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An einem Förderer geführter Kohlenbobel
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Die Erfindung bezieht sich auf eine Hobelführung für einen als Anbauhobel
an einer kohlenstoßseitig an das Fördererseitenprofil angebauten Leitplanke geführten
und mittels einer kohlenstoßseitig laufenden Hobelkette gezogenen Kohlenhobel, der
den Förderer mittels eines aus mehreren untereinander über quer verlaufende Scharniergelenke
verbundenen Plattenteilen bestehenden Schwertes untergreift, welches bergestoßseitig
über Führungsqlleder kippsicher gegen eine am Fördererseitenprofil angeordnete Führungseinrichtung
abgestützt ist.
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Eine Hobelzwangsführung dieser Art ist aus der DT-OS 1 758 893 bekannt.
Bei dieser bekannten Hobelzwangsführung weist ein nach Art eines Anbauhobels kohlenstoßseitig
am Fördererseitenprofil geführter und mittels einer kohlenstoßseitig laufenden Hobelkette
gezogener Kohlenhobel ein aus mehreren untereinander über quer gerichtete Scharniergelenke
verbundene Platten gebildetes,
d.n Förderer untergreifendes Schwert
auf, welches mit seinem freien Ende eine am bergestoßseitigen Seitenprofil des Förderers
befestigte Führungsleiste teilweise umgreift.
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An dieser bekannten Zwangsführung für einen Kohlenhobel ist es sehr
nachteilig, daß die dem versatzseitigen Schwertende zugeordnete Führungsleiste oberhalb
der Oberflächenebene des ScIl ertes angeordnet ist und darüberhinaus die kohlenstoßseitigen
Schaniergelenke des Schwertes in dem vom Querflansch des kohlenstoßseitigen Fördererprofiles
überdeckten Bereich angeordnet sind. Diese Anordnung hat zur Folge, daß der Förderer
über seine gesamte Breite hin jeweils mindestens um den Betrag der Schwertdicke
angehoben wird, wodurch erfahrungsgemäß erhebliche Mengen an Feinkohle unter den
Förderer gelangen. Durch das Aufschieben auf eine zunehmende Menge Feinkohle wird
nicht nur der Förderer, sondern auch der an diesem geführte Kohlenhobel zum Klettern
veranlaßt.
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Darüberhinaus ist es auch bekannt, einem am kohlenstoßseitien Fördererseitenprofil
geführten und den Förderer mittels eines Schwertes untergreifenden Hobel eine auf
dem Liegenden aufruhende und über Streben mit einem am bergestoßseitigen Fördererseitenprofil
angeordneten Brakenblech verbundene Gleitschiene zuzzuordnen (DU-PS 1 205 097).
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Auch bei dieser Hobelfiihrung ist es unvermeidlich, daß beim Vorrücken
des Förderers Feinkohle unter die den Hobelkörper gegen das Liegende abstützende
Gleitschiene gert und somit der Förderer und damit auch der Hobel durch die untergeschobene
Feinkohle zum Klettern gebracht werden.
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Weiterhin ist es bei sog. Reifhakenhobeln (DT-OS 2 114 034) bekannt,
einem im wesentlichen an am kohlenstoßseitigen Fördererseitenprofil befestigten
Leitplanken abgestützten und den Förderer mittels eines Schwertes untergreifenden
Kohlenhobel eine an das bergestoßseitige Seitenprofil des Förderers angeschlossene
Führungsleiste zuzuordnen, welche @@ das Schwert angeschlossene Führungskloben wenigstens
teilweise umgreifen. Auch bei dieser bekannten Hobelfüh-@n@ liegt die Führungsleiste
oberhalb der Oberflächenebene
des Hobelschwertes, so daß der Förderer
bei jedem Durchgang des Hobels eine mindestens den Betrag der Höhe des Hobelschwertes
entsprechende Hubbewegung ausführt, wodurch eine nicht unerhebliche Menge Feinkohle
unter den Förderer gelangt, die ihrerseits eine Klettertendenz sowohl des Förderers,
als auch des an diesem geführten Hobels bewirkt. Im Unterschied zum Gegenstand der
vorliegenden Erfindung, die einen sog. Anbauhobel betrifft, dienen bei der bekannten
Bauart einer Hobelführung die Führungskloben darüberhinaus als Anschlußglieder für
die gleichfalls bergestoßseitig am Förderer angeordnete und durch bekannte Abdeckhauben
abgedeckte Hobelkette.
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Ausgehend von diesem Stande der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe
zugrunde, eine Hobelanlage und insbesondere eine Hobelführung der eingangs genannten
Bauart zu schaffen, bei der mit einem geringstmöglichen konstruktiven und technischen
Aufwand die Klettertendenz des Förderers und insbesondere des Hobels infolge des
Unterschiebens von Feinkohle praktisch vollständig vermieden ist.
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Diese Aufgabe wird bei einem Kohlenhobel der eingangs genannten Bauart
erfindungsgaRß dadurch gelöst, daß die kohlenstoßseitig an das Fördererseitenprofil
angeschlossene Leitplanke und eine bergestoßseitig am anderen Fördererseitenprofil
befestigte Seitenbrake das Fördererseitenprofil jeweils nach unten überragen, wobei
die Leitplanke teilweise in eine nutenförmige Längsausnehmung des Schwertes eingreift
und das Schwert bergestoßseitig kippsicher auf einer unterendig an die bergestoßseitig
angeordnete Seitenbrake angeschlossenen, zum Kohlenstoß hin ausladenden Stützleiste
abgestützt ist.
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Die erfindungsgemäße Hobelführung bietet auf der einen Seite den Vorteil,
daß die über die Unterkante des kohlenstoßseitigen Fördererseitenprofiles hinaus
reichende Leitplanke das Eindringen von Feinkohle in den Bereich unterhalb des Förderers
weitgehend verhindert, auch wenn man
berücksichtigt, daß beim Durchgang
des Kohlenhobels Förderer samt Leitplanke um ein gewisses Maß vom Liegenden abgehoben
werden, so daß ein das Eindringen von Feinkohle in den Bereich unterhalb des Förderers
gestattender Spalt jeweils unmittelbar vor und hinter dem HobelschweF unvermeidlich
ist. Gegenüber den bekannten Hobelführungen ist jedoch hier der beim Durchgang des
Kohlenhobels entstehende Spalt verhältnismäßig gering, da der Förderer samt der
Leitplanke beim Hobeldurchgang jeweils nur um einen Teilbetrag der Dicke des Hobelschwertes
angehoben wird und darüberhinaus die schneidenartig auf dem Liegenden aufliegende
Unterkante der Leitplanke das Eindringen von Feinkohle während des Nachrückens des
Förderers ausschließt.
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Auf der anderen Seite bietet die erfindungsgemäße Hoben führung den
Vorteil, daß das Schwert bergestoßseitig auf einer parallel zum Liegenden verlaufenden
Stützleiste abgestützt und damit timfassungen einer Führungsleiste vermeiden sind,
die zu Verkantungen und damit zu einer Erhöhung der für die Bewegung des Hobels
erforderlichen Zugkräfte infolge auftretender Klemmkräfte führen könnten.
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Da die Abstützleiste weiterhin auf dem Liegenden aufliegt, ist das
bergestoßseitige Bördererseitenprofil bzw. die an diesem befestigte Seitenbrake
von Führungskräften weitgehend freigehalten.
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In weiterer Ausgestaltung der Erfindung sind am freien, bergestoßseitigen
Ende des Hobelschwertes Stützglieder angeordnet, die als Schleifteile mittels ineinander
greifender Zapfenreihen und längsgerichteter Verbindungsbolzen lösbar an den beiden
Endplatten des Hobelschwertes befestigt und damit ohne weiteres auswechselbar sind.
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Dabei sind die beiden Endplatten des Hobelschwertes Jeweils stirnseitig
mindestens um die Breite der den 8tütsgliedern zugeordneten Befestigungseinrichtungen
ausgenommen und weisen die Stützglieder an ihren Jeweils in Fahrtrichtung des Hobels
zeigenden Stirnflächen zur Kohlenstoßseite hin abfallende Absohrägungen auf, die
gewäbrleisten,
daß möglicherweise in die Schlitzbahn eingedrungene
Feinkohle fortlaufend ausgeräumt wird.
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In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß die Stützleiste
stumpf an die untere Seitenbrakenstirnfläche angeschlossen ist und unterseitig von
ihrer pegeln den Kohlenstoß hin zeigenden Stirnkante her gegen die Bergestoßseite
zu ansteigend ausgebildet ist. Insbesondere die gegen die Kohlenstoßseite hin ansteigende
Stirnkantenausbildung der Stützleiste vermeidet des Eindringen möglicherweise in
den Bereich unterhalb des Förderers gelangter Feinkohle in die der Führung des Hobelschwertes
zugeordnete Schlitzbahn. Zweckmäßigerweise ist die Stützleiste im Bereich der Überdeckung
durch die Stützglieder mit einer Schleißauflage aus hochfestem Material versehen
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Die Erfindung ist in der nachfolgenden Beispielsbeschreibung anhand
eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles im einzelnen beschrieben.
In der zeichnung: zeigt die Figur 1 einen Querschnitt durch den Rinnenstrang eines
Strebförderers mit einer Stirnansicht des daran geführten Kohlenhobels; Figur 2
eine Draufsicht auf den Kohlenhobel gemäß Figur 1, jedoch ohne den ihn führenden
Fördererrinnenstrang; Figur 5 eine Riickansicht des Rohlenhobels gemaß Figur 2,
gleichfalls ohne den ihn fiihrenden Fördererrinnenstrang.
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In der Figur 1 ist im Querschnitt ein als Kratzkettenförderer ausgebildeter
Strebförderer dargestellt, dessen Rinnenstrang aus einzelnen Schüssen zusammengesetzt
ist, welche jeweils aus zwei untereinander gleichen Seitenprofilen
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und 2 und einem, diese verbindenden Fördererboden bestehen. Bei dem im gezeigten
Ausführungsbeispiel dargestellten Förderer handelt es sich um einen Doppelkettenkratzförderer,
dessen der Förderung dienendes Obertrum 4 oberhalb des Fördererbodens 3 und dessen
zurücklaufendes Leertrum 5 unterhalb des Fördererbodens 3 verläuft. u die kohlenstoßseitigen
Seitenprofile 1 des Förderers sind Leitplanken 6 angeschlossen, an denen sich der
Hobelkörper 7 eines als Anbauhobel ausgebildeten Kohienhobel durch Vermittlung von
Führungsflächen 8 mindestens während der Gewinnungsfahrt fiihrt. Der Hobel 7 ist
durch eine kohlenstoßseitig frei im Streb geführte, beidendig an ihn angeschlossene
Hobelkette 9 gezogen. Das rücklauwende Leertrum 10 der Hobelkette ist im Bereich
des Hobels über eine bergestoßseitig an diesem angeordnete Führungsose 6161 bergestoßseitig
am Hobelkörper 7 vorbeigefiihrt.
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½n den Hobelkörper 7 ist ein in an sich bekannter Weise den Förderer
in seiner gesamten Breite untergreifendes und Us drei durch Vermittlung um ouer
gerichtete Achsen schwenkender Scharniergelenke 12 und 13 untereinander verbundenen
Plattenteilen 14,15,16 gebildetes Hobelschwert 17 angeschlossen. Bere'estoPseitig
ist das Hobelschwert 17 mit lösbar angeschlagenen Führungsteilen 18 versehen, über
die es sich auf einer Stützleiste 19 abstützt, welche stumpf an die untere Stirnkante
einer in bekannter Weise am bergestoßseitigen Seitenprofil 2 des Förderers befestigten
Seitenbrake 20 angeschlossen ist. Die Führungsglieder 18 sind an den beiden Endplatten
14- und 16 des Hobelschwertes 17 durch Vermittlung ineinander greifender Zapfen
21,22 und eines Befestigungsbolzens 23 lösbar befestigt. Im Bereich der Stützglieder
18 sind die beiden Endplatten 14 und 16 des Hobelschwertes 17 jeweils um einen wenigstens
der Breite der Befestigungseinrichtungen 21/22 entsprechenden Betrag 24 ausgenommen.
nie Leitplanke 6 und die Seitenbrake 20 ihrer ragen das kohlenstoß- und bergestoßseitige
Fördererseitenprofil 1 und 2 jeweils um einen bestimmten Betrag nach unten die,
wobei die Leitplanke 6 mit ihrem, das Fördererprofil
nach unten
überragenden Ende 25 in eine Längsnute 26 des Hobelschwertes 17 eingreift. In ihrem,
das Fördererseitenprofil 1 nach unten überragenden Bereich 25 ist die Leitplanke
6 darüberhinaus gegen das Liegende hin bei 27 verjüngt, so daß sie nach dem Durchgang
des Hobelschwertes mehr oder minder schneidenartig auf dem Liegenden aufliegt und
dadurch das Eindringen von Feinkohle in den Bereich unterhalb des Förderers verbindet.
Die bergestoßseitig am Förderer befestigte Seitenbrake 20 überragt das bergestoßseitige
Fördererseitenprofil 2 nach unten und ist unterendig mit einer gegen den Kohlenstoß
hin zeigenden Stützleiste 19 versehen, welche ihrerseits im Bereich der Oberdeckung
mit den Führungsgliedern 18 des Hobelschwertes 17 mit einer Schleißauflage 28 aus
hochfestem Material versehen ist. Im Bereich ihrer, dem Kohlenstoß zugewandten Stirnseite
ist die Stützleiste 19 ferner mit einer zur Bergestoßseite hin abfallenden Abschrägung
29 versehen, durch die das Eindringen von Feinkohle in die die Stützglieder 18 des
Hobelschwetes 17 aufnehmende, oberseitig durch den unteren Profilflansch 30 des
Fördererseitenprofiles, unterseitig durch die Stützleiste 19 und bergestoßseitig
durch die Seitenbrake 20 begrenzte Schlitzbahn 31 verhindert wird.
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L e e r s e i t e