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Die Erfindung betrifft eine fahrbare Maschine zum Verdichten der Schotterbettung eines Gleises, insbesondere unter den Schwellen, mit einer Einrichtung zur Überwachung der Differenz bzw. der örtlichen Absenkgröße zwischen der Ist- und Soll-Lage eines Gleises und mit zwei über je ein eigenes, mit einer Spurweitenverstelleinrichtung versehenes Fahrwerk am Gleis verfahrbaren Werkzeugrahmen mit darauf angeordneten Vibratoren, die mit der Spurweitenverstelleinrichtung bewegungsverbunden sind und das Gleis in einem Gleisabschnitt in zumindest angenähert horizontale Schwingungen versetzen sowie mit mit den Vibratoren verbundenen, in deren Bereich zusätzlich zum Eigengewicht der Maschine angeordneten Belastungsvorrichtungen zur Ausübung von gegen die Schotterbettung gerichteten Druckkräften auf beide Schienen des Gleises, um dieses in eine tiefere, insbesondere maßgenaue Lage zu verbringen.
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Die Verdichtung des Schotterbettes, insbesondere unterhalb der Schwellen, soll vor allem die unmittelbar nach dem Unterstopfen eines Gleises auftretenden, meist ungleichmäßigen Setzungen, die die Gleislage verschlechtern, durch ein maßgenaues Absenken in eine tiefere Lage, vorwegnehmen bzw. verhindern. Im Schotterbett, des im Zuge des Unterstopfens der Schwellen in eine einwandfreie geometrische Lage verbrachten Gleises, bestehen festigkeitsmäßige Unterschiede, die durch ein den Betriebslasten ähnliches Zusammenwirken von Druck und Vibration ausgeglichen werden sollen, um eine hohe Gleichmäßigkeit des Verdichtungsgrades unterhalb der Schwellen zu erzielen.
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Um diese Gleisverfestigung zu erreichen, wurden bereits verschiedene Verfahren und Vorrichtungen bekannt. Nach einem solchen bekannten Verfahren gemäß der DE-OS 23 30 102 wird das Gleis in dem zu bearbeitenden Abschnitt in zumindest angenähert horizontale Schwingungen versetzt und gleichzeitig im wesentlichen senkrecht nach unten gedrückt. Eine derartige, mit einer Einrichtung zur Überwachung der Differenz bzw. örtlichen Absenkgröße zwischen der Ist- und Soll-Lage eines Gleises verbundene Maschine weist zwei zwischen den beiden Maschinen-Fahrwerken angeordnete, über je ein eigenes, mit einer Spurweitenverstelleinrichtung versehenes Fahrwerk am Gleis verfahrbare Werkzeugrahmen auf. Diese bestehen jeweils aus schwenkbar gelagerten Lenkarmen, die im Bereich der beiden Schwenkachsen durch einen horizontalen, mit Vibratoren bewegungsverbundenen Träger miteinander verbunden sind. Die am unteren Ende der Lenkarme angeordneten Fahrwerke sind als Doppelkegelräder ausgebildet. Das obere Ende der Lenkarme ist jeweils mit einem arretierbaren, als Spurweitenverstelleinrichtung ausgebildeten Hydraulik-Zylinder verbunden, die am Maschinenrahmen angelenkt sind. Die mit der Spurweitenverstelleinrichtung bewegungsverbundenen Vibratoren versetzen das Gleis bzw. den Gleisrahmen in einem Gleisabschnitt in zumindest angenähert horizontale Schwingungen. Zur Ausübung von gegen die Schotterbettung gerichteten Druckkräften auf beide Schienen des Gleises, um dieses in eine tiefere, insbesondere maßgenaue Lage zu verbringen, sind mit den Vibratoren verbundene, zusätzlich zum Eigengewicht der Maschine angeordnete Belastungsvorrichtungen vorgesehen. Mit derartigen Doppelkegelrädern erfolgt die Übertragung der Kräfte bzw. Schwingungen im wesentlichen punktweise nahe der Lauffläche der Schienen, wodurch es zu Beschädigungen der Fahrkanten oder der Räder kommen könnte. Bei Übertragung von unterschiedlich hohen Druckkräften erfolgt ferner die Einleitung der Schwingungen und der Druckkräfte auf das Gleis in voneinander distanzierte bzw. verschiedene Bereiche, so daß die über den aus Schienen und Schwellen gebildeten Gleisrahmen in den Schotter zu übertragenden Schwingungen an der Angriffsstelle der Belastungsvorrichtungen schon eine relativ starke Dämpfung erfahren können. Überdies ist keine ständige spielfreie Anlage der Doppelspurkranzräder an den Schienen zur Anpassung an die sich laufend verändernde Spurweite des Gleises vorgesehen, wodurch nicht immer eine einwandfreie Übertragung der Schwingungen durchgeführt werden kann bzw. dadurch die erzielbare Leistung verringert wird.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Übertragung der Schwingungen auf das Gleis und deren Intensität zu verbessern. Diese Aufgabe wird bei einer gattungsgemäßen Maschine durch die im kennzeichnenden Teil des Anspruches 1 angegebenen Merkmale gelöst.
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Durch die Anordnung mehrerer Gleisstabilisatoren und durch die satte und spielfreie Anlage der Spurführungsteile der Fahrwerke der Werkzeugrahmen an die Schienenkopfflanken und die kraftschlüssige Verbindung der Spurführungsteile mit dem Werkzeugrahmen wird überraschenderweise nicht nur im wesentlichen eine Verdoppelung der Vibrationswirkung erreicht, sondern eine besonders homogene und gleichmäßige Verdichtung des Schotterbettes, insbesondere durch kontinuierliche Übertragung der einzelnen Schwingungsbewegungen der jeweiligen Vibratoren, erreicht. Für diese neue Technologie der Gleiserhaltung, gemäß welcher das, ggf. vorher unterstopfte und nivellierte Gleis mehr oder weniger gewollt abgesenkt wird, ist deshalb die Anordnung mehrerer Gleisstabilisatoren vorteilhaft, weil sich dadurch der Wirkungsbereich über eine relativ große Länge in Gleislängsrichtung erstreckt und ein kontinuierlich und homogen bearbeitetes Gleis hinterläßt. Darüber hinaus ergibt sich in Verbindung mit Gleisstopfmaschinen zur Unterstopfung mehrerer hintereinander liegender Querschwellen der Vorteil, daß die aufzubringende Vertikalkraft weit unterhalb der Größe liegt, die üblicherweise bei Durchfahrt eines Zuges gegeben ist. Ferner wird durch die Erfindung eine Vielzahl wahlweiser zu ergreifender Möglichkeiten zum Übertragen der Vertikalkräfte bzw. Schwingungen auf das zu bearbeitende Gleis geschaffen. So kann die Größe der über die einzelnen Spurführungsteile übertragenen Vertikalkräfte bzw. Schwingungen auf die jeweiligen Gleisverhältnisse bzw. die zu erwartenden Betriebsbelastungen des Gleises abgestimmt werden. Ebenso kann die Frequenz bzw. die Schwingungsamplitude eines in Arbeitsrichtung nachgeordneten Vibrators zur Erzielung einer größeren Absenkbewegung ggf. erhöht werden. Dasselbe gilt auch für die aufzubringenden Vertikalkräfte. Andererseits können die Größe der Vertikalkräfte und Schwingungskräfte auf mehrere Stellen des Gleises gezielt verteilt werden, so daß eine Überbeanspruchung der Kleineisenteile bzw. der Schienen oder der Schwellen auch bei großen Vertikal- und Schwingkräften vermieden werden kann.
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Um eine einwandfreie dichte Lagerung des Schotters, insbesondere über den gesamten Gleisquerschnittsbereich, bei möglichst geringer Beanspruchung des Fahrgestellrahmens der Maschine zu erreichen, ist gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung vorgesehen, daß die Vibratoren beider Gleisstabilisatoren zur Erzeugung phasengleicher Schwingungen ausgebildet sind.
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Nach einer besonders bevorzugten Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, daß wenigstens ein Gleisstabilisator zwischen zwei Fahrwerken einer Maschine angeordnet und mindestens ein Gleisstabilisator in Gleislängsrichtung diesen beiden Fahrwerken vor- oder nachgeordnet ist, wobei ggf. der in Arbeitsrichtung hinteren Vorrichtung eine Richtvorrichtung mit einem Kontroll-Bezugssystem zugeordnet ist. Durch die Zwischenschaltung eines Fahrwerkes und damit zumindest bereichsweise höheren Druckbeaufschlagung wird eine große Leistung bei hoher Qualität erzielt. Darüber hinaus wird erreicht, daß gleichzeitig mit dieser noch größeren festigkeitsmäßigen Verbesserung bzw. Vergleichmäßigung des Schotterbettes auch die seitliche Lage des Gleises kontrolliert bzw. ggf. noch korrigierbar ist und Nachbehandlungen des Gleises auf Grund von durch die Absenkung hervorgerufenen Seitenrichtfehlern, die die Gleichmäßigkeit der Schotterverdichtung wieder stören würden, vermieden werden können.
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Um einen möglichst großen Längsbereich des Gleises auch unter Berücksichtigung der jeweiligen Oberbauart bzw. der Schwellen, Schienen und Kleineisenteile, bearbeiten zu können, ist es ferner vorteilhaft, wenn drei Gleisstabilisatoren in Gleislängsrichtung hintereinander angeordnet sind und einen Dreifach- Stabilisator bilden. Es ist auch möglich, daß wenigstens ein Gleisstabilisator in Gleislängsrichtung zum Fahrgestellrahmen der Maschine verschieb- und feststellbar ausgebildet ist, wodurch die jeweils vorteilhafteste Anordnung der einzelnen Gleisstabilisatoren in technologischer Hinsicht getroffen werden kann bzw. auch Vorteile bei der jeweils zutreffenden Gesamtanordnung, in Verbindung mit dem jeweiligen Gleisstopfmaschinentyp auch in konstruktiver Hinsicht gegeben sind.
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Schließlich können nach einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung die Gleisstabilisatoren auf einem selbst verfahrbaren Fahrgestellrahmen angeordnet sein, wodurch eine hohe Wirtschaftlichkeit und vor allem eine sehr gute Ausnützung der erfindungsgemäßen Einrichtung, unabhängig von dem Einsatz einer Gleisstopf-Nivellier-Richtmaschine oder einer Verdichtmaschine od. dgl. erzielt wird.
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Die Erfindung wird nun an Hand einiger in der Zeichnung dargestellter Ausführungsbeispiele beschrieben. Es zeigt
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Fig. 1 ein erfindungsgemäßes Ausführungsbeispiel, und zwar die Längsansicht eines aus einer Gleisstopf-Nivellier-Richtmaschine und einem Gleisstabilisator bestehenden Maschinenverbandes,
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Fig. 2 die Stirnansicht in Gleislängsrichtung eines Gleisstabilisators gemäß den Linien II-II in Fig. 1,
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Fig. 3 ein Ausführungsbeispiel eines aus einem Gleisstabilisator und einer diesem nachgeordneten Verdichtmaschine bestehenden Maschinenverbandes nach der Erfindung in Längsansicht teilweise schematisch,
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Fig. 4 ein Ausführungsbeispiel einer Vierschwellen-Stopfmaschine mit einem dieser nachgeordneten Gleisstabilisator in schematischer Längsansicht,
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Fig. 5 eine weitere Anordnungsvariante von Gleisstabilisationsvorrichtungen auf einer Gleisstopf-Nivellier-Richtmaschine und einem eigenen Fahrgestellrahmen in schematischer Längsansicht und
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Fig. 6 den schematisch dargestellten Höhenverlauf eines mit dem in Fig. 5 dargestellten Maschinenverband bearbeiteten Gleises.
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In Fig. 1 ist eine während der Arbeit in Richtung des Pfeiles A verfahrbare Gleisstopf-Nivellier- Richtmaschine 1 und eine an diese angekuppelte Gleisstabilisationsvorrichtung 2 dargestellt. Auf dem über Fahrwerke 3 am, aus Schienen und Schwellen bestehenden, Gleis 4 abgestützten Fahrgestelltrahmen der Gleisstopf-Nivellier-Richtmaschine 1 ist mittels hydraulischer Zylinder-Kolben-Antriebe eine der Höhe und Seite nach verstellbares kombiniertes Hebe- und Richtaggregat 5 sowie ein Stopfaggregat 6 zum Unterstopfen zweier einander unmittelbar benachbarter Querschwellen angeordnet. Das Stopfaggregat 6 weist jeder Schwelle zugeordnete, sowohl an den beiden Längsseiten als auch an den beiden Schwellenstirnseiten eintauch-, beistell- und vibrierbare Stopfwerkzeuge auf, die zum Verdichten des Schotters unterhalb der Querschwellen nach dem Prinzip der asynchronen Gleichdruckstopfung ausgebildet sind.
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Die mit der Gleisstopf-Nivellier-Richtmaschine 1 über Zug- und Stoßvorrichtungen gekuppelte Gleisstabilisationsvorrichtung 2 umfaßt einen über zwei Fahrwerke 7 am Gleis 4 abgestützten Fahrgestellrahmen 8. Zwischen den beiden Fahrwerken 7 sind zwei Gleisstabilisatoren 9, 10 angeordnet, die durch über Belastungsvorrichtungen 11, 12 mit dem Fahrgestellrahmen 8 verbundene, mit eigenen Fahrwerken am Gleis aufliegende und mit einem Vibrator 13 ausgestattete Werkzeugrahmen 14, 15 gebildet werden.
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Wie aus der Stirnansicht des Gleisstabilisators 10 in Fig. 2 ersichtlich, sind durch die Spurkränze der Spurkranzräder der Fahrwerke des Werkzeugrahmens 15 bzw. die von außen anlegbaren Greifrollen gebildeten Spurführungsteile 16 mittels eigener Spreiz- und Arretiervorrichtungen 17, 18 spielfrei von der Innen- bzw. Außenseite an die jeweilige Schiene anpreßbar, wobei mittels der Spreizvorrichtung 17 eine kraftschlüssige Verbindung zwischen dem querbeweglichen Teil des Fahrwerkes des Werkzeugrahmens 15 und dem Vibrator 13 herstellbar ist. Die beiden schematisch angedeuteten Unwuchten des Vibrators 13 werden mittels eines Hydraulikmotors unter Zwischenschaltung einer Kardanwelle phasengleich angetrieben.
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Der Werkzeugrahmen 15 ist ferner mit Richtzylindern 19 verbunden, so daß die Spurführungsteile 16zugleich zum seitlichen Ausrichten des Gleises 4 verwendbar sind. Am Fahrgestellrahmen 8 der Gleisstabilisationsvorrichtung 2 sind ferner über eigene Verstellantriebe sowie Führungsstangen Vorkopfverdichter 20 angelenkt, die der besseren Übersichtlichkeit wegen in Fig. 1 nicht dargestellt sind und die sich zumindest über den von den beiden äußeren Fahrwerken der Werkzeugrahmen 14 und 15 begrenzten Gleislängsabschnitt erstrecken.
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Zum Überwachen der Höhenlage sowie der Seitenrichtung des Gleises 4 im Bereich des Werkzeugrahmens 15 ist ein Kontroll-Bezugssystem 21 angeordnet. Die Lage des Gleises relativ zum Kontroll-Bezugssystem 21 ist mittels über den Werkzeugrahmen 15 auf dem Gleis 4 abgestützter elektrischer Meßwertgeber od. dgl. feststellbar. Zur gemeinsamen Fortbewegung der mit den Vibratoren 13 verbundenen Werkzeugrahmen 14 und 15 sind diese mittels Schub- und Druckstangen mit den Fahrwerken 7 verbunden.
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Zur Kontrolle der Höhenlage und Seitenrichtung des Gleises im Bereich des kombinierten Hebe- und Richtaggregates 5 ist die Gleisstopf-Nivellier-Richtmaschine 1 mit einem Nivellier-Bezugssystem 22 und einem Richt-Bezugssystem 23 ausgestattet.
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Bei der in Fig. 3 dargestellten Maschinenkombination ist die Gleisstabilisierungsvorrichtung 24 in Arbeitsrichtung vor einer Verdichtmaschine 25, die zum gleichzeitigen Verdichten des Schotters in zwei einander unmittelbar aufeinanderfolgenden Schwellenzwischenfächern mit mittels Vibrationsantrieben in Schwingungen versetzbaren Zwischenfachverdichtern 26 und der Übersichtlichkeit wegen nicht dargestellten Vorkopf- bzw. Flankenverdichtern ausgestattet ist, angeordnet. Innerhalb zweier, den Fahrgestellrahmen 27 tragender Fahrwerke 28 sind zwei am Fahrgestellrahmen 27 in Gleislängsrichtung unabhängig voneinander verschiebbare Gleisstabilisatoren 29 und 30 angeordnet. Hinter dem in Arbeitsrichtung - durch den Pfeil A angedeutet - hinteren Fahrwerk 28 ist ein weiterer in Gleislängsrichtung relativ zum Fahrgestellrahmen 27 verschiebbarer, aus einem mit einem Vibrator 13 verbundenen Werkzeugrahmen 31 bestehender Gleisstabilisator 32 vorgesehen. Diese drei Gleisstabilisatoren 29, 30, 32 bilden somit einen Dreifach-Stabilisator.
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Beim dargestellten Ausführungsbeispiel ist sowohl die Gleisstabilisationsvorrichtung 24 als auch die Verdichtmaschine 25 mit einer Kabine und Antriebsvorrichtungen ausgestattet, so daß diese beiden Maschinen sowohl miteinander im Maschinenverband als auch getrennt voneinander verfahrbar sind und eingesetzt werden können.
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Weitere Ausführungsbeispiele für die Anordnung der Gleisstabilisatoren sind aus den Fig. 4 und 5 zu entnehmen. Der in Fig. 4 dargestellte Maschinenverband bewegt sich während der Arbeit in Richtung des Pfeiles A. Der mit einem Stopfaggregat 6 und einem kombinierten Hebe- und Richtaggregat 5 sowie einem Nivellier- bzw. Richt-Bezugssystem 22 bzw. 23 ausgestatteten Gleisstopf-Nivellier-Richtmaschine ist ein mit dieser gekuppelter, nach Art eines Einachsanhängers ausgebildeter weiterer Fahrgestellrahmen nachgeordnet. In einem mittels eines Zylinder-Kolben-Antriebs 33 in Gleislängsrichtung verschiebbarer Werkzeugrahmen ist ein weiteres Stopfaggregat 6angeordnet, wobei die Gleislage im Bereich dieses Stopfaggregates 6 mittels eines weiteren Bezugssystems 34 überwachbar bzw. mittels Haltevorrichtungen 35 fixierbar ist - siehe auch DOS 21 14 281 -. An diesem weiteren Fahrgestellrahmen ist mittels Zug- und Stoßvorrichtungen eine Gleisstabilisationsvorrichtung 2 angehängt, zwischen deren Fahrwerken 7 sich ein Kontroll-Bezugssystem 21 erstreckt und zwei Gleisstabilisatoren 36, 37 angeordnet sind. Den Vibratoren 13 der Gleisstabilisatoren 37 ist jeweils ein eigener Antrieb 38 zugeordnet. Die Antriebe der Stopfaggregate 6 des kombinierten Hebe- und Richtaggregates 5 sowie der Haltevorrichtungen 35 und die Antriebe 38 der Vibratoren 13 sowie die Belastungsvorrichtungen 11, 12 der einen Doppel-Stabilisator bildenden Gleisstabilisatoren 36 und 37 sind über Druckmittelversorgungs- und Steuerleitungen mit einer im zentralen Bedienungsstand der Gleisstopf-Nivellier-Richtmaschine angeordneten Steuervorrichtung 39 verbunden, deren Funktion im folgenden noch etwas näher erläutert werden wird. Die Antriebe 38 und die Unwuchten der Vibratoren 13 sowie die Belastungsvorrichtungen 11, 12 können z. B. dermaßen ausgebildet sein, daß die Vibratoren 13 Schwingungen mit einer Frequenz f = 35 Hz bei einer variablen Schwingkraft zwischen 3500-5390 kp pro Unwucht erzeugen bzw. auf das Gleis übertragen, und jede der Belastungsvorrichtungen 11, 12 zur Ausübung einer statischen Auflast von 2430 kp ausgebildet ist, wozu bei einem Betriebsdruck von z. B. 120 atü Hydraulikzylinder mit einer Bohrung von 50,8 mm vorgesehen sind.
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Bei dem in Fig. 5 dargestellten Maschinenverband ist die Gleisstopf-Nivellier-Richtmaschine ebenfalls mit einem Stopfaggregat 6 sowie einem kombinierten Hebe- und Richtaggregat 5 ausgestattet und in Richtung des Pfeiles A während der Arbeit verfahrbar. Am in Arbeitsrichtung gesehen hinteren Ende des Fahrgestellrahmens der Gleisstopf-Nivellier-Richtmaschine ist ein in Gleislängsrichtung auf diesem Fahrgestellrahmen verschiebbarer Gleisstabilisator 40 angeordnet. Ein weiterer in Gleislängsrichtung verschiebbarer Gleisstabilisator 41 ist zwischen zwei Fahrwerken eines an die Gleisstopf-Nivellier-Richtmaschine angekuppelten weiteren Fahrgestellrahmens angeordnet. Die der Gleisstopf-Nivellier-Richtmaschine zugeordneten Nivellier- bzw. Richt-Bezugssysteme 22 bzw. 23 wurden der Einfachheit halber nicht dargestellt.
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Der höhenmäßige Verlauf eines mit der Maschinenanordnung - nach Fig. 5 - bearbeiteten Gleises 4 ist aus der Darstellung in Fig. 6 zu ersehen. Mittels des kombinierten Hebe- und Richtaggregates 5 wird das Gleis 4 angehoben und in einer geometrisch exakten Lage mittels des Stopfaggregates 6 unterstopft. Durch die Wirkung der Gleisstabilisatoren 40 und 41 wird das Gleis unter Beibehaltung eines einwandfreien geometrischen Verlaufes sowohl der Seite als auch der Höhe nach um die Beträge X 1 und X 2 unter gleichzeitigem Einwirken von annähernd horizontalen Schwingungen, z. B. mit einer Frequenz von 35 Hz und einer Schwingkraft von insgesamt ca. 14000 kp und vertikalen Druckkräften von z. B. ca. 10 t abgesenkt, so daß der Schotter im Bereich der Schwellenauflager homogenisiert, d. h. im Schotter festigkeitsmäßig gesehen, gleichmäßige Verhältnisse geschaffen werden. Durch dieses kontrollierte Absenken des Gleises mit den Gleisstabilisatoren 40 und 41, deren Wirkung aufgrund des Zusammenwirkens von Schwingungen und Druckkräften meist wesentlich intensiver ist als die durch den Zugsverkehr hervorgerufenen Belastungen, werden die Anfangssetzungen des Gleises im wesentlichen vorweggenommen und das Auftreten von ungleichmäßigen Veränderungen der Gleishöhenlage wird verhindert. Durch die verschiebbare Ausbildung der Gleisstabilisatoren 40 und 41 in Gleislängsrichtung können sie möglichst nahe dem zwischen diesen angeordneten Fahrwerk 42 des weiteren Fahrgestellrahmens angeordnet werden, so daß die durch dieses Fahrwerk 42 ausgeübten Belastungen ebenfalls in dem durch die Vibratoren in Schwingungen versetzten Gleisabschnitt bzw. Schotterbereich ausgeübt werden, wodurch das Setzungsverhalten des Gleises zugleich mitbeeinflußt wird.
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Mit der bei Erläuterung der Fig. 4 bereits erwähnten Steuervorrichtungen 39 ist es überdies möglich, die Stärke der Druckkräfte bzw. der durch die Vibratoren ausgeübten bzw. auf das Gleis übertragenen Schwingungen in Abhängigkeit von den zu erwartenden Achslasten der dieses Gleis befahrenden Züge zu verändern. Darüber hinaus können mittels dieser Steuervorrichtung 39 die Antriebe 38 synchronisiert werden, so daß die Vibratoren der Gleisstabilisatoren 36 und 37 phasengleiche Schwingungen erzeugen. An Bedeutung kann diese Steuervorrichtung 39 ferner dann gewinnen, wenn der dargestellte Maschinenverband auf Grund örtlicher Gegebenheiten über einen längeren Zeitraum an ein und derselben Gleisstelle verweilen muß. In diesem Fall kann mittels der Steuervorrichtung 39 die Druckmittelzufuhr zu den Antrieben 38 bzw. den Belastungsvorrichtungen der Gleisstabilisatoren 36, 37 unterbunden werden, so daß ein zu tiefes Absenken des Gleises bzw. eine unerwünschte Tieferlegung hinreichend vermieden werden kann. Die Gleisstabilisatorvorrichtung ist mit in Gleislängsrichtung verschiebbaren Gleisstabilisatoren ausgestattet - Fig. 5 - die mittels Antrieben 43 in Gleislängsrichtung hin- und herbewegbar sind bzw. in der jeweils gewünschten Stellung fixiert werden können. Als Antriebe können hierbei sowohl hydraulische Zylinder-Kolben-Anordnungen als auch mit Schraubspindeln, Zahnstangen od. dgl. zusammenarbeitende Verschiebeantriebe od. dgl. vorgesehen werden.