DE2613116A1 - Elektronen-vervielfacher - Google Patents
Elektronen-vervielfacherInfo
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Classifications
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- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01J—ELECTRIC DISCHARGE TUBES OR DISCHARGE LAMPS
- H01J43/00—Secondary-emission tubes; Electron-multiplier tubes
- H01J43/04—Electron multipliers
- H01J43/06—Electrode arrangements
- H01J43/18—Electrode arrangements using essentially more than one dynode
- H01J43/24—Dynodes having potential gradient along their surfaces
-
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- H01J40/00—Photoelectric discharge tubes not involving the ionisation of a gas
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Description
EMI LIMITED 100/473
Elektronen-Vervielfacher
Die Erfindung betrifft einen Elektronen-Vervielfacher,
bei dem in einem evakuierten Kolben ein Dynoden-Elektronen-Vervielfacherelement
vorgesehen ist, aus dem beim Auftreffen von
Primärelektronen Sekundärelektronen mit wenigstens fünffacher Vervielfältigung ausgelöst werden.
Es sind Elektronen-Vervielfacher vorgeschlagen worden, bei denen ein Kanal-Vervielfacher vorgesehen ist, um beim Auftreffen
von Primärelektronen eine Sekundäreraission-Vervielfachung zu bewirken. Ein Kanal-Vervielfacher besitzt einen hohen Gesamtverstärkungsfaktor,
da nicht nur beim Auftreffen eines Eingangselektrons auf eine Kanalseitenwand Sekundärelektronen ausgelöst
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werden, sondern die Sekundärelektronen ihrerseits auf die Kanalseitenwand
treffen, so daß die Zahl der Sekundärelektronen vermehrt wird. Die Vervielfachung in einem Kanal-Vervielfacher ist bei
jedem Auftreffen in der Regel nur zwei- oder dreifach, so daß
zahlreiche Treffer erforderlich sind, um die erwünschten Gesamt Vervielfachungsfaktoren
im Bereich von 10 bis 10 zu erreichen, und ferner ist das Signal/Rausch-Verhältnis beim Auftreffen einer geringeren
Elektronenmenge schlecht.
Es sind auch Elektronen-Vervielfacher bekannt, bei denen Dynoden-Stapel vorgesehen sind. Im Vergleich zum Kanal-Vervielfacher
ist der Dynoden-Stapel raumaufwendig, und der zeitliche Abstand der Ausgangsimpulse hängt nur statistisch von dem zeitlichen
Abstand der Eingangsimpulse ab, jedoch ist die Empfindlichkeit
und das Signal/Rausch-Verhältnis insbesondere besser, wenn nur geringe Elektronenmengen auftreffen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Elektronen-Vervielfacher
der eingangs genannten Art zu schaffen, der sich durch ein gutes Signal/Rausch-Verhältnis und einen hohen Vervielfachungsfaktor
aus ζ eichnet.
Die gestellte Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch
gelöst, daß die ausgelösten Sekundärelektronen auf den Eingang eines Kanal-Elektronen-Vervielfachers gerichtet werden, in welchem
sie nochmals vervielfacht werden und an einem dem Ausgang benachbarten Kollektor einen Strom in Abhängigkeit von der Menge
der auftreffenden Primärelektronen erzeugen.
Es hat sich überraschend gezeigt, daß das Signal/Rausch-Verhältnis
besser als bei Verwendung lediglich eines Kanal-Vervielfachers ist.
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Die erfindungsgemäße Anordnung ist ferner auch bei geringen
Mengen von Primärelektronen geeignet. Die Anordnung kann
zur Erzeugung der Primärelektronen eine Fotokathode oder eine heizbare Kathode enthalten. Die Anordnung kann ferner in einem
Kolben angeordnet sein, der für den Ersatz der Dynode geöffnet und dann erneut unter Anschluß an ein Vakuum-System abgedichtet
werden kann.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand von in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbexspielen näher erläutert. Fig. 1
und 2 zeigen jeweils im Querschnitt erfindungsgemäße Ausführungsformen einer Fotovervielfacher-Röhre.
Die Elektronen-Vervielfacheranordnung ist in einem evakuierten
Kolben 10 angeordnet, der einen durchlässigen Teil aufweist, damit Licht oder eine andere Strahlung auf eine Fotokathode
1 fallen kann.
Von der Fotokathode 1 durch die auftreffende Strahlung freigegebene, durch den Pfeil A angedeutete Primärelektronen
wandern zu einer Dynode 2, wobei erforderlichenfalls eine Unterstützung durch die Wirkung eines elektrischen Feldes vom Gitter
11 erfolgt. Zwischen den Klemmen 12 und 21 kann ein geeignetes elektrisches Potential angelegt werden, um das elektrische Feld
zu erzeugen. Die auf die Dynode 2 auftreffenden Primärelektronen
lösen von der Oberfläche des Materials der Dynode Sekundärelektronen aus, deren Zahl größer ist als die Zahl der Primärelektronen.
Die in soweit beschriebene Konstruktion ist bekannt. Die Dynode kann aus einem Metall oder aus einer Legierung bestehen,
die leicht Sekundärelektronen aussendet, oder sie kann mit einem solchen Metall oder einer Legierung beschichtet sein. Der Kolben
kann so ausgebildet werden, daß er geöffnet werden kann, damit
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die Dynode ausgewechselt werden kann und damit ein Wegwerfen der gesamten Röhre vermeidbar ist.
Die Sekundärelektronen werden von der Dynode 2 aufgrund von deren Form und ggfs. durch ein elektrisches Feld zur Eingangsöffnung
31 eines Kanal-Vervielfacherelementes 3 geleitet. Das Element 3 kann aus einem Horn 32 bestehen, das als Vorverstärker
für den eigentlichen Vervielfacher 33 dient. Derartige Horn-Ausbildungen sind in der Fachwelt bekannt. Die Innenseite
des Horns ist mit einem Material beschichtet, das leicht Sekundärelektronen aussendet. Der Vervielfacher 33 kann aus einem oder
mehreren rohrförmigen Strängen aus Glas bestehen, die eine so große Leitfähigkeit aufweisen, dass eine zwischen den Enden jedes
Stranges angelegte Potentialdifferenz in der Röhre und in dem Strang ein elektrisches Feld erzeugt, durch das Sekundärelektronen,
die durch ein auf das Horn 31 oder direkt auf den Vervielfacher auftreffendes Elektron erzeugt werden, durch die Röhre geleitet
werden. Die Elektronen treffen auf die Wand der Röhre auf und erzeugen durch Emission von der Wand oder einer darauf befindlichen
Beschichtung mehr und mehr Sekundärelektronen. Stattdessen können auch zwei parallele Platten mit einer Widerstandsschicht
auf ihren benachbarten, größeren Flächen vorgesehen werden, so daß in gleicher Weise in einem durch eine Potentialdifferenz
zwischen den Enden einer Platte erzeugten elektrischen Feld eine Sekundäremission auftritt. Die Potentialdifferenz kann
zwischen Klemmen 35 und 36 zugeführt werden.
In jedem Falle wird der Vervielfacher vorzugsweise gekrümmt
oder verwunden, um einen geraden Weg zwischen seinen Enden zu vermeiden und damit die rückwärtige Streuung in bekannter Weise
zu vermindern. Eine undurchsichtige Wand 13 verhindert eine Streustrahlung vom Kanal-Vervielfacher zur Dynode 2 oder zum Eingang 31
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Die Sekundärelektronen treten am Ausgang 34 aus und werden an einem Kollektor 4 gesammelt.
Für den Fachmann ist es wichtig, daß an der Kathode ein entsprechendes Potential anstehen muß.
Eine kompaktere Anordnung ist in Fig. 2 dargestellt, in der gleiche Teile mit gleichen Bezugsziffern wie in Fig. 1
versehen sind. Hier ist der Kanal-Vervielfältiger 3 um den Eingangsbereich herum gekrümmt, jedoch ist er von diesem durch eine
Wand 13 getrennt. Durch einen Konus 14 wird der die Dynode 2
einschließende zylindrische Eingangsbereich in dem Kolben 10 örtlich festgelegt, der aus einem größeren Zylinder mit einer
üblichen Röhrenbasis bestehen kann. Bei beiden Ausführungsformen
handelt es sich um "Endansichten", jedoch kann auch die Anordnung gemäß Fig. 2 in dem Kolben 10 als "Seitenansichtstyp"
angeordnet werden, wobei der Kanal-Vervielfältiger die erforderliche Krümmung erhält.
Die oben beschrieben Anordnungen stellen Elektronen-Vervielfacher
dar, die eine sehr hohe Verstärkung aufweisen, bei denen jedoch das Rauschen und andere Nachteile älterer Vorschläge
vermindert werden Dadurch, daß eine Dynode vor einem Kanal-Vervielfältiger angeordnet wird, kann von der hohen einstufigen
Verstärkung der Dynode von beispielsweise dem fünffachen bis etwa dem fünfzehn-fachen Gebrauch gemacht werden. Bei
geringen einfallenden Strahlungspegeln arbeitet hierbei der Kanal-Vervielfacher
mit einem Eingangssignalpegel, bei dem das Signal/ Rausch-Verhältnis besser ist, ohne daß raumaufwendige Stapel von
Dynoden verwendet werden müssen. Die erfindungsgemäße Anordnung ist insbesondere geeignet für die Niederspannungs-Fotometrie, die.
Spektro-Fotometrie, die Photonenzählung, die thermo-lumineszente
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Datenanzeige und die Astronomie. Die Prxmärelektronen können in der beschriebenen Weise von einer Foto-Kathode abgegeben werden
oder durch eine geheizte Kathode oder eine andere Quelle erzeugt werden. Die Anordnung ist damit außer Licht auch für andere
Strahlungen geeignet.
Es kann auch ein Mehrkanal-Elektronen-Vervielfacher in einem Kolben vorgesehen werden, wobei jeder Kanal eine Dynode,
einen Kanal-Verstärker und einen Kollektor enthält. Auch kann das Dynoden-Element mehr als eine Dynode enthalten, so daß darüber
hinaus das Signal/Rausch-Verhältnis weiter verbessert wird, ohne daß der Raumbedarf ungebührlich zunimmt,
-Patentansprüche-
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Claims (9)
- Patentansprüche :ί1.J Elektronen-Vervielfacher, bei dem in einem evakuierten Kolben ein Dynoden-Elektronen-Vervielfacherelement vorgesehen ist, aus dem beim Auftreffen von Primärelektronen Sekundärelektronen ausgelöst werden, dadurch gekennzeichnet, daß die ausgelösten Sekundärelektronen auf den Eingang (31) eines Kanal-Elektronen-Vervielfachers (33) gerichtet werden, in welchem sie nochmals vervielfacht werden und an einem dem Ausgang (34) benachbarten Kollektor (4) einen Strom in Abhängigkeit von der Menge der auftreffenden Primär-Elektronen erzeugen.
- 2. Elektronen-Vervielfacher nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß dieser auf der Seite der Dynode, auf der die Primärelektronen auftreffen, ein Elektrodengitter (11) enthält, das zur Bewirkung des Auftreffens von Elektronen mit einem Potential beaufschlagbar ist.
- 3. Elektronen-Vervielfacher nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß an der Innenfläche eines durchsichtigen Teils des Kolbens neben der Dynode (2) eine Fotokathode (1) vorgesehen ist.
- 4. Elektronen-Vervielfacher nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Kolben zu öffnen und wieder verschließbar und die Dynode auswechselbar ist.
- 5. Elektronen-Vervielfacher nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Kolben zahlreiche6 0 9 B Ia 3 / 0 7 U 7Gruppen von Dynoden, Kanal-Vervielfachern und Kollektoren zur Bildung eines Mehrkanal-Elektronen-Vervielfachers vorgesehen sind.
- 6. Mehrkanal-Elektronen-Vervielfacher nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß eine einzelne Fotokathode zur Erzeugung der Primärelektronen für die Dynoden vorgesehen ist.
- 7. Elektronen-Vervielfacher nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Kanal-Vervielfacher einen Horn-Vorverstärker besitzt.
- 8. Elektronen-Vervielfacher nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Kanal-Vervielfacher zur Dynode zurückgeführt ist und von dieser durch eine undurchsichtige Wand (13) getrennt ist.
- 9. Elektronen-Vervielfacher nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Dynoden-Element aus zwei in Kaskade geschalteten Dynoden besteht.Bs / dm6098 4 3/07/+7Leerseite
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