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"Tennisschläger"
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Die Erfindung betrifft einen Tennisschläger mit einem Saitenbett,
welches durch Besaitung eines Schlägerrahmens gebildet ist.
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Bei einem derartigen Tennisschläger soll der Ball für einen einwandfreien
Schlag auf einer bestimmten Stelle des Saitenbettes, dem sogenannten "Sweet-Point"
auftreffen, welcher im allgemeinen etwa in der Mitte des Saitenbettes, jedoch etwas
zu dem Schlägergriff hin daraus versetzt
liegt. Damit der Spieler
den Ball mit dem Schläger an der richtigen Stelle trifft, wird von ihm immer wieder
gefordert, den ankommenden Ball anzuschauen und danach die Schlagbewegung, Schlägerhaltung
und seine Stellung zum Ball zu bestimmen. Jedoch hat es sich gezeigt, daß der Spieler
immer wieder an diese Forderung erinnert werden muß.
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Die Erfindung schafft einen Tennisschläger, welcher den Spieler deutlich
erkennen läßt, ob er den ankommenden Ball tatsächlich im "Sweet Point trifft.
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Dies wird erfindungsgemäß mit einem Tennisschläger der eingangs erwähnten
Art dadurch erreicht, daß an der bevorzugten Auftreffstelle für den Ball auf dem
Saitenbett ein unter dem Stoß des auftreffenden Balls ansprechender Signalgeber
angeordnet ist.
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Durch den erfindungsgemäßen Signalgeber löst der auftreffende Ball
ein vorzugsweise akustisches Signal aus. Durch die Erzeugung des Signals kann der
Spieler feststellen, ob der Ball auf der bevorzugten Fläche des Saitenbettes tatsächlich
auftrifft oder nicht. Die Auftreffläche des Signalgebers kann je nach Könnensstand
des Spielers mehr oder weniger groß ausgebildet sein. Bevorzugt wird eine
Auftreffläche
von der Größe der größten Querschnittsfläche eines Tennisballes, die je nach Könnensstand
des Tennisspielers auch größer (Anfänger) und kleiner (Fortgeschrittener und Leistungsspieler)
sein kann.
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Der Signalgeber kann z.B. mit elektrischen Fühlelementen ausgestattet
sein, die z.B. auf Zusammendrücken durch den auftreffenden Ball reagieren und auf
elektrischem Wege mit einem Signalerzeuger,beispielsweise am Schlägergriff, verbunden
sind.
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Weniger aufwendig ist es jedoch, den Signalgeber als mechanisches
Teil auszubilden. Es kann bereits ausreichen, an dem Saitenbett in der Größe der
Auftreffläche eine durchgehende Scheibe auszubilden, welche durch das Aufklatschen
des Balles ein Geräusch erzeugt, das deutlich unterschiedlich zu dem beim Auftreffen
des Balles auf die Besaitung entstehenden Geräusch ist. Beispielsweise kann hier
eine entsprechende Metallscheibe oder Kunststoffscheibe angewendet werden. Man kann
auch so vorgehen, daß die Scheibe nur an ihren Rändern an der Besaitung befestigt
ist und durch das Auftreffen des Balles gegen die Besaitung im mittleren Bereich
der Scheibe klatscht. Bevorzugt ist die die Auftreffläche bildende Scheibe unter
Signalgabe durch den auftreffenden Ball gegen eine Rückstellkraft verstellbar.
Unter
11verstellbar' soll hierbei eine Verschiebung oder dergleichen ohne wesentliche
Verformung der Scheibe, wie auch eine wesentliche Verformung der Scheibe unter dem
Stoß des auftreffenden Balles verstanden werden. Die Rückstellkraft, welche durch
ein gesondertes Federglied oder die elastische Verformbarkeit der Scheibe vorhanden
sein kann, ist vorzugsweise so groß, daß sich die Scheibe nicht bereits beim Ausholen
und beim Beschleunigen des Schlägers unter entsprechender Signalgabe verstellen
kann, jedoch die entsprechende Verstellbarkeit unter der Wucht des auftreffenden
Balles zuläßt.
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Wenngleich die Scheibe gegebenenfalls im wesentlichen eben sein kann
und ihre Verstellbarkeit durch die NachgieDigkeit der darunter liegenden Besaitung
ermöglicht werden kann, verläuft vorzugsweise die Scheibe in der Scheibenmitte im
Abstand von der Fläche des darunter Begenden Teiles des unverformten Saitenbettes,
so daß sie unter Überbrückung dieses Abstandes zur Signalgabe verstellbar ist.
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Beispielsweise kann eine verhältnismäßig steife Scheibe vorgesehen
werden, welche in der Mitte einen senkrecht zur Scheibenebene verlaufenden Stift
trägt, welcher kolbenähnlich in einem am Saitenbett angebrachten Zylinderteil unter
Erzeugung des Signales gegen die Kraft eines Federelementes verschiebbar ist. Vorgezogen
wird jedoch eine elastisch
verformbare Scheibe vorzusehen, die
im unverformten Zustand vom Saitenbett weggewölbt an diesem angeordnet ist. Die
Wölbung, welche wenigstens im Randbereich der Scheibe vorhanden ist, ist im allgemeinen
verhältnismäßig flach. Beispielsweise kann die Scheibe als entsprechend einem Kugelabschnitt
gewölbte Schale ausgebildet sein.
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In weiterer Ausgestaltung der Erfindung kann mit der Scheibe eine
sich über diese hin an dem Saitenbett erstreckende Grundscheibe verbunden sein,
wobei die einander zugewendeten Scheibenflächen wenigstens teilweise im durch Auftreffen
des Balles veränderbaren Abstand voneinander verlaufen.
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Insbesondere können hierbei die Scheiben eine verformbare Blase bilden,
deren Innenraum über eine Luftdurchtrittsöffnung nach außen offen ist, welche eine
akustische Pfeife bildet. Durch Verformung der einen oder anderen Scheibe unter
dem Aufprallen des Balles wird die Luft aus dem Innenraum zwischen den Scheiben
durch die Luftdurchtrittsöffnung hindurch verdrängt, so daß ein entsprechender Pfeifton
entsteht.
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In einer anderen Ausführungsform kann der Signalgeber auch ein durch
den auftreff,enden Ball unter Auslösen des Signals schließbares elektrisches Kontaktpaar
aufweisen, welches
über entsprechende Verbindungsleitungen mit einer
entsprechenden Einrichtung zur Erzeugung des Signals,beispielsweise am Schlägerrahmen
oder am Schlägergriff,verbunden ist.
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Beispielsweise können die Kontakte bei Scheiben in Form einer verformbaren
Blase an gegenüberliegenden Stellen an den Innenseiten der Scheiben ausgebildet
sein. Wenn dann die Blase soweit verformt wird, daß die Kontakte aufeinander treffen,
wird das Signal ausgelöst. Das Kontaktpaar kann auch an entsprechend anderer Stelle
angeordnet sein, so daß es durch die Verstellung der Scheibe unter dem Aufprall
des auftreffenden Balles geschlossen wird. Beispielsweise ist es bei nur einer Scheibe
möglich, den einen Kontakt etwa in der Mitte der dem Saitenbett zugewendeten Scheibenseite
und den anderen Kontakt an der gegenüberliegenden Stelle des Saitenbettes selbst
anzubringen.
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Wie bereits erwähnt, kann das Kontaktpaar über entsprechende Leitungen
mit einer das vorzugsweise akustische Signal erzeugenden Vorrichtung verbunden sein.
Diese Leitungen brauchen nur sehr dünn zu sein, so daß sie an ausgewählten Saiten
der Besaitung entlang zu einem beispielsweise am Handgriff des Schlägers angeordneten
Alarmgerät verlaufen können. Es ist auch möglich, die Leitungen zu einem gesonderten
kleinen Alarmgerät zu führen, welches beispielsweise in der Hosentasche des Spielers
untergebracht ist.
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In anderer Lösung kann auch an die Kontakte ein kleiner Sender angeschlossen
sein, welcher mit einem vom Schläger gesonderten Empfänger zusammenwirkt, der das
Signal gibt.
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Hierbei ist zu berücksichtigen, daß die Ubertragungsentfernung nur
sehr gering ist, so daß sehr kleine Sender, die heutzutage verfügbar sind, beispielsweise
mit einem Klebeband am Griff des Schlägers befestigt werden können, ohne daß sie
weiter stören. Der Empfänger kann dann beispielsweise in Form eines im Ohr des Spielers
zu tragenden Empfängers ausgebildet sein, welcher einen leichten Pfeifton erzeugt,
wenn der Ball auf die Auftreffläche des Signalgebers aufgeschlagen ist.
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Man kann bei der erfindungsgemäßen Lösung auch erreichen, daß nur
dann das Signal ausgelöst wird, wenn der Ball etwa senkrecht zum Saitenbett auf
die Auftreffläche des Signalgebers auftrifft. Hierdurch kann der Spieler zu möglichst
geraden Schlägen angehalten werden, welche im Lehrtennis nach wie vor Grundlage
der guten Technik sind. Wenn Spieler der Spitzenklasse heute viel mit Drall arbeiten,
so haben sie sich diese Fähigkeit auf der Basis gerader Grundschläge erworben und
sind auch jederzeit in der Lage, solche zu spielen. Zum Erreichen der Auslösung
des Signals bei nur geraden Schlägen kann eine entsprechende Führung, beispielsweise
an einem von der Mitte der Scheibe vorstehenden
Stift, vorgesehen
sein, welche das Verstellen der Scheibe nur in Richtung der Führung zuläßt.
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Wenngleich es möglich ist, den erfindungsgemäßen Ballschläger von
vornherein mit dem Signalgeber auszustatten und diesen als unlösbaren Bestandteil
der Besaitung auszubilden, wird die auswechselbare Befestigung des Signalgebers
am Saitenbett bevorzugt, so daß jeder Schläger auch nachträglich mit dem Signalgeber
nach Bedarf ausgerüstet werden kann. Überdies erlaubt dieser Vorschlag, einen üblichen
Tennisschläger für nur kurze Übungsperioden mit dem Signalgeber auszurüsten und
diesen nach einer gewissen Übungszeit wieder zu entfernen, wonach in üblicher Weise
weitergespielt werden kann. So kann das durch die Ausrüstung mit dem Signalgeber
anerzogene Anschauen des Balles unmittelbar anschließend mit demselben Schläger
nach dem Lösen des Signalgebers im normalen Spielbetrieb erprobt werden. Beispielsweise
kann an der dem Saitenbett zugewendeten Seite der Scheibe ein druckknopfartig gestalteter
Vorsprung ausgebildet sein, mit welcher sich die Scheibe in eine Masche des Saitenbettes
einknöpfen oder einrasten läßt. Vorgezogen wird hierbei eine nach außen konvex gewölbte
Scheibe, welche sich mit ihrem Rand zusätzlich am Saitenbett abstützt, oder es werden
zwei Scheiben vorgesehen, von denen die Grundscheibe eben ist und an dem Saitenbett
anliegt,
wohingegen die andere Scheibe nach außen gewölbt verläuft.
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Der erfindungsgemäße Signalgeber kann so ausgestaltet sein, daß er
nur an einer Saitenbettseite angeordnet ist. Jedoch können auch entsprechende Signalgeber
auf beiden Seiten des Saitenbettes angeordnet werden, welche durch eine Masche des
Saitenbettes hindurch ineinandergerastet werden können, so daß der Spieler mit beiden
Seiten des Schlägers schlagen kann.
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Der erfindungsgemäß vorgesehene Signalgeber kann das Zurückschlagen
des Balles nachteilig beeinflussen. Darauf kommt es jedoch nicht an, denn der erfindungsgemäße
Vorschlag soll dem Spieler zwingen, den ankommenden Ball genau mit dem Auge verfolgen
zu können, bis er auf den Schläger auftrifft.
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Die erfindungsgemäß vorgesehenen Scheiben sind vorzugsweise geometrisch
ähnlich zum Rahmen des Schlägers, bei einem Tennisschläger somit insbesondere oval.
Sie können jedoch auch beispielsweise kreisrund sein.
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Die Erfindung wird im folgenden anhand aus der Zeichnung schematisch
ersichtlicher Ausführungsformen, die exemplarisch für eine Vielzahl von möglichen
Ausführungsformen
stehen, näher erläutert. In der Zeichnung zeigt:
Fig. 1 eine Draufsicht auf einen Tennisschläger mit einem Signalgeber an dem Saitenbett,
Fig. 2 an beiden Seiten des Saitenbettes vorgesehene Signalgeber, die durch das
Saitenbett hindurch ineinander verrastet werden können und Fig. 3 eine Ausführungsform,
bei welcher der Signalgeber nur an einer Seite des Saitenbettes angeordnet ist.
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Der aus Fig. 1 ersichtliche Tennisschläger weist ein Saitenbett 1
auf, welches durch die Besaitung des Schlägerrahmens 2 aufgespannt ist. Im Bereich
des sogenannten "Sweet-Point't des Saitenbettes, wo dieses am meisten elastisch
ist und wo daher der Tennisball beim Auftreffen die größte Beschleunigung erfährt,
ist an dem Saitenbett 1 ein Signalgeber 3 ausgebildet oder nachträglich angebracht,
welcher ein vorzugsweise akustisches Signal erzeugt, wenn der Ball auf den Signalgeber
3 auftrifft.
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Fig. 2 zeigt ein mögliches Ausführungsbeispiel für an beiden Seiten
des Saitenbettes anbringbare Signalgeber 3. Diese bestehen im Ausführungsbeispiel
jeweils aus Grundscheiben 4,
welche nach dem Einbau an den beiden
Seiten des Saitenbettes abgestützt sind und aus sich membranartig über die Grundscheiben
4 erhebenden Außenscheiben 5, welche einen nach außen konvex gekrümmten Außenrand
und ein ebenes, gegenüber dem Außenrand zur Grundscheibe hin verdicktes Mittelteil
aufweisen. Die Innenseiten des Mittelteils ist durch die Eigenspannung des gewölbten
Außenrandes normalerweise im Abstand von der Innenseite der Grundscheibe 4 angeordnet
Wenn auf die Außenscheibe 5 ein Ball auftrifft, werden diese an ihren ausgewölbten
Außenrändern verformt, so daß der verdickte Mittelteil gegen die entsprechende Grundscheibe
4 klatscht, wodurch ein entsprechendes akustisches Signal erzeugt wird.
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Unter der Eigenelastizität der Außenscheiben 5 oder unter dem Druck
der zwischen den Scheiben eingeschlossenen, durch die Verformung der Außenscheiben
5 verdichteten Luft kehren die Außenscheiben 5 wieder in ihre stabile Ausgangslage
zurück. Die Scheiben 4 und 5 können beispielsweise aus einem Gummimaterial oder
einem flexiblen Kunststoff bestehen. An den Innenseiten der Scheiben 4 und 5 können
dort, wo die beiden Scheiben zusammenklatschen, Beschichtungen aus härterem Material,
beispielsweise eine Metallbeschichtung zur Verstärkung des Klatschgeräusches, ausgebildet
sein.
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Die beiden Signalgeber aus Fig. 2 sind durch die Besaitung hindurch
druckknopfartig aneinandergeknöpft. Hierzu sind an der der Besaitung zugewendeten
Außenseite der einen Grundscheibe 4 eine Mehrzahl von Rastvorsprüngen 6 ausgebildet,
welche durch entsprechende Maschen des Saitenbettes 1 hindurchgest~eckt werden können.
An der Außenseite der anderen Grundscheibe 4 sind zugehörige Fassungen 7 ausgebildet,
welche die Köpfe der Rastvorsprünge 6 übergreifen und mit diesen zusammenrasten.
Dadurch sind die beiden Signalgeber 3 an beiden Seiten des Saitenbettes festgelegt.
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Die Ausführungsform nach Fig. 3 ist im Prinzip ähnlich zu der in Fig.
2. Jedoch ist der Signalgeber 3 nach Fig. 3 nur an einer Seite des Saitenbettes
1 angeordnet. Der Signalgeber besteht aus einer Grundscheibe 4 mit daran angeformter
Außenscheibe 5, welche sich linsenförmig über der Grundscheibe 4 erhebt. An der
der Besaitung zugewendeten Seite der Grundscheibe 4 ist ein Rastvorsprung 8 ausgebildet,
welcher durch eine Masche des Saitenbettes 1 hindurchgesteckt und hinter den die
Masche bildenden Saiten verrastet werden kann.
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An der Innenseite der Außenseheibe 5 ist ein senkrecht zur Grundscheibe
4 verlaufender Stift 9 ausgebildet, welcher
in eine Mittelbohrung
10 des Rastvorsprunges 8 eingreift und darin geführt ist. Der Stift 9 kann eine
Luftdurchtrittsöffnung 11 in Form eines entsprechenden Kanals aufweisen, welcher
den Innenraum 12 zwischen den beiden Scheiben 4 und 5 mit der Umgebung verbindet.
Der Kanal 11 kann als akustische Pfeife ausgebildet werden, so daß die unter einem
auf die Außenscheibe 5 auftreffenden Ball verdichtete Luft im Innenraum 12 durch
den Kanal 11 pfeifend entweicht.
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Zusätzlich oder alternativ können an den Innenseiten der Scheiben
4 und 5 an einander gegenüberliegenden Stellen elektrische Kontakte 13 angeordnet
sein, welche über in Fig. 3 nicht gezeigte Leitungen mit einem Signalerzeuger oder
einem kleinen Sender verbunden sind, so daß ein zur Signalerzeugung führender Stromkreis
geschlossen wird, wenn die beiden Kontakte 13 bei der Verformung der Außenscheibe
5 aufeinandertreffen.
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Wenn solche Kontakte vorgesehen sind, kann gemäß der Ausführungsform
nach Fig. 3 eine Verformung der Außenscheibe 5 unter entsprechender Verschiebung
des Stiftes 9 in der ihn führenden Bohrung 10 nur dann zum Aufeinandertreffen der
Kontakte 13 führen, wenn der Ball im wesentlichen in Richtung der Führung 10, d.h.
im wesentlichen senkrecht
zum Saitenbett 1 auf die Außenscheibe
5 auftrifft. Beim schrägen Auftreffen des Balles auf die Außenscheibe 5 hingegen
wird durch die Geradführung 10, 11, die dann einen Winkel mit der Auftreffrichtung
des Balles bildet, eine wesentliche Verschiebung des Stiftes 9 verhindert, so daß
die Kontakte nicht aufeinandertreffen. Hierdurch kann der Spieler zu geraden Schlägen
angehalten werden.
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Ansprüche: