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Rückblickspiegel für Fahrzeuge
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Die Erfindung bezieht sich auf einen Rückblickspiegel, insbesondere
Außenrückblickspiegel, für Fahrzeuge, dessen Spiegelplatte zur Spiegeljustierung
und Anpassung an die jeweilige Fahr- und Sitzposition des Fahrers mittels einer
fernbedienbaren Stellvorrichtung gegen eine Rückstellkraft um eine räumlich etwa
vertikale und/oder horizontale Achse verstellbar ist und zu diesem Zweck am Spiegelplattenhalter
mittels eines Kugelgelenkes und mittels eines entlang der räumlich etwa horizontalen
Achse in Abstand davon angeordneten Zweiachsgelenkes, die beide auf der Rückseite
der Spiegelplatte angeordnet sind, schwenkbeweglich gehalten ist, an dem zumindest
die Stellkraft zur Schwenkbewegung um die räumlich etwa horizontale Achse angreift.
Der Begriff Spiegelplatte umfaßt in dieser Definition die Spiegelscheibe einschließlich
ihrer Halterung, z.B. in Form einer Rückwandplatte aus Metall oder Kunststoff. Der
Begriff Spiegelplattenhalter umfaßt das Spiegelgehäuse, damit feste Haltepunkte
oder auch je nach Spiegelgestaltung den Spiegelarm, über den die Spiegelplatte am
Fahrzeug halterbar ist.
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Es sind Außenrückblickspiegel der genannten Art für Kraftfahrzeuge
bekannt, die mittels einer Steilvorrichtung vom Fahrzeuginneren her verstellbar
und dadurch an die jeweilige Fahr- und Sitzposition des Fahrers anpaßbar sind. Nach
erfolgter Einstellung der Spiegelplattenebene verbleibt der Rückspiegel in dieser
eingestellten Stellung. Diese Rückblickspiegel bauen relativ groß und sind dadurch
sehr voluminös, vor allem sind sie konstruktiv sehr aufwendig und daher teuer, so
daß sie derzeit in dieser Form nur den Fahrzeugen der oberen Preisklasse vorbehalten
bleiben, also die Masse der Kraftfahrer nicht in den Genuß dieser vom Fahrzeuginneren
her einstellbaren Außenrückblickspiegel kommt. Die fernbedienbare Stelivorrichtung
besteht aus einem komplizierten Hebelsystem, das vom Fahrzeuginneren her über ein
von Hand zu betätigendes Element beaufschlagt werden muß. Eine Spiegeljustierung
und Anpassung an die jeweilige Fahr- und Sitzposition ist dann ausgeschbssen oder
zumindest nahezu unmöglich, wenn es sich bei Fahrzeugen um den rechten Außenrückblickspiegel
handelt, der vom Fahrzeugführer nicht unter Beibehaltung der Fahr-und Sitzposition
verstellt werden kann. Deshalb gestaltet sich die Verstellung des rechten Außenruckblickspiegels
außerordentlich aufwendig und beschwerlich, weil eine Verstellung von Hand erfolgen
muß und danach der Fahrzeugführer jeweils wieder die Fahr- und Sitzposition einnehmen
muß und dann zu überprüfen hat, ob die Spiegeleinstellung richtg gewählt wurde oder
erneut korrigiert werden muß.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Rückblickspiegel,
insbesondere Außenrückblickspiegel, fUr Fahrzeuge zu schaffen, der von den Ausmaßen
her klein baut und vor allem billig ist, so daß damit auch Fahrzeuge der niedrigen
Preisklasse ausgerüstet werden können, und der ferner auch bei solchen Rückblickspiegeln,
die nicht im Zugriffsbereich des sich in Fahr- und Sitzposition befindlichen Fahrers
liegen, eine bequeme Einstellung ermöglicht, ohne daß der Fahrer die Fahr- und Sitzposition
verändern muß.
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Die Aufgabe ist bei einem Rückblickspiegel der eingangs genannten
Art gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß das Zweiachsgelenk einen Lagerkopf,
der am SDiegelplattenhalter ItaerraI%r an der Spiegelplatte um die räumlich etwa
horizontale oder eine dazu parallele /Achse schwenkbeweglich gehalten ist und einen
sich etwa rechtwinklig zur Lagerachse des Lagerkopfes und dabei räumlich etwa horizontal
erstreckenden Führungsschlitz besitzt, und ferner einen zur Spiegelplattenebene
etwa rechtwinklig ausgerichteten, an der Spiegelplatte oder an deren Halter befestigten
Führungsstift aufweist, der den Führungsschlitz mit Bewegungsspiel in Schlitzrichtung
und quer dazu durchsetzt, derart, daß bei einer Spiegelplattenschwenkung im Kugelgelenk
um die räumlich etwa vertikale Achse eine Relativverschiebung zwischen Führungsstift
und Führungsschlitz im wesentlichen in Schlitzrichtung erfolgt, während bei einer
Spiegelplattenschwenkung im Kugelgelenk um die räumlich etwa horizontale Achse eine
formschlüssige Kopplung zwischen Führungsschlitz und Führungsstift herrscht und
eine Schwenkung um die Lagerachse des Lagerkopfes erfolgt, und daß mindestens ein
vorzugsweise elektromotorischer oder elektromagnetischer Stellantrieb vorgesehen
ist, der über ein von ihm beaufschlagtes Kippstellelement oder unmittelbar am Lagerkopf
bzw. der Spiegelplatte zur Kippverstellung um dessen Lagerachse angreift und der
femer über ein von ihm beaufschlagtes Schwenkstellelement oder unmittelbar am Führungsstift
oder direkt an der Spiegel platte zu deren Schwenkverstellung um die räumlich etwa
vertikale Achse angreift. Ist der Lagerkopf am Spiegelplattenhalter schwenkbar angeordnet,
dann greift die Stellkraft zur Kippverstellung der Spiegelplatte um die räumlich
etwa horizontale Achse am Lagerkopf an. Ist in kinematischer Umkehrung dazu der
Lagerkopf an der Spiegelptattenrückseite schwenkbar gehalten, dann greift die Stellkraft
zur Kippverstellung an der Spiegelplatte an. Zur Schwenkverstellung der Spiegelplatte
um die räumlich etwa vertikale Achse greift die Stellkraft am Führungsstift oder
direkt an der Spiegelplatte an, wenn der Führungsstift an der Spiegelplatte befestigt
ist. Erfolgt die Befestigung des Führungsstiftes in kinematischer Umkehrung am Spiegelplattenhalter,
dann greift die Stellkraft ausschließlich an der Spiegelplatte an. Durch diese Gestaltung
ist eine einfache, billig herstellbare und auf Dauer betriebssichere Zweiachslagerung
geschaffen. Ihr Platzbedarf und ihr Gewicht sind gering, so daß dadurch das Spiegelgehäuse
klein und leicht baut. Ferner ist durch diese Gestaltung die Voraussetzung dafür
geschaffen, innerhalb des Spiegelgehäuses einen oder zwei Stellantriebe beliebiger
Art kleiner Banuröl3e und kleinen LeistungsbedarFs anzuordnen, die die
infolge
der Ausbildung des Zweiachsgelenkes relativ kleinen Stellkräfte zur Spiegelverstellung
ohne Schwierigkeiten aufbringen können. Ferner sind bequem fernbedienbare Stellantriebe
vorgesehen, die unabhängig von der Anordnung des Rückblickspiegels z.B. an einem
Kraftfahrzeug jeweils bequem eine Spiegelplattenverstellung aus der Fahr- und Sitzposition
des Fahrers heraus ermöglichen. Die Bequemlichkeit wird dadurch beträchtlich erhöht.
Somit ist mit sehr geringem Kostenaufwand ein Rückblickspiegel mit über mindestens
einen Stellantrieb selbsttätig verstellbarer Spiegel platte geschaffen. Ein solcher
Rückblickspiegel kann daher auch für Fahrzeuge der mittleren und niedrigen Preisklasse
zum Einsatz kommen, so daß auch die Masse der Kraftfahrer in den Genuß eines solchen
bequem zu handhabenden Außenrückblickspiegels kommen kann.
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Von Vorteil kann es sein, wenn am Lagerkopf oder an der Spiegelplatte
ein Lappen befestigt ist, an dem das Kippstellelement zur Kippverstellung der Spiegelplatte
um die räumlich etwa horizontale Achse angreift. Der Lappen kann sich im wesentlichen
räumlich vertikal erstrecken. Dadurch wird die Baugröße des Spiegels so klein wie
möglich gehalten. Der oder die Stellantriebe können mit der Längsmittelachse etwa
parallel zur räumlich etwa horizontalen Achse auf der Spiegelplattenrückseite etwa
im unteren Randbereich der Platte angeordnet werden. Das Spiegelgehäuse kann daher
so klein wie möglich gehalten werden. Als Stellantriebekommen translatorisch wirkende
oder auch die Spiegelplatte elektromagnetisch gegen Anschläge anziehende Elektromagnetetwie
auch rotatorisch wirkende Antriebe aller möglichen Bauformen in Betracht.
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Der Führungsstift kann in Längsrichtung leicht bogenförmig gekrümmt
sein oder eine bogenförmige Anfasung aufweisen. Dadurch wird einem Klemmen zwischen
FUhrungsschlitz und Fohrungsstift bei der Schwenkverstellung um die räumlich etwa
vertikale Achse vorgebeugt; denn bei dieser Bewegung beschreibt ein spiegelplattenfester
Punkt eine leichte Bogenbahn, die durch diese Gestaltung berücksichtigt ist. In
den Führungsschlitz kann eine Feder, vorzugsweise eine Blattfeder, eingreifen, die
in Richtung der Lagerachse des Lagerkopfes und quer zur Stift längsrichtung gegen
den Führungsstift unter Ausschaltung einer Querlose drückt. Diese Feder verhindert
ein Klappern des Führungsstiftes innerhalb des Führungsschlitzes in Richtung quer
zur Stiftlängsachse.
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Auch rechtwinklig dazu gesehen kann eine Feder zur Ausschaltung einer
Lose in dieser Richtung angeordnet sein.
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Bei einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform ist vorgesehen, daß
die Rückstellkraft von einer Rückstellfeder aufgebracht wird, die an der Spiegelplatte
unterhalb des Lagerkopfes und etwa im Eckbereich der Spiegelplatte angreift, sich
über einen Teil der Flächenerstreckung der Spiegelplatte erstreckt und mit ihrem
anderen Ende unterhalb des unteren Spiegelplattenrandes am Spiegelplattenhalter
gehalten ist.
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Hierdurch wird erreicht, daß die Spiegelplatte Ober die Rückstellfeder
gegen die Stellkräftep die eine Schwenkverstellung und/oder eine Kippverstellung
hervorrufen, federelastisch gehalten wird. Die Rückstellfeder widersetzt sich somit
beiden Stellkräften, so daß bei dieser Gestaltung eine einzige RUckstellfeder ausreichend
ist, wodurch Kosten und Gewicht ebenfalls kleingehalten sind.
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Von Vorteil kann es ferner sein, wenn als Stellantrieb mindestens
ein elektrischer, in seiner Drehrichtung vorzugsweise umsteuerbarer Getriebemotor
vorgesehen ist, dessen Abtrieb mindestens einen exzentrischen Nocken als Kippstellelement
und als Schwenkstellelement aufweist, der am Lappen anliegt bzw.direkt oder Uber
einen spiegelplattenfesten Hebel an der Spiegelplatte angreift. Diese Anordnung
ist besonders einfach, billig und leicht. Die Verstellung in Kipprichtung und/oder
Schwenkrichtung mittels exzentrischer Nocken ist getriebetechnisch besonders einfach,
so daß der Aufwand hierfür sehr gering ist. Auch dadurch werden die Kosten niedrig
gehalten. Die Versorgungs- und Steuerleitungen des oder der Stellantriebe können
im Spiegelgehäuse und von diesem aus zum Fahrzeuginneren gefUhrt werden, so daß
sie unsichtbar und geschutzt sind. Der exzentrische Nocken kann als Nockenscheibe
ausgebildet sein, die mit ihrer Umfangsfläche am Lappen bzw. direkt oder Uber einen
spiegelplattenfesten Hebel an der Spiegelplatte anliegt. Die Gestaltung der Nocken
als Nockenscheibe ist besonders einfach und billig. Die Nockenscheibe steht dabei,
und zwar infolge der Wirkung der RUckstellfeder, dauernd in AnlageberUhrung mit
dem Lappen bzw. mit der Spiegelplatte selbst oder dem daran bebefestigten
Hebel.
Eine Drehung der exzentrischen Nockenscheibe, die am Lappen anliegt, hat daher eine
Kippbewegung der Spiegelplatte um die räumlich etwa horizontale Achse zur Folge.
Eine Schwenkung der anderen Nockenscheibe, die entweder unmittelbar an der Spiegelplatte
oder an deren Hebel anliegt, hat eine Schwenkbewegung der Spiegelplatte um das Kugelgelenk
und die räumlich etwa vertikale Achse zur Folge. Dabei sind jeweils ein Vorwärts-
und Rückwärtslauf und somit eine Rechts- und Linksdrehung beider Nockenscheiben
möglich bei entsprechender Drehrichtungswahl und -umkehr des Getriebemotors. Bei
einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform sind zwei elektrische Getriebemotoren
mit davon angetriebenem exzentrischen Nocken vorgesehen, wobei der erste Getriebemotor
mit Nocken der Spiegelplatte bzw. dem spiegelplattenfesten Hebel zugeordnet ist
und zur Schwenkverstellung der Spiegelplatte um die räumlich etwa vertikale Achse
dient, während der zweite Getriebemotor mit Nocken dem Lappen zugeordnet ist und
zur Kippverstellung der Spiegelplatte um die räumlich etwa horizontale Achse dient.
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In diesem Fall brauchen die einzelnen Getriebemotoren nicht unbedingt
in der Drehrichtung umsteuerbarzu seinSchaltungstechnisch ist die Anordnung hierbei
so zu treffen, daß z.B. über einen Kreuzkulissenschalter beide Getriebemotoren entsprechend
der Schalterbetätigung sinngemäß ein- oder ausgeschaltet werden.
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Bei einer anderen vorteilhaften AusFührungsform ist zur Kippverstellung
und zur Schwenkverstellung ein einziger, in der Drehrichtung umsteuerbarer Getriebemotor
vorgesehen, dessen Abtrieb gemeinsam auf zwei exzentrische, zueinander koaxiole
Nockenscheiben arbeitet, von denen die erste an der Spiegelplatte oder dem daran
festen Hebel und die zweite am Lappen anliegt. Da nur ein einziger Stellantrieb
sowohl zur Kippverstellung als auch zur Drehverstellung vorgesehen ist, ist diese
Ausbildung besonders billig und einfach sowie platzsparend. Somit sind Kostenaufw
wand, Baugröße und Gewicht des Spiegels wesentlich reduziert. Die Nockenscheiben
können völlig gleich ausgebildet und nur gegenläufig auf der gemeinsamen Abtriebswelle
angeordnet sein. Sie können so gestaltet sein, daß die Nockenbahn der zweiten Nockenscheibe
in der ersten Abtriebsdrehrichtung und diejenige der ersten Nockenscheibe
in
der dazu gegensinnigen, zweiten Abtriebsdrehrichtung der Abtriebswelle in radialer
Richtung bis hin zum Exzentrizitätsmaximum im wesentlichen stetig zunimmt. Wird
eine Nockenscheibe in der ihr zugeordneten Abtriebsdrehrichtung gedreht, dann wird
der davon beaufschlagte Teil,z.B die Spiegeiplatte selbst oder der Lappen, jeweils
bezogen auf das Drehzentrum der Nockenscheibe, stetig zunehmend immer weiter um
den jeweiligen Drehpunkt, und zwar die räumlich etwa vertikale Achse bzw. etwa horizontale
Achse, geschwenkt.
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Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform ist vorgesehen,
daß beide Nockenscheiben jeweils über einen kraft- oder formschlüssigen Freilauf
mit der gemeinsamen Abtriebswelle gekuppelt sind, wobei die Freiläufe so gestaltet
sind, daß der der ersten Nockenscheibe zugeordnete erste Freilauf in der ersten
Abtriebsdrehrichtung der Abtriebswelle ein Drehmoment überträgt und in der dazu
gegensinnigen, zweiten Abtriebsdrehrichtung frei durchdreht, während der der zweiten
Nockenscheibe zugeordnete, zweite Freilauf in der ersten Abtriebsdrehrichtung der
Abtriebswelle frei durchdreht und in der dazu gegensinnigen, zweiten Abtriebsdrehrichtung
ein Drehmoment überträgt.
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Dadurch wird erreicht, daß bei einer Antriebsbewegung in der ersten
Abtriebsdrehrichtung nur die erste Nockenscheibe drehmomentübertragend angetrieben
wird, während die andere, zweite Nockenscheibe in dieser ersten Abtriebsdrehrichtung
nicht mit der Abtriebswelle drehmomentübertragend gekuppelt ist. Somit wird also
bei der Drehbewegung des Getriebemotors in der einen Drehrichtung, die der ersten
Abtriebsdrehrichtung entspricht, nur der Teil beaufschlagt, also die Spiegelplatte
selbst, auf die die erste Nockenscheibe wirkt, während der andere Teil, und zwar
der Lappen, auf den die zweite Nockenscheibe arbeitet, nicht verstellt wird. Letzteres
geschieht erst bei Drehrichtungsumkehr des Getriebemotors; denn dann ist die dem
Lappen zugeordnete zweite Nockenscheibe über ihren Freilauf drehmomentübertragend
mit der Abtriebswelle gekuppelt. Hingegen steht dann die erste Nockenscheibe, die
der Spiegelplatte zugeordnet ist, über ihren Freilauf
nicht in
drehmomentübertragender Antriebsverbindung mit der Abtriebswelle. Somit werden bei
Umlaufdrehung des Getriebemotors in der ersten Drehrichtung die erste Nockenscheibe
und die Spiegeiplatte, und zwar um die räumlich vertikale Achse, und bei dazu gegensinniger
Umlaufdrehung des Getriebemotors in der zweiten, gegensinnigen Drehrichtung die
zweite Nockenscheibe und der Lappen, und zwar um die räumlich horizontale Achse,
betätigt. Der Schwenkung um jeweils eine der beiden räumlichen Achsen ist somit
eine Drehrichtung des Getriebemotors zugeordnet.
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Die Freiläufe beider Nockenscheiben können konstruktiv gleich gestaltet
und lediglich in gegenläufiger Anordnung auf der Abtriebswelle angeordnet sein.
Dies ist hinsichtlich der Gestaltung der Freiläufe besonders enfach und billig.
Die beiden Freiläufe können jeweils als kraftschlüssige Feder- oder Dollenfreiläufe
ausgebildet sein. Hier können die verschiedensten Formen von Freiläufen zur Anwendung
kommen.
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Es hat sich gezeigt, daß z.B. dann, wenn die erste Nockenscheibe über
ihren zugeordneten ersten Freilauf in der ersten Abtriebsdrehrichtung der Abtriebswelle
mit letzterer drehmomentübertragend gekuppelt ist, die zweite Nockenscheibe in der
gleichen ersten Abtriebsdrehrichtung frei mitläuft, was hinderlich ist, weil dann
die eingestellte Kipplage des Lappens und der Spiegelplatte un-gewollt verändert
werden könnte. Um auch dagegen Abhilfe zu schaffen, ist gemäß einer weiteren vorteilhaften
Ausführungsform vorgesehen, daß die erste und zweite Nockenscheibe jeweils eine
kraft- oder formschlüssig wirkende Rücklaufsperre aufweisen, mittels denen jede
Nockenscheibe gegen eine mit der drehmomentübertragenden Abtriebsdrehrichtung der
anderen Nockenscheibe gleichsinnige freie Mitlaufdrehung sperrbar ist, wobei die
erste Nockenscheibe mittels ihrer Rücklaufsperre gegen eine zur ersten drehmomentübertragenden
Abtriebsdrehrichtung gegensinnige Drehbewegung und die zweite Nockenscheibe mittels
ihrer Rücklaufsperre gegen eine zur ersten Abtriebsdrehrichtung gleichsinnige Drehbewegung
sperrbar ist. Durch diese je Nockenscheibe vorgesehene, jeweils gegensinnig wirkende
Rücklaufsperre wird jede Nockenscheibe an ihrer freien, ungekuppeltenMiflavfdrehvng
gehindert. Die Reibbremse oder als Rücklaufsperre kann jeweils als/leraftschlüssiger
Rol lenfrei lauf ausgebildet sein.
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Die Anordnung kann so getroffen sein, daß die RUcklaufsperre je Nockenscheibe
ein gegenüber letzterer feststehendes Reibelement, z.B. einen Bremsklotz oder Bremsstift,
aufweist, das mittels einer in Radialrichtung der Nockenscheibe wirksamen Anpressfeder
mit seiner Reibfläche dauernd an einen Umfangsteil der Nockenscheibe angepreßt wird.
Dabei kann die Rücklaufsperre je Nockenscheibe eine dieser axial benachbarte, dazu
koaxiale Sperrscheibe aufweisen, die auf der Abtriebswelle zentriert und frei drehbar
gelagert und mittels eines Mitnehmers mit der Nockenscheibe formschlüssig gekuppelt
ist. Der Mitnehmer kann als axial vorspringender Stift ausgebildet sein, der in
einen Radialschlitz auf der zugewandten Axialseite der Nockenscheibe eingreift.Bei
dieser Gestaltung kann das Reibelement entweder am Umfang der Sperrscheibe oder
aber an einem zylindrischen Wejlenabsatz der Nockenscheibe selbst angreifen. Im
erstgenannten Fall wirkt die radial einseitige, vom Reibelement aufgebrachte Kraft
auf die Sperrscheibe, so daß der Freilauf der Nockenscheibe dadurch nicht unmittelbar
mit dieser radial einseitig wirkenden Kraft belastet ist und jegliche Gefahr eines
Klemmens des Freilaufes ausgeschaltet ist. Im anderen Fall drUckt das Reibelement
gegen die Nockenscheibe selbst und belastet radial einseitig somit auch deren Freilauf.
Da jedoch die radiale Anpreßkraft des Reibelementes relativ klein sein kann, besteht
auch hierbei nicht die Gefahr; daß der Freilauf klemmt. Als Reibelement kommt z.
B. ein Bremsklotz aus Bremsbelagmaterial oder auch ein Bremsstift, z.B. aus Messing,
in Betracht. Das Reibelement steht dauernd, also sowohl bei der ersten Abtriebsdrehrichtung
als auch bei der zweiten, dazu gegensinnigen Abtriebsdrehrichtung, in Reibberührung
mit der Sperrscheibe bzw. der Nockenscheibe selbst. Wird die Nockenscheibe drehmomentübertragend
angetrieben, dann muß zur Antriebsbewegung diese Reibkraft überwunden werden. Da
diese jedoch sehr klein gehalten werden kann, braucht der Drehstellantrieb in seiner
Leistung nicht größer bemessen zu sein.
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Statt der vorgenannten Ausführungsform kann die Anordnung auch so
getroffen sein, daß die RUcklaufsperre zumindest eine am Umfang der Sperrscheibe
angreifende Sperrrolle aufweist, die in einem gegenüber der Abtriebswelle feststehenden
Rollenhalter mit Schrägfläche angeordnet ist. Die Schrägfläche des Rollenhalters
kann dabei im wesentlichen vertikal verlaufen. Die Sperrolle wird dann mittels Schwerkraft
in Richtung des sich vertikal verjUngenden, zwischen der Schrägfläche und dem Umfang
der Sperrscheibe gebildeten Klemmspaltes gedruckt. Statt dessen oder zusätzlich
dazu kann die Sperrolle auch mittels einer Feder in diesen genannten Klemmspalt
drückbar
sein. Dabei braucht die Schrägfläche des Rollenhalters
nicht vertikal zu verlaufen. Es versteht sich, daß statt einer oder mehreren Sperrollen
auch Sperrkugeln vorgesehen sein können.
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Die Erfindung ist nachfolgend anhand von in den Zeichnungen gezeigten
Ausfohrungsbeispielen erläutert. Es zeigen: Fig. 1 eine schematische, zum Teil horizontal
geschnittene Draufsicht der wesentlichen Teile eines Außenrockblickspiegels fUr
Fahrzeuge, und zwar gemäß einem ersten AusfUhrungsbeispiel,
Fig.
2 eine ruckwårtige Seitenansicht in Richtung des Pfeiles II in Fig. 1 des Außenruckblickspiegels,
Fig. 3 eine zum Teil geschnittene Ansicht einer Einzelheit, gesehen in Richtung
des Pfeiles 111 in Fig. 1, Fig. 4 eine zum Teil geschnittene Ansicht einer Einzelheit,
gesehen in Richtung des Pfeiles IV in Fig. 1, Fig. 5 eine schematische, zum Teil
geschnittene perspektivische RUckansicht der wesentlichen Teile eines RUckblickspiegels
gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel, Fig. 6 eine axiale Stimansicht, etwa in
Richtung des Pfeiles VI in Fig. 5, einer Rücklaufsperre fUr den Freilauf, Fig. 7
einen Schnitt der Rücklaufsperre entlang der Linie VII-VII in Fig. 6, Fig. 8 eine
etwa Fig. 2 entsprechende rückwärtige Ansicht eines Teils eines RUckblickspiegels
gemäß einem dritten Ausführungsbeispiel, Fig. 9 eine Draufsicht der Teile des RUckblickspiegels
gemäß Fig. 8, Fig. 10 eine axiale, teilweise geschnittene Stirnansicht, etwa entsprechend
derjenigen in Fig. 6, jedoch eines anderen AusfUhrungsbeispiels einer Rücklaufsperre.
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In Fig. 1 - 4 ist die Spiegelplatte 11 eines Außenruckblickspiegels
fUr Fahrzeuge gezeigt, der z.B. als zusätzlicher Außenspiegel rechts am Fahrzeug
angeordnet wird und, da er schlecht vom Fahrer aus von Hand justierbar ist, mit
einer entsprechenden Einrichtung versehen ist. Die Spiegelpiattenhalterung sowie
das Spielgehäuse sind, soweit jeweils sichtbar,mit 12 bezeichnet. Die Spiegelplatte
11 ist zur Justierung und Anpassung an die jeweilige Fahr- und Sitzposition des
Fahrers mittels einer allgemein mit 13 bezeichneten, fernbedienbaren Stellvorrichtung
gegen eine durch
die Rückstellfeder 28 repräsentierte RUckstellkraft
um eine räumlich etwa vertikale Achse 15, die sich in Fig. 1 als Punkt darstellt,
und/oder eine horizontale Achse 16 schwenkbeweglich verstellbar, und zwar durch
Schwenkverstellung um die Achse 15 und Kippverstellung um die Achse 16. Hierzu dient
ein Kugelgelenk mit einer an der Halterung 12 fest angeordneten Kugel 17 und mit
einer auf der Ruckseite der Spiegelplatte 11 an letzterer befestigten Kugelaufnahmebuchse
18, z.B. aus Kunststoff. Zur Lagerung dient ferner ein Zweiachsgelenk, z.B. auf
gleicher Höhe oder tiefer, das entlang der räumlich waagerechten Achse 16 in Abstand
von der Kugel 17 angeordnet ist. Das Zweiachsgelenk weist einmal einen Lagerkopf
19 auf, der beim ersten Ausführungs beispiel am Halter 12 um eine zur horizontalen
Schwenkachse parallele Achse 20 schwenkbeweglich gehalten ist und der einen Führungsschlitz
21 enthält, der etwa rechtwinklig zur Lagerachse 20 und räumlich im wesentlichen
horizontal verläuft.
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Bestandteil des Zweiachsgelenkes ist ferner ein Führungsstift 22,
der sich etwa rechtwinklig zur Spiegel plattenebene erstreckt und beim ersten Ausfuhrungsbeispiel
an der RUckseite der Spiegelplatte 11 befestigt ist. Der Führungsstift 22 durchsetzt
den Führungsschlitz 21 mit Bewegungsspiel in Schlitzrichtung und quer dazu. Der
Stift 22 ist als Zylinderstift gestaltet, wobei dessen Durchmesser in etwa der Höhe
des FUhrungsschlitzes 21 entspricht, während die Breite des Führungsschlitzes 21
um einiges größer als der Stiftdurchmesser ist. Durch diese Gestaltung ist erreicht,
daß bei einer Spiegelplattenschwenkung im Kugelgelenk 17,18 um die räumlich etwa
vertikale Achse 15, also einerSchwenkbewegung in Richtung des Pfeiles 23, eine Relativverschiebung
zwischen Führungsstift 22 und Führungsschlitz 21 im wesentlichen in Stiftlängsrichtung
erfolgt, während bei einer Spiegelplatten kippung im Kugelgelenk 17, 18 um die räumlich
etwa horizontale Achse 16 (Pfeil 24 ) eine formschlüssige Kopplung zwischen Führungsschlitz
21 und Führungsstift 22 herrscht und somit eine Kippbewegung um die Achse 16 und
die Lagerachse 20 erfolgt.
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Am Lagerkopf 19 ist ein schmaler Lappen 25 befestigt, der sich etwa
parallel zur vertikalen Achse 15 nach unten erstreckt. Am Lappen 25 greift die Stelikroft
zur Kippbewegung der Spiegelplatte 11 um die horizontale Achse 16 an. Wie aus Fig.
1 ersichtlich, ist der Fohrungsstift 22 am in Fig. 1 rechten Längsrand mit einer
bogenförmigen Anfasung 26 versehen, damit der Führungsstift 22 bei der Schwenkbewegung
der Spiegelplatte 11 um die vertikale Achse 15 sich störungsfrei innerhalb des Führungsschlitzes
21 und durch diesen hindurch bewegen kann.
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Zur Ausschaltung einer Querlose zwischen Führungsstift 22 und Führungsschlitz
21 greift in letzteren eine Blattfeder 27 ein, die etwa in Richtung der Lagerachse
20 des Lagerkopfes 19 und quer zur Längsrichtung des Führungsstiftes 22 gegen letzteren
drückt, so daß ein Klappern des FUhrungsstiftes 22 innerhalb des Fohrungsschlitzes
21 verhindert ist.
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Die Rückstellkraft zur Rückstellung der Spiegelplatte 11 wird von
der Rückstellfeder 28 in Form einer zylindrischen Schraubenfeder aufgebracht, die
mit einem Ende 29 an der Spiegelplatte 11 unterhalb des Lagerkopfes 19 und etwa
im Edcbereich der Spiegelplatte 11 angreift ( vgl. Fig. 2 ), sich über einen Teil
der Flächenerstreckung der Spiegelplatte 11 erstreckt und mit ihrem anderen Ende
30 unterhalb des unteren Spiegelplattenrandes am Halter 12 gehalten ist.
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Die Stellvorrichtung 13 weist für die Schwenkverstellung der Spiegelplatte
11 in Richtung des Pfeiles 23 um die vertikale Achse 15 einen erzen elektrischen
Getriebemotor 51 und für die Kippverstellung in Richtung des Pfeiles 24 um die horizontale
Achse 16 einen zweiten, gleichgestalteten Getriebemotor 52 auf, BeideGetriebemotoren
51, 52 sind am Halter 12 befestigt Sie sind it ihr Längsmitelachse etwaparallel
zur horizontalen Achse 16 amgeordnet, und zwar etwa im unteren Randbereichder Spiegelplatte
11. Auf der Ab@@riebswelle des erstem Getriebemotors 51 sitzt drehfest eine exzentrische
Nockenscheibe53 @@@ Schwenkstellelement. Auf der Abtriebswelle des zweiten Getriebemotors
52sitzt drehfest eine zweite exzentrische Nockenscheibe 54 als Kippstellellement.
Letziere liegt
mit ihrer Umfangsflächeauf der der Spiegelplatte
1 1 abgewandren Seite des Lappens 25 an. Die erste Nockenscheibe 53 liegt mit ihrer
Umfangsfläche z.B. unmittelbar an der Rückseite der Spiegelplatte 11 in. Abstand
vom Kugelgelenk 17, 18 an.
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Somit ist ersichtlich, daß der erste Getriebemotor 51 mit Nocken 53
unmittelbar der Spiegelplatte 11 zugeordnet ist und zur Schwenkverstellung der Spiegelplatte
11 um die räumlich vertikale Achse 15 in Richtung des Pfeiles 23 dient.
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Hingegen ist der zweite Getriebemotor 52 mit Nocken 54 dem Lappen
25 des Lagerkopfes 19 zugeordnet. Er dient zur Kippverstellung der Spiegelplatte
11 um die räumlich etwa horizontale Achse 16 in Richtung des Pfeiles 24.
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Die elektrischen Zuleitungen und Steverleitungen der Getriebemotoren
52 und 53 sind der besseren Übersicht wegen nicht gezeigt. Sie sind im Gehäuse 12
angeordnet und z.B. zu einem Kreuzkulissenschalter im Fahrzeuginneren geführt, über
den die Einschaltung und Steuerung der Getriebemotoren 51, 52 sinngemäß richtig
erfolgen kann.
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Bei der Darstellung in Fig. 1 und 3 ist die zweite Nockenscheibe 54
in einer Drehstellung mit maximaler Exzentrizität gezeigt. Dieser Stellung entspricht
hinsichtlich der Spiegelplatte 11 z.B. eine Lage, bei der diese, in vertikaler Richtung
gesehen, im wesentlichen lotrecht ausgerichtet ist, wie Fig. 3 zeigt. Wird durch
Einschalten des Getriebemotors 52 die Nockenscheibe 54 weitergedreht, und zwar aus
der maximalen exzentrischen Lage heraus, dann wird die Spiegelplatte 11 Uber die
Rückstellfeder 28 entsprechend nachgefUhrt, da der Lappen 25 über diese Federkraft
federelastisch gegen die Umfangsfläche der Nockenscheibe 54 gedrückt wird. Bei einer
Stellung der Nockenscheibe 24 mit minimaler Exzentrizität schwenkt der Lappen 25
bei der Darstellung gemäß Fig. 3 nach links. Über die Kopplung zwischen Lappen 25,
Lagerkopf 19 mit Führungsschlitz 21 und Eührungsstift 22 wird auch die Spiegelplatte
11 entsprechend schräg gestellt und zwar gegen die Fahrtrichtung schräg nach unten
angestellt, wie in Fig. 3 gestrichelt angedeutet ist.
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Diese gestrichelte Stellung kann.z.B. die Ausgangsstellung bei stromlosem
Getriebemotor 52 sein.
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BezUglich der Schwenkstellung der Spiegelplatte 11 um die vertikale
Achse 15 zeigt Fig. 1 eine Endstellung z.B. der Schwenkrichtung nach innen. Die
Nockenscheibe 53 steht dabei in einer Position mit gegenüber der Spiegelplatte 11
minimaler Exzentrizität. Wird der Getriebemotor 51 eingeschaltet und die Nockenscheibe
53 aus dieser Stellung heraus und in die Lage mit maximaler Exzentrizität gedreht,
dann drückt die Nockenscheibe 53 auf die Rückseite der Spiegelplatte 11, wodurch
letztere um die vertikale Achse 15 in Richtung des Pfeiles 23 geschwenkt wird. Dabei
gleitet der Führungsstift 22 innerhalb des Führungsschlitzes 21 des Lagerkopfes
19. Die Spiegelplatte 11 wird in eine Position geschwenkt, in der letztere z.B.
rechtwinklig zur nicht gezeigten Fahrzeug längsmite lachse ausgerichtet ist.
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Es versteht sich, daß bei der Stellbetätigung durch Einschaltung der
Getriebemotoren 51 und/oder 52 stufenweise eine feinfühlige Verstellung um die jeweils
zugeordneten Raumachsen möglich ist. Darüber hinaus ist auch eine Verstellung der
Spiegelplatte um diese beiden Achsen derart möglich, daß z. B. der tote Bereich
seitlich und unterhalb der Fahrersitzposition, sowie seitlich neben und hinter dem
Fahrzeug einsehbar ist, was bei feststehenden, einmal eingestellten Spiegelplatten
nicht möglich ist.
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Bei dem in Fig. 5 - 7 gezeigten zweiten Ausführungsbeispiel sind für
die Teile, die dem ersten Ausführungsbeispiel entsprechen, um 100 größere Bezugszeichen
verwendet, so daß dadurch auf die Beschreibung des ersten Ausführungsbeispiels bezug
genommen ist. Abweichend vom ersten Ausführungsbeispiel ist beim zweiten Ausführungsbeispiel
gemäß Fig. 5 - 7 zur Kippverstellung (Pfeil 24) und zur Schwenkverstellung ( Pfeil
23) ein einziger, in seiner Drehrichtung umsçteuerbarer elektrischer Getriebemotor
133 vorgesehen, der als Gleichstrommotor ausgebildet ist und über eine durch das
nicht gezeigte Spiegelgehäuse herausgefUhrte Versorgungs- und Steuerleitung 134
mit dem angedeuteten GleichstromBordnetz 135
des Fahrzeuges verbunden
ist. In die Versorgungsleitung 134 ist ein Schalter 136 gelegt, der zur Ein- und
Ausschaltung des Motors 1133 dient. Ferner ist ein Drehrichtungsumkehrschalter 137
vorgesehen, bei dessen Betätigung die Gleichstromanschlüsse des Motors 133 vertauscht
werden, somit also die Drehrichtung des Motors 133 umgekehrt wird.
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Der Abtrieb des Getriebemotors 133 wirkt über dessen Abtriebswelle
140 auf zwei koaxiale, exzentrische Nockenscheiben 138 und 139. Die erste Nockenscheibe
138 liegt unmittelbar an der Rückseite der Spiegelplatte 111 in Abstand vom Kugelgelenk
an.
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Die zweite Nockenscheibe 139 liegt mit ihrer Umfangsfläche an der
Schmalfläche des Lappens 125 des Lagerkopfes 119 an. Die dauerhafte Anlageberührung
mit den Nockenscheiben 138 und 139 wird über die in Fig. 1 gezeigte, hier der besseren
Übersicht wegen weggelassene Rückstellfeder 28 sichergestellt.Wie Fig. 5 zeigt,
sind die Nockenscheiben 138 und 139 so gestaltet, daß die Nockenbahn 142 der zweiten
Nocken-139 scheibe/in Richtung der ersten Abtriebsdrehrichtung gemäß Pfeil 143 und
die Nockenbahn 141 der ersten Nockenscheibe 138 in der dazu gegensinnigen, zweiten
Abtriebsdrehrichtung, die in Fig. 5 mit gestrichelten Linien und Pfeil 144 angedeutet
ist, der Abtriebswelle 140 in radialer Richtung bis zum Exzentrizitätsmaximum im
wesentlichen stetig zunimmt. Somit hat also eine Antriebsbewegung der ersten Nockenscheibe
138 in der ersten Antriebsdrehrichtung gemäß Pfeil 143 eine Schwenkbetätigung der
Spiegelplatte 111 um die vertikale Achse 115 mit zunehmender Tendenz zur Folge.
Hingegen hat eine Drehung der zweiten Nockenscheibe 139 in Richtung der zweiten
Abtriebsdrehrichtung gemäß gestricheltem Pfeil 144, also im Gegensinne, eine Schwenkbetätigung
des Lagerkopfes 119 über den Lappen 125 und somit eine Kippbewegung der Spiegelplatte
111 um die horizontale Achse 16 in Richtung des Pfeiles 24 zur Folge (Fig. 2).
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Die beiden Nockenscheiben 138 und 139 sind jeweils über einen zugeordneten,
kraftschlüssigen Rollenfreilauf 145 bzw. 146 mit der Abtriebswelle 140 gekuppelt.
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Die Freiläufe 145 und 146 sind dabei so gestaltet, daß der der ersten
Nockenscheibe 138 zugeordnete erste Freilauf 145 in der ersten Abtriebsdrehrichtung
gemäß Pfeil 143 der Abtriebswelle 140 ein Drehmoment überträgt, hingegen in der
dazu
gegensinnigen, zweiten Abtriebsdrehrichtung gemäß gestricheltem PFeil 144 frei durchdreht,
während der der zweiten Nockenscheibe 139 zugeordnete zweite Freilauf 146 in der
ersten Abtriebsdrehrichtung gemäß Pfeil 143 der Abtriebswelle 140 frei durchdreht
und in der dazu gegensinnigen zweiten Abtriebsdrehrichtung gemäß gestricheltem Pfeil
144 ein Drehomoment überträgt. Beide Rollenfreiläufe 145 und 146 sind konstruktiv
völlig gleich gestaltet und lediglich in gegenläufiger Anordnung auf der Abtriebswelle
140 plaziert.
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Mit jeder Nockenscheibe 138 bzw. 139 ist ein zentrischer Wellenabsatz
147 bzw.
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148 einstückig, der sich kreisringförmig um die Mittelachse der Abtriebswelle
140 erstreckt.
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Bei Einschaltung des Motors 133 in Drehrichtung gemäß Pfeil 143 ist
die erste Nockenscheibe 138 drehmomentUbertragend über ihren Freilauf 145 mit der
Abtriebswelle 140 gekuppelt, so daß die Spiegelplatte 111 um die vertikale Achse
115 geschwenkt wird. Hingegen läuft dabei die zweite Nockenscheibe 139 Ober ihren
zugeordnetenFreilauf 146 in gleicher Drehrichtung gemäß Pfeil 143 frei mit, ist
jedoch nicht mit der Abtriebswelle 140 drehmomentübertragend gekuppelt.
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Diese freie Mitlaufdrehung in Richtung des Pfeiles 143 kann nun dazu
führen, daß ungewollt der der zweiten Nockenscheibe 139 zugeordnete Lappen 125 sich
schwenkt, obwohl dies nicht gewünscht wird. Wird die Abtriebsdrehrichtung des Motors
133 durch Umschaltung am Schalter 137 umgekehrt, so daß sie dem gestrichelten Pfeil
144 entspricht, sind die Verhältnisse umgekehrt. Es läuft dann die erste Nockenscheibe
138 frei mit, obwohl sie nicht in drehmomentübertragender Verbindung mit der Abtriebswelle
140 steht. Hierbei kann dann ungewollt die Spiegelplatte 111, die über die RUckstellfeder
28 an die Nockenscheibe 138 angepreßt wird, um die vertikale Achse 15 geschwenkt
werden. Diese ungewollte Verstellung infolge freier Mitlaufdrehung muß verhindert
werden.
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Zu diesem Zweck ist in Fig. 6 und 7 eine besondere Rücklaufsperre
gezeigt, und zwar der Einfachheit halber nur für die erste Nockenscheibe 138. Es
versteht sich jedoch, daß in gleicher Weise auch für die zweite Nockenscheibe 139
eine entsprechende Rücklaufsperre vorgesehen ist. Diese Rücklaufsperre 180 weist
für die Nockenscheibe 138 und deren Rollenfreilauf 145 eine Sperrscheibe 181 auf,
die der ersten Nockenscheibe 138 axial benachbart und zu dieser koaxial angeordnet
ist. Die Sperrscheibe 181 ist auf der Abtriebswelle 140 mittels eines Gleitlagers
182 frei drehbar gelagert und zentriert. Bestandteil der Rücklaufsperre 180 ist
ferner zumindest eine am Umfang der Sperrscheibe 181 angreifende Sperrroile 183,
die in einem gegenüber der Abtriebswelle 140 fest angeordneten Rollenhalter 184
mit einer Schrägfläche 185 angeordnet ist. Die Sperrolle 183 ist mittels einer Feder
186 in den Klemmspalt zwischen der Schrägfläche 185 und dem Umfang der Sperrscheibe
181 hineindrückbar. Mit der ersten Nockenscheibe 738 ist die Sperrscheibe 181 formschlüssig
gekuppelt und drehbar. Dies ist der besseren Übersicht wegen in Fig. 5 nicht besonders
dargestellt und nur aus Fig. 6 und 7 entnehmbar.
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Die Kupplung erfolgt über einen axial vorspringenden Stift 187, der
in einen Radialschlitz 188 auf der zugewandten Axialseite der ersten Nockenscheibe
138 eingreift.
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Somit ist die Sperrscheibe 181 unabhängig vom Freilauf 145 über das
Gleitlager 182 auf der Abtriebswelle 140 zentriert und gelagert. Die Drehmitnahme
der Sperrscheibe 181 mit der ersten Nockenscheibe 138 erfolgt über den Stift 187
und den Radialschlitz 188.
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Wir d die Abtriebswelle 140 in der zweiten Abtriebsdrehrichtung gemäß
gestricheltem Pfeil 144 angetrieben, so ist die erste Nockenscheibe 138 über ihren
Rotlenfreilauf 145 vom Abtriebsmoment entkuppelt. Die erste Nockenscheibe 138 würde
also, ohne die Rücklaufsperre 180, in Pfeilrichtung 144 frei -mitlaufen. Dies wird
nun dadurch blockiert, daß über den Radialschlitz 188 und den Stift 187 die Sperrscheibe
181 ebenfalls in Richtung des Pfeiles 144 mitgedreht wird, wodurch die Sperrolle
183 zwischen Umfangsfläche der Sperrscheibe 181 und Schrägfläche 185 in den dazwischengebildeten
Klemmspalt hineingedrückt wird und dadurch die Sperrscheibe 181 an einer freien
Mitlaufdrehung in Richtung des Pfeiles 144 gehindert ist. Somit steht auch die mit
der Sperrscheibe 181 über den Stift 187 und Radialschlitz 188 gekuppelte erste Nockenscheibe
138 fest und ist gegen diese zur Drehrichtung gemäß Pfeil 144
gleichsinnige
Mitlaufdrehung gesperrt. Bei einer drehmomentübertragenden Antriebsdrehung der ersten
Nockenscheibe 138 in Richtung des Pfeiles 143 hingegen ist die Sperrolle 183 ausser
Eingriff, da sie hierbei infolge der Umlaufdrehung aus dem Klemmspalt herausbewegt
wird.
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Das in Fig. 8 und 9 gezeigte dritte Ausführungsbeispiel entspricht
hinsichtlich der Stellvorrichtung dem zweiten Ausführungsbeispiel mit nur einem
einzigen Getriebemotor und zwei davon angetriebenen, koaxialen Nockenscheiben. Eine
Beschreibung entfällt deswegen insoweit. Im Vergleich zum ersten Ausführungsbeispiel
gemäß Fig. 1 bis 4 ist eine kinematische Umkehr dergestalt getroffen, daß beim dritten
Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 8 und 9 der Lagerkopf zu 219 an der Spiegelplatte
211 um die Lagerachse 220 schwenkbeweglich gehalten ist. Die Halterung erfolgt z.B.
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über einen Winkel 255, der mit einem Schenkel an der Spiegelplatte
211 befestigt ist und im anderen Schenkel den Lagerkopf 219 um die Lagerachse 220
schwenkbeweglich aufnimmt. Der senkrecht abstrebende Lappen 225 sitzt am Winkel
255. Ein weiterer Unterschied besteht insoweit, als der Führungsstift 222 nun statt
an der Spiegelplatte am Spiegelplattenhalter 212 befestigt ist. Es handelt sich
also um kinematische Umkehr der Anordnung gemäß Fig. 1 bis 4.
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In Fig. 10 ist ein gegenüber Fig. 6 und 7 abgewandeltes anderes Ausführungsbeispiel
einer RUcklaufsperre 280 gezeigt, die ebenfalls für jede der Nockenscheiben 138
und 139 gemäß Fig. 5 vorgesehen sein kann. Für die Teile, die dem Ausführungsbeispiel
gemäß Fig. 6 entsprechen, sind um 200 größere Bezugszeichen verwendet.
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Die Rücklaufsperre 280 ist als Reibbremse gestaltet. Sie weist ein
feststehendes Reibelement 289 in Form eines angedeuteten Bremsklotzes auf, der in
einem feststehenden Halter 284 in Radialrichtung verschiebbar gehalten ist und mittels
einer im Halter 284 verstellbar angeordneten, in Radialrichtung wirksamen Anpreßfeder
290 mit seiner Reibfläche 291 dauernd an einen Umfangsteil der Sperrscheibe 281
angepreßt wird.
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Bei einem anderen7 nicht gezeigten Ausflihrungsbeispiel wird das Reibelement
289 nicht gegen die Sperrscheibe 28¾. sondern vielmehr gegen einen Umfangsteil der
Nockenscheibe selbst oder des damit drehfesten Wellenabsatzes angepreßt. Bei einem
anderen
Ausführungsbeispiel ist als Reibelement statt eines Bremsklotzes ein Bremsstift,
z.B. aus Metall, insbesondere Messing, vorgesehen.
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Die zwischen Reibelement 289 und Sperrscheibe 281 oder Nockenscheibe
gegebene Reibwirkung bleibt hier dauernd aufrechterhalten, ganz gleich, ob die Antriebsdrehrichtung
für die Sperrscheibe 281 oder die Nockenscheibe derjenigen gemäß Pfeil 243 oder
gegensinnig dazu derjenigen gemäß Pfeil 244 entspricht. Der Drehstellantrieb zur
Drehung der Nockenscheibe und Sperrscheibe 281 muß zum Antrieb der Nockenscheibe
die Bremskraft, die durch das Reibelement 289 hervorgerufen wird, überwinden. Da
eine sehr kleine Bremskraft ausreicht, braucht kein Antrieb mit größerer Leistungeingesetzt
zu werden.
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