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DE2610292A1 - Bohrer mit umschaltbaren einsaetzen - Google Patents

Bohrer mit umschaltbaren einsaetzen

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Publication number
DE2610292A1
DE2610292A1 DE19762610292 DE2610292A DE2610292A1 DE 2610292 A1 DE2610292 A1 DE 2610292A1 DE 19762610292 DE19762610292 DE 19762610292 DE 2610292 A DE2610292 A DE 2610292A DE 2610292 A1 DE2610292 A1 DE 2610292A1
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DE
Germany
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insert
drill body
cutting edge
drill
cutting
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DE19762610292
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DE2610292C3 (de
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Jun Fred T Shallenberger
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METAL CUTTING TOOLS Inc
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METAL CUTTING TOOLS Inc
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Publication date
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Publication of DE2610292B2 publication Critical patent/DE2610292B2/de
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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  • Mechanical Engineering (AREA)
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Description

BERLIN 33 «MÜNCHEN 80
Dr. RUSCHKE & PARTNER
SiAdA1S1--111"- PATENTANWÄLTE "·"· Ε· n
TeiafoB:030/|»»* BERLIN - MÖNCHEN Telefon: 0697Se η 68 Telegramm-Adresse: Telegramm-Adresse: Quadratur Berlin Qudadratur München TELEX: 183786 TELEX: 522767
Metal Cutting Tools, Ine,
j 21 Airport Drive
j Rockford, Illinois
V. St. v. A.
"Bohrer mit umschaltbaren Einsätzen"
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen Bohrer mit umsehaltbaren Schneideinsätzen sum Ausbohren von Löchern in einem Werkstück aus Metall oder einem ähnlichen Werkstoff, Insbesondere bezieht sich die Erfindung auf einen Bohrer von der im Rishel erteilten US-Patent 5 540 523 beschriebenen Art, wobei ein äußerer Schneideinsatz so angeordnet ist, daß er Material von der Peripherie der Bohrung abhebt und zum Mittelpunkt der Bohrung befördert, während ein innerer Schneideinsatz so angeordnet ist, daß er Material von Hittelpunkt der Bohrung zu deren Peripherie bringt.
Das allgemeine Ziel der vorliegenden Erfindung ist es, einen neuen, verbesserten Bohrer der oben angegebenen Art
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zu schaffen, der so ausgebildet ist, daß seine Schneidkanten eine größere Lebensdauer haben als die Schneideinsätze bekannter Bohrer des gleichen Typs.
Ein weiteres Ziel der vorliegenden Erfindung ist es, die Schneideinsätze so anzubringen, daß ihr Zerbrechen vermieden wird und daß die nicht am Schneidvorgang teilnehmenden Schneidkanten der Einsätze nicht beschädigt werden, während das Werkstück von anderen Schneidkanten der Einsätze bearbeitet wird.
Ein weiteres Ziel der vorliegenden Erfindung ist es, die oben angegebenen Wirkungen zu erreichen durch Anbringung des inneren Einsatzes in einer Stellung derart, daß die gerade wirksame Schneidkante unter einem nicht negativen Radialr winkel erscheint und an dem in Radialrichtung äußersten Punkt gelegen ist, der in Achsrichtung vorm in Radialrichtung innersten Punkt der gerade wirksamen Schneidkante des äußeren Schneideinsatzes gelegen ist.
Die Erfindung bezieht sich ferner auf die neuartige ι Anbringung mindestens eines, und zweckmäßxgerweise mehrerer, harter Abriebstreifen an der Peripherie des Bohrerkörpers, wodurch erreicht wird, daß der Bohrer sich praktisch geradlinig verschiebt; gleichzeitig wird dadurch verhindert, daß der Bohrer an der periphären Oberfläche der Bohrung anliegt und sich an ihr anreibt.
Diese und weitere Ziele und Vorteile der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus der folgenden detaillierten Beschreibung unter Bezugnahme auf die beigefügten Figuren.
Figur 1 ist eine perspektivische Ansicht des neuartigen, verbesserten Bohrers gemäß vorliegender Erfindung.
Figur 2 ist eine teilweise Seitenansicht des Bohrers, der in eine Bohrung in einem Werkstück eingesetzt ist.
Figur 3 ist eine Endansicht und zeigt die Spitze des Bohrers.
Figur 4 ist ein teilweiser Querschnitt längs der in Figur 3 mit 4-4 bezeichneten Linde.
Figur 5 ist eine Abrollungsansicht, die die Stellungen anzeigt, die die Einsätze annehmen wurden, falls der äußere Einsatz festgehalten und der innere Einsatz um etwa 180 um die Achse des Bohrers gedreht würden.
Wie in den Zeichnungen zur Erläuterung dargestellt, bezieht sich die Erfindung auf einen Bohrer 10, mit dem eine zylindrische Bohrung 11 (Figur 2) in einem Werkstück 13 aus Eisen, Stahl oder einem anderen Metall angebracht werden kann. Der Bohrer ist von dem im oben erwähnten Rishel-Patent beschriebenen Typ und besteht aus einem länglichen, im wesentlichen zylindrischen Bohrerkörper 14 (Figur 1) aus Stahl mit hohem Kohlenstoffgehalt; der Bohrer hat eine Spitze 15 und ein ihr gegenüberliegendes, schaftseitiges Ende 16. Ein Schaft 17 mit verringertem Durchmesser ist einstückig mit dem schaftseitigen Ende des Bohrerkörpers ausgeführt und so bemessen, daß er in einer nicht dargestellten, angetriebenen Bohrerhalterung-befestigt werden kann, mit der der Bohrer um seine Achse 19 gedreht werden kann. Die Drehung findet dabei in der
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in Figur 3 gewählten Darstellung entgegen dem Uhrzeigersinn statt.
Zwei in Abständen voneinander angebrachte, im wesentlichen V-förmige Aussparungen 20, 21 sind im Bohrerkörper H angebracht und öffnen sich auf dessen Spitze 15 hin, sodaß die Metallspäne aus der Bohrung 11 gelangen können. Vertiefungen 23, 24 (Figur 2) sind in den spitzenseitigen Endabschnitten der Vorderwandungen der Aussparungen 20 bzw. 21 vorgesehen und bilden Passungen zur Aufnahme von umschaltbaren Schneideinsätzen 25 und 26, die vorzugsweise, doch nicht notwendigerweise aus Wolframkarbid angefertigt sind. Jeder Einsatz ist abnehmbar an Bohrerkörper 14 mit Hilfe einer Feststellschraube 27 (Figur 4) befestigt, die durch eine Mittelbohrung 29 im Einsatz verläuft und in eine Bohrung 29a in der Vorderwand der Aussparungen 20 bzw. 21 eingeschraubt ist. Diese Feststellschrauben können von der Art sein, die im Getts erteilten US-Patent 3 740 807 beschrieben ist.
Jeder Einsatz 25, 26 ist viereckig und bildet eine Patrize, da die vier schmalen Seitenkanten 30 (Figur 4) der Einsätze senkrecht zu den zwei breiteren Seitenflächen 31 mit der Mittelbohrung verlaufen. Jeder Einsatz hat damit acht Schneidkanten, die von den Schnittlinien der Seitenkanten 30, 31 definiert werden und nacheinander in Schneidstellungen durch Weitersehalten des Einsatzes um 90° und anschließendes Umdrehen und Wiedereinsetzen des Einsatzes gebracht werden können. In den Zeichnungen ist die gerade wirksame Schneid-
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kante des Einsatzes 25 mit der Bezugsnummer 35 bezeichnet, während die Bezugsnummer 36 für die gerade wirksame Schneidfläche des Einsatzes 26 gewählt wurde.
Beim Bohren entfernt Schneidkante 35 des Einsatzes 25 Metall von der Wandung der Bohrung 11 und bewegt dieses Metall in einer Schneidbewegung zum Mittelpunkt der Bohrung hin. Die Breite des bei der Schneidbewegung ausgefulirten Bogens ist in diesem Pail etwa gleich dem halben Radius der Bohrung. Gleichzeitig entfernt Schneidkante 36 des Einsatzes 26 Metall vom Mittelpunkt der Bohrung und bringt dieses nach außen auf die Bohrungswandung zu, wobei die Bohrbewegung in Form eines Bogens der oben angeführten Breite ausgeführt wird (siehe Figur 2). Erreicht wird dies durch Anbringung der Vertiefungen 23, 24 in in Radialrichtung gegeneinander versetzten Stellungen im Bohrerkörper 14, sodaß Einsatz 25 in Radialrichtung außenseitig vom Einsatz 26 erscheint. Außerdem ergibt Vertiefung 23 die lagerung des Einsatzes 25 derart, daß dessen Schneidkante 35 um einen vorgegebenen Anschnittwinkel _a (Figur 2) geneigt ist und vom schaftseitigen Ende 16 des Bohrerkörpers 14 wegbewegt wird, wenn die Kante nach innen von der Außenseite des Bohrerkörpers auf dessen Mittelpunkt hin um einen Betrag fortbewegt wird, der gleich ist dem halben Radius der Bohrung 11. Die innenseitige Vertiefung 24 lagert den inneren Schneideinsatz 26 so, daß seine Schneidkante 36 um einen Anschnittwinkel a' (der nicht notwendigerweise gleich dem Anschnittwinkel ει ist) geneigt ist und vom
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schaftseitigen Ende 16 des Bohrerkörpers 14- sich wegzubewegen sucht, wenn eine Weiterbewegung um praktisch den gleichen Betrag vom Mittelpunkt des Bohrerkörpers auf dessen Außenfläche hin stattfindet.
Um zu verhindern, daß die neben den Schneidkanten 35, 36 gelegenen Seitenkanten 30 direkt reibend an der Bodenwandung der Bohrung 11 anliegen, hält jede der Vertiefungen 23, 24 den zugehörigen Einsatz 25 bzw. 26 unter einem negativen Achswinkel b (Figur 4), sodaß die breite Kante 31, d.h. die Vorderkante des Einsatzes sich vor der Schneidkante befindet. Durch die Anbringung des Einsatzes unter einem negativen Achswinkel ergibt die neben der Schneidkante gelegene Seitenkante 30 eine Zwischenfläche, die bei Drehung des Bohrers 10 von der Bodenwandung abgesetzt ist und diese nicht berührt. Um zu verhindern, daß die außenseitige Kante des äußeren Schneideinsatzes 25 reibend an der Außenwandung der Bohrung 11 anliegt, wird der äußere Schneideinsatz von Vertiefung 23 so gehaltert, daß Schneidkante 35 unter einem negativen Radialwinkel £ gelegen ist (Eigur 3). Schneidkante 35 ist dabei vor der nächsten Radiallinie gelegen, die parallel zur Schneidkante verläuft. Es wird damit ein Zwischenraum zwischen der außenseitigen Kante 30 und der Wandung der Bohrung 11 geschaffen.
Aus obiger Beschreibung folgt, daß der vorliegende Bohrer 10 im wesentlichen dem im Rishel-Patent beschriebenen Bohrer ähnelt. Das Wesen der vorliegenden Erfindung ist darin zu
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sehen, daß die Lebensdauer der Schneideinsätze 25, 26 eines derartigen Bohrers bedeutend erhöht werden kann, wenn der innere Schneideinsatz 26 so angebracht wird, daß sein Zerbrechen vermieden wird, und daß er einen Zwischenraum für den innersten Eckabschnitt 41 (Figur 5) des äußeren Schneideinsatzes 25 schafft, wodurch auch verhindert wird, daß der innerste Eckabschnitt an der Bodenwandung der Bohrung 11 zerbrochen werden kann.
Erfindungsgemäß wird der innere Einsatz 26 so eingestellt, daß seine Schneidkante 36 unter einem nicht negativen Radialwinkel _c' (Figur 3) erscheint und daß der in Radialrichtung äußerste Punkt 43 (Figur 5) an der geraden Schneidkante 36 in Achsrichtung vor dem innersten Punkt 44 an der geraden Schneidkante 35 des äußeren Einsatzes 25 gelegen ist. Ein nicht negativer Radialwinkel c/ der Schneidkante 36 wird dadurch erhalten, daß der innere Schneideinsatz 26 so angeordnet wird, daß die Schneidkante entweder genau parallel zur nächsten Radiallinie 42 oder etwas hinter ihr gelegen ist (Figur 3); es handelt sich dabei um die Radiallinie, die längs oder parallel zur Schneidkante verläuft. Durch Anbringung der Schneidkante 36 längs einer derartigen Radiallinie 42 wird der Radialwinkel UuIl erhalten, wodurch verhindert wird, daß Schneideinsatz 26 in der Bohrung 11 zerbrochen wirde Herstellungstoleranzen machen es jedoch schwierig, die Schneidkante 36 genau am Radialwinkel Null anzubringen. TIm zu verhindern, daß der innere Schneideinsatz
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26 mit seiner Schneidkante unter einem negativen Radialwinkel erscheint, wird Vertiefung 24 absichtlich so ausgeführt, daß die Schneidkante unter einem positiven Radialwinkel c* erscheint. Die Schneidkante liegt deshalb in der in Figur 3 dargestellten Weise etwas hinter der oben beschriebenen Radiallinie.
Wie vorher erwähnt, ist der innere Einsatz 26 so angeordnet, daß der in Radialrichtung äußerste Punkt 43 (Figur 5) der geraden Schneidkante 36 in Achsrichtung vor dem innersten Punkt 44 der geraden Schneidkante 35 des äußeren Einsatzes 25 gelegen ist. Außerdem ist der innere Einsatz 26 in Radialrichtung so angeordnet, daß sein in Radialrichtung äußerster Eckabschnitt 45 in Radialrichtung den Weg überlappt, der vom innersten Eckabschnitt 41 des äußeren Einsatzes 25 überstrichen wird. Dazu werden Vertiefungen 23 und 24 so angeordnet, daß die Beziehung zwischen Winkel a und Winkel a' und die Stellung der Einsätze längs der Achse 19 des Bohrerkörpers H dazu führen, daß Punkt 43 in Achsrichtung um den Abstand d über Punkt 44 hinausragt, wobei der Abstand d etwa 0,25 mm beträgt (Figur 5). Außerdem ist Einsatz 26 in Radialrichtung so angebracht, daß ein ächsial vorstehender Teil des äußersten Eckabschnitts 45 in Radialrichtung außenseitig vom Punkt 50 erscheint, an dem der innerste Eckabschnitt eine Tangente an den Radius 51 des Bohrerkörpers 14 bildet. Diese Verhältnisse sind in Figur 5 dargestellt, die schematisch eine V/inkelsteilung des innersten Eckabschnitts 41 des
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äußeren Einsatzes 25 zeigt und außerdem die Stellung verdeutlicht, die der äußerste Eckabschnitt 45 des inneren Einsatzes 26 einnehmen würde, falls Bohrer 10 so gedreht würde, daß der äußerste Eckabschnitt 45 in die gleiche Winkelstellung wie der innerste Eckabschnitt 41 gebracht wird.
Aus Pigur 5 ergibt sich, daß ein Teil des äußersten Eckabschnitts 45 in Achsrichtung über den Berührungspunkt 50 hinaus und in Radialrichtung außerhalb dieses Punktes gelegen ist, und daß ferner alle in Radialrichtung innenseitig vom Berührungspunkt gelegenen Teile 40 des innersten Eckabschnitts 41 vom äußersten Eckabschnitt und der benachbarten Schneidkante 36 abgeschirmt sind. Der äußerste Eckabschnitt 45 ergibt damit in Achsrichtung und Radialrichtung einen Zwischenraum für den Teil des innersten Eckabschnitts 41, der in Radialrichtung innerhalb des Berührungspunkts 50 liegt« Mit anderen Worten, der äußerste Eckabschnitt 45 schützt {den innenseitig gelegenen Teil des inneren Eckabschnitts 41
dadurch, daß er Metall abschneidet, das andernfalls von dem weiter innen gelegenen Teilen getroffen würde und deren Zersplittern und Zerbrechen bewirken könnte. Infolge der Anbringung des äußeren Einsatzes unter negativen achsialen und radialen Winkeln ist dieser Einsatz so angeordnet, daß sich kein Zwischenraum an den innenseitigen Teilen des inneren Eckabschnitts 41 ergibt. Da jedoch der äußerste Eckabschnitt 45 die innenseitigen Teile abschirmt, wird ein Zwischenraum
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geschaffen und die innenseitigen Teile werden intakt gehalten. Der äußere Einsatz 25 zerbricht deshalb nicht. Der innenseitige Abschnitt stellt ferner eine frische, unbeschädigte Schneide dar, wenn äußerer Einsatz 25 in eine Stellung weitergeschaltet wird, in der der äußerste Eckabschnitt des äußeren Einsatzes von dem vorher innersten Eckabschnitt 41 gebildet wirdo Die Einstellung der Einsätze erhöht damit deren lebensdauer und ermöglicht es, mit den Einsätzen wiederholt harte Materialien ohne Beschädigung der Einsätze zu schneiden.
Entsprechend einem weiteren Kennzeichen der vorliegenden Erfindung sind harte Abriebstreifen 53, 54 (Figuren 1 und 3) in Abständen an der Peripherie des Bohrerkörpers 14 angeschweißt. Diese Streifen liegen an der Wandung der Bohrung 11 an und führen Bohrer 10 bei seiner Bewegung in Achsrichtung längs einer geraden Linie. Ferner verhindern diese Streifen, daß der aus kohlenstoffhaltigem Stahl bestehende Bohrerkörper an den Wandungen der Bohrung reibt und an ihnen abgerieben wird. Streifen 53, 54 sind aus Wolframkarbid angefertigt und erstrecken sich in Radialrichtung vom Bohrerkörper etwa ein Zehntel Millimeter nach außen. Die Außenfläche jedes Streifens ist um etwa 0,13 mm nach innen gegen den äußersten Schneidbogen des äußeren Schneideinsatzes 25 versetzt, sodaß die Streifen normalerweise nicht an der Wandung der Bohrung 11 anliegen. Wenn jedoch Schneidkräfte auf die Einsätze 25, 26 ausgeübt werden, sucht sich Bohrer
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10 in Radialrichtung in seiner Halterung zu verschieben bzw. zu verbiegen. Die Streifen liegen dann an den periphären Wandungen der Bohrungen an und begrenzen die radiale Verschiebung, sodaß sich der Bohrer in Achsrichtung im wesentlichen längs einer geraden Linie bewegt. Gleichzeitig verhindern die Streifen, daß der weichere Bohrerkörper H an den Wandungen der Bohrung anliegt und dabei abgerieben wird.
Streifen 53 wird vorzugsweise an der Vorderwandung der Vertiefung 21 angebracht und in Radialrichtung auf den inneren Schneideinsatz 26 fluchtend ausgerichtet. Streifen 53 nimmt damit die Schneidkräfte auf, die über die Kanten der Einsätze 25, 26 ausgeübt' werden. Streifen 54 ist neben der hinteren Wandung der Vertiefung 21 angebracht und nimmt Kräfte auf, die auf die Schneidkante 31 des äußeren Einsatzes 25 ausgeübt werden. Die Breite der Streifen am Umfang ist verhältnismäßig gering, um den zwischen den Streifen und den Wandungen der Bohrung 11 auftretenden Reibungswiderstand niedrig zu halten. In manchen Pällen kann der Bohrer mit mehr als zwei Streifen versehen werden; in gewissen Pällen kann ein einziger Streifen ausreichen.
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Claims (6)

2810292 PATENTANSPRÜCHE
1. teohrer mit einem länglichen, im wesentlichen zylindrischen Bohrerkörρer, der in einer bestimmten Richtung um seine Achse gedreht werden kann und ein schaftseitiges Ende und eine Spitze aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß der Bohrer umfaßt: eine erste Rille (20) und eine im Abstand
angebrachte
von ihr/ebensolche zweite Rille (21) im Bohrerkörper (14), wobei beide Rillen sich zur Spitze (15) des Bohrerkörpers hin öffnen; eine erste und eine ebensolche am spitzenseitigen Endabschnitt der zugehörigen Rille (20, 21) angebrachte Vertiefung (23 j 24); und einen ersten und einen ebensolchen zweiten umschaltbaren Schneideinsatz (25, 26), der in die jeweilige Vertiefung (23f 24) eingepaßt und am Bohrerkörper (14) abnehmbar befestigt ist; daß die erste Vertiefung (23) den ersten Einsatz (25) so haltert, daß die v/irksame Schneidkante (35) des ersten Einsatzes (25) sich vom Mittelpunkt des Bohrerkörpers (14) nach außen zu dessen periphärer Oberfläche erstreckt und unter einem positiven Radialwinkel gelegen ist; daß die zweite Vertiefung (24) den zweiten Einsatz (26) so haltert, daß die wirksame Schneidkante (36) des zweiten Einsatzes sich von der periphären Oberfläche des Bohrerkörpers nach innen auf dessen Mittelpunkt hin erstreckt und unter einem negativen Radialwinkel gelegen ist; daß die wirksame Schneidkante (35) des ersten Schneideinsatzes (25) geneigt ist, sodaß sie bei der Bewegung der Schneidkante vom Mittelpunkt des Bohrerkörpers nach außen sich von dessen
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schaftseitigem Ende wegbewegt; daß die wirksame Schneidkante (36) des zweiten Schneideinsatzes (26) geneigt ist, sodaß sie vom schaftseitigen Ende (16) des Bohrerkörpers (14) sich wegbewegt, wenn die Schneidkante (36) sich von der periphären Oberfläche des Bohrerkörpers nach innen bewegt; und daß der in Radialrichtung äußerste Punkt der wirksamen Schneidkante (35) des ersten Schneideinsatzes (25) in Achsrichtung sich über die Spitze (15) des Bohrerkörpers um einen größeren Betrag erstreckt, als der in Radialrichtung innerste Punkt (44) der wirksamen Schneidkante (36) des zweiten Schneideinsatzes (26).
2. Bohrer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die wirksame Schneidkante jedes Schneideinsatzes (25, 26) einen geradlinigen, in eine abgerundete Ecke mündenden Abschnitt aufweist, und daß der in Radialrichtung äußerste Punkt (43) am geradlinigen Abschnitt der Schneidkante des ersten Schneideinsatzes (25) in Achsrichtung über die Spitze (15) des Bohrerkörpers um einen größeren Betrag hinausragt, als der in Radialrichtung innerste Punkt am geradlinigen Abschnitt der Schneidkante des zweiten Schneideinsatzes (26).
3. Bohrer nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
ein Abschnitt der abgerundeten Ecke des ersten Schneideinsatzes in Achsrichtung über einen Abschnitt der abgerundeten Ecke des zweiten Schneideinsatzes ragt und sich längs eines Weges bewegt, der in Radialrichtung den von letzterem Abschnitt zurückgelegten Weg überlappt.
4. Bohrer nach einem der Ansprüche 1-3, gekennzeichnet
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durch einen am Bohrerkörper (14) befestigten, aus einem härteren Material als der Bohrerkörper hergestellten Abriebstreifen (53), der sich in Radialrichtung nach außen über die Peripherie des Bohrerkörpers erstreckt und in Radialrichtung nach innen versetzt ist gegen den vom äußersten Punkt des äußeren Schneideinsatzes (26) überstrichenen Bogen,
5. Bohrer nach einem der Ansprüche 1-3, gekennzeichnet durch mehrere aus einem härteren Material als der Bohrerkörper (H) hergestellte Abriebstreifen (53, 54), die in Abständen voneinander am Bohrerkörper angebracht sind, sodaß jeder Streifen in Radialrichtung über die Peripherie des Bohrerkörpers hinausragt und andrerseits in Radialrichtung nach innen gegen den Bogen versetzt ist, den der äußerste Punkt des äußeren Schneideinsatzes überstreicht.
6. Bohrer nach Anspruch 5» dadurch gekennzeichnet, daß einer der Streifen (53, 54) in Radialrichtung auf die v/irksame Schneidkante des ersten Schneideinsatzes (25) ausgerichtet ist und neben einer Wandung der Vertiefungen (23, 24) gelegen ist, während ein weiterer Streifen (54, 53) neben der anderen Wandung der gleichen Vertiefung angebracht ist.
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