DE2604219C2 - Flachgabelfeder - Google Patents
FlachgabelfederInfo
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Classifications
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Description
- Die Erfindung bezieht sich auf eine Flachgabelfeder gemäß Oberbegriff des Anspruchs 1.
- Flachgabelfedern sind in der Regel entweder als sogenannte Schnabelfedern oder als Gabelfedern mit nach innen gebogenen Federarmenden ausgebildet. Schnabelfedern besitzen eine weiche Federkennlinie und einen relativ großen Findungstrichter, jedoch kleine Federkräfte und sind gegen Überbiegungen nicht ausreichen elastisch. Gabelfedern mit nach innen gebogenen Federarmenden müssen in der Regel mit einer Überfeder ausgerüstet werden und besitzen dann keine so weiche Federkennlinie, jedoch hohe Federkräfte und einen höheren Widerstand gegen Überbiegungen. Ihr Findungsbereich ist dagegen klein. Da es letzterer an einer Gehäuseabstützung der Federarme mangelt, sind Überbiegungen ebenfalls nicht auszuschließen. Sowohl bei Schnabelfedern als auch bei Gabelfedern kann somit der Kontaktdruck variieren, was zu verfälschten elektrischen Werten führen kann. Des weiteren befinden sich die Gehäuserastungen meist im Mittelteil der elektrischen Verbinder und sind damit schwer zugänglich.
- Im DE-GM 71 47 278 ist eine Flachgabelfeder der eingangs genannten Art beschrieben. Der Haltekasten ist im Querschnitt rechteckförmig und weist eine sich in der Mitte einer Seite erstreckende offene Längsnaht auf. Der Boden und die Deckenteile sind an ihren Vorderenden mit jeweils einem Paar von Federarmen ausgebildet, von denen sich ein Paar von der die Naht aufweisenden Seite und das andere Paar von der gegenüberliegenden Seite erstreckt. Beim Kontaktieren eines Gegenkontaktes mit dieser bekannten Flachgabelfeder geben die Deckenteile nach, wobei sich unter Vergrößerung der Naht der Haltekasten öffnet. Dies hat ein Verdrehen der entsprechenden Federarme zur Folge, wodurch der gewünschte linienförmige Kontaktbereich in einen punktförmigen Kontaktbereich übergeht, was zu einer Verschlechterung der elektrischen Werte führt.
- Im DE-GM 75 18 744 ist eine Flachgabelfeder beschrieben, die eine U-förmige Federarmbasis aufweist. Von dieser erstrecken sich Rastzungen nach hinten und steckerseitig, d. h. nach vorne, Federarme. Die Federarme sind nach außen gewölbt ausgebildet und laufen nach vorne wieder zusammen, wobei die Enden zur Versteifung und zur Erhöhung der Federwirkung wieder nach außen gebogen sind.
- Die Flachgabelfeder der DE-OS 14 65 461 weist einen U-förmigen Bereich auf, von dem sich zwei gabelförmig ausgebildete Federarme nach vorne ertrecken. Im vorderen Endbereich ist zumindest einer der Federarme nach außen gebogen.
- In der DE-AS 22 16 174 ist eine Flachgabelfeder mit einer U-förmigen Federarmbasis beschrieben. Die Federarme sind statt nach innen über die gesamte Länge bogenförmig nach außen abgebogen, um einen höheren Kontaktdruck zu erzielen. Beim Einstecken eines Gegenkontaktes stützen sich die Enden der Federarme an ihren jeweiligen Anfangsbereichen ab. Dies führt zu einer relativ harten Federkennlinie.
- Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Flachgabelfeder zu schaffen, deren Kontaktdruck sich bei Zugbelastung der Leitung vergrößert und die gleichzeitig gegen Überschreitung des Federweges abgestützt ist.
- Diese Aufgabe ist erfindungsgemäß bei einer Flachgabelfeder mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Weitere wesentliche Merkmale der Erfindung enthalten die kennzeichnenden Teile der Unteransprüche.
- Die erfindungsgemäße Flachgabelfeder ist verbindungssteif und stabil aufgebaut. Die Seitenwände sind jeweils beidseitig aufgrund der dort verlaufenden Kantungen und der jeweils anschließenden Wandungen stabilisiert. Ein langzeitiger, gleichmäßiger und ausreichender Kontaktdruck der Federarme ist sichergestellt, wobei zugleich eine weiche Federkennlinie realisiert ist. Ein Überschreiten des Federwegs wird durch das Abstützen der zurückgebogenen Teile der Federarmenden am Gehäuse verhindert.
- Bei Zugbelastung der an die Flachgabelfeder angeschlossenen Leitung stützt sich die Rastfeder im Gehäuse unter Vergrößerung des Kontaktdruckes ab. Für die Herstellung der Rastfeder wird kein zusätzlicher Stanz- und ggf. Biegevorgang benötigt, da die Rastfeder als Fortsatz des zugehörigen Federarms ausgebildet ist.
- Anhand der Fig. 1 bis 3 wird die Erfindung näher erläutert. Es zeigt
- Fig. 1 eine Draufsicht auf die Flachgabelfeder,
- Fig. 2 eine Seitenansicht der Flachgabelfeder,
- Fig. 3 einen Schnitt längs C-D in Fig. 1,
- Fig. 4 einen Schnitt längs E-F in Fig. 2.
- Die erfindungsgemäße Flachgabelfeder besteht aus dem U-förmig gebogenen Leiterkrallenteil 1 mit Isolationskralle 2 und Aderkralle 3. Die Isolationskralle 2 besitzt einen Krallenboden 4 und Krallenarme 5 und 6; die Aderkralle 3 weist ebenfalls einen Krallenboden 7 und Krallenarme 8 und 9 auf. Die Anfasungen 10 der Krallenarmenden dienen zur sicheren Verankerung der Arme im Leiter bzw. in der Isolation nach dem Anschlagen. Die Isolationskralle 2 ist außerdem gegenüber der Leiterkralle 3 bei 11 um Isolationsmantelstärke durchgesetzt.
- An die Leiterkralle 3 schließt sich ein ebenfalls U-förmig gebogener Verbindungsteil 12 an, der einen abstützenden, stabilisierenden Übergang der Leiterkralle 3 zum Haltekasten 13 schafft. Er besteht aus dem Boden 14, den beiden Seitenwänden 15 und 16 und den nach innen gebogenen Deckenteilen 17 und 18. Die beiden Deckenbögen 17/18 stützen sich gegeneinander ab und verleihen dadurch dem Kasten 13 eine hohe Stabilität. Die Deckenbögen 17/18 besitzen Abschrägungen 19, die als Findung für einen Gegenstecker fungieren und dafür sorgen, daß der Kontaktstift beim Stecken nicht gegen eine Kante stößt.
- An den Haltekasten 13 schließen sich die Gabelfederarme, und zwar in Verlängerung der Seitenwände 15 und 16 mit je einem Federarm 20 und 21 an. Die Federarme sind an der Basis (bei 22) nach innen durchgesetzt und verlaufen geradlinig aufeinander zu. In ihrem Endbereich sind die Federarme ösenartig nach außen und rückwärts gebogen und bilden die Ösen 23 und 24. Die Ösen besitzen zunächst Innenbögen 25 und 26, die bei 27 gegeneinander stoßen. Die Innenbögen 25/26 gehen in die Oberbögen 28/29 über, an die sich die zurückgebogenen Teile 30 und 31 der Federarmenden anschließen. An das Federarmende 31 ist die Rastfeder 32 angebunden. Diese Rastfeder dient zur Gehäuserastung und läuft zum Ende hin konisch zu, damit ein Hängenbleiben im Gehäuse beim Einsetzen der Flachgabelfeder verhindert wird.
- Die Kombination der Rastfeder mit der an den Armenden nach außen und rückwärts gebogenen Gabelfeder ermöglicht zum einen eine sichere Rastung im Gabelfederbereich, der von vorn oder außen in der Regel leicht zugänglich ist, und gewährleistet zum anderen einen Kontaktdruck auf den Kontaktstift, der äquivalent zur Zugbelastung größer wird. Der zurückgebogene Teil 30 stützt sich dabei im Gehäuse ab und verhindert zusammen mit der Rastfederbasis 31 ein Überschreiten des Federweges.
- Nach einer besonderen Ausführungsform der Erfindung weisen die Gabelfederarmenden zur Vergrößerung des Findungsbereiches eine etwa viereckige Voröffnung 33 auf. Diese Voröffnung wird durch die Durchsetzungen 34 und 35 gebildet, die in Verlängerung der Federarme fluchtend verlaufen, bis sie in den jeweiligen Oberbogen übergehen. Dadurch wird erreicht, daß der Kontaktpunkt beim Stecken des Kontaktstiftes nicht wandert.
- Die erfindungsgemäße Flachgabelfeder gewährleistet somit eine sichere Rastung im Gehäuse, hohe Federkräfte bei wachsendem Kontaktdruck mit wachsender Belastung, ist abgesichert gegen Überschreitung des Federweges und besitzt dennoch eine relativ weiche Federkennlinie sowie einen relativ großen Findungsbereich.
Claims (11)
1. Flachgabelfeder aus einem Blechstanzteil, im wesentlichen bestehend aus einem Leiterkrallen-und einem Kontaktteil, wobei der Kontaktteil einen Haltekasten aufweist, der aus einem Boden, zwei Seitenwänden und zwei Deckenteilen besteht und an den Federarme angebunden sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Federarme (20, 21) des Kontaktteils in Verlängerung der Seitenwände (15, 16) des Haltekastens (13) verlaufen und die Federarmenden ösenartig nach außen rückwärts gebogen sind, wobei sich zumindest an einem Federarm (20, 21) eine nach rückwärts weisende Rastfeder (32) anschließt.
2. Flachgabelfeder nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine etwa viereckige Voröffnung (33), die durch Durchsetzungen (34/35) gebildet wird.
3. Flachgabelfeder nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Durchsetzungen (34/35) in Verlängerung der Federarme (20/21) fluchtend verlaufen.
4. Flachgabelfeder nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Deckenteile (17, 18) als Deckenbögen ausgebildet sind.
5. Flachgabelfeder nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Deckenteile (17/18) sich gegeneinander federnd abstützen und als Formstabilisatoren wirken.
6. Flachgabelfeder nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Deckenbögen (17/18) Abschrägungen (19) besitzen.
7. Flachgabelfeder nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Federarme (20/21) im Anschluß an den Haltekasten (13) nach innen durchgesetzt sind.
8. Flachgabelfeder nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Federarmenden Ösen (23/24) mit Innenbögen (25/26), die bei (27) gegeneinander stoßen, bilden.
9. Flachgabelfeder nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Innenbögen (25/26) in die Oberbögen (28/29) übergehen, an die sich die zurückgebogenen Teile (30/31) der Federarmenden anschließen.
10. Flachgabelfeder nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß an das Federarmende (31) die Rastfeder (32) angebunden ist und die Rastfeder zum Ende hin konisch zuläuft.
11. Flachgabelfeder nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß sich an den U-förmig gebogenen Leiterkrallenteil (1) ein ebenfalls U-förmig gebogener Verbindungsteil (12) anschließt.
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