DE267109C - - Google Patents
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- DE267109C DE267109C DENDAT267109D DE267109DA DE267109C DE 267109 C DE267109 C DE 267109C DE NDAT267109 D DENDAT267109 D DE NDAT267109D DE 267109D A DE267109D A DE 267109DA DE 267109 C DE267109 C DE 267109C
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- axis
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Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D05—SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
- D05B—SEWING
- D05B15/00—Machines for sewing leather goods
- D05B15/02—Shoe sewing machines
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Textile Engineering (AREA)
- Sewing Machines And Sewing (AREA)
- Treatment Of Fiber Materials (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 267109 KLASSE 52«. GRUPPE
UNION SPECIAL-MASCHINENFABRIK G.m.b.H. in STUTTGART.
Nähmaschine zum Stopfen von Säcken. Zusatz zum Patent 222642.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 29, August 1912 ab.
Längste Dauer: 3. Mai 1924.
In Patentschrift 222642 ist eine Maschine zum Stopfen yon Säcken o. dgl. beschrieben, bei welcher
die Steuerung des Transporteurs für die verschiedenen Richtungen der Stopfnaht selbsttätig
erfolgt. So sehr nun auch .die Einführung der mechanischen Steuerung die Leistungsfähigkeit
dieser Maschine erhöht hat, so hat sie doch auch gewisse Schwierigkeiten mit sich gebracht.
Will man nämlich beispielsweise einen unregelmäßigen Riß mit der Maschine stopfen und
bringt ihn zu diesem Zweck unter den Transporteur, so ist man im Ungewissen darüber, in
welcher Richtung der Transporteur demnächst das Werkstück verschiebt bzw. in welcher Phase
sich zur Zeit gerade das in der Maschine durch die Steuerung gewissermaßen festgelegte Muster
befindet, d. h. ob die Stopfnaht tatsächlich in der - gewollten Weise dem zu stopfenden Riß
folgen wird. Dieselben Schwierigkeiten traten auf, wenn die Arbeitsrichtung gewechselt oder
sonstwie das Muster einmal willkürlich geändert werden sollte; abgesehen davon, daß die arbeitenden
Teile der Maschine während der Arbeit möglichst eingeschlossen sein sollen, ließ sich
auch an keinem der bewegten Teile ohne weiteres das Fortschreiten des Stopfmusters ablesen.
Gemäß der Erfindung wird daher die Brauchbarkeit der Maschine dadurch wesentlich erhöht
und ihre Bedienung erleichtert und vereinfacht, daß mit den Steuerungsvorrichtungen bewegliche
Merkzeichen verbunden werden, welche die jeweilige Bewegungsrichtung und Phase des
Stopfmusters sichtbar machen.
Der Gegenstand der Erfindung ist auf den Zeichnungen in Anordnung bei einer Maschine
erläutert, welche dem Anspruch 4 des Hauptpatentes entspricht, jedoch von dem in der
Zeichnung des Hauptpatentes dargestellten Ausführungsbeispiel in einigen Einzelheiten untergeordneter
Bedeutung abweicht.
Fig. ι zeigt eine mit der Neuerung versehene Maschine in Vorderansicht.
Fig. 2 stellt eine teilweise geschnittene Vorderansicht der Maschine in größerem Maßstabe
dar.
Fig. 3 zeigt ebenfalls in teilweise geschnittener Vorderansicht den in Betracht kommenden Teil
einer Sackstopfmaschine.
Fig. 4 ist eine Draufsicht im Schnitt, während Fig. 5 eine Seitenansicht im Schnitt darstellt.
In dem Maschinengestell 1 (Fig. 2) ist eine Antriebsachse 2 gelagert, durch welche die einzelnen
Vorrichtungen in Tätigkeit gesetzt werden. So sitzt z. B. auf der Achse 2 ein Exzenter,
welches der Nadelstange 28 samt Nadel 29 mit Hilfe eines Gestänges 30 eine Auf- und Abwärtsbewegung
erteilt, ferner zum Antrieb des Fadenfängers 38 ein Exzenter 32, welches einen Winkelhebel
33 bewegt, der mittels eines Lenkers 34
35
40
45
55
60
eine Achse 35 hin und her schiebt. Diese Achse 35 trägt an einem Ende ein Schraubenrad 36,
das in ein Schraubenrad 37 eingreift. Letzteres ist als Fadengreifer 38 ausgebildet. Bei der
Achsialverschiebung des Schraubenrades 36 wirkt dieses auf das Schraubenrad 37 nach Art
einer Zahnstange und versetzt es und den Fadengreifer 38 in oszillierende Bewegung, so daß der
ihm zugeführte Faden 39 um die niedergegangene Hakennadel 29 geschlungen wird, die dann
den erfaßten Faden durch das Stichloch 40 über den Stoff führt, worauf der Transporteur den
Transport des Stoffes veranlaßt.
Die Achse 2 dient auch zum Antrieb der selbsttätigen Transportsteuerung. Zu diesem
Zweck sitzt auf der Achse 2 eine Schnecke 3 (Fig. 3), die in ein Schneckenrad 4 und eine
Musterscheibe 5 antreibt, welche auf einer. Achse 6 sitzen.
Diese Musterscheibe ist nicht, wie im Ausführungsbeispiel des Hauptpatentes gezeichnet,'
mit etwa radial gerichteten Zähnen 'ausgestattet, welche einen die Steuerung beeinflussenden
Hebel in der Ebene der Scheibe hin und her schwingen läßt, sondern als Nutentrommel 5
ausgebildet, durch deren Nut 19 mittels Gleitzapfen 18 das die Steuerung beeinflussende Zahn-■
segment 16 (Fig. 5) in einer senkrecht zur Achse der Trommel 5 liegenden Ebene um den Bolzen
17 geschwungen wird. Das Zahnsegment greift in ein Stirnrad 20 ein, welches einer Achse 41
die schwingende Bewegung mitteilt, die von der Gestaltung der Nutenführung 19 der Musterscheibe
5 abhängig ist. Die Bewegung der Achse 41 wird mit Hilfe zweier Schraubenräder 42, 43
auf die Nadel 29 und auf den Transporteur 31 übertragen. Da nun bei einer horizontalen Verstellung
(Drehung) der Hakennadel 29 und des Transporteurs 31 der Fadenfänger 38 ebenfalls
horizontal verstellt (verdreht) werden muß, so sind folgende Mittel vorgesehen. Mit Hilfe eines
Kegelradgetriebes 44 und 45 wird die eine hin und her gehende Bewegung ausführende Achse
35 auch noch gedreht, was alsdann (infolge der Schraubenräder 36, 37) eine Verstellung des
Fadengreifers 38 zur Folge hat.
Um nun die jeweilige Bewegungsrichtung und Phase des Stoffmusters erkennen zu können,
sind die vorhin beschriebenen Steuerungsvorrichtungen mit beweglichen Merkzeichen verbunden.
. Zu diesem Zweck sitzt auf der Nabe des Schneckenrades 4 (Fig. 5) eine Exzenterscheibe 7,
welche einen Winkelhebel 8 mit Hilfe einer Stange 9 bewegt. Das eine Ende 10 des Winkelhebels
8 greift a.n einer Stange 11 an, welche einen Anzeigestift 12 trägt, der durch einen
Schlitz 13 des Maschinengestelles 1 ragt (Fig. 3 und 4).
6b Dreht sich nun die Exzenterscheibe 7, so wird der Winkelhebel 8 geschwungen und'.bewegt dabei die Stange 11 samt Stift 12 bei jeder Umdrehung des Exzenters einmal hin und her. Da die Totpunktlagen denjenigen Stellungen der Nutentrommel entsprechen, bei welchen der Zapfen 18 "des die Umsteuerung bewirkenden Zahnsegmentes 16 gerade von seiner einen Endstellung durch den schräg verlaufenden Teil der Nut. 19 in die andere Endstellung verschoben wird (d. h. einer der in Fig. 5 gezeichneten Stelhingen), so zeigt.die Lage des Stiftes 12 stets an, wie weit das Muster jeweils geradlinig fortgeT ' schritten ist.
6b Dreht sich nun die Exzenterscheibe 7, so wird der Winkelhebel 8 geschwungen und'.bewegt dabei die Stange 11 samt Stift 12 bei jeder Umdrehung des Exzenters einmal hin und her. Da die Totpunktlagen denjenigen Stellungen der Nutentrommel entsprechen, bei welchen der Zapfen 18 "des die Umsteuerung bewirkenden Zahnsegmentes 16 gerade von seiner einen Endstellung durch den schräg verlaufenden Teil der Nut. 19 in die andere Endstellung verschoben wird (d. h. einer der in Fig. 5 gezeichneten Stelhingen), so zeigt.die Lage des Stiftes 12 stets an, wie weit das Muster jeweils geradlinig fortgeT ' schritten ist.
Zur Erkennung der jeweiligen Bewegungsrichtung des Musters ist eine Anzeigeblende 14
vorgesehen. Diese wird mittels' des erwähnten Zahnsegmentes 16 bewegt, welches in das Stirnrad
20 eingreift, das ein Stirnrad 21 antreibt. Letzteres sitzt auf einer Achse 22, deren Ende
die Anzeigeblende 14 trägt, welche z. B. mit einem roten und schwarzen Merkzeichen 23 und
24 versehen ist, die durch eine Schauöffnung 25 des Maschinengestelles 1 sichtbar werden. Die
Merkzeichen zeigen an, ob die letzte Verschiebung des Zapfens 18 von rechts nach links (in
Fig. 5) geschah oder umgekehrt, und lassen also erkennen, welcher Art die Wendung war, welche
die Umsteuervorrichtung am Stoff hervorgebracht hat.
Es ist noch erforderlich, die Transportvorrichtung beliebig umsteuern zu können, zu welchem
Zweck ein Steuerungsrad 15 vorgesehen ist, welches vermittels der Kegelräder 46 die
Achse 41 beliebig dreht. Hierbei muß jedoch die Achse 41 von der Antriebsachse 2 bzw. der
Musterscheibe 5 entkuppelt werden können, da sonst ein beliebiges Drehen des Handrades 15
unabhängig von der selbsttätigen Steuerung ausgeschlossen ist. ■ · '
Zur Entkupplung der genannten Teile dient folgende Einrichtung.
Auf einer Achse 47 sitzt ein Hebel 48, welcher mit seinem klauenartigen Ende den einen
Kupplungsteil einer Kupplung 49 erfaßt, die auf der Achse 41 angeordnet ist. Zur Bewegung
des Hebels 48 dient ein Hebel 50, welcher ebenfalls auf der Achse 47 sitzt und durch ein Zugorgan,
z. B. Kette 51, mit einem Fußhebel 52 in Verbindung steht, so daß durch Niederdrücken
des Fußhebels 52 die,Achse 47 geschwungen und die Kupplung 49 entkuppelt wird. Natürlich
kann die Kupplung 49 auch von Hand ein- bzw. ausgerückt werden.
Während die Steuervorrichtung stets ein gleichmäßiges Nahtmuster herstellt, ist es mit
Hilfe des Steuerrades 15 möglich, die Nahtrichtung beliebig umzukehren \ind somit verschiedene
Nahtmuster herzustellen. Es dient also das Handsteuerrad 15 zur Umsteuerung der
Transportvorrichtung in einen beliebigen Winkel
bzw. zur willkürlichen Änderung des Nahtmusters. Bei einer Umsteuerung von Hand mit
Hilfe des Steuerrades 15 muß sich die Drehung des Handrades 15 jedoch nach der Blende 14
richten, da diese, wie bereits erwähnt, anzeigt, in welchem Bewegungssinne zur Zeit das Muster
quer über die Stopfstelle läuft. Dabei ist auch das Steuerrad 15 mit einem roten und schwarzen
Merkzeichen 26 bzw. '27 versehen. Diese Merkzeichen
können so angeordnet sein, daß sie in die jeweilige Transportrichtung weisen. Zeigt
sich z. B. in der Schauöffnung 25 das rote Merkzeichen 23, so gibt die in Fig. 4 dargestellte
Lage des roten Merkzeichens 26 des Steuerrades 15 an, daß das Nahtmuster zur Zeit nach links
fortschreitet, und man ist in der Lage, durch Drehung des Handrades, bis das Merkzeichen 26
die vorher von dem schwarzen Merkzeichen 27 eingenommene Lage einnimmt, das Muster nach
rechts fortschreiten zu lassen. Ebenso können auch die schwarzen Merkzeichen 24 und 27 ver:
wendet werden.
Claims (2)
1. Nähmaschine zum Stopfen von Säcken nach Patent 222642, sofern das die Transportrichtung
beeinflussende Musterrad durch eine Nutentrommel gebildet wird, dadurch
gekennzeichnet, daß mit den bei der Umsteuerung des Transportes beteiligten Maschinenteilen
in der Weise Merkzeichen verbunden sind, daß ein von der Nutentrommel (5) aus hin und her bewegter Anzeigestift
(12) das geradlinige Fortschreiten des Musters und eine von der Nutentrommel (5)
hin und her gedrehte mehrfache Anzeigeblende (14) die zuletzt bewirkte Wendung
und somit die jeweilige Laufrichtung des Musters sichtbar macht.
2. Nähmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das zur willkürliehen
Umsteuerung erforderliche Steuerrad (15) mit Merkzeichen (26, 27) versehen ist,
die den Merkzeichen der Anzeigeblende (14) entsprechend angeordnet sind.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE267109C true DE267109C (de) |
Family
ID=524191
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT267109D Active DE267109C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE267109C (de) |
-
0
- DE DENDAT267109D patent/DE267109C/de active Active
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