DE2613733A1 - Verfahren und vorrichtung zum absichern und verstaerken von gestein - Google Patents
Verfahren und vorrichtung zum absichern und verstaerken von gesteinInfo
- Publication number
- DE2613733A1 DE2613733A1 DE19762613733 DE2613733A DE2613733A1 DE 2613733 A1 DE2613733 A1 DE 2613733A1 DE 19762613733 DE19762613733 DE 19762613733 DE 2613733 A DE2613733 A DE 2613733A DE 2613733 A1 DE2613733 A1 DE 2613733A1
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- borehole
- dowel
- reinforcing
- reinforcing dowel
- capsule
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Pending
Links
- 230000003014 reinforcing effect Effects 0.000 title claims description 29
- 238000000034 method Methods 0.000 title claims description 22
- 239000011435 rock Substances 0.000 title claims description 20
- 239000002775 capsule Substances 0.000 claims description 21
- 229920005989 resin Polymers 0.000 claims description 21
- 239000011347 resin Substances 0.000 claims description 21
- 239000004033 plastic Substances 0.000 claims description 10
- 229920003023 plastic Polymers 0.000 claims description 10
- 238000005553 drilling Methods 0.000 claims description 4
- 229920001903 high density polyethylene Polymers 0.000 claims description 3
- 239000004700 high-density polyethylene Substances 0.000 claims description 3
- 150000001875 compounds Chemical class 0.000 claims description 2
- 238000003780 insertion Methods 0.000 claims 1
- 230000037431 insertion Effects 0.000 claims 1
- 230000002787 reinforcement Effects 0.000 description 26
- 238000005065 mining Methods 0.000 description 8
- 239000003245 coal Substances 0.000 description 3
- 239000011152 fibreglass Substances 0.000 description 3
- 238000005728 strengthening Methods 0.000 description 3
- -1 Polyethylene Polymers 0.000 description 2
- 229910000831 Steel Inorganic materials 0.000 description 2
- 238000009434 installation Methods 0.000 description 2
- 239000000463 material Substances 0.000 description 2
- 239000010959 steel Substances 0.000 description 2
- 239000002023 wood Substances 0.000 description 2
- OKTJSMMVPCPJKN-UHFFFAOYSA-N Carbon Chemical compound [C] OKTJSMMVPCPJKN-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- RYGMFSIKBFXOCR-UHFFFAOYSA-N Copper Chemical compound [Cu] RYGMFSIKBFXOCR-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- 239000004593 Epoxy Substances 0.000 description 1
- WTDRDQBEARUVNC-LURJTMIESA-N L-DOPA Chemical compound OC(=O)[C@@H](N)CC1=CC=C(O)C(O)=C1 WTDRDQBEARUVNC-LURJTMIESA-N 0.000 description 1
- 239000004698 Polyethylene Substances 0.000 description 1
- 239000004743 Polypropylene Substances 0.000 description 1
- 229920001807 Urea-formaldehyde Polymers 0.000 description 1
- 239000004480 active ingredient Substances 0.000 description 1
- 239000011230 binding agent Substances 0.000 description 1
- 229910052799 carbon Inorganic materials 0.000 description 1
- 239000003054 catalyst Substances 0.000 description 1
- 238000010276 construction Methods 0.000 description 1
- 229910052802 copper Inorganic materials 0.000 description 1
- 239000010949 copper Substances 0.000 description 1
- 238000001125 extrusion Methods 0.000 description 1
- 239000013521 mastic Substances 0.000 description 1
- 239000000203 mixture Substances 0.000 description 1
- 229920001568 phenolic resin Polymers 0.000 description 1
- 229920000728 polyester Polymers 0.000 description 1
- 229920000573 polyethylene Polymers 0.000 description 1
- 229920001155 polypropylene Polymers 0.000 description 1
- 229920000915 polyvinyl chloride Polymers 0.000 description 1
- 239000004800 polyvinyl chloride Substances 0.000 description 1
- 239000011342 resin composition Substances 0.000 description 1
- 230000006641 stabilisation Effects 0.000 description 1
- 238000011105 stabilization Methods 0.000 description 1
- 229920003002 synthetic resin Polymers 0.000 description 1
- 239000000057 synthetic resin Substances 0.000 description 1
- 229920001169 thermoplastic Polymers 0.000 description 1
- 239000004416 thermosoftening plastic Substances 0.000 description 1
Classifications
-
- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E21—EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
- E21D—SHAFTS; TUNNELS; GALLERIES; LARGE UNDERGROUND CHAMBERS
- E21D20/00—Setting anchoring-bolts
- E21D20/02—Setting anchoring-bolts with provisions for grouting
- E21D20/025—Grouting with organic components, e.g. resin
-
- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E21—EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
- E21D—SHAFTS; TUNNELS; GALLERIES; LARGE UNDERGROUND CHAMBERS
- E21D21/00—Anchoring-bolts for roof, floor in galleries or longwall working, or shaft-lining protection
- E21D21/0006—Anchoring-bolts for roof, floor in galleries or longwall working, or shaft-lining protection characterised by the bolt material
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mining & Mineral Resources (AREA)
- Structural Engineering (AREA)
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Geochemistry & Mineralogy (AREA)
- Geology (AREA)
- Piles And Underground Anchors (AREA)
- Joining Of Building Structures In Genera (AREA)
Description
VON KREISLER SCHONWALD MEYER EISHOLD FUES VON KREISLER KELLER SELTING
PATENTANWÄLTE Dr.-Ing. von Kreisler + 1973
Dr.-Ing. K. Schönwald, Köln Dr.-Ing. Th. Meyer, Köln
Dr.-Ing. K. W. Eishold, Bad Soden Dr. J. F. Fues, Köln Dipl.-Chem. Alek von Kreisler, Köln
Dipl.-Chem. Carola Keller, Köln Dipl.-Ing. G. Seifing, Köln
5 Köln ι 30. März I976
DEICHMANNHAUS AM HAUPTGAHNHOF Sff/Κθ
EXCHEM HOLDINGS LIMITED,
30 Cursitor Street, London EC4A IHR / England
Verfahren und Vorrichtung zum Absichern und Verstärken von Gestein
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Absichern und Verstärken von Gestein durch Bohren eines Bohrloches in
das Gestein, Einsetzen von mindestens einer eine Harzmasse enthaltenden Kapsel in das Bohrloch und Einführen
eines Holzdübels in das Bohrloch, wobei die Kapsel am Ende des Bohrloches zerstört wird, und das Harz den Dübel
im Bohrloch fixiert, sowie eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens.
Derartige Verstärkungen und Stabilisierungen von Gesteinsschichten
werden vorwiegend, jedoch nicht ausschließlich, in unterirdischen Stollen angewandt. Bei
609842/0 327 - 2 ~
Telefon: (02 21) 23 4541-4 ■ Telex: 888 2307 dopa d ■ Telegramm: Dompaicnt Köln
ORIGINAL INSPECTEB
den bekannten Verfahren werden gespannte oder voll eingebundene Gesteinsanker aus Stahl verwandt,
um die Gesteinsschichten zu verstärken.-In neuerer Zeit
werden auch Verstärkungsdübel aus Holz oder Glasfasermaterial verwendet, die mit einem Kunstharz voll in das
Gestein eingebettet werden. Dieses zuletzt genannte Verfahren hat insbesondere in solchen Fällen Bedeutung, in
denen die Verstärkung nur vorübergehend benötigt wird, bevor das verstärke Gestein anschließend abgebaut wird.
Die aus Holz oder Glasfasermaterial bestehenden Verstärkungsdübel werden von modernen Abbaumaschinen leicht und
sicher durchgetrennt, wogegen ein stählerner Gesteinsanker nicht durchgeschnitten werden kann und den Abbau
des Gesteins wesentlich behindern würde. Durch die Verwendung nicht-metallischer Verstärkungselemente ist es
möglich, die Verstärkung an denjenigen Stellen durchzuführen, an denen sie am wirksamsten ist. Solche Stellen
liqeen häufig ganz oder teilweise im Schneidweg der Abräumvorrichtung
.
Es sind Verfahren zum Injizieren von Harz oder anderen Bindemitteln um die Verstärkungsdübel herum bekannt. Derartige
Verfahren werden in beschränktem Umfang angewandt, jedoch kommen vorzugsweise Kapseln zum Einsatz,
in denen die Harzmasse untergebracht ist. Für die Installation eines Verstärkungsdübels von 1,80 m Länge
wird ein Bohrloch in das Gestein gebohrt. In das Bohrloch werden zwei oder drei Harzkapseln eingesetzt und
dann wird der Verstärkungsdübel unter Drehung eingeführt. Beim Einschieben des rotierenden Dübels zerbrechen die
Harzkapseln und ihre Inhalte mischen sich. Das Harz härtet schnell aus und bindet den Dübel fest in das Bohrloch
ein.
60984 2/0327
In der Praxis beträgt die maximale Dübellänge der in dieser Technik anzubringenden Dübel maximal etwa 2,40 m.
Dies ist auf die Schwierigkeiten der Bewegung des Dübels in dem engen Bohrloch und auch auf die Kraft zurückzuführen,
die erforderlich ist, um die Harzkapseln im Inneren des Bohrloches mit dem Dübel zu durchstoßen. Es
gibt Fälle, in denen eine wirksame Gesteinsverstärkung mit Dübeln dieser Länge nicht durchführbar ist. Gesteinsverstärkungen müssen bis zu einer Tiefe von 4,80 m durchgeführt
werden können. In neuerer Zeit ist eine als "Tandem-Dübelung" bezeichnete Technik in Großbritannien
und Südafrika entwickelt worden, um eine Gesteinsverstärkung auch in derartig großer Tiefe durchführen zu
können. Bei dieser Technik werden zwei Verstärkungsdübel in zwei Stufen installiert. Zunächst werden mehrere
Harzkapseln in das Bohrloch eingebracht und am inneren Ende des Bohrloches positioniert. Danach wird in der
ersten Stufe ein Verstärkungsdübel eingesetzt und mittels eines metallischen Adapters, der an einer normalen
metallischen Bohrstange angebracht wird, gedreht. Die Bohrstange und der Adapter werden nach der Installation
des inneren Dübels herausgezogen und dann werden weitere Harzkapseln in das Bohrloch eingesetzt, um den zweiten
Verstärkungsdübel festzulegen. In der zweiten Stufe wird der zweite Verstärkungsdübel eingesetzt und mittels
eines Adapters, der direkt von einer Bohrmaschine angetrieben wird, gedreht. Obwohl diese Technik im wesentlichen
zufriedenstellend funktioniert, hat sich herausgestellt, daß die Bohrstange und der Adapter gelegentlich
in dem Bohrloch festklemmen und dadurch ein metallisches Hindernis darstellen, das das nachfolgende Zerschneiden
der verstärkten Gesteinsschichten behindert.
6098Λ2/0327
Aufgabe der Erfindung ist es, ein modifiziertes Tandem-Dübelungssystem
zu schaffen, bei dem keine metallischen Bohrteile in das Bohrloch eingeführt werden, die sich
verklemmen könnten und die dann das anschließende Zerschneiden der verstärkten Gesteinsschicht behindern.
Zur Lösung dieser Aufgabe wird erfindungsgemäß vorgeschlagen,
daß nach Einsetzen der Kapsel in das Bohrloch zunächst ein erster Verstärkungsdübel eingesetzt wird,
der über eine nicht-metallische Verbindungseinrichtung lösbar mit einem zweiten Verstärkungsdübel "sa^bunden ist,
daß der zweite Verstärkungsdübel in Drehung versetzt wird und diese Drehung auf den tief in dem Bohrloch sitzenden
ersten Verstärkungsdübel der In Kontakt mit der Kapsel ist, überträgt, bis der erste Verstärkungsdübel
das innere Ende des Bohrloches erreicht hat, daß der zweite Vostärkungsdübel nach der Beendigung der Rotation
aus dem Bohrloch herausgezogen wird, während der erste Verstärkungsdübel in der gemischten Harzmasse tief
im Bohrloch verbleibt, daß mindestens eine weitere Harzkapsel in den verbleibenden freien Bereich des Bohrloches
eingesetzt wird, wonach ein weiterer Verstärkungsdübel unter Drehung eingesetzt und in der Harzmasse im
äußeren Bereich des Bohrloches festgelegt wird.
Der erste und der zweite Verstärkungsdübel können vor dem Einsetzen in das Bdrloch lösbar miteinander verbunden
werden, jedoch wird normalerweise zunächst der erste Verstärkungsdübel in das Bohrloch eingeführt und dann
der zweite Verstärkungsdübel im Inneren des Bohrloches mit dem ersten Verstärkungsdübel verbunden.
- 5 609842/0327
Die nicht-metallische Verbindungseinrichtung, durch die die Verstärkungsdübel lösbar verbunden werden, können
aus einem Kunststoffrohr bestehen, das mit festem Sitz über die aneinander angrenzenden Enden der Verstärkungsdübel geschoben wird. Diese Enden sind vorzugsweise abgeschrägt.
Alternativ kann die nicht-metallische Verstärkungseinrichtung auch aus einem starken Kunststoffstift
bestehen, der in entsprechenden Bohrungen an den aneinander angrenzenden Stirnseiten der Verstärkungsdübel
untergebracht wird. Der Stift und die Bohrungen können beliebigen Querschnitt haben, beispielsweise können sie
kreisförmig oder viereckig sein. Das Rohr oder der Stift können aus thermoplastischen Kunststoffen bestehen, wie
Polyäthylen, Polypropylen oder Polyvinylchlorid, aus glasfaserverstärkten Kunststoffen, wie Polyester oder
Epoxydlaminaten oder aus Laminaten auf Papierbasis aus Phenol-Formaldehydharzen oder aus Harnstoff-Formaldehydharzen.
Vorzugsweise besteht die Verbindungseinrichtung aus Polyäthylen hoher Dichte.
Das erfindungsgemäße Verfahren wird vorzugsveLse unter
Verwendung von Harzkapseln durchgeführt, in denen die aktiven Bestandteile in einer einzigen Patrone angeordnet
sind, wie sie z.B. in der GB-PS 1 127 913 beschrieben
ist.
- 6 609842/0 327
Im folgenden werden einige Ausführungsbeispiele der Erfindung unter Bezugnahme auf die Figuren näher erläutert.
Fig. 1 zeigt einen Längsschnitt durch zwei lösbar miteinander verbundene Holzdübel, die zur Durchführung des
erfindungsgemäßen Verfahrens zusammengesetzt sind;
Fig. 2 zeigt eine perspektivische Ansicht eines Holzdübels mit einem nicht-metallischen Befestigungsteil, das
an seinem einen Ende angebracht ist;und
Fig. 3 zeigt einen Längsschnitt durch zwei Holzdübel, die in einer anderen Befestigungsart aneinandergesetzt
werden.
Gemäß Fig. 1 ist ein Verstärkungsdübel 1, der an beiden Enden abgeschrägt ist, lösbar mit einem ähnlichen Dübel
2 verbunden, indem ein kurzes Stück aus einem im wesentlichen starren Kunststoffrohr 3 über die Verbindungsstelle
der beiden Holzdübel 1 und 2 geschoben ist. Im Einsatz wird eine auf den Dübel 2 (d.h. den Antriebsdübel)
durch einen Bohrer ausgeübte Drehung auf den Dübel 1 übertragen, der tief in dem (nicht dargestellten) Bohrloch
angeordnet ist. Nachdem der Dübel 1 in dem Bohrloch durch ein Harz, das anfangs in Kapseln enthalten war,
die in dem inneren Ende des Bohrloches untergebracht worden sind, im Bohrloch fixiert wurde, wird der Antriebsdübel 2 aus dem Kunststoffrohr 3, das im Bohrloch verbleibt
und erforderlichenfalls von einer Abbaumaschine leicht durchgeschnitten werden kann, herausgezogen. Für
den Fall, daß der Antriebsdübel 2 sich aus irgendeinem Grunde in dem Bohrloch verklemmt, entstehen später kei-
609842/0327
ne Schwierigkeiten während des Gesteinsabbaues, da der Holzdübel 2 nötigenfalls von einer Abbaumaschine leicht
durchgeschnitten werden kann.
Fig. 2 zeigt einen hölzernen Verstärkungsdübel 1, auf den das Kunststoffrohr 3 im Preßsitz an einem Ende aufgeschoben
ist, vor der Anbringung des Dübels 2 (gemäß Fig. 1), der ebenfalls im Preßsitz in das offene Ende
des Rohres 3 eingeschoben wird, damit die in Fig. 1 dargestellte Baugruppe entsteht. Die einander zugewandten
abgeschrägten Enden der beiden in das Rohr 3 eingesetzten Dübel ermöglichen die Übertragung der dem Dübel 2
mitgeteilten Drehbewegung auf den Dübel 1.
In Fig. 3 ist eine andere Konstruktion dargestellt, mit
der zwei hölzerne Verstärkungsdübel lösbar nach dem erfindungsgemäßen Verfahren miteinander verbunden werden
können. In eine Bohrung 5 von im wesentlichen kreisförmigen Querschnitt, die indem abgeschrägten Ende des Dübels
1 vorgesehen ist, ist ein starker Kunststoffstift 4
mit im wesentlichen kreisförmigem Querschnitt eingesetzt und dort befestigt. Der Stift wird anschließend in gleicher
Weise in eine Längsbohrung 5 des Dübels 2 eingeschoben. Auf diese Weise wird erreicht, daß bei einer Drehung
des Dübels 2 auch der Dübel 1 gedreht wird.
Das folgende Beispiel dient zur Erläuterung des erfindungsgemäßen Verfahrens.
Beispiel
Die Vorwärtsverstärkung der vorderen Gesteinsschichten
Die Vorwärtsverstärkung der vorderen Gesteinsschichten
6 0 9 8 4 2/ ü 327
(face and immediate roof strata) in einer Verwerfungszone
an einer im Langfrontbau bearbeiteten Kohle-Abbaufront wurde mit einem 3*60 m-Tandem-Dübelungsverstärkungssystem
nach der Erfindung durchgeführt. Die Bohrlöcher wurden in Abständen von 90 cm angebracht, und jedes
Bohrloch wurde nach dem nachstehend erläuterten Verfahren gedübelt.
Zunächt wurde ein Bohrloch von 43 mm Durchmesser mit einer
üblichen Kohle-Bohreinrichtung bis auf eine Tiefe von 3»60 m gebohrt. Dann wurden drei Kapseln, die einen
Durchmesser von 40 mm und eine Länge von 330 mm haben und eine Mastixmasse auf Kunstharzbasis sowie einen Katalysator
enthalten,am inneren Ende des Bohrloches angeordnet. Ein abgeschrägter Holzdübel von 36 mm Durchmesser
mit einer Länge von 1,80 m wird in der in Fig. dargestellten Weise mit einem Kunststoffrohr versehen.
Das Kunststoffrohr hat einen Innendurchmesser von 36 mm,
einen Außendurchmesser von 39 nun und eine Länge von 120 mm und ist von einem durch Extrusion hergestellten
Kunststoffrohr aus Polyäthylen hoher Dichte abgeschnitten. Das Rohr wird auf dem Dübel mit 12 mm-Kupferkrampen
befestigt. Der Dübel wird in das Bohrloch eingesetzt, wobei das Ende mit dem aufgeschobenen Rohrstück nach
außen weist. Dann wird ein zweiter abgeschrägter Holzdübel in das Rohr eingesetzt, so daß die abgeschrägten
Enden der beiden Dübel im Rohr aneinanderliegen. Die so gebildete Baugruppe wird weiter in das Bohrloch hineingestoßen,
bis sie an die Harzkapseln anstoßen und werden dann unter Verwendung eines üblichen Kohlebohrers
mit einem geeignegten Adapter gedreht. Während des Drehens wird die gesamte Baugruppe voll gegen die
609842/0327
Rückseite des Bohrloches gedrückt. Nach Beendigung der Rotation wird der äußere Dübel herausgezogen. Der innere
Dübel verbleibt zusammen mit dem Rohrstück eingebettet in das gemischte Harz im inneren Teil des Bohrloches,
Danach werden in den äußeren Teil des Bohrloches fünf Harzkapseln und ein Holzdübel mit einem Durchmesser von
36 mm und einer Länge von 1,80 m unter Drehung eingesetzt,
um das Bohrloch mit der Verbindungsdübel-Verstärkung voll auszufüllen.
Nach einem derartigen Verfahren wurde die Verwerfungszone an der Abbaufront wirksam verstärkt, so daß der
nachfolgende Kohleabbau, der ansonsten unter gefährlichen Umständen hätte erfolgen müssen, sicher und sohneil
durchgeführt werden konnte.
- 10 B09842/Ü327
Claims (7)
- AnsprücheIl J Verfahren zum Absichern und Verstärken von Gestein durch Bohren eines Bohrloches in das Gestein, Einsetzen von mindestens einer eine Harzmasse enthaltenden Kapsel in das Bohrloch und Einführen eines Holzdübels in das Bohrloch, wobei die Kapsel am Ende des Bohrloches zerstört wird, und das Harz den Dübel im Bohrloch fixiert, dadurch gekennzeichnet, daßnach dem Einsetzen der Kapsel in das Bohrloch zunächst ein erster Verstärkungsdübel eingesetzt wird, der über eine nicht-metallische Verbindungseinrichtung lösbar mit einem zweiten Verstärkungsdübel verbunden ist, daß der zweite Verstärkungsdübel in Drehung versetzt wird und diese Drehung auf den tief in dem Bohrloch sitzenden ersten Verstärkungsdübel der in Kontakt mit der Kapsel ist, überträgt, bis der erste Verstärkungsdübel das innere Ende des Bohrloches erreicht hat, daß der zweite Verstärkungsdübel nach der Beendigung der Rotation aus dem Bohrloch herausgezogen wird-, während der erste Verstärkungsdübel in der gemischten Harzmasse tief im Bohrloch verbliebt, daß mindestens eine weitere Harzkapsel in den verbleibenden freien Bereich des Bohrloches eingesetzt wird, wonach ein weiterer Verstärkungsdübel unter Drehung eingesetzt und in der Harzmasse im äußeren Bereich des Bohrloches festgelegt wird.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß nach dem Einsetzen des ersten Verstärkungsdübels in das Bohrloch der zweite Verstärkungsdübel lösbar im Inneren des Bohrloches mit dem ersten Verstärkungsdübel verbunden wird.609842/0327- 11 -
- 3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekenn zeichnet, daß der erste und der zweite Verstärkungsdübel vor dem Einsetzen in das Bohrloch zusammengesetzt und gemeinsam eingeführt werden.
- 4. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß zwei hölzerne Verstärkungsdübel (1, 2) jeweils an ihren Stirnseiten abgeschrägt und gegeneinandergesetzt sind, und daß eine die beiden Verstärkungsdübel miteinander lösbar verbindende Verbindungseinrichtung (3* 4) vorgesehen ist.
- 5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindungseinrichtung aus einem nicht-metallischen Kunststoffrohr (3) besteht.
- 6. Vorrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet , daß die Verbindungseinrichtung aus einem in ein Längsloch des einen Verstärkungsdübels eingesetzten Stift (4) besteht, der in ein Längsloch des anderen Verstärkungsdübels einsetzbar ist.
- 7. Vorrichtung nach Anspruch 4 oder den folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindungseinrichtung aus Polyäthylen hoher Dichte besteht.609842/0327Leerseite
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB13356/75A GB1488294A (en) | 1975-04-01 | 1975-04-01 | Rock strata reinforcement |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2613733A1 true DE2613733A1 (de) | 1976-10-14 |
Family
ID=10021477
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19762613733 Pending DE2613733A1 (de) | 1975-04-01 | 1976-03-31 | Verfahren und vorrichtung zum absichern und verstaerken von gestein |
Country Status (10)
| Country | Link |
|---|---|
| US (1) | US3987635A (de) |
| BE (1) | BE839739A (de) |
| BR (1) | BR7601933A (de) |
| CA (1) | CA1028861A (de) |
| DE (1) | DE2613733A1 (de) |
| ES (1) | ES446894A1 (de) |
| FR (1) | FR2306330A1 (de) |
| GB (1) | GB1488294A (de) |
| SE (1) | SE7603301L (de) |
| ZA (1) | ZA761568B (de) |
Families Citing this family (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CH630438A5 (en) * | 1977-02-19 | 1982-06-15 | Bergwerksverband Gmbh | Multi-piece sunk resin bolt |
| DE2707304C3 (de) * | 1977-02-19 | 1980-01-24 | Bergwerksverband Gmbh, 4300 Essen | Mehrteiliger Versenk-Klebanker |
| FI76624C (fi) * | 1985-11-07 | 1988-11-10 | Tampella Oy Ab | Foerfarande och apparat samt medel foer utfoerande av vajerbultning av berg. |
| AU664787B2 (en) * | 1993-01-13 | 1995-11-30 | Geoffrey William Jones | Wooden rib support dowel |
| CA2605208A1 (en) * | 2007-03-09 | 2008-09-09 | Agnico-Eagle Mines Limited | Bolt assembly |
Family Cites Families (7)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1178815B (de) * | 1961-02-28 | 1964-10-01 | Erich Fritz Dipl Ing | Ankerausbau fuer Untertageraeume |
| DE1245292B (de) * | 1965-11-27 | 1967-07-27 | Bergwerksverband Gmbh | Verfahren zum Befestigen von Ankerstangen in Bohrloechern, insbesondere bei gebraechem Gebirge |
| US3695045A (en) * | 1970-02-03 | 1972-10-03 | Chester I Williams | Rock bolts |
| US3698196A (en) * | 1970-03-04 | 1972-10-17 | Bergwerksverband Gmbh | Method for reinforcing loose rock and coal |
| US3805533A (en) * | 1971-08-19 | 1974-04-23 | Explosives & Chem Prod | Fixing elements |
| GB1384177A (en) * | 1972-06-05 | 1975-02-19 | Exchem Holdings | Method of and reinforcing elements for stabilisation of rock |
| US3877235A (en) * | 1973-11-28 | 1975-04-15 | West Virginia Bolt Inc | Anchor bolt assembly and utilization |
-
1975
- 1975-04-01 GB GB13356/75A patent/GB1488294A/en not_active Expired
-
1976
- 1976-03-15 ZA ZA761568A patent/ZA761568B/xx unknown
- 1976-03-16 SE SE7603301A patent/SE7603301L/xx unknown
- 1976-03-18 BE BE165311A patent/BE839739A/xx unknown
- 1976-03-30 CA CA249,223A patent/CA1028861A/en not_active Expired
- 1976-03-30 FR FR7609151A patent/FR2306330A1/fr active Granted
- 1976-03-31 DE DE19762613733 patent/DE2613733A1/de active Pending
- 1976-03-31 BR BR7601933A patent/BR7601933A/pt unknown
- 1976-04-01 US US05/672,624 patent/US3987635A/en not_active Expired - Lifetime
- 1976-04-01 ES ES446894A patent/ES446894A1/es not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| BE839739A (fr) | 1976-09-20 |
| ES446894A1 (es) | 1977-06-01 |
| FR2306330B1 (de) | 1979-07-13 |
| SE7603301L (sv) | 1976-10-02 |
| GB1488294A (en) | 1977-10-12 |
| FR2306330A1 (fr) | 1976-10-29 |
| BR7601933A (pt) | 1976-10-05 |
| ZA761568B (en) | 1977-03-30 |
| CA1028861A (en) | 1978-04-04 |
| US3987635A (en) | 1976-10-26 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE10017763B4 (de) | Gebirgsanker | |
| EP2257690B1 (de) | Korrosionsgeschützter selbstbohranker sowie ankerteileinheit und verfahren zu dessen herstellung | |
| EP0948701B1 (de) | Verfahren und einrichtung zum gleichzeitigen bohren und auskleiden von löchern | |
| DE3717024C2 (de) | ||
| EP0371463B1 (de) | Verfahren zum Setzen eines Ankers und Injektionsbohranker zur Durchführung des Verfahrens | |
| DE2250369A1 (de) | Rohrfoermige auskleidung | |
| EP1381756B2 (de) | Verfahren und vorrichtung zum bohren eines loches und zum festlegen einer verankerung in einem bohrloch | |
| EP0421072A1 (de) | Injektionspacker zum Injizieren von Kunstharz in Betonrisse | |
| EP1828487A1 (de) | Verfahren zum setzen von ankern und bei diesem verfahren verwendbarer anker | |
| EP3808934B1 (de) | Vorspannanker zum sichern einer geologischen formation | |
| DE2556493A1 (de) | Verankerungsbolzen | |
| DE2613733A1 (de) | Verfahren und vorrichtung zum absichern und verstaerken von gestein | |
| DE3624202A1 (de) | Verfahren und vorrichtung zur herstellung eines stuetzelementes im boden | |
| DE3620972A1 (de) | Mittels einer aushaertenden masse verankerbare ankerstange | |
| DE1608274C3 (de) | Verfahren zum Überlagerungsbohren in Erdreich oder lockerem Gestein | |
| DE9004176U1 (de) | Injektionsbohranker mit Transportschnecke | |
| DE4024869A1 (de) | Hydraulischer selbstbohr-gesteinanker | |
| DE2327851A1 (de) | Verfahren und vorrichtung zur verstaerkung des gesteins eines gebirgsverbandes, insbesondere in bergwerksgruben des untertagebaus | |
| WO2000057019A1 (de) | Vorrichtung zum bohren von bohrlöchern | |
| EP1119687B1 (de) | Hüllrohr für eine bohr- und verankerungsvorrichtung | |
| DE3320428C2 (de) | ||
| WO1996013651A1 (de) | Gebirgsanker | |
| DE2707304C3 (de) | Mehrteiliger Versenk-Klebanker | |
| DE102014018102A1 (de) | "Bohrgestänge, Verbindungssystem, Erdbohrvorrichtung und Verfahren zum Verbinden eines Bohrgestängeschusses" | |
| DE102020119032A1 (de) | Verfahren zum Vorbereiten oder Herstellen einer Bohrung in einem Boden |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OHJ | Non-payment of the annual fee |