DE2617999A1 - Kuehlring fuer brennkammern - Google Patents
Kuehlring fuer brennkammernInfo
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Description
Kühlring für Brennkammern
Die Erfindung bezieht sich auf Verbrennungseinrichtungen und inssondere
auf Mittel zur Schaffung einer effektiven Filmkühlung in Brennkammern. Die Erfindung wird zwar der Einfachheit halber
in Verbindung mit einem Gasturbinen-Strahltriebwerk beschrieben, die Anordnung gemäß der Erfindung ist jedoch für jede Hochtemperaturapplikation
geeignet, die eine effektive Filmkühlung erfordert.
Die gegenwärtig in Betrieb und für einen zukünftigen Betrieb in Entwicklung befindlichen Flugzeugtriebwerke sind so aufge-
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baut, daß sie bei extrem hohen Temperaturen arbeiten. Bei derartigen
Triebwerken verwendete Brenner müssen nicht nur mit den hohen Temperaturen kompatibel sein, sondern auch für lange Zeiträume
effektiv arbeiten, bevor sie zur Reperatur und Wartung ausgebaut werden. Da die Lebensdauer einer Brennerauskleidung
direkt durch die Temperatur beeinflußt wird, bei der sie arbeitet, müssen wirksame und betriebssichere Mittel zur Kühlung
des Brenners und zur Absenkung seiner Betriebstemperatur vorgesehen sein.
Bekannte Kühlmittel für Brennkammern bildeten einen sich bewegenden
Kühlluftfilm zwischen der inneren Oberfläche der Brennerauskleidung und der heißen Gasströmung. Der Kühlluftfilm
verhindert, daß der heiße Gasstrom mit der Brennerauskleidung in Kontakt kommt und auf diese Wärme überträgt. Im allgemeinen
wird der Schutzfilm von einer den Brenner umgebenden Verteilerkammer
in die Brennkammer eingeführt.
Für einen optimalen Wirkungsgrad ist es wesentlich, daß der die schützende Grenzschicht zwischen der Brennerauskleidung
und dem heißen Gasstrom bildende Kühlluftfilm zusammenhängend ist. Weiterhin· muß der Film mit einer vorbestimmten Geschwindigkeit
und Richtung eingeführt werden, um eine Vermischung mit den heißen Gasen zu vermeiden. Im allgemeinen muß der Kühlfilm
aus einer gleichförmigen Schicht aus Kühlluft mit einer gleichförmigen Austrittsgeschwindigkeit um den gekühlten Umfang
der Auskleidung herum bestehen.
Bekannte Kühlvorrichtungen haben versucht, die effektive Kühlung der Brennerauskleidung, durch verschiedene Mittel zu erreichen.
Die ältesten Vorrichtungen führten einfach Kühlluft durch eine Reihe von öffnungen hindurch in einen stromaufwärtigen
Abschnitt der Auskleidung in eine mit Lippen versehene ringförmige Tasche ein, wobei die Strömungen aus den einzelnen
öffnungen zusammenströmen konnten, um eine gleichförmige Grenz-
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COPY
i / ti b y
schicht zu bilden. Die Kühlluft trat dann aus der mit Lippen versehenen Tasche entlang der inneren Oberfläche der Auskleidung
in die Brennkammer aus. Diese älteren Vorrichtungen waren aus wenigstens zwei Gründen nachteilig. Erstens waren die öffnungen
xso angeordnet, daß sie die Kühlluft mit einer großen dynamischen Drucksäule und demzufolge einem hohen Gesamtdruck
einführten, der mit der Bildung einer effizienten Grenzschicht unverträglich ist. Zweitens erforderte die hohe Geschwindigkeit
der durch die öffnungen einströmenden Kühlluft eine lange, ausgebreitete
Lippe, damit die Strömungen zusammen fließen können, bevor sie in die Brennkammter austreten. Die lange Lippe ist
thermischen Beanspruchungen ausgesetzt, die zu einem Verwerfen und Verziehen der Lippe führen. Spätere bekannte Vorrichtungen
verwendeten versenkte Lippen in dem Versuch, das oben beschriebene Problem des Verziehens zu lösen. Brenner mit versen ten
Lippen hatten jedoch eine begrenzte Lebensdauer aufgrund von Hitzepunkten, die in Wirbelschleppen aufgrund der Versenkungen
in der Grenzschicht hervorgerufen wurden, und aufgrund einer schnellen Rißausbreitung, die einer versenkten Anordnung von
Natur aus anhaftet.
Jüngere bekannte Vorrichtungen sorgten für Verbesserungen in
der Kühlung von Brennerauskleidungen, indem Mittel zur Vermeidung der dynamischen Drucksäule in der Kühlluft und Leitmittel
verwendet wurden, um die Kühlluftströme zu streuen, bevor sie
in die Brennkammer austreten. Diese bekannten Vorrichtungen waren jedoch nicht brauchbar bei der Bildung eines gleichförmigen
Kühlluftfilmes als Grenzschichtschutz für die Brennerauskleidung.
·
Es ist deshalb eine Hauptaufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Kühlring-^aufbau für Brennkammern zu schaffen, der für die
Einführung einer gleichförmigen Kühlluftschicht in die Brennkammer
bei einer gleichförmigen Geschwindigkeit sorgt, so daß die Brennkammer von den thermischen Einwirkungen der heißen Gasströmung
getrennt ist.
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Eine weitere Aufgabe besteht in der Schaffung eines Kühlringes mit einem stabilen und dauerhaften Aufbau, der darüber hinaus
winderstandsfähig gegen Verziehen und Verwerfen ist.
Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung durch eine Vorrichtung gelöst, die ein Kühlmittel aus einer Verteilerkammer in einer
ersten vorbestimmten Richtung in einem Schutzfilm auf eine Auskleidung leitet, die teilweise eine Bahn für heißes Gas begrenzt.
Die Vorrichtung umfaßt einen ersten Auskleidungsabschnitt oder ein Segment, das teilweise die Verteilerkammer begrenzt,
und einen zweiten Auskleidungsabschnitt oder ein Segment, das
teilweise die Bahn für das heiße Gas begrenzt und mit dem ersten Auskleidungssegment zusammenarbeitet, um eine Tasche zu bilden.
Eine erste Lippe ist an dem stromabwärtigen Ende des zweiten Auskleidungssegmentes und radial benachbart zu einer zweiten
Lippe angeordnet, die sich am stromaufwärtigen Ende des ersten Auskleidungssegmentes befindet. Die erste Lippe ist im Abstand
von dem ersten Auskleidungssegment angeordnet, um einen Ausgang aus der Tasche zu bilden, der die Kühlluft in der vorbestimmten
Richtung an dem ersten Auskleidungssegment entlang richtet. Die Vorrichtung umfaßt ferner zahlreiche Öffnungen in dem ersten
Auskleidungssegment, um Kühlmittel in zahlreichen Strömen in
die Tasche hinein und in einer Richtung an der zweiten Lippe entlang zu leiten, die zu der ersten vorbestimmten Richtung
im wesentlichen entgegengesetzt ist. Die zweite Lippe kann eine ausreichende Länge haben, damit die zahlreichen Strömungen
wenigstens teilweise zusammenfließen können, während sie in der entgegengesetzten Richtung an der zweiten Lippe entlang
strömen. Das Strömungsmittel kann auf die zweite Lippe gerichtet sein, um eine Teildiffusion der Strömungen zu erreichen. Die
Vorrichtung kann ferner zweite Mittel umfassen zum zusätzlichen Zerstreuen der Kühlmittelströmung innerhalb der Tasche und zum
Drehen de? Strömung des teilweise zusammengeflossenen Kühlmittels
in die vorbestimmte Richtung, bevor das Strömungsmittel aus dem Ausgang austritt.
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ORIGINAL IMSPECTtD
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Die Erfindung wird nun mit weiteren Merkmalen und Vorteilen anhand
der folgenden Beschreibung und der Zeichnung eines bevorzugten Ausführungsbeispiels näher erläutert.
Figur 1 ist eine Querschnittsansicht von einem Brenner mit einer Brennerauskleidung gemäß dem beschriebenen Ausführungsbeispiel
der Erfindung.
Figur 2 ist eine perspektivische Ansicht von einem Abschnitt
der Brennerauskleidung gemäß der Erfindung.
Figur 3 ist eine vergrößerte Querschnittsansicht von einem Teil der in Figur 2 gezeigten Brennerauskleidung.
Figur 4 ist eine Kurvendarstellung des Wirkungsgrades der Filmkühlung
als eine Funktion der Entfernung vom Schlitzausgang für die vorliegende Erfindung und einiger bekannter
Vorrichtungen.
In Figur 1 ist ein Brenner 40 allgemein dargestellt, der eine äußere Wand 42 und eine axial verlaufende äußere Auskleidung
mit einer dazwischen gebildeten Kühlluftkammer 46 aufweist. Eine innere Wand 48 bildet zusammen mit der inneren Auskleidung
50 eine innere radial verlaufende Kühlluftkammer 52. Die
Auskleidungen 44 und 50 bilden eine Verbrennungszone 54, in
die durch eine Düse 56 Brennstoff eingesprüht wird. Der Brennstoff
wird mit komprimierter Luft gemischt, die durch Kanäle und 60 in die Brennerzone eintritt, und die Mischung wird gezündet
und durch den Brennerausgang 32 ausgestoßen. In dem Verbrennungsprozeß erreichen die durch das Verbrennen der Brennst
off -Luftmischung erzeugten heißen Gase extrem hohe Temperaturen. Die vorliegende Erfindung ist auf das Problem gerichtet,
die Übertragung von Wärme aus der heißen Gasströmung in der Verbrennungsζone 54 auf die Auskleidungen 44 und 50 zu verhindern,
und insbesondere auf die Erzeugung einer gleichförmigen zusammenhängenden Schicht eines Kühlmittels entlang den Aus-
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kleidungen 44 und 50, um als eine den Wärmeübergang verhindernde
thermische Grenze zu wirken.
Im allgemeinen wird komprimierte Luft, die von einem Teil des nicht gezeigten Gasturbinentriebwerkes abgezweigt wird, in die
Kühlluftkammern 46 und 52 eingeführt. Da die Kühlluft von den Verteilerkammern 46 und 52 in die Verbrennungszone 54 mit einem
Druck und einer Geschwindigkeit eingeführt werden muß, die mit der Bildung einer Grenzschicht kompatibel sind, wird gemäß der
Erfindung ein Kühlringaufbau geschaffen, der in Figur 2 mit 64
bezeichnet ist. Der Kühlringaufbau 64 wird sowohl in der äußeren Auskleidung 44 als auch der inneren Auskleidung 50 verwendet.
Es wird hier zwar im wesentlichen die Auskleidung 44 beschrieben, selbstverständlich gilt aber das gleiche für die
Auskleidung 50.
Die Auskleidungen 44 und 50 umfassen jeweils eine Anzahl axial benachbarter Segmente, die zusammen eine kontinuierliche Wand
bilden, die die Kühlkammern 4 6 bzw. 52 von der Verbrennungszone
54 trennen. Beispielsweise arbeitet ein typisches stromaufwärtiges
oder zweites Segment 66 mit einem stromabwärtigen oder
ersten Segment'68 zusammen, um die durchlaufende äußere Verkleidung
44 zu bilden. Das Segment 66 ist mit dem Segment 68 durch eine Schweißnaht bei 70 oder durch andere übliche Mittel
verbunden.
In Figur 3 ist eine vergrößerte Querschnittsansicht von den Segmenten 66 und 68 im verbundenen Zustand gezeigt. Diese Verbindung
beinhaltet die Kühlringkonstruktion gemäß der Erfindung, die das Strömungsmittel in-einer schützenden Grenzschicht über
die innere Oberfläche der äußeren Verkleidung 44 streichen läßt.
Wie aus Figur 3 ersichtlich ist, begrenzt das Auskleidungssegment
66 teilweise die Kühlluftkammer 46 und die Verbrennungszone
54 für das heiße Gas. In ähnlicher Weise begrenzt das Auskleidungssegment
68 teilweise die Kühlluftkammer 46 und die
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Verbrennungszone 54 für das heiße Gas. Das stromabwärtige Ende
des stromaufwärtigen Auskleidungssegmentes 66 hat einen im allgemeinen
U-förmigen Querschnitt, wobei die erste Lippe 72 den
Querschnitts radial inneren Schenkel des U-förmigenTund der Flansch 74 den
anderen Schenkel des U bilden. Die Lippe 72 hat eine kurze axiale Länge relativ zu ihrer radialen Höhe, wodurch ihr Widerstand
gegen Verwerfen oder Verformung aufgrund thermischer Beanspruchung vergrößert wird. In ähnlicher Weise hat das stromaufwärtige
Ende des stromabwärtigen Auskleidungssegmentes 68 einen im allgmeinen U-förmigen Querschnitt, wobei die Lippe 76
den einen Schenkel des U und der Plansch 78 den anderen Schenkel
des U bilden. Der Flansch 74 und der Flansch 78 stoßen aneinander
an und sind bei 70 fest aneinander befestigt, was beispielsweise durch Schweißen, Hartlöten oder andere übliche
Mittel geschehen kann, um das Auskleidungssegment 66 mit dem Segment 68 zu verbinden. Wenn sich die Segmente 66 und 68 in
dieser Position befinden, stehen sich die öffnung des zum Segment 66 gehörenden U und die öffnung des zum Segment 68 gehörigen
U einander gegenüber und bilden eine Tasche 80. Die Lipppe 76 ragt in die Tasche 80 hinein. Zahlreiche öffnungen 82 in der
Basis des zum Segment 68 gehörenden U verbinden die Tasche 80 mit der Kühimitte!kammer 46. Die Löcher 82 sind im Abstand um
den Umfang des Segmentes 68 herum angeordnet, so daß sie Kühlmittel in die Tasche 80 hinein und an der Lippe 76 entlang
richten.
Die Tasche 80 ist an ihrem stromaufwärtigen Ende durch die Basis 84 des zum Segment 66 gehörenden U und an ihrem stromabwärtigen
Ende teilweise durch die Basis 85 des zum Segment 68 gehörigen U begrenzt. Der Ausgang 86 wird durch den radialen
Abstand zwischen der Lippe 72 und der Lippe 76 bestimmt. Sowohl die Tasche 80 als auch der Ausgang 86 erstrecken sich in
Umfangsrichtung um die Auskleidung 44 herum und bilden im wesentlichen
Kreisringe, die von der Verbrennungszone getrennt sind.
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Die Kühlmittelkammer 46 enthält eine Kühlmittelströmung mit einem relativ hohen Druck, die in stromabwärtiger Richtung
strömt. Der Gesamtdruck wird von einem dynamischen Druck aufgrund der Geschwindigkeit des Kühlmittels und einem statischen
Druck gebildet. Die Vorrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung nutzt nur den statischen Anteil des Gesamtdruckes durch die
Öffnungen 82, die derart angeordnet sind, daß sie sich zur Kammer 46 hin in stromabwärtiger Richtung und zur Tasche 80 hin
in stromaufwärtiger Richtung öffnen. Demzufolge sind die öffnungen
82 empfindlich gegenüber der Auftreffwucht des strömenden Mediums und dem damit verbundenen dynamischen Druck. Die Anordnung
der öffnungen 82 in.der oben beschriebenen Weise erreicht elnen|Druckabfall, der zu der durch die Erfindung erzielbaren
Arbeitsweise beiträgt.
Das Kühlmittel wird von der Kammer 46 in zahlreichen Strömen in die Tasche 80 eingeführt, wobei jede Strahlströmung einer
öffnung 82 zugeordnet ist. Während bekannte Vorrichtungen versucht
haben, diese Strömungen durch Aufprallen auf und durch Drehen an verschiedenen zu den Taschen gehörigen Wandsegmenten
zu streuen, so erzielten sie doch keine ausreichende Diffusion um sicherzustellen, daß das aus dem Kühlring austretende
Strömungsmittel eine gleichförmige Schicht ist, die mit einer
gleichförmigen Geschwindigkeit strömt. Stattdessen wies in bekannten
Vorrichtungen der aus dem Kühlring austretende Kühlmittelfilm abwechselnd dünne und dicke Abschnitte auf, die einen
Geschwindigkeitsgradienten in Umfangsrichtung hatten. Dies
führte zu einer unerwünschten Vermischung mit dem heißen Gasstrom und einer unzureichenden Wärmeabschirmung von Teilen der
Brenne rauskleidung.
Das dargestellte Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung überwindet diese Nachteile der bekannten Vorrichtungen, indem
eine zweite Lippe 76 vorgesehen ist, um eine Teilstreuung und
ein weitgehendes IneinanderströmerJdes Kühlmittels zu bewirken,
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bevor es auf sekundäre Diffusionsmittel auftrifft und an diesen gedreht wird. Genauer gesagt, ist das in die Tasche 80 einströmende
Kühlmittel durch die öffnungen 82 so gerichtet, daß es auf die Lippe Jb aufprallt und im allgemeinen stromaufwärts
an der Lippe 76 entlang strömt. Jede zu einer öffnung 82 gehörige
Kühlströmung hat ein festgelegtes Geschwindigkeitsprofil, wenn sie aus der öffnung 82 austritt. Durch den Aufprall auf
die Lippe 76 wird das Geschwindigkeitsprofil so geändert, daß der Geschwindigkeitsvektor, der zu "jedem inkrementalen oder
elementaren Strömungsteil von jeder Strömung gehört, sowohl in
ist ι der Größe als auch in Richtung geändert und nachldem Aufprall
sind sie in bezug zueinander sehr unterschiedlich. Infolgedessen wird jede Kühlmittelströmung während des Aufpralles auf
die Lippe 76 teilweise gestreut und somit dazu angeregt, sich mit
benachbarten Strömungen des Kühlmittels zu mischen und sich mit diesen zu vereinigen. Die Lippe 76 weist eine ausreichende
Länge auf, so daß ein wesentliches Ineinanderströmen auftritt, nachdem die Strömungen auf die Lippe 76 aufgeprallt sind und
entlang ihrer Oberfläche in stromaufwärtiger Richtung strömen. Um für eine vollständige Diffusion bzw. Streuung der Kühlströmungen
vor dem Austritt aus dem Ausgang 86 zu sorgen, werden sie durch die Lippe 76 auf die Basiswand 8-4 gerichtet, woraufhin
sie herum gestoßen und wieder in stromabwärtiger Richtung gerichtet
werden. Diese sekundäre Diffusion ermöglicht, daß die einzelnen Strömungen gründlich aufgespalten und miteinander
vermischt werden., so daß der Kühlmittelfilm eine im wesentlichen
gleichförmige Geschwindigkeit und Dicke um den Umfang
des Kühlmittelringes herum hat, wenn er aus dem Ausgang 86 austritt.
Die Diffusion und das Ineinanderströmen, das durch die Lippe in Verbindung mit dem Herumstoßen und dem Umlenken durch die
Basiswand 84 hervorgerufen wird^ bewirkt, daß das Kühlmittel aus dem Ausgang 84 in einem homogenen Film mit gleichförmiger
Geschwindigkeit und Dicke austritt. Weiterhin führt die Anordnung gemäß der Erfindung dazu, daß die Austrittsgeschwindigkeit
des herausströmenden Filmes eine ausreichende Größe hat, um eine
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- ίο -
Vermischung mit der heißen Gasströmung zu vermeiden.
Es sei bemerkt^ daßy'Dei bestimmten Umständen wünschenswert sein
kann, daß das Strömungsmittel an der Lippe 7& entlangströmt,
aber nicht auf diese aufprallt. Auch in einem derartigen Fall strömen die Strömungen des Kühlmittels ineinander, während sie
in einer zur Strömung in der Kammer 46 entgegengesetzten Richtung über die Lippe 76 strömen.
Es sollte aber auch noch ein anderer Gesichtspunkt der Erfindung berücksichtigt werden. In bekannten Vorrichtungen sind
einzelne Lippe verwendet worden, um für das Ineinanderfließen der Strömungen zu sorgen und um das Kühlmittel in einem Film
auf die innere Oberfläche einer Brennerauskleidung zu führen. Eine optimale Leistungsfähigkeit erfordert jedoch, daß die
Lippe für den ersten Zweck lang und für den letzten Zweck kurz ist. Eine kurze Lippe ist aufgrund der thermischen Beanspruchungen
erforderlich, die mit der heißen Gasströmung verbunden sind. Die Lippe 76 gemäß der vorliegenden Erfindung ist nur für
den Zweck vorgesehen, die einzelnen Kühlströmungen zu streuen una im wesentlichen ineinander fließen zu lassen. Da die Lippe
7b nicht dem-heißen Gasstrom ausgesetzt ist, sondern vielmehr durch Aufprall auf ihrer radial äußeren Oberfläche gekühlt
und auch einer Filmkühlung auf ihrer radial inneren Oberfläche unterliegt, kann ihre axiale Länge ohne Berücksichtigung der
thermischen Beanspruchungen festgelegt werden. Da in ähnlicher Weise die Lippe 72 gemäß der vorliegenden Erfindung nur für
das Leiten des Kühlmittels auf die Brennerauskleidung vorgesehen ist, kann die Lippe 72 genügend kurz gemacht werden, um
die Wirkungen der thermischen Beanspruchungen zu eliminieren. Somit liefert die vorliegende Erfindung eine optimale Leistungsfähigkeit,
die bei bekannten Vorrichtungen nicht erhältlich ist.
Die Vorrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung wurde Vergleichsversuchen
mit verschiedenen bekannten Kühlringen unterzogen.
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- ii -
Figur 4 zeigt die Geometrie von allen getesteten Kühlringen
und zeigt die Vergleichsergebnisse der Versuche als ein Kurvenbild des Wirkungsgrades N der Filmküh-lung als Funktion der Entfernung
von dem Kühlschlitzausgang. Der Wirkungsgrad N der Filmkühlung ist mathematisch definiert durch den folgenden Ausdruck
1HG 1AW
T _ φ
1HG C
1HG C
darin ist THG = Anfangstemperatur des heißen Gases '
T-w = Temperatur der Wand unter adiabatischen Bedingungen
im Abstand von dem Schlitzausgang, für den N gemessen ist,
Tn = Anfangstemperatur des Kühlmittels.
T.y ist die Temperatur der Wand, wenn sie eine konstante stationäre
Temperatur erreicht hat.
Wie aus dem Kurvenbild deutlich wird, hat die Vorrichtung gemäß der Erfindung einen Kühlfilmwirkungsgrad, der in einem unerwarteten
Maß besser als derjenige der bekannten Vorrichtungen ist. Der weitbessere Kühlfilmwirkungsgrad wird besonders deutlich,
an von dem Kühlschlitzausgang entfernten Wandpunkten.
Wie aus Figur 4 deutlich wird, enthält die bekannte Vorrichtung
I einen Vorsprung, der stromaufwärts verläuft. Die zur Vorrichtung I gehörige Kurve zeigt das v/esentlich schlechtere Leistungsvermögen
dieser Vorrichtung im Vergleich zu der zur erfindungsgemäßen Vorrichtung gehörigen Kurve. Die schlechtere Leistungsfähigkeit
ist mit der Einführung des Strömungsmittels in den Kühlring in der Weise verbunden, daß diese weder auf den
Vorsprung aufprallt noch an diesem entlangströmt. Beim Betrieb der bekannten Vorrichtung I ist das Kühlmittel zwischen dem
Vorsprung und den radial äußeren Begrenzungen der Tasche durch Kühlmittel praktisch eingeschlossen, das anschließend durch
die Öffnung in die Tasche eintritt. Das eingeschlossene Kühl-
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mittel verhindert, daß nachfolgend durch die öffnung eintretendes Kühlmittel an dem Vorsprung angreift. Dies hat zur Folge,
daß ein wesentlicher Teil des Kühlmittels unmittelbar aus der Tasche austritt und in die Kammer des heißen Gases strömt, ohne
gestreut zu werden oder ineinander fließen zu können. Die Vorrichtung gemäß dem beschriebenen Ausführungsbeispiel der Er-
für
findung sorgt felle Einführung des Kühlmittels entlang der Lippe 7b in einer zur Strömungsrichtung in der Kammer Ί6 in entgegengesetzter Richtung in der Weise, daß ein Einschluß von Kühlmittel in irgendwelchen Abschnitten der Tasche verhindert ist.
findung sorgt felle Einführung des Kühlmittels entlang der Lippe 7b in einer zur Strömungsrichtung in der Kammer Ί6 in entgegengesetzter Richtung in der Weise, daß ein Einschluß von Kühlmittel in irgendwelchen Abschnitten der Tasche verhindert ist.
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Claims (3)
- - 13 Ansprüchel.iVorrichtung zum Leiten eines Teils eines in einer Verteiler- ^—' kammer in einer vorbestimmten Richtung strömenden Kühlmittels in einem Schutzfilm über eine Verkleidung;, die teilweise einen Strömungskanal für heißes Gas begrenzt, gekennzeichnet durch ein erstes Verkleidungssegment (68), das die Verteilerkammer (46) teilweise begrenzt, ein zweites Verkleidungssegment '(66), das den Strömungskanal (51J) für das heiße Gas teilweise begrenzt, wobei die ersten und zweiten Verkleidungssegmente zusammen eine Tasche (80) bilden, eine erste Lippe (72) am stromabwärtigen Ende des zweiten Verkleidungssegementes (66), die im Abstand zum ersten Verkleidungssegment (68) angeordnet ist und mit diesem einen Ausgang (86) aus der Tasche (80) bildet derart, daß die Kühlluft an dem ersten Verkleidungssegment (68) entlang in der vorbestimmten Richtung gerichtet ist, eine zweite Lippe (76) am stromaufwärtigen Ende des ersten Verkleidungssegmentes (68), wobei die zweite Lippe mit radialem Abstand zur ersten Lippe (72) angeordnet ist und in die Tasche (80) hineinragt, und durch zahlreiche Öffnungen (82) in dem ersten Segment (68), die Kühlmittel in zahlreichen Strömungen in die Tasche (80) einführen und in einer zur vorbestimmten Richtung im wesentlichen entgegengesetzten Richtung an der zweiten Lippe (76) entlang führen, die eine ausreichende Länge besitzt, so daß die zahlreichen Strömungen wenigstens teilweise ineinander fließen, während sie in der entgegengesetzten Richtung an der zweiten Lippe entlang strömen.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet , daß die Öffnungen (82) in dem ersten Segment (68) derart angeordnet sind, daß die einzelnen Kühlmitte Iströmungen auf die zweite Lippe (76) aufprallen und dadurch teilweise streubar sind.609846/0 3 18-IH-
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 23 dadurch gekenn· zeichnet , daß sekundäre Diffusionsmittel (84) vorgesehen sind zum zusätzlichen Streuen unü Herumdrehen der Strömung der teilweise ineinandergeflossenen Kühlmittel-Strömungen in die vorbestimmte Richtung.609846/0 3 18
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