DE2614663A1 - Vorrichtung zur behandlung eines werkstueckes mit ultraviolettem licht - Google Patents
Vorrichtung zur behandlung eines werkstueckes mit ultraviolettem lichtInfo
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Description
Dr. Michael Harm
Patentanwalt
Ludwigstr. 67
6300 Gießen/Lahn H/He (885)
Vorrichtung zur Behandlung eines Werkstückes mit ultraviolettem Licht
Diese Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Behandlung eines Werkstückes mit ultraviolettem Licht mit einer im wesentlichen
geschlossenen Kammer mit Einlaßöffnungen und Auslaßöffnungen, die die Bewegungsbahn des Werkstückes bestimmen
und mindestens einer über mindestens einem Teil der Bewegungsbahn angeordneten ultravioletten Lampe.
Vorrichtungen und Verfahren zur Behandlung mit ultraviolettem Licht (UV) sind bekannt, um Polymerisationen, Sterilisierungen
und dergl. herbeizuführen. Ins besondere wird das ultraviolette Licht heute zum Härten von Überzügen, Druckfarben
und ähnlichen Materialien herangezogen, wobei Vorrichtungen verwendet werden, bei denen eine oder mehrere UV-Lampen so
angeordnet sind, daß die UV-Strahlung auf ein Werkstück gerichtet wird, das unter den Lampen in der Regel auf einem
Förderband hindurchwandert. Durch die UV-Lampen wird eine beachtliche Wärmemenge entwickelt und in manchen Fällen ist es
wünschenswert, die Oberflächentemperatur des Werkstückes zu kontrollieren und die Wärme von dem Werkstück so schnell als
möglich zu entfernen, um einen unerwünschten Wärmeaufbau und ein unerwünschtes Eindringen der Wärme in das Innere des Werkstückes
zu verhindern. Da Holz und ähnliche Materialien die Wärme nicht schnell abgeben, kann es zu einem Wärmestau für
längere Zeiträume kommen, wodurch eine Schädigung des Substrats und/oder des Überzuges eintreten kann. Der Wärmestau
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kann auch ein Problem bei Überzügen auf dünnen Metallsubstraten bilden, da diese sich durch die Ausdehnung verziehen können,
bevor der Überzug vollständig ausgehärtet ist. Bei Kunststoffsubstraten kann eine unerwünschte Verformung durch die
Wärme eintreten.
Zur Kühlung derartiger Systeme verwendete Luft sollte die Oberfläche der Lampe nicht direkt berühren, da eine unterschiedliche
Kühlung der Lampe zu einer Schädigung und zu einem vorzeitigen Versagen der Lampe führt. Aus diesem Grund
sollte das Kühlen nach Möglichkeit auf die Oberfläche des behandelten Werkstückes beschränkt werden.
Die bisher für diesen Zweck vorgeschlagenen Vorrichtungen verwenden große Luftvolumina, die über und um das Produkt
geführt werden, ohne daß es dabei zu einer Beschränkung der Kühlung kommt, indem die Luft auf das zu behandelnde Werkstück
gerichtet und von dort abgeführt wird.
Gegenstand der Erfindung ist nun eine Vorrichtung der eingangs geschilderten Art, die dadurch gekennzeichnet ist, daß
Luftkühleinrichtungen in der Kammer so angeordnet sind, daß sie Luft auf das Werkstück aber nicht auf die ultraviolette
Lampe richten, wobei diese Luftkühleinrichtungen ein längliches Gehäuse einschließen, das einen umschlossenen Durchgang
definiert, durch den Luft, die in dieses Gehäuse eintritt, durch enge, schlitzartige Düsen auf die Bewegungsbahn des
Werkstückes gerichtet wird,
wobei diese schlitzartigen Düsen entgegengesetzt und entlang
des Bodens von jeder Seitenwand des Gehäuses angeordnet sind und wobei die Luftkühleinrichtungen ferner Abgaseinrichtungen
mit einem länglichen Kanal, angeordnet zwischen und oberhalb der schlitzartigen Düsen, einschließen.
Bei dieser Vorrichtung wird die Luft in einem dünnen Strom mit relativ hoher Geschwindigkeit durch die Düsen auf das
Werkstück und in einen Abgaskanal zwischen den Düsen gerich-
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tet, wobei sie durch den Abgaskanal entfernt wird, bevor die Kühlluft den Bereich der ultravioletten Lampen selbst erreichen
kann. Die Düsen richten die Luft bevorzugt in einem Winkel zu der Horizontalebene der Bewegungsbahn des Werkstückes,
wobei die Luftbewegung aus den Düsen gegeneinander und in den Abgaskanal erfolgt. Bei der UV-Behandlungsvorrichtung
sind die Einrichtungen zur Luftkühlung in der Regel in Nachbarschaft und nach der UV-Lampe entlang der Bewegungsbahn
des Werkstückes angeordnet. Wenn eine Vielzahl von ultravioletten Lampen verwendet wird, wie dieses üblicherweise der Fall
ist, ist es bevorzugt, daß sich an eine jede derartige Lampe eine Einrichtung zur Luftkühlung anschließt.
Im folgenden wird die Erfindung unter Bezugnahme auf die
Zeichnungen, die folgendes zeigen, näher erläutert:
Fig. 1 ist eine perspektivische Ansicht einer UV-Behandlungsvorrichtung
mit einem weggeschnittenen Abschnitt, in dem die Lampen und die Luftkühler im Inneren der Vorrichtung gezeigt
werden.
Fig. 2 ist eine perspektivische Ansicht eines Luftkühlers mit weggeschnittenen Abschnitten, in denen Einzelheiten der inneren
Konstruktion zu erkennen sind.
Fig. 3 ist eine Stirnansicht des Luftkühlers mit dem entfernten Ende des Gehäuses und
Fig. 4 ist eine seitliche Aufrißansicht eines Luftkühlers wie in Fig. 2 entlang der Schnittebene IV-IV von Fig. 3.
In Fig. 1 besitzt die UV-Behandlungsvorrichtung 10 eine im wesentlichen geschlossene Kammer 11 mit Einlaß- und Auslaßöffnungen,
die den Bewegungsweg des zu behandelnden Werkstückes 12 entlang einer horizontalen Ebene bestimmen. Das
Werkstück wird in der Regel durch ein Fließband oder eine ähnliche Einrichtung befördert, wobei diese Beförderung kontinuierlich
oder intermittierend sein kann. Das Förderband oder die vergleichbaren Einrichtungen werden durch geeignete
und hier nicht gezeigte Einrichtungen angetrieben. Das Werk-
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stück durchläuft die Bewegungsbahn unter den Lampenanordnungen 14 und l4a, wobei jede dieser Anordnungen eine ultraviolette
Lampe 16, einen Reflektor 18 und eine Blende 20 besitzen, wobei der Reflektor und die Blende zwar bevorzugte, aber
nicht unbedingt notwendige Einrichtungen sind. Der Reflektor und die Blende können gegebenenfalls mit Luft, Wasser oder
ähnlichen Mitteln gekühlt werden. Die Luftkühler 22 und 22a sind in Nachbarschaft zu einer Lampe und jedes dieser Teile
besitzt ein längliches Gehäuse 23 und an der Bodenkante des Gehäuses befinden sich in entgegengesetzter Anordnung Schlitzdüsen
26. Diese Schlitzdüsen sind im Vergleich zu ihrer Länge eng und erstrecken sich entlang des Bodens an jeder Seite des
Gehäuses. Zwischen den Schlitzdüsen erstreckt sich parallel und oberhalb von ihnen der Abgaskanal 28, durch welchen die
Luft abgeführt wird, nachdem sie auf das Werkstück aufgetroffen
ist. Die Luft tritt in den Luftkühler durch den Luftverteiler und den Einlaß 32 ein und wird aus der UV-Behandlungsvorrichtung
durch den Durchgang 34 entfernt, der zwischen dem Gehäuse 11 und den Enden und der Kopfseite der Kühler und Lampen
liegt. Die Luft wird dann über die Abgasleitung 36 zu einer nicht gezeigten, beliebigen Entlüftungseinrichtung weitergeleitet.
Fig. 2 zeigt die Luftkühler in größeren Einzelheiten. Sie besitzen
ein Gehäuse 23, das einen inneren Durchgang 24 definiert, durch welchen aus dem Einlaß 32 eintretende Luft in
und entlang des Gehäuses passiert. Um die Turbulenz der in den Kühler eintretenden Luft herabzusetzen und eine gleichmäßige
Verteilung der Luft im Gehäuse vor dem Durchgang durch die Schlitzdüsen 26 zu verbessern, ist es vorteilhaft, Verteileinrichtungen
entlang des Durchgangs vorzusehen. Eine geeignete derartige Verteileinrichtung ist ein maschenartiges
Teil 38, das quer über den Durchgang zwischen dem Lufteinlaß 32 und den Schlitzdüsen 26 angeordnet ist. Nach dem
Passieren durch die Verteilungseinrichtung 38 geht die Luft durch die Luftöffnungen 44 der Platte 41 in die Schlitzdüsen
26. Die relativ engen Schlitzdüsen richten die Luft in einem
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relativ engen Strom, bevorzugt unter einem Winkel zu der
Bewegungsbahn des Werkstückes und gegeneinander in den Abgaskanal 28. Der Abgaskanal ist so ausgebildet, daß er die
Luft von Jedem seiner Enden entfernt. Um dazu beizutragen, enthält der Abgaskanal bevorzugt Mittel für das Lenken der
Luft gegen die Enden, wodurch die Entfernung rascher erfolgt. Derartige Mittel sind beispielsweise Ablenkbleche 42, die
sich in Längsrichtung entlang des Kanals und quer zum Kanal in einer horizontalen Ebene erstrecken und von jedem oberen
Ende des Kanals etwa zu seiner Bodenmitte geneigt sind.
Fig. 3 zeigt den Luftkühler in einer Stirnansicht mit entferntem Gehäuse. An dem Luftkühler definiert das Gehäuse
den Durchgang 24, in den Luft aus dem Einlaß 32 über die Verteileinrichtung 38 und die Luftlöcher 40 im Plattenteil
41 und nach unten in die Luftleitungen 44 eintritt. Diese Luftleitungen, die durch die Außenwand des Gehäuses 23 und
die Wand des Abgaskanals 28 gebildet werden, sind sich in Längsrichtung erstreckende längliche Kanäle, die aber eine
relativ enge Breite im Vergleich zu den anderen Dimensionen haben. Von jeder dieser Leitungen trifft Luft durch die
Schlitzdüsen 26 auf das Werkstück auf und geht nachher in den Abgaskanal 28, in dem Ablenkteile 42 dazu beitragen,
die Luft gegen die Enden und weg aus der Vorrichtung zu dirigieren.
Fig. 4 zeigt ferner die Luftkühler in einer Seitenansicht entlang des Schnittes IV-IV von Fig. 3. Der Luftkühler 22
besitzt ein Gehäuse 23, in welches Luft aus dem Einlaß 32 in den Durchgang 24 und durch die Verteilungseinrichtung
und die Platte 41 mit den darin befindlichen Öffnungen eintritt und durch die Schlitzdüsen 26 austritt. Die Stellungen
der Ablenkbleche 42 und des Abgaskanals 28 sind ebenfalls angegeben.
Die Vorrichtung kann von beliebiger Gestalt und Größe sein, solange sie entsprechende Einlaß- und Auslaßöffnungen besitzt,
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die die Bewegungsbahn des zu behandelnden Werkstückes definieren. Die Lampen und Luftkühler sind innerhalb der UV-Behandlungsvorrichtung
so angeordnet, daß mindestens ein Teil der Bewegungsbahn unter ihnen liegt. Es ist zwar möglich,
nur eine einzige Lampe und einen einzigen Luftkühler in einem derartigen UV-Behandlungsapparat zu verwenden, doch werden in
der Regel eine Vielzahl von Lampen benützt, wie z.B. zwei bis 12 oder noch mehr Lampen. Dabei ist es bevorzugt, daß jeder
Lampe ein Luftkühler zugeordnet ist. Gegebenenfalls kann aber auch ein oder mehrere Luftkühler zwischen einer Vielzahl von
Lampen angeordnet sein.
Das Gehäuse der Vorrichtung kann aus einem beliebigen geeigneten Material, wie z.B. Stahl oder einem ähnlichen Metall
bestehen. Der Luftkühler kann ebenfalls aus einem beliebigen geeigneten Material bestehen, wobei verzinkter Stahl in der
Regel bevorzugt wird. Die Größe und die Form des Luftkühlers hängen von der Größe und der Form des UV-Behandlungsgerätes,
in dem er verwendet werden soll, ab. Bevorzugt erstreckt sich der Luftkühler im wesentlichen oder vollständig über die Bewegungsbahn
des zu behandelnden Werkstückes, so daß Luft auf das Werkstück, während des gesamten Bewegungs- und Behandlungsweges
auftritt.
Die erläuterten Einzelheiten für die Konstruktion des Luftkühlers sind nicht erfindungswesentlich. Es ist jedoch wichtig,
daß die schlitzartige Düse mit Mitteln zum Abführen der Abgase so kombiniert wird, daß ein relativ enger Luftstrom
mit relativ hoher Geschwindigkeit auf das Werkstück auftrifft. Dies wird üblicherweise dadurch erreicht, daß im Abstand und
entgegengesetzt enge schlitzartige Düsen angeordnet werden, die sich in Längsrichtung entlang des Bodens von jeder Seitenwand
des Luftkühlergehäuses erstrecken. Die schlitzartigen Düsen sind relativ eng in ihrer Weite im Vergleich zu ihrer
Länge. So können z.B. bei einem Luftkühler von einer Länge von 122 cm die schlitzartigen Luftdüsen normalerweise eine
Breite von 0,025 bis 0,25 cm haben. Es können auch Einrich-
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"tungen zur Änderung der Breite der DUsenöffnung gegebenenfalls
vorgesehen sein. In einer UV-Behandlungsvorrichtung ist der Luftkühler so angeordnet, daß die Unterseite der
Düsen ausreichend nahe an der Oberfläche des zu behandelnden Werkstückes ist, so daß die Luft direkt auf die Oberfläche
des Werkstückes aufprallt. Die Entfernung kann in Abhängigkeit von den unterschiedlichen Typen an Werkstücken
schwanken, der Abstand zwischen dem Ende der Düsen und der Oberfläche des Werkstückes beträgt üblicherweise aber etwa
2,5 bis 5 cm. Gegebenenfalls können auch Einrichtungen zur Veränderung dieses Abstandes vorgesehen sein, wobei entweder
die Position des gesamten Luftkühlers oder die Konfiguration der schlitzartigen Düse geändert wird.
Der Luftkühler enthält auch Entlüftungseinrichtungen zur Entfernung
der Luft aus der Bewegungsbahn des Werkstückes in einer Richtung weg von der UV-Lampe. Um dieses zu erleichtern,
sind die Düsen bevorzugt gegeneinander gerichtet, wobei sie üblicherweise unter einem Winkel von 60 zu der Bewegungsbahn
des Werkstückes angeordnet sind. Die Entlüftungseinrichtungen können einen länglichen Kanal einschließen, der
sich zwischen und oberhalb der schlitzartigen Düsen befindet. Bei einer derartigen Anordnung prallt die Luft auf das Werkstück
auf und wird sofort in den Abgaskanal abgeführt, der Ablenkeinrichtungen enthalten kann, um die Luft gegen die
Enden des Kanals zu dirigieren, wo sie durch Durchgänge zwischen den Enden der Kühler und der Lampenanordnung und dem
Gehäuse des UV-Gerätes entfernt werden kann. Die Luft wird aus dem UV-Behandlungsgerät unter Verwendung von einer oder
mehreren Leitungen entfernt, die in geeigneter Weise in einem beliebigen Teil des UV-Geräts angeordnet sein können, wie
z.B. am Kopf des Gehäuses. Für das Absaugen der Abgasluft kann eine beliebige Einrichtung, wie z.B. ein Ventilator verwendet
werden. Die Ablenkeinrichtungen in dem Abgaskanal sind bevorzugt geneigte Teile, die sich mehr oder weniger horizontal
über den Kanal etwa aus der Mitte des Bodens des Kanals zu dem oberen Teil oder in die Nähe der oberen Enden des Ka-
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nals erstrecken. Derartige Ablenkeinrichtungen können unter
einem geeigneten Winkel, der von der Länge und der Form des Luftkühlers abhängt, angebracht werden, so daß sie dazu beitragen,
die Luft in der gewünschten Menge zu dirigieren. Es können jedoch auch andere Ablenkformen und -anordnungen verwendet
werden, um diesen Zweck zu erreichen, wie z.B. gebogene Vorsprünge oder Vorsätze, die an den Wänden des Kanals
befestigt sind.
Die schlitzartigen Düsen sind üblicherweise enge Verlängerungen der Luftleitungen auf jeder Seite des Luftkühlers, wobei
die innere Wand der Luftleitung den Abgaskanal definiert. Diese Luftleitungen, die sich zu den Düsen erstrecken, sind
bevorzugt relativ eng im Vergleich zu ihrer Länge, so daß sie den Luftstrom ausrichten und zu den Düsen dirigieren.
Sie müssen jedoch sonstwie keine besondere Größe oder Form haben. So können sie z.B. auch spitz zulaufend sein. Bei dem
erläuterten Luftkühler tritt die Luft in die Luftleitungen durch die Luftlöcher ein, die sich in der Platte quer zu dem
Durchgang erstrecken. Die Verwendung eines Plattenteils in einer derartigen Anordnung ist nicht notwendig, doch dient
sie dazu, den Luftkühler zu versteifen und zu verfestigen.
Gegebenenfalls sind auch Verteilungseinrichtungen in dem Durchgang vorgesehen, durch den die Luft beim Eintritt in
den Luftkühler hindurchgeht. Diese dienen dazu, um die Turbulenz der Luftströmung herabzusetzen und die Luft so gleichförmig
wie möglich über die Länge der Leitung zu verteilen. Die Verteilungseinrichtungen bestehen zweckmäßigerweise aus
einem maschenartigen Material und üblicherweise handelt es sich dabei um Netze oder Gitter, die aus Metall, Kunststoff
oder ähnlichen Materialien bestehen können.
Der Lufteinlaß in den Luftkühler benötigt nur eine ausreichende
Größe, um eine derartige Luftmenge in den Kühler eintreten zu lassen, daß die gewünschte Luftströmung erreicht
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wird. Seine Größe und Gestalt und seine Anordnung an dem Kühler ist nicht erfindungswesentlich.
Die übrigen Komponenten des UV-Behandlungsgerätes können von
beliebigem Typ sein, solange sie die gewünschten Funktionen erfüllen. Als ultraviolette Lampen können die im Handel erhältlichen
Lampen benutzt werden, die Licht im ultravioletten Bereich emittieren. Bevorzugt sind Lampen, die Licht im
Bereich von 2 000 bis 4 000 Ä emittieren, wie z.B. Hoch- oder
Niederdruck-Quecksilberdamplampen oder Metallhalogeniddampflampen.
Üblicherweise wird zusammen mit diesen Lampen ein Reflektor
oder Spiegel verwendet, der aus einem Material, wie einem glänzenden Aluminiumblech besteht, das ultraviolettes Licht
reflektiert.
In dem UV-Behandlungsgerät können gegebenenfalls noch eine
Vielzahl von weiteren Komponenten vorgesehen werden. So können z.B. Mittel vorhanden sein, um den Reflektor, die Blende
und andere Teile zu kühlen, Mittel zur Einrichtung der Stellung der Lampenanordnung und der Luftkühler relativ zueinander
und zur Bewegungsbahn. Außerdem können verschiedene Typen von Einlaß- und Auslaßöffnungen verwendet werden, und es können
Dämpfeinrichtungen oder ähnliche Mittel vorgesehen sein, um die Verteilung der Luft auf verschiedene Luftkühler zu
regeln. Auch Einrichtungen zur Steuerung der Feuchtigkeit der Kühlluft sind möglich.
Die Vorrichtung nach der Erfindung kann zur Behandlung von beliebigen Werkstücken, die der Einwirkung von ultraviolettem
Licht unterworfen werden sollen, dienen. Besondere Vorteile werden aber mit diesen Luftkühleinrichtungen gemäß der
Erfindung bei der Behandlung von Werkstücken aus einem Substrat mit einem Überzug darauf erzielt. Bei diesem Überzug
kann es sich um einen Schutzüberzug oder um einen dekorierenden Überzug, um einen Aufdruck und ähnliches handeln, wo-
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bei diese Überzüge oder Aufdrücke durch das ultraviolette Licht getrocknet und/oder ausgehärtet werden. Bei einer derartigen
Ausführungsform der Erfindung ergeben die Luftkühler nicht nur eine wirksame Kühlung zu dem Zeitpunkt und an dem
Ort, wo dies am meisten benötigt wird, d.h. an der Oberfläche des Werkstückes sofort nach der Einwirkung der Lampe, sondern
sie haben auch eine egalisierende Wirkung auf den Überzug selbst, wodurch ein Überzug mit den gewünschten Eigenschaften
leichter erzielt wird.
Es sind in der Technik zahlreiche Überzugsmassen, Druckfarben und dergl. bekannt, die durch ultraviolettes Licht gehärtet
werden können. Derartige Zusammensetzungen enthalten in der Regel mindestens ein Polymeres, Oligomeres oder Monomeres,
das lichtempfindlich ist, d.h. daß diese Stoffe in Gegenwart von UV-Licht reagieren.
In Verbindung mit solchen lichtempfindlichen Massen können beliebige Substrate verwendet werden, wie Holz, Holzprodukte,
Glas, Metalle und Kunststoffe der verschiedensten Art. Die Vorrichtung nach der Erfindung ist besonders geeignet für
Substrate, deren Eigenschaften durch eine längere Wärmeeinwirkung beeinträchtigt werden, wie Holz, Spanplatten, verschiedene
Kunststoffe und gewisse Metallsubstrate, wobei es sich bei den Metallsubstraten um Metallbleche handelt, die
sich bei unterschiedlicher Wärmeeinwirkung verbiegen oder verwerfen können.
Die Vorrichtung nach der Erfindung kann in verschiedener Weise in Abhängigkeit von dem zu behandelnden Produkttyp
und seinen Eigenschaften betrieben werden. Wenn beschichtete Substrate behandelt werden, wird üblicherweise ausreichend
Kühlluft zugeführt, um eine Luftströmung mit einer nominellen Geschwindigkeit in den Düsen des Kühlers von
etwa 1500 bis etwa 4000 m pro Minute zu erreichen. Das erforderliche Luftvolumen hängt selbstverständlich von der
Größe des Luftkühlers ab. So benötigt man z.B. bei einem
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UV-Behandlungsgerät mit 12 wassergekühlten Lampenanordnungen, von denen jede eine UV-Lampe von einer Länge von 127 cm hat
und auf eine nominelle lineare Energiedichte von 200 Watt/ 2,54 cm eingestellt ist und auf jede Lampe ein Luftkühler der
beschriebenen Art folgt, wobei jeder Luftkühler 127 cm lang, 16,5 cm weit und 24,1 cm hoch ist und jede Düse eine Weite
von 1,59 mm hat, ein Gesamtvolumen von Luft, das durch den Luftverteiler in die Luftkühler geht, von etwa 1,7 bis 20 m
(600 bis 700 cubic feet) pro Minute.
Außer Luft können bei der Erfindung als Kühlmedien auch andere Gase, wie Stickstoff oder andere inerte Gase verwendet
werden.
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Claims (8)
- 26H663Patentansprüche;■'l\ Vorrichtung zur Behandlung eines Werkstückes mit ultraviolettem Licht mit einer im wesentlichen geschlossenen Kammer mit Einlaßöffnungen und Auslaßöffnungen, die die Bewegungsbahn des Werkstückes bestimmen und mindestens einer über mindestens einem Teil der Bewegungsbahn angeordneten ultravioletten Lampe, dadurch gekennzeich net , daßLuftkühleinrichtungen (22, 22a) in der Kammer (11) so angeordnet sind, daß sie Luft auf das Werkstück ,(12), aber nicht auf die ultraviolette Lampe (16) richten, wobei diese Luftkühleinrichtungen ein längliches Gehäuse (23) einschließen, das einen umschlossenen Durchgang (24) definiert, durch den Luft, die in dieses Gehäuse eintritt, durch enge schiitzartige Düsen (26) auf die Bewegungsbahn des Werkstückes gerichtet wird,wobei diese schlitzartigen Düsen (26) entgegengesetzt und entlang des Bodens von jeder Seitenwand des Gehäuses (23) angeordnet sind undwobei die Luftkühleinrichtungen (22, 22a) Abgaseinrichtungen mit einem länglichen Kanal (28), angeordnet zwischen und oberhalb der schlitzartigen Düsen, einschließen.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet , daß die Düsen (26) so angeordnet sind, daß sie Luft unter einem Winkel auf die Bewegungsbahn und in einer Richtung gegeneinander und weg von der benachbarten ultravioletten Lampe (16) richten.
- 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch ge-, kennzeichnet , daß die ultraviolette Lampe (16) sich in einer Anordnung befindet, die eine veränderbare Blende (20) einschließt, die in geschlossener Stellung verhindert, daß eine Strahlung von dieser Lampe die Bewegungsbahn des Werkstückes erreicht, und die in offener Stellung es ermöglicht, daß die Strahlung die Bewegungsbann des Werkstückes erreicht.60 98 42/108826H663
- 4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 "bis 3, dadurch gekennzeichnet , daß sie eine Vielzahl von ultravioletten Lampen und eine Vielzahl von Luftkühleinrichtungen (22, 22a) einschließt, wobei sich jede derartige Luftkühleinrichtung in Nachbarschaft und unmittelbar hinter einer ultravioletten Lampe entlang der Bewegungsbahn des Werkstückes befindet.
- 5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet , daß der umschlossene Durchgang (24) einen Lufteinlaß (32) einschließt und daß zwischen diesem Einlaß und den schlitzartigen Düsen (26) maschenartige Teile angeordnet sind, um die Turbulenz der Luft zu verhindern und sie gleichmäßig zu verteilen.
- 6. Luftkühleinrichtung für die Verwendung in Vorrichtungen zur Behandlung von Werkstücken mit ultraviolettem Licht, gekennzeichnet durchein längliches Gehäuse (23), das einen umschlossenen Durch-. gang (24) definiert,einen Lufteinlaß (32) in diesen Durchgang (24), entgegengesetzt im Abstand angeordnete enge schlitzartige Düsen (26), die sich längs des Bodens dieses Gehäuses erstrecken undeine Abgasleitung (36) zwischen den Wänden dieses Gehäuses und oberhalb und zwischen den schlitzartigen Düsen.
- 7. Luftkühleinrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet , daß die schlitzartigen Düsen so ausgerichtet sind, daß sie die Luft in einem geneigten Winkel gegeneinander und gegen die Abgasleitung richten.
- 8. Luftkühleinrichtung nach einem der Ansprüche 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet , daß sie zusätzlich maschenartige Verteilungsmittel (38) einschließt, die im Durchgang (34) und zwischen dem Einlaß (32) und den schlitzartigen Düsen (26) angeordnet sind.BU9842/1U8826U663Luftkühleinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet , daß in der Abgasleitung (36) Ablenkeinrichtungen (42) angeordnet sind, um die Luft gegen das Ende dieser Leitung zu dirigieren und dadurch eine schnellere Entlüftung herbeizuführen.2/1088
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