Schlauchstück wird auf den im Kraftfahrzeug stationären Anschlußstutzen aufgeschoben.
- Zusätzlich sind Klemmschellen aufgesetzt, die mittels Klemmschrauben angezogen sind. Das macht aufwendige Montagemaßnahmen erforderlich. Die Verbindung zwischen Schlauchstück und Anschlußstutzen ist die des bloßen Reibungsschlusses ohne Selbsthemmung. Folglich kann unkontrolliertes, gefährliches Lösen der Verbindung, insbes. im Katastrophenfall, auftreten.
- Demgegenüber liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine gattungsgemäße Kraftfahrzeug-Rohrleitung so weiter aus zu bilden, daß sie ohne beachtlichen Montageaufwand montiert und auch wieder demontiert werden kann.
- Die Grundkonzeption der Erfindung besteht darin, die Anschlußeinrichtung nicht mehr mit Klemmschellen o. dgl.auszurüsten sondern vielmehr sie als in besonderer Weise funktionierenden Steckverbinder zu gestalten, der auf einem im Kraftfahrzeug stationären Anschlußstutzen selbsthemmend festgehalten wird und sich folglich auch im Katastrophenfall nicht löst.
- Dazu dürfen irgendwelche Manipulationen oder besondere Ausbildungen an dem bzw. an den im Kraftfahrzeug stationären Anschlußstutzen nicht durchgeführt werden. Die Lehre der Erfindung besteht darin, daß die Anschlußeinrichtung als Kunststofformteil mit einerseits Einschubhülse für das Kunststoffrohr, andererseits Steckverbinder für den stationären Anschlußstutzen ausgeführt ist, wobei der Steckverbinder eine selbsthemmende Sicherungseinrichtung aufweist, und daß das Kunststoffrohr in die Einschubhülse eingeschoben und in dieser verschweißt ist. Bei dem Kunststofformteil handelt es sich im allgemeinen um ein Spritzgußteil.
- Bei der erfindungsgemäßen Kraftfahrzeug-Rohrleitung ist infolge der Schweißverbindung zwischen dem Kunststoffformteil, nämlich dessen Einschubhülse einerseits, dem eingesteckten Kunststoffrohr einerseits zunächst eine integrale Vereinigung der beiden Bauteile herbeigeführt worden, die ohne weiteres so einzurichten ist, daß sie auch im Katastrophenfall allen Beanspruchungen genügt, so daß mit Sicherheit ausgeschlossen ist, daß das Kunststoffrohr aus der Einschubhülse herausgerissen wird. Dazu ist es im allgemeinen ausreichend, die Anordnung so zu treffen, daß die Einschubhülse eine Länge besitzt, die einem Mehrfachen des Außendurchmessers des Kunststoffrohres entspricht. Die eingesetzten Kunststoffe müssen selbstverständlich schweißbar sein. Von dem im Kraftfahrzeug stationären Anschlußstutzen kann der Steckverbinder wegen der selbsthemmenden Sicherungseinrichtung nicht abgezogen werden.
- Der Begriff Selbsthemmung ist hier im Sinne der klassischen Mechanik verwandt. Man kommt zu einer solchen Lösung sehr einfach dadurch, daß der Steckverbinder aus einem an die Einschubhülse angeformten Steckverbindergehäuse mit Dichtungsring und Krallensicherungseinrichtung besteht, die dann als selbsthemmende Sicherungseinrichtung funktioniert, wobei auf das Steckverbindergehäuse ein Deckel mit Einstecköffnung und Führungskragen für den stationären Anschlußstutzen aufgesetzt sein kann. Der Dichtungsring iss nach bevorzugter Ausführungsform der Erfindung ein 0-Ring, der in eine Dichtungsrngaufnahme des Steckverbindergehäuses eingelegt und durch einen Sprengring o. dgl. gehalten ist. Die Krallensicherungseinrichtung mag aus einer gebogenen Blattfeder ausreichender Dicke und Federstärke bestehen, die quer zur Längsachse der Anschlußeinrichtung in das Steckverbindergehäuse eingesetzt ist, wobei die Blattfederenden als Betätigungshebelarme für das Lösen der Rrallensicherungseinrichtung aus dem Steckverbindergehäuse herausragen, und wobei die Blattfeder eine zentrale Durchtrittsöffnung für den stationären Anschlußstutzen mit in Einsteckrichtung schräggestellten Krallen aufweist. Um sicherzustellen, daß bei der Montage gleichsam von selbst einerseits das Kunststoffrohr und andererseits der stationäre Anschlußstutzen hinreichend tief in die Anschlußeinrichtung eingeschoben werden, empfiehlt die Erfindung, zwischen Einsteckhülse und Steckverbindergehäuse einen Anschlagbund anzuordnen, der die Einschubtiefe bzw. Einstecktiefe des Kunststoffrohres bzw. des Anschlußstutzens begrenzt.
- Die erreichten Vorteile sind darin zu sehen, daß eine erfindungsgemäße Kraftfahrzeug-Rohrleitung bei einem üblichen Kraftfahrzeug mit stationären Anschlußstutzen ohne beachtlichen ontageaufwand, nämlich durch bloßes Aufstecken des Steckverbinders auf den zugeordneten Anschlußstutzen, montiert werden kann. Der Anschlußstutzen bleibt glatt, ohne Gewinde oder Formschlußausbildungen. Nichtsdestoweniger nimmt die Steckverbindung alle Beanspruchungen, auch im Katastrophenfall auf, weil mit einer selbsthemmenden Sicherungseinrichtung gearbeitet wird.
- Die erfindungsgemäße Kraftfahrzeug-Rohrleitung kann als Kraftstoffleitung, aber auch für andere Zwecke, beispielsweise im Rahmen eines Hydrauliksystems im Kraftfahrzeug, eingesetzt werden. Ohne Schwierigkeiten läßt sich die Anschlußeinrichtung durch bloße Einstellung der Materialdicke so auslegen, daß sie all die Beanspruchungen aufnimmt, die von der Kunststoffrohrleitung nach den geltenden Bestimmungen, beispielsweise bei Verwendung der Kunststoffrohrleitung als Kraftstoffleitung, aufgenommen werden müssen. - In anderen Bereichen der Technik, nämlich bei pneumatischen Steuerungsanlagen u. dgl., kennt man Anschlußeinrichtungen für Schlauchleitungen, die einerseits ein Gewinde zum Aufschrauben auf einen Gewindenippel aufweisen, die auf der anderen Seite mit einer Einschubhülse versehen sind, die ihrerseits mit Spannzangen oder Klemmzangen ausgerüstet ist, die mit widerhakenähnlichen Fortsätzen in die eingeschobene Kunststoffrohrleitung einfassen und bei Zugbeanspruchung die Backen oder Hebel der Spannzange selbsthemmend beaufschlagen.
- Das hat die Probleme um die Gestaltung von Kraftfahrzeug-Rohrleitungen der eingangs beschriebenen Gattung bisher nicht beeinflußt. Tatsächlich kann nicht ausgeschlossen werden, daß an den widerhakenähnlichen Fortsätzen Kerbspannungen entstehen, die im Katastrophenfall einen Bruck auslösen.
- Im folgenden wird die Erfindung anhand einer lediglich ein Ausführungsbeispiel darstellenden Zeichnung ausführlicher erläutert. Es zeigen in schematischer Darstellung Fig. 1 die Ansicht einer erfindungsgemäßen Kraftfahrzeug-Rohrleitung, Fig. 2 eine Anschlußeinrichtung aus dem Gegenstand nach Fig. 1 im Axialschnitt und gegenüber der Fig. 1 beachtlich vergrößert, z. B. im Maßstab 1 : 1, Fig. 3 einen Schnitt in Richtung B-B durch den Gegenstand nach Fig. 2.
- Die in den Figuren dargestellte Kraftfahrzeug-Rohrleitung mag insbes. als Kraftstoffleitung bestimmt sein. Sie besteht in ihrem grundsätzlichen Aufbau aus einem Kunststoffrohr 1 und aus im Ausführungsbeispiel beidseitig angeschlossener Anschlußeinrichtung 2. Die Anschlußeinrichtung 2 ist für einen im Kraftfahrzeug stationären Anschlußstutzen 3 bestimmt, der regelmäßig als zylindrischer Anschlußstutzen aufgeführt ist und keinerlei besondere Formausbildungen wie Gewinde o. dgl.
- aufweist.
- Insbes. aus einer vergleichenden Betrachtung der Fig. 2 und 3 entnimmt man, daß die Anschlußeinrichtung 2 als Kunststoffformteil mit einerseits Einschubhülse 4 für das Kunststoffrohr 1, andererseits Steckverbinder 5 für den stationären Anschlußstutzen 3 ausgeführt ist. Der Steckverbinder 5 ist mit einer selbsthemmenden Sicherungseinrichtung 6 ausgerüstet, die weiter unten ausführlicher beschrieben wird. Zunächst ist zu betonen, daß das Kunststoffrohr 1 in die Einschubhülse 4 eingeschoben und in dieser verschweißt ist. Die Einschubhülse 4 besitzt im Ausführungsbeispiel und nach bevorzugter Ausführungsform der Erfindung eine Länge, die einem Mehrfachen des Außendurchmessers des Kunststoffrohres 1 entspricht. Der Steckverbinder 5 besteht aus einem an die Einschubhülse angeformten Steckverbindergehäuse 7. Es mag sich bei dieser Einheit aus Einschubhülse 4 und Steckverbindergehäuse 7 um ein Spritzgußformteil handeln. Das Steckverbindergehäuse 7 ist mit einem Dichtring 8 versehen und weist außerdem eine Krallensicherungseinrichtung 6 auf. Außerdem ist auf das Steckverbindergehäuse 7 ein Deckel 9 mit Einstecköffnung 10 und Führungskragen 11 aufgesetzt. Der Dichtring 8 könnte an die Einschubhülse 4 bzw. an das Steckverbindergehäuse 7 angeformt sein. Im Ausführungsbeispiel ist er als O-Ring ausgeführt. Dazu ist die Anordnung so getroffen, daß der Dichtring 8 in eine Dichtringaufnahme 12 des Steckverbindergehäuses 7 eingelegt und durch einen Sprengring 13 o. dgl. gehalten ist.
- Die Krallensicherungseinrichtung 6 ist grundsätzlich als gebogene Blattfeder ausgeführt. Sie ist quer zur Längsachse der Anschlußeinrichtung in das Steckverbindergehäuse 7 eingelegt, welches entsprechende Ausnehmungen 14 aufweist. Die Blattfederenden ragen als Betätigungshebelarme 15 für das Lösen der Krallensicherungseinrichtung 6 aus dem Steckverbindergehäuse 7 heraus. Wird in Richtung der in Fig. 2 eingezeichneten Pfeile auf diese Betätigungshebelarme 15 eine Kraft ausgeübt, so geben die angeformten Krallen 16 den Anschlußstutzen 3 frei.
- Ohne den Einfluß einer solchen Kraft besteht jedoch Selbsthemmung. Die beschriebene Funktion wird erreicht, weil die Blattfeder 6 eine zentrale Durchtrittsöffnung 17 für den stationären Anschlußstutzen mit in Einsteckrichtung schräg gestellten Krallen 16 besitzt. Zwischen Einschubhülse 4 und Steckverbindergehäuse 7 befindet sich ein Anschlagbund 18.
- Dieser definiert die Einschubtiefe für das Kunststoffrohr 1 und die Einstecktiefe für den stationären Anschlußstutzen 3.
- I
Claims (6)
- Ansprüche Kraftfahrzeug-Rohrleitung, insbes. Kraftstoffleitung, bestehend aus Kunststoffrohr und zumindest einer Anschlußeinrichtung für einen im Kraftfahrzeug stationären Anschlußstutzen, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, daß die Anschlußeinrichtung (2) als Kunststofformteil mit einerseits Einschubhülse (4) für das Kunststoffrohr (1), andererseits Steckverbinder (5) für den stationären Anschlußstutzen (3) ausgeführt ist, wobei der Steckverbinder (5) eine selbsthemmende Sicherungseinrichtung (6) aufweist, und daß das Kunststoffrohr (1) in die Einschubhülse (4) eingeschoben und in dieser verschweißt ist.
- 2. Kraftfahrzeug-Rohrleitung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Einschubhülse (4) eine Länge aufweist, die einem Mehrfachen des Außendurchmessers des Kunststoffrohres (1) entspricht.
- 3. Kraftfahrzeug-Rohrleitung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Steckverbinder (5) aus einem an die Einschubhülse (4) angeformten Steckverbindergehäuse (7) mit Dichtungsring (8) und Krallensicherungseinrichtung (6) besteht, wobei auf das Steckverbindergehäuse (7) ein Deckel (9) mit Einstecköffnung (10) und Führungskragen (11) aufgesetzt ist.
- 4. Kraftfahrzeug-Rohrleitung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Dichtungsring (8), z. B. ein 0-Ring, in eine Dichtungsringaufnahme (12) des Steckverbindergehäuses (7) eingelegt und durch einen Sprengring (13) o. dgl. gehalten ist.
- 5. Kraftfahrzeug-Rohrleitung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Krallensicherungseinrichtung (6) aus einer gebogenen Blattfeder besteht, die quer zur Längsachse der Anschlußeinrichtung in das Steckverbindergehäuse (7) eingesetzt ist, wobei die Blattfederenden als Betätigungshebelarme (15) für das Lösen der Krallensicherungseinrichtung (6) aus dem Steckverbindergehäuse (7) herausragen, und daß die Blattfeder (6) eine zentrale Durchtrittsöffnung (17) für den stationären Anschlußstutzen (3) mit in Einsteckrichtung schräggestellten Krallen (16) aufweist.
- 6. Kraftfahrzeug-Rohrleitung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen Einsteckhülse (4) und Steckverbindergehäuse (7) ein Anschlagbund (18) angeordnet ist, der die Einschubtiefe des Kunststoffrohres (1) bzw. die Einstecktiefe des stationären Anschlußstutzens (3) begrenzt.
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