DE2602951B2 - Strömungsmirtelsteuerventil - Google Patents
StrömungsmirtelsteuerventilInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Strömungsmittelsteuerventii mit einem Gehäuse mit einem Strömungsmitteleinlaß
und einer Anzahl von gesonderten Auslässen, mit einem drehbaren Ventilglied zum aufeinanderfolgenden Öffnen und Schließen der Auslässe derart, daß auf das
Schließen eines Auslasses ein öffnen eines anderen Auslasses folgt.
Derartige Strömungsmittelsteuerventile, die in einer Hauptspeiseleitung verwendet werden können, dienen
der Versorgung einer Anordnung von Düsen zum Ausspülen von Behältern, zum Beispiel Flaschen mit
einem unter Druck stehenden Strömungsmittel. Die Technik des Ausspülens von Flaschen ist aus dem
Grunde anspruchsvoll, weil die Flaschen im allgemeinen Genuß- oder Lebensmittel enthalten, so daß bei einem
ordnungsgemäßen Ausspülen in die Flaschen periodisch kräftigte Strömungsmittelstrahl geleitet werden müssen. Flaschenspülmaschinen sind im allgemeinen für die
Handhabung großer Flaschenmengen eingerichtet, während diese sich in Bewegung befinden. Die
Strömungsmittelsträhle müssen so bewegt werden, daß sie auf aufeinanderfolgende Flaschengruppen ausgerichtet werden, so daß bei dem periodischen und
raschen Schließen und öffnen der Strömungsmittelverteilungskanäle Lösungsmengen intermittierend und
stoßweise abgegeben werden.
Ein typisches Beispiel für ein Anwendungsgebiet des erfindungsgemäßen Steuerventils ist in der US-Patentschrift 31 11 131 vom 19. November 1963 beschrieben.
Nach dieser Patentschrift wird ein Rohrventil zum periodischen Versorgen von Nippeln mit einem
Strömungsmittel benutzt, die durch biegsame Schläuche mit Verteilerköpfen verbunden sind, die mit Strahldüsen
ausgestattet sind.
Die gattungsbildende Vorrichtung nach der deutschen Patentschrift 9 75 332 beschreibt einen drehbaren
Ventilkörper in Gestalt eines zylindrischen Rohres, das im Inneren des Gehäuses so eingepaßt ist, daß es das
Strömungsmittel nacheinander zu den Auslässen führt Dabei öffnet und schließt das drehbare Ventilglied die
Auslässe derart, daß nach dem Schließen des einen Auslasses ein weiterer Auslaß geöffnet wird.
Das periodische öffnen und Schließen solcher Kanäle
kann zu einer schädlichen Oberbeanspruchung der Bauteile des Ventils führen, und es tritt eine Belastung
oder ein »Wasserhammer« auf, wenn ein Ventil plötzlich geschlossen wird, ohne die Strömung wesentlich zu vermindern.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Wirkung des Wasserhammers in einem Strömungssteuerventil der genannten Art gering zu halten.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß ein langgestrecktes, ,us einer biegsamen Wandung
bestehendes Element in dem Gehäuse neben allen Auslässen an einer solchen Stelle angeordnet ist, daß es
die Energie der Strömungsmittelströmung bei einer Unterbrechung durch das Schließen eines Auslasses
absorbieren und speichern und die absorbierte und gespeicherte Energie anschließend wieder abgeben
kann, um die Strömung beim nächsten öffnen eines Auslasses zu verstärken.
Die Stange mit der biegsamen Wandung absorbiert den Stoß, der bei dem Übergang des unter Druck
stehenden Strömungsmittels von einer starken Strömung zu einer Strömung »0« auftritt und leitet die
Energie der nächsten Strömung zu einem weiteren Durchlaß, wenn das Ventilglied sich dreht Infolgedessen kann der Strömungsübergang zu verschiedenen
Versorgungsleitungen zu einer wirksameren Strömung geglättet und ausgeglichen werden, wodurch hydraulische Verluste gering gehalten werden können. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind den Ansprüchen 2 und 3 zu entnehmen.
Die Erfindung wird nunmehr anhand der beiliegenden Zeichnungen, die eine bevorzugte Ausführungsform der
Erfindung zeigen, erläutert Es zeigt
F i g. 1 eine schaubildliche Darstellung eines Rotationsströmungsmittelsteuerventils, das an der Wandung
einer Behälterspüleinrichtung angebracht ist,
F i g. 2 eine Darstellung des Ventilgehäuses, von dem in der F i g. 1 dargestellten Ende aus gesehen,
F i g. 3 eine der F i g. 2 ähnlichen Darstellung, jedoch vom anderen Ende des Gehäuses aus gesehen,
Fig.4 ein Querschnitt nach der Linie 4-4 in der
Fig. 1,
F i g. 5 ein Längsschnitt nach der Linie 5-5 in der Fig.4, der die Aufteilung der Kammer und die
verschiedenen Zuführungsöffnungen und Ausgangsleitungen zeigt,
Fig.6 ein Längsschnitt nach der Linie 6-6 in der
F i g. 2 durch den drehbaren Ventilkörper in der Kammer, der ein unter Druck stehendes Strömungsmittel zugeführt wird,
F i g. 7 ein Längsschnitt nach der Linie 7-7 in der Fig. 6,
ten Darstellung des in der Kammer angeordneten und
Druckstöße absorbierenden Mittels, von der Linie 8-8 in der F i g. 2 aus gesehen, und die
Fig.9 ein Ausschnitt aus einer Darstellung der
Lagerung des Antriebsendes der Ventilkörperwelle, von der Linie 9-9 in der F i g. 7 aus gesehen.
Die F i g. 1,2 und 3 zeigen die allgemeine Anordnung
des Rotationsströmungssteuerventils, dessen Gehäuse 10 an einer Wandung 11 des Spül tanks mit Hilfe einer
Adapterplatte 12 und Abstandsstreifen 13 angebracht ist Wie aus der Fig.4 zu ersehen ist, besteht das
Gehäuse 10 aus einer ersten, U-förmig abgebogenen Platte und weist eine Deckwandung 14, eine Seitenwandung 15 und eine Bodenwandung 16 auf, wobei die
offene Seite von einer besonderen Wandungsplatte 17 abgeschlossen wird.
Das dargestellte Steuerventil ist in eine Strömungslage eingeschaltet, wobei das Strömungsmittel von einer
geeigneten Pumpe oder einer anderen Druckquelle (nicht dargestellt) dem Einlaßrohr P zugeführt und in
einer vorherbestimmten Reihenfolge auf eine Reihe von Auslässen verteilt wird und einer Anzahl von Strahldüsen zugeführt wird, die das Strömungsmittel in Behälter
spritzen.
Die Seitenwandung 15 des Gehäuses (F i g. 4 und 7) ist mit einer Anzahl von Durchlässen versehen, die die das
Strömungsmittel leitenden Nippel 18 aufnehmen, die in die Durchlässe an der Wandung eingeschweißt sind, sich
durch die Adapterplatte 12 und durch die Wandung 11 in den Tank hineinerstrecken. Mittels eines Abdichtungsstreifens 19 und einer Wandung 20 von der
Seitenwandung 15 entfernt gehalten ist im Gehäuse ein Stator in Form einer Abteilungswandung 21 (F i g. 4 und
5) angebracht, die als ein Kreissegment ausgestaltet ist und einen oberen Rand 21A und einen inneren Rand
oder unteren Rand 21B aufweist Diese Abteilungswandung erstreckt sich in der Längserstreckung des
Gehäuses und wird von senkrechten Rippen 22 abgestützt, die sich von der Deckwandung 14 aus bis zur
Bodenwandung 16 erstrecken, deren Ränder sich an die Krümmung der Abteilungswandung 21 anpassen und
diese Abteilungswandung in der gewünschten Ausrichtung halten. Der Abdichtungsstreifen 19 und die
Wandung 20 bilden zusammen mit der Rückseite der gekrümmten Abteilungswandung 21 und mit der
Seitenwandung 15 sowie mit den Rippen 22 gesonderte Taschen 23 (F i g. 4), die mit den betreffenden Nippeln
18 in Verbindung stehen und sich durch Auslässe 24 in der Abteilungswandung 21 zur Vorderseite öffnen. Die
Abteilungswandung 21 (F i g. 4 und 5) wird im Gehäuse nach den Fig.4 und 5 noch weiterhin von einer
Wandung 25 abgestützt, die auf der Bodenwandung 16 ruht
Die die gekrümmte Abteilungswandung 21 abstützenden Bauteile werden in das Gehäuse eingebaut, bevor
die Wandungsplatte 17 angebracht wird. Bevor der Zusammenbau beendet wird, wird die Wandungsplatte
17 mit einer Abteilungswandung 26 versehen, die an der Innenseite der Wandungsplatte mit Hilfe einer einen
sechseckigen Querschnitt aufweisenden Stange 27 befestigt ist, deren Seiten zum Schweißen benutzt
werden können und die außerdem als Wandungsversteifungsmittel wirkt Der Außenrand der Abteilungswandung 26 wird an der Gebrauchsstelle von einer Strebe
28 festgehalten, die am unteren Ende der Wandungsplatte 17 befestigt ist. Nach dem Einbau der
Wandungsplatte 17 wird unterhalb der Abteilungswandung 26 eine Tasche für die Aufnahme eines noch zu
beschreibenden stoßabsorbierenden Mittels gebildet das nahe an dem Bezirk der Taschen 23 angeordnet ist
Die obenstehende Beschreibung betrifft die Bauteile, aus denen das Gehäuse besteht, und insbesondere die im
Gehäuse befindlichen Bauteile, die die gekrümmte Abteilungswandung 21 ortsfest abstützen und deren
Fläche in der Längserstreckung ordnungsgemäß ausgerichtet halten. Die entgegengesetzten Enden des
Gehäuses 10 werden von Endwandungen abgeschlossen, von denen in den Fig. 1, 2, 5, 6 und 7 eine
Endwandung bei 30 abgebildet ist Wie aus diesen Figuren zu ersehen ist ist die Endwandung 30 mit einer
Öffnung 31 zur Aufnahme eines Lagers 32 versehen. Dieses Lager 32 wird an der Gebrauchsstelle von einer
Zurückhalteplatte 33 festgehalten, die ihrerseits an der Gebrauchsstelle von einer Gruppe von Bolzen 34
festegehalten wird, die sich durch die Zurückhalteplatte
33 und durch eine geeignete Dichtung 35 hindurcherstrecken und Muttern 36 tragen. Das Lager 32 ist an der
Öffnung 31 mit einem Dichtungsring 35A versehen. Das entgegengesetzte Ende des Gehäuses 10 wird durch
eine Endwandung 37 abgeschlossen, wie aus den F i g. 3, 5,6 und 7 zu ersehen ist die eine erweiterte Öffnung 38
aufweist, deren Mitte auf die Mitte der Öffnung 31 und auf die Mittellinie der zylindrischen Innenseite der
Abteilungswandung 21 ausgerichtet ist Wie in der Fig.3 dargestellt ist in der Öffnung 38 mittels
Schrauben 40 ein Lageradapter 39 befestigt und ferner ist an dieser Stelle ein Abdichtungsring 38/4 vorgesehen.
Der Lageradapter 39 trägt eine mechanische Abdichtung 41 (F i g. 9), die an der Gebrauchsstelle von dem
Lager 42 sowie von Muttern 43 festgehalten wird, die auf die Enden geeigneter Bolzen (F i g. 3) aufgeschraubt
sind. Der Lageradapter 39 ist mit einem Zuführungsfitting 44 (Fig.6) und mit einem Ablauffitting 45
ausgestattet. Die (nicht dargestellte) Versorgung mit einem Ausspülmittel wird benötigt um die mechanische
Abdichtung 41 von dem, im Spülmittel enthaltenen abschleifenden Material frei zu halten, das durch das
Gehäuse 10 aus dem Einlaßrohr P in Umlauf gesetzt wird, da das Strömungsmittel im Gehäuse aus einer
ätzenden Lösung besteht die abschleifende Partikel (Glas, Papierfasern usw.) suspendiert enthält.
In den Lagern 32 und 42 ruht eine Welle 47, die sich von der Lagerung 47Λ am Lager 32 durch das Gehäuse
bis zur entgegengesetzten Lagerung AiJB im inneren Laufelement 42Λ des Lagers 42 erstreckt. Die Welle 47
erstreckt sich durch das Lager 42 hindurch nach außen und trägt am Außenende ein Antriebskettenzahnrad 48
(Fig. 1, 6 und 7), das von einem nicht dargestellten Untersetzungsgetriebe über eine Kette 49 angetrieben
wird.
Die Welle 47 trägt in Abständen mehrere, im vorliegenden Falle sieben Scheiben 51, von denen
jeweils zwei Scheiben einen Mantel 52 abstützen, der im vorliegenden Falle aus einer Hülse besteht und sich im
wesentlichen über 292° um die Scheiben 51 herum erstreckt so daß eine 68° umfassende Öffnung besteht.
Die betreffenden Mäntel 52 sind in der Längserstrekkung der Welle so angeordnet, daß die Öffnungen in
Abständen von 60° um die Welle herum vorliegen. Wie aus der F i g. 4 zu ersehen ist, werden die Öffnungen von
scha'.cnförmigen Ausnehmungen 53 verschlossen, die in
die Öffnungen eingesetzt sind, und die an der Welle mittels Schweißzapfen 54 und am Mantel 52 sowie an
den Scheiben 51 durch Schweißnähte 55 (Fig.6) befestigt sind. Die Welle trägt daher sechs schalenförmige Ausnehmungen 53, die in Abständen von 60° um die
Welle herum angeordnet sind. Die Welle 47 kann zusammen mit den Mänteln 52 aus dem Gehäuse durch
die öffnung 38 an der Endwandung 37 (F i g. 6) entfernt werden.
Wie aus den F i g. 4 und 6 zu ersehen ist, ist der von den Mänteln 52 gebildete Zylinder im wesentlichen der
gleiche wie bei dem Abschnitt des Zylinders für die Abteilungswandung 21. An der Außenseite der Abteilungswandung
21 ist ein Spielraum vorgesehen, so daß Fremdstoffe, die von der in das Gehäuse 10 eingelassenen
kaustischen Lösung mitgeführt werden können, die freie Drehung der Mäntel 52 an der Abteilungswandung
vorbei nicht behindern. Diese Anordnung wirkt selbstreinigend, da die ortsfeste Abteilungswandung 21
sich nicht um den sich drehenden Ventilkörper herumerstreckt, so daß diese Fremdstoffe von den
gegenüberstehenden Flächen durch den Rotor weggewischt werden. Wie aus der F i g. 4 zu ersehen ist, wird
die kaustische Lösung im Gehäuse 10 von jeder schalenförmigen Ausnehmung 53 durch die zugehörigen
Auslässe 24 geleitet, wenn die schalenförmigen Ausnehmungen an den Auslässen vorbeiwandern. Bei der
periodischen Bewegung der schalenförmigen Ausnehmungen 53 an den zugehörigen Auslässen 24 vorbei
wird im Gehäuse eine »Wasserhammer«-Reaktion erzeugt, und bei sechs solcher Ausnehmungen 53 wird
eine fortlaufende Reihe von Hammerimpulsen als ein Stoß des Strömungsmittel durch jeden Auslaß 24
freigesetzt und dann von der rückwärtigen Kante der schalenförmigen Ausnehmung 53 und des Mantels 52
abgeschnitten. Wie sich gezeigt hat, kann die Welle 47 mit den schalenförmigen Ausnehmungen 53 mit einer
Drehzahl von 250—350 U/min betrieben werden, und der Druck des am Einlaßrohr P eingelassenen
Strömungsmittels kann von ungefähr 0,7 kg/cm2 bis zu 3,5 kg/cm2 betragen. Bei einer Drehzahl von 300 U/min
und bei sechs Schalen 53 werden im Gehäuse 1800 Durckimpulse erzeugt.
Bei einem Betrieb mit einer wesentlich höheren Drehzahl wird ein erheblicher »Wasserhammer«Effekt
erzeugt, der vermindert werden muß, zu welchem Zweck bei der erfindungsgemäßen Anordnung im
Gehäuse 10 ein stoßabsorbierendes Mittel vorgesehen ist.
Dieses Mittel ist in den Fig.7 und 8 dargestellt, während dessen Anordnung in den Fig. 1, 2 und 4
dargestellt ist Das stoßabsorbierende Element besteht aus einem Rohr 57 mit einer biegsamen Wandung, das
aus einem Material auf Neoprenbasis oder aus einem ähnlichen Material hergestellt ist Dieses Rohr 57 ist
sehr nahe an der Reihe von Auslassen 24 angeordnet so daß bei der Übertragung der Wasserhammerimpulse
aus dem Bezirk dieser Auslässe nur sehr geringe Verluste entstehen. Das Rohr selbst ist an einem Dorn
58 angebracht, der das Außenende 59 des Rohres trägt und mit einer Kompressionskappe 60 zusammenwirkt,
die von einem in den Dorn 58 eingesetzten Bolzen 61 und einer Mutter 62 nach innen gedrückt wird. Das
entgegengesetzte Ende 63 des Rohres 57 ist an einem hohlen Dorn 64 über diesem mittels eines Kompressionsringes
65 befestigt, der an einer entfernbaren Abdeckung 66 anliegt (Fig. 1, 2 und 8), die an die
Endwandung 30 des Gehäuses 10 angeschraubt ist Wie aus der F i g. 8 zu ersehen ist, ist der Dom 64 mit einem
Ansatz 64Λ versehen, der eine Kammer zur Aufnahme
eines Ventils 67 bildet Der Ansatz 64Λ nimmt ferner eine Kiemmutter 68 auf, die den Dorn 64 gegen den, von
der Abdeckung 66 festgehaltenen Ring 65 zieht Unter
der Abdeckung 66 ist eine flüssigkeitsdichte Abdichtung 69 angeordnet.
Die betreffenden Dorne 58 und 64 werden von einer genügend langen Stange 70 auf Abstand gehalten, so
daß das Rohr 57 sich in der Längserstreckung des Gehäuses unter der Abteilungswandung 26 befindet
(Fig. 4). Das aus einem herkömmlichen Autoreif en ventil bestehende Ventil 67 soll den Anfangsdruck im
Innern des Rohres 57 so bestimmen, daß unterschiedliche Kompressionsreaktionen der Wandung des Rohres
auf den »Wasserhammer« im Gehäuse 10 festgesetzt werden können. Bei einer bevorzugten Ausführungsform betrug der Innendurchmesser des Rohres 57
ungefähr 63,5 mm, wobei Drücke im Bereich von ungefähr 1,4—5,6 kg/cm2 angewendet wurden. Da die
Rohrwandung für Druckimpulse im Gehäuse 10 nachgiebig sein soll, wird nach den bisherigen
Erfahrungen eine gute Stoßabsorptionsreaktion erhalten bei einem Druck von 1,4—2,8 kg/cm2 im Innern des
Rohres. Dieser Druck wird dadurch erreicht daß durch das Ventil 67 Luft eingelassen wird, wobei der Druck
mittels eines Autoreifendruckmessers oder eines ähnlichen Instrumentes gemessen wird. Die Ausdehnung der
Rohrwandung wird von der Abteilungswandung 26 und von der Strebe 28 begrenzt so daß keine Gefahr
besteht daß das Rohr mit den sich drehenden Mänteln 52 in Berührung gelangt. Die Strebe 28 ist genügend
breit, um als Schutzglied am Einlaßrohr P wirken zu können, so daß das einströmende Strömungsmittel seine
abschleifenden Partikel nicht direkt auf das Rohr 57 leitet wobei das Rohr erodiert würde.
Der Druck im Rohr 57 wird so reguliert, daß bei dem im Gehäuse 10 bestehenden Druck das Rohr 57 zum Teil
zusammengedrückt wird, bis die Drücke im Rohr und im Gehäuse gleich groß sind. Der Druck im Rohr ist
anfangs niedriger als im Gehäuse, so daß der Druck im Gehäuse die Rohrwandung zusammendrücken kann, bis
die Rohrwandung sich im Gleichgewicht befindet.
Werden nunmehr die Auslässe 24 geschlossen, so wird der Wasserhammereffekt sofort auf das Rohr 57
übertragen, wobei die Rohrwandung weiter zusammengedrückt und der Druck im Rohr erhöht wird. Bei
diesem weiteren Zusammendrücken der Rohrwandung wird der Wasserhammerstoß sehr wirksam absorbiert
und die Energie des Stoßes auf die Luftmenge im Rohr 57 übertragen. Nach dem Schließen eines Auslasses 24
in der oben beschriebenen Weise wird der nächste Auslaß 24 geöffnet und die vom Rohr absorbierte
Energie, wobei der Druck im Rohr über den Gehäusedrück hinaus erhöht wurde, wird freigesetzt
und unterstützt die Strömung des Strömungsmittels in den sich nun öffnenden nächsten Auslaß 24. Das Rohr 57
absorbiert daher die Energie an jeder sich schließenden öffnung, leitet diese Energie zurück und verstärkt die
Strömung, wenn ein weiterer Auslaß geöffnet wird.
Aus der Beschreibung der in der erfindungsgemäßen Einrichtung ablaufenden Vorgänge ist zu ersehen, in
welcher Weise es von Nutzen ist, die kinetische Energie umzuwandeln und zu speichern, die bei einem
periodischen und abrupten Unterbrechen der Strömung eines nicht komprimierbaren Mediums erzeugt wird.
Die gespeicherte Energie wird darauf in die intermittierende Strömung desselben Mediums zurückgeführt,
wobei die Energie in der intermittierenden Strömung verstärkt und diese erhöht wird. Bei der offenbarten
Ausführungsform der Erfindung wandelt das Rotationsventfl die stetige Strömung durch das Einlaßrohr P des
nicht komprimierbaren Strömungsmittels in eine An-
zahl von pulsierenden Strömungen an den betreffenden Nippeln 18 um, die die Auslaßleitungen für das
Strömungsmittel bilden. Diese Umwandlung erfolgt mit einem besseren Wirkungsgrad als bei älteren Einrichtungen
bisher möglich war, aufgrund der Fähigkeit des Ventils, die kinetische Energie der einfließenden
stetigen Strömung des Strömungsmittels in eine potentielle Energie am zusammendrückbaren Rohr 57
umzuwandeln und diese potentielle Energie aus dem Rohr 57 im geeigneten Zeitpunkt freizusetzen, wobei
die Energie der Strömung an den verschiedenen Auslaßleitungen verstärkt wird.
Wie aus der vorstehenden Beschreibung einer zur Zeit bevorzugten Ausführungsform der Erfindung zu
ersehen ist, ist nach dieser eine zylindrisch ausgestaltete ! Abteilungswandung 21 vorgesehen, die der rotierenden
Anordnung von Mänteln 52 und schalenförmigen Ausnehmungen 53 verstopfungsfrei gegenübersteht,
sowie eine gestaffelte Anordnung von strömungsleitenden schalenförmigen Ausnehmungen 53, die das unter
Druck stehende kaustische Strömungsmittel aus dem Gehäuse 10 durch jeweils einen Auslaß 24 leiten, so daß
das Strömungsmittel stoßweise durch die Nippel 18 strömt, und ferner ist ein Mittel in Form eines
biegsamen Rohres 57 vorgesehen, der die im »Wasserhammer«-stoß enthaltene Energie absorbiert, wobei der
Stoß von den, die Ausgangsströmung abschneidenden verschiedenen schalenförmigen Ausnehmungen 53
verursacht wird. Die Anordnung weist das Merkmal des Bestehens eines Druckes im Rohr 57 auf, der bei
Resonanz als ein elastisches System wirkt und dem »Wasserhammer«-Effekt nachgibt, wobei nach einer
Kontraktion der Rohrwandung diese in die ursprüngliche Gestalt zurückkehrt und dem ausströmenden
Strömungsmittel eine verwertbare Kraft zuführt. Die Wiederaufnahme der Strömung durch jeden Auslaß 24
wird sehr rasch beschleunigt durch den Zuführungsdruck hinter der Wandung des Rohres 57. Die
Resonanzfrequenz kann verändert werden durch Regulieren des Anfangsdruckes in Rohr 57 mit Hilfe des
Ventils 67, so daß eine Anpassung an die Betriebsbedingungen durchgeführt werden kann. Die Einrichtung
kann auf diese Weise so abgestimmt werden, daß eine elastische Ansprache aus dem Rohr 57 erhalten wird, die
sich in Resonanz befindet mit den Pulsationen des rhythmischen öffnens und Schließens des von der Welle
47 getragenen Rotors.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
1. Strömungsmittelsteuerventil mit einem Gehäuse mit einem Strömungsmitteleiniaß und einer
Anzahl von gesonderten Auslassen, mit einem drehbaren Ventilglied zum aufeinanderfolgenden
öffnen und Schließen der Auslässe derart, daß auf das Schließen eines Auslasses ein öffnen eines
anderen Auslasses folgt, dadurch gekennzeichnet, daß ein langgestrecktes, aus einer
biegsamen Wandung bestehendes Element (57) in dem Gehäuse (10) neben allen Auslassen (18,24) an
einer solchen Stelle angeordnet ist, daß es die Energie der Strömungsmittelströmung bei einer
Unterbrechung durch das Schließen eines Auslasses absorbieren und speichern und die absorbierte und
gespeicherte Energie anschließend wieder abgeben kann, um die Strömung beim nächsten öffnen eines
Auslasses zu verstärken.
2. Strömungsmittelsteuerventii nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß ein Abschnitt (64) des aus einer flexiblen Wandung bestehenden Elementes
(57) außerhalb des Gehäuses (10) angeordnet ist, wobei ein Ventil (67) in dem genannten Abschnitt
(64) angeordnet ist, um eine Druckbeaufschlagiing
des Elementes (57) zu ermöglichen.
3. Strömungsmittelsteuerventii nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das aus einer
flexiblen Wandung bestehende Element (57) einen Ausgangs-Innen-Druck aufweist, der geringer ist als
der Druck im angelieferten Strömungsmittel, wodurch die Wandung (57) sich verbiegt und die
gespeicherte Energie abgibt, um die Strömung in den Auslassen (18, 24) in Resonanz mit dem Rhythmus
des öffnens und Schließens der öffnungen zu verstärken.
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