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DE2619091C2 - Kontinuierliches Verfahren zum Epoxidieren von olefinische Doppelbindungen enthaltenden organischen Verbindungen - Google Patents

Kontinuierliches Verfahren zum Epoxidieren von olefinische Doppelbindungen enthaltenden organischen Verbindungen

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DE2619091C2
DE2619091C2 DE2619091A DE2619091A DE2619091C2 DE 2619091 C2 DE2619091 C2 DE 2619091C2 DE 2619091 A DE2619091 A DE 2619091A DE 2619091 A DE2619091 A DE 2619091A DE 2619091 C2 DE2619091 C2 DE 2619091C2
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Gerhard Dipl.-Chem. Dr. 4010 Hilden Dieckelmann
Lutz Dipl.-Ing. Dr. Jeromin
Günther Dipl.-Ing. 4000 Düsseldorf Tollkötter
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Henkel AG and Co KGaA
Evonik Operations GmbH
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Henkel AG and Co KGaA
Degussa GmbH
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    • C07D303/38Compounds containing oxirane rings with hydrocarbon radicals, substituted by carbon atoms having three bonds to hetero atoms with at the most one bond to halogen, e.g. ester or nitrile radicals
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Description

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Die Erfindung betrifft ein kontinuierliches Verfahren zum Epoxidieren von olefinische Doppelbindungen enthaltenden organischen Verbindungen mit Persäuren in Gegenwart eines Katalysators.
Ein diskontinuierliches Verfahren dieser Gattung ist aus dem DE-PS 11 52 415 bekannt. Hierbei wird das eingeschleppte und das entstehende Wasser während der Reaktion bei einer Temperatur unterhalb von 'lOCC,' vorzugsweise azeotrop mit einem inerten organischen Lösungsmittel, abdestilliert, wobei man gegebenenfalls einen in Wasser gelösten stark sauren Aktivator in dem Maße neutralisiert, wie Wasser aus dem Reaktionsgemisch entfernt wird.
Bei diesem praktisch nur für Laborzwecke geeigneten Verfahren liegt der eigentliche Zweck der Entfernung des. Wassers aus dem Reaktionsgemisch und der vorgeschlagenen Neutralisation eines stark sauren •Aktivators bzw. Katalysators darin, die durch Wasser und stärk saure. Katalysatoren verursachten unerwünschten Epoxid-Ringöffnungsreaktionen zurückzudrängen. Es muß dabei zwangsläufig ein überhöhter Verbrauch an Ausgangsstoffen in Kauf genommen werden, da mit dem Wasser und dem inerten organischen Schleppmittel auch andere Reaktionskomponenten ausgeschleust werden. Bei der Epoxidierungsreaktion wird außerdem eine erhebliche Reaktionswärme frei, die entsprechend DE-PS 11 52 415 nur teilweise durch das azeotrope Abschleppen von eingeschleustem und gebildetem Wasser verbraucht wird, so daß der verbleibende' Wärmeüberschuß durch reaktionstechnisch ungünstige indirekte Kühlung, beispielsweise durch außerhalb der Reaktionszone angeordnete Kühler, abgeführt werden muß. Die vorgenannten Nachteile schließen jedoch eine großtechnische Anwendung dieses Verfahrens aus.
Darüber hinaus ist es bekannt, daß Epoxidationen mit kurzen Reaktionszeiten und dementsprechenden höheren Reaktionstemperaturen von 70 bis 120°C im technischen Maßstab nicht zu den labormäßig mit kleinen Einsatzmengen erreichten Ergebnissen (vgl. Fette-Seifen-Anstrichmittel, 63, 1961, Seiten 251-256 und ebenda, 69, 1967, Seiten 421—425) führen, weil es bisher nicht gelungen ist, die für hohe Ausbeuten an Epoxiden erforderliche möglichst genaue Temperaturkonstanz der gesamten reagierenden Menge durch sichere Abfuhr der bei der exothermen Reaktion entstehenden erheblichen Wärmemenge zu realisieren.
Aus der DE-PS 10 42 565 ist bereits bekannt, olefinische Doppelbindungen enthaltende organische Verbindungen, die höchstens 30 Kohlenstoffatome je Doppelbindung enthalten und unter Normaldruck bei mindestens 500C sieden, durch Behandeln mit Percarbonsäuren, die während der Reaktion aus Carbonsäuren und Wasserstoffperoxid gebildet werden, in Gegenwart von sauren Katalysatoren zu epoxidieren.
Bei diesem Verfahren, das bei Temperaturen zwischen etwa 10 und etwa 1000C, vorzugsweise zwischen etwa 50 und etwa 8O0C und Atmosphärendruck durchgeführt wird, werden handelsübliches, mit bis zu 90% Peroxid enthaltendes Wasserstoffperoxid in einer Menge von 1 —2 Mol je Doppelbindung und Carbonsäure, beispielsweise Ameisensäure, in Mengen von 0,02 bis 1,0MoI, vorzugsweise 0,05 bis 0,5 Mol je Doppelbindung verwendet. Als saure Katalysatoren kommen u. a. Phosphor-, Schwefel- und Salpetersäure in Betracht.
Diese bekannten Verfahren führen mithin nicht zu einer wirtschaftlichen Anwendung in größerem technischen Maßstab.
Die Aufgabe bestand deshalb darin, die bekannten Verfahren zur Epoxidation von olefinische Doppelbindungen enthaltenden organischen Verbindungen, die höchstens 30 Kohlenstoffatome je Doppelbindung enthalten und unter Normaldruck bei mindestens 50° C sieden, durch Behandeln mit Percarbonsäuren, die während der Reaktion aus Carbonsäuren und Wasserstoffperoxid in Gegenwart von sauren Katalysatoren gebildet werden, dergestalt weiterzuentwickeln, daß die Tendenz zur Bildung unerwünschter Nebenprodukte wegen unzureichender Temperaturführung vermindert wird und hohe Ausbeuten an Epoxiden insbesondere bei großen Produktdurchsätzen erzielt werden.
Es wurde nun überraschenderweise gefunden, daß man die Epoxidierungsreaktion in einem kontinuierlichen Verfahren unter weitgehender Vermeidung von Niibenreaktionen bei genügend kurzen Reaktionszeiten und sehr guter Konstanthaltung der Temperatur erreichen kann, wenn man gemäß Hauptanspruch verfährt.
Der Grundgedanke der erfindungsgemäßen Maßnahmen leitet sich aus der Erkenntnis ab, daß durch Verdampfung des zur Verfügung gestellten Wassers eine direkte Verdampfungskühlung bewirkt wird, die im gesamten Reaktionsgemisch eine gleichmäßige Abführung der Reaktionswärme der Epoxidierungsreaktion ermöglicht, und dadurch eine ausgezeichnete Konstanthaltung der Reaktionstemperatur erreicht wird. Dabei hat sich überraschend gezeigt, daß durch die Verdampfungskühlung bei technisch interessanten Durchsätzen nicht nur unerwünschte Nebenreaktionen weitgehend zurückgedrängt werden, obwohl entgegen dem Prinzip des DE-PS 1152 415 ein beträchtlicher Anteil an Wasser im Reaktionsgemisch vorhanden ist, sondern daß darüber hinaus auch eine Reduzierung der Reaktionszeit erreichbar ist und mit einer höheren Reaktionstemperatur gearbeitet werden kann.
Die Einstellung der Reaktionstemperatur, die vorzugsweise unter 8O0C liegt, erfolgt in bekannter Weise durch entsprechende Regulierung des Betriebsdrucks, beispielsweise im Kopf einer als Reaktionsbehälter vorteilhafterweise zu verwendenden Bodenkolonne.
Die mittleren Reaktionszeiten liegen bei dem erfindungsgemäßen kontinuierlichen Epoxidationsverfahren ini Bereich von etwa 1 bis 2 Stunden.
In der Bodenkolonne wird der durch die während der Reaktion freiwerdende Reaktionswärme entstehende Dampf im Gegenstrom zu den flüssigen Reaktionspartnern geführt Es wird hierbei der Dampf zur Durchmischung der Reaktanden auf den einzelnen Böden der Kolonne herangezogen. Dies bewirkt neben dem Wärmeaustausch noch einen Stoffaustausch zwischen der Flüssigkeit und dem Dampf, wobei sich die Reaktionskomponenten wie die olefinischen Verbindungen, gebildetes Epoxid, Wasserstoffperoxid und gegebenenfalls auch die Carbonsäure, je nach dem welche Carbonsäure zur Bildung der Percarbonsäure verwendet wurde, in der Flüssigkeit anreichern. Die relativ leichtflüchtige Persäure reagiert mit den olefinische Doppelbindungen enthaltenden organischen Verbindungen und reichert sich deshalb nicht in dem Maße in der Dampfphase an wie dies angesichts ihres Dampfdruckes an sich erwartet werden könnte.
Als Carbonsäuren, die bekanntermaßen als Bildungskomponenten für die Percarbonsäuren dienen, sind verschiedene Mono-, Di- oder Polycarbbonsäuren geeignet. Die im erfindungsgemäßen Verfahren bevorzugten Carbonsäuren sind Ameisensäure und Essigsäure, insbesondere aber Ameisensäure. Die Carbonsäuren sind in einer Menge von etwa 0,1 "bis 1 Mol, vorzugsweise 0,2 bis 0,5 Mo!, pro Mol zu epoxidierender Doppelbindung einzusetzen.
Als saure, zur Beschleunigung der Reaktion zwischen Wasserstoffperoxid und Carbonsäuren dienende Katalysatoren haben sich starke wasserlösliche anorganische Säuren bewährt, wie Mineralsäuren, Phosphorsäure, Salpetersäure oder Schwefelsäure. Der bevorzugte saure Katalysator ist Schwefelsäure. Die Menge des wasserlöslichen Katalysators beträgt im allgemeinen zwischen 0,001 und 0,01 Mol pro Mol zu epoxidierender Doppelbindung.
Die Dimensionierung der Bodenkolonne, insbesondere die Festlegung der Zahl der zu verwendenden Böden und der Flüssigkeitsinhalt der einzelnen Böden erfolgt nach bekannten Regeln der Verfahrenstechnik und kann durch einfache Versuche festgelegt werden.
Bei der Dosierung der Wassermenge muß ein Optimum gefunden werden zwischen der erforderlichen Verdampfungskühlwirkung und der für die Reaktion notwendigen Bildung von Persäure. Es muß also die Gleichgewichtsreaktion
Carbonsäure + H2O2 =^= Persäure + H2O
trotz der vorhandenen Menge an Wasser ausreichend zur Persäureseite hin verschoben bleiben. Der Persäuregehalt im Reaktionsgemisch sollte vorteilhafterwoise im Bereich von 2 bis 20 Gewichtsprozent, vorzugsweise 6 bis 8 Gewichtsprozent, bezogen auf die wäßrige Reaktionsphase, liegen. Diese Bedingung führt eventuell dazu, daß pro Mol zu epoxidierende olefinische Doppelbindung ein größerer Wasserstoffperoxidüberschuß zur Erzielung wirtschaftlich interessanter Reaktionszeiten erforderlich ist, als er bei den konventionellen Verfahren als wirtschaftlich betrachtet würde. Durch eine Kreislaufführung des nicht umgesetzten Wasserstoffperoxids bzw. der Persäure, d. h. also der vom Epoxid abgetrennten wäßrigen Phase (des sogenannten Sauerwassers) und eines Teils der kondensierten Dampfphase kann jedoch das Verfahren dergestalt geführt werden, daß für die Reaktion nur das jeweils verbrauchte Wasserstoffperoxid sowie die mit dem Abwasser aus dem Prozeß entfernten Anteile an Wasserstoffperoxid, Carbonsäure und Katalysator zugeführt werden müssen.
Dabei wird etwa ein Drittel der gesamten Menge der von außen zugeführten, vorzugsweise 60— 70°/oigen Wasserstoffperoxidlösung zusammen mit dem zu epoxidierenden Olefin, den zu ersetzenden Anteilen an Carbonsäure und Katalysator und mit dem Sauerwasser, das vom fertigen Epoxid abgetrennt wurde und einen Restgehalt an Wasserstoffperoxid von etwa 20 bis 25 Prozent hat, im Kopf der Reaktionskolonne zugeführt Die restlichen zwei Drittel der 60—70%igen Wasserstoffperoxidlösung werden dem Reaktionsgemisch im mittleren Teil der Bodenkolonne zusammen mit einem Teil des Sauerwassers, das aus der verdampften Phase durch Kondensieren gewonnen wurde und einen Restgehalt von etwa 1 bis 10 Prozent an Wasserstoffperoxid hat zugegeben, so daß durch diese Maßnahmen der Gehalt an Wasserstoffperoxid, bezogen auf die wäßrige Reaktionsphase, auf den Bereich von 30 bis 40 Gewichtsprozent eingestellt wird.
Der wesentliche und überraschende Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens besteht darin, daß durch den der Epoxidationsreaktion überlagerten Wärme- und Stoffaustausch und der daraus resultierenden Wasserdampfatmosphäre, welche entsprechend der Flüssigkeit/Dampf-Gleichgewichtslage außerdem noch etwas Wasserstoffperoxid, Carbonsäure und Persäure enthält, die Epoxidationsgeschwindigkeit ausreichend groß bleibt und mit höheren Reaktionstemperaturen gearbeitet werden kann, ohne daß die Gefahr unerwünschter Nebenreaktionen besteht.
Ein anderer, wichtiger Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens gegenüber dem Stand der Technik besteht darin, daß der saure Katalysator nicht neutralisiert werden muß. Seine Konzentration bleibt während der Reaktion konstant, wenn dafür gesorgt wird, daß der Anteil an Katalysator, der mit dem gebildeten Epoxid aus dem Reaktionsgemisch entfernt und nicht zurückgeführt wird, bei der Zugabe der Reaktanden ersetzt wird. Natürlich ist es bei der erfindungsgemäßen Verfahrensweise auch nicht erforderlich, die beträchtlichen Mengen an Lösungsmittel, die entsprechend dem Verfahren nach DE-PS 11 52 415 zum azeotropen Abschleppen des Wassers erforderlich sind, einzusetzen, so daß das hier vorgeschlagene Verfahren schon aus diesem Grund wirtschaftlich günstiger ist.
In der folgenden Figur ist das erfindungsgemäße Verfahren zur kontinuierlichen Epoxidation von olefinischen Verbindungen schematisch dargestellt.
Die für die Persäurebildung erforderlichen flüssigen Reaktionspartner Carbonsäure 1, Katalysator 2 und Wasserstoffperoxidlösung 3 werden zusammen mit dem olefinische Doppelbindungen enthaltenden Stoff 4 im Kopf einer Reaktionskolonne 9 eingespeist, so daß der bei der Verdampfung des Wassers entstehende Dampf im Gegenstrom zu den flüssigen Reaktionskomponenten geführt wird. Der austretende Dampf wird vorteilhaft in der Waschkolonne 10 im Gegenstrom zu den oben auf gegebenen und zu epoxidierenden Verbindungen 4 gewaschen, wobei hauptsächlich die im Dampf enthaltende Persäure entfernt wird. Anschließend wird der Dampf in dem Kondensator 11 kondensiert und in der Vorlage 12 als Kondensatsauerwasser zwischengelagert. Dieses Kondensationswasser enthält neben dem Wasser noch etwas Carbonsäure und
ungefähr 1 — 10% Wasserstoffperoxid. Um letzteres wiederzugewinnen, wird das Kondensatsauerwasser vermittels der Pumpe 18 teilweise im mittleren Bereich der Kolonne 9 zugeführt. Das restliche, nicht zurückgeführte Kondensatsauerwasser 7 geht zur Abwasseraufbereitungsanlage.
Aus dem Sumpf der Kolonne 9 pumpt man (16) das Epoxid zusammen mit der wäßrigen Phase ab, in welcher nicht umgesetztes Wasserstoffperoxid sowie Carbonsäure mit der entsprechenden Persäure und Katalysator enthalten sind. In dem Abscheider 17 wird die wäßrige Phase vom Epoxid abgetrennt und über die Vorlage 15 und die Pumpe 14 als Sauerwasser, das noch etwa 20—25 Gewichtsprozent an Wasserstoffperoxid enthält, in den Kreislauf zurückgeführt. Das Epoxid 6 wird anschließend einer Wäsche unterzogen.
Über den Verdampfer 13 kann gegebenenfalls in den Sumpf der Kolonne 9 Wasserdampf 5 eingespeist werden, so daß eine Durchmischung der Reaktanden auch im unteren Teil der Kolonne 9 gewährleistet ist. Über die Höhe der Kolonne 9 verteilt können Seitenabgänge für den während der Reaktion entstehenden Dampf vorgesehen werden, damit die Dampfbelastung zum Kopf der Kolonne 9 hin nicht zu stark anwächst.
Anstelle der Seitenabgänge können auch oberhalb der Böden Kondensatoren vorgesehen werden, welche den Dampf bis auf den für den jeweils nächsthöheren Boden erforderlichen Rührdampf partiell kondensieren.
Zum Aufrechterhalten einer konstanten Reaktionstemperatur wird der Kopf-Druck in der Kolonne 9 geregelt, damit sich auf den einzelnen Böden die zum Wirksamwerden der Verdampfungskühlung erforderlichen Temperaturen einstellen. Hierzu wird der Flüssigkeitsstand auf den Böden unter Berücksichtigung des trockenen Druckverlustes des betreffenden Bodens so gewählt, daß sich entlang der Kolonne 9 das gewünschte Druckprofil in Abhängigkeit von der Verweilzeit der Flüssigkeit ergibt.
Durch die Kreisführung der beiden Sauerwässer werden in dem Prozeß nur die stöchiometrisch umgesetzten und die evtl. zu Wasser zersetzten Mengen an Wasserstoffperoxid verbraucht. Ferner müssen ersetzt werden die mit dem Abwasser und dem Epoxid ausgeschleusten Mengen an Wasserstoffperoxid, Carbonsäure und Katalysator. Hierdurch ist der Prozeß besonders wirtschaftlich und vor allem umweltfreundlich. Es ist hiermit möglich, die Epoxidationsreaktion in Gegenwart größerer Überschüsse an Wasserstoffperoxid wirtschaftlich durchzuführen, wodurch kürzere Reaktionszeiten und dadurch bedingt kleinere Reaktoren ermöglicht werden.
Die nachfolgenden Beispiele sollen den Gegenstand der Erfindung näher erläutern.
Beispiele Beispiel 1
Über eine Dosierpumpeneinheit wurden pro Stunde 15 kg (78 Mol) des auf 700C vorgewärmten Olefingemisches (Sojaöl, Jodzahl: 132), 215 g Ameisensäure, entsprechend 0,06 Mol Ameisensäure je Mol Doppelbindung (DB), und der Teil an Katalysator (H2SO4), der mit dem Epoxidgemisch aus der Kolonne herausgeführt wurde, kontinuierlich auf den oberen Boden einer Reaktionskolonne zudosiert. Gleichzeitig wurde das Sauerwasser, das nach der Reaktion vom Epoxid abgetrennt wurde und einen Gehalt von etwa 25 Gewichtsprozent an Wasserstoffperoxid hatte, und ein Drittel der insgesamt pro Stunde zugesetzten Menge von 4 kg 70%iger Wasserstoffperoxidlösung (entsprechend 1,05 Mol H2O2JeMol DB) auf den oberen Boden der Kolonne zugegeben. Im mittleren Teil der Kolonne wurden die restlichen zwei Drittel der Wasserstoffperoxidlösung und ein Teil des kondensierten, mit frischem Sojaöl gewaschenen Sauerwassers mit einem Gehalt von etwa 5 Gewichtsprozent an Wasserstoffperoxid zudosiert, so daß während der Reaktion die Konzentration an Wasserstoffperoxid im Reaktionsgemisch bei etwa 30—40 Gewichtsprozent lag und die Persäurekonzentration 8—10 Gewichtsprozent betrug Dabei lag ein Verhältnis von 0,21 Mol CHOOH und 0,005 Mol H2SO4 je Mol DB vor. Die Reaktion wurde bei einer Temperatur von 70° C durchgeführt, wobei dei Druck je nach Boden zwischen 0,06665 und 0,533 bar (5C und 400 Torr) lag. Bei einer Verweilzeit von 1,5 Stunder wurden nach der kontinuierlichen Epoxidation des Sojaöls folgende Ergebnisse erzielt: Epoxidwert: 6,5, Jodzahl: 3,0. Das entspricht einei Ausbeute von 87% und einem Umsatz von 98%.
Beispiel 2
Die kontinuierliche Epoxidation entsprechend derr Beispiel 1 wurde mit Essigsäure als Carbonsäure durchgeführt. Dabei wurde die Essigsäure in einerr Molverhältnis von 0,35 Mol je Mol Doppelbindung eingesetzt. Es mußten je Stunde 700 g Essigsäure entsprechend 0,15MoI Essigsäure je Mol Doppelbin dung ersetzt werden. Die Reaktion wurde bei einei Temperatur von 75° C durchgeführt, wobei der Druck je nach Boden zwischen 0,3999 und 0,733 bar (300 unc 550 Torr) betrug. Bei einer Verweilzeit von 2 Stunder wurden folgende Ergebnisse ermittelt: Epoxidwert: 6,2, Jodzahl: 3,0. Das bedeutet ein« Ausbeute von 83% und entspricht einem Umsatz vor etwa 98%.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

Claims (2)

Patentansprüche:
1. Kontinuierliches Verfahren zur Epoxidation von olefinische Doppelbindungen enthaltenden organischen Verbindungen, die höchstens 30 Kohlenstoff atome je Doppelbindung enthalten und unter Normaldruck bei mindestens 500C sieden, durch Behandeln mit Percarbonsäuren, die während der Reaktion aus Carbonsäuren und Wasserstoffperoxid in Gegenwart von sauren Katalysatoren gebildet werden, bei Temperaturen von 50° bis 120° C, dadurch gekennzeichnet, daß es bei Drucken von 0,06665 bis 1,1 bar durchgeführt wird und dem Reaktionsbehälter 5—7 Mol Wasser pro Mol zu epoxidierender Doppelbindung zugeführt und die gebildete Reaktionswärme durch Verdampfung des Wassers abgeführt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der austretende Dampf in einer Waschkolonne im Gegenstrom zu den zu epoxidierenden olefinischen Verbindungen gewaschen wird.
DE2619091A 1976-05-03 1976-05-03 Kontinuierliches Verfahren zum Epoxidieren von olefinische Doppelbindungen enthaltenden organischen Verbindungen Expired DE2619091C2 (de)

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