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DE2601620A1 - Verfahren zur regenerierung von ionenaustauschern - Google Patents

Verfahren zur regenerierung von ionenaustauschern

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DE2601620A1
DE2601620A1 DE19762601620 DE2601620A DE2601620A1 DE 2601620 A1 DE2601620 A1 DE 2601620A1 DE 19762601620 DE19762601620 DE 19762601620 DE 2601620 A DE2601620 A DE 2601620A DE 2601620 A1 DE2601620 A1 DE 2601620A1
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DE
Germany
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ions
soln
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regeneration
exchanger
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DE19762601620
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DE2601620C3 (de
DE2601620B2 (de
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Wilhelm Prof Fresenius
Fritz Dr Glaser
Helga Wolf
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01JCHEMICAL OR PHYSICAL PROCESSES, e.g. CATALYSIS OR COLLOID CHEMISTRY; THEIR RELEVANT APPARATUS
    • B01J49/00Regeneration or reactivation of ion-exchangers; Apparatus therefor
    • B01J49/30Electrical regeneration

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Treatment Of Water By Ion Exchange (AREA)
  • Water Treatment By Electricity Or Magnetism (AREA)

Description

  • Verfahren zur Regenerierung von
  • Ionenaustauschern Die Erfindung betrifft ein neues Verfahren zur Regenerierung von Ionenaustauschern, und zwar sowohl von Kationenaustauschern als auch von Anionenaustauschern, und speziell die Anwendung dieses Regenerierverfahrens für die Meerwasserentsalzung.
  • Es ist bekannt und allgemein üblich, Kationenaustauscher durch Behandlung mit Säuren und Anionenaustauscher durch Behandlung mit Basen zu regenerieren und dabei die etwa durch Metallkationen oder durch anionische Säurereste ausgetauschten Plätze des Ionenaustauschers wieder mit Protonen bzw. Hydroxylanionen zu besetzen. Da der Ionenaustausch mit Ionenaustauschern aber stets eine Gleichgewichtsreaktion ist, läßt sich eine vollständige oder weitgehend vollständige Regenerierung des Ionenaustauschers nur dann erreichen, wenn man mit großem Säure- bzw. Basenüberschuß arbeitet und möglichst die bei der Regenerierung aus dem Ionenaustauscher freigesetzten Kationen oder Anionen aus der Berührung mit dem Ionenaustauscher entfernt, indem man die gewöhnlich wäßrige Säure- bzw. Basenlösung kontinuierlich durch eine Säule zu regenerierenden Ionenaustauschers laufen läßt, bis die Regenerierung ausreichend weit fortgeschritten ist, um den Ionenaustauscher wieder einsetzen zu können.
  • Eine derartige Regenerierung hat aber den Nachteil, daß ein Vielfaches der stöchiometrischen, für den Austausch tatsächlich erforderlichen Säure- oder Basenmenge benötigt wird und daß bei der Regenerierung große Mengen stark verdünnter wäßriger Lösungen anfallen, die nicht in wirtschaftlicher Weise aufgearbeitet werden können. Aus diesem Grund ist die Verwendung von Ionenaustauschern auf vielen technischen Gebieten aus wirtschaftlichen Gründen bisher nicht möglich oder nur sehr bedingt möglich. Beispielsweise ist man bislang der Auffassung, daß die Ionenaustauschmethode für die Entsalzung von Meerwasser, das etwa 3,5 % gelöste Salze enthält, aus wirtschaftlichen Gründen nicht geeignet ist (siehe Winnacker-Biener, Grundzüge der chemischen Technik, Carl-Hauser-Verlag, München, 1974, Seite 208). Die Trink-und Brauchwassergewinnung aus Meer- und Brackwasser bekommt aber in neuerer Zeit immer größere Bedeutung, so daß es erwünscht wäre, die an sich einfache lonenaustauschmethode in wirtschaftlicher Weise auch hierfür anwenden zu können.
  • Die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe bestand somit darin, ein Verfahren zur Regenerierung von Ionenaustauschern zu bekommen, bei dem eine möglichst kleine Menge wäßriger Behandlungslösung erforderlich ist, ein möglichst geringer überschuß für die Regenerierung nicht verwertbarer Säure oder Lauge erforderlich ist und als Produkte der Regenerierung möglichst konzentrierte Lösungen anfallen, die als solche in wirtschaftlicher Weise verwertet oder weiterverarbeitet werden können.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren zur Regenerierung von Ionenaustauschern durch Behandlung mit einer wäßrigen Säure- oder Basenlösung ist dadurch gekennzeichnet, daß man den mit aus wäßriger Lösung elektrolytisch oder galvanisch durch Abscheidung oder Zersetzung entfernbaren Ionen ausgetauschten Ionenaustauscher mit im wesentlichen der für die Besetzung aller austauschbaren Plätze des Ionenaustauschers nötigen stöchiometrischen Säure-oder Basenmengen in wäßriger Lösung behandelt und gleichzeitig die wäßrige Behandlungslösung unter Abscheidung oder Zersetzung der aus ihr entfernbaren Ionen elektrolysiert bzw. galvanisiert.
  • Wenn in diesem Zusammenhang von elektrolytisch oder galvanisch aus wäßriger Lösung entfernbaren Ionen die Rede ist, werden hier im allgemeinen solche Ionen verstanden, die leicht oder in wirtschaftlicher Weise elektrolysiert bzw. galvanisiert werden können, so daß es sich gewöhnlich um Ionen handelt, die in der elektrochemischen Spannungsreihe nicht allzu weit oben stehen, sonst da zu deren elektrolytischer Abscheidung/eine hohe und damit unwirtschaftliche Zersetzungsspannung erforderlich wäre.
  • Wenn weiterhin in diesem Zusammenhang davon die Rede ist, daß die Regenerierung mit einem mit elektrolytisch oder galvanisch aus wäßriger Lösung entfernbaren Ionen ausgetauschten Ionenaustauscher vorgenommen wird, so umfaßt diese Ausdrucksweise zwei Alternativmöglichkeiten. Bei der ersten Alternativmöglichkeit kann der Ionenaustauscher bei seiner Hauptverwendung bereits zur Entfernung solcher elektrolytisch oder galvanisch entfernbarer Ionen verwendet worden sein, so daß er in dem Stadium, in dem er regeneriert werden muß, bereits mit solchen elektrolytisch oder galvanisch entfernbaren Ionen gesättigt oder im wesentlichen gesättigt ist und daher direkt der oben beschriebenen Regenerierung unterzogen werden kann.
  • Bei der anderen Alternativmöglichkeit wird der Ionenaustascher bei seiner Hauptverwendung dagegen zur Entfernung von Ionen benutzt, die elektrolytisch oder galvanisch nicht oder nur schwer, d.h. in unwirtschaftlicher Weise, aus wäßriger Lösung entfernbar sind. Dies trifft beispielsweise bei der Meerwasserentsalzung zu, bei der die austauschbaren Plätze eines Kationenaustauschers in der Hauptsache durch Natriumionen und daneben durch Kalium-, Calcium- und Magnesiumionen ausgetauscht werden, die alle im obersten Teil der elektrochemischen Spannungsreihe stehen. Das gleiche gilt auch etwa bei der Verwendung voll Ionenaustauschern für die Wasserenthärtung.
  • In solchen Fällen geht man erfindungsgemäß so vor, daß man den mit elektrolytisch oder galvanisch nicht oder nur schwer entfernbaren Ionen ausgetauschten Ionenaustauscher in einer Vorstufe vor der Elektrolyse oder Galvanisierung zunächst gegen elektrolytisch oder galvanisch entfernbare Ionen austauscht und erst dann den so ausgetauschten Ionenaustauscher der oben beschriebenen Regenerierung unterzieht.
  • Bei dieser Alternativmethode geht man zweckmäßig so vor, daß man für den Vorabaustausch entweder eine hochkonzentrierte Lösung elektrolytisch oder galvanisch aus wäßriger Lösung entfernbarer Ionen verwendet und/oder aus wäßriger Lösung elektrolytisch oder galvanisch entfernbare Ionen mit einem höheren Austauschpotential als die an den Ionenaustauscher gebundenen, auszutauschenden Ionen-verwendet. Besonders zweckmäßig ist es, bei diesem Voraustausch beide Kriterien anzuwenden und eine hochkonzentrierte Lösung von elektrolytisch oder galvanisch entfernbaren Ionen höheren Austauschpotentials zu benutzen.
  • Es ist bekannt, daß Kationen und Anionen unterschiedliche Austauschpotentiale besitzen, nach welchen die Ionen in eine Austauschpotentialreihe ähnlich der elektrochemischen Spannungsreihe eingeordnet werden können. Siehe hierzu "ABC Chemie", Verlag Harri Deutsch, Frankfurt-Zürich (1965), Seite 589. Nach dieser Literaturstelle haben beispielsweise Eisen (III)-Kationen ein sehr hohes Austauschpotential, während Natriumionen ein sehr geringeres Austauschpotential besitzen, so daß zwischen diesen beiden Ionenarten ein -starkes Austauschpotentialgefälle vorliegt. Aus diesem Grund eignen sich Eisen (III)-Kationen besonders gut für den Voraustausch etwa bei der Regenerierung von Ionenaustauschern aus der Meerwasserentsalzung oder auch Wasserenthärtung, doch auch bei Kationenaustauschern aus vielen anderen technischen Verfahren, da die meisten technisch üblichen Metallionen ein geringeres Austauschpotential als Eisen (III)-Kationen besitzen.
  • Andererseits ist Eisen aus wäßriger Lösung von Eisen (III)-Kationen elektrolytisch relativ einfach und in wirtschaftlicher Weise abscheidbar, da die Potentialdifferenz zu Wasserstoff relativ gering ist. Hinzu kommt, daß Eisensalze billig herstellbar sind und vielfach in der Industrie als Nebenprodukte anfallen. Aus diesem Grund sind in dem erfindungsgemäßen Verfahren Eisenionen, besonders Eisen (III)-Kationen die bevorzugten aus wäßriger Lösung elektrolytisch entfernbaren Kationen. Im Prinzip ist aber selbstverständlich eine Reihe anderer Kationen ebenfalls brauchbar, wie Zinkionen, Cadmiumionen, Kobaltionen, Nickelionen, Zinnionen, Bleiionen oder Kupferionen.
  • Unter den Anionen gibt es noch eine größere Vielfalt elektrolytisch insbesondere durch Zersetzung aus wäßriger Lösung entfernbarer Anionen, wobei sich aber aus Gründen der Wirtscilaftlichkeit, leichten Verfügbarkeit und leichten Verarbeitbarkeit Acetatanionen als besonders günstig erwiesen. Andere im erfindungsgemäßen Verfahren verwendbare elektrolyitsch entfernbare Anionen sind die Monoester zweibasicher Fettsäuren, die der Kolbe-Synthese entsprechende Diester höherer zweibasischerFettsäuren ergeben und sich ihrer Wasserunlöslichkeit wegen vom System abtrennen.
  • Konzentrierte Halogenidionen-Lösungen können ebenfalls zum Austausch Verwendung finden, sofern der Ionenaustauscher durch das elementare Halogen nicht angegriffen wird. Bei Verwendung von Chloridionen muß dahermit Diaphragmen gearbeitet werden.
  • Wenn bei dem oben beschriebenen Vorabaustausch zur Sättigung des Ionenaustauschers mit elektrolytisch oder galvanisch leicht entfernbaren Ionen hochkonzentrierte wäßrige Lösungen, etwa von Eisen (III)-Salzen verwendet werden, so liegen die Konzentrationen der dabei benutzten Lösungen zweckmäßig bei 50 bis 79 Gewichts-%, bezogen auf FeCl3.6H20.
  • Für die Regenerierung können übliche Mineralsäuren, wie Halogenwasserstoffsäuren, Schwefelsäure, Phosphorsäure, Salpetersäure oder dergleichen verwendet werden, sowei sie sich nicht bei der Elektrolyse zersetzen. Das gleiche gilt für die regenerierenden Basen, die zweckmäßig Alkalilaugen, wie Natirumlauge oder Kalilauge, sind.
  • Die gleichzeitige Behandlung mit der wäßrigen Säure- oder Basenlösung und Elektrolyse bzw. Galvanisierung kann in unterschiedlichen Vorrichtungen erfolgen. Beispielsweise kann die Regenerierung in einer den Ionenaustauscher enthaltenden Säule erfolgen, an deren beiden Enden die Elektroden eingefügt sind und in die Behandlungslösung ragen. Es ist aber auch durchführbar, die Rehandlungslösung in einem geschlossenen Kreislauf durch einen Behälter mit dem zu regenerierenden Ionenaustauscher und einen hiervon räumlich getrennten Galvanisier- oder Elektrolysebehälter zu führen, wobei es jedoch immer wesentlich ist, daß der regenerierende Ionenaustausch gegen Wasserstoffionen bzw. Hydroxylionen und die Elektrolyse oder Galvanisierung andererseits gleichzeitig in der gleichen Behandlungslösung vollzogen werden, damit die bei dem regenerierenden Ionenaustausch von dem Ionenaustauscher freigesetzten Ionen, wie beispielsweise Eisen (III)-Kationen, durch die Elektrolyse bzw. Galvanisierung ständig aus der Behandlungslösung und damit aus dem Gleichgewicht durch Abscheidung oder Zersetzung entfernt werden, so daß an dem Ionenaustauscher laufend weitere auszutauschende Ionen in die wäßrige Lösung gehen, bis der Ionenaustauscher vollständig oder weitgehend regeneriert ist. Vielfach genügt es, eine Regenerierung von wenigstens 90 % der austauschbaren Ionen zu bekommen, doch ist es nach dem erfindungsgemäßen Verfahren ohne weiteres möglich, eine vollständige Regenerierung mit der stöchiometrichen Säure-bzw. Basenmenge zu bekommen, da durch die gleichzeitige Elektrolyse oder Galvanisierung die Konzentration der auszutauschenden Ionen, wie Eisenionen, in der Behandlungslösung sehr klein gehalten wird, ohne daß man für diesen Effekt einen wesentlichen Überschuß an Säure oder Base oder große Mengen von Behandlungslösung benötigen würde.
  • Das erfindungsgemäße Regenerierverfahren ist auf den unterschiedlichsten technischen Gebieten anwendbar, wie die Regenerierung von Ionenaustauschern,1. die zur Entmineralisierung von Wasser zur Bereitung von Kesselspeisewasser dienen, 2. die zum Aufarbeiten radioaktiver Abwässer, z.B. aus Kernkraftwerken, gebraucht werden, 3. die bei Aufarbeitung gebrauchter Kernbrennstoffelemente benutzt werden, 4. die zur Wiedergewinnung des Kupfers aus den Fällungsbädern der Kunstseideherstellung Verwendung finden.
  • Besonders eignet sich das erfindungsgemäße Regenerierverfahren aber bei der Entsalzung von Meerwasser, da eine solche unter Anwendung des erfindungsgemäßen Regenerierverfahren erstmalig in wirtschaftlicher Weise unter Verwendung von Ionenaustauschern durchführbar ist. Beispielhalber sei daher nachfolgend die Meerwasserentsalzung unter Anwendung des erfindungsgemäßen Regenerierverfahrens im einzelnen beschrieben, da es sich dabei um eine bevorzugte Anwendung dieser Regenerierung handelt.
  • Bei der Entsalzung von Meerwasser führt man das Meerwasser über einen Kationenaustauscher und/oder einen Anionenaustauscher, bis deren Austauscheffekt so weit herabgesetzt ist, daß keine ausreichende Entsalzung mehr erfolgt. Sodann wird der jeweilige Ionenaustauscher der Regenerierung zugeführt. Hierzu wird zunächst der oben beschriebene Voraustausch durchgeführt, indem der jeweilige Ionenaustauscher mit einer hochkonzentrierten Lösung elektrolytisch oder galvanisch aus wäßriger Lösung entfernbarer Ionen und/oder mit aus wäßriger Lösung elektrolytisch oder galvanisch entfernbaren Ionen höheren Austauchpotentials behandelt wird. Zweckmäßig wird der Kationenaustauscher mit einer hochkonzentrierten Lösung von Eisen (111)-chlorid und der Anionenaus-tauscher mit einer hochkonzentrierten Lösung von Natriumacetat behandelt, bis die austauschbaren Plätze weitgehend durch Eisen (III)-Kationen bzw. Acetatanionen besetzt sind. Für den Voraustausch des Kationenaustauschers benutzt man zweckmäßig eine 60 bis 90 %-ige wäßrige Lösung von Eisen (III)-chloridhexahydrat und zum Voraustausch des Anionenaustauschers eine 10 bis 50 %-ige Natriumacetatlösung. Selbstverständlich kann die Eisenchloridlösung auch durch eine wäßrige Lösung einer anderen Verbindung mit möglichst hohem Austauschpotential ersetzt werden, und das gleiche gilt auch für die Natriumacetatlösung.
  • Bei der Behandlung des Kationenaustauschers mit der Eisen (III)-chloridlösung verdrängen die Eisenionen die vorher gebundenen Alkali- und Erdalkaliionen, und man erhält eine hochkonzentrierte Alkali- und Erdalkalichloridlösung, die noch überschüssige Eisenionen enthält. Die Lösung kann zu über 20 % aus Meerwasserkationen, Chloridionen und überschüssigen Eisenionen bestehen.
  • Zweckmäßig wird nunmehr dieser konzentrierten Lösung Natronlauge -en zugesetzt, um die Magnesium- und Calciumionen sowie ein Teil der Eisenionen auszufällen. Sodann wird filtriert, und das Filtrat wird günstigerweise einer Chloralkalielektrolyse, am besten nach dem Diaphragmaverfahren (mit Eisenkathode) unterworfen.
  • Hierbei lagert sich das in der Lösung enthaltene Eisen an der Kathode ab. Es entstehen als Produkte des Diaphragmaverfahrens Natronlauge, Wasserstoff und Chlor. Das gewonnene Chlor und der entstandene Wasserstoff können zu Chlorwasserstoff umgesetzt und in Wasser eingeleitet werden, um Salzsäure zu gewinnen. Die Umsetzung von Chlor und Wasserstoff kann in einer elektrochemischen Batterie vorgenommen werden, die einen Teil der bei der Elelktrolyse verbrauchten elektrischen Energie ersetzt.
  • Der wie oben gewonnene, mit Eisenionen im wesentlichen gesättigte Kationenaustauscher wird nun mit der stöchiometrisch errechneten Schwefelsäuremenge versetzt. Dabei werden zunächst nur wenig Eisenionen aus dem Kationenaustauscher freigegeben, weil sich schnell ein Gleichgewicht einstellt. Da aber erfindungsgemäß die schwefelsaure wäßrige Behandlungslösung, in der sich der Kationenaustauscher befindet, elektrolysiert wird, wird das Eisen aus der Lösung als Metall abgeschieden, wodurch weitere Eisenionen vom Austauscher in die wäßrige Lösung gehen. Man elektrolysiert so lange, bis der Austauscher und die Lösung frei von den elektrolytisch entfernbaren Kationen, d.h. im speziellen Fall von Eisenionen sind. Da die von den Eisenionen freigemachten Plätze des Kationenaustauschers von Wasserstoffionen eingenommen wurden, ist der Kationenaustauscher nunmehr regeneriert und kann erneut der Meerwasserentsalzung zugeführt werden.
  • In analoger Weise kann der Anionenaustauscher durch Behandlung mit einer konzentrierten Natriumacetatlösung ausgetauscht werden, wobei die Chloridionen auf dem Anionenaustauscher durch Acetationen ersetzt werden. Man bekommt somit bei diesem Voraustausch eine konzentrierte Natriumchloridlösung, die noch Natriumacetat enthält. Diese Natriumchloridlösung kann wie oben im Diaphragmaverfahren zu Natronlauge, Wasserstoff und Chlor verarbeitet werden.
  • Der durch Acetat vorausgetauschte Anionenaustauscher wird nun mit der stöchiometrisch erforderlichen Menge Natronlauge oder auch Kalilauge behandelt und gleichzeitig elektrolysiert. Dabei entsteht an der Anode Äthan. Diese Regenerierungsbehandlung er--ationen roigt so lange, bis lm wesentllcnen alle von Acet eingenommenen Plätze gegen Hydroxylionen ausgetauscht sind. Sodann ist der Anionenaustauscher regeneriert und kann wieder für die Meerwasserentsalzung verwendet werden.
  • Der aus der Meerwasserentsalzung stammende, mit Chloridionen praktisch gesättigte Anionenaustauscher kann aber auch direkt mit konzentrierter Natronlauge regeneriert werden, und die dabei erhaltene alkalische Natriumchloridlösung kann ebenfalls dem Diaphragmaverfahren zur Gewinnung von Natronlauge, Wassserstoff und Chlor zugeführt werden.
  • Schließlich kann gegehenenfalls zur Rückgewinnung von Eisen chlorid die Eisenelektrode aus der Elektrolyse gegen eine Chlorelektrode gescnaltet werden, wobei man wiederum einen Teil der für die Elektrolyse benutzten elektrischen Energie zurückgewinnt.
  • Die folgenden Beispiele dienen der weiteren Erläuterung der Erfindung: Beispiel 1 Eine 90 cm3 gequollenen Kationenaustauscher enthaltende Glassäule wird bis zur Sättigung mit einer 3 %-igen Natriunchloridlösung beschickt. Analysen ergeben, daß der Austauscher 5,20 g Natriumion enthält. Es wird einmal nachgewaschen und der Säule das Wasser entnommen.
  • Nunmehr wird der Austauscher mit 40 cm3 einer 75 %-igen wäßrigen Lösung von Eisen (III)-chloridhexahydrat (6,20 g Fe+++) beschickt, nach 15 Minuten wird die Lösung entfernt und der Austauscher mit 10 cm3 Wasser nachgewaschen. Das gesammelte Filtrat enthält 2,01 g Eisenion, so daß 4,19 g Eisenion am Austauscher festgehalten sein massen. In der Lösung befinden sich darüberhinaus 13,02 g Natriümchlorid, so daß diese eine 22 %-ige Kochsalzsole ist. Sie wird in einer Modellapparatlr im Diaphragmaverfahren elektrolysiert, wobei sich an der Eisenkathode die überschüssigen Eisenionen abscheiden, während die Elektrolyse ihren normalen Verlauf nimmt.
  • Der mit Eisenionen gesättigte Austauscher wird in ein Becherglas überführt und mit 100 cm3 15 %-iger Schwefelsäure versetzt und elektrolysiert. Die Eisenionen scheiden sich kathodisch als Metall ab, während die Wasserstoffionen die Plätze des Eisen ions am Austauscher einnelnBen, der erneut im Austauschprozeß eingesetzt wird.
  • Beispiel 2 50 cm3 mit Meerwasserkationen gesättigter Austauscher werden mit einer kalt gesättigten (27 %-igen) Kupfersulfatlösung (CuS04.
  • 5SH2O) behandelt, und der Austauscher wird dann abfiltriert.
  • Er hat hierbei 1,63 nval Cu++-Ion/cm3 Austauscher aufgenommen.
  • Übergießt man ihn mit der stöchiometrisch berechneten Menge 0,5 n Schwefelsäure und elektrolysiert, so scheidet sich das gesamte Kupfer an der Kathode metallisch ab. Eine Überprüfung des Austauschers auf Kupfer ergibt auch keine Spuren von Kupfer mehr.
  • Beispiel 3 50 cm3 mit Chloridionen gesättigter Anionenaustauscher werden mit einer 20 %-igen Natriumacetatlösung (CH3COONa.3N20) behandelt. Die Chloridionen werden dabei gegen die Acetationen ausgetauscht. Filtriert man den Austauscher ab, übergießt ihn mit 10 % Natronlauge mehr als stöchiometrisch notwendig und elektrolysiert, so entsteht an der Anode Äthan. Der Austauscher ist nach der Eleltrolyse regeneriert.
  • Beispiel 4 50 cm³ mit Meerwasseranionen gesättigter Austauscher werden mit einer 50 %-igen Kaliumjodidlösung behandelt, wobei die Jodionen die Stellen besetzen, die bisher von den Meerwasseranionen besetzt waren. Wird der Austauscher abfiltriert und mit 10 % mehr als stöchiometrisch notwendig 40 %-iger Natronlauge versezt und elektrolysiert, so entsteht anodisch Jod, das unterhalb der Anode mit Tetrachlorkohlenstoff extrahiert wird. Der Austauscher wird hierbei völlig regeneriert.

Claims (4)

  1. Patentansprüche (1. Verfahren zur Regenerierung von Ionenaustauschern durch Behandlung mit einer wäßrigen Säure- oder Basenlösung, dadurch gekennzeichnet, daß man den mit aus wäßriger Lösung elektrolytisch oder galvanisch durch Abscheidung oder Zersetzung entfernbaren Ionen ausgetauschten Ionenaustauscher mit im wesentlichen der für die Besetzung aller austauschbaren Plätze des Ionenaustauschers nötigen stöchiometrischen Säure- oder Basenmenge in wäßriger Lösung behandelt und gleichzeitig die wäßrige Behandlungslösung unter Abscheidung oder Zersetzung der aus ihr entfernbaren Ionen elektrolysiert bzw. galvanisiert.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1 zur Regenerierung eines mit elektrolytisch oder galvanisch nicht oder nur schwer aus wäßriger Lösung entfernbaren Ionen ausgetauschten Ionenaustauschers, dadurch gekennzeichnet, daß man vor der Elektrolyse bzw. Galvanisierung den Ionenaustauscher entweder mit einer hochkonzentrierten Lösung elektrolytisch oder galvanisch aus wäßriger Lösung entfernbarer Ionen und/oder mit aus wäßriger Lösung elektrolytisch oder galvanisch entfernbaren Ionen höheren Austauschpotentials austauscht.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß man als aus wäßriger Lösung elektrolytisch entfernbare Kationen Eisen (III)-ationen verwendet.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß man als aus wäßriger Lösung elektrolytisch entfernbare Anionen Acetatanionen verwendet.
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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2497238A1 (fr) * 1980-12-31 1982-07-02 Diamond Shamrock Corp Procede et dispositif d'enlevement d'ions metalliques d'un fluide
DE3808043A1 (de) * 1988-03-11 1989-09-21 Cillit Wassertechnik Verfahren und vorrichtung zur teil- oder vollentsalzung von wasser

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