DE2658639A1 - Verfahren und vorrichtung zur herstellung von rohrelementen, insbesondere aus bewehrtem beton - Google Patents
Verfahren und vorrichtung zur herstellung von rohrelementen, insbesondere aus bewehrtem betonInfo
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Description
- Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Rohr-
- elementen, insbesondere aus bewehrtem Beton Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Rohrelementen, insbesondere aus bewehrtem Beton, sowie eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens. Die erfindungsgemäßen Rohrelemente finden insbesondere beim Bau von Abwasser- und Wasserleitungen Verwendung.
- Es ist ein Verfahren zur Herstellung von keramischen Rohrelementen bekannt, bei dem die keramische Masse in einen Trichter eingeführt wird, aus dem sie anschließend mittels Schaufeln in eine Einpreßschnecke gelangt, welche unter der Wirkung eines elektrischen Antriebs in ständige Drehbewegungen versetzt wird.
- Die sich drehende Einpreßschnecke preßt die keramische Masse in einen formgebenden Teil ein, in dem ein Rohrelement mit vorgegebener Form erzeugt wird.
- Bekannt ist auch ein von der schwedischen firma SENTAB verwendetes Verfahren zur Herstellung von Rohrelementen aus bewehrtem Beton, bei dem in den Raum zwischen einer Außen- und Innenform eine in Form eines Rohrelementes vorbereitete Bewehrung eingeführt wird, wonach von einer Stirnseite der senkrecht aufgestellten Form in diesen Raum eine Betonmischung eingeführt wird. Im Ergebnis des Rüttelns der äußeren Form verlagert sich die Betonmischung nach unten und füllt somit den Raum zwischen der Außen- und der Innenform auf. Das herzustellende Rohrelement verbleibt in der Form bis zum Erreichen der geforderten Größe und Festigkeit. Anschließend wird die Außenform abgenommen und das Rohrelement mit der vorgegebenen Gestalt entfernt.
- Aus der US-PS 1 134 202 ist eine Vorrichtung zur Herstellung von Rohrelementen, insbesondere aus bewehrtem Beton bekannt, die eine Innenform aufweist. Die Außenform bildet hier ein nach oben auf der Außenfläche des zu formenden Rohrelements verschiebbarer Abstreichring. Auf dem Gestell der Vorrichtung ist eine Spule mit Bahnen einer Netzbewehrung befestigt, die gleichzeitig mit dem Abstreichring längs der Erzeugenden der drehbar angeordneten Innenform nach oben verstellt wird.Die Betonmischung wird sukzessive in den Raum zwischen der Innenform und dem Abstreichring, in dem sich auch die hier eingelegte Bahn der Netzbewehrung befindet, eingeführt.
- Der Nachteil des ersten beschriebenen Verfahrens besteht in der Unmöglichkeit, eine ununterbrochene Netzbewehrung einzuführen.
- Der Nachteil des zweiten Verfahrens besteht in der Notwendigkeit, die Bewehrung der Form und den Abmessungen der zu formenden Rohrelemente anzupassen und diese vorher herzustellen. Ein gemeinsamer Nachteil dieser beiden Verfahren ist die begrenzte Länge der Abschnitte der zu formenden Rohre, die abhängig von der Formungseinrichtung oder den Formen ist( sowie daß der Formungsprozeß in senkrechter Richtung durchgeführt werden muß.
- Der Nachteil der dritten Lösung besteht in der drehbar angeordneten Innenform, wodurch es erforderlich ist die Formungsvorrichtung mit beträchtlichem Energieaufwand zu speisen und komplizierte Antriebssysteme zu bauen. Ein weiterer Nachteil ist auch der, daß, um die gewünschte Ununterbrochenheit der Längsnetzbewehrung zu erzielen, die Bahnen der Netzbewehrung im Laufe des Aufwickelns miteinander zu verbinden sind, was den Aufbau dieser Vorrichtung bedeutend kompliziert. Auch hier trifft der Nachteil der notwendigen senkrechten Aufstellung der Formungsvorrichtung zu.
- Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren zur Herstellung von Rohrelementen anzugeben, bei welchem je nach Bedarf Abschnitte von Rohrelementen aus bewehrtem Beton von beliebiger Länge ohne Notwendigkeit, die Bewehrung vorzubereiten, erhalten werden können.
- Eine weitere Aufgabe der Erfindunq ist es, eine Vorrichtung zur Herstellung von Rohrelementen nach dem erwähnten Verfahren anzugeben, die es ermöglicht, lange Rohrelemente zu erhalten, ohne dabei eine vorgeformte Bewehrung einzuführen und die waagerecht anordenbar ist.
- Die erfindungsgemäße Aufgabe wurde durch ein Verfahren, bei dem die Betonmischung in einen Trichter eingeführt und nachher auf eine sich drehende Schnecke gebracht wird, welche die Betonmischung in den Raum zwischen einem Zylinderelement und einem Formungselement einpreßt, dadurch gelöst, daß gleichzeitig mit dem Formen des Rohrelementes die Quer- und die Längsbewehrung, vorzugsweise in Form von Stäben, Drähten oder Bändern gefawt.wird, wobei das geformte Rohrelement kontinuierlich aus-der Form durch die durch die Einpreßschnecke eingedrückte Betonmischung ausgeschoben wird.
- Vorzugsweise wird die Bewehrung des Rohrelementes durch mindestens eine die Querbewehrung bildende Spirale und mindestens vier die Längsbewehrung bildende Stäbe geformt.
- Ebenfalls vorzugsweise wird in der ersten Vorbereitungsphase auf bekanntem Wege die Quer- und die Längsbewehrung an einem Zugring befestigt, der an der Stirn des zu formenden Rohrelementes angeordnet ist und bei der Bildung des Rohrelementes mit diesem aus der Form ausgeschoben wird. Die Spirale der Querbewegung wird durch Drehen eines Drehringes mit darauf angeordneter Spule für eine Bewehrung, zum Beispiel in Drahtform, um das Gehäuse erzeugt. Bei der Gestaltung der Querbewehrung verschiebt sich die Längsbewehrung linear in Richtung des Formens des Rohrelementes.
- Die erfindungsgemäße Vorrichtung zur Herstellung von Rohrelementen mit einem Trichter zum Zuführen der Betonmischung in ein Gehäuse und mit einer durch ein Antriebssystem drehbar in dem Gehäuse angeordneten Einpreßschnecke ist dadurch gekennzeichnet, daß sie mit einem Zugring versehen ist, der verschiebbar auf einem zylindrischen Element angeordnet ist, wobei dieses zylindrische Element eine Verlängerung der Einpreßschnecke bildet.
- Außerdem weist die erfindungsgemäße Vorrichtung Führungen für die Längsbewehrung, die am Umfang verteilt im Inneren des Gehäuses angeordnet sind, auf und einen Drehring, der drehbar auf dem Gehäuse aufgesetzt ist und mindestens eine abnehmbar angeordnete Spule für die Querbewehrung trägt, wobei der Drehring einen Spalt zum Einführen der Querbewehrung nach innen aufweist.
- Das Vorrichtungsgehäuse weist vorzugsweise ein bewegliches Formelement auf, das mit dem die Verlängerung der Einpreßschnecke bildenden zylindrischen Element die Form des Rohrelementes bestimmt, wobei der Übergangsteil des zylindrischen Elementes zur Einpreßschnecke die Form eines Kegelstumpfes aufweist. Darüber hinaus ist jede Führung mit mindestens einer am Umfang des Gehäuses angeordneten Spule für das Längsbewehrungsmaterial ausgestattet.
- Das erfindungsgemäße Verfahren und die erfindungsgemäße Vorrichtung ermöglichen es, das Gehäuse waagerecht aufzustellen und Abschnitte von Rohrelementen aus bewehrtem Beton von beliebiger Länge herzustellen, ohne Notwendigkeit, daß ein Bewehrungsnetz vorher vorbereitet und hergestellt werden muß, da es gleichzeitig während der Herstellung des Rohrelementes gebildet wird.
- Die Erfindung wird nachstehend an einem AusfUhrungsbeispiel unter Bezug auf die Zeichnung; die eine erfindungsgemäße Vorrichtung im Axialschnitt zeigt, näher erläutert.
- Wie aus der Zeichnung ersichtlich, enthält die Vorrichtung ein auf einem Unterbett 2 aufgestelltes Gehäuse 1, in dessen Innerem eine Welle 3 drehbar angeordnet ist, die fest mit einer Einpreßschnecke 4 verbunden ist und über ein Zahnradgetriebe durch einen Elektromotor M1 angetrieben wird. Das eine Endstück der Einpreßschnecke 4 ist als zylindrisches Element 5 ausgebildet, dessen Übergangsteil zur Einpreßschnecke 4 die Form eines Kegelstumpfes aufweist.
- Darüber hinaus befinden sich im Inneren des Gehäuses 1 acht Führungen 6 für Längsbewehrungen 7. Im oberen Teil des Gehäuses 1.
- ist ein Trichter 8 montiert, in welchen Betonmischungen eingeführt werden. Auf dem Gehäuse 1 befinden sich an der Seite des Antriebs am Umfang verteilt angeordnete Tragarme 9 mit Spulen 10 für das Material der Längsbewehrungen 7. Auf dem von der Antriebsseite entfernt liegenden Teil des Gehäuses 1 ist ein Drehring.11 angeordnet, der über ein Zahnradgetriebe durch einen Elektromotor M2 angetrieben wird und mit zwei Spulen 12 für das Material der Querbewehrungen 13 sowie mit einem zum Einführen der Querbewehrung ins Innere dienenden Schlitz 16 versehen ist.
- Ein Formelement 14 ist an die Stirn und von der Stirn des Gehäuses mittels eines Verstellgetriebes 15 heran- bzw. wegführbar und so angeordnet, daß zwischen dem Formelement 14 und dem Gehäuse 1 der Schlitz 16 zum Einführen der Querbewehrung 13 in das Forminnere frei bleibt. Auf dem zylindrischen Element 5 ist verschiebbar ein Zugring 17 angeordnet. Das durch die Vorrichtung geformte Rohrelement 18 wird durch eine Stütze 19 abgestützt und gehalten.
- Das erfindungsgemEßeVJerfahren zur Herstellung von Rohrelementen wird in zwei Phasen verwirklicht, und zwar in einer Vorbereitungsphase und in der eigentlichen Herstellungsphase.
- In der Vorbereitungsphase wird das Formelement 14 mittels des Verstellgetriebes 15 von der Stirn des Gehäuses 1 weggeführt, um das Aufschieben des Zugringes 17 auf das zylindrische Element 5 zu ermöglichen. Auf die am Umfang des Gehäuses 1 verteilt angeordneten Tragarme 9 werden acht Spulen 10 mit einem Material für die Längsbewehrung 7 aufgesetzt. Acht Stäbe bzw. Drähte dieser Bewehrung werden durch die acht am Umfang auf dem Gehäuse 1 verteilt angeordneten Führungen 6 durchgeführt und auf bekannte Weise am Zugring 17 befestigt. Die zwei auf dem Drehring 11 angeordneten Spulen 12 mit dem Material für die Querbewehrung 13 werden etwas abgewickelt und die verwendeten Bewehrungsdrähte werden durch den Schlitz 16 durchgeführt und ebenfalls auf bekannte Weise mit dem Zugring 17 verbunden. Nach Befestigung der Stäbe bzw. Drähte der Längsbewehrung 7 und des Drahtes der Querbewehrung 13 am Zugring 17 wird das Formelement 14 wieder an die Stirn des Gehäuses 1 herangeführt.
- In der eigentlichen Herstellungsphase nach dem Einschalten des die Einpreßschnecke 4 antreibenden Elektromotors M1, wird in den Trichter 8 eine Betonmischung eingeführt, aus dem sie auf die sich drehende Einpreßschnecke 4 gelangt, welche die Betonmischung in Richtung des Zugringes 17 weiter transportiert und zusammenpreßt. Wenn die Betonmischung die Stirn des Zugringes 17 berührt, wird der den Drehring 11 antreibende Elektromotor M2 eingeschaltet. Die durch die Einpreßschnecke 4 durchgepreßte Betonmischung bewirkt das Herausschieben des Zugringes 17. Der sich dadurch herausschiebende Zugring 17 verlegt die von den Spulen 10 abgewickelte Längsbewehrung 7, wobei gleichzeitig durch die Drehung des Drehringes 11 mit den darauf aufgesetzten Spulen 12 um das Gehäuse 1 die Querbewehrung 13 gebildet wird.
- Die Betonmischung wird durch ihre Verdichtung im Raum zwischen dem Formelement 14 und dem zylindrischen Element 5 zu einem Rohrelement 18 geformt, das durch die Stütze 19 unterstützt wird.
- Nach dem Erreichen der geforderten Länge des Rohrelementes 18 wird dieses auf bekannte Weise abgeschnitten.
- L e e r s e i t e
Claims (7)
- patentansprüche 1.)Verfahren zur Herstellung von Rohrelementen, insbesondere aus bewehrtem Beton, durch Einführen einer Betonmischung in einen Trichter und nachfolgend auf eine sich drehende Schnecke, welche die Betonmischung in einen Formraum zwischen einem zylindrischen Element und einem Formelement hineinpreßt, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß gleichzeitig mit dem Formen des Rohrelementes die Quer- und die Längsbewehrung, vorzugsweise in Form von Stäben, Drähten oder Bändern, gebildet wird, wobei das geformte und bewehrte Rohrelement aus der Form mittels der durch die Einpreßschnecke eingepreßte Betonmischung herausgeschoben wird.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Bewehrung eines Rohrelementes mindestens eine die Querbewehrung bildende Spirale und mindestens vier die Längsbewehrung bildende Stäbe geformt werden.
- 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß in der Vorbereitungsphase zum Formen des Rohrelementes die Quer- und die Längsbewehrung an einem Zugring auf bekannte Weise befestigt wird, wobei der Zugring derart angeordnet wird, daß er die Stirn des geformten Rohrelementes formt und sich im Laufe dessen Herstellung mit dem geformten Rohrelement verschiebt.
- 4. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Spirale (n) der Querbewehrung durch die Umdrehung eines Drehringes mit darauf aufgesetzter Spule für eine Bewehrung, beispielsweise einem Draht, um das Gehäuse gleichzeitig mit der Linearbewegung der Bildung der Längsbewehrung geformt wird (werden).
- 5. Vorrichtung zur Herstellung von Rohrelementen, insbesondere aus bewehrtem Beton, mit einem Trichter zum Einführen einer Betonmischung in ein Gehäuse, in dem ein bewegliches Formelement eingesetzt ist, und einer durch ein Antriebssystem drehbar in dem Gehäuse angeordneten Einpreßschnecke, dadurch gekennzeichnet, daß sie einen Zugring (17) enthält, der verschiebbar auf einem zylindrischen Element (5) aufgesetzt ist, das eine Verlängerung der Einpreßschnecke (4) bildet und am Umfang im Inneren des Gehäuses (1) angeordnete Führungen (6) für Längsbewehrungen (7) und einen drehbar auf dem Gehäuse (1) angeordneten Drehring (11) mit mindestens einer darauf abnehmbar befestigten Spule (12) für Querbewehrungen (13) aufweist, wobei der Drehring (11> einen zum Einführen der Querbewehrung (13) dienenden Schlitz (16> aufweist.
- 6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Übergangsteil des zylindrischen Elementes (5) zur Einpreßschnecke (4) die Form eines Kegelstumpfes aufweist.
- 7. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß jede der Führungen (6) mindestens eine am Umfang des Gehäuses (1) angeordnete und auf ihm befestigte Spule (10) für Längsbewehrungsmaterial aufweist.
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