DE2600593C2 - Verfahren zur Polymerisation von Äthylen und pulverförmiger fester titanhaltiger Trägerkatalysator zur Durchführung dieses Verfahrens - Google Patents
Verfahren zur Polymerisation von Äthylen und pulverförmiger fester titanhaltiger Trägerkatalysator zur Durchführung dieses VerfahrensInfo
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Description
Verfahren zur Polymerisation der Λ-Olefinen mittels
eines Zieglerkatalysatorsystems aus (A) einem pulverförmigen festen titanhaltigen Trägerkatalysator und (B)
einer Organoaluminium- und/oder Organozinkverbindung sind bekannt. Als titanhaltige Komponente werden
dabei Materialien eingesetzt, die durch Umsetzung von MgCl2 mit Verbindungen der Formeln AI(OR)n (Halogen)^
bzw. Si (Halogen)m(OR)4-m und anschließende
Behandlung mit einer Titanverbindung (vgl. DE-OS 65 235 sowie die JP-OS 7 41 19 979) oder durch Vermählen
einer Mischung aus TiCl3, MgCb und Si (HaIogen)4OR)4.m
hergestellt worden sind (vgl. JP-OS 41 18 787).
Mit diesem Verfahren lassen sich zwar bereits Polyäthylene mit hoher Schlagfestigkeit, wie sie speziell für
die Herstellung von Transportbehältern, wie beispielsweise Bierkästen, erforderlich sind herstellen. Die Katalysatoraktivität
dieser bekannten Verfahren läßt jedoch noch zu wünschen übrig. Außerdem wäre es auch vorteilhaft,
wenn sich die Schlagfestigkeit noch etwas steigern ließe.
Aufgabe der Erfindung war es daher, ein Verfahren zur Polymerisation von Äthylen mittels eines Zieglerkatalysatorsystems
zu erarbeiten bzw. einen zu dessen Durchführung geeigneten pulverförmigen festen titanhaltigen
Trägerkatalysator bereitzustellen, der mit verbesserter Katalysatoraktivität Poyläthylene mit hoher,
eventuell sogar erhöhter Schlagfestigkeit und hoher Schüttdichte ergibt
Gegenstände der Erfindung sind somit das in Patentanspruch
1 beschriebene Verfahren zur Polymerisation von Äthylen sowie die zu dessen Durchführung geeigneten
in Patentanspruch 2 beschriebenen pulverförmigen festen titanhaltigen Trägerkatalysatoren.
Durch die Verwendung der erfindungsgemäßen Katalysatoren wird die Ausbeute an Polymerisat pro Feststoff
(A) sowie pro Titanmetall stark verbessert, so daß in dem endgültig gebildeten Polymeren geringe Kaialysatorrückstände
vorliegen und die Stufe zur Entfernung der Katalysatorrückstände entfallen kann. Außerdem
wird die Schlagfestigkeit des gebildeten Polymeren verbessert
Es ist darüber hinaus ein wesentliches Merkmal der erfindungsgemäßen Katalysatoren und des erfindungsgemäßen
Verfahrens, daß durch Suspensionspolymeri-
sation von Äthylen mit Hilfe des erfindungsgemäßen Katalysators eine Polyäthylenaufschlämmung mit sehr
hoher Dichte bzw. sehr hocher Schüttdichte erzielt wird, so daß die Handhabung der Polymeraufschlämmung
einfach und die Produktivität des Verfahrens pro Reaktoreinheit gut ist.
Die mit dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellten Polyäthylene können zu Formkörpern verarbeitet
werden, die im Hinblick auf die Bildung von Fischaugen, Bruch und Trübung sehr gut sind.
Im Hinblick auf die Herstellung des Katalysators ist es von Vorteil, daß bei der Katalysatorherstellung durch
gemeinsames Pulverisieren der erforderlichen Reagentien in Vorrichtungen, wie einer Kugelmühle, es nicht
erforderlich ist. Stufen zum Waschen und Entfernen von überschüssigen Reagentien durchzuführen. Es bestehen
damit keine Probleme im Hinblick auf die Abführung einer Lösung, Welche die Titanverbindung enthält, wodurch
wesentliche Erfordernisse im Hinblick auf den Umweltschutz erfüllt werden.
Zur Herstellung der erfindungsgemäßen Katalysatoren werden (1) das Magnesiomdichlorid, (2) B(OC2H5J3
als Metallalkoholat und (3) Titantetrachlorid in einer Inertgasatmosphäre gemeinsam pulverisiert. Dieses gemeinsame
Pulverisieren kann entweder so durchgeführt werden, daß alle der drei angegebenen Komponenten
gemeinsam gemahlen werden oder daß zwei der Komponeten gemeinsam gemahlen werden, und das Gemisch
anschließend mit der zusätzlichen Komponente gemahlen wird.
Die Vorrichtungen für das gemeinsame Pulverisieren unterliegen keiner speziellen Beschränkung; gewöhnlich
werden jedoch Vorrichtungen, wie Kugelmühlen, Vibrationsmühlen, Stabmühlen und Schlagmühlen eingesetzt.
Die Bedingungen, wie die Reihenfolge des Vermischens, die Pulverisationsdauer und Pulverisationstemperatur
können vom Fachmann in einfacher Weise in Abhängigkeit von der Art des Mahlens festgelegt
werden. Die Pulverisationstemperatur liegt im Bereich zwischen 200C und 100° C und die Pulverisationsdauer
beträgt 1 bis 30 Stunden.
Das für die Zwecke der Erfindung verwendete Magnesiumdichlorid sollte praktisch wasserfrei sein.
Die Molverhältnisse des Magnesiumdichlorids und des B(OC2H5)3aIsMetalIalkoholatbetragenl : 1 bisl :0,01.
Die aufzutragende Menge des Titantetrachlorids wird in der Weise gewählt, daß der Gehalt an Titan in
dem gebildeten Feststoff zur Erzielung einer wohlausgewogenen katalytischen Aktivität, bezogen auf das
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Übergangsnietall und den Feststoff, im Bereich von 0,5 bis 10 Gew.-% liegt
Im Hinblick auf die einfache Handhabung des Katalysators ist es natürlich außerdem erforderlich, die Mischungsverhältnisse
der drei zu vermischenden Bestandteile so einzustellen, daß letzten Endes pulverförmige
Feststoffe erhalten werden.
Die Polymerisation von Äthylen mit Hilfe des erfindungsgemäßen Katalysators wird in gleicher Weise
durchgeführt, wie die unter Verwendung eines üblichen Ziegler-Katalysators. Das heißt, daß während der gesamten
Reaktion Bedingungen eingehalten werden, die praktische Freiheit von Sauerstoff und Wasser gewährleisten.
Für die Polymerisation von Äthylen werden Temperaturen von 50 bis 1800C, und ein Druck im Bereich
von Atmosphärendruck bis 68,65 bar, vorzugsweise 1,96 bis 58,84 bar. Wenn auch das Molekulargewicht
in gewissein Maß durch Veränderung aer Polymerisationsbedingungen,
wie der Polymerisationstemperatur und des Molverhältnisses des Katalysators geregelt
iwerden kann, so ist es doch wirksamer, die Regelung des ^Molekulargewichts durch Zugabe von Wasserstoff
durchzuführen. Natürlich können unter Verwendung der erfindungsgemäßen Katalysatoren ohne jede
Schwierigkeit auch zweistufige oder mehrstufige Polymerisationsreaktionen durchgeführt werden, die unter
unterschiedlichen Polymerisationsbedingungen, wie der Wasserstoffkonzentration und der Polymerisationstemperatur,
vorgenommen werden.
Für die Zwecke der Erfindung geeignete Organoaluminiumverbindungen
und Oragnozinlverbindungen aus der Gruppe von Verbindungen der allgemeinen Formeln
R3Al, R2AlX, RAlX2, R2Al(OR), RAl(OR)2,
RAl(OR)X, R3Al2X3 und R2Zn, worin R ein Alkylrest ist
und die Reste R gleich oder verschieden sein können und X für ein Halogenatom steht, sind Triäthylaluminium,
Triisobutylaluminium, Trihexylaluminium, Trioctylaluminium, Tridecylaluminium. Diäthylaluminiumchlorid,
Äthylaluminiumsesquichlorid, Äthoxydiäthylaluminium, Diäthylzink und Gemische solcher Verbindungen,
die für die erfindungsgemäßen Katalysatoren verwendete Menge dieser metallorganischen Verbindungen
liegt im Bereich von 0,1 bis 1000 Mol pro Mol des Titantetrachlorids.
Beispiel 1
a) Herstellung des Katalysators
a) Herstellung des Katalysators
In ein Gefäß aus rostfreiem Stahl mit einem Innenvolumen von 400 ml, das 25 Kugeln aus rostfreiem Stahl
mit einem Durchmesser von 1,27 cm enthielt, wurden 6,7 g wasserfreies Magnesiumdichlorid, 1,5 g Bortriäthoxid
und 1,5 g Totantetrachlorid gegeben und das Mahlen in der Kugelmühle wurde unter Stickstoff bei Raumtemperatur
während 16 Stunden durcgeführt. 1 g des festen Pulvers, das durch das Mahlen erhalten wurde,
enthielt 41 mg Titan.
b) Polymerisation
Ein mit Induktionsrührer versehener 2 1-Autoklav aus
rostfreiem Stahl wurde mit Stickstoff gespült und danach mit 100 ml Hexan beschickt. Dazu wurde dann
1 mMol Triäthylaluminium und 30 mg des vorstehend beschrieben festen Pulvers gegeben, wonach unter Rühren
auf 90° C erhitzt wurde. Das System stand aufgrund des Dampfdruckes des Hexans unter einem Druck von
1,96 bar über 1 Atmosphäre und dann wurde Wasserstoff eingeleitet, bis ein Gesamtdruck von 5,49 bar über
1 Atmosphäre erreicht war. Danach wurde Äthylen bis zu einem Gesamtdruck von 9,81 bar über Atmosphärendruck
eingeleitet, und die Polymerisation gestarteL Die Polymerisation wurde 1 Stunde durchgeführt, während
kontinuierlich Äthylen eingeleitet wurden, so daß der obige Gesamtdruck gehalten wurde. Nach Beendigung
der Polymerisation wurde die Polymerisat-Aufschlämmung in ein Becherglas übergeführt und das Hexan
wurde unter vermindertem Druck entfernt
Dabei wurden 270 g weißes Polyäthylen mit einem Schmelzindex von 5,4 und einer Schüttdichte von 0,23
erhalten. Die Aktivität des Katalysators betrug 50 000 g Polyäthylen/g Ti.h. C2H4-Druck bzw. 2050 g Polyäthylen/g
Feststoff.h.C2H4-Druck. Die Izod-Schlagfestigkeit
des gebildeten Polyäthylens, gemessen nach ASTM-D 256-56, betrug 0,12304 m · kg/2,51 cm.
Es konnte bei sehr hoher Polymerisationsaktivität des Katalysators ein Polyäthylen mit höherer Schüttdichte und höherer Izod-Schlagfestigkeit als in den nachfolgenden Vergleichsversuchen A und B erhalten werden.
Es konnte bei sehr hoher Polymerisationsaktivität des Katalysators ein Polyäthylen mit höherer Schüttdichte und höherer Izod-Schlagfestigkeit als in den nachfolgenden Vergleichsversuchen A und B erhalten werden.
Vergleichsversuch A
In ein Kugelmühlengefäß aus rostfreiem Stahl mit einem Innenvolumen von 400 ml, das 25 Kugeln aus
rostfreiem Stahl mit einem Durchmesser von 1,27 cm enthielt, wu/den 10 g Magnesiumchlorid und 1,80 g Titantetrachlorid
gegeben und das Mahlen wurde bei Raumtemperatur 16 Stunden durchgeführt. Ig des
durch das Mahlen in der Kugelmühle erhaltenen festen Pulvers enthielt 39 mg Titan.
Die Polymerisation wurde dann während 1 Stunde in gleicher Weise wie in Beispiel 1 unter Verwendung von
30 mg des vorstehend angegebenen Feststoffes durchgeführt. Dabei wurden 145 g Polyäthylen mit einem
Schmelzindex von 5,5 und einer Schüttdichte von 0,14 erhalten. Die Aktivität des Katalysators betrug 28 200 g
Polyäthylen/g Ti.h.C2H4-Druck bzw. 1100g Polyäthylen/g
Feststoff. h.C2H4-Druck. Die Aktivität des Katalysators
und die Schüttdichte des gebildeten Polyäthylens waren niedriger als in Beispiel 1, die Schlagfestigkeit
nach Izod betrug 0,08295 m · kg/2,54 cm.
Vergleichsversuch B
a) Herstellung des Katalysators
a) Herstellung des Katalysators
In ein Gefäß aus rostfreiem Stahl mit einem Innenvolumen von 400 ml, das 25 Kugeln aus rostfreiem Stahl
mit einem Durchmesser von 1,27 cm enthielt, wurden 10 g handelsübliches wasserfreies Magnesiumdichlorid
und 1,9 g Titantetrachlorid gegeben und das Mahlen in der Kugelmühle wurde bei Raumtemperatur unter einer
Stickstoff atmosphäre während 16 Stunden durchgeführt.
1 g des nach dem Vermählen erhaltenen pulverförmigen Feststoffes enthielt 39 mg Titan.
b) Polymerisation
Ein 2 1-Autoklav aus rostfreiem Stahl, der mit Induktionsrührer versehen war, wurde mit Stickstoff gespült
und mit 1000 ml Hexan beschickt. Dann wurden 1, 5 mMcl Triäthylaluminium und 30 mg des wie vorstehend
erhaltenen Feststoffes zugegeben, wonach unter Rühren auf 9O0C erhitzt wurde. Der durch den Dampfdruck
von Hexan verursachte Druck des Systems be-
26 OO
trug 1,96 bar über Atmosphärendruck. Dann wurde Wasserstoff bis zu einem Gesamtdruck von 5,49 bar
über Atmosphärendruck eingeleitet Danach wurde Äthylen bis zum Erreichen eines Gesamtdruckes von
9,81 bar über Atmosphärendruck eingeleitet und die Polymerisation
gestartet. Die Polymerisation wurde 1 Stunde lang durchgeführt, wobei kontinuierlich Äthylen
zugeleitet wurde, so daß der obige Gesamtdruck gehalten wurde. Nach Beendigung der Polymerisation
wurde die Aufschlämmung des Polymerisats in ein Becherglas übergeführt und das Hexan wurde unter vermindertem
Druck entfernt Dabei wurden 61 g Polyäthylen mit einem Schmelzindex von 5,5 und einer
Schüttdichte von 0,13 gebildet Die Aktivität des Katalysators betrug 11 800 g Polyäthylen/g Ti.h.C2H4-Druck
bzw. 460 g Polyäthylen/g Feststoff.h.C2H4-Druck und
die Schlagfestigkeit des erhaltenen Polyäthylens war mit 0,0788 m.kg/2,54 cm weit niedriger als in Beispiel 1.
B e i s ρ i e I 2
a) Herstellung des Katalysators
In ein Gefäß aus rostfreiem Stahl mit einem Fassungsvermögen von 400 ml, das 25 Kugeln aus rostfreiem
Stahl mit einem Durchmesser von 1,27 cm enthielt wurden 10 g Magnesiumchlorid, 2,2 g Bortriäthoxid und
2,3 g Titantetrachlorid gegeben und in der Kugelmühle 16 Stunden lang bei Raumtemperatur unter einer Stickstoffatmosphäre
gemahlen.
1 g des durch das Mahlen erhaltenen festen Pulvers enthielt 41 mg Titan.
b) Polymerisation
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Ein mit einem Induktionsrührer ausgestatteter 2 1-Autokiav
aus rostfreiem Stahl wurde mit Stickstoff gespült, wonach er mit 1000 ml Hexan beschickt wurde.
Dazu wurden dann 1 mMol Triäthylaluminium und 30 mg des vorstehend erhaltenen festen Pulvers gegeben,
wonach unter Rühren auf 90° C erhitzt wurde. Das System befand sich durch den Dampfdruck des Hexans
unter einem Druck von 2 bar über Atmosphärendruck (2 kg/cm2G) und Wasserstoff wurde bis zu einem Gesamtdruck
von 5,6 bar über Atmosphärendruck (5,6 kg/ Cm2G) eingeleitet. Dann wurde Ethylen bis zum Erreichen
eines Gesamtdruckes von 10 bar Überdruck (10 kg/cm2G) eingeleitet und die Polymerisation gestartet.
Die Polymerisation wurde eine Stunde lang unter kontinuierlichem Einleiten von Ethylen zur Aufrechterhaltung
des Gesamtdruckes von 10 bar Überdruck durchgeführt. Nach Beendigung der Polymerisation
wurde die Polymeraufschlämmung in einen Becher übergeführt und das Hexan unter vermindertem Druck
entfernt. Dabei wurden 272 g weißes Polyethylen mit einem Schmelzindex von 53 und einer Schüttdichte von
0,25 erhalten. Die Aktivität des Katalysators betrug 50 300 g Polyethylen/g Ti.h.C2H4-Druck bzw. 2060 g Polyethylen/g
Feststoff.h. C2H4-DrUCk. Polyethylen mit hoher
Schüttdichte wurde demnach in hoher Aktivität erhalten. Die Izod-Schlagfestigkeit des so gebildeten PoIyethylens,
bestimmt nach ASTM-D 256—56, betrug 0,1272 m.kg/2,54 cm.
Vergleichsversuch C
10 g Magnesiumchlorid, 2,2 g Aluminiumtriethoxid und 2,3 g Titantetrachlorid wurden in das gleiche Kugelmühlengefäß
wie in Beispiel 2 gegeben und 16 Stunden lang bei Raumtemperatur unter einer Stichstoffatmosphäre
in der Kugelmühle gemahlen, wobei eine feste Katalysatorkomponente gebildet wurde, die 40 mg Titan
pro g enthielt
Die Polymerisation wurde in sonst gleicher Weise wie in Beispiel 2 durchgeführt, mit der Abänderung, daß
30 mg der vorstehend hergestellten festen Katalysatorkomponente als Katalysator verwendet wurden. Auf
diese Weise wurden 235 g weißes Polyethylen mit einem Schmelzindex von 6,1 und einer Schüttdichte von 0,32
erhalten. Die Katalysatoraktivität betrug 44 500 g Polyethylen/g Ti.h.C2H4-Druck bzw. 1780 g Polyethylen/g
Feststoff.h.C2H4-Druck. Das Polymere hatte eine Izod-Schlagfestigkeit
von 0,1230 m · kg/2,54 cm.
Vergleichsversuch D
a) Herstellung des Katalysators
a) Herstellung des Katalysators
Ein 300 ml-DreihalskoIben, der mit einem Rührer und
einem Rückflußkühler ausgestattet war, wurde mit Stickstoff gespült und danach mit 10 g Magnesiumchlorid
und 33,6 g Ethanol beschickt Das Magnesiumchlorid wurde bei 100° C gelöst und danach das Ethanol unter
vermindertem Druck bei 200° C entfernt Danach wurden 2,2 g Si(OC2Hs)4 zugesetzt und die Reaktion 1 Stunde
lang bei 100° C durchgeführt. Dann wurden 2,3 g TiCl4 zugefügt und die weitere Reaktion während
1,5 Stunden bei 130° C vorgenommen. Das Reaktionsprodukt wurde anschließend mit Hexan gewaschen, wonach
eine feste Katalysatorkomponente erhalten wurde, die 20 rng Titan pro g enthielt.
b) Polymerisation
Die Polymerisation wurde in sonst gleicher Weise wie in Beispiel 2 durchgeführt, mit der Abänderung, daß
30 mg der soeben hergestellten festen Katalysatorkomponente eingesetzt wurden. Auf diese Weise wurden
106 g weißes Polyehtylen mit einem Schmelzindex von 5,1 und einer Schüttdichte von 0,24 erhalten. Die Katalysatoraktivität
betrug 40 000 g Polyethylen/g Ti.h.C2H4-Druck bzw. 800 g Polyethylen/g Feststoff.h.C2H4-Druck.
Das Polymere hatte eine Izod-Schlagfestigkeit von 0,1244m · kg/2,54 cm.
Vergleichsversuch E
a) Herstellung des Katalysators
a) Herstellung des Katalysators
In ein Gefäß aus rostfreiem Stahl mit einem Fassungsvermögen von 400 ml, das 25 Kugeln aus rostfreiem
Stahl mit einem Durchmesser von 1,27 cm enthielt, wurden 10 g Magnesiumchlorid, 2,2 g Magnesiumdiethoxid
und 1,9 g Titantrichlorid gegeben und das Mahlen in der Kugelmühle erfolgte unter Stickstoff bei Raumtemperatur
während 16 Stunden. 1 g des festen Pulvers, das durch das Mahlen in der Kugelmühle erhalten wurde,
enthielt 42 mg Titan.
b) Polymerisation
Die Polymersation wurde in sonst gleicher Weise wie in Beispiel 2 durchgeführt, mit der Abänderung, daß
30 mg des vorstehend hergestellten festen Pulvers zugefügt wurden. Es wurden 172 g weißes Polyethylen mit
einem Schmelzindex von 4,8 und einer Schüttdichte von
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0,22 erhalten. Die Aktivität des Katalysators entsprach 31 000 g Polyethylen/g Ti.h.C2H4-Druck bzw. 1300 g Polyethylen/g
Feststoff.h.C2H4-Druck. Die Izod-Schlagfestigkeit
des erhaltenen Polyethylene, gemessen nach ASTM-D256-56, betrug 0,1438 m ■ kg/2,54 cm.
Vergleichsversuch F
\ Ein Katalysator wurde in gleicher Weise wie in Ver-
. 3 gleichsversuch E hergestellt, mit der Abänderung, daß ίο
"p 2,2 g B(OC2H5)3 anstelle von Mg(OC2H5J2 verwendet
f wurden. Dabei wurde eine Katalysatorkomponente er-
j halten, die 42 mg Titan pro g enthielt.
Unter Verwendung der so hergestellten Katalysatorkomponente wurde die Polymerisation in gleicher Weise
wie in Beispiel 2 durchgeführt, wobei 222 g weißes Polyethylen mit einem Schmelzindex von 4,9 und einer
Schüttdichte von 0,23 erhalten wurden. Die Katalysatoraktivität betrug 40 000 g Polyethylen/g Ti.h.C2H4-Druck
bzw. 1680 g Polyethylen/g FeStStOfLh-C2H4-DrUCk. Das
gebildete Polymere hatte eine Izod-Schlagfestigkeit von 0,1341 m · kg/2,54 cm.
Vergleichsversuch G
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Der Katalysator wurde in gleicher Weise wie in Vergleichsversuch F hergestellt, mit der Abänderung, daß
2,2 g Si(OC2H5J4 anstelle von B(OC2Hs)3 verwendet wurden.
1 g des Katalysators enthielt 41 mg Titan.
Unter Verwendung des se hergestellten Katalysators wurde die Polymerisation in gleicher Weise wie in Beispiel
2 durchgeführt, wobei 87 g weißes Polyethylen mit einem Schmelzindex von 5,9 und einer Schüttdichte von
0,29 erhalten wurden. Die Katalysatoraktivität entsprach 16 100 g Polyethylen/g Ti.h.C2H4-Druck bzw.
660 g Polyethylen/Feststoff.h.C2H4-Druck. Das Polymere
hatte eine Izod-Schlagfestigkeit von 0,1327 m · kg/ 2,54 cm.
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Claims (2)
1. Verfahren zur Polymerisation von Äthylen bei einer Temperatur von 50 bis 180cC und einem
Druck im Bereich vcn Atmosphärendruck bis 68,65 bar in Gegenwart eines Zieglerkatalysatorsystems
aus (A) einem pulverförmigen festen titanhaltigen Trägerkatalysator mit einem Titangehalt von
0,5 bis 10 Gewichtsprozent und (B) einer Organoaluminium-
und/oder Organozinkverbindung aus der Gruppe von Verbindungen der Formeln R3A],
R2AlX, RAIX2, RAl(OR), RAl(OR)X, R3Al2X3 und
R2Zn, worin die Reste R gleich oder verschieden sein können und Alkylreste bedeuten und X für ein Halogenatom
steht, dessen Komponente (A) durch gemeinsames Pulverisieren eines Gemisches aus (1)
Magnesiumdichlorid, (2) einem Metallalkoholat und (3) Titantetrachlorid mit einem Molverhältnis von
(1):(2) im Bereich von 1 :0,01 bis 1:1 bei einer Temperatur zwischen 20 und 1000C, während einer
Dauer von 1 bis 30 Stunden erhalten worden ist, unter Einhaltung eines Molverhältnisses von (B) zur
Titanverbindung in der Komponente (A) von (0,1 bis 1000): 1, sowie gegebenenfalls in Anwesenheit von
Wasserstoff, dadurch gekennzeichnet, daß die Polymerisation in Gegenwart eines Katalysatorsystems
durchgeführt wird, dessen Komponente (A) unter Einsatz von B(OC2Hs)3 als Metallakoholat
(2) erhalten worden ist.
2. Pulverförmiger fester titanhaltiger Trägerkatalysator zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch
1, mit einem Titangehalt von 0,5 bis 10 Gewichtsprozent, hergestellt durch gemeinsames Pulverisieren
eines Gemisches aus (1) Magnesiumdichlorid (2) B(OC2Ha)3 und (3) Titantetrachlorid mit
einem Molverhältnis von (1):(2) im Bereich von 1 :0,01 bis 1 :1, bei einer Temperatur zwischen 20
und 100° C, während einer Dauer von 1 bis 30 Stunden.
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