DE2659590A1 - Verfahren zur isotopentrennung aus gasfoermigen stoffgemischen - Google Patents
Verfahren zur isotopentrennung aus gasfoermigen stoffgemischenInfo
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Description
KRAFTWERK UNION AKTIENGESELLSCHAFT Unser Zeichen
VPA 76P 9 4 0 3 BRD
Verfahren zur Isotopentrennung aus gasförmigen Stoffgemi s chen
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Isotopentrennung
aus gasförmigen Stoffgemischen mit Hilfe einer isotopenspezifischen Anregung durch elektromagnetische Strahlung. Geeignet
ist eine Laserstrahlung, da sie erlaubt, hohe Intensität in einem sehr schmalen Frequenzband zu erreichen und Frequenzen
vom infraroten bis zum ultravioletten Bereich erzeugt werden können. Eine solche Strahlung ist daher geeignet, in einem Stoffgemisch
jene Stoffe selektiv anzuregen, deren Absorptionsspektrum Absorptionslinien dieser Wellenlänge aufweist. Diese Eigenschäften
der Laserstrahlung führte schon vor Jahren dazu, sie für Zwecke der Isotopentrennung einzusetzen. In diesem Zusammenhang
sei auf die deutsche Offenlegungsschrift 1 959 767 verwiesen, worin eine isotopenspezifische Anregung der einen Isotopenverbindung
vorgeschlagen wird, die dadurch befähigt wird mit einem Reaktionspartner chemisch zu reagieren. Für die Abtrennung des
Reaktionsproduktes, das vorzugsweise nur die eine Isotopenverbindung enthält, wurde beispielsweise eine fraktionierte Destillation
vorgeschlagen. In Anbetracht des steigenden Bedarfs an angereichertem Kernbrennstoff und des außerordentlich hohen technischen,
wie auch finanziellen Aufwandes für Anreicherungsanlagen, vornehmlich nach dem Diffusionsprinzip arbeitend, hatte diese Offenlegungsschrift,
wie auch viele andere Veröffentlichungen die
MU 21 Ant / 8.12.1976
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Isotopentrennung des Urans zum Ziel. Als praktisch einzige gasförmige
Uranverbindung wurde allen Vorschlägen UFg zugrunde gelegt.
Es stellte sich dabei jedoch heraus, daß bei dieser Verbindung bei Raumtemperatur die Absorptionslinien so dicht liegen,
daß die Banden praktisch ein Kontinuum bilden. Außerdem überlagern
sich die Banden der Isotopenverbindung 235 UFg und 238 UFg
so stark, daß eine selektive Anregung der einen Isotopenverbindung nur in völlig ungenügendem Maße möglich ist. Es wurde daher in
der deutschen Offenlegungsschrift 2 447 762 der Vorschlag gemacht, das gasförmige UFg adiabatisch zu entspannen und anschließend
die eine Isotopenverbindung anzuregen und damit zu einer chemischen Reaktion mit einem Reaktionspartner fähig zu machen. Die Abkühlung
bei der adiabatischen Entspannung bewirkt dabei sozusagen ein Einfrieren der Schwingungszustände der Moleküle und eine Verminderung
der Rotationen, so daß damit eine sehr starke Verschmälerung
der Banden, vornehmlich des Q-Zweiges derselben eintritt. Dies bewirkt, daß ein genügender Abstand zum Q-Zweig der anderen Isotopenverbindung
in Erscheinung tritt und eine selektive Anregung möglich wird. Auch hier muß anschließend das chemische Reaktionsprodukt,
welches das angeregte Uranisotop enthält, auf physikalischem oder chemischem Wege abgetrennt und wieder gewonnen
werden.
Bei der weiteren Entwicklung dieser Technik stellte sich daher die Aufgabe, unter Zugrundelegung der Abkühlung durch adiabatische
Entspannung der Uranisotopenverbindungen eine Trennung derselben auch ohne chemische Reaktion mit einem Reaktionspartner durchzuführen
und damit zu einem wesentlich einfacheren Verfahrensablauf
zu kommen.
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Eine Lösung dieser Aufgabe besteht erfindungsgemäß darin, daß das Stoffgemisch mit Zusatzgas im Überschuß adiabatisch entspannt
wird, wobei Entspannungsverhältnis sowie Anfangstemperatur so gewählt werden, daß einerseits eine isotopenspezifische Anregung
erreicht wird und andererseits Anlagerung der nicht angeregten Moleküle des Isotopengemisches an mindestens eine Komponente des
Zusatzgases bzw. deren Anlagerung oder Einbau in mindestens eine wenigstens vorübergehend kondensierende Komponente des Zusatzgases
eintritt und anschließend die durch Anlagerung oder Konden-
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sation entstandenen Komplexe von den gasförmig gebliebenen Teilen des Stoffgemisches auf physikalischem Wege getrennt
werden. Es hat sich dabei als vorteilhaft herausgestellt, daß das Zusatzgas eine andere Kondensationstemperatur als das zu
trennende Isotopengemisch und einen Adiabatenkoeffizienten 2 1»2
sowie große Anlagerungsaffinität bzw. Einlagerungsfähigkeit für die nicht angeregte Isotopenverbindung besitzt. Nach diesem
Verfahren werden also die nichtangeregten Anteile des Stoffgemisches aus Isotopenverbindungen an das kondensierte Zusatzgas
an- bzw. eingelagert, während die angeregte Isotopenverbindung infolge der erreichten höheren Schwingungszustände nicht oder
weniger häufig eingebaut wird.
Eine weitere Möglichkeit zur Durchführung dieses Verfahrens besteht
darin, daß bei der Anlagerung oder Kondensation des Zusatzgases zunächst auch alle Isotopenverbindungen mit angelagert werden
und hernach durch Laserstrahlung die eine Isotopenverbindung angeregt wird und sich damit aus dem angelagerten Zustand löst.
Abgesehen von den Erfordernissen zur selektiven Anregung müssen durch die adiabatische Entspannung Temperatur und Druck soweit
abgesenkt werden, daß entweder zumindest eine Komponente des Zusatzgases übersättigt ist oder eine Anlagerung an mindestens
eine Komponente des Zusatzgases stattfindet. Ersteres ist Voraus-Setzung
für das Eintreten der Kondensation. Eine rasche Kondensation kann bekanntlich durch das Einbringen von beispielsweise
durch elektromagnetische oder radioaktive Strahlung erzeugten Kondensationskeimen erreicht werden. Auch wirkt das Zumischen
eines leicht kondensierbaren Gases, wie z.B, Joddampf, in diesem Sinne.
Der Einstrahlungsort, in dem die Anregung der abzutrennenden Moleküle stattfindet, soll dabei so nahe an und in der Kondensationszone
liegen, daß die nichtangeregten der zu trennenden Moleküle zum großen Teil mit eingebettet werden, ehe die angeregten
ihre Energie durch Stöße verloren haben und dann kein Unterschied in der AnlagerungswahrscheinlichkeLt mehr besteht.
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Dies bedeutet, daß es zweckmäßig ist, die Lebensdauer der angeregten
Zustände im Verhältnis zur Kondensationszeit lang zu halten bzw. die Kondensationszeit kurz zu machen, damit eine
starke Trennung in einer Stufe erreicht werden kann. 5
Eine möglichst lange Lebensdauer der angeregten Zustände wird dabei durch Auswahl geeigneter Zusatzgase erreicht. Dies sind
solche, die entweder keine Schwingungszustände besitzen oder deren Anregungsfrequenzen sehr verschieden von der eingestrahlten
Frequenz sind, da dadurch Energieverluste bei Stoßen klein bleiben.
Die Kondensationszeit wird dadurch kurz gehalten, daß einerseits stark übersättigt und evtl. bekeimt wird und andererseits an tier
Stelle optimaler Trennung eine weitere Kondensation durch Temperaturerhöhung gestoppt wird. Letzteres kann z.B. durch einen
oder mehrere Verdichtungsstöße geschehen, die so bemessen sind, daß infolge der dabei auftretenden Temperaturerhöhung die Kondensation
zum Stillstand kommt. Außerdem kann die dabei und danach durchgeführte Druckrückgewinnung soweit getrieben werden, daß
die Strömung in den Unterschallbereich überführt und im anschließenden
Diffusor weiter erhöht wird.
Das Stoppen der Kondensation am Ort optimaler Trennung durch Temperaturerhöhung ist jedoch nicht in allen Fällen notwendig.
Beispielsweise dann nicht, wenn die weitere Kondensation ohnehin nahezu zum Stillstand kommt, da der Gasanteil der kondensierenden
Komponente des Zusatzgases so gewählt wurde, daß er genügend verarmt ist oder der Kondensatanteil dem zum stationären Zustand
gehörigen Anteil bei der betreffenden Entspannung genügend nahegekommen ist. Sie ist auch dann an dieser Stelle nicht sinnvoll,
wenn nach dem Einbau der nichtangeregten Isotopenverbindung auf bzw. über diese Kerne schließlich auch die angeregten in einer
äußeren Schicht an- bzw. eingelagert werden und diese äußere Schicht dann wieder durch Abdampfen vom Kern getrennt wird.
Dies bedeutet, die eigentliche Isotopentrennung findet wenigstens zunächst durch An- bzw. Einlagerung der nichtangeregten Isotopenverbindungen
am bzw. im kondensierten TeLl des Zusatzgases statt,
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anschließend erfolgt dann die räumliche Trennung der angeregten und deshalb nicht angelagerten oder zunächst außen angelagerten
und wieder verdampften gasförmigen Isotopenverbindung von den Kondensations- bzw. Anlagerungskomplexen. Hierzu gibt es verschiedene
Möglichkeiten. Zum Beispiel die, daß bei den erwähnten Verdichtungsstößen zur Druckrückgewinnung, die infolge
der Trägheitskräfte auf verschiedene Weise erzeugbaren Entmischungserscheinungen
im Stoffgemischstrahl genutzt, evtl. durch einen Abschäler Strömungspartien mit abgereichertem Isotop von
solchen mit angereichertem Isotop getrennt und anschließend an verschiedenen Orten kondensiert oder in verschiedene Räume geleitet
werden.
Weitere Trennungsmöglichkeiten wären die Absaugung der gasförmigen
Teile beim Eintritt des Strahles in einen Raum niedrigeren Druckes und Ausfrieren derselben, auch wäre es möglich, von dem
bekannten Prinzip der Wirbelentstaubung Gebrauch zu machen, da es sich um ein Gemisch aus Gas und kondensierten schwereren
Teilchen handelt.
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Zur weiteren Erläuterung dieser Erfindung sei auf einige in den Figuren 1-6 schematisch dargestellte Einrichtungen zur Isotopentrennung
nach diesem Verfahren hingewiesen. Einander funktionsmäßig entsprechende Teile sind dabei stets mit dem gleichen Bezugszeichen
versehen.
Die Fig. 1 zeigt schematisch das eigentliche Trenngefäß 1 in einem vertikalen Querschnitt. Auf der linken Seite dieses .Gefäßes
tritt durch die Entspannungsduse 2 das Gasgemisch, bestehend
aus Isotopengemisch I-1 o sowie das Zusatzgas Z ein.
Beide können vor ihrem Eintritt in die Düse 2 in einen nichtdargestellten Mischraum miteinander vermengt werden und haben
dort den Druck pQ. Zur Erreichung eines parallelen Strahles
soll sich der DUsenaustrittsdruck ρ des Stoffgemischstrahles
nicht stark vom Druck p^ im Inneren des Raumes 1 unterscheiden.
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Die Düse 2 ist als Schlitzdüse gebaut und hat beispielsweise eine Breite von 0,5 m. Dementsprechend hat auch der Stoffgemischstrahl
21 eine bandförmige Gestalt und wird von seiner schmalen Seite her quer von der angeregten Laserstrahlung 3
durchsetzt. Das Lasergerät ist der Übersichtlichkeit halber nicht dargestellt, der Laserstrahl kann dabei, wie angedeutet, aus
mehreren nahezu parallelen Strahlen bestehen, die je nach Lebensdauer
und Äbreicherungsoptimierung dicht oder mit Lücken nebeneinander
liegen. Im Falle mittlerer oder schwacher Absorption können sie durch Mehrfachspiegelung eines Strahles erzeugt
werden. Es ist auch möglich, einen Laserstrahl mit entsprechend langgestrecktem Querschnitt zu verwenden. Außerdem kann der
Strahlungsweg durch den Stoffgemischstrahl 21 in bekannter Weise bei mittlerer oder schwacher Absorption als optische Resonatorstrecke
ausgebildet sein, wodurch ein besserer Anregungswirkungsgrad bei gegebener Laserleistung erreichbar ist. Bereits während
dieser Durchstrahlung bzw. direkt hintereinander erfolgt die Kondensation des Zusatzgases Z sowie die An- und Einlagerung
der nichtangeregten Isotopenverbindung 1^.
Der Strahl 21 tritt anschließend in einen wiederum schlitzförmig gestalteten Aufnahmekanal 4 ein, an dessen engster Stelle du? ch
Einstellung des Druckes p2 ein Verdichtungsstoß 41 erzeugt wird.
Dieser bewirkt eine Geschwindigkeitsherabsetzung und Temperaturerhöhung und somit zunächst eine Beendigung der Kondensation,
so daß auch Jene Teilchen, die in der Zwischenzeit ihren
Anregungszustand durch Stöße verloren haben, nicht mehr an Kondensationskerne angelagert werden. Diese angeregten Teilchen
gehören der Isotopenverbindung I2 an. Darüber hinaus ergibt sich
durch die Erweiterung des Strömungskanals nach dem Verdichtungsstoß eine Aufweitung des Strahles, wobei vorwiegend die leichteren
Anteile desselben, darunter die gasförmige Isotopenverbindung Ip
nach außen abgelenkt wird. Der schwerere Anteil aus den Kondensationskomplexen strömt dagegen der Trägheit folgend im wesentliehen
gerade aus und tritt in den Sammelraum 14 ein, der gegenüber dem Verdichtungsstoß 41 mit einer schlitzförmigen öffnung
versehen ist. Damit sammeln sich durch diese Einrichtungen im
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Raum 15 der angeregte Teil I2 des ursprünglichen Isotopengemisches
und kann über die Leitung 12 abgesaugt werden, selbstverständlich auch noch mit einem Anteil des Zusatzgases Z. Der
kondensierte Teil des Zusatzgases mit den angelagerten Isotopenverbindungen I«. sammelt sich im Raum 14 und kann durch die
Leitung 13 abgeführt werden. Durch Einstellung des Druckes p,
relativ zum Druck p2 kann der in den Raum 14 ein- bzw. ausströmende
Gasanteil verändert und auf ein für die Trennung optimales Maß eingestellt werden.
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Anstatt eines Parallelstrahles kann durch Verminderung des Druckes p* in an sich bekannter Weise erreicht werden, daß sich
der Strahl nach der Düse 2 zunächst erweitert und dann zum trichterförmigen Schlitz der Wandung 4 hin wieder verengt. Dadurch
kann ein Teil der Entspannung hinter die Düse verlegt werden.
Das zu trennende Isotopengemisch besteht beispielsweise aus 235 UFg und 238 UFg mit Xenon als Zusatzgas. Das Mischungsverhältnis
beträgt etwa 1:50, die Eintrittstemperatur in die Düse 320 K, die Temperatur nach der Entspannung etwa 30 K. Die Düse
hat an ihrer engsten Stelle einen Spalt von 0,1 mm. Damit ergibt sich bei einem Eingangsdruck von 5 bar ein Druck ρ im
Stoffgemischstrahl 21 von ca. 7 Millibar. Eingestrahlt wird z.B.
im Q-Zweig der ι/ ,-Grundschwingung des 235 UFg mit einer Bandbreite,
die den wesentlichen Teil der Q-Bande erfaßt. Es kommen jedoch auch Kombinat ions schwingungen, wie z.B. die O* + ν ■*
infrage.
Bei Verwendung von CO2 als Zusatzgas ergibt sich beim gleichen
Mischungsverhältnis nach der Entspannung eine Temperatur von 50 K und ein Druck von 1,3 Millibar. Die Düse 2 hat dabei an
ihrer engsten Stelle eine Weite von 0,02 mm und an ihrer Austrittsseite im Inneren des Behälters 1 eine Weite von 3 mm.
in diesem Falle kann im Q-Zweig der \* ^ + ν ■$ des 235 UFg eingestrahlt
werden, mit einer Bandbreite, die den wesentlichen Teil des Q-Zweiges erfaßt.
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Der Verdichtungsstoß 41 kann entsprechend Fig. 2 auch unter Zuhilfenahme eines Keiles 43 erzeugt werden. Die Ablenkung der
Strömung nach außen bewirkt, daß sich die zusammengelagerten Komplexe größerer Masse infolge ihrer Trägheit in der Strömungszone,
die dem Keil 43 benachbart ist, sammeln. Ihre Substanz bleibt vorwiegend auch dann in diesen Zonen, wenn die Komplexe
infolge der Gaserwärmung durch den Verdichtungsstoß oder dir ch Auftreffen auf den Keil verdampft. Anschließend wird Jeder der
seitlichen Teilströme durch die zugeschärften Abschäler 5 in zwei weitere Teilströme aufgespalten, von denen jeweils der dem Keil
zugewandte Teilstrom die nichtangeregte Isotopenart, im vorliegenden Beispiel also das abgereicherte Uran, der äußere
Teilstrom, die angeregte Isotopenart, also das angereicherte Uran, enthält.
Die eingezeichneten Verdichtungsstöße - siehe insbesondere Fig. 3, die einen Ausschnitt aus Fig. 2 darstellt - führen unter
Druck- und Temperaturerhöhung die anfängliche Überschallströmung in eine ühterschallströmung über. Die anschließende Erweiterung
wirkt als Diffusor und führt zu einer weiteren Druckerhöhung. Dadurch wird der Aufwand für Pumpen wesentlich vermindert.
In Fig. 2 sind weiterhin in den Räumen 15 und 15 gekühlte
Trommeln 6 dargestellt, auf denen sich die Isotopenverbindungen in fester Form abscheiden. Diese Trommeln können drehbar vorgesehen
sein, wobei Abstreifeinrichtungen 61, die die darauf abgesetzten
Teilchen abschaben und diese somit als Feststoff in der angedeuteten Weise sammeln. Über die Leitungen 12 und 13 werden
die verbliebenen Restgase wiederum abgesaugt, diese enthalten dabei praktisch keine Anteile der zu trennenden Isotopenverbindungen
mehr.
Eine weitere modifizierte Trennmethode des angereicherten Teiles
der Isotopenverbindung vom angelagerten, also nichtangereicherten ist in Fig. 4 dargestellt.
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Düse und Trennwand 5 haben die gleiche Funktion wie in Fig. 1.
Die Abkühlung durch Entspannung kann soweit getrieben sein, daß zunächst nahezu vollständiger Einbau des UFg stattfindet, die
nicht angeregte Komponente, 2oB. das abgereicherte UFg befindet
sich jedoch dann im Kernbereich der kondensierten Kriställchen. Die angeregte Komponente befindet sich ihrer geringeren Anlagerungswahrscheinlichkeit
wegen im Außenbereich. Im weiteren Verlauf des Strahles kann die Außenschicht der Kriställchen infolge
Reibung und Wärmeübertragung im Restgas oder durch Bestrahlung 1Ö wieder abgedampft werden. An der Stelle der Kammer, an der die
abgedampfte Materie sich schon verteilt hat, die Kerne aber noch erhalten sind, ist der schlitzförmige Einlaß der blendenartigen
Wand 5 angeordnet.
Die Kondensationsteilchen mit den angelagerten Isotopenverbindungen
durchlaufen diesen Kinlaßschlitz 51 und treten in den Raum 14 ein, während die Ranteile des Strahles 21, die die angereicherte
Isotopenverbindung enthalten, von den Eingangsschlitzwänden 5 abgeschält werden und über die Leitung 12 abgesaugt werden können.
Die Fig. 5 enthält einen weiteren Vorschlag für die apparative Ausgestaltung der Entspannungsdüse 2. Durch die Auffächerung
des Strahles dieser anders gestalteten Düse mit Hilfe der stegförmigen Körper 18 ergeben sich Teilstrahlen 21 a, b, c, d und e,
denen jeweils Bestrahlungs- und Anregungszonen 5 nachgeschaltet sind. An eine Entspannungsdüse 2 schließen sich also in diesem
Falle fünf gleichartige Anregungs- und Trennsysteme ai, wie sie in *n vorhergehenden Figuren beschrieben sind. Die stegförmigen
Körper 18 sind gegenüber der Austrittsöffnung 2 scharfkantig ausgebildet, ihre Seitenflächen sind so gestaltet, daß sie vom
Stoffgemischstrahl nahezu tangential angeströmt werden und diesem die bereits erwähnte Form geben.
Eine andere recht einfache Gestaltung der Apparatur für die Durchführung
des erfindungsgemäßen Verfahrens ist in Fig. 6 dargestellt, hier durchsetzt der Laserstrahl 3 den Gasgemischstrahl
noch im Bereich der Entspannungsdüse 2. Die anschließende Kondensation des Zusatzgases und die Anlagerung der nichtangeregten
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Isotopenverbindung bewirkt die Ausbildung schwerer Teilchen im Vergleich zu dem angeregten Dampf der Isotopenverbindung.
Letzterer wird daher, wenn der Druck im Strahl beim Austritt aus der Düse wesentlich größer ist als der Innendruck im Behälter 1
wesentlich stärker auffächern als die schwereren kondensierten Teilchen, so daß letztere sich vorwiegend auf dem der Düse
gegenüberliegenden Teil der Behälterwandung ansetzen, die angeregten Teilchen dagegen vorwiegend auf den die Kammer 1 begrenzenden
oberen und unteren Flächen. Über die Leitung 12 wird durch Absaugung des Zusatzgases und eines Teils der angeregten
Isotopenverbindung I2 der benötigte Innendruck im Behälter 1
hergestellt. Die Wandung desselben ist selbstverständlich für die Ablagerung der Isotopenverbindung Ip bzw. I* gekühlt, außerdem
sind nichtdargestellte Vorrichtungen für die Abnahme der auf den
Wänden selektiv abgeschiedenen Isotopenverbindungen vorgesehen. Nach diesem Beispiel ist allerdings keine scharf getrennte Ablagerung
der angeregten bzw. nichtangeregten Isotopenverbindungsteilchen zu erwarten, vielmehr ergibt sich ein stetiger Übergang
zwischen der Abscheidung nichtangeregter Teilchen, also der Verbindung
I1 in der Mitte der der Düse 2 gegenüberliegenden Wandung
und der oberen und unteren Behälterwandung, auf denen vorwiegend die angeregten Teilchen, also die Isotopenverbindung Ip sich absetzen.
Weiterhin sei noch erwähnt, daß es möglich ist, das Zusatzgas und die Kondensationsbedingungen so zu wählen, daß bereits vor
der Kondensation eine Van der Waals-Bindung zwischen dem Zusatzgas
und den nichtangeregten Komponenten des zu trennenden Gemisches auftritt und diese Verbindung dann kondensiert, während
die selektiv angeregte Komponente der Isotopenverbindung diese Bindungen nicht oder in vermindertem Maße eingeht und deshalb
weniger leicht eingebaut wird. Umgekehrt kann das Verfahren auch so geführt werden, daß diese Van der Waals-Bindung zunächst
zwischen den beiden zu trennenden Isotopenverbindungen und dem Zusatzgas herbeigeführt wird, dann jedoch durch selektive Anregung
auch selektiv gelöst wird, so daß dann auch keine Anlagerung dieser angeregten Isotopenverbindung an das konden-
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sierende Zusatzgas mehr eintritt. Sollte dabei die bei der Kondensation
freiwerdende Wärme so groß werden, daß sie wieder zu einer teilweisen Vermischung der getrennten Isotopenverbindungen
führt, so ist es möglich, diese Wärme wenigstens teilweise durch den Zusatz eines weiteren Gases mit hohem Adiabatenkoeffizienten
aufzufangen. Die eingangs erwähnten zusätzlichen Einrichtungen zur Erzeugung von Kondensationskeimen wurden in den schematischen
Darstellungen aus Ubersichtlichkeitsgründen nicht mit aufgenommen,
zumal deren Wirkungsweise zeichnerisch nicht dargestellt werden kann.
Zusammenfassend sei bezüglich der selektiven Anregung noch erwähnt,
daß auch andere Frequenzen, bei welchen ein Unterschied in der Absorption der zu trennenden Isotope vorliegt, benutzt
werden können. Beispiele sind im Falle des UFg folgende Rotationsschwingungsbanden
des UFg: y,, (V 2 + V i^i (V3 +If 5)»
(V2 +V3); (V3 +V^ +V6); (V3 +.2V5); (2l/2 +U3); 3V3'
Obwohl prinzipiell auch die einzelnen Rotationslinien von P- und R-Zweigen infrage kommen, sind Q-Zweige·vorzuziehen, da bei
diesen ein wesentlich größerer Anteil an Molekülen selektiv erfaßbar ist.
Für die Auswahl der Frequenz sind außerdem Stärke der Absorption, Energie des angeregten Zustandes und seine Lebensdauer maßgebend.
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10 Patentansprüche
6 Figuren
6 Figuren
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Le e rs e ι te
Claims (10)
1. Verfahren zur Isotopentrennung aus gasförmigen Stoffgemischen
mit Hilfe einer isotopenspezifischen Anregung durch Laserstrahlung, dadurch gekennzeichnet,- daß das Stoffgemisch
mit Zusatzgas adiabatisch entspannt wird, wobei Entspannungsverhältnis sowie Anfangstemperatur so gewählt werden, daß
einerseits eine isotopenspezifische Anregung erreicht wird und andererseits Anlagerung der nichtangeregten Moleküle des
Isotopengemisches an mindestens eine Komponente des Zusatzgases bzw. deren Anlagerung oder Einbau in mindestens eine
wenigstens vorübergehende kondensierende Komponente des Zusatzgases
eintritt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Zusatzgas eine höhere Kondensationstemperatur als das zu
trennende Isotopengemisch und einen Adiabatenkoeffizienten —1,2 sowie große Anlagerungsaffinität bzw. Einlagerungsfähigkeit für die Isotopenverbindung besitzt.
3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß als Zusatzgas beispielsweise Xenon oder CO2 verwendet
wird.
4. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß zur wenigstens teilweisen Aufnahme der bei der Kondensation
freiwerdenden Wärme ein weiteres Gas mit hohem Adiabatenkoeffizienten zugemischt wird.
5* Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß zur Beschleunigung der Kondensation innerhalb des Gasstrahles Kondensationskeime erzeugt werden.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Kondensationskeime durch Einstrahlung von elektromagnetischer
oder radioaktiver Strahlung erzeugt werden.
0R|Q|NAL INSPECTED
7. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Kondensationskeime durch Zumischen eines leicht kondensierbaren
Gases, wie z.B. Joddampf erzeugt werden.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet,
daß als Isotopengemisch UFg verwendet wird.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß bei Verwendung von Xenon als Zusatzgas mit Hilfe eines
Lasers im Q-Zweig der >", Schwingung des UFg oder einer der
Kombinationsschwingungen dee UFg oder bei Verwendung von CO2
in einer der Kombinationsschwingung des UFg, insbesondere der (v ^ + ν·*) eingestrahlt wird.
10. Verfahren nach den Ansprüchen 1-9, dadurch gekennzeichnet, daß zur physikalischen Trennung von der Technik der Druckrückgewinnung
mit Hilfe von Verdichtungsstößen Gebrauch gemacht wird und/oder durch Ablenkung der Teilchenströme eine
Entmischung der in Anbetracht der Massenunterschiede zwischen kondensierten und nichtkondensierten Anteilen des Isotopengemisches
bewirkt und die Teilströme in verschiedene Bezirke der Auffangeinrichtung geführt werden.
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