DE2608105C2 - Bodenbearbeitungsgerät - Google Patents
BodenbearbeitungsgerätInfo
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- E02F5/00—Dredgers or soil-shifting machines for special purposes
- E02F5/02—Dredgers or soil-shifting machines for special purposes for digging trenches or ditches
- E02F5/10—Dredgers or soil-shifting machines for special purposes for digging trenches or ditches with arrangements for reinforcing trenches or ditches; with arrangements for making or assembling conduits or for laying conduits or cables
- E02F5/102—Dredgers or soil-shifting machines for special purposes for digging trenches or ditches with arrangements for reinforcing trenches or ditches; with arrangements for making or assembling conduits or for laying conduits or cables operatively associated with mole-ploughs, coulters
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Description
sich über die langgestreckte Oberseite sanft hinwegbewegt,
bis es in seiner Ausgangslage hinter der ablaufenden Kante gelangt
Die auflaufende Kante des Blattes kann von der Seite her gesehen vertikal verlaufen. Um jedoch eine erhöhte
Kraft nach unten auf das Blatt und seine Tragvorrichtung zu erzeugen, ist die auflaufende Kante oder ein Teil
von ihr vorzugsweise von der Seite her gesehen nach vorn und unten geneigt
Die ablaufende Kante des Blattes kann ebenfalls vertikal verlaufen, ist jedoch bei einer bevorzugten Ausgestaltung
ebenfalls von der Seite her gesehen nach vorn und unten geneigt Die ablaufende Kante kann im Querschnitt
verjüngt z.B. zu einer scharfen Kante abger schrägt sein, die im wesentlichen in der Ebene der Unterseite
des Blattes liegt oder sie kann eine flache, quer zur Bewegungsrichtung verlaufende Fläche haben. Vorzugsweise
verjüngt sich das Blatt von der Seite her gesehen von oben nach unten.
Das Blatt kann in Bewegungsrichtung von vorn gesehen eben und mit parallelen Seiten ausgebildet sein,
oder es kann sich in seiner Stärke je nach dem Aiwendungsfall
nach unten oder oben verjüngen. Das Blatt kann auch in Bewegungsrichtung gesehen nach oben
oder unten gekrümmt sein.
Der Schneide des Blattes kann ein zusätzliches, in gleicher Linie damit arbeitendes Schneidwerkzeug vorgeschaltet
sein, z.B. ein scharfkantiges Drehmesser oder ein Pflugmesser.
In seiner einfachsten Ausführung hat das Blatt dreiekkigen Keilquerschnitt oder einen Querschnitt mit parallelen
Flächen, wobei der auflaufende Abschnitt des Blattquerschnittes ausgehend von der Schneide von einer
nach hinten und oben verlaufenden ebenen Schrägfläche begrenzt ist Alternativ kann die obere Seitenfläche
des Blattes anstatt eben zu sein, eine konvexe Krümmung aufweisen, deren Neigungswinkel ausgehend
von der Schneide progressiv nach Null hin im Bereich der größten Stärke des Blattes abnimmt wobei
der restliche Teil des Blattes ausgehend von diesem Bereich größter Dicke nach hinten hin parallelseitig oder
sich verjüngend bis zur ablaufenden Kante verläuft, die angeschrägt oder quer abgeschnitten sein kann. Bei einer
anderen Konstruktion kann die Oberseite des Blattes im Querschnitt gesehen von einer durchgehenden
konvexen Kurve gebildet sein, die sich von der auflaufenden zur ablaufenden Kante erstreckt und die Verjüngung
sowohl der Schneide als auch der ablaufenden Kante erzeugt
Die im wesentlichen ebene Unterseite des schrägen Blattes kann vollständig plan sein oder kann eine flache
Aussparung im Abstand hinter dem auflaufenden Kantenaaschnitt
haben, um Reibung und ein Verschmieren des Erdreiches zu mindern.
Das Blatt kann in einer Stellung montiert sein, in welcher seine schiefstehende Unterseite entweder parallel
zur Vorwärtsbewegung des Blattes oder von der Schneide ausgehend nach hinten oben zu dieser Richtung
geneigt ist.
Im Betrieb ist das Blatt an einer Tragvorrichtung angeordnet, von der es durch den Boden gezogen wird.
Zum Beispiel kann das Blatt von einem auf Rädern fahrbaren Fahrzeug herabhängen. Die Mittel, mit denen das
Blatt oder seine Tragvorrichtung am Fahrzeug befestigt sind, können Bewegungsfreiheit des Blattes oder seiner
Tragvorrichtung unter kontrollierten Bedingungen in anderen Richtungen als der Vor- und Rückwärtsrichtung
schaffen. Insbesondere können diese Mittel ein zwangsweises oder freies Schwenken des Blattes um
eine Querachse ähnlich dem Stampfen eines Schiffes oder um eine !ängs oder teilweise längs verlaufende
Achse und/oder ein Schwimmen des Blattes in vertika-Ier
Richtung zulassen oder ein Anheben und Absenken der Anordnung durch mechanische Mittel ermöglichen.
Das schräge Blatt kann einen oder mehrere Kanäle in seinem starken Abschnitt oder in seinem ablaufenden
Abschnitt aufweisen, durch welche ein Fluid oder Granulat
in das dem Blatt benachbarte Erdreich gefördert werden kann, oder es kann eine flexible Rohrleitung
durch den Kanal hindurchgeführt und in den Grund des durch das Blatt gebildeten Schlitzes gebracht sein.
Die Erfindung ist im folgenden anhand schematischer Zeichnungen an mehreren Ausführungsbeispielen mit
weiteren Einzelheiten näher erläutert Es zeigt
Fi g. 1 eine Seitenansicht eines Blattes gemäß der Erfindung;
Fig.2 eine Vorderansicht des Blattes nach Fig. 1
entgegen der Bewegungsrichtung des Blattes nach hintengesehen;
F i g. 3 einen Querschnitt in größerem Maßstab durch
das Blatt nach der Linie HI-III in F i g. 2;
F i g. 4 bis 9 in Ansichten gemäß F i g. 3 abgewandelte
Blattquerschnitte des Blattes nach F i g. 1 und 2;
Fig. 1OAund 1OB weitere mögliche Blattquerschnitte,
wobei das Blatt gegenüber den in den F i g. 4 bis 9 gezeigten Querschnitten eine andere Stellung mit anderem
Anstellwinkel aufweist;
F i g. 11 und 12 ein gegenüber F i g. 1 und 2 abgewandeltes
Blatt mit einer Stange an seinem unteren Ende;
F i g. 13 eine Teilansicht des unteren Endes eines Blattes mit entfernbarem Fußabschnitt;
Fig. 14 eine Seitenansicht eines weiter abgewandelten
Blattes mit entfernbaren Teilen an der auflaufenden Kante;
Fig. 14A eine perspektivische Explosionsdarstellung des Blattes nach F i g. 14 in einer zu fertigenden Ausführung;
Fig. 15 eine abgebrochene Schnittansicht in größerem
Maßstab des auflaufenden Kantenabschnitts eines Blattes der Querschnittsgestalt nach F i g. 7A mit einer
integrierten Härteschicht;
Fig. 16 und 17 Ansicht ähnlich Fig. 1 und 2 eines schwenkbar angeordneten schrägen Blattes (jemäß dar
Erfindung;
Fig. 18 eine perspektivische Teilansicht des unteren
Abschnitts eines anders ausgeführten Blattes gemäß der Erfindung mit einer horizontalen Leitplatte, weiche eine
geneigte Flossenplatte trägt;
F i g. 19 und 20 in einer Rückansicht und einer Draufsicht
eine Anordnung von drei schrägen Blättern gemäß der Erfindimg;
Fig.21 in einer Seitenansicht eine andere Ausführung
gemäß der Erfindijcg, bei welcher das Blatt Längskanäie
aufweist;
Fig.22 einen Querschnitt durch das Blatt nach Fig. 21;
Fig.23 und 24 eint Seiten- und Hinteransicht des
eo Blattes nach Fig.21 mit einer in einem Kanal in dem
ablaufenden Abschnitt der Platte angeordneten Einspritzleitung mit mehreren Abgabeöffnungen;
F i g. 25 eine Ansicht ähnlich derjenigen nach F i g. 24, bei der jedoch die Einspritzleitung eine einzige langgestreckte
Abgabeöffnung an ihrem unteren Ende aufweist;
Fig.26 in einer Seitenansicht eine andere Ausführung
der Erfindung, bei welcher das schräge Blatt über
die Stärke des hinteren Blatteiles verteilte Kanäle aufweist;
F i g. 27 zwei parallele, von den Blättern nach F i g. 26 geformte Schlitze im Erdreich, die teilweise mit durch
die Kanäle in den Blättern eingeführtem Granulat gefüllt sind;
Fig. 28 in einer Seitenansicht eine Tragkonstruktion
mit einem Satz von drei Blättern;
F i g. 29 eine Einzelansicht im Querschnitt, welche eine Art der Befestigung eines der Blätter an einem Querträger der Tragkonstruktion zeigt;
Fig.30 eine Rückansicht der Anordnung nach F ig. 28;
F i g. 31 eine Draufsicht auf die Anordnung nach den
F i g. 28 und 30;
F i g. 32 die Tragkonstruktion nach den F i g. 28 und 30 am hinteren Ende eines Traktors befestigt;
F i g. 33 eine Draufsicht eines Wagens, der einen Satz von drei Blättern trägt, und
F Ί g. 34 und 35 Seitenansichten des Wagens nach
F i g. 33 mit den Blättern in abgesenkter Arbeitsstellung und in angehobener Transportstellung.
Bei der Ausführung nach den F i g. 1 bis 3 hat das Blatt 10 ebene parallele Seitenflächen 11 und 12 und ein nach
unten sich verjüngendes Profil mit einer nach hinten und oben geneigten auflaufenden Kante 13', an welche als
vorderer Teil eine Abschrägv.ng 13 anschließt, und mit
einer nach hinten und oben geneigten ablaufenden Kante 14', die weniger steil als die auflaufende Kante 13' ist
und eine Abschrägung 14 aufweist (Fig. 1). Die oberen
und unteren Ränder 15 und 16 des Blattes sind zueinander parallel, und die Kanten 13 und 14 des Blattes sind
dazu um etwa 70° und 60° geneigt Das Blatt ist mit seinen Seitenflächen 11 und 12 um etwa 40° zur Horizontalen geneigt angeordnet (F i g. 2), und zwar mit der
Seitenfläche i i nach unten weisend und mit den oberen und unteren Rändern 15 und 16 etwa horizontal verlaufend. In dieser Stellung ist das Blatt an seinem oberen
Ende mittels eines Schaftes 17 gehalten, der lösbar an einer noch zu beschreibenden Stützkonstruktion angebracht ist. Die scharfen, geneigten auflaufenden und ablaufenden Kanten 13' und 14' liegen beide in der Ebene
der unteren Seitenfläche 11.
Zum Gebrauch ist das Blatt mittels des Schaftes 17 an einem Montagearm 18 mit Kanalquerschnitt angebracht, der an einem zweckmäßig gestalteten Wagen
oder am Werkzeughalter eines Traktors befestigt ist, wie beispielsweise anhand der F i g. 28 bis 32 oder 33 bis
35 beschrieben ist
Wenn das Blatt somit mit seiner Schneidkante nach
vorn durch das Erdreich geführt wird, kommt dieses mit der auflaufenden Kante 13' des Blattes und der Räche
12 in Berührung und wird durch die Schrägfläche und durch den'starken Bereich des Blattes in einer sanften
Bahn nach oben geschoben, wobei das verlagerte Erdreich »gestreckt« und bei seinem Fließen längs der von
der Schrägung 13 und der oberen Seitenfläche 12 gebildeten langgestreckten Bahn aufgebrochen wird, worauf
das Erdreich frei zum Zurückkehren in seine Ausgangslage hinter der abgeschrägten ablaufenden Kant« 14 ist,
wie durch die strichpunktierte Linie Sin den F i g. 1 und
2 angedeutet ist
Es sei besonders darauf hingewiesen, daß wegen der
Schrägung des Blattes 10 mit einem Winkel von weniger als 45° zur Horizontalen das durch die Schrägung 13
verlagerte Erdreich allein gegen den Gewichtswiderstand der Erdreichschicht zwischen der Bodenoberfläche und dem Blatt angehoben werden muß, so daß die
von dem Blatt auf das Erdreich ausgeübte Wirkung des Aufbrechens und Ritzens entsprechend wirksamer ist
und der erforderliche Zugkraftaufwand zum Bewegen des Blattes durch den Boden entsprechend kleiner ist als
s beim Stand der Technik.
10 zur Horizontalen liegt bei 40° wie gezeigt und kann vorzugsweise zwischen 30° und 45° liegen. Der Schrägungswinkel θ kann jedoch auch kleiner sein, z. B. zwi-
sehen 15 und 20° zur Horizontalen betragen, und in bestimmten Fällen größer als 45° sein, z. B. 60° zur Horizontalen betragen.
Bei der typischen Ausführung nach den F i g. 1 bis 3 beträgt die vertikale Höhe des Blattes 10 gemessen von
seinem oberen Rand 15 zum unteren Rand 16 ca. 50 cm und hat gemessen in seiner Schrägrichtung zwischen
den Mittelpunkten des oberen Randes 15 und des unteren Rande» IS eine Länge von etwa 32 cm. Die Blattbreite verjüngt sich von 25 cm gemessen längs des obe-
ren Randes 15 zu 12,5 cm gemessen längs des unteren Randes 16. Das Blatt nimmt ferner in seiner Stärke von
6,2 cm oben zu 2,5 cm unten ab. Der bevorzugte Winkelbereich der Schrägungen 13 und 14 liegt zwischen 15
und 25°.
Das Blatt ist in einer solchen Anstellung angeordnet, daß es mit seiner Schneide voraus sanft durch den
Grund fäkn. wobei die nach unten weisende Unterseite
11 vollständig in Berührung mit der von dem Blatt in den
Boden geschnittenen Schrägfläche steht und wobei der
untere Rand bzw. die untere Fläche 16 des Blattes normalerweise parallel zur allgemeinen Bahn des Gerätes
in fester Berührung mit der Bodenoberfläche läuft.
Bei einer abgewandelten, nicht gezeigten Konstruktion hat das Blatt parallele Seiten, d. h. gleichmäßige
Stärke über seine ganze Länge mit Ausnahme der angeschrägter, auflaufenden und ablaufenden Kanten 13'
und 14'. Das Blatt könnte anstatt nach unten (Fig.2)
sich auch nach oben in seiner Stärke verjüngen.
In jedem Fall sollte das Blatt jedoch mindestens
2p cm in seinem Bereich maximaler Stärke sein, und
zwar in jedem Querschnitt der Arbeitslänge des Blattes.
abgewandelte Blattquerschnitte des Blattes 10. So hat
das Blatt .!ach Fig.4 eine konvexe gewölbte Verjün
gung \3A an seinem auflaufenden Abschnitt wobei der
Schrägungswinkel ausgehend von der Schneide 13' (auflaufende Kante 13') progressiv zu Null hin abnimmt, wo
dann die Fläche 13 A in die ebene, obere Seitenfläche 12 des Biattes einmündet, welche parallel zur unteren Sei
tenfläche 11 verläuft. Der hintere Rand 14' des Blattes
ist rechtwinklig zu den Seitenflächen 11 und 12 abgeschnitten.
In F i g. 5 ist der hintere Rand 14' des Blattes scharf ausgebildet und durch den Schnitt der unteren Seiten
flächen 11 mit einer konvexen Oberfläche 14A gebildet
die unter einem nach vorn progressiv zu Null hin abnehmenden Winkel verjüngt ist v/o die Oberfläche t4A in
die ebene Seitenfläche 12 einmündet
Bei F i g. 6 sind die konvex-gekrümmten auflauf en
den und ablaufenden Kantenbereiche 13Λ und 14Λ
durch eine konvexe, oberste Fläche 12Λ des Blattes verbunden, so daß eine sanft konvex gekrümmte obere
Seitenfläche des Blattes gebildet ist die von der Schneide 13' zu ihrer scharfen ablaufenden Kante !4' hin ver-
läuft
Bei der Ausführung nach F i g. 7 ist das Blatt im allgemeinen dreieckig und keilförmig gestaltet wobei die
Schrägung 13Äund die obere Seitenfläche 12fldes Blat-
tes eine zusammenhängende ebene Fläche bilden, die unter dem erforderlichen Winkel zur unteren Seitenfläche
des Blattes geneigt und an der Hinterkante 14' quer abgeschnitten ist. Die Stärke des Blattes an seiner Hinterkante
nimmt von etwa 6,2 cm am oberen Blattende zu 2,5 cm am unteren Blattende ab und ebenso die Breite
von etwa 25 cm zu etwa 12,5 cm. Bei der Abwandlung nach F i g. TA. ist die untere Seitenfläche 11 bei 11C ausgespart
und zwar von einer Stufe 20 nach hinten, wobei die Aussparung HC sich zum hinteren Rand 14' hin
erstreckt. Die Breite des nicht ausgesparten Abschnittes der unteren Seitenfläche 11 hinter der Schneide 13' liegt
bei etwa 5 cm.
Die Aussparung HC an der Unterseite des Blattes verringert die Reibung zwischen Erdreich und Blatt, eine
Schmierneigung und die aufzubringende Zugkraft.
Fig.8 zeigt ein Blatt mit einer Aussparung HCauf
der Unterseite des Blattes wie in F i g. 7A, jedoch mit einer ebenen Abschrägung i3 im auflaufenden Bereich
der oberen Seitenfläche 12C des Blattes, wobei die Oberseite 12Cdes Blattes plan und unter einem kleinen
spitzen Winkel zu den unteren Flächen U, HCgeneigt
ist. Auch in diesem Fall ist die Hinterkante 14' quer abgeschnitten und stumpf, wodurch sie dem Blatt ein
meißeiartiges Profil gibt.
Fig.9 zeigt eine Abwandlung der Querschnittsgestalt nach Fig. 8, wobei die obere Seitenfläche 12Ddes
Blattes sanft konvex gekrümmt ist und der Neigungsbzw. Tangentenwinkel progressiv von einem Maximum
an der Schneide 13' zu einem Minimum zum hinteren Rand 14' nin abnimmt.
Sind die bisher beschriebenen verschiedenen Blattformen des Blattes 10 in einer Stellung cder Einstellung
angeordnet, in welcher die untere Seitenfläche 11 parallel zur horizontalen oder nahezu horizontalen Vorwärtsbewegungsrichtung
des Blattes verläuft, so zeigen die Fig. 1OA und 1OB zwei Anordnungen, bei welchen
die Ebene der unteren Seitenfläche 11 nach oben rückwärts
unter einem kleinen Winkel i^zur mit dem Pfeil 22
gekennzeichneten Bewegungsrichtung des Blattes 22 geneigt ist In F i g. 1OA hat das im Querschnitt meißeiförmige Blatt eine ebene, nicht ausgesparte Unterseite
11 und eine abgeschrägte Oberseite, während bei der Ausführung nach Fig. 1OB die untere Seitenfläche 11
eine nicht bis zur ablaufenden Kante 14' ragende Aussparung 11E aufweist Bei den Blattformen nach
F i g. 1OA und 10B ist jeweils die Schneide 13' der tiefste
Tei). des Blattes, und die ganze untere Seitenfläche 11 liegt auf höherem Niveau, d. h. oberhalb der Schneide
bezüglich ihrer Bewegungsrichtung durch das Erdreich. Dieses Merkmal trägt dazu bei, jegliche Neigung zu
einem Verschmieren zu vermindern. Wenn ein Blatt mit der Einstellung gemäß Fig. 1OA oder 1OB verwendet
wird, wobei die Unterseite des schrägen oder schiefen Blattes nach oben und rückwärts bezüglich der Bewegungsrichtung
des Blattes geneigt ist, muß das Blatt an einer Stützkonstruktion mit am Boden abrollenden Rädern
oder dgl. gehalten werden, welche der Bodenoberfläche
folgen, um das Blatt starr in der gewünschten Tiefe halten zu können. So könnte das Blatt starr an
einem Radanhänger, wie er beispielsweise in den Fig.33 bis 35 gezeigt ist oder an einem starr unterstützten
Werkzeugträger eines Zugfahrzeuges befestigt sein. Bei einem Blatt der Einstellung gemäß den F i g. 3
bis 9, in welchen die Unterseite des Biattes, insbesondere
deren nicht ausgesparter auflaufender Bereich gemäß Fi g. 7 bis 9 parallel zur Bewegungsrichtung des Blattes
verläuft. Heeren die Unterseiten bzw. Unterseitenteile
auf dem darunter liegenden Boden auf, so daß eine korrekte Tiefe eingehalten wird und eine Stützkonstruktion
mit »schwimmender« Unterstützung für das Blatt verwendet werden kann, z. B. das in den F i g. 28 bis 32
Parallelogramm-Gestänge.
Die F i g. 11 und 12 zeigen eine Ausführung, bei welcher
eine Stange 49 längs des Fußes des Blattes verläuft und vor die auflaufende Kante als scharfe Nase oder
Spitze 50 vorragt, um das Eindringen des Blattes in das
to Erdreich und die Tiefenführung zu unterstützen. Wenn die Stange 49 und ihre Nase 50 im Querschnitt ausreichend
große sind, kann diese Blattform beim Maulwurf-Pflügen verwendet werden.
Der erforderliche Tunnel muß von dem »Maulwurf« am untersten Punkt der Bodenstörung bzw. -strukturänderung geschaffen werden. Die Stange 49,50 hat Kreisquerschnitt und ist starr mit dem unteren Rand 16 des Blattes verbunden. Die Nase 50 hat ein schräg nach unten laufendes, meiueiartiges auflaufendes Ende 51.
Der erforderliche Tunnel muß von dem »Maulwurf« am untersten Punkt der Bodenstörung bzw. -strukturänderung geschaffen werden. Die Stange 49,50 hat Kreisquerschnitt und ist starr mit dem unteren Rand 16 des Blattes verbunden. Die Nase 50 hat ein schräg nach unten laufendes, meiueiartiges auflaufendes Ende 51.
Die Stange 49 ragt als eine Rippe von den oberen und unteren Seitenflächen des Blattes vor. Zusätzlich kann
ein getrenntes zylindrisches oder sich erweiterndes, geschoßartiges
Maulwurfteil oder Expander-Rohr an der ablaufenden Kante des Blattes hinter der Stange mittels
einer Schwenkverbindung, einem Lenker oder mehreren Lenkern befestigt werden, um hinter dem Fuß des
Blattes herangezogen zu werden.
Die Stange 49 muß nicht rund, sondern kann auch anderen Querschnitt haben, z. B. dreieckigen Quer-
;o schnitt. Eine wichtige und wertvolle Funktion der Stange
besteht darin, den Verschleiß des Blattes 10 zu vermindern. Vorzugsweise weist die Nase 50 der Stange 49
ein austauschbares Verschleißteil auf. Ferner kann die Stange in Längsrichtung einstellbar sein, um Verschleiß
zu kompensieren. Wie in F i g. 13 gezeigt, ist die Stange 49 fest verbunden oder einstückig mit seinem entfernbaren
unteren BSattabschnitt 52, welcher den Blattfuß bildet
und mit dem übrigen Teil des Blattes mittels einer sich verjüngenden Zunge 53 verbunden ist, die in einem
Schlitz des oberen Blattabschnittes mittels Bolzen 54 oder anderen Befestigungsmitteln gehalten ist.
Fi g. 14 zeigt ein Blatt mit entfernbarer Nasenstange
49 und der Fußanordnung 49,50,52 gemäß F i g. 13 und
ferner mit verschiedenen lösbaren und austauschbaren Streifenabschnitten 55,56,57 versehen ist, die vorzugsweise
aus einem härteren Stahl als der übrige Teil des Blattes besteht.
Der Querschnitt des Blattes 10 nach Fig. 14 kann eine der oben beschriebenen Formen haben.
so Die Lösbarkeit der Nasenstange und des Fußes 49, 50,51 ermöglicht es, diesen Teil des Blattes, der an der
Stelle größten Verschleißes sitzt, erforderlichenfalls auszutauschen.
Fig. 14A zeigt in einer Explosionsdarstellung eine praktische Ausführung einer Blattanordnung nach
Fig. 14, wie sie für die Produktion geeignet ist Das Blatt hat einen Plattenkörper 10Λ', an dessen Unterseite
ein im Querschnitt dreieckiger Kanal-Streifen 58 mit einem versteifenden Steg 58' angeschweißt ist, wobei
dieser Streifen mit seiner Außenseite den ausgesparten Abschnitt 1 IC der unteren Seitenfläche 11 des Blattes
bildet Der vordere Abschnitt der Unterseite 11 wird von einer schwachen Abschrägung 59 des Plauenkörpers
\QA' vor der Stufe 20' gebildet Das Blatt ist mit
zwei iösbaren gehärteten Stahistreifen 55', 56' versehen, die abgeschrägten Schneiden 13' auf beiden Längsseiten
aufweisen, so daß sie auch um 180° verdreht angebracht
werden können. Ferner sind die Streifen austauschbar.
ίο
10/verlaufend, d. h. unter einem entsprechenden Winkel
zur Vertikalen schräg verlaufend dargestellt, obwohl die Flossenplatte 66 vorzugsweise vertikal ausgerichtet ist.
Wie dargestellt hat die Flossenplatte 66 eine nach vorn sich verjüngende keilartige Gestalt, könnte jedoch auch
eine andere Gestalt, z. B. die eines D mit dem geraden Steg des D unten und in Berührung mit der Leitplatte 63
haben. Die Flossenplatte 66 ritzt den Boden am äußeren Ende der Leitplatte 63 in Richtung nach oben auf.
Schräge Blätter 10 in den beschriebenen Ausführungsformen können paarweise oder in Gruppen von
drei oder mehr Blätter je Gerät vorgesehen sein. Zum Beispiel können, wie in Fig. 19 und 20 gezeigt, drei
geneigte Blätter 10, 10' und 10" vorgesehen sein. Die Blätter 10,10' und 10" überlappen einander, wie in der
Hinteransicht von F i g. 19 zu sehen ist, wobei das untere Ende des Blattes 10 oder 10' gerade unterhalb dem oberen
Ende des entsprechenden folgenden Blattes 10' und 10" liegt. Die geneigten Blätter 10, 10' und 10" sind
hintereinander versetzt, wobei die Blätter an ihren oberen Enden an einer zweckmäßigen Stützkonstruktion,
z. B. einem Querbaum 67, befestigt sind, so daß die Blätter durch den Boden gezogen werden können. Die Blätter
10,10' und 10" sind so angeordnet, daß jedes Blatt in
Die Streifen 55', 56' können an dem Plattenkörper 10-4'
mittels Bolzen und Muttern 60 befestigt werden, wobei die auflaufenden Schneiden 13' vom Rand des Plattenkörpers
10/4' vor auf ein Niveau in oder unterhalb der Ebene der Abschrägung 59 auf der Unterseite des Plattenkörpers
ragen. Ein entfernbarer Fuß 52' mit einer nach vorn vorkragenden, meißelartigen Nasenzinke 50'
ist lösbar mit dem Plattenkörper 10Λ' mittels Bolzen und Muttern 54' verbunden. Der Fuß 52 hat eine mit ihm
einstückige Rippenformation 49' längs seiner oberen Seite, die eine Verlängerung der Nasenzinke 50' bildet
und der Stange 49 nach Fig. 14 entspricht.
Der Querschnitt des Blattes nach F i g. 14A entspricht
im wesentlichen dem in F i g. 7 A gezeigten Querschnitt.
Ein Vorteil der keil- oder meißeiförmigen Blattfor- 15
men nach F i g. 7,8 und 9 beruht darauf, daß man in der
Praxis festgestellt hat, daß die Schneide des Blattes nicht
scharf zugespitzt sein muß, sondern daß das Blatt zufriedenstellend auch mit einer Schneide mit einem Radius
von bis zu etwa 3 mm (V8 Zoll) arbeitet. Dementspre- 20
chend kann ein schräges Blatt 10 mit einer ausgesparten
Unterseite in dem Maße selbstschärfend ausgebildet
werden, wie der unausgesparte auflaufende Abschnitt
der Unterseite 11 verschlissen wird. Dies ist durch die
gestrichelten Linien 1, 2, 3, 4 in Fig. 15 angedeutet, 25 der Richtung zur Bewegungsbahn des benachbarten welche das Blatt in fortschreitenden Verschleißzustän- Blattes hin schräg steht, das an dem Gerät vor ihm
men nach F i g. 7,8 und 9 beruht darauf, daß man in der
Praxis festgestellt hat, daß die Schneide des Blattes nicht
scharf zugespitzt sein muß, sondern daß das Blatt zufriedenstellend auch mit einer Schneide mit einem Radius
von bis zu etwa 3 mm (V8 Zoll) arbeitet. Dementspre- 20
chend kann ein schräges Blatt 10 mit einer ausgesparten
Unterseite in dem Maße selbstschärfend ausgebildet
werden, wie der unausgesparte auflaufende Abschnitt
der Unterseite 11 verschlissen wird. Dies ist durch die
gestrichelten Linien 1, 2, 3, 4 in Fig. 15 angedeutet, 25 der Richtung zur Bewegungsbahn des benachbarten welche das Blatt in fortschreitenden Verschleißzustän- Blattes hin schräg steht, das an dem Gerät vor ihm
angeordnet ist, so daß ein Spiel zwischen den Blättern für die Erdreichbewegung gelassen wird und jedes Blatt
in nicht merklich von dem vorangehenden Blatt gestörtem Erdreich arbeiten kann. So ist das auflaufende Blatt
in den Fig. 19 und 20 das rechte Blatt 10", das in den
Figuren nach rechts ebenso wie die folgenden Blätter 10' und 10" schräg steht Mit solchen Anordnungen haben
die Blätter eine ergänzende Wirkung und überd'ekken einen Gesamtbereich des Bodens bezüglich der
Ritzwirkung. Anstatt einer gestaffelten Gruppe von drei Blättern kann das Gerät auch eine Gruppe von drei
oder mehr in V-Formation angeordneten Blättern in der Draufsicht gesehen haben. Um eine Wiese oder Weide
unteren SeitenPächen 11 und 12 aufgesetzte Verschleiß- 40 durch eine Untergrundbehandlung zu verbessern, beplatten.
Der Plattenkörpes WA kann ein Gußstück sein. ginnt die Schräge des oder jedes Blattes 10, das in den
Die Fig. 16 und 17 zeigen ein schwenkbares Blatt Boden eindringt, normalerweise über dem Niveau des
1OW, dessen auflaufende Kante 13' asymmetrisch bei Bodens.
13" abgeschrägt ist und dessen in ähnlicher Weise bei Für besondere Zwecke, wenn eine Landentwässerung
14" abgeschrägte ablaufende Kante 14' vertikal ver- 45 oder eine Bodenbehandlung oder -anreicherung erforläuft.
Das Blatt hat längs seinem unteren Rand eine derlich ist kann ein Gerät mit einem geneigten Blatt
Stange 49 mit einer nach vorne vorkragenden Nase 50 gemäß der Erfindung zum Einbringen einer Flüssigkeit,
und einer nach hinten auskragenden erweiterten Ver- eines Granulates oder vereinzelten Materials in einen
längerung 5OA Der Schaft 17 für das Blatt 10W ist um Teil des im Boden von dem Blatt geformten Spaltes
eine quer zu dem Blatt und dem Schaft sowie senkrecht 50 oder Durchganges oder in das Erdreich benachbart der
zur Bewegungsrichtung des Blattes angeordnete unteren oder oberen Seite des schrägen Blattes einge-Schwenkachse
61 schwenkbar mit dem Kanalträger 18 bracht werden. Zu diesem Zweck können ein oder mehverbunden,
und ein hydraulischer Zylinder 62 ist zwi- rere Kanäle im Inneren des geneigten Blattes mit entschen
dem Kanalträger 18 und dem hinteren Ende des sprechenden öffnungen am unteren oder rückwärtigen
oberen Randes 15 des Blattes iOH angeordnet Der 55 Rand des Blattes oder in einer zugeordneten Auswei-'
Schwenkwinkel des Blattes um die Schwenkachse 61 tung oder einem Maulwurf oder sonstwo im Blatt vorkann
mittels des Zylinders 62 eingestellt werden. gesehen sein, z. B. in den oberen oder unteren Seitenflä-
AHe bisher beschriebenen Blattkonstruktionen kön- chen des schrägen Blattes, durch welche Flüssigkeit,
nen schwenkbar und mit einem hydraulischen Zylinder Pulver oder ein Granulat ausgebracht werden kann. So
einstellbar sein, wie anhand der F ig. 16 und 17 beschrie- 60 zeigen die Fig. 21 und 22 eine geänderte Blattkonben,
struktion, die grundsätzlich derjenigen nach den Fig. 18 zeigt eine andere Anordnung, bei welcher Fig. Ii, 12 oder 13, 14 oder 14A gleicht und einen in
eine horizontale Leitplatte 63 mit einem abgeschrägten F i g. 22 gezeigten Querschnitt hat (oder einen querauflaufenden
Rand 64 an der oberen Seitenfläche Vi des schnitt nach einer der F i g. 4 und 7 bis 10B). Das in den
Blattes 10/ links dessen unterem Rand befestigt ist Auf 65 F i g. 21 und 22 gezeigte Blatt weist einen Längskanal 70
der Oberseite der horizontalen Leitplatte 63 ist benach- in seinem ablaufenden Rand 14F auf, wobei die Weite
bart den* äußeren freien Ende eine Flossenplatte 66 des Längskanales von vorn nach hinten progressiv in
angeordnet Die Flossenplatte 66 ist parallel zum Blatt Richtung nach unten abnimmt und der Kanal kurz über
den zeigt.
Das Blatt gemäß Fig. 15 hat außerdem auf seiner ebenen Oberseite 12 eingeschlossen die Schneide 13'
eine wärmebehandelte Oberflächenschicht 58 aus einem Stahl größerer Härte als der übrige Teil des Blattes.
Alternativ kann die gehärtete Oberflächenschicht 58 und/oder der gesamte auflaufende Abschnitt des Blattes
von einem gesonderten Einsatz gebildet sein, der nach Verschleiß ersetzbar ist.
Der Plattenkörper 1OA des Blattes nach Fig. 14, der
die Verschleißstreifenabschnitte 55,56,57 und den entfernbaren
Fuß 52 trägt, hat ebenfalls vorzugsweise gehärtete Verschleißflächen oder auf seine oberen und
dem Fuß des Blattes endet Der Kanal 70 kann für das Fördern eines Fluids oder Granulats auf verschiedene
WC'Se nach unten dienen. Ein zweiter Kanal 71 ist im
Inneren des Blattes 10 ausgebildet und an seinem oberen Ende durch einen Nickel 72 verschlossen, durch welchen
flüssiges, gasförmiges oder granulatförmiges Material, z.B. ein pulverförmiges Material befördernde
Druckluft, unter Druck in den Kanal eingeführt und durch Löcher 73 abgegeben werden kann, die in der
oberen und/oder der unteren Fläche des schrägen Blattes ausgebildet sind.
Alternativ oder zusätzlich kann, wie in den F i g. 23 bis 25 gezeigt ist, eine Rohrleitung 74 im Kanal 70 angeordnet
sein, die von oberhalb der Bodenoberfläche her kommt, wo sie mit einem Füllgefäß, einem Glasgerät
oder dgl. (nicht gezeigt), verbunden ist, und zum unteren Ende des Kanals verläuft. Die Rohrleitung 74 hat entweder
eine einzige große Öffnung 75 an ihrem unteren Ende, wie es die F i g. 25 zeigt, oder eine Anzahl von
öffnungen 76, die über die Länge der Rohrleitung gemäß den F i g. 23 oder 24 im Abstand angeordnet sind.
Die Öffnungen 75 und 76 weisen nach hinten aus dem Kanal 70 heraus, der in seinem oberen Teil mittels einer
oberhalb der obersten Öffnung 76 gelegenen Deckplatte 77 geschlossen ist.
Granulatförmiges, pulvriges oder Fluidmaterial, z. B.
Pestizide, Herbizide, Bodenbehandlungsmaterialien oder -chemikalien, Düngemittel oder Drainage-Zuschlagstoffe
können durch die Kanüle 70 und/oder 71 herangeführt oder -geblasen und au* der einzigen öffnung
75 in das Erdreich in der gewünschten Tiefe oder über die vielen öffnungen 73 und/oder 76 über die volle
Höhe der von dem Bodenniveau nach unten bis zur untersten öffnung reichenden Erdreichschicht ausgebracht
werden. Dieses Material wird in den losen Boden eingespritzt, der aufgebrochen und durch die vorherige
Passäge des Blattes geritzt worden ist, so daß es vollständig
in den gelockerten Boden oberhalb (und möglicherweise unterhalb) des Blattes oder hinter dem locker
aufgefüllten, vom Blatt zurückgelassenen Spalt in das Erdreich eindringt Wenn das Material mit einem genügenden
Luft- oder Flüssigkeitsdruck ausgebracht wird, wird sein Eindringen in das Erdreich verbessert sogar
oberhalb des Bodenniveaus.
Die F i g. 26 und 27 zeigen eine andere Ausgestaltung eines Gerätes, bei dem das geneigte Blatt iOK eine
schräge auflaufende Kante 13, 13' wie vorher, jedoch eine quer abgeschnittene, vertikal ablaufende Kante
hat und unter einem Montagearm 18A starr oder schwenkbar wie bei der Anordnung nach den Fig.
und 17 angeordnet ist In diesem Fall sind jedoch zwei
oder mehr gekrümmte Kanäle 91, 92 im Inneren des Blattes und in dem hinte-en Teil des Blattes hinter dem
Montagesteg 17Λ vorgesehen, wobei die Kanäle von öffnungen im oberen Rand 15 des Blattes ausgehen und
nach unten und hinten zu öffnungen im unteren Teil des ablaufenden Randes 90 des Blattes verlaufen, wobei diese
öffnungen wie gezeigt übereinander angeordnet sind. Granulatförmiges oder flüssiges Material kann
durch Schwerkraft oder Druck von einem auf oder über dem Montagearm 18Λ angeordneten Gefäß zu den offenen
oberen Enden der beiden Kanäle 91 und 92 gefördert werden, wodurch das zugeführte Material durch
jeden Kanal herunter und aus den öffnungen im hinteren Rand 90 des Blattes heraus in den im Erdreich hinter
dem fortschreitenden Blatt gebildeten Schlitz gebracht werden kann, wo das Material wie bei 95,96 in F i g.
sezeiet in einem dem unteren Teil des durch das Blatt
gebildeten Spaltes entsprechenden Muster abgelagert wird. Wenn das Material ein granulatförmiges Drainage-Material
ist, bildet das untere Bett des granulatförmigen Materials 95 auf dem Boden des Schlitzes, welches
durch die unterste öffnung im Blatt ausgetreten ist, einen Ablauf, in welchen Wasser durch die Ritzen im "Boden
eindringen und längs der Linie des Spaltes ab zu einem Ausfluß fließen kann.
Das Gerät nach den F i g. 26 und 27 kann ferner zum ίο Verlegen eines flexiblen Drainage-Rohrs in dem hinter
dem fortschreitenden Blatt gebildeten Spalt verwendet werden- Zu diesem Zweck kann eine Länge eines flexiblen
Schlauches, der gewöhnlich aus Kunststoff besteht, z. B. «sin gewellter Kunststoffschlauch, durch einen der
Kanäle 9Ϊ, 92 hindurchgeführt werden, wenn das Blatt tOK vorwärts durch den Boden gezogen wird.
Ein Satz von Blättern 10 der bisher beschriebenen Bauarten kann an einem Tragrahmen 100 gemäß den
F i g. 28 bis 32 angeordnet sein, welcher an einem Drei-Punkt-Hubgestänge
eines landwirtschaftlichen Traktors anbringbar ist. Der Rahmen 100 hat in Draufsicht gesehen
im wesentlichen dreieckige Gestalt mit einem Schrägbaum 1Oi, der einen Werkzeughalter bildet, an
welchem drei Blätter 10, 10' und 10" wie anhand der Fig. 19 und 20 beschrieben versetzt zueinander angeordnet sind. Der Kanalquerschnitt aufweisende Montagearm
18 (F i g. 1 und 2) jedes Blattes 10, usw. ist an seinem hinteren Ende mit einem Schwenkstift 102 mit
einem kurzen starren Glied 103 mit Kastenquerschnitt
verbunden, das mit der Unterseite des Schrägbaumes 101 verschweißt ist und in Richtung der Vorwärtsbewegung
des Gerätes weist. An seinem vorderen auflaufenden Ende ist jeder Montagearm 18 mit dem Schrägbaum
103 mittels eines U-förmigen Tragbügels 104 verklammert Der Tragbügel 104 bildet ein Sicherheitsglied, das brechen kann, um dem Tragarm 18 und dem
Blatt 10 ein Schwenken nach rückwärts dann zu ermöglichen, wenn das Blatt auf ein unbewegliches Hindernis
am oder im Boden aufläuft. Alternativ kann eine Befestigungsanordnung mit einem üblichen Scherstift als Sicherheitsglied
verwendet werden.
Der Rahmen 100 hat ein Paar versteifender, hochstehender Arme 106, die zusammenlaufen und zwischen
deren oberen Enden das rückwärtige Ende einer oberen Strebe 107 mittels einer hochgelegenen Stift-Loch-Verbindung
108 befestigt ist. Der Rahmen 100 hat ferner ein Paar tiefgelegener, durchbohrter Montagegabeln 109.
die starr auf entgegengesetzten Seiten des Rahmens angeordnet sind und die rückwärtigen Enden eines
Paars von tiefgelegenen Streben 111 schwenkbar halten.
Die vorderen Enden der oberen Strebe 107 und der unteren Streben 111 sind schwenkbar mit den drei Anbringpunkten
Ai, A 2 und Cdes Drei-?unkt-Gestänges
des Traktors verbunden, so daß eine schwimmende Zugbalken-Anordnung gebildet ist, mittels welcher der
Rahmen 100 und die drei Blätter 10, 10' und 10" vorwärtsgezogen werden, wobei die Blätter ihre eigene
Höhe in dem Boden einnehmen. Ein hydraulischer Hubzylinder 112 wirkt auf ein Paar Hebel 113, die mittels
Ketten 114 an den tiefer gelegenen Streben 111 angekoppelt
sind, um den Rahmen 100 zu heben oder auch auf gewünschter Höhe zu halten.
Wie schon erwähnt muß bei Verwendung einer Tragkonstruktion mit »schwimmender« Wirkung, z. B. gemaß
den Fig.28 bis 32, zur Unterstützung der Blätter
eine solche Anstellung der Blätter gewählt werden, bei welcher die unteren Seitenflächen der Blätter oder mindestens
deren nicht auflaufende Flächenbereiche paral-
13 14
lel zur Richtung der Vorwärtsbewegung, & h. horizontal auf Bodenhöhe verlaufen, um sicherzustellen, daß die
Blätter die gewünschte Tiefe einhalten.
Die F i g. 33 bis 37 zeigen eine andere Anordnung, bei welcher ein Satz von drei Blättern 10, W und 10" mittels eines Radwagens 120 unterstützt ist, der von einem
Traktor gezogen werden kann. Der Wagen 120 hat einen Rahmen 121, dessen Hinterteil einen Schrägbaum
122 ähnlich dem Schrägbaum 101 nach den Fig.29 bis
31 aufweist. An diesem Schrägbaum 121 sind die drei Blätter 10,10' und 10" gestaffelt in gleicher Weise wie
bei den F i g. 29 bis 31 hintereinander angeordnet. Der auflaufende Teil des Rahmens 121 bildet einen Zugteil
und endet in einem Zugauge 123. Räder 124 mit großem Durchmesser sind an schwenkbar an jeder Seite des is
Rahmens angeordneten Lenkern 123 gelagert, und ein Paar hydraulische Zylinder 126, die an einem mit dem
Rahmen 121 verbundenen Joch 127 angelenkt sind, wirken auf die entsprechenden Lenker 125, um das Niveau
des Rahmens 121 relativ zu den Rädern 124 und damit zum Untergrund einzustellen. Die Räder 124 halten den
Rahmen 121 aufgrund ihrer Abstützung auf dem Boden in einer gewünschten Höhe und damit die Blätter in
einer gewünschten Tiefe, wobei die Blätter nach Wunsch in einer Anstellung gemäß den Fig. 1OA oder
1OB mit der unteren Seitenfläche jedes Blattes ausgehend von der Schneide nach rückwärts und oben geneigt angeordnet sein können.um die erforderliche Antriebs-Zugkraft zu vermindern und ein Verschmieren
des Bodens unter dem Blatt auf ein Minimum zu beschränken.
50
60
65
Claims (11)
1. Bodenbearbeitungsgerät mit einem Blatt (10), 57) austauschbar sind,
das eine obere und eine untere Seitenfläche (12,11) 5
das eine obere und eine untere Seitenfläche (12,11) 5
hat, und mit einer Tragkonstruktion (18) zum Unter-
stützen des Blattes zu einer Vorwärtsbewegung im
wesentlichen horizontal durch das Erdreich, wobei
wesentlichen horizontal durch das Erdreich, wobei
das Blatt einen schräggestellten Abschnitt hat der- Die Erfindung betrifft ein Bodenbearbeitungsgerät
art, daß jede Seitenfläche (11,12) des Blattes bezug- ίο mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 1.
lieh der Vertikalen in Bewegungsrichtung gesehen Mit einem solchen Gerät kann der Boden ohne die Notgeneigt ist, und das Blatt ferner eine auflaufende wendigkeit eines Aushebens oder Entfernens von Erd-Kante
(13') hat, welche eine Schneide zum Ritzen reich aufgebrochen und unterhalb der Bodenoberfläche
des Erdreichs bildet dadurch gekennzeich- geritzt werden.
net, daß die Ebene des Blattes im wesentlichen i5 Ein bekanntes Bodenbearbeitungsgerät dieser Art
parallel zur Bewegungsrichtung des Blattes durch (US-PS 34 47 495) hat ein in Arbeitsrichtung gesehen
das Erdreich liegt, daß in Bewegungsrichtung gese- nach vorn leicht ansteigendes, zu einer Horizontalebene
hen das schräggestellte Blatt (10) zu einer Horizon- um einen Winkel zwischen 10° und 15° geneigtes Blatt
talebene ust^r einem Winkel (0) im Bereich zwi- welches mit Kanälen und Öffnungen zum Einbringen
sehen 20° und 60° geneigt ist, und daß mindestens 20 von Düngerstoffen in den Boden versehen ist Ein solder
vordere Teil (13) der oberen Seitenfläche (12) ches Blatt ist zum Auflockern des Bodens unter Anwendes
Blattes zur auflaufenden Kante (13*) hin so ange- dung geringer Kraft wegen seiner geringen Neigung
stellt ist, daß bei der Bewegung des Blattes durch das gegenüber der Horizontalebene und wegen seiner
Erdreich über die obere Seitenfläche (12) des Blattes Schrägstellung zur Arbeitsrichtung ungeeignet
fließendes Erdreich nach oben angehoben wird. 25 Es gibt Geräte mit »furchenlosen« (trenchless) Blatt-
fließendes Erdreich nach oben angehoben wird. 25 Es gibt Geräte mit »furchenlosen« (trenchless) Blatt-
2. Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich- anordnungen, die hauptsächlich Weiterentwicklungen
net, daß das Blatt (10) zur Horizontalen unter einem der bekannten Maulwurf-Pflugblattanordnungen dar-Winkel
(Θ) im Bereich zwischen 35° und 55° geneigt stellen, wobei das Blatt bezüglich einer vertikalen, längs
ist der Bewegungsrichtung des Blattes verlaufenden Ebene
3. Gerät writ Anspruch 2, dadurch gekennzeich- 30 symmetrisch ist Geräte mit Maulwurf-Pflugblattanordnet,
daß das Blatt zur Horizontalen um etwa 40° nungen sind beispielsweise in der GB-PS 11 41 320 und
geneigt ist 12 00 791 beschrieben. Eine Weiterentwicklung der
4. Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 3, da- Maulwurf-Pfluganordnung hat ein Blatt mit nach vorn
durch gekennzeichnet daß der Querschnitt des Blat- und unten geneigtem Nasenteil, welches eine gewisse
tes (10) zur auflaufenden Kante (13) des Blattes hin 35 Hubwirkung auf den Pflug ausübt Alle diese bekannten
verjüngt ist. Blattanordnungen bewirken jedoch nach vorn und zur
5. Gerät nach Anspruch 4, dadurch gekennzeich- Seite hin ein Zusammendrücken des Bodens, was zu
net, daß die an der auflaufenden Kante (13) vorgese- einem hohen Zugkraftaufwand und }vl einigen Fällen zu
hene Schneide (13') im wesentlichen in der Ebene einer unerwünschten Verfestigung des Erdreichs führt,
der unteren Seitenfläche des Blattes (16) liegt 40 Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Gerät
der unteren Seitenfläche des Blattes (16) liegt 40 Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Gerät
6. Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 5, da- der im Oberbegriff des Anspruchs 1 beschriebenen Art
durch gekennzeichnet, daß ein Fußteil (49; 49') am zu schaffen, das bei der Bewegung mit der Schneide
unteren Ende des Blattes (10) befestigt ist und eine voraus durch den Boden ein sanftes Aufbrechen und
verjüngte, ausgehend von einer auflaufenden Spitze Ritzen des Bodens erzeugt, ohne daß dabei eine für die
(51) nach oben und hinten geneigte Nase (50, 50') 45 natürliche Struktur des Erdreiches schädliche Zusamaufweist,
mittels welcher das Blatt (10) in das Erd- mendrückung des Bodens hervorgerufen wird.
reich eingefahren und darin gehalten wird. Zur Lösung dieser Aufgabe sind gemäß der Erfindung
7. Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 6, da- die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1 vorgedurch
gekennzeichnet, daß an der Tragkonstruktion sehen.
(18; 67; 100) zwei oder mehr Blätter (10,10', 10") in 50 Wenn das schrägstehende Blatt eines Gerätes nach
Bewegungsrichtung gesehen hintereinander gestaf- der Erfindung mit seiner Schneide voraus durch den
feit angebracht sind. Boden bewegt wird, erzeugt die Schneide eine «ntspre-
8. Gerät nach Anspruch 7, dadurch gekennzeich- chend geneigte Schnittfläche im Boden, über welche das
net, daß der untere Abschnitt jedes Blattes (10) be- Blatt fährt, wobei kein wesentlicher Teil der Unterfläche
nachbart einer vertikalen Ebene durch den oberen 55 (untere Seitenfläche 11) des Blattes hinter der Schneide
Abschnitt des vorangehenden Blattes angeordnet ist in diese geschnittene Bodenfläche hineinfährt, um- das
9. Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 8, da- Erdreich zu komprimieren oder in anderer Weise· zu
durch gekennzeichnet, daß das Blatt an seinem obe- verlagern. Mit anderen Worten bleibt das unter dem
ren Ende einen aufrechten Schaft (17) zur Verbin- Blatt befindliche Erdreich nahezu ungestört; es treten
dung mit der Stützkonstruktion (18) aufweist. 60 nur geringfügige Schneid- und Scherkräfte und allen-
10. Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 9, da- falls ein geringfügiges »Verschmieren« des Erdreiches
durch gekennzeichnet daß das Blatt (10) nach hinten auf.
hin zu einer ablaufenden Kante (14') verjüngt ist Das mit der Oberseite des Blattes (obere Seitenfläche
11. Gerät nach einem der Ansprüche 1 bis 10, da- 12) in Berührung kommende Erdreich wird von dem
durch gekennzeichnet, daß die auflaufende Kante 65 schrägstehenden Blatt sanft über diese Oberseite geför-(13)
des Blattes (10) von zwei oder mehr entfernba- dert, wenn das Blatt durch den Boden bewegt wird,
ren Abschnitten (55,56,57) gebildet ist, die Ende an wobei das Erdreich reSativ zu dieser Oberseite weich
Ende längs der auflaufenden Seite des Blattes ange- fließt und in einigen Fällen »gestreckt« wird, wenn es
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