DE2607037A1 - Mischventil fuer fluessigkeiten - Google Patents
Mischventil fuer fluessigkeitenInfo
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Description
Herr Derek John Goldsmith, Cudhain, Sevenoaks,
Groiibritannien
Mischventil für Flüssigkeiten
Die Erfindung betrifft ein Mischventil für Flüssigkeiten,
insbesondere ein Mischventil das sich zum frischen von heißem und kaltem Wasser im Haushalt, z.B. an vV'aschbecken, Bädern
oder Duschen, eignet.
Es gibt bereits zahlreiche Vorschläge und Konstruktionen von Mischventilen für Flüssigkeiten zu dem Zweck, zwei Flüssigkeitsstrcäme
zusammenzuführen, bei denen eine Axialbewegung
eines Ventilkörpers in einem Ventilgehäuse zum Öffnen und Schließen des Ventils sowie zur Steuerung des Voluiuendurchsatzes
und eine Drehbewegung des Ventilkörpers zur Steuerung der anteiligen Flüssigkeitsströme von den beiden hinlassen
zu einem Auslaß hin ausgenützt wird. Mischventile dieser
Art sind beispielsweise in den GB-PSen 1 310 101 und
1 ZhO hjh beschrieben. Jedoch sehen diese bekannten Vorschläge
keine Maßnahmen vor, die bei einer Änderung des Verhältnisses der anteiligen Strömungsdurchsätze der verschiedenen
Flüssigkeiten eine Annäherung an eine lineare Abhängigkeit von der Drehbewegung des Ventiikörpers gestatten,
mit dem Ergebnis, daß über dem mittleren Drehbereich diese bekannten Ventile überempfindlich sind. Dies bedeutet,
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daß bereits eine sehr geringfügige Änderung der Drehstellung des Ventilkörpers eine Temperaturänderung des austretenden
Wassers um mehrere Grad zur Folge haben kann, was verständlicherweise,
z.B. bei Benutzung einer Dusche, sehr unangenehm für den jeweiligen Benutzer sein kann.
Es ist auch bereits in verschiedenen bekannten Konstruktionen vorgeschlagen worden, die beiden Einlaßöffnungen für
heißes bzw. kaltes Wasser an diametral gegenüberliegenden Seiten des Ventilgehäuses anzuordnen. Dies hat zum Ergebnis,
daß Querströmungen sehr leicht eintreten können, wenn einer der Einlaßdrücke erheblich über den anderen ansteigt.
Weiterhin zeigen diese bekannten Konstruktionen eine Neigung zu einem Sprudel-Mischeffekt in einem Mischkammerabschnitt
des Ventilgehäuses, der zum Aufbau eines Staudruckes führt und den an sich möglichen Maximaldurchsatz
durch das Ventil verringert.
Die Erfindung geht aus von einem Mischventil für Flüssigkeiten, bestehend aus einem Gehäuse mit zwei Einlaßöffnungen
und einer Auslaßöffnung zur Entnahme von Flüssigkeit
sowie aus einem in einer Bohrung des Gehäuses angeordneten Ventilkörper, der zur Steuerung des Flüssigkeits-GesaiatstroDies
von den Einlaßöffnungen zur Auslaßöffnung axial bewegbar
und zur Steuerung der jeweiligen Voluradurchsätze an Flüssigkeit durch die Einlaßöffnungen in der Bohrung drehbar ist. Zur Behebung der geschilderten Machteile schlägt
die Erfindung besondere bogenförmige Lenk— oder Leitflächen
vor, die exzentrisch zur Drehachse des Ventilkörpers angeordnet sind und mit den verschiedenen Öffnungen derart zusammenwirken,
daß in Abhängigkeit von einer Verdrehung des Venti!körpers die anteiligen Volumdurchsätze durch die ein-
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zelnen Öffnungen im entgegengesetzten Sinn gesteuert werden.
Obwohl die GB-PS 1 195 882 bereits das Bedürfnis nach einer
weitgehend linearen Beziehung zwischen dem Mischgrad und dem Ausmaß der Verdrehung des Ventilkörpers erwähnt, wird darin
ein sehr verwickeltes Ventilsystem vorgeschlagen, bei dem getrennt voneinander drehbare Steuerelemente zur Anwendung kommen.
Diese Steuerelemente müssen ihrerseits axial beweglich sein, woraus sich ergibt, daß diese bekannte Konstruktion
nicht die Leistungsfähigkeit der erfindungsgemäßen Lösung
erreicht, bei der lediglich ein einziger leicht herstellbarer Ventilkörper vorhanden ist, der eine weitgehend lineare
Abhängigkeit der Mischsteuerung bewirkt. Darüber hinaus ist bei der Erfindung der Ventilkörper als eine Einheit progressiv
bewegbar, um dadurch den Gesamt-Volumdurchsatz ohne gleichzeitige Veränderung der Relativanteile der beiden Flüssigkeiten
auch unter veränderlichen Strömungsbedingungen zu ändern.
Vorzugsweise sind die Lenk- oder Leitflächen bei dem erfindungsgemäßen
Ventil durch Ausschnitte des Ventilkörpers gebildet, die in einem Längsabstand auf dem Ventilkörper vorgesehen
sind. Dabei liegen zweckmäßigerweise die Leitflächen auf derselben Seite einer gedachten Durchmesserebene durch
die Achse des Ventilkörpers. Auf Grund dieser Anordnung erhält man ein sehr glattes Ineinanderfließen der beiden Flüs—
sigkeitsströme zum Auslaß und es tritt nur eine minimale Turbulenz auf. Als Folge davon erhält man hohe Durchsätze
und es besteht nur eine sehr geringe Tendenz zu Querströmungen von einer Einlaßöffnung zur anderen. Es hat sich tatsächlich
an einem Ausführungsbeispiel gezeigt, daß die Strömung durch eine Einlaßöffnung zur Auslaßöffnung hin tatsäch-
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-I1-
lieh sogar eine Saugwirkung an der anderen Einlaliöffnung
hervorruft.
Die Leitflächen könnten zwar so angeordnet werden, daß sie jeweils mit einer getrennten Einlaßöffnung zusammenwirken,
um die Itelativströme durch diese Öffnungen zu steuern. Es hat sich aber als vorteilhaft erwiesen, eine Einlaßöffnung
durch eine der Leitflächen zu steuern und die andere Leitfläche in Verbindung mit einer Kante der Auslaßöffnung selbst
wirken zu lassen, um die anteiligen Flüssigkeitsströme zu steuern. Dies erweist sich dann als besonders zweckmäßig,
wenn man davon ausgehen kann, daß der eine Flüssigkeitsstrom normalerweise größer als der andere ist, da in einem
solchen Fall der Zustrom von der beispielsweise mit niedrigerem Druck beaufschlagten Quelle axial relativ zum Ventil—
körper, d.h. folglich mit minimaler Strömungsumlenkung, zum Auslaß geführt werden kann. Trotzdem liegt eine hinreichende
Strömungsumlenkung vor, um die Neigung zu Querströmungen hinreichend zu unterbinden.
Durch Anwendung von mit den Leitflächen zusammenwirkenden Öffnungen, die jeweils eine sich in Umfangsrichtung der Ventilgehäusebohrung
erstreckende Endbegrenzung sowie seitliche Berandungen aufweisen, welche die Endbegrenzung im wesentlichen
rechtwinklig schneiden, läßt sich das Öffnen und Schließen mittels des Ventilkörpers ohne Anwendung zusätzlicher
nachgiebiger Dichtungen durchführen. Solche nachgiebigen Dichtungen dienen lediglich zur Unterbindung von Sickerströmungen.
Auch bei einer solchen Anordnung beeinträchtigt die Veränderung des Volumenstromes durch das \rentil nicht
wesentlich die relativen Anteile der beiden miteinander zu mischenden Flüssigkeiten.
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In einer besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung
ist ein Steuerkopf drehbar relativ zum Gehäuse angeordnet und an dem Steuerkopf ist eine Handhabe angelenkt. Die Handhabe
kann um einen Haltestift, der sich rechtwinklig zur Achse des Ventilkörpers erstreckt, eine Schwenkbewegung ausführen
und der Steuerkopf ist außerdem gelenkig an dem Ventilkörper befestigt. Somit bewirkt eine Schwenkbewegung der Handhabe
um den Stift eine Axialverschiebung des Ventilkörpers im Gehäuse und außerdem ist der Ventilkörper in Abhängigkeit
von Drehbewegungen des Steuerkopfes drehbar.
Weitere Vorteile und Merkmale der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines bevorzugten
Ausführungsbeispiels anhand der beiliegenden Zeichnungen
sowie aus weiteren Unteransprüchen. In den Zeichnungen zeigt:
Fig. 1 eine Schnittansicht eines für einen Haushalt bestimmten
Schließ- und Mischventils nach der Erfindung;
Fig. 2 einen Querschnitt längs der Linie II-II der Fig. i;
Fig. 3 einen Teilschnitt auf ein Detail der Fig. i in teilgeöffnetem
Zustand des Ventils;·
Fig. h einen Schnitt längs der Linie IV-IV in Fig. 3, und
Fig. 5 eine Ansicht in Richtung des Pfeiles V in Fig. 3-
In den Zeichnungen ist ein Haushaits-Mischventil zur Verwendung
an einem Waschbecken od.dgl. dargestellt. Es umfaßt ein
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zweiteiliges Hauptgehäuse bestehend aus einem inneren Gehäuseteil in Form einer Hülse Ik und aus einem äußeren Gehäuseteil
10, in den die Hülse Ik eingepaßt ist. Obwohl die Gehäusetei-Ie
IO und Ik einteilig hergestellt werden könnten, wird die
Herstellung des Ventils erleichtert, wenn die Hülse Ik lediglich
als Einheit in den äußeren Gehäuseteil 10 des Hauptgehäuses eingeschoben werden kann. Das Gehäuse ist mit zwei
Einlaßanschlüssen 11, 12 sowie mit einem Auslaßanschluß 13
ausgestattet. In der Hülse Ik sind Einlaßöffnungen in Form
eines Langloches 16 und einer Bohrung 53 vorgesehen, während eine Auslaßöffnung in Form eines Langloches 15 in der Hülse
Ik mit dem Auslaßanschluß 13 in Verbindung steht.
Im Gehäuse ist ein Ventilkörper 20 aufgenommen, der darin durch eine Handhabe kO sowohl drehbar als auch auf- und abbeweglich
ist, wie nachfolgend noch erläutert wird. Im geschlossenen Zustand des Ventils, der aus Fig. 1 hervorgeht,
werden Undichtheiten des Ventilkörpers durch O-Ringe 25, 27 und 26 unterbunden, die in dieser Reihenfolge Innenbohrungen
51, 52 und 53 der Hülse Ik zugeordnet sind. Wie aus der Zeichnung
ersichtlich ist, wird die Einlaßöffnung ±6 durch einen
zylindrischen Abschnitt 2k des Ventilkörpers 20 verschlossen, während ein zylindrischer Abschnitt 23 des Ventilkörpers 20
die Verbindung zwischen der Einlaßöffnung 53 und der Auslaßöffnung
15 unterbricht. Gekrümmte Strömungs—Lenkflächen 21
und 22 sind in Form von Ausschnitten am Ventilkörper 20 ausgebildet, wobei jede dieser Lenk- oder Steuerflächen exzentrisch
zur Drehachse des Ventilkörpers 20 angeordnet ist und einen Krümmungsradius aufweist, welcher größer als der Krümmungsradius
der Ventilkörperaußenfläche ist, mit der sich die Lenkfläche schneidet. Die Bogenforni der Strömungs-Lenkflache
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geht aus der Schnittansicht der Fig. 4 im Einzelnen hervor.
Der obere Teil des Ventilkörpers 20 umfaßt einen Schaft 31,
der über einen Gelenkstift 32 mit der Handhabe 40 verbunden
ist. Diese ist ihrerseits über einen ritift 36 an einem drehbaren
Kopf 33 angelenkt, wobei die Achse des Stiftes 36 rechtwinklig
zur Achse des Ventilkörpers 20 verläuft. Der Kopf 33 ist in einer eine Relativdrehung gegenüber dem Gehäuse erlaubenden
Position mittels eines Ringes Jk gehalten, der auf das
untere Ende des Kopfes 33 aufgeschraubt und mit einem Flansch 35 versehen ist. Dieser Flansch 35 paßt unter einen damit zusammenwirkenden
Bund, der vom oberen Teil der Hülse 14 vorsteht. Auf Grund dieser Anordnung ergibt eine Schwenkbewegung
der Handhabe 40 um die Achse des Stiftes 36 eine Axialbewegung
des Ventilkörpers 20 in dem Gehäuseteil 10, während ein Verdrehen der Handhabe 40 um die Achse des Gehäuseteiles
10 eine entsprechende Drehbewegung des Ventilkörpers 20 hervorruft.
Ein Halte- oder Anschlagstift 43 läßt sich mit einer Ausnehmung
im oberen Teil des Ventilkörpers 20 in Eingriff bringen, um diesen in der in Fig. 1 gezeigten Schließstellung zu halten.
Der Anschlagstift 43 ist in einer Bohrung 42 des Kopfes
33 aufgenommen und wird darin mittels einer Schraube 44 gehalten, deren Oberfläche teilweise in die Bohrung 42 hineinragt
und dabei in einer Ausnehmung des Anschlagstiftes 43
aufgenommen ist. Ein mit einem Gewinde versehener Vorsprung 41 an der Handhabe 40 drückt auf den Haltestift 43, so daß
dieser in Eingriff mit der Ausnehmung des Ventilkörpers 20 verbleibt. Der Druck- oder Kontaktpunkt zwischen dem Vorsprung
41 und dem Haltestift 43 liegt unterhalb der durch die Achsen der Stifte 32 und 36 verlaufenden Ebene, so daß
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dadurch eine Art Endlagensperre entsteht, welche bewirkt, daß der Haltestift 43, nachdem einmal die Handhabe 40 voll
nach unten gedruckt worden ist, den Ventilkörper 20 trotz der Wirkung des Wasserdruckes vcn Einlaß!2 her auf das untere
Ende des Ventilkörpers in dessen Schließstellung hält.
Die Schraube 44 kann in die zugehörige Bohrung im Kopf 33
mehr oder weniger tief eingeschraubt werden und ihr Ende kann in einer extremen Drehstellung der Handhabe 40 mit
einer Fläche 46 der Hülse 14 als Teil des Gehäuses in Kontakt
gebracht werden. Folglich läßt sich durch Einstellung der Lage der Schraube 44 das Ausmaß der Drehbewegung der
Handhabe 40 begrenzen und so festlegen, daß man die erwünschte
Steuerwirkung bei der Mischung von Flüssigkeiten erhält, die von den beiden Einlaßöffnungen her zuströmen. Die Steuerwirkung
wird nachfolgend noch näher erläutert.
Die Wirkungsweise des Ventilkörpers 20 wird aus einer Betrachtung der Figuren 3» ^ und 5 deutlich. Nach einer anfänglichen
Axialbewegung des Ventilkörpers 20 aus dessen Schließstellung in Richtung auf die Öffnungsstellung (siehe Fig. 3) treten
zunächst die O-Itinge 27 und 26 aus den zugehörigen Bohrungen
53 und 52 aus, so daß das Ventil nicht mehr abgedichtet
geschlossen ist. Das Ventil befindet, sich zwar noch in seiner Sehließstellung, wenn auch nicht in einer vollständig
flüssigkeitsdichten Schließstellung, auf Grund der zylindrischen Abschnitte 23 und 24, die weiterhin noch innerhalb der
Bohrungen 52 und 51 zwischen den jeiveiligen Einlassen 53 und
16 und dem Auslaß 15 liegen. Bei weiterer Axialbewegung des Ventilkörpers 20 kommen die Ausschnitte 21 und 22 gegenüber
den Rändern der Einlaßöffnung 16 bzw. der Auslaßöffnung 15
zu liegen, so daß um die Ausschnitte eine Strömung zur Aus-
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laßöffnung 15 hin einsetzt. Dadurch, daß der axiale Stirnrand
der Einlaßöffnung 16 näher an der Auslaßöffnung 15 und
der Stirnrand 59 der Auslaßöffnung 15 näher an der Einlaßöffnung
53, die in Umfangsrichtung der Hülse 14 verläuft,
liegen, läßt sich der Volumdurchsatz an Flüssigkeit durch die Auslaßöffnung in Abhängigkeit von dem Ausmaß der Axialbewegung
des Ventilkörpers 20 im Gehäuseteil 10 steuern. Der jeweilige Anteil der zu mischenden Flüssigkeiten, der jeweils
von den beiden Einlaßöffnungen her zugeführt wird, wird durch
die Drehlage des Ventilkörpers 20 gesteuert, durch die größere oder kleinere Querschnitte der Ausschnitte ^l bzw. 22 gegenüber
den Öffnungen 16 und 15 freigegeben werden. Auf Grund dessen, daß die Ausschnitte 21 und 22 auf derselben Seite
einer axial verlaufenden Durchmesserobene des VentiJ körpers
20 liegen und daß die öffnungen Ib und 15 an diametral gegenüber
liegenden Seiten des Gehäuses angeordnet sind, erhöht sich stets der Verbindungsquerschnitt und damit der Zustrom
um die eine bogenförmige Lenkfläche verhältnisgleich, sobald
der Verbindungsquerschnitt und damit der Zustrom durch eine Ausnehmung und um die andere gekrümmte Lenkfläche verringert
ivird.
Durch die Anordnung der bogenförmigen LenkfLachen 21 und 22,
die mit den sich axial erstreckenden Seitenrändern der zugeordneten
öffnungen 15 und 16 zusammenwirken (vgl. Bezugszeichen 57 und 58 in Fig. 5 fur diese Seitenränder), läßt sich
eine weitgehend lineare Proportionalität zwischen einem bestimmten
Strömungsdurchsatz und dem Ausmaß der Verdrehung des Ventilkörpers erreichen. Daraus resultiert, daß man eine
stärkere Annäherung an eine lineare Abhängigkeit proportionaler Flüssigkeitsströme durch die beiden Einlasse erhält,
als diese mit solchen Ausschnitten oder Lenkflächen möglich
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wäre, deren Bodenseite als Sehne zu dem drehbaren Ventilkörper verläuft. Außerdem gilt, daß infolge der weitgehend
rechtwinkligen Anordnung der seitlichen axial verlaufenden
Ränder der Öffnungen zu dem in Umfangsrichtung verlaufenden
Stirnrand der Öffnung die Axialbewegung des Ventilkörpers in öffnun^s- und Schließrichtung des Ventils das Querschnitts-Flächenverhältnis
der Öffnungen nicht verändert.
Dadurch, daß die beiden gekrümmten Strömungs-Lenkflachen
auf derselben Seite einer Durchmesserebene des Ventilkörpers 20 liegen, wobei die eine mit der Einlaßöffnung und
die andere mit der Auslaßöffnung zusammenwirkt, erfolgt die
Strömung zur Auslaßöffnung 15 hin von den beiden Einlaßöffnungen her in der gleichen Richtung um einen spulenförmig
ausgebildeten Abschnitt 30 des Ventilkörpers 20 herum, in dessen Bereich der Durchmesser reduziert ist. Auf Grund der
ähnlichen Strömungsrichtung vermischen sich die beiden Flüssigkeitsströme
sehr glatt und mit einem Minimum an Turbulenz und gegenseitiger Beeinflussung während des Durchflusses. Tatsächlich
hat sich bei einem Ausführungsbeispiel dieser Anordnung gezeigt, daß nach dem Absperren eines Flussigkeitszustro—
mes an dessen Einlaß eine Saugwirkung als Ergebnis des Flüssigkeitsstromes
von dem anderen Einlaß her entsteht. Dies ist zu vergleichen mit dem normalerweise zu erwartenden Staudruck,
der bei extremer Turbulenz und gegenseitiger Beeinflussung der Strömung des Mischstromes, welcher den Auslaß
zu einem Wasserhahn od.dgl. hin verläßt, eintritt.
Aus den vorstehenden Erläuterungen ergibt sich, daß die O-Ringabdichtungen
relativ zum Gehäuse und zum Ventilkörper so angeordnet sind, daß sie die Verbindung zwischen den jeweiligen
Einlaßöffnungen und der Auslaßöffnung nach einer axialen Schließ-
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bewegung des Ventilkörpers im Gehäuse voll abdichten, nachdem
der Schalt des Ventilkörpers bereits die entsprechende Verbindung zwischen den Einlaßöffnungen und der Auslaßöffnung
mittels seiner zylindrischen Abschnitte 23 und 2k unterbrochen
hat. Auf Grund der Tatsache, daß die O-Riiige die
Innenbohrungen erst dann abdichten, nachdem die hauptsächliche Schlieliwirkung des Ventiles bereits eingetreten ist,
sind die Druckgefälle über den O-llingen zum Zeitpunkt des
Einsetzens der Abdichtung sehr niedrig, so daß der Verschleiß der O-Itinge sehr gering bleibt. Das erhöht die Lebensdauer
der O-Ringe wesentlich, da diese somit gegenüber den eventuell auftretenden Sickerströmungen abzudichten haben, nachdem die
Strömungsoffnungen bereits metallisch durch die zylindrischen
Abschnitte des Ventilkörpers verschlossen worden sind.
Im vorliegenden Ausführungsbeispiel des Mischventils ist zwar die Verwendung einer schwenk- und drehbaren Handhabe
zur Betätigung des Ventilkörpers beschrieben worden. Es liegt jedoch im Rahmen der Äquivalenz, bei Bedarf andere
Mittel zur Ausführung der voneinander unabhängigen Axial- und Drehbewegung des Ventilkörpers relativ zum Gehäuse einzusetzen.
So können beispielsweise zwei Drehknopfe vorgesehen
sein, von denen der eine mittels Gewinde den Ventilkörper axial bewegt, während dieser gegenüber einer Drehung
festgehalten ist, während der andere den Ventilkörper als Ganzes verdrehen kann.
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Claims (10)
1. Mischventil für Flüssigkeiten, bestehend aus einem Gehäuse mit zwei Einlaßöffnungen und einer Auslaßöffnung zur Entnahme
von Flüssigkeit sowie aus einem in einer Bohrung des Gehäuses angeordneten Ventilkörper, der zur Steuerung des Flüssigkeits-Gesaratstroines
von den Einlaßöffnungen zur Auslaßöffnung axial bewegbar und zur Steuerung der jeweiligen Volumdurchsätze
an Flüssigkeit durch die Einlaßöffnungen in der Bohrung drehbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Ventilkörper
(20) zwei bogenförmige Leitflächen (21, 22) aufweist,
die zur Drehachse des Ventilkörpers (20) exzentrisch liegen und von denen jeweils eine mit einer der Öffnungen (16, 15)
derart zusammenwirkt, daß in Abhängigkeit von einer Verdrehung des Ventilkörpers (20) die anteiligen Volumdurchsätze
durch die Einlaßöffnungen (16, 12) im entgegengesetzten Sinn
gesteuert werden.
2. Mischventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Leitflächen (21, 22) durch im Längsabstand auf dem Ventilkörper (20) angeordnete Ausschnitte gebildet sind.
3. Mischventil nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die
Leitflächen (21, 22) auf derselben Seite einer gedachten, durch die Achse des Ventilkörpers (20) verlaufenden Ebene
liegen.
4. Mischventil nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß eine (21) der Leitflächen mit einer (l6) der Einlaßöffnungen und die andere (22) der Leitflächen mit der
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Auslaßöffnung (15) zur Steuerung der anteiligen Flüssigkeitsströme
durch die beiden Einlauöfi'nungen zusammenwirkt.
5. Mischventil nach Anspruch 3 oder h, dadurch gekennzeichnet,
daß die mit den Leitflächen (21, 22) zusammenwirkenden
Öffnungen jeweils eine Endbegrenzung (59), die in Umfangsrichtung der Gehäusebohrung verläuft, sowie seitliche
axial verlaufende Ränder (55, 56 b/w. 57, 58) aufweisen,
die die Endbegrenzung (59) im wesentlichen rechtwinklig
schneiden.
6. Mischventil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zur Abdichtung der Verbindung
zwischen jeweils den Einlaßöffnungen (12, 16) und der
Auslaßöffnung (15) O-Ringe (26, 27) relativ zum Gehäuse
und zum Ventilkörper (20) so angeordnet sind, daß bei einer Axialbewegung des Ventilkörpers (2Q) im Gehäuse
zunächst die Verbindung zwischen den Einlaßöffnungen (12, 16) und der Auslaßöffnung (15) durch den Ventilkörper
(20) und erst anschließend durch die O-Ringe (26, 27) unterbrochen wird.
7. Mischventil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß relativ zu dem das Gehäuse bildenden
Teil (14) ein Steuerkopf (33) drehbar angeordnet
ist, an dem eine Handhabe (40) um eine rechtwinklig zur Achse des Ventilkörpers (20) liegende Tragachse (3b) schwenk
bar angelenkt ist, und daß der Steuerkopf (33) außerdem gelenkig mit dem Ventilkörper (20) (bei 32) verbunden ist,
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so daß eine Verschwenkung der Handhabe (40) um die Tragachse (jt>) eine Axialbewegung des Ventilkörpers (20) relativ
zum Gehäuse und eine Drehbewegung des Steuerkopfes (33) eine Drehung des Ventilkörpers (20) hervorruft.
8. Mischventil nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß
ein Haltestift (43) zur Einhaltung der Schließstellung
des Ventilkörpers (20) vorgesehen ist.
des Ventilkörpers (20) vorgesehen ist.
9. Mischventil nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Haltestift (43) in eine Ausnehmung des Ventilkörpers
(20) einfiigbar ist, um den Ventilkörper (2ü) in der Schließstellung
zu halten, und daß die Handhabe (40) ein Halteteil (41) aufweist, das den Haltestift (43) in die Ausnehmung
des Ventilkörpers (20) nach iLrt einer Endlagensperre drückt, sobald die Handhabe (40) relativ zu dem Steuerkopf
(33) in Bezug auf den Haltestift (43) über einen Totpunkt
hinweg verschwenkt ist.
10. Mischventil nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet,
daß ein Einstellelement (44) zur Einstellung der Drehgrenzen des Steuerkopfes (33) relativ zu dem Gehäuse
vorgesehen ist.
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Leerseite
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