DE2614781B2 - Integrierte Schaltungsanordnung - Google Patents
Integrierte SchaltungsanordnungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine integrierte Schaltungsanordnung, mit wenigstens einem Eingang, dem eine
Schwellwertstufe nachgeschaltet ist
Vorzugsweise bei digitalen Schaltungsanordnungen muß sichergestellt sein, ab welcher Eingangsspannung
in der Schaltungsanordnung die Schaltvorgänge ausgelöst werden sollen. Dies ist schon deshalb nötig, da sonst
geringste Störspannungen zu unerwünschten Schaltvorgängen führen. Die elektronischen Bauelemente, z. B.
digitale Gatter, haben zwar Eingangsschwellspannungen, unterhalb denen das Eingangssignal nicht als Signal
erkannt wird, jedoch müssen die von außen der Schaltung zugeführten Spannungen und die erforderlichen
Eingangsschwellspannungen einander angepaßt werden, um einmal eine sichere Funktion und zum
anderen eine Zerstörung von Bauelementen zu vermeiden. Aus der DE-OS 22 61957 sind integrierte
Festkörperschaltungen mit Eingangsschwellwertstufen bekannt Die Anpassung wird dadurch vorgenommen,
daß der Widerstandswert eines externen Bauelementes, z. B. eines Strommeßwiderstand für Oberstromschalter,
an die Schwelle der Eingangsschwellwertstufe angepaßt wird. Es ist jedoch oftmals nicht möglich oder sehr
aufwendig, ein externes Bauelement, das z. B. ein komplizierter Geber sein kann, an eine vorgegebene
Schwelle anzupassen. Es müssen dann zusätzliche Bauelemente für diese Anpassung eingesetzt werden.
Es ist zwar aus der DE-OS 22 56 688 schon bekannt, Widerstände in integrierten Schaltungsanordnungen
durch Brennstrecken zu- bzw. wegzuschalten. Eine Anregung zur Anpassung von Eingangsspannungen an
Eingangsschweüwcrtc ist aus diesem Stand der Technik
jedoch nicht zu entnehmen.
Es ist daher die Aufgabe der Erfindung, eine integrierte Schaltungsanordnung zu entwickeln, die
ausschließlich durch nachträgliche Veränderung der integrierten Schaltungsanordnung selbst für unterschiedliche
Eingangsspannungen angepaßt werden kann.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst daß der Schwellwert der Eingangsschwellwertstufe
ίο durch einen aus Widerständen bestehenden Spannungsteiler
einstellbar ist und daß zur Steuerung der integrierten Schaltungsanordnung beliebige Eingangsspannungen im Spannungsteiler Widerstände vorgesehen
sind, die durch Brennstrecken überbrückt sind, beziehungsweise überbrückt werden können.
Weitere Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen beansprucht
Die Vorteile der Erfindung bestehen insbesondere darin, daß Spannungen von beliebiger Größe und
Polarität zur Steuerung einer solchen integrierten Schaltung herangezogen werden können. Durch Ausbrennen
der Brennstrecken ist eine Anpassung an die fertige, integrierte Schaltungsanordnung noch möglich,
ohne daß eine äußere Beschallung erforderlich wäre.
Integrierte Schaltungen, die prinzipiell für einen großen Anwendungsbereich in Betracht kommen, wie z. B.
Zeitglieder, können so universeil eingesetzt werden.
Zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt und werden im folgenden näher
jo beschrieben. Es zeigt
Fig. 1 ein erstes Ausführungsbeispiel einer IC-Eingangsschaltungsanordnung
und
Fig.2 ein Ausführungsbeispiel im Detail einer
programmierbaren Umkehrstufe.
Bei dem in F i g. 1 dargestellten ersten Ausführungsbeispiel ist eine Anschlußklemme 10 über einen
Strombegrenzungswiderstand 11 mit einer Eingangsklemme 12 der integrierten Schaltung verbunden. Die
Klemme 12 ist sowohl an den Abgriff eines aus zwei Widerständen 13,14 bestehenden Spannungsteilers, wie
auch an einem Eingang einer Schwellwertstufe 15 angeschlossen, die als Operationsverstärker ausgebildet
ist Der Spannungsteiler 13, 14 ist zwischen den positiven Pol 16 einer Versorgungsspannungsquelle und
Masse geschaltet. Parallel zu dem ersten Spannungsteiler 13,14 ist ein zweiter Spannungsteiler geschaltet der
aus der Reihenschaltung dreier Widerstände 17,18,19 besteht Der Verknüpfungspunkt zwischen den Widerständen
18, 19 ist an dem zweiten Eingang der Schwellwertstufe 15 angeschlossen. Der Widerstand 17
ist durch eine Brennstrecke 20 überbrückt Der Ausgang der Schwellwertstufe 15 ist über die Parallelschaltung
einer Umkehrstufe 21 mit einer zweiten Brennstrecke 22 an eine Anschlußklemme 23 angeschlossen. An die
Anschlußklemme 23 ist eine beliebige, in der Zeichnung nicht näher dargestellte integrierte Schaltungsanordnung
angeschlossen. Diese integrierte Schaltungsanordnung bildet zusammen mit der dargestellten Anordnung
10 bis 23 einen gemeinsamen integrierten Baustein.
Das Ausbrennen von Brennstrecken in integrierten Schaltungsanordnungen ist an sich bekannt. Diese
Brennstrecken dienen zur Überbrückung von Schaltelementen und werden durch einen kurzen Stromimpuls
weggebrannt bzw. verdampft, wenn diese Schaltelemente
wirksam werden sollen. Dieses Wegbrennen erfolgt am fertigen, integrierten Baustein.
Im folgenden werden zur Beschreibung der Wirkungsweise
die in der Digitaltechnik gebräuchlichen
O-Signal und 1-Signal verwendet Dabei bezeichnet ein
O-Signal ein Potential, das ungefähr dem Massepotential
entspricht und ein 1-Signal ein Potential, das deutlich
positiver als das O-Signal ist und von einer Folgeschaltung von diesem unterschieden werden kann.
Durch die in der Abbildung dargestellte Schaltungsanordnung wird es möglich, daß durch Anlegen eines
beliebigen Potentials an die Klemme 10, bzw. an die Klemme 12, je nach Wunsch an der Ausgangsklemme 23
ein 1-Signal oder ein O-Signal erscheint Durch das
Wegbrennen oder Nicht-Wegbrennen der Brennstrecke 20 kann der Widerstand 17 im Spannungsteiler 17,18.19
wahlweise zur Wirkung kommen und fiberbrückt werden. Dadurch kann der Schwellwert der Schwellwertstufe 15 eingestellt werden. Durch weitere, in der
Zeichnung nicht dargestellte Widerstände in diesem Spannungsteiler 17, 18, 19, die ebenfalls durch
Brennstrecken überbrückt sind, können nahezu beliebige Schwellwerte eingestellt werden. Das am Ausgang
der Schwellwertstufe 15 erscheinende O-Signal oder 1-Signal liegt zunächst auch an der Klemme 23 an. Wird
dagegen die Brennstrecke 22 weggebrannt, so wird das Ausgangssignal der Schwellwertstufe 15 über die
Umkehrstufe 21 invertiert und an der Klemme 23 liegt das jeweils entgegengesetzte Signal zum Ausgangssignal der Schwellwertstufe 15 an. Somit können
sämtliche Eingangspotentiale, von negativ über potentialfrei zu positiv, wahlweise einem 1-Signal oder einem
O-Signal an der Klemme 23 zugeordnet werden.
Sind in einem integrierten Schaltkreis mehrere Eingänge vorgesehen, so kann an jedem Eingang eine
Schaltungsanordnung gemäß den Ansprüchen vorgesehen sein. Es ist auch möglich, mehrere Eingänge zu
einem einzigen Eingang zu verbinden. In diesem Falle
können durch verschiedene Potentiale an diesem Eingang die verschiedenen Eingangsstufen angesprochen werden, die wiederum bestimmte Funktionen im
integrierten Schaltkreis betätigen.
In dem in F i g. 2 dargestellten, weiteren Ausführungsbeispiel einer programmierbaren Umkehrstufe 21 ist
der positive Pol 16 der Versorgungsspannungsquelle über die Reihenschaltung eines Widerstandes 24 mit der
Schaltstrecke eines Transistors 25 an Masse angeschlos
sen, wobei der Verknüpfungspunkt der Bauteile 24, 25
mit der Klemme 23 verbunden ist Der Ausgang der
des Transistors 25 angeschlossen.
Ausgangssignal der Schwellwertstufe 15 der Transistor 25 stromleitend gemacht wodurch die Klemme 23 auf
O-Potential gelegt wird. Bei vorhandener Brennstrecke
22 steuert ein 1-Signal der Schwellwertstufe 15 sowohl über die Klemme 23 die Basis des im IC nächstfolgen
den, in der Zeichnung nicht dargestellten Transistors,
wie auch die Basis des Transistors 25 an. Durch die Diode 26 wird jedoch die Basis-Emitter-Spannung des
Transistors 25 etwa halbiert, wodurch nur noch ein vernachlässigbarer Kollektor-Emitter-Strom fließt.
Hierzu 1 Biatt Zeichnungen
Claims (4)
1. Integrierte Schaltungsanordnung, mit wenigstens einem Eingang dem eine Schwellwertstufe
nachgeschaltet ist, dadurch gekennzeichnet,
daß deren Schwellwert durch einen aus Widerständen bestehenden Spannungsteiler einstellbar
ist und daß zur Steuerung der integrierten Schaltungsanordnung durch beliebige Eingangsspannungen im Spannungsteiler (17, 18,19) Widerstände
(17) vorgesehen sind, die durch Brennstrekken (20) überbrückt sind, beziehungsweise überbrückt
werden können.
2. Integrierte Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Steuerung
der integrierten Schaltungsanordnung durch beliebige Eingangsspannungen wenigstens ein Eingang
vorhanden ist, dem eine Umkehrstufe (21) nachgeschaltet ist, die durch eine Brennstrecke (22)
überbrückt ist
3. Integrierte Schaltungsanordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Umkehrstufe
(21) aus einem Transistor (25) besteht, dessen Schaltstrecke zwischen den Ausgang der Umkehrstufe
(21) und Masse geschaltet ist, und daß der Eingang der Umkehrstufe (21) über ein Halbleiterbauelement
(26) mit der Basis des Transistors (25) verbunden ist
4. Integrierte Schaltungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet daß
der Schwellwertstufe (15) eine Umkehrstufe (21) nachgeschaltet ist
Priority Applications (7)
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Legal Events
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