DE2658664C2 - Vorrichtung zur Übergabe von Gegenständen, insbesondere von Platten, Blöcken o.dgl. - Google Patents
Vorrichtung zur Übergabe von Gegenständen, insbesondere von Platten, Blöcken o.dgl.Info
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung der im Oberbegriff von Anspruch 1 angegebenen und aus der
DE-OS 16 83 796 bekannten Art zur Übergabe von Gegenständen, insbesondere von Platten, Blöcken
od. dgl.
Bei der bekannten Vorrichtung ist ein Rollenförderer vorgesehen, der beiderseits eines Querförderers Abschnitte
aufweist, unter denen in tiefen Gruben Aufzüge angeordnet sind, auf denen jeweils ein Fördergestell
ruht. Das Fördergestell wird von unten in Richtung der Rollen des Rollenförderers verschoben, wobei die frei
laufenden Rollen an den oberen Enden von langen, vertikalen Stangen gelagert sind, die auf dem Boden der
Gruben freistehend befestigt sind. Da die vertikalen Stangen während des Betriebes nicht einmal schwingen
dürfen, müssen sie eine relativ hohe Steifigkeit aufweisen. Anderenfalls wurden die Rollen klemmen,
wodurch die Gegenstände, die gewöhnlich als Gruppen zu- und abgeführt werden, in Unordnung gebracht
würden. Erschwerend kommt hinzu, daß in Ziegeleien u.dgl. ziemlich rauhe Arbeitsbedingungen anzutreffen
sind, so daß auch aufgrund der hohen Lasten die Gefahr besteht, daß sich die vertikalen Stangen deformieren.
Diese Gefahr ist besonders deshalb gegeben, weil zwischen den vertikalen Stangen keinerlei Querversteifungen
vorgesehen sein können, die sonst das vertikale Verschieben der Fördergestellte verhindern würden.
Alis diesem Grunde können die Rollen des Rollenförclerers
auch nur als frei laufende Rollen ausgebildet sein. Ein weiterer Nachteil der bekannten Anordnung ist
darin zu sehen, daß die Aufzüge zum vertikalen Bewegen des Fördergestells lange, vertikal angeordnete
Schraubenspindeln aufweisen. Als Antriebe für die Schraubenspindeln sind am Boden der Gruben Kegelradgetriebe
und Antriebsmotoren vorgesehen, die durch ständig herabrieselnden Staub und Bruch
vorzeitig verschmutzt werden und eine erhebliche
ίο Wartung bedingen, die in den tiefen Gruben nur schwer
ausführbar ist.
Demgegenüber ist es Aufgabe der Erfindung, den konstruktiven Aufwand für eine Vorrichtung der
eingangs näher erläuterten Art zu reduzieren und diese
is betriebssicherer und weitgehend wartungsfrei zu
machen.
Zur Lösung dieser Aufgabe werden erfindungsgemäß die im kennzeichnenden Teil von Anspruch 1 angegebenen
Merkmale vorgeschlagen.
Hierdurch wird der Vorteil erreicht, daß die Rollen in
einem Maschinengestell fest gelagert sind und an ihren Stirnseiten herausragende Wellen aufweisen, an denen
beispielsweise Kettenräder befestigt sind. Gruben können vollständig entfallen und die an dem oberen,
horizontalen Rahmen befestigten, frei nach unten hängenden Stützen stabilisieren sich aufgrund ihres
Eigengewichts und richten sich entsprechend aus, so daß
sie störungsfrei in die Zwischenräume zwischen den Rollen hineinbewegt und zwischen diesen verstellt
werden können. Durch das zusätzliche Gewicht der Gegenstände oder Gruppen von Gegenständen wird
die Ausrichtung der Stützen nicht beeinträchtigt, sondern eher verbessert, sofern sich im Betrieb eine der
Stützen deformiert haben sollte. Die Vorrichtung erfordert keinen großen konstruktiven bzw. herstellungstechnischen
Aufwand und arbeitet zuverlässig und störungsfrei, selbst in Betrieben mit starkem Staub- bzw.
Schmutzanfall, wie Ziegeleien od. dgl.
Vorteilhafterweise ist jeder Rahmen mit Rädern versehen, so daß das Fördergestell mit den nach unten weisenden Stützen und den dazwischen befindlichen Querstäben, auf denen die zu transportierenden Gegenstände ruhen, auf Schienen verfahrbar ist. Diese sind oberhalb des Rollenförderers zweckmäßierweise höhenverstellbar, wobei in weiterer Ausgestaltung der Erfindung weiterhin vorgesehen ist, daß die Einrichtung zum vertikalen Bewegen des Fördergestells gegenüber dem Rollenförderer Fühler aufweist, die die relative Bewegung jedesmal unterbrechen, wenn eine Reihe von Querstäben die Höhe der Zwischenräume des Rollenförderers erreicht.
Vorteilhafterweise ist jeder Rahmen mit Rädern versehen, so daß das Fördergestell mit den nach unten weisenden Stützen und den dazwischen befindlichen Querstäben, auf denen die zu transportierenden Gegenstände ruhen, auf Schienen verfahrbar ist. Diese sind oberhalb des Rollenförderers zweckmäßierweise höhenverstellbar, wobei in weiterer Ausgestaltung der Erfindung weiterhin vorgesehen ist, daß die Einrichtung zum vertikalen Bewegen des Fördergestells gegenüber dem Rollenförderer Fühler aufweist, die die relative Bewegung jedesmal unterbrechen, wenn eine Reihe von Querstäben die Höhe der Zwischenräume des Rollenförderers erreicht.
Die Antriebsorgane des Rollenförderers können aus Kettenrädern bestehen, die auf den Wellen der Rollen
befestigt und durch eine gemeinsame Kette drehbar sind.
Um die Gegenstände eines beladenen Fördergestells einer anderen Maschine, beispielsweise einem anderen
Förderer, zuzuführen, wird das Fördergestell in den Zwischenräumen des Rollenförderer nach unten
abgesenkt, bis dessen Rollen die Gegenstände von den Qüerstäben heben. Danach Werden die Rollen in der
Richtung gedreht, in der sie die Gegenstande zu der
anderen Maschine befördern sollen. Sobald die unterste Reihe von Qiierstäben geleert ist. wird das Fördergestell
M weiter abgesenkt, bis die /weite Gruppe von Gegenständen
von den sie aufnehmenden Querstäben abgehoben ist. was solange fortgesetzt wird, bis das
Fördergestell vollständig entlade·* ist. Heim Beladen
wird umgekehrt vorgegangen.
Durch geeignete Anordnung herausnehmbarer Querstäbe ist das Fördergestell Gegenständen praktisch
jeder Form und Größe anpaßbar.
Die Vorrichtung ist zwischen unterschiedlich schnell 5
arbeitenden Stationen besonders vorteilhaft einsetzbar, um beispielsweise die Oberschußproduktion einer
schneller arbeitenden Station auszugleichen, was beispielsweise bei Einschicht-Tunnelöfen in modernen
Ziegel werken vorteilhaft sein kann. Die zu brennenden ι ο Keramikmaterialien durchlaufen den Tunnelofen auf
einer Rollenbahn. Da es unwirtschaftlich ist, den Ofen nachts oder an Feiertagen stillzusetzen, kann mit der
Vorrichtung die größere Kapazität der Ziegelformstation und Glasierstation vor dem Tunnelofen und der
Ziegelsortier- und Verpackungsstationen hinter dem Tunnelofen besser ausgenutzt werden. Um den Ofen
auch während der Stillstandszeiten der übrigen Anlage auszunutzen, genügt es, vier erfindungsgemäße Vorrichtungen
in die Produktionskette einzusetzen.
Eine erste Vorrichtung ist nach der Glasierstation eingesetzt,
um die geformten und glasierten Ziegel aufzunehmen. Die mit den Ziegeln gefüllten Fördergestelle
werden abgestellt und, sobald der Ofen zur Aufnahme der Ziegel bereit ist, zu einer zweiten Vorrichtung transportiert,
die vor dem Ofeneingang angeordnet ist, um die Ziegel von den gefüllten Fördergestellen in den Ofen einzuführen.
Die leeren Gestelle werden vor der ersten Vorrichtung zur weiteren Verwendung abgestellt Die gebrannten
Ziegel, die aus dem Ofen kommen, werden in die Gestelle aufeinanderfolgend mit dem Förderer einer
dritten Vorrichtung eingebracht, die vor dem Ofenausgang angeordnet ist, und die mit den gebrannten Ziegeln
gefüllten Gestelle werden abgestellt und in eine vierte Vorrichtung eingebracht, die vor der ersten Verarbei- J5
tungsstation der gebrannten Ziegel angeordnet ist, z. B. der Ziegelsortierstation, in die sie von den Fördergestellen
übertragen werden, wenn die Arbeit an dieser wieder aufgenommen wird. Die geleerten Fördergestelle
der vierten Vorrichtung werden ebenfalls bereit für ihre Wiederverwendung in der ersten Vorrichtung
abgestellt. Alle anderen Vorgänge können vollständig
automatisiert sein.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wiedergegeben, das anhand der nachfolgenden
Beschreibung näher erläutert. Er. zeigt:
Fig. 1 eine Seitenansicht des Fördergestells, wobei eine untere Ecke weggebrochen ist,
F i g. 2 eine Vorderansicht des Fördergestells,
F i g. 3 eine Draufsichs des Fördergestells,
F i g. 3 eine Draufsichs des Fördergestells,
F i g. 4 eine vergrößerte Darstellung des in F i g. 1 von einem Kreis umschlossenen Details,
F i g. 5 einen Querschnitt des Details gemäß F i g. 4,
Fig.6 teilweise im Schnitt eine Seitenansicht des Fördergestells und des mit diesem zusammenwirkenden Rollenförderers,
F i g. 5 einen Querschnitt des Details gemäß F i g. 4,
Fig.6 teilweise im Schnitt eine Seitenansicht des Fördergestells und des mit diesem zusammenwirkenden Rollenförderers,
F i g. 7 eine Draufsicht der Vorrichtung gemäß F i g. 6, Fig.8 eine Seitenansicht der Vorrichtung in Verbindung
mit einem Tunnelofen einer Ziegelei und
F i g. 9 eine Draufsicht der Anordnung gemäß F i g. 8. Ein Fördergestell 1 hat einen Rahmen 2 aus zwei
horizontalen Balken, die durch zwei Querträger 3 verbunden sind. Von jedem Balken hängt nach unten
eine Reihe vertikaler Stützen 4 herab, so daß bei diesem Ausführungsbeispiel somit nur zwei Reihen von Stützen ei
4 vorgesehen sind, jede Stütze 4 einer Reihe ist mit der ihr gegenüberliegendem Stütze 4 der anderen Reihe
durch eine Gruppe von Querstäben 5 verbunden. Der Abstand zwischen benachbarten Stützen 4 bzw.
Querstäben 5 jeder Reihe ist größer als der Durchmesser von Rollen 7 eines Rollenförderers 6, so daß die
Stutzen 4 und die Querstäbe 5 durch die Zwischenräume zwischen den Rollen 7 hindurchgeführt werden können
(F i g. 6 und 8).
Wie in der weggebrochenen Ecke der Fig. 1 und in
F i g. 6 und 7 gezeigt, ruhen auf den Querstäben 5 Gegenstände, wie Ziegel 17, die sich gemäß Fig. 1, 6
und 7 über zwei Querstäbe 5, jedoch auch mehr Querstäbe 5 erstrecken können.
Gemäß Fig. 7 sind Wellen 8 der Rollen 7 in Lagern drehbar geführt, die an einem Rahmen 9 der
Vorrichtung vorgesehen sind, und tragen Kettenräder 10, die gemeinsam durch eine Kette 11 von einem am
einen Ende der Vorrichtung befindlichen Kettenrad angetrieben werden, das in beiden Richtungen über eine
Transmissionskette 14 von einem Motor 12 und einem Untersetzungsgetriebe 13 angetrieben wird (F i g. 6).
Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist der obere, aus den beiden Balken und den beiden
Querträgern 3 aufgebaute Rahmen Z mit Rädern 15 versehen, durch die das Fördergestell 1 auf nicht
dargestellten Schienen verschiebbar ist. An den Querträgern 3 des Rahmens 2 ist ein Tragbügel 16
angec-dnet, um das Fördergestell mittels eines Hebezeugs auf eine Einrichtung zum vertikalen Bewegen des
Fördergestells 1 gegenüber dem Rollenförderer aufzusetzen.
In Fig.6 und 7 ist beispielsweise das Be- und Entladen des Fördergestells 1 mit Ziegeln 17 dargestellt.
Wenn der Bandförderer und die Rollen 7 beispielsweise im Uhrzeigersinn umlaufen, werden die Ziegel 17 von
dem Bandförderer zu dem Rollenförderer 6 transportiert, wobei die drei oberen Gruppen von Querstäben 5
bereits mit Ziegeln 17 belegt sind. Das Fördergestell 1 wird angehoben, sobald die erste Reihe der Gruppe von
Ziegeln 17 den letzten Querstab 5 der vierten Reihe erreicht hat. Ein in geeigneter Weise angeordneter
Fühler kann vorgesehen sein, um die Rollen 7 und den Bandförderer anzuhalten und die fünfte Reihe von
Querstäben 5 in die Zwischenräume zwischen den Rollen 7 des Rollenförderers 6 zu heben.
Wenn sich der Bandförderer und die P.ollen 7 im Gegenuhrzeigersinn drehen, stellt Fif.6 den Entladevorgang
des Fördergestells 1 dar, wobei die beiden untersten Reihen von Querstäben 5 bereits geleert sind
und die Rollen gerade die Ziegel 17 von der dritten Reihe von unten zu dem Bandförderer transportieren.
Wenn die Rollen 7 und der Bandförderer oder ein anderer Förderer mit der gleichen Umfangsgeschwindigkeit
umlaufen, wird die Anordnung der Gruppe von Ziegeln während dieser Verschiebebewegungen nicht
«jeäi.dcrt.
Alle Verschiebevorgänge ebenso wie das schrittweise Anheben und Absenken des Fördergesteiis 1 können
durch bekannte Einrichtungen vollständig automatisiert werden, wobei insbesondere Fühler vorgesehen sind, die
die relative Bewegung des Fördergestells 1 gegenüber dem Rollenförderer 6 jedesmal unterbrechen, wenn eine
Reihe von Querstäben 5 die Höhe der Zwischenräume des Rollenförderers 6 erreicht.
Bei dem Anwendungsbeispiel gemäß F i g. 8 und 9 ist die Vorrichtung zum gruppenweisen Transport von
Ziegeln in einen Of;n 23 vorgesehen. Die vier Räder 15
des Fördergestells 1 laufen auf Armen 20. die an Führungsstützen 21 vertikal verschiebbar sind. Nicht
gezeigte Einrichtungen sind vorgesehen, um den Armen
20 eine intermittierende vertikale Bewegung zu verleihen und die Reihen von Querstäben 5 aufeinanderfolgend
in die Zwischenräume zwischen den Rollen 7 des Rollenförderers 6 einzubringen. Die Ziegel werden
in Gruppen P 4 in Richtung eines Bandförderers 19 bewegt und von dort aus zu dem Eingang des nur
teilweise gezeigten Tunnelofens 23.
Die offene Konstruktion des Fördergestells 1 und die Zwischenräume zwischen den Rollen 7 des Rollenförderers
6 gestatten es, das Fördergestell 1 gegenüber dem Rollenförderer 6 innerhalb von dessen Rahmen seitlich
zu verschieben. In gleicher Weise kann das Fördergestell derart ausgebildet sein, daß seine Querstäbe 5
entfernbar und/oder vertikal verschiebbar sind, um den vertikalen Abstand zwischen den Reihen den Abmessungen
der von der Vorrichtung /u verladenden Gegenstände anzupassen.
Hier/u 3 Blatt Zeichnungen
Claims (4)
1. Vorrichtung zur Übergabe von Gegenständen, insbesondere von Platten, Blöcken od. dgl. von
einem Rollenförderer, dessen Rollen durch Zwischenräume getrennt sind, zu einem Fördergestell
und umgekehrt, wobei das Fördergestell aus zwei parallelen Reihen von Stützen besteht, zwischen
denen Querstäbe vorgesehen sind und deren Abstand innerhalb der Reihe derart bemessen ist,
daß die Querstäbe innerhalb der Zwischenräume zwischen den Rollen vertikal bewegbar sind, und
wobei eine Einrichtung zum vertikalen Bewegen des Fördergestells gegenüber dem Rollenförderer vorgesehen
ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Stützen (4) nur an einem oberen, horizontalen
Rahmen (2) hängend gefestigt sind und daß mindestens an einer Stirnseite jeder Rolle (7) des
Rollenförderers Antriebsorgane (10,11) vorgesehen sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Rahmen (2) mit Rädern (15) versehen ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch I1 dadurch gekennzeichnet,
daß die Einrichtung zum vertikalen Bewegen des Fördergestells (1) gegenüber dem Rollenförderer (6) Fühler aufweist, die die relative
Bewegung jedes Mal unterbrechen, wenn eine Reihe von Querstäben (5) die Höhe der Zwischenräume
des Rollenförderers erreicht
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Antriebsorg-;ne aus Kettenrädern
(10) bestehen, die auf den Wellen (8) der Rollen (7) befestigt und durch eine gem insame Kette (11)
drehbar sind.
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