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Elektrischer Brotröster
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Die vorliegende Erfindung betrifft einen elektrischen Brotröster mit
einer Röstgradsteuerung und einem Gehäuse, in dem mindestens eine an zwei Seiten
Heizkörper aufweisende Röstkammer angeordnet ist.
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Bekannte Brotröster dieser Art weisen eine Kompensationseinrichtung
auf, die den Röstgradunterschied der bei gleicher Röstdauer zwischen einem ersten
Röstvorgang bei anfänglich kaltem Gerät und einem zweiten oder folgenden Röstvorgang
bei warmem Gerät auftreten würde, vermeidet. Diese Kompensationseinrichtungen machen
die Steuerung des Brotrösters fertigungstechnisch aufwendiger und störanfälliger.
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Ferner sind Brotröster bekannt, die zur Kühlung des Brotröstergehäuses
z. B. um billigere Kunststoffmaterialien für Teile des Gehäuses und Bedienungs-
und Traggriffe verwenden zu können, Frischiuftzufuhröffnungen im Bodenreich aufweisen.
Der die Röstkammer enthaltende Gehäuseabschnitt des Gerätes wirkt aufgrund seiner
Heizkörper wie ein Kamin un zieht kühlende Frischluft durch das Gerät, die durch
die Brot-Ein- und Ausgabeschlitze entweicht.
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Derartige Geräte brauchen weniger Kompensation der vorstehend beschriebenen
Art, da das Gerät sich weniger aufheizt und zwischen den einzelenen Röstvorgängen
schneller abkühlt. Eine Kompensationseinrichtung ist jedoch auch bei diesen bekannten
Brotröstern erforderlich, um den Grad der Gleichmäßigkeit des Röstgrades zu erreichen,
den der Verbraucher von einem Brotröster heutzutage als selbstverständlich erwartet.
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Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Brotröster
der eingangs beschriebenen Art zu schaffen, der einen geringen Fertigungsaufwand,
eine hohe Zuverlässigkeit und eine hohe Gleichmäßigkeit des Röstgrades aufweist.
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Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch Kombination der folgenden
Merkmale gelöst: a) daß die Heizkörper eine geringe Wärmespeicherkapazität besitzen;
r b) daß das Gehäuse Frischluftzufuhr- und Luftauslaßöffnujigen aufweist und als
die Heizkörper umfassender und insbesondere diesen Frischluft zuführender Kamin
ausgebildet ist und c) die Röstgradsteuerung eine thermisch unkompensierte Zeitsteuerung
ist.
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Zum Ausgleich der Kühlwirkung der zugeführten Frischluft muß die Heizleistung
zwar etwas heraufgesetzt werden. Diese Leistungserhöhung hält sich bei der erfindungsgemäßen
Konstruktion jedoch in erträglichen Grenzen, da nicht wie bei den üblichen bekannten
Brotröstern ein Heizkörper mit hoher Wärmespeicherkapazität z. B. wie eine mit Heizleiter
bewickelte Isolierplatte aufgeheizt werden muß und damit die den Heizleitern zugeführte
Energie schneller in Form von Wärmestrahlung zur Verfügung steht. Auch während des
Röstvorganges kann der Heizkörper aufgrund seiner geringen Wärmespeicherkapazität
nicht als Wärmesenke dienen, die von der zugeführten Frischluft gekühlt wird und
damit Leistung entzieht. Im übrigen wird die relativ geringe Erhöhung der erforderlichen
Heizleistung durch den einfacheren Aufbau des Brotrösters aufgewogen.
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Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der erfindungsgemäßen Konstruktion
sind im Gehäuse, vorzugsweise im Bereich der Lufteinlaßöffnungen Luftleitflächen
angeordnet. Hierdurch kann die Luft so geführt werden, daß eine minimale, sich auf
den Röstgrad auswirkende Aufheizung des Gerätes erzielt wird. Zu demselben
Zweck
können in Weiterbildung der erfindungsgemäßen Konstruktion die Heizkörper eine die
Heizleiter tragende Luft- und Wärmestrahlen durchlässige Gitterstruktur aufweisen.
Diese Art der Heizkörper mit geringer Wärmespeicherkapazität ermöglicht es die zu
den Heizkörpern parallelen Außenwände des Brotröstergehäuses als Reflektoren für
die Heizkörper auszubilden. Diese Mahßnahmen führen weiter in die Richtung geringer
Wärmespeicherfähigkeit, da das Gerät im Bereich der Röstkammern kein Material enthält,
das wesentlich Wärme speichern könnte. Die Außenwjinde nehmen aufgrund der reflektierenden
Oberfläche an ihrcr Innenseite relativ wenig Wärme an.
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Im folgenden wird die Erfindung anhand schematischer Zeichnungen an
einem Ausführungsbeispiel näher erläutert.
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Es zeigt: Fig. 1 eine Seitenansicht eines erfindungsgemäßen Brotrö.sters;
Fig. 2 in einem vergrößerten Maßstab einen Schnitt im wesentlichen entlang der Linie
II-II und Fig. 3 einen Heizkörper des Brotrösters gemäß den Figuren 1 und 2 in einer
Seitenansicht.
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Der Brotröster weist unter einer Haube 2 mit verspiegelter Innenwand
4 und einer deekseitigen Broteingabeöffnung 6 eine Röstkammer 8 auf. An beiden Seiten
derselben sind Heizkörper 10 und 12 angeordnet und durch daran befestigte Schutzgitter
14 und 16 gegen Berührung mit in der Röstkammer 8 auf einem Brotträger 18 getragenen
Brotscheiben 20 geschützt. Bode@seitig ist unter der Röstkammer 8 eine kiumelschale
22 angeurdnet und durch zwischen dieser und der Haube 2 freibleibende Längsschlitze
24 und 26 strömt Frischluft in das Innere der Haube und wird durch die darin auftretende
kaminwirkung nach oben und durch den Broteingabeschlitz 6 gefördert. Randabschnitte
28 und 30 der Haube und
32 und 34 der Krümelschale sind nach oben
abgebogen und bilden Luftleitflächen, die die zugefübrte Frischluft insbesondere
den Heizkörpern 10 und 12 zuführen.
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Im dargestellten Ausführungsbeisplel bilden die Luftleltflächen auf
die Heizkörper gerichtete Düsen. Es können sich jedoch auch andere Arten der Luftführung
als zweckmäßig erweisen.
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Die Haube 2, die Heizkörper 10 und 12 und die Krümelschale 22 werden
von Seitenteilen 36 und 38 getragen, wobei ddas @@chte Seitenteil 38 eine nicht
näher dargestellte Röstgradsteuereinrichtung 39 mit einer thermisch unkompensierten
Zeitsteuerung in Form eines Uhrwerkes, sowie einen Röstgradstellknchel 40, einen
Aufzugshebei 42 und nicht dargestellte Führungen fur den Brotträger 18 aufweist.
Mit dem Aufzugshebel 42 wird der Brotträger 18 abgesenkt und die Zeitsteuerung aufgezogen
und in Gang gesotzt. Füße 44 und 46 stellen eine ausreichende Frischluftzufuhr zur
Bodenseite sicher.
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Der in Figur 3 dargestellte Heizkorper 10 weist ein oberes, nach unten
offenes U-fermiges Bieehprofil 30 und ein unteres nach oben offenes U-förmiges Blechprofll
62 und darin feslgkelemmle außete Isoliermaterisistege 54 und 56 auf. Um diesen
Rahmen ist ein flacher Heizleiter 58 in Serpentineu gewickelt. Zwischen den äußeren
Isoliermaterialstegen 54 und 56 sind zwei dazu paralleie vertikale Isoliermaterialstere
60 und 62 in den horizoutalen U-Profilen 50 und 52 festgeklemmt, wobei jeder dieser
Stege aus zwel aufeinandergelegten und die Bahne@ des Heizieirers 18 zwischeneinander
festklemmenden lspliermaterialstreilen 64 zusammengesetzt ist.
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Die Haube 2 mit verspiegelter lanenwand 4 weist zwei im wesentllchen
zu den Heizkörpern 10 und 12 parallele und als Reflektoren 5 und / tür diese ausgeblldeten
Außenwände auf.
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4 Ansprüche 5 Figuren