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"Rodeeinrichtung an Rübenerntemaschinen"
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384 Die Erfindung betrifft eine Rodeeinrichtung an ein oder mehrreihigen
Rübenerntemaschiev mit je zwei Polderschare aufweisenden Rodekörpern æuz Ausheben
der Rüben, bei der im Bereich oberhalb der itodekörper ein umlaufend angetriebenes,
mit Mitnehmern versehenes Mitnehmerrad drehbar gelagert ist.
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Eine solche Rode einrichtung ist beispielsweise aus der D2-OS 2 443
609 bekannt. Gewisse Nachteile bestehen bei dieser bekannten Vorrichtung noch darin,
daß die gerodeten Rüben durch die Mitnehmer des angetrieben umlaufenden Mitnehmerrades
zu weit mit herumgefördert und dann erst im Bereich oberhalb des Mitnehmerradesaus
dem Umlaufbereich der Mitnehmer herausgeschleudert werden.
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Durch dieses Herumfördern der Rüben und das anschlie¢ende,meist im
Bereich oberhalb des Mitnehmerrades erfolgende unkontrollierte Hersuaschleudern
bzw. Abwerfen können die Rüben wieder auf den Boden zurückfallen bzw. irgendwo an
Maschinen- bzw. Rahmenteilen hängenbleiben und sich dort zu Rübenhaufen aufbauen,
die von Zeit zu Zeit durch
die Bedienungsperson entfernt werden
müssen. Es entstehen dadurch einerseits Rübenverluste und andererseits muß die Bedienungsperson
eine Reinigung der REbenerntemaschine von den sich im Bereich der Rahmenteile ansammelnden
Milben vornehmen, wodurch erhebliche Zeitverluste eintreten.
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Ziel der Erfindung ist es, mit nur geringem baulichen Aufwand die
bei Rodeeinrichtungen der eingangs genannten Gattung auftretenden Nachteile zu vermeiden.
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Gemäß der vorliegenden Erfindung wird dies dadurch erreicht, daß i
bereich oberhalb des Mitnehmerrades eine etwa konzentrisch zur Drehachse des Mitnehmerrades
verlaufende und in geringem Abstand von dem äußeren Umlaufkreis der Mitnehmer angeordnete
Schutz- und Leitvorrichtung am Rahmen der Maschine befestigt ist.
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Durch diese erfindungsgemäße Schutz- und Leitvorrichtung wird ein
unkontrolliertes Abwerfen und Herausschleudern der Rüben im Bereich oberhalb des
Mitnehmerrades vermieden. Durch die erfindungsgemäße Vorrichtung werden also einerseits
die bisher in den bekannten Vorrichtungen noch auftretenden Rübenverluste vermieden
und außerdem können sich auch, da die Rüben im Bereich oberhalb des Mitnehmerrades
nicht mehr herausgeschleudert werden können, keine Riibenhaufen auf den Maschinenteilen
aufbauen.
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Eine vorteilhafte Ausführungsform der Erfindung wird
dabei
dadurch erreicht, daß die Schutz- und Leitvorrichtung sich von der oberen Kante
einer hinteren Auswurföffnung bis in den Bereich oberhalb und vor den Rodekörper
erstreckt. Bei einer solchen Ausbildung der Schutz-und Leitvorrichtungkönnen keine
Rüben aue dem Börderbereich des Mitnehmerrades herausgeschleudert werden und eventuell
durch die Mitnehmer herumgeförderte Rüben werden bis in den Bereich oberhalb des
dem Mitnehmerrad zugeordneten Rodekörpers mitgenommen und fallen dort auf den Boden,
wo sie dann durch den Rodeicörper erneut aufgenommen werden.
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Eine einfache Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung wird
dadurch.erreicht, daß die Schutz- und Leitvorrichtung als Blechhaube ausgebildet
ist. Eine solche Blechhaube weist nur wenige einfache Bauteile auf, und außerdem
ist die Gefahr des Verschmutzens einer solchen Blechhaube, die nur glatte Flächen
aufweist, relativ gering.
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In weiterer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß die Schutz-
und Leitvorrichtung aus einer Anzahl von im Abstand nebeneinander angeordneten Roststäben
besteht.
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Solche Roststäbe an der Schutz- und Leitvorrichtung gestatten der
Bedienungsperson eine reize Sicht auf die gesamte Rodeeinrichtung, wodurch eventuelle
Beschädigungen bzw. Verstopfungen an der Rode?inrichtung durch die Bedienungsperson
meist vom Fahrersitz aus erkennbar sind.
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Gemäß der Erfindung ist ferner vorgesehen, daß die Schutz-und Leitvorrichtung
das Mitnehmerrad in seinem oberen Bereich seitlich abschirmende Abdeckflächen aufweist.
Durch diese seitlichen Abdeckflächen wird auch ein seitliches Herausfallen von -eventuell
mit herumgeförderten Rüben vermieden, wodurch Rübenverluste weitgehend ausgeschlossen
sind.
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Zur Anpassung an unterschiedliche RUben- und Bodenverhältnisse ist
ferner vorgesehen, daß der Abstand zwischen der Schutz- und Leitvorrichtung und
den Mitnehmern des Mitnehmerrade einstellbar ist.
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In weiterer Ausgestal-ung der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist vorgesehen,
daß die Schutz- und Leitvorrichtung in bzw. entgegen der Umlaufrichtung ds Mitnehmerrades
verstellbar ist. Durch diese Verstellvorrichtung kann der Bereich, in dem ein Heraussohleudern
der Rüben vermieden werden soll, leicht verändert werden.
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Die Erfindung ist an einem Ausführungsbeispiel in der Zeichnung dargestellt
und wird im folgenden näher beschieben; Es zeigt: Fig. 1 in schematischer Darstellung
eine Rodeeinrichtung mit einer oberhalb eines Mitnehmerrades angeordneten Schutz-
und Le itvorrichtung.
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Fig. 2 in einer Teilansicht eine Befestigungsvorrichtung fUr die
Schutz- und Leitvorrichtung mit einer Vestelleinrichtung und die Fig. 3 einen Schnitt
III gemäß Figur 2.
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Die Figur 1 zeigt in Seitenansicht eine Rodeeinrichtung 1, die sowohl
einreihig als auch mehrreihig einsetzbar ist. Die Rodeeinrichtung 1 weist Polderschare
2, 3 auf, die silber Scharstiele 4, 5 in einem seitlich verschiebbar am Rahmen 6
der Rodeeinrichtung 1 angeordneten Lager 7 um eine etwa bodenparallel und quer zur
Fahrtrichtung F der Maschine verlaufende Achse schwenkbar gelagert sind, An den
Scharstielen 4, 5 der Polderschaxe 2, 3 greift in einem Lager 8 ein Zwischenlenker
9 an, der mit seinem oberen Ende mittels eines Lagers 10 auf einer Exzenterantriebsnabe
11, d.« durch eine als Profilwelle ausgebildete Exzenterantriebswelle 12 angetrieben
wird, gelagert ist. Die Exzenterantriebswelle 12 ist in Lagern 13 gelagert, die
an einer ragstrebe 14 befestigt sind, die an einem am Rahmen der Maschine befestigten
Querträger 15 mit festschraubbaren Klemmschellen 16 seitlich verschiebbar und feststellbar
befestigt ist und die an ihrem hinteren Ende an einem Querrahmen 17 mittels Klemmbügeln
18 ebenfalls verschiebbar und feststellbar befestigt ist. Unterhalb der ragstrebe
14 sind Lager 19 befestigt in denen mittels einer zweiten Profilwelle 20
Mitnehmer
21 aufweisende Mitnehmerräder 22 drehbar gelagert sind.
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Im Bereich oberhalb der Polderschare 2, 3 sind an deren Scharstielen
4, 5 auf einem Teilstück etwa konzentrisch zur Drehachse des Mitnehmerrades 22 verlaufende,
einen Förderkanal für die gerodeten Rüben bildende Siebstäbe 23 befestigt. Innerhalb
dieses durch die Siebstäbe 23 gebildeten Förderkanals werden die gerodeten Rüben
durch die Mitnehmer 21 des Mitnehmerrades 22 hin- und hergeworfen, dabei gereinigt
und auf kurem Wege auf eine Höhe gegenüber dem Boden gebracht, dit die Ubergabe
auf einen Rübenförderer 24 ermöglicht. Im Bereich zwischen den Nabenscheiben 25,
26 und den oberen Siebstäben 23 sind Schutzringe 27 vorgesehen, die ein seitliches
Herausfallen von Rüben verhindern.
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Von dem im Bereich hinter der Rodeeinrichtung 1 vorgesehenen Rübenförderer
24 aus gelangen die gerodeten Rtben auf einen nicht mit dargestellten Steilförderer
oder sie werden in einem Schwad auf dem Boden abgelegt.
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Um bei der Rode einrichtung 1 ein Herausschleudern von Rüben, die
durch die Mitnehmer 21 des Mitnehmerrades 22 mit herumgerissen werden, im Bereich
oberhalb des Mitnehmerrades 22 zu verhindern, ist auf diesem Teilstück in geringem
Abstand von den Mitnehmern 21 eine- Schutz-und Leitvorrichtung 28 befestigt. Durch
diese Schutz-und Leitvorrichtung 28 wird ein unkontrolliertes Abwerfen
und
Herausschleudern der Rüben im Bereich oberhalb des Mitnehmerrades 22 vermieden.
Die Schutz- und Leitvorrichtung 28 kann dabei als Blechhaube auagebildet sein, es
ist jedoch auch möglich, eine Anzahl von im Abstand nebeneinander angeordneten PoststEaen
vorzusehen.
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Ebenso kann die Schutz- und Leitvorrichtung 28 auch jedes einzelne
Mitnehmerrad in seinem oberen Bereich seitlich abschirmende Abdeckflächen aufweisen.
Bei dem in Figur 1 dargestellten Ausführungsbeispiel sind in diesem Bereich bogenförmige
Führungsstäbe 29, 30 vorgesehen, die ein seitliches Herausfallen von Milben verhindern.
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Die Figuren 2 und 3 zeigen eine Befestigungs- und Verstellvorrichtung
für die Schutz- und Leitvorrichtung, mit der eine Anpassung an unterschiedliche
Boden- und Rübenverhältnisse möglich ist. Die als Blechhaube ausgebildete Schutz-
und Leitvorrichtung 28 ist sowohl am hinteren als auch am vorderen Ende jeweils
mittels eines Befestigungswinke2s 31 an einem Querträger 32 befestigt. Der Befestigungswinkel
31 ist an dem Querträger 32 mittels Schrauben 33 befestigt und die Blechhaube ist
über Klemmschrauben 34 mit dem 3efestigungswinkel 31 verbunden. Sowohl in der Blechhaube
der Schutz- und Leitvorrichtung 28 als auch in dem Befestigungswinkel 31 sind dabei
Langlöcher 35, 36 vorgesehen, die nach
dem Lösen der Schrauben
33 bzw. der Klemmschrauben 34 eine Verstellung der Blechhaube in bzw. entgegen der
Umlaufrichtung J des Mitnehmerrades 22 bzw. in radialer Richtung gestatten.
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Wie die Figur 3 weiter zeigt, ist das untere Teilstück 37 der Schutz-
und Leitvorrichtung 28 bogenförmig ausgebildet, wodurch Beschädigungen an Rüben,
die an dieses Teilstück anprallen, vermieden werden.