DE2610773A1 - Verfahren und vorrichtung zum abziehen der leichtfluessigkeit aus einem abscheidergehaeuse - Google Patents
Verfahren und vorrichtung zum abziehen der leichtfluessigkeit aus einem abscheidergehaeuseInfo
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Description
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- Verfahren und Vorrichtung
- zum Abziehen der Leichtflüssigkeit aus einem Abscheidergehäuse Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Abziehen der als Schwimmschicht-in einem Abscheidergehäuse vorhandenen Leichtflüssigkeit, insbesondere Öl und Benzin, mit einer Leitung, deren Einlauföffnung mindestens teilweise in die Leichtflüssigkeitsschicht reicht.
- Sogenannte Großbenzinabscheider werden in der Regel dort eingebaut, wo große Mengen Abwasser mit einem geringen Prozentsatz Leichtflüssigkeit verschmutzt sind. Dies ist der Fall z.B. bei Tankstellen, Tanklagern, automatischen Autowaschstraßen, Panzerwaschplätzen, Entkonservierungsanlagen für neue PKW, Kfz-Werkstätten, Flugplätzen u. dgl. In einem Abscheider wird die Trennung der mineralischen Leichtflüssigkeiten, wie Diesel- und Heizöl, Benzin, Benzol, Filteröl und anderer Öle mineralischen Ursprungs, vom Schmutzwasser allein durch Schwerkraft bewirkt, und es bildet sich nach einer bestimmten Verweilzeit im Abscheideraum eine Leichtflüssigkeitsschicht aus, die auf der Schwerflüssigkeit schwimmt. Der Benutzer solcher Abscheider ist daran interessiert, daß der Abscheider über einen längeren Zeitraum wartungsfrei funktioniert und auch die Entleerung nur in möglichst großen Zeitabständen notwendig ist. Man ist deshalb dazu übergegangen, neben dem eigentlichen Abscheidergehäuse ein weiteres Gehäuse einzubauen, in dem die im Abscheider anfallende Leichtflüssigkeit gespeichert wird. Die bekannten Abscheider besitzen hierzu eine Abschöpfvorriohtung die das aufschwimmende Öl od. dgl.
- kontinuierlich von der Oberfläche abschält und in den Speicherbehälter leitet.
- Es hat sich jedoch gezeigt, daß dieser zusätzliche Aufwand für den Speicherbehälter in den meisten Fällen gar nicht notwendig ist. Man verzichtet daher lieber auf diesen Behälter, muß dann aber in Kauf nehmen, daß das Ül aus dem Abscheider öfters abgesaugt werden muß, da dessen Speichervermögen natürlich wesentlich geringer ist. Dieses Absaugen geschieht in aller Regel dadurch, daß man durch den Wartungsschacht, mit dem jeder Abscheider versehen ist, den Ansaugsohlauch eines entsprechenden Saugwagens bis in die ieichtflüssigkeitsschicht absenkt. Dieses Verfahren ist allerdings sehr ungenau, da nur an einer Stelle des Behälters abgesaugt wird und die Mündung des Saugschlauches nicht ständig genau in der Leichtflüssigkeitsschicht gehalten wrden7-kann. Dadurch wird zusammen mit dem Öl eine mehr oder weniger große Wassermenge mit abgesaugt.
- Die Aufgabe der Erfindung besteht nun darin, ein Verfahren und eine Vorrichtung zum bedarfsweisen Abziehen der Leichtflüssigkeit zu schaffen, wobei möglichst wenig Schwerflüssigkeit abgezogen wird.
- Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß durch stetiges Nachfüllen von Schwerflüssigkeit der Schwerflüssigkeitsspiegel etwa in demselben Maße angehoben wird, wie Leichtflüssigkeit abgezogen wird. Dadurch wird erreicht, daß die Einlauföffnung der Leitung ständig genau in der Leichtflüssigkeitsschicht gehalten werden kann, so daß im wesentlichen nur die Leichtflüssigkeit abgeführt wird.
- Bei einem bevorzugten Verfahren der Erfindung wird die zum Nachfüllen verwendete Schwerflüssigkeit einem dem Abscheider vorgeschalteten Schlammfang od. dgl. entnommen. Dadurch wird erreicht, daß keinerlei Zusatzleitungen benötigt werden.
- Bei einer bevorzugten Ausführungsform eines Leichtflüssigkeitsabscheiders zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist die Einlauföffnung der Abführleitungalshorizontaler Schlitz ausgebildet, der sich über einen wesentlichen Teil der Längsausdehnung der Flüssigkeitsschicht erstreckt, und die Abführleitung ist mit einem -von - auieihalb - des Abscheidergehäuses zugänglichen Anschluß für eine Absaugleitung, insbesondere einen Schlauch od. dgl., versehen.
- Durch die laoggestreckte Einlauföffnung wird die Ölschicht entlang eines wesentlichen Teiles der Horizontalerstreckung abgezogen, so daß die Wege, die die Beichtflüssigkeitsanteile zurücklegen müssen, nicht mehr so groß sind und beim Abziehen Turbulenzen vermieden werden.
- Weitere vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung sind in den Unteransprüchen 4 bis 11 beschrieben. Die Ausführungsform nach Anspruch 7 hat den Vorteil, daß die Einlauföffnung leicht auf die Spiegelfläche der Leichtflüssigkeitsschicht eingestellt werden kann.
- Ausführungsformen der Erfindung werden anhand der Zeichnungen näher beschrieben. Es zeigen: Fig. 1 einen Querschnitt durch eine erste Ausführungsform des erfindungsgemäßen Leichtflüssigkeitsabscheiders, Fig. 2 einen Schnitt durch den Leichtflüssigkeitsabscheider entlang der Linie II-II nach Fig. 1, Fig. 3 einen Querscimitt durch eine zweite Ausführungsform des erfindungsgemäßen Leichtflüssigkeitsabscheiders, Fig. 4 eine schematische Darstellung des Parallelbetriebes von zwei Abscheidergehäusen.
- Fig. 1 zeigt ein Abscheidergehäuse 1 mit einem Wartungsschacht 2. Das aus Schwerflüssigkeit und einem geringen Prozentsatz von Leichtflüssigkeit bestehende Abwasser wird über ein Zuflußteil 3, vor dem sich gegebenenfalls ein Schlammfang befindet, und einen Zulaufstutzen 4 in das Abscheidergehäuse 1 zugeführt und über einen Ablauf stutzen 5 und ein Abflußteil 6 abgeleitet. Im Abscheideraum bildet sich nach einer bestimmten Verweilzeit eine Schwerflüssigkeitsschicht 7 und eine darauf schwimmende Leichtflüssigkeitsschicht 8 aus.
- In die Leichtflüssigkeitsschicht 8 ragt eine Einlauföffnung 9 einer Abführleitung 10 für die Leichtflüssigkeit. Diese Einlauföffnung 9 erstreckt sich vorteilhafterweise über einen wesentlichen Teil der Längs ausdehnung der Leichtflüssigkeitsschicht 8 und ist als horizontaler Schlitz, insbesondere als nach oben und/oder zur Seite hin offene Rinne 9 ausgebildet.
- Dabei kann der Querschnitt der Rinne 9 kreisförmig oder kreissektorförmig gestaltet sein. Wesentlich ist dabei, daß die Rinne eine langgestreckte Einlauföffnung aufweist. Die Clschicht wird dadurch entlang eines wesentlichen teiles dei horizon-talerstreckung abgezogen, so daß die Wege, die die Leichtflüssigkeitsanteile zurücklegen mLj.ssen, nicht mehr so groß sind und keine turbulenzen auftreten.
- Die Einlaufrinne 9 ist mittels einer im Wartungsschacht 2 an der Stelle 11 gelagerten spindel höhenverstellbar ausgebildet, so daß sie leicht auf die Spiegelfläche der Leichtflässigkeitsschicht 8 eingestellt weiden kann. Die Abführleitung 10 ist über einen Hohrkrümmer 12 mit der Einlauföffnung 9 verbunden. Die Abführleitung 10 wird zuerst horizontal in einen separaten Schacht 13 und dann innerhalb diesem nach oben geführt und weist am oberen Ende an einer von außen zugänglichen Stelle einen Anschluß für einen Saugschlauch auf. nur Regulierung des Absaugens der Leichtflüssigkeitsschicht 8 befindet sich in der Abführleitung 10 ein Absperrventil oder -schieber 14. Die Rohrveroindung zwischen dem Abscheidergehäuse 1 und dem Schacht 13 ist als Doppelgelenkstück 15 ausgebildet.
- Bei der in Fig. 3 dargestellten zweiten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Lei ciitflii ssi gkeit sabs cheiders wird die Abführleitung 10 in den ohnehin vorhandenen Wartungsschacht2 und innerhalb diesem nach ouen gefährt. Dabei muß natürlich der wartungsschacht 2 so groß sein, daß die Begehbarkeit durch diese zusätzliche Lei-Lurig nicht beeinträchtigt wird.
- Bei der Beseitigung der Leichtflüssigkeitsschicht @ über die darin eingetauchte Rinne 9 und die Abführleitung 10 wird zuerst die Höhe der Rinne auf die Spiegelfläche der Leichtflüssigkeitsschicht 8 eingestellt, so daß im wesentlichen nur Leichtflüssigkeit abgezogen wird. Dann wird durch Nachfüllen von Schwerflüssigkeit der Leichtflüssigkeitsspiegel im gleichen Maße angehoben, wie Leichtflüssigkeit abgesaugt wird. Die in geregelter Menge zufließende Schwerflüssigkeit kann auch zum Teil aus dem gegebenenfalls vorgeschalteten Schlammfang entnommen werden, so daß keinerlei Zusatzleitungen notwendig sind.
- In Fig. 4 ist schematisch dargestellt, wie die Leichtflüssigkeit aus zwei parallel geschalteten Abscheidergehäusen 1 abgezogen werden kann. Diese Anlage weist für beide Abscheidergehäuse einen gemeinsamen Zu- und Abfluß auf. Damit kann eine Verdopplung der zulässigen Durchflußmenge erzielt werden.
- Interessant ist hierbei, daß jetzt der Behälter, der früher zur Speicherung der Leichtflüssigkeit vorgesehen war, ebenfalls voll zur Abscheidung zur Verfügung steht.
- Änderungen und Ausgestaltungen der beschriebenen Ausführungsformen sind für den Fachmann ohne weiteres möglich und fallen in den Rahmen der Erfindung.
- L e e r s e i t e
Claims (11)
- Pat entans prüc he Verfahren zum Abziehen von als Schwimmschicht in einem Abscheidergehäuse vorhandener Leichtflüssigkeit, insbesondere Öl und Benzin, mit einer Leistung, deren Einlauföffnung mindestens teilweise in die Leichtflüssigkeitsschicht reicht, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , daß durch stetiges Nachfüllen von Schwerflüssigkeit der Schwerflüssigkeitsspiegel etwa in demselben Maße angehoben wird, wie Leichtflüssigkeit abgezogen wird.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch g e k e n n -z e i c h ne t , daß die zum Nachfüllen verwendete Schwerflüssigkeit einem dem Abscheider vorgeschalteten Schlammfang od. dgl. entnommen wird.
- 3. Leichtflüssigkeitsabscheider zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch g e -k e n n z e i c h n e t , daß die Einlauföffnung (9) der Abführleitung (10) als horizontaler Schlitz ausgebildet ist, der sich über einen wesentlichen Teil der Längsausdehnung der Leichtflüssigkeitsschicht (8) erstreckt, und daß die Abführleitung (10) mit einem von außerhalb des Abscheidergehäuses (1) zugänglichen Anschluß für eine Absaugleitung, insbesondere einen Schlauch od. dgl., versehen ist.
- 4. Abscheider nach Anspruch 3, dadurch g e k e n n -z e i c h n e t , daß die Anschlußstelle für die Absaugleitung innerhalb eines durch einen Deckel verschließbaren Schachtes (2, 13) liegt.
- 5. Abscheider nach Anspruch 4, dadurch g e k e n n -z e i c h n e t , daß dieser Schacht ein Wartungs- und/oder Revisionsschacht (2) für den Abscheider ist.
- 6. Abscheider nach Anspruch 4, dadurch g e k e n n -z e i c h n e t , daß dieser Schacht als separater Schacht (13) außerhalb des Abscheidergehäuses (1) liegt.
- 7. Abscheider nach Anspruch 3, dadurch g e k e n n -z e i c h n e t , daß mindestens die tiefer liegende Kante der Einlauföffnung (9) höhenverstellbar ist.
- 8. Abscheider nach Anspruch 3 oder 7, dadurch g e -k e n n z e i c h n e t , daß das den Einlaufschlitz aufweisende Ende der Abführleitung (10) als nach oben und/oder zur Seite hin offene Rinne (9) ausgebildet ist.
- 9. Abscheider nach Anspruch 8, dadurch g e k e n n -z e i c h n e t , daß die Rinne einen kreis- oder kreissektorförmigen Querschnitt aufweist.
- 10. Abscheider nach Anspruch 9, dadurch g e k e n n -z e i c h n e t , daß die Rinne (9) um inre Längsachse schwenkbar ist und an einer ihrer Stirnseiten mittig über ein Doppelgelenk mit der Abführleitung verbunden ist.
- 11. Abscheider nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , daß in der Abführleitung (10) ein Absperrventil oder -schieber (14) vorgesehen ist.
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Cited By (2)
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| EP0037886A1 (de) * | 1980-04-14 | 1981-10-21 | Nikolaus Hammerschmitt | Abscheider für Leichtflüssigkeiten |
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1976
- 1976-03-15 DE DE2610773A patent/DE2610773C3/de not_active Expired
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