DE2616860A1 - Ueberlastschutz fuer kranausleger - Google Patents
Ueberlastschutz fuer kranauslegerInfo
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Description
Überlastschutz für Kranausleger
Die Erfindung betrifft eine Schutzschaltung für einen Ausleger z.B. einen Kran- oder Hebeplattform-Ausleger,
in Verbindung mit einer Sensorvorrichtung für die Durchbiegung des Auslegers bei Uberbelastung.
Auslegerkrane sind seit langem bekannt, die mit einem Ausleger versehen sind, der um eine horizontale Achse
gehoben und gesenkt und um eine vertikale Achse gedreht werden kann. Solche Ausleger können auch in Verbindung
mit Hebeplattformen verwendet werden, bei denen meist am äußeren Ende eine Plattform oder ein Korb für die
h 0 4 H 4 U I 0 k 1 8
Postscheckkonto: Karlsruhe 76979-754 Bankkonto: Deutsche Bank AG Viliingen (BLZ 69470039) 146332
Aufnahme eines Arbeiters befestigt ist; sie können auch teleskopartig ausgeführt sein. Bekanntlich wächst die
Beanspruchung des Auslegers, die dessen Durchbiegung bewirkt, mit Zunahme des zu tragenden Gewichts, mit zunehmendem
Senken des Auslegers von einer fast vertikalen in eine horizontale oder fast horizontale Stellung, und mit dem
teleskopartigen Ausfahren des Auslegers. Jede dieser Bewegungen kann als "Vorwärtsbewegung" bezeichnet werden,
während die umgekehrte Bewegung wie z.B. Gewichtsreduzierung, Anheben des Auslegers und telskopartiges Einfahren
des Auslegers als "Rückwärtsbewegung" bezeichnet werden können, wobei es sich versteht, daß die Vorwärtsbewegungen
die Beanspruchungen des Auslegers und seiner Bauteile erhöhen, während die Rückwärtsbewegungen die
Beanspruchung des Auslegers und seiner Bauteile vermindern.
Eine Zahl von Vorrichtungen für die Erfassung der Auslegerbeanspruchung
und folglich für die Ermittlung des Annäherns der Auslegerbelastung an den Uberlastzustand
wurden bereits vorgeschlagen. Der Überlastzustand ist derjenige Zustand, bei dem der Ausleger am oder nahe an
dem Punkt angelangt ist, bei dem das Gerät beschädigt wird oder ausfällt. Daneben kann bei Auslegern, die Teil
eines beweglichen oder fahrzeugmontierten Krans oder einer Hebeplattform sind, der Überlastzustand als der
Zustand betrachtet werden, bei dem sich die Maschine während einer Vorwärtsbewegung des Auslegers dem Umkippen
nähert. Eine bekannte Vorrichtung zur Ermittlung der Überbelastung des Auslegers besteht aus einem Arm,
dessen eines Ende am Ausleger befestigt ist, der im allgemeinen parallel zum Ausleger verläuft, und der ein freies
Ende gegenüber dem befestigten Ende besitzt. Am oder neben dem freien Ende des Armes ist ein Mikroschalter angebracht
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und so angeordnet, daß er beim Durchbiegen des Auslegers über einen vorbestimmten Wert in den geöffneten Zustand
geschaltet wird. Dieser Mikroschalter ist seinerseits mit einer Schaltung verbunden, zu der auch eine Leitung
im Steuerkreis des Auslegers gehören kann, welche die Vorwärtsbewegung steuert. Daher wird durch einen Überlastzustand,
der die Betätigung des Mikroschalters auslöst und dabei den Steuerkreis der Vorwärtsbewegung unterbricht,
die Weiterbewegung des Auslegers in einen noch gefährlicheren Zustand verhindert, wobei jedoch die umgekehrte
Bewegungsmöglichkeit erhalten bleibt, sodaß die Stellung
oder der Zustand des Auslegers in Richtung eines sicheren Zustandes geändert werden kann.
Es hat sich gezeigt, daß mit dem Überlastsensor in Form eines Armes und eines Schalters im praktischen Betrieb
gewisse Probleme auftraten. Insbesondere, wenn der Ausleger eine Vorwärtsbewegung ausführt, z.B. wenn er gegen
die Horizontallage gesenkt wird, ist die Durchbiegung des Auslegers, welche die Betätigung des Mikroschalters durch
den Arm auslöst, keine stetig wachsende Funktion, sondern das Durchbiegen des Auslegers ist Schwankungen unterworfen.
Dies ist auf die notwendige Elastizität des Auslegers zurückzuführen, welche die Hauptursache, wenn nicht überhaupt
die einzige Ursache für die Eigenschwingung des Auslegers ist, sodaß das Durchbiegen des Auslegers steigende
und fallende Werte annimmt, wenn der Ausleger in seiner Vorwärtsbewegung fortfährt.
Es wurde festgestellt, daß der Mikroschalter durch die Schwingung des Auslegers auf- und zugeschaltet wird, wenn
der Ausleger in eine Durchgangsζone zwischen dem überlastzustand
und dem Normalzustand eintritt. Da der Schalter des Überlastsensors dabei zum öffnen und Schließen veranlaßt
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würde, würden auch die Steuerkontakte für die Vorwärtsbewegung öffnen und schließen, und es würde sich folglich
im System eine ständig zunehmende Eigenschwingung des Auslegers aufbauen, die gefährlich werden könnte. Der
Ausleger könnte sich dabei unter Umständen selbst zerstören oder beschädigen, oder, wenn eine Plattform oder
ein Korb für einen Arbeiter vorhanden ist wie im Fall der Hebeplattform, könnte der Arbeiter verletzt werden,
indem er z.B. aus der Plattform oder dem Korb herausgeschleudert würde.
Es wird ein Aus]eger beschrieben der vorzugsweise in einer
Hebeplattform verwendet wird, die am äußeren Ende des Auslegers eine Plattform oder einen ,Korb für die Aufnahme
eines Arbeiters enthält. Der Ausleger kann angehoben oder gesenkt werden und ist telßskopartig verschiebbar.An dem
Ausleger ist ein Überlastsensor angebracht, der aus einem Arm besteht, der mit einem Ende am Ausleger befestigt ist,
z.B. seitlich am Ausleger, und dessen anderesEnde frei
beweglich ist. Neben dem freien Ende des Armes ist ein Schalter angebracht, der ebenfalls am Ausleger befestigt
ist. Wenn der Ausleger eine Vorwärtsbewegung ausführt, d.h. wenn er z.B. gesenkt und/oder teleskopisch ausgefahren
wird, biegt er sich allmählich soweit durch, bis in der Nähe des Überlastzustandes der Schalter des Überlastsensors
betätigt, d.h. speziell in diesem Fall geöffnet wird. Für die Steuerung der Vorwärtsbewegung des Auslegers.sind
elektrische Steuerkreise vorgesehen, in die Schalter eingefügt sind. Diese Schalter werden durch ein Stromstoßrelais
betätigt, wenn dessen Spule erregt wird. Die Erregung dieser Spule wird durch ein Abfallrelais ausgelöst,
das in einem ersten Zustand gehalten wird, in dem kein Strom zum Stromstoßrelais fließt, solange der Schalter
des Überlastsensors nicht betätigt wird. Bei Betätigung
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des Schalters des Überlastsensors durch die Biegung des Auslegers wird das Abfallrelais stromlos, sodaß
dessen Kontakte in eine zweite Stellung übergehen können, in der die Spule des Stromstoßrelais erregt wird, die
dadurch ihrerseits die Schalter in den Steuerkreisen in eine Stellung schaltet, die eine weitere Vorwärtsbewegung
des Auslegers unterbindet. Wenn die Spule des Stromstoßrelais einmal erregt wurde, bleiben die Steuerschalter
in ihren Stellungen, die weitere Vorwärtsbewegungen des Auslegers verhindern, selbst wenn der
Schalter des Überlastsensors zeitweise in seine normale Stellung zurückgehen sollte. Es ist eine Rückstellschaltung
vorgesehen, die einen Handrückstellschalter und eine Rückstellspule für die Rückstellung der Steuerkreisschalter,
sowie Schalter enthält, die vom Abfallrelais betätigt werden. Es muß daher eine umgekehrte Bewegung des Auslegers
folgen, welche die Belastung verringert, um die Rückstellung des Schalters des Überlastsensors in seine
normale Ausgangsstellung und mithin die Erregung des Abfallrelais zu bewirken, sodaß der dazugehörende Kontakt
in der Rückstellschaltung geschlossen wird. Nur dann gestattet die Betätigung des Rückstellschalters die Erregung
des Rückstellrelais und den Übergang der Steuerkreisschalter in die Stellung, die erneut die Vorwärtsbewegung
des Auslegers ermöglicht.
Es wird vorzugsweise ein Ausleger beschrieben, an dessen äußerem Ende eine Arbeitsplattform so befestigt ist, daß
sie sich zwischen den beiden Stellungen drehen kann, bei denen die Plattform an den beiden Seiten des Auslegers
anliegt, wobei die Plattform eine beträchtliche Länge hat, sodaß in der Stellung, bei der die Plattform an einer Seite
des Auslegers anliegt, ein Ende der Plattform beträchtlich über das Ende des Auslegers hinausragt. Die Bewegung in
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diese Stellung neben dem Ausleger wird als Vorwärtsbewegung
betrachtet, da sie den Schwerpunkt und damit die Belastung in einer Weise verschiebt, daß die Durchbiegung
des Auslegers vergrößert wird» Die Steuerkreise, die einen Schalter für die Veränderung der Vorwärtsbewegung enthalten,
umfassen somit auch die Steuerung der Plattformdrehung. Desweiteren wird bei einer bevorzugten Ausführungsart das
Heben und Senken des Auslegers durch Betätigung eines Umkehrschalters bewirkt, der von Hand betätigt wird, und der
mit einem hydraulischen Servoventil eines Gleichstrom-Drehmomentmotors verbunden ist, der nach beiden Richtungen
drehen kann. In Abhängigkeit von der zugeleiteten Stromrichtung bewirkt dieser Motor das Anheben des Auslegers,
wenn er in einer Richtung dreht, und das Senken des Auslegers, wenn er in der Gegenrichtung dreht. Die Schaltung
enthält in einem Zweig eine Diode, die, wenn das Stromstoßrelais erregt ist und die Steuerkreisschalter im
Steuerkreis zum genannten Gleichstrom-Drehmomentmotor umgeschaltet hat, die Betätigung des Motors nur in der
Richtung gestattet, die den Ausleger anhebt und dadurch die Durchbiegung des Auslegers verringert.
Ein Hauptzweck der Erfindung besteht darin, eine Schutzschaltung für einen Ausleger mit einem Uberlastsensorschalter
zu liefern.
Ein weiteres Ziel der Erfindung liegt darin, eine Schutzschaltung in Verbindung mit einem Ausleger und einem Überlastsensorschalter
zu liefern, welche die Eigenschwingung des Auslegers und/oder des Überlastsensorschalters verhindert.
Die Erfindung stellt sich weiterhin die Aufgabe, einen
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Überlastsensorschalter und einen Schalter für den Steuerkreis
der Vorwärtsbewegung des Auslegers zu schaffen, wobei dieser Schalter des Steuerkreises für die Vorwärtsbewegung
des Auslegers solange in der abgeschalteten Stellung bleibt, bis der Gefahr- oder Überlastzustand
beseitigt ist.
Weitere Ziele und mit der Erfindung verbundene Vorteile werden aus der folgenden Beschreibung, den Patent-Ansprüchen,
und der beigefügten Zeichnung deutlich.
An Hand der Figuren wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung
näher erläutert. Es zeigt:
Fig.1. eine teilweise aufgeschnittene Aufrißzeichnung
von einem Teil einer Hebeplattform als Ausführungsbeispiel der Erfindung;
Fig.2. eine Schnittzeichnung entlang der Linie 2-2 in Fig.1
Fig.3· eine Draufsicht des Endstückes des in Fig. 1 gezeigten
Auslegers der Plattform;
Fig.4. eine Draufsicht entlang der Linie 4-4 in Fig,1,
teilweise aufgeschnitten;
Fig.5· ein Schaltschema·einer Schutzschaltung gemäß der
Erfindung in Überlaststellung.
In der Zeichnung bedeuten gleiche oder entsprechende Hinweisnummern
durchwegs gleiche oder entsprechende Teile.
Fig»l zeigt eine Hebeplattform, allgemein mit 10 bezeichnet,
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—· O "·
mit einem Ausleger 20, der vorzugsweise auf ein nicht gezeichnetes motorgetriebenes und steuerbares Fahrzeug
montiert ist. An seinem äußeren Ende trägt der Ausleger 20 eine Arbeitsplattform 60; der Ausleger 20 kann teleskopartig
aus-und eingefahren werden, z.B. durch einen Hydraulik-Zylinder.
Der Grundaufbau 16, der um eine vertikale Achse über einen herkömmlichen Mechanismus gedreht werden kann,
ist mit einer AusIegeraufhängung 18 versehen, die im
typischen Fall die Form von zwei in einem gewissen Abstand voneinander senkrecht nach oben angeordneten Platten hat,
zwischen denen ein Ausleger-Hebezylinder 19 angeordnet ist, der mit einer Hydraulikflüssigkeit von einer passenden
Pumpe durch Steuerventile betätigt wird, um den Ausleger 20 zu heben und zu senken. Am oberen Ende der Auslegerhalterung
18 ist mit einem waagrechten Kippzapfen der Teleskopausleger 20 verbunden, der einen bekannten Aufbau
mit drei Teleskopelementen 20a, 20b und 20c haben kann. Die Teleskopbewegung dieser Elemente im Verhältnis zueinander
erfolgt durch geeignete Antriebsorgane wie z.B. ein oder mehrere hier nicht gezeigte Hydraulik-Zylinder,
die über Steuerventile von einer Pumpe betätigt werden. Eine durchwegs mit 22 bezeichnete Halterung ist am Ende
des Arbeitselementes 20c befestigt und ein waagrechter Kippzapfen 23 verbindet drehbar ein Verbindungsstück 30
mit der Halterung 22 und somit mit dem Ausleger 20. Das. Verbindungsstück 30 trägt einen drehbaren Hydraulikmotor,
der durchwegs mit 40 bezeichnet wird, mit dem eine Plattformhalterung
50 verbunden ist, welche die Plattform 60 trägt.
Um die Plattform 60 während der Hebebewegung des Auslegers 20 waagrecht zu halten ist der Ausleger 20 an seinem
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hinteren Ende mit einer öse 24 versehen, mit der die
Kolbenstange eines SteuerZylinders 25 verbunden ist,
während der Zylinder selbst schwenkbar mit der Auslegeraufhängung 18 verbunden ist. Ein Teil der oben erwähnten
Halterung 22 ragt nach oben aber den Ausleger 20 hinaus und trägt einen Folgezylinder 26. Hydraulikleitungen L1
und L2 verbinden den Steuerzylinder 25 mit dem Folgezylinder 26, sodaß, wenn der Ausleger-Hebezylinder 19
den Ausleger hochhebt, der Steuerzylinder 25 betätigt wird und seinerseits den Folge.zylinder 26 betätigt, um auf das
Verbindungsstück 30 um den Kippzapfen 23 eine gleichzeitige,
gleichgroße und entgegengerichtete Drehbewegung, bezogen auf die Drehbewegung des Auslegers 20 um seine Kippverbindung
mit der Auslegeraufhängung 18, zu übertragen.
Wie aus Fig. 1 und 2 ersichtlich ist, besteht die Halterung 22 am Ende des Arbeitselements 20c aus zwei Platten 22a
und 22b, die in vertikalen Ebenen parallel zueinander in einem bestimmten Abstand verlaufen. Der Kippzapfen 23 durchdringt
die Platten 22a und 22b, welche die Halterung 22 bilden, und ebenfalls die Platten 31 und 32, die Teile
des Verbindungsstücks 30 darstellen. Die Platten 31 und
liegen in vertikalen Ebenen innerhalb der Platten 22a und 22b der Halterung 22.An seinem rechten oder vorderen Ende
schließt das Verbindungsstück 30 in einem Gehäuse 33 ab»
das die Form eines Zylinders mit vertikaler Achse hat, wenngleich ein völlig zylindrisches Gehäuse nicht unbedingt
erforderlich ist, so wie es hier gezeigt und aus Festigkeitsgründen verwendet wird; ein halbzylinderförmiges
Gehäuse könnte ebenfalls benützt werden. Die Platten 31 und 32 sind mit dem Gehäuse 33 verbunden, und eine Platte
3^ liegt auf den oberen Flächen der Platten 31 und 32 auf,
und endet in einem halbzylinderformigen Teil oder Flansch
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34-a, dessen Radius etwas größer als der des Gehäuses 33
ist.. Ein Flansch 4-1 des Plattformantriebsmotors 4-0 liegt oberhalb auf der Platte 34-, und Bolzen 4-2 halten den
Motor 4-0 über den Plansch 4-1 auf der Platte 34- und mithin
auf dem Verbindungsstück 30 fest. Wie ersichtlich ist
der Durchmesser der Konstruktion einschließlich des Gehäuses 33 und des Flansches 34-a der Platte 3^ mindestens so groß
wie die Breite des Verbindungsstücks 30, die. sich aus dem
Abstand der Platten 31 und 32 ergibt, sodaß eine volle 180-Drehung
der Plattform 60 von einer Seite des A\islegers und des Verbindungsstücks 30 auf die andere Seite derselben
möglich ist.
Die Plattformhalterung 50, die im allgemeinen die Form
eines hohlen, leicht pyramidenförmigen Gehäuses hat und in einem gewissen Abstand voneinander Seitenplatten und
eine horizontale Platte 55 besitzt, die zwischen den letzteren verläuft, ist mit einer Öffnung versehen, in
welcher der drehbare Hydraulikmotor 4-0 untergebracht ist. Der Motor 4-0 ist mit einem zweiten Flansch 4-3 versehen,
der von unten an die Platte 55 anliegt und an dieser mit ringförmig angeordneten Bolzen 4-4- verbunden ist. Der Flansch 4-3
ist gegenüber dem Flansch 4-1 drehbar, sodaß, wenn der Hydraulikmotor 4-0 mit Hydraulikflüssigkeit versorgt wird,
dessen oberer Teil zusammen mit dem Flansch 4-3 eine Drehbewegung um die Achse des Motors 4-0 ausführt, die mit der
Achse des Gehäuses 33 zusammenfällt, während der Teil des Motors 4-0, an dem der Flansch 4-1 befestigt ist, unbeweglich
bleibt. Der Motor 4-0 liefert auf diese Weise die Energie für die Drehung der Plattform 60. Wie in Fig.2 dargestellt,
ist der linke Teil des Gehäuses 33 mit einer Öffnung 35 versehen, durch welche die Hydraulikleitungen L3 und L4-laufen,
die den Hydraulikmotor 4-0, der in herkömmlicher Weise konstruiert ist, mit Hydraulikflüssigkeit versehen.
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Die Plattformhalterung 50 besitzt einen Teil 52a, der
nach unten bis zu einem Punkt unterhalb des Bodens des Verbindungsstücks 30 ragt. Ein Tragarm 56 erstreckt sich
vom unteren Teil der Plattformhalterung 50 nach hinten
und dient als Achslager für eine Welle 36, die in Verlängerung
des Motors 40 verläuft und von einer unteren Platte 37 des Verbindungsstücks 30 getragen wird.
Die Plattform 60 ist mit der Plattformhalterung 50 an
den Verbindungsstellen 57a und 57b verbunden, die z.B.
als Bolzen oder ähnlich ausgeführt sein können. In der Plattformhalterung 50 sind an einer Stelle, die den auf
der Plattform arbeitenden Arbeitern zugänglich ist, Steuerorgane 59 angebracht, mit denen die Plattform und
der Ausleger von den Arbeitern auf der Plattform 60 gesteuert werden können. Solche Steuer organe sind auch am Boden
vorgesehen. Wie deutlich aus Fig.3 hervorgeht, hat die Plattform 60 einen rechteckigen Grundriß, und in der
Mittel- oder neutralen Lage, die in Fig.3 in vollen Linien
gezeichnet ist, ist die Plattformhalterung 50 am Mittelteil
einer Längsseite der rechteckigen Plattform 60 befestigt. Die Länge der Plattform beträgt vorzugsweise
etwa 2,4-5 m, sodaß sie gewisse Baumateralien, die eine Länge von 2,4-5 m haben, auf nehmen kann. Wie des weiteren
in Fig.3 dargestellt, kann die Plattform 60 bezüglich des Auslegers 20 zwischen zwei Extremstellungen bewegt werden,
wobei in einer Stellung eine Seite der Plattform an der linken Seite des Auslegers 20 anliegt und im wesentlichen
zu diesem parallel verläuft, während in der anderen Stellung die gleiche Seite der Plattform an der rechten Seite des
Auslegers 20 anliegt und im wesentlichen parallel zu diesem verläuft. In der gezeigten Konstruktionsart kann eine "
Drehung von etwas mehr als 180° in horizontaler Ebene um die Achse des Motors 4-0 ausgeführt werden. Die Drehachse
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der Plattform 60 liegt außerhalb der Plattform und fällt mit der Achse des Hydraulikmotors 4-0 und der Welle 36
zusammen. Wenn die Plattform 60 nach einer der beiden Extremstellungen bewegt wird, so kann der Schwerpunkt
der Plattform außerhalb der Auslegeraufhängung 18 verlagert werden, z.B. wenn ein Arbeiter und/oder Materialien
und Werkzeuge sich auf einer Seite der Plattform befinden.
In Fig. 1 und 4- wird eine Überlastanordnung des .Sensors 65
gezeigt, die aus einem Arm 66 besteht, der an einem Ende am Grundelement 20a des Auslegers 20 befestigt ist, und
dessen anderes Ende freitragend bleibt. Der Arm 66 ist an seiner linken Seite mit einer Platte 67 verbunden, die
normalerweise senkrecht zur Achse des Auslegers 20 angeordnet ist. Die Platte 67 ist ihrerseits mit zwei Ankerplatten
68 und 69 verbunden, die in einem gewissen Abstand voneinander z.B. durch Schweißung an der Außenseite des Grundelements
20a des Auslegers, vorzugsweise seitwärts von diesem angebracht sind. An seinem rechten oder vorderen Ende trägt der
Arm 66 eine Kontaktplatte 71 zur Betätigung des Drückers
72 des Mikroschalters 73· Der Mikroschalter 73 ist auf
einer Halteplatte 7^ befestigt, die an der Seite des Grundelements
20a angebracht ist. Wenn demnach der Ausleger 20 belastet wird, biegt er sich durch, und seine Achse verläuft
in Bogenform. Dies bewirkt eine Bewegung des Uberlastsensor—
schalters 73 im Verhältnis zur Kontaktplatte 71 des Arms 66,
und bei einem vorbestimmten Betrag der Auslegerdurchbiegung, die sich bei einer vorbestimmten Belastung ergibt, die sich
dem Überlastzustand nähert, wird der Mikroschalter 73 betätigt. Der Überlastzustand oder ein diesem benachbarter
Zustand ergibt sich aus einer Zahl von Faktoren, die entweder allein oder in Verbindung-miteinander wirksam werden.
Diese Faktoren umfassen den Anstellwinkel des Auslegers 20, den Grad des teleskopartigen Ausfahrens des Auslegers 20
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und die Drehstellung der Plattform 60, bei der der Schwerpunkt
der Plattform nach außen verlagert wird.
In Fig. 5 wird eine Schutzschaltung gemäß der Erfindung
dargestellt. Diese Schaltung wird in der tJberlaststellung
gezeigt, die sich nach Betätigung des obengenannten Uberlastsensorschalters
73 ergibt. Eine Batterie 101 ist über parallele Zündschalter 102 und 103 mit einem Wahlschalter
104- verbunden. Der Schalter 102 ist ein Zündschalter, der am Bodenteil der Maschine angeordnet ist, während der
Schalter 103 der Zündschalter -an der Plattform 60 ist. Der Wahlschalter 104 kann dabei verwendet werden, um die
Betätigung der Batteriezündung entweder auf den Boden oder auf die Plattform 60 zu verlegen. Ein Leiter 105
verbindet den Wahlschalter 104 und die Batterie 101 mit dem Prüfschalter für den Funktionszustand 106, der im
eingeschalteten Zustand gezeigt wird, wobei er die Leiter 1Q5 und 107 verbindet, der zum Uberlastsensorschalter 73 führt.
Bei Normalbelastung des Auslegers, wenn der Sensorschalter 73 in Normalstellung steht, verbindet er den Leiter 107
mit den Leitern 108 und weiter mit den Spulen 109a und 109b der parallel geschalteten Abfallrelais 110a und 110b.
Die Relais 110a und 110b sind aus Sicherheitsgründen verdoppelt, um eine Fehlersituation zu überbrücken, falls eines
der Relais nicht richtig funktioniert. Die Abfallrelais 110a und 110b werden durch Federkraft in der dargestellten
Position festgehalten, während bei Erregung der Spulen 109a und 109b die Relaiskontakte aus der gezeigten Stellung
in die entgegengesetzte Stellung gebracht werden. In der gezeigten Stellung wird der Strom vom Wahlschalter 104 durch
die Leiter 121, die Teile eines Starkstromkreises sind, durch die festen Kontakte 111a und 111b zum Starkstromleiter
122 geleitet. Bei nicht überlastetem Zustand des Auslegers
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liegen die beweglichen Kontakte 112a und 112b an den nicht beschalteten Kontakten 113a und 113b.
Zusätzlich zu den Leitern 121 und 122 und den Schalterelementen
112a und 112b umfaßt der Starkstromkreis eine
Arbeitsspule 131a und eine Arbeitsspule 131b von zwei
parallel geschalteten Stromstoßrelais 13Oa und 130b.
Um die Plattform 60 zu drehen, wird Hydraulikfüssigkeit zum
Hydraulikmotor 40 geführt, die durch die Leitung L3 zum Motor 40 gelangt und dabei eine Drehbewegung in einer Richtung verursacht,
während sie beim Strömen durch die Leitung L4 den Motor 40 in eine entgegengesetzte Drehbewegung versetzt. Die
Drehbewegung wird durch zwei (nicht gezeigte) Ventile gesteuert, die durch die Solenoide I5I und 152 betätigt werden,
wobei das Solenoid I5I die Drehung der Plattform 60 nach
links, und das Solenoid 152 deren Drehung nach rechts steuert,
Die Solenoide I51 und 152 sind mit der Batterie 101 durch
einen Leiter 155 verbunden und werden durch die an der Plattform untergebrachten Handschalter I53 und 15^ bedient. Diese
Schalter und Solenoide bilden mit dem Leiter I56 einen Teil
des Steuerkreises für die Plattformdrehung. Die teleskopartige Bewegung des Auslegers 20 wird durch ein Solenoid
für die Teleskopausfahrbewegung und ein Steuersolenoid 158
für die Teleskopeinfahrbewegung ermöglicht. Ein von Hand betätigter Schalter 159 verbindet das Solenoid 157 mit dem
Leiter 155? und ein von Hand betätigter Steuerschalter 161
verbindet das Solenoid 158 mit dem Leiter 155· Das Solenoid
157 für die Ausfahrbewegung des Auslegers 20 ist mit dem
Leiter I56 verbunden, während das Solenoid 158 für die
Einfahrbewegung geerdet ist.
Der Leiter 156 ist durch eine Diode 162 mit einem Leiter
163 verbunden, der mit einem Kontakt 164 des Relais
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verbunden ist, während der entsprechende Kontakt 165 dieses
Relais unbeschaltet bleibt. Ein beweglicher Kontakt 166 ist durch den Leiter 167 mit Kontakt 168 des Stromstoßrelais
verbunden, der Gegenkontakt 169 ist unbeschaltet· Ein bewegliches Schaltelement 171 ist durch einen Leiter 172 geerdet.
Bei Norma11aststellung liegen die beweglichen Kontakte
und 171 an den Festkontakten 164- und 168, wodurch ein Kreis für
die Lasterhöhung el es Auslegers geschlossen wird, der von der Batterie 101 durch den Zündschalter 103, den Leiter I55
und weiterhin durch öie von Hand betätigten Schalter 153»
154» 159 und die Solenoide 151, 152 und 157, den Leiter 156,
die Diode 162, den Leiter 163, die Kontakte 164, 166, 168 und 171 und durch den Leiter 172 zur Masse zurückgeht.
Da das teleskopartige Einfahren des Auslegers 20 die Belastung des Auslegers reduziert, ist das Solenoid 158 für das
Einfahren des Auslegers direkt geerdet, ohne durch die Schalter der Relais 130a und 130b zu laufen. Die Belastung
des Auslegers 20 wird ebenfalls erhöht, wenn der Ausleger um eine horizontale Achse gegen die Horizontallage zu
bewegt wird. Eine Aufwärtsbewegung in die Horizontallage erhöht zwar ebenfalls die Belastung, ist jedoch nicht gefährlich
und wird in den Betrachtungen bezüglich der Definition als Vorwärtsbewegung nicht berücksichtigt. Um
diese Auslegerbewegung auszuführen, ist an der Plattform ein Umkehrschalter 175s mit einem Schaltgriff 176a vorgesehen.
Ein gleicher Umkehrschalter 175t> mit Schaltgriff
176b ist am Boden vorhanden. Diese Schalter 175a und 175b
sind durch die Leiter 174-, 155 und 190 mit der Batterie verbunden. Ein Schaltrelais 177 steuert einen Wahlschalter
178, der entweder den auf der Plattform angebrachten Schalter 175a oder den am Boden vorhandenen Schalter 175b mit einem
Leiter 179 verbindet. Ein elektrischer Drehmomentmotor dreht sich richtungsbedingt in Abhängigkeit von der Richtung
des zugeleiteten Stroms und steuert die Bewegung eines (nicht gezeigten) Ventils, das die Richtung der
.6 09844/0418
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Hydraulikflüssigkeit zum Hebezylinder 19 steuert. Folglich hebt oder senkt der Hebezylinder 19 den Ausleger 20 in Abhängigkeit
von der Drehrichtung des elektrischen Drehmomentmotors 180, dessen Drehrichtung von der Richtung des ihm
zugeführten Stroms abhängt. Der elektrische Drehmomentmotor 180 ist durch einen Leiter 181 mit einem beweglichen
Schalterelement 182 verbunden, das normalerweise mit einem Kontakt 183 verbunden ist, der zu dem Stromstoßrelais 130b
gehört. Es ist ein zweiter Kontakt 184- vorhanden, der durch die Diode 191 mit dem beweglichen Schalterelement 185 verbunden
ist, das zu dem Relais 130a gehört. Der Kontakt 183 ist auch mit dem beweglichen Schalterelement 185 verbunden.
Ein Festkontakt 186 kann durch den beweglichen Kontakt 185 geschlossen werden und ist direkt mit dem Leiter 179 verbunden.
Zusätzlich ist ein entsprechender Kontakt 187 vorhanden, der durch den beweglichen Kontakt 185 geschlossen
werden kann, und der durch eine Diode 188 mit dem Leiter 179 verbunden und weiterhin mit den von Hand betätigten
Umkehrschaltern 175a und 175h verbunden ist. Wie ersichtlich,
ist unter Normallastbedingungen der Umkehrschalter 175a durch den Leiter 179 mit dem elektrischen Drehmomentmotor
180 über die Kontakte 186, 185, 183 und 182 verbunden,
und in Abhängigkeit von der Stellung des Schalters 175a kann
Strom in jede der beiden Richtungen zu dem elektrischen Drehmomentmotor 180 geleitet, und damit der Ausleger 20
angehoben oder gesenkt werden. Im Überlastzustand, jedoch,
wenn die Wicklungen 131a und 131b der Stromstoßrelais durch den Strom, der durch den Starkstromkreis fließt, erregt
wurden, schalten die■Schalterelemente 182 und 185 auf die
Kontakte 184 und 187 um, sodaß der Stromkreis des elektrischen
Drehmomentmotors 180 durch die Dioden 188 und 191 läuft, wodurch der Stromfluß auf eine Richtung beschränkt
wird, nämlich auf diejenige Richtung, die das Anheben des
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Auslegers 20 gestattet, sodaß die Belastring und die Durchbiegung
desselben abnimmt. Der Schalter 175a» der Leiter 179»
die Schalterelemente 185 und 182 und der elektrische Drehmementmotor
180 bilden dabei Teile des Ausleger-Steuerkreises, der die Bewegung des Auslegers in der Richtung
gestattet, in der die Belastung abnimmt, nicht jedoch in der entgegengesetzten Richtung, sobald der Schalter 73
eine Überbelastung gemeldet hat.
Mit dem Schalter 105 ist ein Rückstellkreis verbunden, der einen Leiter 114 mit einem Rückstellschalter 115
enthält, der auf der Plattform 60 untergebracht ist. Ein entsprechender Rückstellschalter 116 ist am Boden vorhanden.
Der Leiter 114 ist mit einem Kontakt 117a verbunden, dem
gegenüber ein unbeschalteter Kontakt 117"b liegt, die beide
zu dein Abfallrelais 110b gehören. Ein beweglicher Kontakt 118 liegt an einem der beiden Kontakte 117a oder 11?b an
und ist mit einem Festkontakt 119a des Abfallrelais 110a verbunden, das auch einen unbeschalteten Kontakt 119b und
einen beweglichen Kontakt 120 enthält. Der Kontakt 120 ist mit dem Leiter 123 verbunden, der ein Teil eines Rückstellkreises
ist, zusammen mit dem Leiter 114 und dem Rückstellschalter
115» dem Leiter 123, der mit der Rückstellwicklung 124a des Stromstoßrelais 130a und der Rückstellwicklung
124b des Stromstoßrelais 130b verbunden ist. Die Wicklungen 124a und 124b schalten die Schalterelemente 166 und 185 sowie
171 und 182 von der gezeigten Stellung in die gegenüberliegende Stellung, sobald sie erregt werden.
Ebenfalls mit dem Leiter 105 ist ein Leiter 126 verbunden in den eine Anzeigelampe 127 geschaltet ist, um anzuzeigen, daß
das Überlastsystem eingeschaltet ist,i desgleichen ist ein Uberlastprüfkreis vorhanden, der einen Kontakt 135 des
Schalters 106, einen Leiter 136 und eine Anzeigelampe
B f) η ti 4 4 / 0 A 1 8
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enthält. Die Anzeigelampe 137 ist ebenfalls durch einen Leiter 138 mit einem Kontakt 139 des Überlastsensorschalters
73 verbunden.
Wenn das Gerät von der Arbeitsplattform aus bedient wird, wird der Wahlschalter 104 in die entsprechende Stellung
gebracht und der Zündschalter 103 betätigt. Der Schalter 106 ist in der gezeigten Stellung ,und der Uberlastschalter
73 ist in seiner der gezeichneten Stellung entgegengesetzten Stellung, wobei er die Batterie 101 durch die Schalter 103»
104 und 106 mit den Leitern 108 verbindet und die Relais
110a und 110b erregt, sodaß deren bewegliche Kontakte in ihrer der gezeichneten Stellung entgegengesetzten Stellung
liegen. Dabei fließt kein Strom durch den Starkstromkreis einschließlich Leiter 122, desgleichen fließt kein Strom
durch die Rückstellkreise einschließlich Leiter 123. Die
beweglichen Kontakte 182 und 185 liegen an den Festkon— takten 183 und 186, und schließen dadurch einen Steuerkreis,
der das Anheben oder Senken des Auslegers 20 gestattet, da der elektrische Drehmomentmotor 180 in beiden
Richtungen mit Strom versorgt werden kann, in Abhängigkeit von der Betätigung des Umkehrschalters 175a. Desgleichen
liegen die beweglichen Kontakte 166 und 171 an den Festkontakten 164 und 168, und schließen dadurch den Steuerkreis,
der die Solenoide I51 und 152 für Links-und Rechtsdrehung sowie die entsprechenden Schalter 153 und 154
enthält, wobei ebenfalls ein Kreis durch die Solenoide 157 und 159 für die Steuerung der Ausfahrbewegung geschlossen
ist. Die Anzeigelampe 127 leuchtet und zeigt dadurch an, daß die Schutzschaltung einwandfrei arbeitet.
Wenn durch irgendeine der oben beschriebenen Ursachen oder durch deren Zusammenwirken eine Überbelastung eintritt,
wird der Überlastsensorschalter 73 betätigt, sodaß
4/0418
- 19 -
er am Kontakt 139 anliegt, und dadurcb die Anzeigelampe
137 einschaltet und gleichzeitig den Kreis zu den Spulen
109a und 109b unterbricht, sodaß die beweglichen Kontakte
112a und 112b sowie 120 und 118 in die gezeigte Stellung gebracht werden. Die beweglichen Kontakte 112a und 112b
schließen den Starkstromkreis, der von der Batterie 101 über den Schalter 104 und die Leiter 121 und 122 zu den
Spulen der Stromstoßrelais 131a und 131b verläuft. Dies ' verursacht das Umschlagen der beweglichen Kontakte 166,
185, 171 und 182 in die gezeigten Stellungen, und diese
beweglichen Kontakte werden in der gezeigten Stellung festgehalten, selbst wenn der Überlastsensorschalter 73
in seine Ausgangsstellung zurückkommen sollte, sodaß er von neuem die Leiter 107 und 108 miteinander verbindet. Die
Rückkehr des Uberlastsensorschalters 73 in die Stellung,
in der er die Leiter 107 unf 108 miteinander verbindet, würde die Wicklungen 109a und 109b erregen, wodurch der
Starkstromkreis, der den Leiter 122 enthält, unterbrochen würde; dies würde jedoch keinen Einfluß auf die Stellungen
der beweglichen Kontakte der Stromstoßrelais 130a und 130b ausüben, da diese in der gezeigten Stellung verriegelt
bleiben.
Die oben beschriebene Bewegung des Überlastsensorschalters
73 findet, wie gezeigt wurde, dann statt, wenn der Ausleger in Richtung einer Überbelastung bewegt wird und dabei in
eine Übergangssone eintritt. In dieser Lage tritt infolge
der Elastizität des Auslegers 20 eine federnde Schwingbewegung ein, die das Hin- und Herschalten des Überlastsensorschalters
73 zwischen seinen beiden Schalterstellungen bewirkt. Sobald die Spulen 131a und 131b erregt werden und
die beweglichen Kontaktelemente der Stromstoßrelais 130a und 130b in die gezeigte Stellung umgeschlagen sind, kann
dieser Teil des Steuerkreises einschließlich des elektrischen
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Drehmomentmotors 180 so betätigt werden, daß er den Ausleger
nach oben anhebt und somit die Belastung, die dessen Durchbiegung verursacht, reduziert wird, da der Strom nur
in einer Richtung durch den 'elektrischen Drehmomentmotor 180 und die Dioden 188 und 191 fließen kann. Desgleichen
wird durch das Umschlagen der beweglichen Kontaktelemente 166 und 171 in die auf der Zeichnung gezeigten Stellungen
der Kreis durch die Solenoide 151 und 152, welche die Drehbewegung
steuern, unterbrochen, desgleichen der Kreis der durch das Solenoid 157 für die teleskopartige Ausfahrbewegung,
sodaß dieser Stromkreis, der die Belastung des Auslegers
erhöhen würde, stillgelegt wird. Das Solenoid 158
für die Einfahrbewegung befindet sich in einem Stromkreis, der die Belastung reduziert und deshalb nicht unterbrochen
wird. Die Bedienperson kann folglich den Ausleger einfahren, durch Betätigung des Schalters 161, oder den Ausleger durch
entsprechende Betätigung des Umkehrschalters 175a anheben, oder beides gleichzeitig, wodurch die Belastung des Auslegers
20, die dessen Durchbiegen verursacht, reduziert wird, sodaß der Arm 66 des Uberlastsensors den Drücker 72
des Uberlastsensormikroschalters 73fieigibt und ihm die Rückkehr in die Stellung gestattet, in der er den Leiter
107 mit dem Leiter 108 verbindet und somit die Verbindung mit der Batterie 101 und den Abfallrelais 110a und 110b
herstellt. Dadurch wird der Starkstromkreis unterbrochen, der die Wicklungen 131a und 131b enthält, und die beweglichen
Kontakte 118 und 120 werden so geschaltet, daß sie den Rückstellkreis bis auf die noch bestehende Unterbrechung
durch den Rückstellschalter II5 schließen. Die Bedienperson
kann nun den Rückstellschalter II5 schließen, wodurch der
Rückstellkreis von der Batterie 101 durch den Leiter 105, den Rückstellschalter II5, den Leiter 114-, die beweglichen
Kontaktelemente 118 und 120, den Leiter 123 und die Rückstellwicklungen 124a und 124-b geschlossen wird. Dadurch
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dadurch kehren die beweglichen Kontakte 166 und 185 sowie 171 und 182 in ihre normale Arbeitsstellung zurück,
in der die Steuerkreise, wie oben beschrieben, voll bedienbar werden.
Es wurde eine Schutzschaltung für einen Überlastsensor beschrieben, der insbesondere im Zusammenhang mit einer
Hebeplattform dargestellt wurde, obgleich es sich versteht, daß das hier beschriebene System mit entsprechenden Abänderungen
auch in Verbindung mit Kränen sowie in Verbindung mit Hebeplattformen, deren Plattform nicht drehbar
angeordnet ist,verwendet werden kann. Das hier beschriebene System sorgt für die Unterbrechung von Steuerkreisen,
die eine Bewegung des Auslegers in eine Stellung gestatten würden, in der die Belastung erhöht würde, und
die sicherstellt, daß diese oteuerkreise unterbrochen bleiben, unabhängig davon, daß der Überlastsensorschalter
gegebenenfalls in seine Normalstellung zurückkehrt. Die angezeigte Schutzstellung verhindert ebenfalls die Schwingbewegung
des Auslegers und das Öffnen und Schließen des tlberlastsensorschalters, wodurch der Ausleger unter Umständen
in eine sich selbst verstärkende Eigenschwingung geraten könnte, die evtl. dessen Selbstzerstörung zur
Folge hätte.
- 22 609844/0418
Claims (10)
- PatentansprücheÜberlast schutzvorrichtung für einen Ausleger, bestehend aus einem beweglichen Ausleger zum Tragen von Lasten, einem Steuerkreis für die Erhöhung bzw. Verminderung der Belastung des genannten Auslegers, einem Sensor für die Überwachung der Durchbiegung des Auslegers, der einen Uberlastschalter und eine Einrichtung für die Betätigung des genannten Überlast— schalters bei unzulässiger Durchbiegung des Auslegers enthält, eine mit diesem Überlastschalter verbundene Schaltung zur Unterbrechung des genannten, die Belastung erhöhenden Steuerkreises beim Ansprechen des genannten Uberlastschalters, dadurch gekennzeichnet, daß die genannte Unterbrechungscbaltung eine Einrichtung enthält, die den genannten Steuerkreis für die Erhöhung der Auslegerbelastung im unterbrochenen Zustand hält, unabhängig von der Stellung des genannten Überlastschalters, sowie einen Rückstellkreis mit Rückstellvorrichtungen, mit dessen Hilfe der unterbrochene Steuerkreis für die Erhöhung der Auslegerbelastung erst dann zurückgestellt werden kann, wenn der genannte Uberlastschalter aus der Stellung, die einer unzulässigen Durchbiegung des Auslegers entspricht, zurückgeschaltet hat und die genannte Rückstellvorrichtung betätigt wurde.
- 2. Überlastschutz nach Anspruch 1, mit einem Unterbrecher im Steuerkreis für die Erhöhung der Auslegerbelastung, dadurch gekennzeichnet, daß der genannte Haltekreis eine Starkstromleitung mit einer Einrichtung für die Betätigung des genannten Unterbrechers, und in Reihe60 9844/0418 - 23 -mit diesem einen Starkstromschalter enthält, sowie, in Reihe mit dem genannten Überlastschalter, eine Vorrichtung für die Betätigung des genannten Starkstromschalters ·
- 3. Überlastschutz nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die genannte Vorrichtung in Reihe mit dem Überlastschalter aus einer Wicklung besteht, die den genannten Starkstromschalter im geöffneten Zustand hält.
- 4» Überlastschutz nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der genannte Rückstellkreis eine Vorrichtung für die Betätigung des genannten Unterbrechers enthält, die dessen Bewegung in entgegengesetzter Richtung zu derjenigen bewirkt, die bei Betätigung durch die genannte Vorrichtung im genannten Starkstromkreis hervorgerufen wird, des weiteren einen in Reihe geschalteten Rückstellkontakt, wobei die genannte Vorrichtung in Reihe mit dem genannten Überlastschalter gleichzeitig als Vorrichtung zur Betätigung des genannten Rückstellkontakts dient, und letztlich einen Rückstellschalter im genannten Rückstellkreis.
- 5· Überlastschutz nach Anspruch 4-, dadurch gekennzeichnet, daß der genannte Rückstellschalter ein von Hand betätigter und normalerweise geöffneter Schalter ist.
- 6, Überlastschutz nach Anspruch 1 und 2, wobei der Ausleger als Teleskopausleger ausgebildet ist, und der genannte Steuerkreis eine erste Vorrichtung für das teleskopartige Ausfahren des genannten Auslegers und eine zweite Vorrichtung für das teleskopartige Einfahren des genannten Auslegers enthält, dadurch ■609844/0418gekennzeichnet, daß die genannte Steuerkreisvor— richtung einen Unterbrecher enthält, der nur in Reihe mit der Vorrichtung für das Ausfahren des genannten Auslegers geschaltet ist.
- 7· Überlastschutz nach Anspruch 6, wobei der genannte Ausleger eine horizontale, drehbare Plattform enthält, dadurch gekennzeichnet, daß der genannte Steuerkreis eine Vorrichtung für die Ausführung der Drehbewegung der genannten Plattform in Reihe mit dem genannten Steuerkre isunterbrecher enthält.
- 8. Überlastschutz nach Anspruch 1 oder 2, wobei der genannte Ausleger eine drehbare Plattform, und der genannte Steuerkreis eine Vorrichtung enthält, welche die Drehbewegung der genannten Plattform bewirkt, dadurch gekennzeichnet, daß der genannte Steuerkreis Organe für die Ausführung der Drehbewegung der genannten Plattform in Reihe mit dom genannten Steuerkreisunterbrecher enthält.
- 9. Überlastschutz nach Anspruch 1 oder 8, worin der genannte Steuerkreis für die Erhöhung oder Verminderung der Belastung des genannten Auslegers einen elektrischen Drehmomentmotor enthält, der in Abhängigkeit von der Richtung des zugeleiteten Stroms in der einen oder anderen Richtung dreht, sowie einen Umkehrschalter in Reihe mit dem genannten Motor, dadurch gekennzeichnet, daß ein weiterer Schalter im genannten Steuerkreis den genannten Umkehrschalter direkt mit dem genannten elektrischen Drehmomentmotor verbindet, während er in der anderen Stellung den genannten Umkehrschalter mit dem genannten elektrischen Drehmomentmotor über ein Bauelement leitet, das- 25 -609844/0418den Strom nur in einer Richtung leitet und im genannten Steuerkreis bei der genannten anderen Stellung des Steuerkreisschalters mit diesem in Reihe geschaltet ist und den Stromfluß zu dem elektrischen Drehmomentmotor nur in einer Richtung gestattet, die eine Verminderung der Belastung des Auslegers bewirkt.
- 10. Überlastschutz nach Anspruch 9» wobei der Ausleger eine Drehbewegung um eine horizontale Achse ausführen kann und eine Vorrichtung zum Heben und Senken des Auslegers um die genannte Achse enthält, wozu auch der elektrische Drehmomentmotor gehört, dadurch gekennzeichnet, daß die letztgenannte Vorrichtung so ausgelegt ist, daß der Ausleger angehoben werden kann, wenn der elektrische Drehmomentmotor mit Strom durch die genannten einseitig leitenden Bauelemente gespeist wird.110hiil·.;-, 4 4 / (J 4 1 8Leerseite
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OGA | New person/name/address of the applicant | ||
| OHJ | Non-payment of the annual fee |