DE2608147A1 - Schussfadenwaechter fuer webmaschinen - Google Patents
Schussfadenwaechter fuer webmaschinenInfo
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Description
27. Febr. 1976
Maschinenfabrik Rüti AG, CH-8 630 Rüti/ZH
Schussfadenwächter für Webmaschinen
Die Erfindung betrifft einen Schussfadenwächter für Webmaschinen mit einem, auf dem Webblatt angeordneten Fadenfühler zur Detektion
des Vorhanden- oder NichtVorhandenseins des zuletzt eingetragenen Schussfadens und mit einem bei Fehlen des Schussfadens
betätigbaren Steuerorgan zum Abstellen der Webmaschine.
Bei einem bekannten Schussfadenwächter dieser Art ist der Fadenfühler
als am Blatt fest eingespannter, U-förmiger Drahtbügel
ausgebildet, welcher Drahtbügel den einen Teil eines elektrischen Kreises zum Abstellen der Webmaschine bildet. Der andere
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Teil dieses elektrischen Kreises umfasst ein in der Bewegungsbahn des Drahtbügels fest an der Webmaschine montiertes Kontaktglied.
Bei'der Anschlagbewegung der Weblade wird der Drahtbügel gegen das Kontaktglied bewegt. Ist der zuletzt eingetragene
Schussfaden vorhanden, dann hindert dieser den Drahtbügel daran, das Kontaktglied zu berühren. Fehlt der zuletzt
eingetragene Schussfaden, dann trifft der Drahtbügel auf das Kontaktglied auf, wodurch der elektrische Kreis geschlossen
und die Webmaschine abgestellt wird.
Da der am oberen Rand des Webblatts eingespannte und sich nach unten bis in die Schussfadenebene erstreckende Drahtbügel
aus relativ dünnem Draht besteht und somit eine geringe Stabilität aufweist, ist nicht mit Sicherheit gewährleistet, dass
der Drahtbügel auf das Kontaktglied auftrifft. Äusserdem beeinträchtigen
auch die unvermeidlich auftretenden Verschmutzungen die Herstellung eines sicheren-Kontakts zwischen Drahtbügel
und Kontaktglied. Auch der Umstand, dass der Drahtbügel sowohl den Fadenfühler bildet als auch das Kontaktglied betätigt,
ist ein Nachteil, da diese Doppelfunktion bedeutet, dass der Drahtbügel nicht auf jede der beiden Funktionen optimal abgestimmt
werden kann.
Der erfindungsgemässe Schussfadenwächter vermeidet diese Nachteile
und ist dadurch gekennzeichnet, dass der Fadenfühler den einen Arm eines am Webblatt schwenkbar angeordneten Winkelhebels,
bildet, dessen anderer, im folgenden als Steuerarm bezeichneter
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.3 . 2608H7
Arm als Betätigungsmittel des Steuerorgans ausgebildet ist, dass der YJinkelhebel der Kraft einer den Fadenfühler vom Webblatt
in Richtung auf die Gewebeanschlagskante wegschwenkenden Feder unterworfen ist, dass bei der Anschlagbewegung der Lade bei vorhandenem
Schussfaden der Fadenfühlar gegen den letzteren gedrückt und dadurch gegen die Kraft der Feder gegen das Webblatt zurückgeschwenkt
wird, wodurch der Steuerarm in eine erste Position gebracht wird, und bei fehlendem Schussfaden der Fadenfühler bis
zum Auftreffen auf die Gewebeanschlagskante in seiner vom Webblatt
weggeschwenkten Stellung verharrt, wodurch der Steuerarm in eine zweite Position gebracht ist, und dass der Steuerarm in
seiner zweiten Position während der Anschlagbewegung des Webblatts eine Betätigung des Steuerorgans bewirkt.
Der erfindungsgemässe Schussfadenwächter hat somit den Hauptvorteil,
dass die beiden Funktionen des Schusswächters, nämlich einerseits die Detektion des Schussfadens und anderseits die
Abgabe eines Steuersignals bei nicht vorhandenem Schussfaden sauber getrennt sind. Einerseits können der Fadenfühler und die
am Winkelhebel angreifende Feder optimal für die Fadenabtastung ausgelegt, und anderseits können Formgebung und Art des Steuerarms
sowie Anordnung und Art des Steuerorgans für das Abstellen der Webmaschine optimal aufeinander abgestimmt werden.
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Im folgenden wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen und der Zeichnung näher.erläutert; in der letzteren zeigen:
Fig. 1 einen schematischen Querschnitt durch das Webblatt einer mit einem erfindungsgemässen Schussfadenwächter ausge- '
rüsteten Webmaschine,
Fig. 2 eine Ansicht in Richtung des Pfeiles II von Fig. 1,
Fig. 3 eine Ansicht in Richtung des Pfeiles III von Fig. 1/ Fig. 4 eine Variante zu Fig. 1, und
Fig. 5 eine Ansicht in Richtung des Pfeiles V von Fig. 4.
Fig. 5 eine Ansicht in Richtung des Pfeiles V von Fig. 4.
In Fig. 1 ist anhand eines ausserhalb des Gewebes gelegten Querschnitts durch, ein Webblatt die Seitenansicht eines erfindungsgemässen
Schussfadenwächter dargestellt.Die stark ausgezogene Darstellung zeigt das Webblatt beim Anschlag des Schussfadens,
die strichpunktiert ausgezogene Darstellung im linken Teil der Figur zeigt das Webblatt kurz nach Beginn seiner Anschlagbewegung.
Fig. 2 zeigt eine Draufsicht und Fig. 3 eine Vorderansicht des Schusswächters von Fig. 1, wobei in Fig. 3'
der besseren Uebersicht halber der Breithalter und der auf diesem angeordnete Teil des Schusswächters weggelassen sind.
Gemäss den Fig. 1, 2 und 3 ist an der oberen Rahmenleiste 1
des Webblattes 2 einer Webmaschine ein Lagerböckchen 3 befe-:
stigt. Das Lagerböckchen 3 hat im wesentlichen ü-förmige Gestalt
und ist in seinem freien Innenraum zwischen den beiden Schenkeln 4 und 5 auf die Rahmenleiste 1 gesteckt und durch
zwei die beiden Schenkel 4 und 5 zusammenziehende Schrauben 6 und 7 auf der Rahmenleiste 1 festgeklemmt. Das Webblatt 2
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ist auf einer Lade 8 befestigt. Die Lade 8 führt im Betrieb eine oszillierende Bewegung aus, bei welcher ein in das durch
die Kettfäden 9 und 10 gebildete Fach eingetragener Schussfaden 11 vom Webblatt 2 an die Gewebeanschlagkante 12 angeschlagen
wird. Das dadurch entstehende Gewebe ist mit 13 bezeichnet.
Der der Gewebeanschlagskante 12 zugewandte vordere Schenkel 5 des Lagerböckchens 3 ist langer und dicker als der hintere
Schenkel 4 und weist im Mittelteil zwischen den beiden Schrauben 6 und 7 eine schlitzförmige Ausnehmung 14- auf. Der untere Teil
des Schenkels 5 ist mit einer parallel zum Webblatt 2 und damit zur Schussrichtung verlaufenden Bohrung 15 versehen, in welcher
ein Stift 16 angeordnet ist. Auf dem in der Ausnehmung 14 liegenden Teil des Stiftes 16 ist eine Lagerbüchse 17 drehbar gelagert,
auf welcher Lagerbüchse ein Winkelhebel 18 befestigt ist.
Der Winkelhebel 18 besteht im wesentlichen aus zwei miteinander einen annähernd rechten Winkel einschliessenden Armen 19 und 20
und ist in seinem die beiden Arme verbindenden Mittelteil auf der Büchse 17 befestigt.Der nach unten in das Webfach ragende Arm 19
weist einen über den Mittelteil des Winkelhebels hinaus nach oben ragenden Fortsatz 21 auf. Am Arm 20 des Winkelhebels 18
greift das eine Ende einer Zugfeder 22 an, deren anderes Ende an einer in einem Vorsprung 23 des Lagerböckchens 3 oberhalb
der Ausnehmung 14 geführten und durch Drehen höhenverstellbaren Schraube 24 befestigt ist.
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Der Arm 19 des Winkelhebels 18 dient als Fadenfühle*r"fuf" die
Detektion des Vorhanden- oder NichtVorhandenseins des zuletzt eingetragenen Schussfadens 11, der Arm 20 dient als Betätigungselement
für ein einen Druckschalter 25 und einen dem Druckschal-
ter zugeordneten Schalthebel 26 umfassendes Steuerorgan zum Abstellen der Webmaschine bei NichtVorhandensein des zuletzt
eingetragenen Schussfadens. Der Fortsatz 21 des Winkelhebelarms
19 dient.als Anschlag zur Begrenzung der unter der Wirkung der Zugfeder 22 erfolgenden Schwenkbewegung des Winkelhebels 18.
Der Winkelhebel 18 ist aus relativ dünnem Blech gestanzt. Zur Erhöhung der Formsteifigkeit des Fadenfühlers ist der Arm 19 unmittelbar
in seinem an den Mittelteil des Winkelhebels anschliessenden Teil gegen den restlichen Teil des Winkelhebels um 90°
verdreht. Der Fadenfühler 19 ist somit relativ breit und kann sich nicht zwischen den Zähnen des Webblatts 2 festklemmen. Auf
die obere Kante des Winkelhebelarms 20 ist ein Führungsplättchen 38 aufgelötet, sodass der Arm 20 in diesem Bereich ein T-förmiges
Profil aufweist. - '-
Der Druckschalter 25 und der Schalthebel 26 sind auf einem prismatischen Trägerkörper 27 montiert. Der Trägerkörper 27 ist
durch zwei Schraubenverbindungen 28 und 29 an einer L-förmigen Trägerschiene 30 befestigt, welche ihrerseits mit einer Schraube
31 an einem festen Teil der Webmaschine, darstellungsgemäss auf dem Breithalter 32'montiert ist. Der Breithalter 32
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ist bekannt und wird hier nicht weiter beschrieben. Die Schrauben 28, 29 und 31 sind in der Trägerschiene 30 in Schlitzen
33, 34 und 35 geführt, wobei die Längsrichtung der Schlitze 33
i und 34 in Kettrichtung und die Längsrichtung des Schlitzes 3 5
in Schussrichtung verläuft. Infolge der Schlitze 33 und 34 kann der Trägerkörper 27 in Kettrichtung und infolge des Schlitzes 3
kann die Trägerschiene 30 zusammen mit dem Trägerkörper 27 in Schussrichtung verschoben und mit den Schrauben 28, 29 und 31
"justiert werden.
Der Druckschalter 25 hat die Form eines Stiftes und ragt durch die Kraft einer Feder (nicht dargestellt) aus der Deckfläche
des Trägerkörpers 27. Zur Betätigung des Abstellmechanismus der Webmaschine muss der Schalter 25 nach unten gedrückt werden.
Der Schalthebel 26 weist eine langgestreckte Form auf und besteht aus zwei miteinander vernieteten Blechstreifen. Der
vom Webblatt 2 weiter entfernte Blechstreifen liegt auf dem Schalter 25 auf und wird etwa in der Mitte zwischen seinem
freien Ende und dem Druckschalter 25 durch eine Schiene 36 von oben gehalten und gegen den Trägerkörper 27 gedrückt.
Die Schiene 36 ist an einem mit dem Trägerkörper 27 verbundenen Blechplättchen 40 montiert. Darstellungsgemäss (Fig. 2) bestehen
Plättchen 40 und Schiene 36 aus einem Stück und die einen Fortsatz des Plättchens 40 bildende Schiene 36 ist senkrecht
zum Plättchen 40 umgebogen. Der dem Webblatt 2 zugewandte Blechstreifen des Schalthebels 26 ist etwa in der Mitte leicht
nach unten gegen das Gewebe. 13 geknickt und ist an seinem freien Ende um einen parallel zur Schussrichtung an einer Seite
"des Blechstreifens vorstehenden Stift 37 umgebördelt.
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Der Trägerkörper 27 mit dem Druckschalter 25 und dem Schalthebel 26 ist relativ zum Winkelhebel 18 so auf dem Breithalter 3 2
befestigt, dass das freie Ende des Stiftes 37 in die Bewegungsebene des Armes 20 des Winkelhebels 18 bei dessen zusammen mit
dem Webblatt 2 erfolgender oszillierender Bewegung ragt. Länge, Form und Lage des Schalthebels 26 sind so auf den«Arm 20 des
Winkelhebels abgestimmt, dass einerseits der Arm 20 bei vorhandenem Schussfaden 11, durch welchen er bei der Anschlagbewegung
des Blatts schon in einem relativ frühen Zeitpunkt (Fig. 1, strichpunktierte"Darstellung) gegen die Kraft der Feder 22
nach unten verschwenkt wird, mit seiner Oberkante bzw. mit
dem Führungsplättchen 38 unter den-Stift 37 läuft, wodurch der
Schalthebel 26 in seiner Ruhestellung verharrt und der Schalter
25 nicht betätigt wird. Anderseits bleibt der Arm 20 bei fehlendem
Schussfaden 11 über eine relativ lange Strecke der Anschlagbewegung des Webblatts 2 in seiner durch die Feder 22 bewirkten
Schwenkstellung, bei welcher der Fadenfühler 19 vom Blatt weggeschwenkt ist und läuft in dieser Schwenkstellung mit seiner
Unterkante über den Stift 37. Als Folge davon wird der Schalthebel 26 nach unten gedrückt. Dieser Druck auf den Schalthebel
26 wird noch vergrössert, sobald der Fadenfühler 19 gegen die Gewebeanschlagskante
12 aufläuft, wodurch der Arm 20 nach unten geschwenkt wird. Dadurch wird der Schalter 25 betätigt (Fig. 1,
strichpunktierte Lage des Schalthebels 26).
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Der in den Fig. 1 bis 3 dargestellte Schussfadenwächter kann überall dort eingesetzt werden, wo der Schussfaden von einem
ausserhalb der Webmaschine angeordneten Grossvorrat abgezogen wird. Das Lagerböckchen 3 mit dem Winkelhebel 18 wird an einer
solchen Stelle des Webblatts montiert, dass der Fadenfühler 19 neben einer der Gewebeseitenkanten ausserhalb des Gewebes zu
liegen kommt. Es hat sich als besonders vorteilhaft erwiesen, den Schussfadenwächter an der Austrittseite des Schussfadens
anzuordnen. Wenn die Bildung der Gewebeseitenkante unter Herstellung einer sogenannten Hilfskante oder, verlorenen Kante
erfolgt, dann wird der Schussfadenwächter so positioniert, dass so wie in Fig. 2, in welcher die für die Gewebebildung
dienenden Kettfäden mit 9 und die für die Bildung der Hilfskante vorgesehenen Kettfaden mit 3 9 bezeichnet sind, der Fadenfühler
in dem freien Zwischenraum zwischen der Gewebeseitenkante und der Hilfskante liegt. Da in diesem Bereich die
Schussfäden keine sehr grosse mechanische Festigkeit aufweisen, wird "bei fehlendem Schussfaden der Fadenfühler 19 die bereits
eingewobenen Schussfäden beim Anschlag etwas gegen den Breithalter 32 drücken und darnach gegen den Breithalter auflaufen. Da
somit der Breithalter 32 einen Anschlag für den Fadenfühler 19 bildet, ist gewährleistet, dass der Fadenfühler zwangsläufig
gegen das Webblatt 2 geschwenkt und dass der Schalthebel 26 mit Sicherheit auf den Schalter 25 gedrückt wird.
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Selbstverständlich braucht die Verbindung zwischen dem Arm 20 des Winkelhebels 18 und dem Abstellmechanismus der Webmaschine
nicht unbedingt über den Schalthebel 26 und den Schalter 25 zu erfolgen. Da der Fadenfühler 19 je nachdem, ob der zuletzt eingetragene
Schussfaden 11 vorhanden ist oder nicht, schon in einem relativ frühen oder erst in einem relativ späten Zeitpunkt
während der Anschlagbewegung der Weblade 2 gegen das Webblatt geschwenkt wird, können auch beliebige andere Mittel
zur Detektion der Schwenkbewegung des Arms 20 des Winkelhebels 18 verwendet werden. So wäre es beispielsweise möglich, die
Schwenkbewegung des Arms 20 mit einer die Abstellvorrichtung der Webmaschine steuernden Lichtschranke zu kontrollieren.
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In den Fig. 4 und 5 ist eine Variante des in den Fig. 1 bis 3 dargestellten Schussfadenwächters gezeigt, bei welcher die Betätigung
des Abstellmechanismus der Webmaschine auf photoelektrischem
Weg erfolgt.
Geraäss den Fig. 4 und 5 sind im Bereich des einen Endes der oberen
Rahmenleiste 1 des Webblatts 2 zwei Lagerböcke 41 befestigt, in welchen eine Welle 4 2 gelagert ist. Auf der Welle 42 ist ein
Winkelhebel 43 schwenkbar gelagert. Der Winkelhebel 43 besteht aus einem prismatischen Mittelteil 44, in welchem die Lagerung
auf der Welle 42 erfolgt, aus einem streifenförmigen, am Mittelteil
44 befestigten, um die obere Rahmenleiste 1 des Webblatts 2 herumgeführten und nach unten in das Webfach ragenden Fadenfühler 4 5 und aus einem ebenfalls am Mittelteil 44 befestigten
Arm 46. Der Winkelhebel 43, welcher zur Anpassung an die Gewebebreiten
in Schussrichtung auf der Welle 4 2 beliebig justierbar ist, ist der Kraft einer Torsionsfeder 47 unterworfen, welche^
den Fadenfühler 45 vom Webblatt wegschwenkt.
Der Arm 46, welcher vom Webblatt 2 nach hinten ragt und senkrecht zum Fadenfühler 45 liegt, trägt an seiner unteren Kante einen
die Schwenkweite des Fadenfühlers 45 begrenzenden Anschlagstift
48. Fadenfühler 45 und Arm 46 schliessen einen annähernd rechten Winkel ein.-
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Bei Vorhandensein des zuletzt eingetragenen Schussfadens 11 läuft der Fadenfühler 45 bei der Anschlagbewegung des Webblatts 2 zu
einem relativ frühen Zeitpunkt gegen den Schussfaden auf und wird vom letzteren entgegen der Kraft der Feder 47 gegen das Webblatt
zurückgeschwenkt (Fig. 4, stark ausgezogene Stellung). Fehlt hingegen der Schussfaden 11, dann verbleibt der Fadenfühler 45 bis
zum Auftreffen auf die Gewebeanschlagskänte 12 in seiner vom Webblatt 2 weggeschwenkten Stellung (Fig. 4, strichpunktierte Stellung)
. Kurz vor dem Auftreffen des Fadenfühlers 45 auf die Gewebeanschlagskänte
12 nimmt somit der Arm 46 je nachdem, ob der Schussfaden 11 vorhanden ist oder nicht, eine von zwei definierten
Stellungen ein. Durch geeignete Anordnung eines aus einer Lichtquelle und aus einem lichtempfindlichen Element bestehenden
Photodetektors 49 bekannter Bauart auf dem Webmaschinenrahmen, dessen Sende-Lichtstrahl vom Arm 4 6 in der dem Fehlen des Schussfadens
11 entsprechenden Schwenkstellung auf den Empfänger reflektiert und in. der anderen Schwenkstellung nicht reflektiert
wird,, wird die Information des Fadenfühlers 45 über Vorhandensein
oder Fehlen des Schussfadens 11 ausgewertet. Der Arm 46 weist zu diesem Zweck auf seiner dem Detektor 4 9 zugewandten Seite eine
reflektierende Oberfläche auf. Der Photodetektor 49 ist so angeordnet,
dass der von ihm ausgesandte Lichtstrahl nur dann vom Arm 46 geschnitten wird, wenn dieser seine dem Fehlen des Schussfadens
11 entsprechende Schwenkstellung einnimmt. Sobald der Empfänger des Photodetektors 41 mit dem vom Arm 46 reflektierten
Licht beaufschlagt, also das Fehlen des zuletzt eingetragenen
Schussfadens'11 festgestellt wird, wird die Webmaschine abgestellt.
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Die beiden beschriebenen Schussfadenwächter haben sich in der
Praxis als äusserst zuverlässig erwiesen. Sie sind ausserdem universell
verwendbar und können an wechselnde Gewebebreiten rasch
•und einfach angepasst werden. Ein weiterer Vorteil der beschriebenen
Schussfadenwächter liegt in ihrer auserordentlich kostengünstigen Herstellungsmöglichkeit.
Die praktische Erprobung hat auch gezeigt, dass die beschriebenen Schussfadenwächter auch an konventionellen Webmaschinen eingesetzt
werden können. In diesem Fall wird mit Vorteil an beiden Seiten des Gewebes je ein Schussfadenwächter montiert und es
wird mit geeigneten Schaltmitteln dafür gesorgt, dass jeweils die Information des Schussfadenwächters an der Eintragsseite des
Schussfadens unterdrückt und die Information des Schussfadenwächters an der Austrittsseite des Schussfadens berücksichtigt
wird.
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Claims (17)
1. Schussfadenwächter für Webmaschinen mit einem auf dem Webblatt angeordneten Fadenfühler zur Detektion des Vorhanden- oder Nichtvorhandenseins
des zuletzt eingetragenen Schussfadens und mit einem bei Fehlen des Schussfadens betätigbaren Steuerorgan zum Abstellen
der Webmaschine, dadurch gekennzeichnet, dass der Fadenfühler (19, 45) den einen Arm eines am Webblatt (2) schwenkbar
angeordneten Winkelhebels (18, 43) bildet, dessen anderer, im folgenden als Steuerarm bezeichneter Arm (20, 4 6) als Betätigunsmittel
des Steuerorgans ausgebildet ist, dass der Winkelhebel der Kraft einer den Fadenfühler vom Webblatt in Richtung auf die
Gewebeanschlagskante (12) wegschwenkenden Feder (22, 47) unterworfen ist, dass bei der Anschlagbewegung der Lade (8) bei vorhandenem
Schussfaden (11) der Fadenfühler gegen den letzteren gedrückt und dadurch gegen die Kraft der Feder gegen das Webblatt
zurückgeschwenkt wird, wodurch der Steuerarm in eine erste Position gebracht wird und bei fehlendem Schussfaden der Fadenfühler
bis zum Auftreffen auf die Gewebeanschlagskante in seiner
vom Webblatt weggeschwenkten Stellung verharrt, wodurch der Steuerarm in- eine zweite Position gebracht ist, und dass der
Steuerarm in seiner zweiten Position während der Anschlagbewegung des Webblatts eine Betätigung des Steuerorgans bewirkt.
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2. Schussfadenwächter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Fadenfühler (19, .45) in der Anschlagstellung der
Lade (8) an d?s Webblatt (2) angedrückt ist und damit der Steuerarm (20, 4 6) in der Anschlagstellung der Ladß immer die
gleiche Stellung, nämlich seine erste Position, einnimmt.
3. Schussfadenwächter nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Winkelhebel (18, 43) an der oberen Randleiste
(1) des Webblatts (2) gelagert ist und dass der Fadenfühler (19, 45) sich seitlich der Kettfaden (9, 10) durch den Bereich
des sich verlängert gedachten Webfachs erstreckt.
4. Schussfadenwächter nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Arme (19, 20; 45, 46) des Winkelhebels
(18, 43) aus dünnem Blech gefertigt sind und dass die Ebene des Fadenfühlers parallel und die Ebene des Steuerarms senkrecht
zur Schussrichtung liegt.
5. Schussfadenwächter nach Anspruch 4, dadurch qekennzeichnet, dass die beiden Arme (19, 20) des Winkelhebels (18) einen
mindestens annähernd rechten Winkel einschliessen und dass der Steuerarm vom Webblatt (2) in Richtung auf die Gewebeanschlagskante
(12) ragt.
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6.· Schussfadenwächter nach Anspruch 5* dadurch gekennzeichnet,
dass der Winkelhebel (18) aus einem einzigen Blechstück hergestellt und in seinem Mittelteil an einem an der oberen
Randleiste (1) des Webblatts (2) befestigten Lagerböckchen (3) gelagert ist und dass der Fadenfühler (19) gegenüber dem Steuerarm (20) und dem Mittelteil des Winkelhebels um seine Längsachse
um 90° verdreht■ist.
7. Schussfadenwächter nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet,
dass das Lagerböckchen (3) längs der oberen Randleiste. (1) des Webblatts (2)' an beliebigen. Stellen befestigbar ist.
8. Schussfadenwächter nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet,
dass bei Webmaschinen, bei denen die Bildung der Gewebeseitenkante mit Hilfe einer sogenannten Hilfskante erfolgt,
dass Lagerböckchen (3) an einer solchen Stelle der oberen Randleiste (1) des Webblatts (2) befestigt ist, dass der Fadenfühler
(19) in den freien Raum zwischen den Kettfaden (9) für das Gewebe (13) und den Kettfaden (39) für die Hilfskante
ragt.
9.. Schussfadenwächter nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass
das Steuerorgan zum Abstellen der Webmaschine einen Druckschalter (25) und einen diesem zugeordneten Schalthebel (26)
umfasst. * . .
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10. Schussfadenwächter nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Druckschalter (25) und der Schalthebel (26) in
einem gemeinsamen Lagerkörper (27) gelagert sind, wobei der Druckschalter aus dem Lagerkörper heraus ragt und der Schalthebel
zwischen dem Druckschalter und dem Auflagepunkt seines einen Endes auf dem Lagerkörper (27) an seiner einen Seite
und einer Leiste (36) an seiner anderen Seite gehalten ist.
11. Schussfadenwächter nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Schalthebel (26) eine langgestreckte, bandartige
Form aufweist und an seinem anderen Ende um einen Stift (37)' umgebördelt ist, welcher Stift in die Bewegungsebene des
Steuerarius (20) des Winkelhebels (18) bei der Anschlagbewegung
des Webblatts (2) ragt, und dass Lage und Orienrierung des Schalthebels relativ zum Winkelhebel so gewählt sind, dass
der Steuerarm in seiner ersten Position mit seiner Oberkante unter den Stift läuft, womit der Schalthebel gegen Ver- ■
schwenken gegen den Druckschalter (25) gesichert ist und in seiner zweiten Position mit seiner Unterkante auf dem Stift
aufläuft, wodurch der Schalthebel 'nach unten gedrückt und
der Druckschalter betätigt wird.
12. Schussfadenwächter nach Anspruch, 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet,
dass der Lagerkörper (27) in Kett- und Schussrichtung verschieb- und justierbar auf einem festen Webmaschinenteil,
vorzugsweise auf dem Breithalter (32) an der Austrittsseite des Schussfadens (11) aus dem Webfach montiert
. ist.
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13. Schussfadenwächter nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
dass die beiden Arme (45, 46) des Winkelhebels (43) einen mindestens annähernd rechten Winkel einschliessen und dass
der Steuerarm vom Webblatt (2) in die von der Gewebeanschlagskante
(12) abgewandte Richtung ragt.
|4. Schussfadenwächter nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet,
dass die beiden Arme (45, 46) des Winkelhebels (43) an einem annähernd prismatischen Mittelteil (44) befestigt sind, weleher
Mittelteil auf einer oberhalb der oberen Randleiste (1) des Webblatts (2) angeordneten Welle (42) gelagert ist.
15. Schussfadenwächter nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet,
dass der Winkelhebel (43) auf der Welle (42) in Breitenrichtung .der Webmaschine verschieb- und justierbar gelagert ist.
16. Schussfadenwächter nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4 oder 13 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass das
Steuerorgan zum Abstellen der Webmaschine einen aus einer Lichtquelle und aus einem lichtempfindlichen Element bestehenden
photoelektrischen Detektor (49) umfasst.
17. Schusswächter nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass der photoelektrische Detektor (49) so auf einem festen Webmaschinenteil
montiert ist, dass das von seiner Lichtquelle ausgesandte Lichtstrahlenbündel gegen ,die Bewegungsebene des
Steuerarms (46) des Winkelhebels (43) bei der Anschlagbewegung des Webblatts (2) gerichtet ist, dass der Steuerarm auf seiner
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dem photoelektrischen Detektor zugewandten Seite mit einer reflektierenden Oberfläche versehen ist, und dass die Lage
des photoelektrischen Detektors relativ zum Winkelhebel so gewählt ist, dass der Steuerarm in seiner zweiten Position
das von der Lichtquelle ausgesandte Strahlenbündel schneidet und auf das lichtempfindliche Element reflektiert und in
seiner ersten Position das von der Lichtquelle ausgesandte Strahlenbündel nicht schneidet. .
seiner ersten Position das von der Lichtquelle ausgesandte Strahlenbündel nicht schneidet. .
Der Patentanwalt
609838/0629
3ο . Leerseite
Applications Claiming Priority (1)
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