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DE2602840A1 - Bohrmaschine mit zumindest einer mehrere parallele bohrspindeln aufweisenden bohreinheit - Google Patents

Bohrmaschine mit zumindest einer mehrere parallele bohrspindeln aufweisenden bohreinheit

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Publication number
DE2602840A1
DE2602840A1 DE19762602840 DE2602840A DE2602840A1 DE 2602840 A1 DE2602840 A1 DE 2602840A1 DE 19762602840 DE19762602840 DE 19762602840 DE 2602840 A DE2602840 A DE 2602840A DE 2602840 A1 DE2602840 A1 DE 2602840A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
drilling
spindles
unit
drill
workpiece
Prior art date
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Withdrawn
Application number
DE19762602840
Other languages
English (en)
Inventor
Dieter Kaltenbach
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Individual
Original Assignee
Individual
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Publication date
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Priority to DE19762602840 priority Critical patent/DE2602840A1/de
Publication of DE2602840A1 publication Critical patent/DE2602840A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B23MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B23BTURNING; BORING
    • B23B39/00General-purpose boring or drilling machines or devices; Sets of boring and/or drilling machines
    • B23B39/16Drilling machines with a plurality of working-spindles; Drilling automatons
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B23MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B23BTURNING; BORING
    • B23B41/00Boring or drilling machines or devices specially adapted for particular work; Accessories specially adapted therefor
    • B23B41/003Boring or drilling machines or devices specially adapted for particular work; Accessories specially adapted therefor for drilling elongated pieces, e.g. beams

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Drilling And Boring (AREA)

Description

  • Bohrmaschine mit zumindest einer mehrere parallele Bohr-
  • spindeln aufweisenden Bohreinheit Die Erfindung betrifft eine Bohrmaschine mit zumindest einer mehrere parallele Bohrspindeln aufweisenden Bohreinheit, welche relativ zu einem zu bearbeitenden Werkstück, insbesondere quer zu einem Profilträger od. dgl. und etwa parallel zu der jeweils zu beaufschlagenden Oberfläche dieses Trägers verschiebbar ist.
  • Profilträger für Stahlkonstruktionen müssen in unterschiedlicher Weise mit Bohrungen versehen werden. Entweder sind die Bohrungen unregelmäßig angeordnet und können nur mit einer Bohrspindel angebracht werden; oder sie haben unter~ schiedliche Durchmesser, so daß im Verlauf der Bearbeitung die Bohrer gewechselt werden müssen; oder sie sind in Gruppen angeordnet und können mit mehr als einer Bohrspindel gleichzeitig gebohrt werden.
  • Dementsprechend sind Bohrmaschinen bekannt, bei denen eine Spindel je Bohreinheit vorgesehen ist. Andererseits sind Mehrspindel-Bohrmaschinen bekannt, die beim Bohren von Lochgruppen günstig sind, aber für ein Wechseln der Bohrer und ein Umstellen der Maschine von einem zu bearbeitenden Profil auf ein anderes wenig geeignet sind.
  • Ferner sind Bohrmaschinen bekannt, bei denen mehrere Spindeln pro Bohreinheit dazu verwendet werden, einen Bohrerwechsel schnell durchzuführen, indem jeweils die benötigte Bohrspindel in Arbeitsstellung gebracht wird. Diese Maschine eignet sich jedoch nicht zum gleichzeitigen Anbringen mehrerer Bohrungen nebeneinander.
  • Die Erfindung hat sich die Aufgabe gestellt, eine Bohrmaschine der eingangs erwähnten Art zu schaffen, mit welcher sowohl Lochgruppen, als auch Einzellöcher und dabei gegebenenfalls mehrere Einzellöcher mit unterschiedlichem Durchmesser oder auch Lochgruppen und zusätzlich Einzellöcher gebohrt werden können, ohne daß aufwendige Umrüstarbeiten zwischen den einzelnen Bohrvorgängen notwendig sind.
  • Die Lösung dieser Aufgabe besteht im wesentlichen darin, daß die Bohrspindeln wenigstens einer Bohreinheit einzeln in ihrer Längsrichtung relativ zu der Bohreinheit aus ihrer Arbeitsstellung zurückziehbar sind und daß der Abstand zwischen wenigstens zwei Bohrspindeln verstellbar ist. Dadurch ist eine Änderung einer Lochgruppe oder auch die wahlweise Verwendung von Bohrern unterschiedlicher Durchmesser sowie die Herstellung mehr oder weniger beliebiger Einzellöcher möglich, ohne daß aufwendige Umrüstarbeiten zwischen den einzelnen Bohrvorgängen erforderlich werden.
  • Besonders zweckmäßig ist es, wenn die Bohrspindeln einer Bohreinheit zum Bohren eines wenigstens einen in Bohrrichtung hochstehenden Flansch od. dgl. Vorsprung aufweisenden Profiles zumindest um die Höhe dieses Flansches od. dgl.
  • zurückziehbar sind. Dadurch kann die seitliche Verschiebung der Bohreinheit auch so weit durchgeführt werden, daß der in Verschieberichtung am weitesten hinten liegende Bohrer ebenfalls bis nah an einen solchen Flansch herangeführt werden kann, da die übrigen Bohrer in zurückgezogener Position eine solche Verstellbewegung im Bereich eines Flansches nicht behindern.
  • Für eine gute Anpassung an unterschiedliche Bohrvorgänge ist es zweckmäßig, wenn jede der Bohrspindeln einer Bohreinheit in ihrer Drehzahl unabhängig von den übrigen Bohrspindeln schaltbar und regelbar ist.
  • Bei einer Weiterbildung der Erfindung mit zumindest einer Bohreinheit für vertikale und einer Bohreinheit für horizontale Bohrspindeln können die Bohrspindeln der horizontalen Bohreinheit aus dem von den Bohrspindeln der vertikalen Bohreinheit bei deren größter seitlicher Verschiebung erfaßten Bereich zurückziehbar sein, um Kollisionen zwischen den vertikalen und den horizontalen Bohrern zu vermeiden.
  • Für eine möglichst vielseitige und dennoch einfache Anwendung kann es dabei zweckmäßig sein, wenn die die Bohrspindeln aufweisenden Bohreinheiten als verschiebbare Schlitten ausgebildet oder von Schlitten getragen sind und so weit seitlich bzw. in der Höhe verschiebbar sind, daß jede der vorzugsweise in Verschieberichtung nebeneinander angeordneten und insbesondere einzeln zurückziehbaren Bohrspindeln auf jede Stelle der in Verschieberichtung liegenden Linie am Werkstück einstellbar ist. Insbesondere durch eine derartige Ausgestaltung der Erfindung können vielfältige Lochgruppen, Einzelbohrungen oder Kombinationen davon und dies jeweils auch noch mit wechselnden Durchmessern auf einfache Weise durch entsprechende Rückzieh- und Zustellbewegungen gebohrt werden, ohne daß aufwendige Umstellungen an der Bohrmaschine selbst notwendig werden.
  • Eine weitere Ausgestaltung der Erfindung kann darin bestehen, daß wenigstens ein Teil der Bohrspindeln zumindest einer Bohreinheit in gegenüber der Vorschubrichtung eines Werkstückes od. dgl. unterschiedlichen Ebenen hintereinander angeordnet sind. Dadurch werden die Möglichkeiten, unterschiedliche Lochungen, Lochgruppen usw. zu bohren, weiter vergrößert. Dabei können vorzugsweise mehrere Bohrspindeln in Vorschubrichtung genau hintereinander liegend angeordnet sein und es können gegebenenfalls mehrere, zumindest zwei insbesondere vertikale Bohreinheiten mit vorzugsweise in Vorschubrichtung hintereinander liegenden Bohrspindeln parallel zueinander stehen. Dadurch wird unter anderem ermöglicht, daß zwei in einem gewissen Abstand mit einer Öffnung nach innen liegende Winkeleisen gegebenenfalls durch zwei horizontale, insbesondere aber auch durch die vorerwähnten beiden vertikalen Bohreinheiten gleichzeitig und erforderlichenfalls symmetrisch bearbeitet werden.
  • Es sei noch erwähnt, daß die Bohrspindeln der horizontal angeordneten Bohreinheiten mit wenigstens einem Teil der Bohrspindeln der vertikal angeordneten Bohreinheit oder -einheiten in der gleichen Ebene quer zur Vorschubrichtung eines Werkstückes liegen können.
  • Weitere Ausgestaltungen der Erfindung von zum Teil eigener schutzwürdiger Bedeutung sind Gegenstand weiterer Ansprüche.
  • Nachstehend ist die Erfindung mit ihren ihr als wesentlich zugehörenden Einzelheiten anhand der Zeichnung noch näher beschrieben. Es zeigt: Fig. 1 eine schematisiert dargestellte Bohrmaschine mit drei Bohreinheiten, deren eine in horizontaler Richtung verschiebbar ist und vertikal wirkende Bohrer aufweist und deren beiden anderen in vertikaler Richtung verschiebbar sind und horizontal wirkende Bohrer haben, Fig. 2 eine Seitenansicht einer Bohrmaschine gemäß Fig. 1, wobei die horizontalen Bohrer und die vertikalen Bohrer in zwei verschiedenen Ebenen liegen, Fig. 3 eine Seitenansicht einer Bohrmaschine entsprechend Fig. 1, bei der die horizontalen und vertikalen Bohrer in einer Ebene liegen, Fig. 4 eine Seitenansicht einer abgewandelten Ausführungsform einer Bohrmaschine gemäß der Erfindung, bei der die horizontalen Bohrer in einer quer zur Vorschubrichtung und die vertikalen Bohrer in einer in Vorschubrichtung orientierten Ebene liegen, Fig. 5 in vergrößertem Maßstab den Antrieb eines in seiner Längsrichtung zurückziehbaren Bohrers, in schematisierter Darstellung Fig. 6 bis 8 die Anwendung der Erfindung beim Anbringen von drei Löchern unterschiedlichen Durchmessers, Fig. 9 die Anwendung der Erfindung beim Anbringen einer Lochgruppe und eines zusätzlichen Loches mit abgewandeltem Durchmesser, Fig. 10 die Anwendung der Erfindung beim Bohren von jeweils einem Loch in zwei gleichzeitig zugeführte Profile, Fig. 11 die Anordnung der einzelnen Bohrspindeln beim Bohren einer an einem Profil hochliegenden Bohrung mit einer an der horizontalen Bohreinheit tief liegenden beim gleichzeitigen Bohren einer vertikalen Bohrung mit dem von der dargestellten horizontalen Bohreinheit entferntest liegenden Bohrer, Fig. 12 eine abgewandelte Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Bohrmaschine insbesondere zum spiegelbildlichen Bohren von zwei gleichzeitig zugeführten Winkeleisen mit zwei horizontalen und zwei vertikalen Bohreinheiten.
  • Eine im Ganzen mit 1 bezeichnete Bohrmaschine weist in dem in Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiel drei Bohreinheiten 2, 3 und 4 auf. Jede der Bohreinheiten ist für drei Bohrspindeln vorgesehen, da eine solche Ausführung relativ häufig gebraucht wird. Dabei sitzt jede Bohreinheit 2, 3 und 4 auf einem Positionsschlitten 5, wodurch jede Bohreinheit quer zur Wirkrichtung der einzelnen Bohrer und quer zur Vorschubrichtung eines Werkstückes 6 verschiebbar ist.
  • In gleicher Weise könnten jedoch auch Bohreinheiten mit nur zwei oder aber auch mit mehr als drei Spindeln vorgesehen sein. Im Ausführungsbeispiel liegen jeweils alle Bohrspindeln einer Bohreinheit in einer quer zur Längsachse des Werkstückes 6 angeordneten Ebene. Es ist jedoch auch möglich, die noch näher zu beschreibenden Spindeln einzeln oder in Gruppen zu dieser Ebene versetzt anzuordnen, wie es bei den ebenfalls noch zu beschreibenden Figuren 4 und 12 angedeutet ist.
  • Erfindungsgemäß ist vorgesehen, daß die Bohrspindeln 7 mit den von ihnen gehaltenen Bohrern 8 aus ihrer Arbeitsstellung in ihrer Längsrichtung zurückziehbar sind. In Fig. 1 ist beispielsweise bei der Bohreinheit 2 die mittlere Bohrspindel 7 mit ihrem Bohrer 8 zusammen zurückgezogen. Verschiedene Anwendungsmöglichkeiten dieser Anordnung sind vor allem in den Figuren 6 bis 11 näher dargestellt. Die Figuren 6 bis 8 zeigen dabei, wie mit einer Bohreinheit 3 jeweils unterschiedliche Bohrungen nacheinander gebohrt werden können. Dabei wird zunächst gemäß Fig. 6 eine erste Bohrung angefertigt. Nach dem Zurückziehen des entsprechenden Bohrers wird eine Querbewegung der Bohreinheit und danach das Bohren des zweiten Loches durchgeführt (Fig. 7). In ähnlicher Weise wird dann noch ein drittes Loch mit einem entsprechend größerem Durchmesser an einer noch weiter unten liegenden Stelle des Profiles 6 angebracht (Fig. 8).
  • Man erkennt bei diesem Anwendungsbeispiel, daß die drei Lochungen größere bzw. kleinere Abstände als die drei Bohrer 8 haben. Das zeitraubende Auswechseln der einzelnen Bohrer kann in vorteilhafter Weise entfallen.
  • In Fig. 9 ist dargestellt, wie mit den in der Zeichnung höher liegenden beiden Bohrern 8 zunächst eine Lochgruppe und dann mit dem dritten Bohrer noch ein weiteres Loch mit anderem Durchmesser und größerem Abstand von der Lochgruppe, als es dem Abstand der Bohrer untereinander entspricht, angebracht werden können. Diese zweckmäßige Arbeitsweise, welche wiederum keine Umrüstung der Bohreinheit notwendig macht und dennoch diese Anbringung unterschiedlicher Lochungen erlaubt, beschleunigt einen derartigen Bohrvorgang gegenüber herkömmlichen Methoden erheblich.
  • Auch Fig. 10 zeigt eine vorteilhafte Anwendung der Erfindung, bei welcher eine Bohrspindel 7 zurückgezogen ist, während mit den beiden anderen jeweils einzelne Werkstücke 6, im Ausführungsbeispiel Profilträger, gleichzeitig gebohrt werden können.
  • Eine wesentliche Ausgestaltung der Erfindung ist anhand der Fig. 11 erkennbar. Diese Ausgestaltung der Erfindung besteht darin, daß die vertikalen Bohrspindeln 7 einer Bohreinheit zum Bohren eines wenigstens einen in Bohrrichtung hochstehenden Flansch 9 aufweisenden Profiles 6 zumindest um die Höhe dieses Flansches 9 zurückziehbar sind. Dadurch kann der in Ausgangsstellung von diesem Flansch 9 am weitesten entfernt liegende Bohrer dennoch bis nah an diesen Flansch 9 herangeführt und dort zum Bohren verwendet werden. Die beiden anderen Bohrer sind entsprechend weit zurückgezogen, so daß sie die seitliche Verschiebung der Bohreinheit 2 relativ zu dem Flansch 9 nicht behindern können.
  • Praktisch kann also jeder Bohrer 8 dieser Bohreinheit 2 selbst beim Bohren solcher mit#Flanschen 9 versehenen Werk~ stücke 6 jede Stelle des Werkstückes erreichen. Dadurch läßt sich auch in diesem Bereich eines Werkstückes 6 jede beliebige Kombination von einzelnen Bohrungen oder Bohrungen mit Bohrlöchgruppen anbringen.
  • Fig. 11 zeigt ferner noch, wie die Bohrspindeln 7 der horizontalen Bohreinheit aus dem von den Bohrspindeln 7 der vertikalen Bohreinheit bei deren größter seitlicher Verschiebung erfaßten Bereich zurückziehbar sind, wenn gleichzeitig die horizontale Bohreinheit nach oben in den Bereich der vertikalen Bohrer 8 verschoben ist. Durch die Zurückziehbarkeit der horizontalen Bohrspindeln wird also erreicht, daß trotz der Anordnung aller Bohrspindeln in einer Ebene diese sich auch bei diesen extremen Verstell-Positionen gegenseitig nicht stören.
  • Auch die übrigen Bohreinheiten sind als verschiebbare Schlitten ausgebildet oder von solchen Schlitten 5 getragen und so weit seitlich bzw. in der Höhe verschiebbar, daß jede der in Verschieberichtung vorzugsweise nebeneinander angeordneten und insbesondere einzeln zurückziehbaren Bohrspindeln 7 auf jede Stelle der in Verschieberichtung liegenden Linie am Werkstück 6 einstellbar ist. Dies ist vor allem an der in Fig. 1 rechts liegenden Bohreinheit 4 angedeutet, deren oberster Bohrer 8 an einer unten liegenden Stelle des Flansches 9 des Werkstückes 6 im Einsatz ist.
  • Vor allem anhand der Fig. 5 erkennt man, daß jede rückziehbare Bohrspindel 7 über eine teleskopartig zusammenschiebbare Welle 10, vorzugsweise eine eine Einzelverschiebung einer Bohrspindel 7 auch in seitlicher Querrichtung ermöglichende Kardanwelle oder Kugelgelenkwelle, angetrieben ist.
  • Diese Welle 10 kann also alle Verstellbewegungen der Bohrspindel 7 gut mitmachen.
  • An der Bohrspindel 7 greift außer der Antriebswelle 10 noch ein Arbeitszylinder 11 zur Durchführung der Längsverschiebung in Spindelrichtung an. Im Ausführungsbeispiel ist dabei dieser Arbeitszylinder 11 mit der-aus ihm herausragenden Kolbenstange 12 schräg zur Verschieberichtung der Bohrspindel angeordnet und dementsprechend jeweils an dem verschiebbaren Teil und an dem feststehenden Gegenteil gelenkig gelagert. In Fig. 5 ist das an der Bohrspindel befindliche Gelenk mit 13 und das an der Bohreinheit befindliche Gelenk mit 14 bezeichnet. Auch bei diesen Gelenken 13 und 14 handelt es sich um solche Gelenke, welche den Längs- und Querbewegungen der Bohrspindel 7 folgen können.
  • Durch diese zweckmäßige Konstruktion des Rückzieh-Antriebes für die Bohrspindeln ist es gleichzeitig auf einfache Weise möglich, daß der Abstand der jeweils parallelen Bohrspindeln 7 zueinander von Hand, motorisch und/oder hydraulisch und gegebenenfalls über eine programmierbare Steuerung od.
  • dgl. verstellbar ist. Dementsprechend können beliebige Lochgruppen zusammengestellt werden, weil die einzelnen Bohrspindeln zurückziehbar sind.
  • Es wurde bereits erwähnt, daß die Bohrspindeln 7 in Richtung eines an einem Werkstück vorhandenen Vorsprunges mindestens um dessen Maß zurückziehbar sind, um über dessen obersten Punkt gelangen zu können. Auch die Bohrspindeln der horizontalen Bohreinheiten können so weit zurückziehbar sein, daß sie den in Fig. 11 dargestellten Platz für seitliche Verschiebungen der vertikalen Bohreinheiten und deren Bohrspindeln ermöglichen.
  • Um auch mit den die horizontalen Bohrspindeln 7 aufweisenden Bohreinheiten 3 und 4 alle Stellen eines Werkstückes auf dem Wege der Verstellbewegung mit allen Bohrern 8 dieser Bohreinheit erreichen zu können, sind diese Bohreinheiten 3 und 4 im Ausführungsbeispiel so weit absenkbar, daß sich die obere horizontale Bohrspindel jeweils etwa in Höhe der Oberkante der Zuführbahn 15 für das Werkstück 6 befindet. Dies ist im Ausführungsbeispiel durch die Anordnung der Bohreinheit 4 in Fig. 1 angedeutet. Deren in Funkrionsstellung oberster Bohrer befindet sich praktisch an der tiefsten Stelle des Flansches 9.
  • Es sei noch erwähnt, daß die einzelnen Bohrer 8 in nicht näher dargestellte Stellhülsen mit Längenausgleich einsetzbar sind, so daß die Spitzen der Bohrer eine definierte Lage relativ zu den Bohrspindeln und deren Halterungen erhalten.
  • Ein wesentlicher Vorteil der Erfindung besteht noch darin, daß sie eine Ausgestaltung ermöglicht, bei welcher der Arbeitszylinder 11 zum Zurückziehen der einzelnen Bohrspindeln 7 gleichzeitig den vom Bohrer 8 ausgehenden Druck und Stoß beim Auftreffen auf das Werkstück und Umschalten vom Eilvorschub auf den Arbeitsvorschub abfangen kann. Die stoßdämpfende Wirkung kann dabei durch ein Drosselventil am Arbeitszylinder verbessert und eingestellt werden.
  • Eine Weiterbildung kann dabei noch darin bestehen, daß der Zylinderraum des Arbeitszylinders 11 zum Zurückziehen der Bohrspindel 7 mit einem den Anstieg des Druckes, insbesondere des Öldruckes, in diesem Raum beim Auftreffen des Bohrers 8 auf das Werkstück 6 registrierenden, in der Zeichnung nicht näher dargestellten Fühler zum Umschalten des Vorschubes insbesondere vom Eil- auf den Normalgang und gegebenenfalls auch zum Ausschalten versehen ist. Trifft der Bohrer auf das Werkstück, wird also ohne besondere zusätzliche konstruktive Maßnahmen automatisch der Eilvorschub in den Norr malvorschub umgeschaltet, während außerdem nach dem Durchstoßen des Werkstückes der Vorschub abgeschaltet und der Rückwärtsgang eingeschaltet werden kann. Die sonst bei solchen Bohrmaschinen notwendigen Einrichtungen für solche automatischen Schaltvorgänge des Vorschubes können also durch die vorliegende Erfindung eingespart werden. Hierbei ist es besonders vorteilhaft, daß der entstehende Stoß im Zylinder 11 abgefangen und dadurch eine besonders schonende Behandlung des Bohrers 8 gewährleistet werden kann.
  • Dabei ist weiterhin vorteilhaft, daß der Arbeitszylinder zum Zurückziehen der einzelnen Bohrspindeln nicht nur den Druck aufnimmt, sondern insbesondere vermeidet, daß beim Umschalten vom Eilvorschub der Bohreinheit auf den Bohrvorschub durch die Masse der abzubremsenden Bohreinheit während des Abbremsens ein zu starker Druck auf den Bohrer ausgeübt wird, der zur Überlastung der Bohrspitze führen könnte.
  • Fig. 12 zeigt in Verbindung mit der ihr zugehörigen Seitenansicht gemäß Fig. 4, daß wenigstens ein Teil der Bohrspindeln 7 zumindest einer Bohreinheit, in Fig. 12 der beiden vertikalen Bohreinheiten 20 in gegenüber der Vorschubrichtung eines Werkstückes od. dgl. unterschiedlichen Ebenen hintereinander angeordnet sein können. Dabei sind mehrere Bohrspindeln 7 in Vorschubrichtung genau hintereinander liegend angeordnet und es stehen zwei vertikale Bohreinheiten 20 mit jeweils in Vorschubrichtung hintereinander liegenden Bohrspindeln parallel zueinander. Dadurch ist es vor allem möglich, Winkeleisen, die relativ hohe Flansche bzw. Schenkel besitzen, wie in Fig. 12 dargestellt spiegelbildlich nebeneinander anzuordnen und gleichzeitig zu bohren. Gleichzeitig können in den vertikalen Flanschen der erwähnten Winkeleisen mit Hilfe der horizontalen Bohreinheiten weitere Bohrungen angebracht werden.
  • Vor allem erlaubt die Erfindung jedoch in vorteilhafter Weise eine Rationalisierung und Beschleunigung unterschiedlicher Bohrvorgänge, da sie im wesentlichen alle mit der gleichen Bohrmaschine 1 durchgeführt werden können. Die An-Ordnung mehrerer Bohrspindeln erlaubt dabei das Bohren sich wiederholender Lochgruppen. Durch die besondere Gestaltung des Bohrspindelantriebes und durch die Möglichkeit, jede einzelne Spindel unabhängig in und außer Arbeitsstellung zu bringen, wird außerdem erreicht, daß die durch das gleichzeitige Bohren mehrerer Bohrungen erzielten Vorteile sich nicht als Nachteil auswirken, wenn beim gleichen oder einem nachfolgenden Werkstück auch mit einzelnen Bohrern gearbeitet werden muß. Ferner erlauben die einzelnen Spindeln alternativ das mehrspindlige Arbeiten und den selbsttätigen Wechsel des jeweils einzusetzenden Bohrers.
  • Alle in der Beschreibung, den nachfolgenden Ansprüchen und der Zeichnung dargestellten Merkmale und Konstruktionsdetails können sowohl einzeln als auch in beliebiger Kombination miteinander wesentliche Bedeutung haben.
  • -Ansprüche-

Claims (16)

  1. Ansprüche Bohrmaschine mit zumindest einer mehrere parallele Bohrspindeln aufweisenden Bohreinheit, welche relativ zu einem zu bearbeitenden Werkstück, insbesondere quer zu einem Profilträger od. dgl. und etwa parallel zu der jeweils zu beaufschlagenden Oberfläche dieses Werkstückes verschiebbar ist, d a d u r c h g e -k e n n z e i c h n e t , daß die Bohrspindeln (7) wenigstens einer Bohreinheit einzeln in ihrer Längsrichtung relativ zu der Bohreinheit (2, 3, 4) aus ihrer Arbeitsstellung zurückziehbar sind und daß der Abstand zwischen wenigstens zwei Bohrspindeln verstellbar ist.
  2. 2. Bohrmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Bohrspindeln (7) einer BQhreinheit (2) zum Bohren eines wenigstens einen in Bohrrichtung hochstehenden Flansch (9) od. dgl. Vorsprung aufweisenden Profiles (6) zumindest um die Höhe dieses Flansches (9) od. dgl. zurückziehbar sind.
  3. 3. Bohrmaschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß jede der Bohrspindeln einer Bohreinheit in ihrer Drehzahl unabhängig von den übrigen Bohrspin deln schaltbar und regelbar ist.
  4. 4. Bohrmaschine mit zumindest einer Bohreinheit für vertikale und einer Bohreinheit für horizontale Bohrspindeln nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Bohrspindeln der horizontalen Bohreinheit aus dem von den Bohrspindeln der vertikalen Bohreinheit bei deren größter seitlicher Verschiebung erfaßten Bereich zurückziehbar sind.
  5. 5. Bohrmaschine nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die die Bohrspin deln (7) aufweisenden Bohreinheiten (2, 3, 4) als verschiebbare Schlitten ausgebildet oder von Schlitten (5) getragen sind und so weit seitlich bzw. in der Höhe verschiebbar sind, daß jede der vorzugsweise in Verschieberichtung nebeneinander angeordneten und insbesondere einzeln zurückziehbaren Bohrspindeln (7) auf jede Stelle der in Verschieberichtung liegenden Linie am Werkstück (6) einstellbar ist.
  6. 6. Bohrmaschine nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens ein Teil der Bohrspindeln zumindest einer Bohreinheit (20) in gegenüber der Vorschubrichtung eines Werkstückes od.dgl.
    unterschiedlichen Ebenen hintereinander angeordnet sind.
  7. 7. Bohrmaschine nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß vorzugsweise mehrere Bohrspindeln in Vorschubrichtung genau hintereinander liegend angeordnet sind und gegebenenfalls mehrere, zumindest zwei insbesondere vertikale Bohreinheiten (20) mit vorzugsweise in Vorschubrichtung hintereinander liegenden Bohrspindeln parallel zueinander stehen.
  8. 8. Bohrmaschine nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Bohrspindeln der horizontal angeordneten Bohreinheiten mit wenigstens einem Teil der Bohrspindeln der vertikal angeordneten Bohreinheit(en) in der gleichen Ebene quer zur Vorschubrichtung eines Werkstückes liegen.
  9. 9. Bohrmaschine insbesondere nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß jede rückziehbare Bohrspindel (7) über eine teleskopartig zusammenschiebbare Welle (in), vorzugsweise eine eine Einzelverschiebung einer Bohrspindel (7) auch in seitlicher Richtung ermöglichende Kardan~ oder Kugelgelenkwelle angetrieben ist.
  10. 10. Bohrmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß an der Bohrspindel (7) außer der Antriebswelle (10) ein Arbeitszylinder (11) zur Durchführung der Längsverschiebung in Spindelrichtung angreift.
  11. 11. Bohrmaschine nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß bei schräg zur Verschieberichtung der einzelnen Bohrspindel (7) angeordnetem Arbeitszylinder (11) dieser jeweils gelenkig an dem verschiebbaren Teil und an dem feststehenden Gegenteil gelagert ist.
  12. 12. Bohrmaschine nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand der jeweils parallelen Bohrspindeln (7) zueinander von Hand, motorisch und/oder hydraulisch, gegebenenfalls über eine Steuerung verstellbar ist.
  13. 13. Bohrmaschine nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß die die horizontalen Bohrspindeln (7) aufweisenden Bohreinheiten (3, 4) so weit absenkbar sind, daß sich die obere horizontale Bohrspindel (7) etwa in Höhe der Oberkante der ZufUhrbahn (15) für das Werkstück (6) befindet.
  14. 14. Bohrmaschine nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß die einzelnen Bohrer (8) in Stellhülsen mit Längenausgleich einsetzbar sind.
  15. 15. Bohrmaschine nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Arbeitszylinder (11) zum Zurückziehen der einzelnen Bohrspindeln (7) gleichzeitig den vom Bohrer (8) ausgehenden Druck und Stoß beim Auftreffen auf das Werkstück (6) und Umschalten vom Eilvorschub auf den Arbeitsvorschub abfängt.
  16. 16. Bohrmaschine nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß der Zylinderraum des Arbeitszylinders (ii) zum Zurückziehen der Bohrspindel (7) mit einem den Anstieg des Druckes, insbesondere des Öldruckes, in diesem Raum beim Auftreffen des Bohrers (8) auf das Werkstück (6) registrierenden Fühler zum Umschalten des Vorschubes insbesondere vom Eil- auf den Normalgang und gegebenenfalls zum Ausschalten versehen ist.
DE19762602840 1976-01-27 1976-01-27 Bohrmaschine mit zumindest einer mehrere parallele bohrspindeln aufweisenden bohreinheit Withdrawn DE2602840A1 (de)

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