DE2618091A1 - An einem fahrzeug lagerbares pflanzgeraet - Google Patents
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DIpl.-Ing. G. DAN N EN BERG · Dr. P. WEIN HOLD · Dr. D. GUDEL
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Da/ki
22. April 1976 MoDo 1316
22. April 1976 MoDo 1316
Mo och Domsjö "AB
S-891 01 Örnsköldsvik Schweden
S-891 01 Örnsköldsvik Schweden
An einem Fahrzeug lagerbares Pflanzgerät
Die Erfindung betrifft Pflanzgeräte zur Verwendung mit einem kontinuierlich entweder durch einen Motor oder durch
ein Schlepptau angetriebenen Fahrzeugen, wobei es sich um Geräte des Typs handelt, die mit Pflanzrohren zum Herstellen
von Löchern oder Furchen im Boden versehen sind, wobei die Rohre normalerweise oberhalb des Bodens gehalten
sind, aber in den Boden eintreibbar sind, um darin Löcher zu machen oder zwischenzeitlich einen Furchvorgang zu
bewirken, wobei die Geräte weiter mit einem Verdichter versehen sind, um die Erde um die in die Löcher eingebrachten
Pflanzen herum zusammenzupressen.
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Bei bekannten Pflanzgeräten dieser Art ist das Pflanzrohr
üblicherwe.i se schwenkbar am Fahrzeug aufgehängt und in
dossen Bewegungsrichtung federbelastet, oder es ist ar·
einem hydraulisch betätigten, vertikal schwerkbaren Teleskoparm gelagert, so daß es im Augenblick des Pflanzens
rückwärts vom Fahrzeug verlagert und stationär in der Nähe des Pflanzlochs odc-.,? der Furche (nachstehend auch als
Pflanzhöhlung bezeichnet) gehalten werden kann, trotz
der Vorwärtsbewegung des Fahrzeugs. Normalerweise bildet das Pflanzrohr 'öine Führung für einen Verdichter, der axial
längs des Rohres mittels eines hydraulischen Zylinders bewegbar ist. Die Rückwärtsbewegung des Pflanzrohrs wird
bewirkt, wenn das löchermachende Pflanzrohr oder der Verdichter gegen den Boden gepreßt wird, worauf die
Einheit aus Pflanzrohr und Verdichter an der gewählten Pflanzstelle durch Reibung am Boden gehalten wird,
während die Feder oder der Teleskoparm während der Vorwärtsbewegung des Fahrzeugs ausgedehnt wird. Im Falle
von Furchen-machenden Pflanzrohren wird diese Rückwärtsbewegung normalerweise dadurch bewirkt, daß die in
Fahrtrichtung wirkende Federkraft oder der auf den Heberarm bzw. Teleskoparm wirkende hydraulische Öldruck
vorübergehend herabgesetzt wird. Ein erheblicher Nachteil dieser Art von Pflanzrohr-Aufhängung besteht jedoch
darin, daß unmittelbar vor dem Zusammenpressen des Bodens um die Pflanze herum der Verdichter die Tendenz
hat, sich in Bewegungsrichtung des Fahrzeugs von dem Pflanzloch weg zu bewegen. Der Grund hierfür liegt darin,
daß wenn der zwischen dem Pflanzrohr und dem Verdichter gelagerte hydraulische Zylinder nach dem Einsetzen einer
Pflanze den Verdichter gegen den Boden preßt, das Pflanzrohr und sein Heberarm rasch aufwärts gehoben wird, um
einen Betrag, welcher der Ausdehnungsbewegung des hydraulischen Zylinders entspricht. Infolge der Tatsache, daß
der Verdichter gewichtsmäßig wesentlich leichter als das
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Pflanzrohr und der Heberann ist, bewirkt deren kinetische
Energie, daß der Druck des Verdichters gegen den Boden im Augenblick der maximalen Ausdehnung des hydraulischen
Zylinders abnimmt oder aufhört. Die dadurch herabgesetzte Reibung zwischen dem Verdichter und dem Boden führt
wiederum dazu, daß der Verdichter nicht mehr in der Lage ist, der durch die Feder des Pflanzrohis (oder den hydraulischen
Öldruck des Teleskoparms) ausgeübten Zugkraft nach vorn entgegenzuwirken, sondern ein Stück in Bewegungsrichtung
des Fahrzeugs längs des Bodens gleitet. Infolgedessen werden der Verdichter und das Pflanzrohr von der
Pflanzhöhlung weg bewegt, so daß das anschließende Verdichten
des Bodens durch gesteuertes Abwärtsschwingen des Heberarms bzw. Teleskoparms in gewissem Abstand von der
Pflanze, statt um die Pflanze herum, erfolgt.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Gerät zu schaffen, bei dem der Verdichter tatsächlich
in der Nähe der eingesetzten Pflanze wirksam wird.
Diese Aufgabe wird nach der Erfindung durch ein an einem Fahrzeug lagerbares Gerät zum Pflanzen von Pflanzen, insbesondere
im Forstbetrieb, während der Vorwärtsbewegung des Fahrzeugs,gelöst,das wenigstens eine hohle Einrichtung
zum Herstellen von Pflanzlöchern oder Furchen aufweist und das normalerweise oberhalb des Bodens gehalten ist,
aber zum Herstellen eines Pflanzloches oder zum Pflügen einer Furche in den Boden bewegbar ist, und dabei die
Pflanzen in die Löcher oder Furchen einsetzt, und das einen Verdichter für den Boden um die in die Löcher oder
Furchen eingesetzten Pflanzen herum aufweist, und das sich dadurch kennzeichnet, daß der Verdichter an einem
am Fahrzeug anzuordnenden Heber gelagert ist, und daß die Setzeinrichtung längs des Verdichters im wesentlichen
vertikal verlagerbar angebracht ist zwischen einer unteren Stellung, in der sie nach unten über den Verdichter
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hinausragt und einer oberen Stellung, in der der Verdichter über die Sotzeinrichtung nach unten vorragt.
Bei einem Gerät nach der Erfindung trägt also der Verdichter das Pflanzrohr und nicht umgekehrt, wie bei den
herkömmlichen Geräten dieser Art. Auf diese Weise und weil der Verdichter unmittelbar am Heber de^, Fahrzeugs
angeordnet ist, bleibt der vom Verdichter gegen den Boden ausgeübte Druck im wesentlichen unverändert zu dem Zeitpunkt,
v/o die Aufwärtsbewegung des Pflanzrohrs relativ zum Verdichter ειαΐhört. Weil dabei die Reibung zwischen
dem Verdichter und dem Boden praktisch unverändert aufrechterhalten wird, verbleibt dor Verdichter an der
Stelle, wo die Pflanze eingesetzt wurde, bis seine Rückziehvorrichtung (Feder, Teleskoparm oder dergleichen)
ihre maximale Ausdehnung erreicht hat. Dies bedeutet, daß wenn der Heber abwärts schwingt, der Boden durch den
Verdichter an der beabsichtigten Stelle, benachbart zur Pflanze, verdichtet wird.
Die Erfindung ist nachstehend anhand der Zeichnung beispielsweise näher erläutert, und zwar zeigen:
Fig. 1 eine Seitenansicht eines Pflanzgerätes nach der Erfindung in einer einleitenden Arbeitsphase und
während der Bewegung zum Herstellen eines Pflanzlochs im Boden;
Fig. 2 eine Seitenansicht entsprechend der Fig. 1, jedoch
in der Phase, wo eine Pflanze von dem Gerät in das Pflanzloch abgegeben wird;
Fig. 3 wiederum eine entsprechende Seitenansicht in der
Phase, wo der Boden um die Pflanze herum verdichtet wird;
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_ 5 —
Fig. 4 vergrößert eine Seitenansicht einer Einzelheit des Mechanismus,durch den die Relativbewegungen der
Pflanzeinrichtung und des Verdichters bewirkt werden; und
Fig. 5 eine perspektivische Ansicht e.iner anderen Au.sführungsforji
eines Gerätes nach der1 Erfindung.
Bei der Ausführungsform gemäß Fig. 1 bis 4 wird das Gerät von einem Heber in Gestalt eines Hebels 1 getragen, der um
eine Welle 3 an einem angedeuteten Fahrzeug 2 schwenkbar ist, wobei die Welle 3 parallel zur Radachse des Fahrzeugs
liegt. Das Verschwenken des Hebels 1 wird durch einen hydraulischen Zylinder 4 bewirkt, der schwenkbar zwischen
dem Fahrzeug und dem Hebel 1 gelagert ist. Das Pflanzgerät weist einen rohrartigen Verdichter 5 auf, weiter
ein Pflanzrohr 6 mit einer Öffnung an seinem unteren Ende, die durch eine verlagerbare Klappe 7 geöffnet und verschlossen
werden kann. Der Verdichter ist schwenkbar um einen Zapfen 8 am freien Ende des Hebels 1 gelagert
und kann zwischen einer schräg nach unten und vorn gerichteten Grenzstellung und einer rückwärts gerichteten,
nicht speziell gezeigten Grenzstellung verschwenkt werden. In der vorwärts gerichteten Grenzstellung wird eine weitere
Vorwärtsbewegung des Verdichters durch einen Anschlag am Hebel 1 verhindert. Eine Zugfeder 10 ist zwischen dem
Hebel 1 und dem Verdichter 5 angeordnet und bestrebt, das Pflanzgerät gegen den Anschlag 9 zu schwenken. Der Verdichter
5 weist ein im wesentlichen senkrecht sich erstreckendes Rohr auf, das am oberen Ende durch einen
Flansch 11 verschlossen ist und an seinem unteren Ende mit einem Verdichterkragen 12 versehen ist. Der Kragen12
hat im Querschnitt Hufeisenform mit-der offenen Seite von der Bewegungsrichtung des Fahrzeugs abgewandt. Ein
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2 61.8 η 9
Abgaberohr 13 für die Pflanzen ist am Flansch 11 befestigt
und erstreckt sich durch diesen hir>durch etwa .bis zur
halber Länge des Verclichtorrohres 5 abwärts. Am oberen
Ende ist das Abgaberohr 13 an ei:-~ flexibles Pflanzenförder rohr
14 angeschlossen, das mit einem (nicht gezeigten) Pflanzenvorrat in Verbindung steht, den» eine 4bgabeeinrichtung
für die Pflanzen zugeordnet ist.
Das als Setzeinrichtung sowie zum Herstellen der Löcher bzw. Furchen dienende Pflanzrohr 6 ist -verlagerbar im
Verdichter 5 angeordnet und enthält eine Führungshülse sowie einen daran befestigten Pflanzdorn 16. Der Pflanzdorn
16 ist mit einer schrägen nach unten und hinten geneigten Öffnung 17 versehen, die durch die Klappe 7 geöffnet und
verschlossen werden kann. Die Klappe 7 ist hydraulisch mittels einer Kolben-Zylindereinrichtung 18 bewegbar,
die schwenkbar zwischen der Klappο 7 und dem Flansch 11
des Verdichters 5 gelagert ist. Die Klappe 7 hat eine leicht gebogene Form und ihre Bewegung ist in einer entsprechend
gebogenen Aussparung 19 des Pflanzdorns 16
geführt. Die Klappe 7 trägt etwa in ihrer Mitte einen Nocken 20. Der Nocken 20 dient dazu, während der Aufwärtsbewegung
des Kolbens in der Kolben-Zylindereinrichtung 18 auf eine Schulter 21 am Pflanzdorn aufzutreffen in dem
Augenblick, wo die Klappe die Öffnung 17 vollkommen frei
gibt. Bei weiterer Aufwärtsbewegung des Kolbens wird der Pflanzdorn 16 infolge Anlage des Nockens 20 an der Schulter
21 mit nach oben genommen relativ zum Verdichter 5.
Der Verdichter 5 ist mit einer schwenkbar gelagerten L-förmigen
Klaue 22 versehen. Diese wird durch eine (nicht gezeigte) Feder in Aussparungen 23 bzw. 24 am Verdichter
und am Pflanzdorn gedrückt, wenn letzterer seine untere Grenzstellung relativ zum Verdichter einnimmt. Auf diese
Weise werden der Verdichter 5 und der Pflanzdorn 16 relativ zueinander fest gelegt. Diese gegenseitige Sperre
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wird jedoch gelöst, v^nn die Klappe 7 aus ihrer Sperrstellung
durch die hydraulische Einrichtung ".8 aufwärts bewegt wird, und zwar bewegt dabei der Nookeα 2C beim
Vorbeigehen an der Klaue 22 diese aus der Aussparung des Pflanzdorns 16 heraus. Am oberen Ende der Führungöhülse
15 ist εΐη Flansch 25 starr befestigt, der gegen
einen Anschlag 2C am Verdichter 5 anliegt, wenn das Pflanzrohr 6 sich in seiner untersten Stellung befindet.
Der Anschlag 26 begrenzt somit die Abwärtsbewegung des
Pflanzrohres 6 relativ zum Verdichter 5.
Die Arbeitsweise des Gerätes ist folgende. Nach dem Füllen
des Pflanzenvorrates mit den zu setzenden Pflanzen wird die Klappe 7 über die Abgabeöffnung 17 bewegt, und das
Pflanzrohr 6 wird in seine untere Grenzstellung im Verdichter 5 bewegt (in der das Rohr 6 relativ zum
Verdichter 5 mittels der Klaue 22 festgelegt ist), worauf eine Pflanze aus dem Vorrat über die Rohre 14 und
13 abgegeben und zur Anlage gegen die Klappe 7 geführt wird. Während das Fahrzeug das Pflanzgerät kontinuierlich
über das Pflanzgelände führt, beobachtet der Fahrer den Boden, um geeignete Pflanzstellen zu ermitteln. Während
dieser Zeit wird das Gerät angehoben oberhalb des Bodens gehalten, wie in Fig. 1 in voll ausgezogenen Linien gezeigt
ist. Wenn das Pflanzrohr 6 sich über einer zum Pflanzen geeigneten Stelle befindet, betätigt der Fahrer
den hydraulischen Zylinder 4, so daß dessen Kolbenstange rasch ausgefahren wird. Dadurch wird der Verdichter 5 mit
dem Pflanzrohr 6 durch den Hebel 1 abwärts gegen den Boden bewegt in eine schräg nach vorn und unten gerichtete
Lage, wie sie in strichpunktierten Linien in Fig. 1 angedeutet ist. Sobald das Pflanzrohr 6 in gewünschter
Tiefe in den Boden eingedrungen ist, wird der Zylinder 4 abgeschaltet (entweder von Hand durch den Fahrer oder
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automatisch mittels eines Niveauanzeigers), worauf das
Pflanzrohr in das Pflanzloch versenkt gehalten wird, das lediglich durch das Gewicht dys Gerätes und ies Hebers 1
hergestellt wurde.
Dabei hat der Schwenkzapfen 8 erheblichen Abstand über dem Boden, und als Folge der Vorwärtsbewegung des Fahrzeugs
wird der Verdichter 5 um den Zapfen 8 gegen die Kraft der Feder 10 geschwenkt, worauf der Pflanzdorn 16
im wesentlichen die gleiche Lage im Boden (vergleiche Fig. 2) beibehält. Nach Verschwenken des Pflanzrohres
um einen vorbestimmten Winkel wird ein Gr en's schalter,
der beispielsweise (aber in der Zeichnung nicht gezeigt) am Zylinder 4 angebracht ist, derart betätigt, daß die
hydraulische Einrichtung 18 eingefahren und die Klappe 7 rasch aufwärts bewegt wird. Dies bewirkt, daß die
Öffnung 17 am Pflanzdorn freigelegt wird, worauf der an der Klappe 7 angebrachte Nocken 20 die Klaue 22 beiseite
drückt und damit die Sperre zwischen dem Pflanzrohr 6 und dem Verdichter 5 löst (vergleiche auch Fig. 4). Wenn die
Öffnung 17 vollkommen frei gelegt ist, liegt der Nocken gegen die Schulter 21 am Pflanzdorn an. Während des
weiteren Zusammenziehens der hydraulischen Einrichtung
wird das Pflanzrohr 6 mittels des. Nockens 20 angehoben in seine obere Grenzstellung gegenüber dem Verdichter 5,
während die in das vom Pflanzdorn 16 gemachte Loch eingesetzte Pflanze in diesem Loch verbleibt. Gleichzeitig mit
dem Beginn der Aufwärtsbewegung des Pflanzrohres 6 bewegen sich der Hebel 1 und der Verdichter 5 um eine entsprechende
Strecke abwärts unter Wirkung der Schwerkraft, bis der Verdichter 5 auf der Oberfläche des Bodens ruht,
welche das Gewicht des Pflanzgerätes und des Hebers 1 trägt. Bevor das Pflanzrohr 6 seine obere Grenzstellung
relativ zum Verdichter 5 erreicht, wird der hydraulische
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Zylinder 4 kurz betätigt, so daß er für eine kurze Zeitspanne den Hebel bzw. Heber 1 und den Verdichter 5 abwärts
gegen den Boden um die Pflanzt; im Pflanzloch herum preßt. In diesem Stadium de.4 Pflanzvorganges ist das Gerät rückwärts
gegen die Kraft der Feder 10 in die in Fig. 3 gezeigte Stellung geschwenkt worden infolge der zwischenzeitlichen
Vorwärtsbewegung des Fahrzeugs.
Anschließend an das Verdichten der Erde um die Pflanze herum mittels des Verdichters 5 wird der hydraulische
Zylinder 4 zusammengezogen, worauf das Gerät rasch von der Oberfläche des Bodens abgehoben wird. Vail der Verdichterkragen
12 entgegen der Bewegungsrichtung des Fahrzeugs offen ist, kann dieses Anheben des Gerätes erfolgen,
ohne daß eine Gefahr besteht, die Pflanze durch den Verdichter zu berühren oder auszureissen. Wenn der Heber 1
mit dem Pflanzgerät seine obere Stellung erreicht, ist der hydraulische Zylinder 18 ausgefahren, so daß sich das Pflanzrohr
80 wieder in seiner unteren Grenzstellung relativ zum Verdichter 5 befindet, und die Klappe 7 die Öffnung 17
des Pflanzdorns verschließt. Das Gerät ist damit für den
nächsten Pflanzvorgang bereit.
Im Rahmen der Erfindung ist eine Vielzahl von Abwandlungen möglich. Zum Beispiel ist es nicht erforderlich, daß das
Pflanzgerät schwenkbar an einem Hebearm gelagert ist, wie es lediglich beispielsweise in der Zeichnung dargestellt
ist. Es kann ebenso gut an einem Arm gelagert werden, der in Längsrichtung der Maschine faltbar angeordnet ist, oder
an einem Teleskoparm, so daß wenn der Arm sich in ausgezogener Stellung befindet, das Gerät während des Hersteilens
von Löchern und Einsetzens von Pflanzen stationär gehalten wird. Zum gleichen Zweck ist es auch möglich, die Pflanzmaschine
bzw. das Pflanzgerät schwenkbar an einem Fahrzeug
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- ίο -
mittels einer Parallelogrammaufhän^ur.g zu lagern, die
zwei oder mehr längliche Elemente aufweist, die an einem Ende das Pflanzgerät abstützen und mit dsm anderen Ende
schwenkbar am Fahrzeug gelagert sind, so daß die Elemente während einer Rückwärtsbewegung des Pflanzgerätes relativ
zueinander parallel gehalten sind t wodurch das Pflanzgerät
während jeder Schwenkbewegung seine Richtung relativ zur Vertikalen im wesentlichen beibehält.
Obgleich bei der gezeigten Ausführungsform das Pflanzgerät im wesentlichen nur in einer vertikalen Ebene
schwenkbar ist, kann es natürlich auch so angeordnet sein,
daß es in einer horizontalen Ebene schwenkbar ist, z. B.
dadurch, daß der Heber 1 sowohl in einer vertikalen als auch in einer horizontalen Ebene schwenkbar gelagert ist.
Auf diese Weise erhält man eine bessere Möglichkeit, den abwärts gerichteten Druck des Gerätes einzustellen,
wenn Bodenhindernisse angetroffen werden, und dem Gerät zu gestatten, auszuweichen, als Folge eines etwa seitlich
wirkenden Drucks durch Bodenhindernisse.
Auch ist es möglich, das Pflanzrohr außerhalb des Verdichters verlagerbar anzuordnen, anstatt innerhalb desselben,
wie beim ersten beschriebenen Ausführungsbeispiel. Eine solche Ausführungsform ist beispielsweise anhand der
Fig. 5 nachstehend erläutert.
Die erste, vorstehend beschriebene Ausführungsform,bei der
das Pflanzrohr vollständig von dem rohrartig gestalteten Verdichter eingeschlossen ist, kann als bevorzugt gelten,
weil die relativ zueinander gleitenden Oberflächen dabei gegen Schmutz und äußere Einflüsse gut abgeschirmt sind.
Es ist jedoch auch möglich, gemäß einer zweiten, nachstehend beschriebenen Ausführungsform das Pflanzrohr
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gleitbar an dem Verdichter zu lagern. Bei dieser, anhand
der Fig. 5 nachstehend beschriebenen Ausführungsforra,sind
die gleichen Teile mit übereinstimmenden Bezugszeichen
versehen.
Bei dem in Fig. 5 geneigten Gerät hat der Verdichter 5 die Gestalt einer Stange mit rechteckigem Querschnitt,
deren unteres Ende seitwärts gebogen ist, um eine Verdichterplatte 27 zu bilden. Das Pflanzrohr 6 stimmt vollkommen
mit dem Pflanzrohr der ersten Ausführungsform überein, ist jedoch mit einer kastenartigen Einrichtung 28 versehen,
die eine Konsole 29 aufweist. Die Konsole 29 umgibt den Verdichter 5 und führt das Pflanzrohr, so daß dieses
mittels des hydraulischen Zylinders 18 längs des Verdichters 5 bewegbar ist. Die Abwärtsbewegung des Pflanzrohres
längs des Verdichters wird durch einen Anschlag begrenzt, der am Verdichter befestigt ist. Weiter ist
am Verdichter eine Montageplatte 31 befestigt, die einen schwenkbaren Haken 22 trägt. Der Haken 22 greift durch
eine Öffnung 32 in der Platte 31, wodurch der Verdichter
und das Pflanzrohr in ähnlicher Weise, wie beim ersten Ausführungsbeispiel, gegen Relativbewegung gesperrt werden
können. Das Gerät arbeitet im wesentlichen in der gleichen Weise, wie das nach dem ersten Ausführungsbeispiel, jedoch
verdichtet die Verdichterplatte 27 den Boden nur auf der einen Seite der in eine Pflanzhöhlung eingesetzten Pflanze
und nicht um diese Pflanze herum, wie es beim ersten Ausführungsbeispiel der .Fall ist.
Statt.das Pflanzrohr und den Verdichter gradlinig auszubilden,
können diese auch gebogen sein. Eine solche Ausführungsform ergibt eine gewisse Freizügigkeit der Konstruktion
des Gerätes und des zugehörigen Fahrzeugs - zum Beispiel kann der Förderabstand vom Pflanzenvorrat zum
oberen Ende des Pflanzrohres verkürzt werden - und
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gestattet es, das Gerät hohen Konstruktionsanforderungen anzupassen.
Dis Klappe 7 der in der Zeichnung gezeigten Aus führ uiigsform
des Pflanzrohres kann natürlich durch jede andere geeignete Verschließeinrichtung ersetzt werden. Eine
Ausführung mit einer solchen Klappe ist jedoch äußerst zweckmäßig, weil sie wirksam verhindert, daß Erde, Aststücke
und dergleichen in das Pflanzrohr eindringen und die Öffnung blockieren, wenn der Pflanzdorn in den Boden
hineingedrückt. v;ird.
Die Spannung der Feder zwischen dem Verdichter und dem Heber für die Aufwärtsbewegung des Gerätes kann auch im
Rahmen der Erfindung abgewandelt werden und zum Beispiel durch einen hydraulischen Akkumulator für einfache oder
doppelt wirkende Steuerung ersetzt werden.
Bei der beispielsweise beschriebenen Ausführung ist das Gerät mit einem Pflanzrohr zum Herstellen von Löchern
gezeigt. Es steht jedoch dem nichts entgegen, daß das Pflanzrohr im Rahmen der Erfindung durch einen hohlen
Pflanzpflug bekannter Bauart ersetzt wird, der längs des Verdichters verlagerbar angeordnet ist in ähnlicher Weise,
wie es für das Pflanzrohr beispielsweise oben beschrieben ist.
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Claims (8)
- DA/ki Mo och Domsjö AB22. April 1976 s_891 01 örnsköldsvikMoDo 1316Patent- bzw. Schutzansprüche.j An einem Fahrzeug lagerbares Gerät zum Pflanzen von Pflanzen während der Fortbewegung des Fahrzeugs, insbesondere für den Forstbetrieb, wobei das Gerät mindestens eine hohle Setzeinrichtung aufweist, mittels deren Löcuer oder Furchen im Boden herstellbar sind und die normalerweise oberhalb des Bodens gehalten und zum Herstellen der Löcher oder Furchen und zum Einsetzen von Pflanzen in diese in den Boden hinein bewegbar ist, und das weiter einen Verdichter zum Anpressen der Erde um die eingesetzten Pflanzen herum aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß der Verdichter (5) an einem am Fahrzeug anzuordnenden Heber (1) gelagert ist, und daß die Setζeinrichtung (6) längs des Verdichters (5) im wesentlichen vertikal verlagerbar angebracht ist zwischen einer unteren Stellung, in der sie nach unten über den Verdichter (5) hinausragt und einer oberen Stellung, in der der Verdichter (5) über die Setzeinrichtung (6) nach unten vorragt.
- 2. Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Setzeinrichtung (6) innerhalb des Verdichters (5) verlagerbar angebracht ist.
- 3. Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Setzeinrichtung (6) außerhalb des Verdichters (5) verlagerbar angebracht ist.
- 4. Gerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch609846/0321gekennzeichnet, daß der Verdichter (5) und die Setzeinrichtung (6) längs eine* geraden oder gebogenen Weges relativ zueinander verlagerbar angeordnet sind.
- 5. Gerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß eine Klappe (7), durch die eine Öffnung (17) in der Setzeinrichtung (6) verschließbar ist, mittels eines hydraulischen Zylinders (18) betätigbar ist, der zwischen der Klappe (7) und dem Verdichter (5) gelagert ist.
- 6. Gerät nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Klappe (7) einen Nocken (20) aufweist, über den die Setzeinrichtung in ihre obere Stellung bewegbar ist, nachdem die Klappe (7) unter Wirkung des hydraulischen Zylinders (18) die Öffnung (17) freigegeben hat.
- 7. Gerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Setzeinrichtung (6) in ihrer unteren Stellung gegenüber dem Verdichter (5) mittels einer Klaue (22) feststellbar ist.
- 8. Gerät nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, · daß die Klaue (22) durch den Nocken (20) lösbar ist, wenn die Klappe (7) zum Freilegen der Öffnung (17) betätigt wird.Patentanwalt609846/0321
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