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Aufbewahrungsbehälter für Kleinteile,
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insbesondere für Kurzwaren Die Erfindung betrifft einen Aufbewahrungsbehälter
für Kleinteile, insbesondere für Kurzwaren, mit zwei oder mehr relativ gegeneinander
um eine horizontale Schwenkachse verschwenkbaren Teilen, von denen mindestens einer
dieser Teile in eine Öffnungs- und in eine Schließstellung verschwenkbar ist und
Aufbewahrungsfächer besitzt.
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Bei einem bekannten Aufbewahrungsbehälter für Kurzwaren, einem sogenannten
Nähkasten, sind zwei Aufbewahrungsfächer enthaltende Kastenteile mittels Parallelführungen
mit einem Behälterkasten schwenkbar verbunden. Durch Auseinanderschwenken in entgegengesetzte
Richtungen gestatten sie den Zugriff zum zentralen Behälterkasten, während sie in
der zusammengeklappten Schließstellung den Behälterkasten überdecken. Als Parallelführung
dienen an jeweils zwei einander gegenüberliegenden Außenseiten der schwenkbaren
Kastenteile gelagerte Koppelgelenkstangen. Insbesondere bei unachtsamer Handhabung
neigen diese Parallelführungen zum Verklemmen. Ferner
geben die
Kastenteile in der Öffnungsstellung den zentralen Behälterkasten nicht völlig frei;
sie überlappen vielmehr noch dessen Öffnung, wodurch Hohlräume entstehen, die nicht
ohne weiteres einsehbar sind. Schließlich besteht ein Nachteil darin, daß die die
Parallelführung bildenden Teile von den Außenflachen des Behälters abstehen und
damit die Behälterabmessungen erweitern, ohne dessen Aufbewahrungsvolumen zu vergrößern
und nicht zuletzt d4e Handhabung des Behälters behindern. r Diese Nachteile werden
bei bekannter aufklappbaren Werkzeugkästen vermieden, bei welchen ein als Träger
für Werkzeuge dienender Behälterdeckel um eine am Rand eines Behälterkastens angeordnete
Drehachse um beispielsweise 180° vom Behälterkasten völlig abgeschwenkt werden kannv
Hferbei müssen jedoch die Werkzeuge am Behälterdeckel fest arretiert sein. Der Behälterdeckel
kann also nicht zur Aufbewahrung von losen Kleinteilen, wie z.B. von Nägeln, dienen.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Aufbewahrungsbehälter
der eingangs genannten Art so auszugestalten, daß die relativ gegeneinander verschwenkbaren
Teile des Behälters über einfache Schwenkachsen miteinander verbunden sind und daß
trotzdem die schwenkbaren Behälterteile mit offenen Aufbewahrungsfächern für lose
Kleinteile ausgestattet sein können.
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Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß die Aufbewahrungsfächer
frei drehbar an dem oder den schwenkbaren Behälterteilen gelagert sind und daß bei
jedem Aufbewahrungsfach der Fachschwerpunkt unterhalb seiner Drehachse liegt. Der
erfindungsgemäße Aufbewahrungsbehälter gestattet eine volle Ausnutzung des Behältervolumens
einschließlich seiner schwenkbaren Behälterteile für die Aufbewahrung von
Kleinteilen,
wie Fadenrollen9 Nähnadeln, oder auch Werkzeugen, Nägeln, Schrauben und dergleichen,
ohne daß etwa eine Parallelführung für die schwenkbaren Behälterteile erforderlich
ist. Die Aufbewahrungsfächer können sich vielmehr beim Schwenkvorgang relativ gegenüber
dem schwenkbaren Behälters teil drehen und verbleiben damit in einer Stellung, in
welcher die Fachböden stets unten liegen. Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der
Erfindung sind die in Form von langger streckten, nach bben offenen Wannen oder
Gondeln ausgebildeten Aufbewahrungsbehälter mittelbar oder unmittelbar an einander
gegenüberliegenden Wandungen des oder der vorzugsweise kastenartig ausgebildeten,
schwenkbaren Behälterteile gelagert. Hierbei kann der kastenartige bzw. wannenartige
Behälterteil unmittelbar den in der Schließstellung nach außen hin geschlossenen,
um eine einfache Drehachse verschwenkbaren Deckel eines nicht-schwenkbaren Behälterkastens
bilden, im Gegensatz zu dem eingangs geschilderten bekannten Nähkasten, bei welchem
infolge der Parallelführung der verschwenkbare, nach oben offene Behälterteil durch
einen zusätzlichen Deckel verschlossen werden muß.
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Die Erfindung wird an Hand von in der Zeichnung dargestellten AusfUhrungsbeispielen
nachstehend erläutert.
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Es zeigt: Fig. 1 eine erste Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Aufbewahrungsbehälters in perspektivischer Darstellung, Fig. 2 eine Schnittdarstellung
einer zweiten Ausführungs form des erfindungsgemäßen Aufbewahrungsbehälters,
Fig.
3 die perspektivische Ansicht einer Einzelheit des Aufbewahrungsbehälters gemäß
Fig. 2 in vergrößerter Darstellung, Fig. 4 und 5 zwei Alternativlösungen von erfindungsgemäßen
Aufbewahrungsbehältern, die an einer Wand befestigbar sind, Fig. 6 eine weitere
Ausführungsform eines kastenartigen Aufbewahrungsbehälters, Fig. 7 und 8 mehrere
Ausführungsformen von Aufbewahrungsfächern für Aufbewahrungsbehälter gemäß den vorhergehenden
Figuren.
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Beim Ausführungsbeispiel gemäß Fig.1 besteht ein kofferartiger Aufbewahrungsbehälter
aus einem zentralen Behälterkasten 1 sowie aus zwei Behälterteilen 3, die mittels
Drehachsen darstellende Drehgelenke 4 mit dem Kastenrand des Behälterkastens 1 verbunden
sind und die aus der strichpunktiert angedeuteten Schließstellung in die dargestellte
Öffnungsstellung durch Verschwenken in entgegengesetzte Richtungen um z.B. 900 verschwenkbar
sind. Die kastenartigen, lediglich nach einer Seite hin offenen Behälterteile 3
besitzen Handgriffe 5. Im Hohlraum der Behälterteile 3 sind in Form von langgestreckten,
nach oben offenen Wannen ausgebildete Aufbewahrungsfächer 6 mittels Zapfenlagerung
7 an gegenüberliegenden Wandungen 8, 9 der beiden Behälterteile 3 frei drehbar gelagert,
derart, daß deren Fachböden und deren Fachschwerpunkte unterhalb ihrer Drehachsen
(Zapfenlagerung 7) liegen. In den parallel zueinander in den beiden Behälterteilen
3 angeordneten Aufbewahrungsfächern 6 können Kleinteile, insbesondere Kurzwaren,
aufbewahrt
werden, wobei durch die freie Drehbarkeit der Aufbewahrungsfächer
6 gewährleistet ist, daß mit dem Verschwenken der Behälterteile 3 um die Drehgelenke
4 die Aufbewahrungsfächer 6 stets in der gleichen Stellung mit unten liegenden Fachböden
und nach oben gerichteten Fachöffnungen verbleiben Mit der Verschwenken der Behälterteile
7 in die Öffnungsstellung ist der gesamte Hohlraum des Behälterkastens 1 ofen und
voll- einsehbar, ebenso wie die Aufbewahrungsfächer 6 arr den Behälterteilen- 3.
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Beim Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 2 besitzt ein truhenartiger Aufbewahrungsbehälter
ein-en~Behälterkasten 10 mit zwei Facheinsätzen 11, 12 sowie einen. um ein eine-
Drehachse darstellendes Drehgelenk 15 gegenüber dem Behälterkasten 10 verschwenkbaren,
kastenartigen Behälterteil 14, welcher den Deckel des Behälterkastens 20 bildet.
Im Hohlraum des Behälterteils 14 ist an dessen seitlichen Wandungen 15 ein in Fig
3. näher -gezeigter tronmelfõrmiger-Rotationsträger 16« im wesentlichen bestehend
aus zwei runden Scheiben 17 frei drehbar mittels Zapfenlagerung 18 gelagert. Am
Rotationsträger 16, d.h zwischen den Schelben 17, sind ebenfalls durch Zapfenlagerung.
mehrere Aufbewahrungsfächer 6 frei drehbar gelagert, wie an Hand Fig. 1 erläutert.
Die Aufbewahrungsfächer 6 sind gleichmäßig am Umfang der Scheiben 17 verteilt Mit
dem Öffnen des Aufbewahrungsbehälters, d.h.
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mit dem Verschwenken des Behälterteils 14 um das Drehgelenk 13 drehen
sich ebenso wie bei Fig. 1 die nach oben offenen, wannenförmigen Aufbewahrungsfächer
6 relativ gegenüber dem Behälterteil 14 um deren Lagerzapfen 7, so daß die Fachböden
20 stets unten liegen. Durch Drehen des Rotationsträgers 16 kann jedes Aufbewahrungsfach
6 in den Bereich der offenen Seite 19 des Behälterteils 14 gebracht werden.
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Ähnlich wie beim Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 2 besteht der Aufbewahrungsbehälter
gemäß Fig. 6 aus einem Behälterkasten 21 und einem um ein Drehgelenk 22 schwenkbaren,
den Deckel des Behälterkastens 21 bildenden Behälterteil 23.
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Wie in Fig. 1 sind hierbei Aufbewahrungsfächer 6 frei drehbar im Hohlraum
des schwenkbaren Behälterteils 23 gelagert.
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Durch das Füllniveau andeutende horizontale Linienzüge 24 ist auch
hier angedewket, daß sich beim Verschwenken des Behälterteils 23 die Stellung der
Fachböden 20 nicht ändert.
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Beim Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 4 ist ein kastenartiger Behälterteil
25 huber ein eine Drehachse darstellendes Drehgelenk 26 mit einer Konsole 27 verbunden,
die z.B. an einer senkrechten Wand 28 befestigt sein kann. Im Hohlraum des nur nach
einer Seite 29 hin offenen Behälterteils 25 sind in der schon geschilderten Weise
frei drehbar Aufbewahrungsfächer 6 gelagert, die mit Verschwenken des Behälterteils
25 in Pfeilrichtung um etwa 1800 frei zugänglich sind, wie durch strichpunktierte
Linienzüge angedeutet. Hierbeivbefindet sich das Drehgelenk 26 am freien Ende der
senkrecht von der Wand 28 abstehenden Konsole 27. Im Gegensatz hierzu ist beim Ausführungsbeispiel
gemäß Fig. 5 ein nach nur einer Seite 31 hin offener Behälterteil 32 über ein Drehgelenk
33 mit einer flächig an der Wand 28 befestigten Konsole 34 verbunden, welches Drehgelenk
33 am unteren Ende der Konsole 34 angeordnet ist. Auch hier sind im Hohlraum des
Behälterteils 32 frei drehbar Aufbewahrungsfächer 6 gelagert, die mit dem Verschwenken
des Behälterteils in Pfeilrichtung um 900 bis zur Anlage an einem ortsfesten Anschlag
35 frei zugänglich sind,- wie durch strichpunktierte LinienzUge ange-Seutetv In
Fig. 7 ist in Schnittdarstellung ein wannenförmiges Aufbewahrungsfach 6 gezeigt.
Ebenso wie bei den vorbeschriebenen
Ausführungsbeispielen besitzt
dieses Aufbewahrungsfach 6 eine runde Querschnittsform Der Hohlraum des Aufbewahrungsfachs
6 wird begrenzt durch seitliche, kreisrunde Wandscheiben 36 sowie durch den ringabschnittsförmigen
Fachboden 20, welcher beim Ausführungsbeispiel sich über das Kreiszentrum hinaus
erstreckt. Die Drehachse bzw. die Zapfenlagerung 7 befindet sich außermittig in
der oberen Scheibenhälfte Sie kann sich jedoch9 wie strichpunktiert angedeutet,
auch im Scheibenientrum oder aber in Nähe des Scheibenrandes befinden.
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Beim Äusführungsbeispiel gemäß Fig. 8 ist ein Aufbewahrungsbehälter
37 in Form einer Gondel ausgebildet. Dabei wird der Aufbewahrungshohlraum begrenzt
durch Seitenwandungen 38 mit Lageransätzen 399 sowie durch einen schiffchenartigen
Fachboden 40, welcher einen Steg 41 zur Unterteilung des Hohlraumes aufweisen kann.
Wie durch strichpunktierte Linienzüge angedeutet, können sich gemäß weiteren Ausführungsformen
die Seitenwandungen sowie die einander gegenüberliegenden Begrenzungen des Fachbodens
bis oberhalb der Drehachse bzw. der Zapfenlagerung 7 erstrecken.
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