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Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Querschweißen und Quertrennen oder Querperforieren einer schrittweise in ihrer Längsrichtung bewegten Bahn aus thermoplastischem Material nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
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Eine derartige Vorrichtung ist aus der DE-PS 11 82 414 bekannt. Dort liegt die bewegbare obere Schweißstange, bezogen auf die Bewegungsrichtung der Bahn, stromaufwärts der am oberen Schweißkopf befestigten Schweißstange. Sie ist in bezug auf die befestigte obere Schweißstange so einstellbar, daß diese bei voneinander abgehobenen Schweißstangen mit ihrer Schweißfläche niedriger liegt als die bewegliche obere Schweißstange. Bei dieser Einstellung ist die bewegliche obere Schweißstange außer Betrieb gesetzt. Das Trenn- und/oder Perforationsmesser ist zwischen den oberen Schweißstangen angeordnet.
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Aus der US-PS 38 74 976 ist eine Vorrichtung zum Querschweißen und Quertrennen oder Querperforieren einer in ihrer Längsrichtung bewegten Bahn aus thermoplatischem Material bekannt, die zwei an einem Schweißkopf im Abstand voneinander und parallel zueinander angeordnete Schweißstangen, zwei an einem dem einen Schweißkopf gegenüberliegenden bewegbaren Schweißkopf gehalterte und von diesem auf die einen Schweißstangen zu und von ihnen fortbewegbare andere Schweißstangen und ein zwischen den Schweißstangen bewegbares Trenn- und/oder Perforationsmesser aufweist. Die anderen Schweißstangen und das zwischen ihnen angeordnete Messer sind aneinander fixiert und stehen zusammen unter der Wirkung einer im zugeordneten Schweißkopf abgestützten Federanordnung, die sie in Richtung auf den gegenüberliegenden, ebenfalls bewegbaren Schweißkopf drückt.
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Aufgabe der Erfindung ist es, eine Vorrichtung der eingangs genannten Art so weiterzubilden, daß während des Schweiß- und Schnittvorganges ein gleichmäßiger Klemm- und Schweißdruck auf die Bahn ausgeübt wird.
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Diese Aufgabe wird durch die im kennzeichnenden Teil des Patentanspruchs 1 angegebenen Merkmale gelöst.
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Bevorzugte und vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung gehen aus den Unteransprüchen 2 bis 5 hervor.
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Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird anhand der Figuren näher erläutert. Von den Figuren zeigt
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Fig. 1 eine schematisch dargestellte Beutelherstellungsmaschine mit dem Ausführungsbeispiel in Seitenansicht;
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Fig. 2 das Ausführungsbeispiel in einem Schnitt längs der Schnittlinie 3-3 in Fig. 1, wobei die beiden Schweißköpfe in geringstem Abstand voneinander angeordnet sind;
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Fig. 3 und 3A in Verbindung miteinander einen Schnitt längs der Linie 5-5 in Fig. 2 in vergrößerter Darstellung, der die beiden Schweißköpfe im Abstand voneinander und teilweise den Antriebsmechanismus für eine das Trenn- und/oder Perforationsmesser enthaltende Schneideinrichtung des Ausführungsbeispiels veranschaulicht;
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Fig. 3B einen längs der Linie 5-5 in Fig. 3 genommenen Schnitt, der vergrößert einen Teil der beiden Schweißköpfe in einer Stellung zeigt, bei der die Schweißstangen in Eingriff mit der Bahn stehen und das Messer die Bahn durchtrennt hat;
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Fig. 4 eine Draufsicht auf den unteren Schweißkopf mit fortgelassenem Mittelbereich;
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Fig. 5 einen vertikalen Schnitt längs der Line 9-9 in Fig. 2, der den oberen Schweißkopf vergrößert darstellt;
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Fig. 6 einen Schnitt längs der Linie 10-10 in Fig. 5;
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Fig. 6A einen Teilbereich des zerlegten oberen Schweißkopfes, der zwei Reihen quergerichteter Schweißstangen veranschaulicht; und
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Fig. 7 ein Zeitdiagramm zur Veranschaulichung der Arbeitsfolge der verschiedenen Bauteile des Ausführungsbeispiels.
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In der Fig. 1 ist die Vorrichtung zum Querschweißen und Quertrennen oder Querperforieren einer Bahn mit 20 bezeichnet und ist Teil einer Beutelherstellungsmaschine 22 nach der US-PS 36 63 338.
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Die Maschine 22 umfaßt einen Rahmen 24, in dem eine Rolle R mit Folien- oder Verpackungsmaterial aufgenommen ist. Dieses Material wird von der Rolle R als Bahn W abgezogen, die in bekannter Weise um Antriebswalzen 26, 28 und eine Anzahl von von Tänzerwalzen 30 zur Anpassung an die schrittweise Bewegung der Bahn W läuft. Der schrittweise Antrieb der Bahn W erfolgt durch Zugwalzen 32, 34. Die Vorrichtung 20 umfaßt nach den Fig. 2 und 3 einen feststehenden unteren Schweißkopf 35, der starr mit dem Rahmen 24 verbunden ist, einen oberen Schweißkopf 36, der in bezug auf den unteren Schweißkopf 35 mit Hilfe von Nocken 37, 38 auf einer Kurbelwelle 50 senkrecht zur Bewegungsrichtung der Bahn W hin- und herbewegbar ist, und eine hin- und hergehende Schneideinrichtung 39, die durch einen Nocken 40 betätigbar ist.
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Der Antrieb zur Hin- und Herbewegung des oberen Schweißkopfes 36 entspricht im wesentlichen demjenigen der US-PS 36 63 338.
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Die Vorrichtung 20 wird vorerst anhand der Fig. 2 bis 3A beschrieben.
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Der untere Schweißkopf 35 umfaßt zwei im Abstand nebeneinanderliegende Träger 140, 142, die mit Endplatten 144, 146 und einer mittleren Verstärkungsplatte 148 verschraubt sind. Die Träger 140, 142 sind an dem Rahmen 24 starr mit Hilfe von Ansätzen 150 und Kopfschrauben befestigt. Nach den Fig. 5, 5A sind quergerichtete untere Schweißstangen 154, 156 mit den Trägern 140, 142 verschraubt. Die Schweißstangen 154, 156 weisen aufwärts vorspringende, gerade, geriffelte oder mit Nuten versehene Bereiche 154 a, 156 a zum Erfassen der Bahn W auf. Geteilte Schweißkissen 158, 160 aus elektrisch und wärmeisolierendem Material weisen eine Nut zur Aufnahme eines flachen elektrischen Widerstands-Heizdrahtes 166, 168 auf, der aus Nickel-Chrom bestehen kann. Jeder Heizdraht 166, 168 wird durch starre Endklemmen 170, 172 und schwenkbare Endklemmen 174, 176 gehalten (Fig. 4).
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Die starren Endklemmen 170, 172 sind zweiteilige Metallplatten, die an den Trägern 140, 142 durch Schrauben 117 befestigt sind, die sich durch isolierende, abgesetzte Scheiben erstrecken. Jede Endklemme weist eine mit Gewinde versehene Anschlußklemme 180, 182 auf, die mit einer geeigneten Stromquelle verbunden ist. Zur Aufnahme der flachen Heizdrähte 166, 168 dient ein nicht dargestellter ausgesparter Bereich. Sie sind mit den zugeordneten Endklemmen 170, 172 durch Einstellschrauben verbunden.
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Um zu Verhindern, daß das geschmolzene thermoplastische Material an den unteren Heizdrähten 166, 168 anhaftet, sind breite Schürzen 201, 202 (Fig. 3) aus Polytetrafluoräthylen um diese Heizdrähte 166, 168 herumgezogen. Die Schürze 201 erstreckt sich zwischen zwei Spulen 206 und 208. Die Spule 206 weist einen rechtwinkeligen Endbereich auf, der im Interesse eines leichten Ausbaues in offenen Schlitzen 210 liegt, die in Stützarmen 212 ausgebildet sind, welche an den Endplatten 144, 146 befestigt sind (Fig. 4). Die Spule 208 weist Endbereiche auf, die in den Endplatten 144, 146 gelagert sind. Auf jedes Ende der Spule 208 ist eine Mutter 214 (Fig. 4) aufgeschraubt, die eine einfache manuelle Drehung dieser Spule gestattet. Sie wird gegenüber einer Axialverschiebung und freien Drehung durch Einstellschrauben 216 festgehalten, die unter Reibung in eine nicht gezeigte ringförmige Nut in den Endbereichen der Spule eingreifen. Wenn daher ein Teilbereich der Schürze 201 über dem Heizdraht 166 verschlissen ist, wird die Spule 206 aus ihren Schlitzen 210 herausgenommen, um 90° gedreht und wieder in diese Schlitze eingesetzt, nachdem zunächst die Spule 208 um einen entsprechenden Betrag gedreht worden ist, so daß eine andere Oberfläche der Schürze über dem Heizdraht 166 liegt.
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In ähnlicher Weise ist die Schürze 202 um den Heizdraht 268, eine abgewinkelte Führungsplatte 218 und Spulen 220 und 222 herumgezogen, die durch den unteren Schweißkopf 35 in ähnlicher Weise wie die Spule 208 aufgenommen sind. Die abgewinkelte Führungsplatte 218 ist mittels Schrauben an den Endplatten 144, 146 befestigt.
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Nach den Fig. 2 und 3 weist die Schneideinrichtung 39 ein Trenn- oder/und Perforationsmesser 230 zum Abtrennen der Bahn W auf, das während der Ruheperiode der Zugwalzen 32, 34 hin- und hergehend durch die Bahn W hindurchtritt. Das Messer 230 ist vorzugsweise ein gezahntes Messer, das sich quer zur Bewegungsrichtung der Bahn W erstreckt. Während des Schneidvorganges tritt die gezahnte Kante des Messers 230 zwischen den Schweißkissen 156, 160 nach oben hervor und durchtrennt die Bahn W vollständig. Wenn dagegen die Bahn W lediglich perforiert und nicht vollständig abgeschnitten werden soll, wird die Schneideinrichtung 39 so eingestellt, daß nur die Zahnspitzen des Messers 230 die Bahn W durchdringen.
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Das Messer 230 wird durch den Nocken 40 (Fig. 3A) betätigt, der eine Nachlaufrolle 232 erfaßt, die an einem Kurbelarm 234 gelagert ist. Der Kurbelarm 234 ist mit dem Rahmen 24 über eine Achse 236 schwenkbar verbunden und weist ein gegabeltes Ende auf, das einen Ring 238 drehbar aufnimmt. Eine senkrechte Achse 240 weist am oberen Ende einen Flansch 242 auf, liegt gleitend in dem Ring 238 und stützt eine schraubenförmige Druckfeder 244 zwischen den einander zugekehrten Oberflächen des Flansches 242 und des Ringes 238 ab. Eine Ausnehmung 246 auf der Oberseite des Flansches 242 nimmt das abgerundete Ende einer Einstellschraube 248 auf, die in einen kastenförmigen Träger 250 des Rahmens 24 eingeschraubt und durch eine Kontermutter 252 gehalten ist. Die Einstellschraube 248 und die Druckfeder 244 gewährleisten, daß die Nachlaufrolle 232 den Nocken 40 stets fest berührt.
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Eine einstellbare Stange 254 ermöglicht die Einstellung des Messers 230 so, daß es entweder die Bahn W vollständig durchschneidet oder erheblich perforiert. Die Stange 254 ist schwenkbar mit dem Kurbelarm 234 und einem Winkelhebel 256 (Fig. 2) verbunden, der schwenkbar mit den Trägern 140, 142 des unteren Schweißkopfes in Verbindung steht. In ähnlicher Weise liegt zwischen den Trägern 140, 142 ein Hebel 263, an dem ein Ende eines Messerträgers 264 drehbar abgestützt ist, dessen anderes Ende durch das obere Ende des Winkelhebels 256 drehbar abgestützt ist.
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Im Interesse einer leichten Demontage des Messers 230 zum Schärfen oder Austauschen ist eine Anzahl von Federklammern 268 (Fig. 3) vorgesehen, die nach innen gebogene untere Kanten 269 aufweisen und mit Muttern 270 verschweißt sind und die das Messer 230 und den Messerträger 264 mit Hilfe von länglichen abgesetzten Schrauben 272 klemmend verbinden, die in die Muttern 270 eingeschraubt werden. In Bohrungen des Messerträgers 264 sind Schraubenfedern 274 vorgesehen, die zum Abspreizen der Federklammern 268 von dem Messer 230 dienen, wodurch das Messer 230 leicht entfernt werden kann, wenn die Schrauben 272 gelöst werden. Justierstifte 278, die in Bohrungen des Messerträgers 264 angeordnet sind, nehmen die untere Kante des Messers 230 auf. Die Justierstifte 278 sind zugleich in Bohrungen der Federklammern 268 angeordnet und halten diese in der gewünschten senkrechten Ausrichtung.
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Der hin- und herbewegbare obere Schweißkopf 36 ist mit Hilfe von Achsstummeln 112 zwischen einer senkrechten und einer waagerechten Stellung verschwenkbar. Die Achsstummel 112 sind starr an den Enden eines quer zur Bewegungsrichtung der Bahn W verlaufenden oberen Trägers 290 angebracht. Mit dem Träger 290 ist ein T-förmiger Träger zur Aufnahme von Federn und zur Führung von Klammern verschraubt und umfaßt zwei Reihen von versetzten Bohrungen 294, 296, die sich teilweise in dem einen Führungsblock bildenden Steg des T-Trägers erstrecken. In jeder Bohrung ist eine Federanordnung 300 in Form einer Druckfeder und ein zylindrischer Führungsblock 302 aufgenommen, der gegen die Oberseite eines von mehreren Segmenten 304 A bis 304 F eines in bezug auf die Bewegungsrichtung der Bahn W stromabwärts liegenden Bahnandruckgliedes 304 und von einer gleichen Anzahl von Segmenten eines stromaufwärts liegenden Bahnandruckgliedes 306 anliegen.
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Nach Fig. 6A ist jedes Segment unabhängig von den anderen Segmenten und wird durch die Federanordnungen 300 nach unten gedrückt. Jedes Segment wird auf einer Seite durch den Führungsblock 298 und auf der anderen Seite durch innere Führungsflächen 308 und 310 von zwei zugeordneten Führungsblöcken 312 und 314 in Form von quergerichteten länglichen Führungsplatten geführt. Die Führungsblöcke 312 und 314 weisen Verdickungen 315, 316 auf, die an gegenüberliegenden Seitenflächen des Führungsblockes 298 anliegen und mit diesem durch Kopfschrauben 218 verbunden sind, so daß die Führungsflächen 308, 310 einen ausreichenden Abstand von dem Führungsblock 298 zum unabhängigen gleitenden Führen der Bahnandruckglieder 304, 306 aufweisen. Nach den Fig. 6 und 6A weisen die Enden der Bahnandruckglieder 304, 306 eine Aussparung 320 auf, durch die Vorsprünge 322 entstehen, die in die zugeordnete rechtwinkelige Verdickung 315, 316 eingreifen und die Abwärtsbewegung der Bahnandruckglieder 304, 306 begrenzen. Vorzugsweise ist nach den Fig. 5 und 6 ein im wesentlichen U-förmiger flexibler, elastischer Gummistreifen 324 mit der unteren Kante der Bahnandruckglieder 304, 306 verbunden, so daß die Bahn W während des Schweiß- und Schneidvorganges besser festgehalten wird. Die Bahnandruckglieder 304, 306 sind auf die geriffelten Bereiche 154 a, 156 a der Schweißstangen 154, 156 ausgerichtet.
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Im oberen Schweißkopf 36 sind nach Fig. 5 zwei obere Schweißstangen 330, 332 gehaltert. Die in bezug auf die Bewegungsrichtung der Bahn W stromaufwärts liegende obere Schweißstange 330 ist starr an dem Schweißkopf 36 befestigt und bewegt sich mit diesem während die in bezug auf die Bewegungsrichtung der Bahn W stromabwärts liegende obere Schweißstange 332 gleitend in dem oberen Schweißkopf 36 angeordnet ist. Ein Ende der stromabwärts liegenden oberen Schweißstange 332 ist derart gleitend in dem oberen Schweißkopf gehaltert, daß eine lineare Ausdehnung oder Zusammenziehung bei Temperaturänderungen möglich ist.
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Die stromaufwärts liegende Schweißstange 330 umfaßt einen quergerichteten länglichen Träger, dessen entgegengesetzte Ende mit abwärts ragenden Armen 336 verschraubt sind, die ihrerseits an den Träger 290 des oberen Schweißkopfes 36 geschraubt sind. Ein längliches Schweißkissen 338 aus elektrisch und wärmeisolierendem Material ist mit der Unterseite der stromaufwärts liegenden Schweißstange 330 verschraubt und weist eine längsgerichtete Nut auf, die einen elektrischen Heizdraht 342 aufnimmt.
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Zum Festhalten des Heizdrahtes 342 und des der stromabwärts liegenden Schweißstange 332 zugeordneten Heizdrahtes 342 a in deren Betriebsstellung sind beide Enden dieser Heizdrähte mit im wesentlichen gleichen, elastisch vorgespannten Endklemmen 344 verbunden. Diese weisen einen aus Nylon bestehenden Isolierblock 346 auf, der gleitend auf einem Achsstummel 348 aufgebracht ist. Dieser ist mit einem Ende an der stromaufwärts liegenden Schweißstange 330 befestigt und ragt von dieser nach außen. Der Isolierblock 346 wird durch eine Druckfeder 350 nach außen gedrückt. Sein Verschiebeweg ist durch einen Sprengring 352 auf dem Achsstummel 348 begrenzt. Mit dem Isolierblock 346 ist ein Halteblock 354 verbunden. Ein weiterer Halteblock aus Metall ist an dem Isolierblock 346 mit Hilfe eines Achsbolzens drehbar verbunden. An dem Halteblock 354 ist eine mit Gewinde versehene Anschlußklemme 360 befestigt und erstreckt sich mit Abstand durch eine Bohrung in dem schwenkbaren Halteblock, so daß das entsprechende Ende des zugeordneten Heizdrahtes 342 zwischen den beiden Blöcken beim Anziehen einer Mutter 362 der Anschlußklemme 360 eingeklemmt werden kann.
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Um das Schweißkissen 338 ist eine breite Schürze 366 aus Polytetrafluoräthylen gelegt und mit seinen Enden um Spulen 368, 370 gewickelt, so daß ein Ankleben des thermoschweißbaren Bahnmaterials an dem Heizdraht 342 verhindert ist. Die Spulen 368, 370 sind in dem nach unten ragenden Arm 336gelagert und können gedreht werden, so daß verschiedene Bereiche der Schürze 366 über dem Heizdraht liegen.
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Die stromabwärts liegende Schweißstange 332 entspricht im wesentlichen der stromaufwärts liegenden Schweißstange 330, außer daß sie gleitend in dem oberen Schweißkopf 36 angeordnet ist. Deshalb sind für diese Schweißstange 332 die gleichen Bezugszeichen verwendet, wie für die Schweißstange 330, wobei lediglich der Buchstabe a hinzugefügt ist.
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Die stromabwärts liegende Schweißstange 332 umfaßt einen quer zur Bewegungsrichtung der Bahn W gerichteten länglichen Träger 334 a und ein isoliertes Schweißkissen 338 a mit einem Heizdraht 342 a, der in seiner Position durch federbeaufschlagte Endklemmen 344 festgehalten wird. Eine Schürze 366 a aus Polytetrafluoräthylen ist um den Heizdraht 342 a und um Spulen 368 a, 370 a gezogen, die in nach unten ragenden Armen 380 gelagert sind. Die Arme 380 sind mit den Enden des Trägers 334 a verschraubt.
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Auf einer Seite der Arme 380 ist ein Schlitz vorgesehen, in dem ein länglicher Schenkel 382 einer T-förmigen Führungsstange 384 aufgenommen ist, die mit dem Träger 290 des oberen Schweißkopfes 36 verschraubt ist. Die andere Seite der Arme 380 ist durch eine angrenzende Fläche des Trägers 290 gleitend geführt. Eine Federanordnung 386 aus Druckfedern liegt in einem Sackloch in einem waagerechten Schenkel 388 der T-förmigen Führungsstange 384 und drückt gegen die Oberseite der zugehörigen Arme 380, so daß die stromabwärts liegende Schweißstange 332 nach unten gedrückt wird. Mit dem unteren Ende des Schenkels 382 der Führungsstange 384 ist ein Anschlag 390 verschraubt, der in die Bahn des zugeordneten Armes 380 hineinragt und dessen Abwärtsbewegung begrenzt.
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Der Schweißdruck zwischen der feststehenden stromaufwärts liegenden oberen Schweißstange 330 und der zugeordneten unteren Schweißstange 156 kann durch Einstellschrauben eingestellt werden, während die Federanordnung 386 den Schweißdruck zwischen der stromabwärts liegenden oberen Schweißstange 332 und der zugeordneten unteren Schweißstange 154 steuert.
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Die oberen Schweißstangen 330 und 332 sind zwischen ihren Enden leicht konvex in Richtung auf die unteren Schweißstangen 154, 156 gekrümmt. Dadurch ergibt sich ein gleichmäßiger Schweißdruck über die gesamte Länge der Schweißstangen. Dabei hat es sich gezeigt, daß eine Verbiegung von etwa 0,5 mm in der Mitte der Schweißstangen, die etwa eine Länge von 80 cm aufweisen, einen gleichmäßigen Schweißdruck über die gesamte Länge der Schweißstangen bewirkt, wenn sie in der beschriebenen Weise montiert werden. Die Federanordnung 386 der stromabwärts liegenden oberen Schweißstange 332 haben eine so hohe Federkonstante, daß diese Schweißstange während des Schweißvorganges im wesentlichen gerade gebogen wird, wodurch eine hochwertige Schweißung entsteht. Die Antriebskraft des die Hin- und Herbewegung des oberen Schweißkopfes 36 erzeugenden Antriebs, der bei der Beutelherstellungsmaschine nach der US-PS 36 63 338 einen pneumatischen Zylinder 118 umfaßt, muß so groß sein, daß die Federkraft der Federanordnung 386, der beiden gekrümmten oberen Schweißstangen 330 und 332 und die Kraft überwunden wird, die durch die federbelasteten Bahnandruckglieder 304 und 306 erforderlich ist.
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Gemäß Fig. 7 beginnt bei einer Beutelherstellungsmaschine 22 nach der US-PS 36 63 338 die Schrittfolge bei jedem Schweiß- und Schneidvorgang jedes Beutels, wenn der obere Schweißkopf 36 bei etwa 150° des Zyklus der Beutelherstellungsmaschine mit seiner Abwärtsbewegung beginnt. Dieser Punkt liegt vor Beendigung der Bewegung der Bahn W in der Schweiß- und Schneidposition. Die Bahn W hält bei 180° an. Bei etwa 190° beginnt das Messer 230 mit der Aufwärtsbewegung und die Bahnandruckglieder 304 und 306 erfassen die Bahn W auf beiden Seiten des Messers 230. Bei etwa 194° erfaßt die federbelastete, stromabwärts liegende obere Schweißstange 332 die Bahn W. Bei etwa 210° sind die Bahnandruckglieder 304 und 306 vollständig niedergedrückt, die federbelastete obere Schweißstange 332 ist ebenfalls vollständig niedergedrückt, die stromaufwärts liegende obere Schweißstange 330 ist abgeflacht und bringt den vollen Schweißdruck auf die Bahn W gegen den Widerstand der unteren Schweißstangen 154, 156 auf, und das Messer 230 dringt in die Bahn ein. Das Messer 230 schneidet oder perforiert die eingeklemmte Bahn W zwischen 210° und 250°. Der Nocken 40 ist so eingestellt, daß das Messer 230 bei 250° seine Aufwärtsbewegung beendet und beginnt, sich zurückzuziehen.
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Die Nocken 37, 38, die den oberen Schweißkopf 36 hin- und herbewegen, sind so einstellbar, daß die Ruhezeit, während der Hitze und Druck auf die Bahn W ausgeübt wird, veränderlich ist. Wenn die Beutel aus verschiedenen Arten von dünnen Bahnmaterialien bestehen, kann die Ruheperiode zwischen 210° und 270° bis 290° liegen. Dicke Bahnmaterialien können eine Ruhezeit von 210° bis 310° oder sogar bis 330° erfordern. Wenn die Ruheperiode bei 310° endet, wie es durch den durchgezogenen Pfeil in der Fig. 7 angedeutet ist, beginnt der obere Schweißkopf 36 zu diesem Zeitpunkt mit der Aufwärtsbewegung, so daß er unmittelbar den Schweißdruck zwischen der stromaufwärts liegenden oberen Schweißstange 330 und der gegenüberliegenden unteren Schweißstange 156 aufhebt. Bei fortgesetzter Aufwärtsbewegung des oberen Schweißkopfes 36 wird die federbelastete obere Schweißstange 332 bei etwa 326° angehoben und der Kontakt der Bahnandruckglieder 304 und 306 mit der Bahn wird bei etwa 330° aufgehoben. Zu diesem Zeitpunkt beendet das Messer 230 seine Bewegung und kehrt in die Ausgangsposition unterhalb der Bahn W zurück. Bei 360° wird die Bremse für die Zugwalzen 32, 34 gelöst und die Kupplung für diese Walzen greift ein, so daß eine weitere Beutellänge der Bahn W in die Schweißposition zwischen 0° und 180° des Zyklus der Beutelherstellungsmaschine 22 vorgerückt wird.