DE2621266A1 - Vorrichtung zum ruehren, mischen und kneten teigiger massen - Google Patents
Vorrichtung zum ruehren, mischen und kneten teigiger massenInfo
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Description
- Vorrichtung zum Rühren, Mischen und Kneten teigiger Massen
- Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Rühren, Mischen und Kneten teigiger Massen, insbesondere zum Melassieren und Konditionieren von Kraftfutter mit einer Mischkammer, in der durch auf einer horizontal ausgerichteten und angetriebenen Welle angeordnete Rührpaddel eine einlaßseitig zugeführte pulverförmige Trockensubstanz mit Flüssigkeit, Dampf und/oder sirupartigen Substanzen vermischt, durchgeknetet und zum Auslaß-gefördert wird.
- Vorrichtungen der-vorgenannten Art sind in den verschiedensten Ausführungen bekannt. Insbesondere ist es bei einer Vorrichtung mit einer horizontal angeordneten Mischerwelle bekannt, das Durchmischen von Kraftfutter dadurch zu verbessern, daß man den Mischvorgang praktisch in drei voneinander getrennten Zonen durchführt, wobei in einer ersten Zone eine hohe Mischgeschwindigkeit und in einer zweiten Zone eine niedrigere Mischgeschwindigkeit und in eine dritten Zone wieder - gegebenenfalls sogar durch Zusatzeinrichtungen - eine hohe Durchmischgeschwindigkeit Verwendung findet.
- Bei dieser bekannten Ausführungsform wird aber auch nur eine einzelne Mischerwelle in einer nahezu zylindrischen WIischerkar.zer erwendet.
- Bei den bekannten Ausführungen, insbesondere der zuletzt genannten Ausführungsform, läßt sich nur schwer erreichen, daß das Gemenge völlig gleichmäßig durchgeknetet wird, weil insbesondere klumpenartige Zusammenballungen zwar mit den Paddeln umgewälzt werden, nicht dagegen in ausreichendem Maße aufgebrochen.
- Es ist ferner bekannt, die Trockensubstanz nicht auf einmal, sondern in Teilen zuzuführen, wie dies auch beim Durchrühren z.B. von Teig in einer Schüssel üblich ist. Bei einer bekannten Ausführungsform wird die Trockensubstanz kontinuierlich in zwei Mengenteile aufgeteilt und in verschiedenen Bereichen der Mischkammer zugeführt.
- Dies hat den Nachteil, daß der Mischer nicht oder nur schwer auf unterschiedliche Zusammensetzungen umgestellt werden kann.
- Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, eine Vorrichtung der beschriebenen Art anzugeben, mit der eine bessere Durchmischung der Substanzen erreicht werden kann, und mit der vor allem mehr Feuchtigkeit in das Mischgut eingebracht werden kann, ohne daß ein Schmiereffekt auftritt. Dies wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß die Mischkammer mit zwei achsparallel angeordneten Mischerwellen samt aufgesetzten Rührpaddeln bestückt ist, wobei der lichte Abstand der Welle gleich oder kleiner ist als der doppelte lichte Abstand der Wellen von den nächstgelegenen Wandungsteilen.
- Vorteilhaft ist es, die Wellen in einem solchen Abstand voneinande anzuordnen, daß die an sich bis dicht an die Mischerwandung reichenden Paddel im Bereich zwischen den beiden Wellen ineinandergreifen und so das Mischgut gerade in diesem Bereich sehr stark durcharbeiten. Vorteilhaft ist es dabei, die Mischkammer nierenförmig auszubilden, so daß die Paddel auf einem größeren Winkel als 1800 dicht an den Wandungen entlang streifen und das Mischgut im Bereich zwischen den beiden Wellen ineinandergedrückt wird. Weiterhin ist es vorteilhaft, die Mischerwellen gegenläufig anzutreiben und gegebenenfalls auch mit unterschiedlicher Geschwindigkeit.
- Gerade durch die Summe dieser Maßnahmen wird jede Klumpenbildung vermieden,und es werden evtl. vorhandene Klumpen aufgebrochen.
- Damit ein Vermischen der Trockensubstanz mit flüssigen Substanzen schon in der ersten Phase der Durchmischung rasch und gleichmäßig erfolgt, ist es ferner vorteilhaft, die Mischkammer im Einlaufbereich der Trockensubstanz als eine im Durchmesser verkleinerte Vormischkammer mit entsprechend verkürzten Paddeln auszubilden.
- Auch bei der Vorrichtung nach der Erfindung ist es vorteilhaft, die Trockensubstanz in zwei oder gegebenenfalls auch mehreren Teilen zuzugeben. Der Einlaufschacht ist zur Anpassung an die verschiedenen Substanzen und Mischverhältnisse vorteilhaft mit einer einstellbaren Klappe ausgestattet, durch die der Anteil der Trockensubstanz, die in der Vormischkammer bereits zugegeben wird, eingestellt werden kann.
- An Hand der Zeichnung sei ein Ausführungsbeispiel der Erfindung beschrieben und die Wirkungsweise erläutert.
- Die Figur 1 zeigt in Seitenansicht einen Mischer nach der Erfindung, geschnitten längs seiner Mittelebene.
- Die Figur 2 zeigt einen Schnitt längs der Linie II-II und die Figur 3 zeigt eine Stirnansicht von der Antriebsseite her.
- Der Mischer besteht aus einem Rahmengehäuse 1, in das die beiden schalenförmigen Hälften 2 und 3 der eigentlichen Mischkammer eingeschoben sind. Auf das Gehäuse 1 ist ein Zufuhrschacht 4 aufgesetzt, durch den über zwei Einlaßschächte 5 und 6 nicht gezeichnete Trockensubstanz in die Mischkammer 2,3 eingeführt wird.
- In den Zufuhrschacht 4 ist eine Klappe 7 eingesetztrdie mit außenliegenden Einstellvorrichtungen 8 in beliebigen Lagen fixiert werden kann, wodurch die Verteilung der zugeführten Trockensubstanz auf die Schächte 5 und 6 eingestellt werden kann. Im Inneren der Mischkammer 2,3 sind zwei Antriebswellen 9 und 10 angeordnet, die stirnseitig im Gehäuse 1 durch Lager 11 und 12 gehaltert sind. In die Wellen 9 und 10 sind Rührpaddel 13 bzw. 14 eingesetzt, die das zugeführte Mischgut durchmischen und gleichzeitig innerhalb der Mischkammer 2,3 in Richtung des Auslaufes 15 fördern. Angetrieben werden die Wellen 9 und 10 durch aufgesetzte Elektromotoren 16, die über 34 einen Riemenantrieb 17 jeweils mit der zugehörigen Welle 9 bzw. 10 verbunden sind. Die Flüssigkeit bzw. die sirupartigen Substanzen, mit denen die über den Zufuhr schacht 4 eingeleitete Trockensubstanz vermischt wird, erfolgt über die Zuleitungen 18 und 19 zu einer als Wasserstrahlpumpe 20 ausgebildeten Einrichtung, die mit einem düsenförmigen oder auch streifenförmigen, mit Schlitzen oder Bohrungen 22 versehenen Auslauf 21 verbunden ist. Führt man über die Zuleitung 19 z.B. Heißdampf zu, so kann mit Hilfe der Wasserstrahlpumpe 20 über die Leitung 18 eine sirupartige Substanz dosiert angesaugt und in die Mischkammer eingebracht werden.
- Es ist ersichtlich, daß die Mischkammer 2,3 im Einlaufbereich der Trockensubstanz, also des Schachtes 5, durch eingezogene Wandungsteile 25 im Durchmesser verkleinert ist, wodurch eine Vormischkammer mit den verkürzten Paddeln 14 gewonnen ist. In dieser Vormischkammer mündet auch der Auslauf 21.
- Die Wandungsteile 25 werden vorzugsweise so bemessen und eingesetzt, daß der Wandungsabstand von den Wellen etwa gleich dem halben lichten Abstand zwischen den Wellen 9, 10 ist.
- Besonders vorteilhaft bei der Vorrichtung nach der Erfindung ist es, die Mischkammer 2,3 längs der Mittelebene zwischen den Antriebswellen 9, 10 in der aus Figur 3 ersichtlichen Art und Weise zu teilen und diese Halbschalen dann auf Führungen 26 zu lagern, so daß sie zur Reinigung des Mischers seitlich über die Griffe 27 herausgezogen werden können.
- Patentansprüche: Leerseite
Claims (14)
- Patentansprüche: Vorrichtung zum Rühren, Mischen und Kneten teigiger Massen, insbesondere zum Melassieren und Konditionieren von Kraftfutter mit einer Mischkammer, in der durch auf einer horizontal ausgerichteten und angetriebenen Welle angeordnete Rührpaddel eine einlaßseitig zugeführte pulverförmige Trockensubstanz mit Flüssigkeit, Dampf und/oder sirupartigen Substanzen vermischt, durchgeknetet und zum Auslaß gefördert wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Mischkammer mit zwei achsparallel angeordneten Mischerwellen samt aufgesetzten Rührpaddeln bestückt ist, wobei der lichte Abstand der Welle gleich oder kleiner ist als der doppelte lichte Abstand der Wellen von den nächstgelegenen Wandungsteilen.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der lichte Abstand der Wellen etwa gleich dem Abstand zwischen Welle und nächstgelegenem Wandungsteil ist.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die auf die Wellen aufgesetzten Rührpaddel in Achsrichtung gegeneinander versetzt angeordnet sind.
- 4. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Mischkammer nierenförmig ausgebildet ist.
- 5. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Kammerwandungen zumindest einseitig im Bereich zwischen den Antriebswellen eingezogen sind, so daß die Paddel die Wandung in einem Winkel von mehr als 1800 bestreichen.
- 6. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Wellen gegenläufig angetrieben sind.
- 7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Wellen mit unterschiedlicher Geschwindigkeit angetrieben sind.
- 8. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Mischkammer im Einlaufbereich der Trockensubstanz als eine im Durchmesser verkleinerte Vormischkammer ausgebildet ist.
- 9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Wandungsabstand von den Wellen etwa gleich dem halben lichten Abstand zwischen den Wellen ist.
- 10. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Kammerwandungen längs der parallel zu den Wellen verlaufenden Mittelebene geteilt sind.
- 11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Kammerwandungen horizontal und senkrecht zur Achse der Wellen beweglich geführt sind.
- 12. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 11 mit einem Zufuhrschacht für Trockensubstanz,durch den ein Teil der Trockensubstanz vom Einlaßschacht abgezweigt und der Mischkammer hinter der Vormischkammer zugeführt wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Zufuhrschacht mit einer Einstellvorrichtung, z.B. einer Klappe, bestückt ist, durch die eine wählbare Menge abzweigbar ist.
- 13. Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Zufuhreinrichtung für Melasse nach Art einer Wasserstrahlpumpe ausgebildet ist, wobei als Antriebsmittel vorzugsweise Dampf eingesetzt ist.
- 14. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß der Mündungsauslauf der Wasserstrahlpumpe im Bereich der Vormischkammer angeordnet ist.
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- 1976-05-13 DE DE19762621266 patent/DE2621266A1/de not_active Ceased
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