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DE2656465A1 - Verfahren zur entkeimung von fluessigkeiten - Google Patents

Verfahren zur entkeimung von fluessigkeiten

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Publication number
DE2656465A1
DE2656465A1 DE19762656465 DE2656465A DE2656465A1 DE 2656465 A1 DE2656465 A1 DE 2656465A1 DE 19762656465 DE19762656465 DE 19762656465 DE 2656465 A DE2656465 A DE 2656465A DE 2656465 A1 DE2656465 A1 DE 2656465A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
silver
cation exchange
exchange mass
prepared
liquid
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE19762656465
Other languages
English (en)
Inventor
Gerhard Hassler
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Individual
Original Assignee
Individual
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Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Priority to DE19762656465 priority Critical patent/DE2656465A1/de
Priority to CH333577A priority patent/CH626254A5/de
Publication of DE2656465A1 publication Critical patent/DE2656465A1/de
Pending legal-status Critical Current

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C02TREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
    • C02FTREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
    • C02F1/00Treatment of water, waste water, or sewage
    • C02F1/50Treatment of water, waste water, or sewage by addition or application of a germicide or by oligodynamic treatment
    • C02F1/505Treatment of water, waste water, or sewage by addition or application of a germicide or by oligodynamic treatment by oligodynamic treatment
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61LMETHODS OR APPARATUS FOR STERILISING MATERIALS OR OBJECTS IN GENERAL; DISINFECTION, STERILISATION OR DEODORISATION OF AIR; CHEMICAL ASPECTS OF BANDAGES, DRESSINGS, ABSORBENT PADS OR SURGICAL ARTICLES; MATERIALS FOR BANDAGES, DRESSINGS, ABSORBENT PADS OR SURGICAL ARTICLES
    • A61L2/00Methods or apparatus for disinfecting or sterilising materials or objects other than foodstuffs or contact lenses; Accessories therefor
    • A61L2/16Methods or apparatus for disinfecting or sterilising materials or objects other than foodstuffs or contact lenses; Accessories therefor using chemical substances
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01JCHEMICAL OR PHYSICAL PROCESSES, e.g. CATALYSIS OR COLLOID CHEMISTRY; THEIR RELEVANT APPARATUS
    • B01J39/00Cation exchange; Use of material as cation exchangers; Treatment of material for improving the cation exchange properties
    • B01J39/04Processes using organic exchangers
    • B01J39/07Processes using organic exchangers in the weakly acidic form

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
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  • Water Supply & Treatment (AREA)
  • Treatment Of Water By Ion Exchange (AREA)

Description

  • Verfahren zur Entkeimung von Flüssigkeiten
  • Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Entkeimung von Flüssigkeiten, insbesondere von Trink- und Brauchwasser, unter Verwendung von Silberionen.
  • Leitungssysteme und Apparate sowie die darin befindlichen Flüssigkeiten, insbesondere Trink- und Brauchwasser, enthalten eine meistens tolerierbare Anzahl verschiedener Keime. Bei stagnierendem Durchfluß, Erwärmung oder bei Volumenvergrößerung, sowie in Gefäßen mit längeren Aufenthaltszeiten, wie Filter, Enthärtungsanlagen, Druckerhbhungsanlagen usw. können sich Keime festsetzen und sogenannte Kolonien bilden. Flüssigkeiten und die von ihnen benetzten Oberflächen bedürfen daher im Gesundheitsinteresse der Entkeimung, wenn diese Flüssigkeiten mit Mensch oder Tier in Berührung kommen können, insbesondere für den Verzehr bestimmt sind.
  • Die Desinfektion oder Entkeimung von Flüssigkeiten, insbesondere von Trink- und Brauchwasser, sowie die Keimfreihaltung von Apparaten, Leitungssystemen und Einrichtungen zum Transport, zur Lagerung oder zur Aufbereitung solcher Flüssigkeiten, erfolgt im überwiegenden Maße durch Stoffe mit sehr hohem Oxidationsvermögen. Eine besondere praktische Bedeutung als Entkeimungsmittel hat Chlor erlangt, und zwar als Chlorgas, als Verbindung der unterchlorigen Säure, wie Kalzium- oder Natriumhypochlorit, sowie als Chlorkalk. Chlorainine finden ebenfalls Verwendung Auch Chlordioxidgas mit seiner starken Oidationskraft kommt häufiger zum Einsatz. Von praktischer Bedeutung ist auch die Verwendung von Ozon, weil es sich hierbei um das stärkste anwendbare Oxidationsmittel mit keimtötender Wirkung handelt, dessen Oxidationskraft 1,4 mal höher liegt als bei elementarem Chlor. Mit Hilfe von Quecksilberdampflampen hergestelltes ultraviolettes Licht eignet sich ebenfalls, es hat jedoch nur bei direkter Bestrahlung der abzutötenden Mikroorganismen keimtötende Wirkung. Schließlich ist noch zu erwähnen, daß gelegentlich auch Brom, Jod, Kaliumpermanganat sowie verschiedene Peroxidverbindungen zur Entkeimung herangezogen werden.
  • Die oxidierenden Chemikalien und Gase können praktisch nur in der Trink-, Brauchwasser- und Schwimmbadwasseraufbereitung verwendet werden. Für die Lebensmittel- und Getränkeindustrie sind sie nicht geeignet. Bei mit Chlorprodukten oder anderen oxidierenden Chemikalien desinfiziertem Wasser muß mit Hilfe eines geeigneten Gerätes, meistens Aktivkohlefilter, der vorhandene Überschuß an Desinfektionsmittei unmittelbar bei der Verbraucherstelle entfernt werden. Die zur Anwendung gelangenden oxidierenden Chemikalien und Gase verlangen durchweg mehr oder weniger komplizierte und kostspielige Dosier- und/oder Überwachungsgeräte. Auch die Zubereitung einzelner Substanzen, z. B. Ozon oder Chlordioxid, bedingt sehr komplexe und teure Einrichtungen. Ein erhebliches Problem stellt auch die Lagerung der meist für Mensch und Tier sowie für die Umwelt in konzentrierter Form sehr gefährlichen Produkte dar. Darüber hinaus bringt die weit verbreitete Anwendung von Chlerpr4dukten zwangsläufig eine als unangenehm empfundene Geschmacksbeeinträchtigung mit sich. Der pH-Wert,der hierbei meistens über 7,0 liegt, wirkt sich ebenfalls nachteilig aus, weil dadurch die oxidierende Wirkung stark abnimmt; Bei der Anwendung von Ozon in der Trinkwasserdesinfekti on, welches zwar keine Geruchsbeeinträchtigung erzeugt, besteht das Problem darin, daß Ozon langsam im Wasser zerfällt und so die desinfizierende Wirkung in weitverzweigten Leitungsnetzen nicht bestehen bleibt.
  • Vielfach wird daher eine sogenannte Nachchlorierung als Sicherheitsmaßnahme verlangt.
  • Wie eingangs schon erwähnt wurde, werden für die Entkeimung von Wasser auch schon Silberionen verwendet (Degrémont, Handbuch, Wasseraufbereitung, Abwasserreinigung, Bauverlag GmbH, Wiesbaden und Berlin, 1974, Seiten 246, 614) Hierbei handelt es sich um ein elektrolytisches Sterilisierungsverfahren (01igodynamie), bei welchem in das aufzubereitende Wasser zwei Elektroden eingetaucht werden, von denen die Anode aus Silber und die Kathode aus Kohle oder rostfreiem Stahl gebildet sind. Die beiden an einen Gleichstrom angeschlossenen Elektroden müssen an einer Stelle angebracht sein, wo sich das Wasser in turbulenten Zustand befindet, z. B. innerhalb einer Leitung, durch die das aufzubereitende Wasser fließt. Bei diesem bekannten Verfahren müssen die gesetzlich vorgeschriebenen Höchstmengen an Silber berücksichtigt werden (USA 50 pg/l, BRD 10021g/1, CH 200 rg/l). Um bei diesen geringen Konzentrationen eine sichere desinfizierende Wirkung zu erhalten, müssen lange Kontaictzeiten, z. B. bis zu 6 h, bei Verwendung von 25 pgll, für die Abtötung von E-Coli, zur Verfügung stehen. Dieses Verfahren erfordert also mehr oder weniger große Zwischengefäße, um die notwendigen langen Kontaktzeiten zu gewährleisten. Darüber hinaus ist die Anwendung dieses Verfahrens sehr umstritten (Degrmont, Handbuch, 5. 246).
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren der eingangs bezeichneten Gattung bereitzustellen, mit welchem die Entkeimung von Flüssigkeiten mit Hilfe von Silberionen sehr rasch, ohne aufwendige Apparate und ohne Gesundheitsgefährdung in wirtschaftlicher Weise durchgeführt werden kann, wobei auch bei weitverzweigten Leitungssystemen eine sichere Langzeitwirkung erzielt werden soll.
  • Diese Aufgabe wird gemäß der vorliegenden Erfindung dadurch gelöst, daß man die zu entkeimende Flüssigkeit mit einer mit Silber präparierten Kationenaustauschermasse in Kontakt bringt.
  • Nach dem Grundgedanken der vorliegenden Erfindung werden sehr hohe Konzentrationen an Silberionen in geeigneter Form auf der sehr großen inneren Oberfläche von Kationenaustauschermassen bereitgestellt, wodurch die zur Desinfektion erforderliche Kontaktzeit auf einen Bruchteil der für das bekannte elektrolytische Sterilisierungsverfahren erforderlichen Verweilzeit herabgesetzt werden kann.
  • Dabei wird eine Nachverkeimung der behandelten Flüssigkeit sicher verhindert, weil die mit Silber präparierte Kationenaustauschermasse gleichzeitig Silberionen in erlaubten Mengen an die Flüssigkeit abgibt oder abgeben kann. Die Flüssigkeit selbst transportiert diese Silberionen auch zu entfernten Stellen in weitverzweigten Leitungssystemen. Wegen der geringen Kontaktdauer können verhältnismäßig kleinbauende einfache Apparatekonstruktionen Verwendung finden.
  • Für die erfolgreiche Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens ist die Auswahl einer geeigneten Kationenaustauschermasse von entscheidender Bedeutung. Besonders günstige Resultate werden erzielt, wenn als Kationenaustauschermasse ein makroporöser Kationenaustauscher mit schwach sauren austauschaktiven Gruppen, welche mit Schwermetallionen komplexbildend sind und gegenüber Silberionen eine hohe Selektivität aufweisen, verwendet wird. Durch die hohe Affinität des verwendeten Austauschers für Silber, sowie seinen schwach sauren Charakter wird vermieden, daß die Silberionen durch andere in der zu behandelnden Flüssigkeit vorhandene Ionen rasch aus- getauscht und an die Flüssigkeit abgegeben werden, wo sie u. U. eine unzulässig hohe Silberionenkonzentration hervorrufen können.
  • Prinzipiell kann jeder Kationenaustauscher, bei welchem die Silberionen an austauschaktive Gruppen angelagert werden können, die Trägerfunktion für das Silber erfüllen.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren läßt sich mit besonders günstigen Resultaten durchführen, wenn als Kationenaustauschermasse ein makroporöses Kunstharz auf Polystyrolbasis mit einer Porengröße von mindestens 100 Ä, vorzugsweise zwischen 300 und 500 A, und abgerundeter Kornform, vorzugsweise Kugelform, mit einer Korngröße zwischen 0,3 und 1,2 mm, verwendet wird. Ein derartiger saurer Polystyrolaustauscher kann die nachfolgende chemische Struktur aufweisen Eine wichtige Voraussetzung für das erfindungsgemäße Verfahren ist eine möglichst hohe Silberkonzentration im Austauscherharz. Vorteilhaft beträgt die Silberkonzentration in der Kationenaustauschermasse 150 bis 200 g/l. Höhere Silberkonzentrationen sind selbstverständlich ebenfalls geeignet. Im Verfolg des Erfindungsgedankens ist die Totalkapazität anzustreben, diese beträgt bei Austauschern mit stark sauren austauschaktiven Gruppen etwa 1,8 bis 2 val/l Austauscher und bei solchen mit schwach sauren Austauschern 4 val/l Austauscher, und bei den bevorzugten makroporösen schwach sauren Austauschern etwa 2,8 val/l Austauscher.
  • Die Präparation der Kationenaustauschermasse erfolgt zweckmäßig dadurch, daß das Silber als wässrige Lösung eines Silbersalzes, vorzugsweise Silbernitrat oder Silbersulfat, der Kationenaustauschermasse einverleibt wird.
  • Ein sehr wesentlicher Vorteil des erfindungsgemäßen Verfahrens besteht darin, daß es die Anwendung des Durchlaufverfahrens gestattet, bei welchem man die zu entkeimende Flüssigkeit im kontinuierlichen Durchlauf durch ein aus der präparierten Kationenaustauschermasse gebildetes Bett strömen läßt. Die hierbei erzielbaren Kontaktzeiten reichen völlig aus, um eine sichere Entkeimung der zu behandelnden Flüssigkeit herbeizuführen. Die zur Verfügung stehende im Vergleich zum bekannten elektrolytischen Sterilisierungsverfahren mindestens 40000 mal größere Konzentration an Silberionen erlaubt Durchlaufgeschwindigkeiten von etwa 100 m/h, wobei ein Sterilisierungseffekt erreicht wird, der beim bekannten elektrolytischen Verfahren Kontaktzeiten zwischen 10 und 20 h bei Anwendung der gesetzlich zugelassenen Höchstkonzentrationen erfordern würde.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren kann bei allen Temperaturen durchgeführt werden, bei welchen die zu behandelnde Flüssigkeit in flüssiger Phase vorliegt, bei Wasser und Normaldruck beispielsweise im Bereich zwischen 0 und 100 °C, Vorzugsweise jedoch zwischen 10 und 20 °C, weil normales Trink- und Brauchwasser üblicherweise in diesem Temperaturbereich anfällt. Höhere Temperaturen fördern jedoch die Desinfektionswirkung des Silbers.
  • Bei einem Ausführungsbeispiel einer zweckmäßigen Verfahrensführung läßt man die zu entkeimende Flüssigkeit durch ein aus der präparierten Kationenaustauschermasse gebildetes Festbettfilter strömen. Falls jedoch höhere Strömungsgeschwindigkeiten zugelassen werden können, kann in einer vorteilhaften weiteren Ausführungsform das Verfahren auch so durchgeführt werden, daß man die zu entkeimende Flüssigkeit durch ein aus der präparierten Kationenaustauschermasse gebildetes Fließbettfilter strömen läßt. Sowohl bei Anwendung eines Festbettes als aucßbei ein Fließbett hervorrufenden Strömungsbedingungen lassen sich in Abhängigkeit von der Durchsatzmenge verhältnismäßig kleinvolumige und konstruktiv einfach ausgeführte Apparate verwenden.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren kann mit Vorteil gleichzeitig mit anderen gewünschten Austauschprozessen, beispiels-WdibE für die Wasserenthärtung, durchgeführt werden, indem mail die zu entkeimende und ggf. zu enthärtende Flüssigkeit durch ein aus mit Silber präparierter Kationenaustauschermasse und anderer Ionenaustauschermasse gebildetes gemischtes Festbettfilter strömen läßt.
  • Bei Verwendung von Keimfilterpatronen besteht die Gefahr, daß die abfiltrierten Keime durch die Filterpatrone ge- wissermaßen durchwachsen. Dieser Erscheinung kann im Verfolg des Erfindungsgedankens Einhalt geboten werden, wenn man die zu entkeimende Flüssigkeit durch eine Keimfilterpatrone, in deren Filterschicht mit Silber präparierte Kationenaustauschermasse verteilt angeordnet ist, strömen läßt. Das Verfahren läßt sich bei Verwendung handelsüblicher Filterpatronen aber auch so durchführen, daß man die zu entkeimende Flüssigkeit durch eine Keimfilterpatrone, deren Austrittsfläche von einer Schicht aus mit Silber präparierter Kationenaustauschermasse bedeckt ist, strömen läßt.
  • Die Erfindung wird nachfolgend unter Bezugnahme auf Verfahrensbeispiele und die beigefügten Zeichnungen näher erläutert. Die Beispiele 1 und 2 betreffen die Präparation der verwendeten Ionenaustauschermasse. Die Zeichnungen veranschaulichen schematisierte Schnittdarstellungen apparativer Ausführungsbeispiele für die Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens. Darin zeigt: Fig. 1 einen Entkeimungsbehälter mit Festbettschüttung der präparierten Kationenaustauschermasse, Fig. 2 einen Entkeimungsbehälter mit einer Fließbettanordnung für die präparierte Kationenaustauschermasse, Fig. 3 einen Behälter für die gleichzeitige Entkeimung und anderweitige Austauschbehandlung von Flüssigkeiten, Fig. 4 eine Filterpatrone mit in der Filtermasse verteilter präparierter Kationenaustauschermasse, und Fig. 5 eine handelsübliche Filterpatrone mit einer aufgebrachten aus präparierter Kationenaustauschermasse bestehenden Schicht.
  • In dem aus Fig. 1 ersichtlichen zylindrischen Druckbehälter 1 befindet sich auf einem strömungsdurchlässigen Boden 2 eine Schüttung 3 aus präparierter körniger Kunstharzmasse.
  • Der Boden 2 kann als Düsen- oder Siebboden ausgebildet sein. Die zu entkeimende Flüssigkeit tritt über den Zulauf. 4 oben in den Druckbehälter 1 ein und verläßt diesen nachdem sie die Schüttung 3 und den Boden 2 durchströmt hat unten über den Ablauf 5. Die gewählte Strömungsrichtung von oben nach unten sorgt dafür, daß die Schüttung 3 auch bei höheren Strömungsgeschwindigkeiten als Festbett erhalten bleibt. Selbstverständlich kann oberhalb der Schüttung 3 ein Verteilerboden od. dgl. angeordnet sein, der die eintretende Flüssigkeit gleichmäßig über den Querschnitt des Druckbehälters 1 verteilt. Der Durchfluß kann auch von unten nach oben erfolgen, sofern die Strömungsgeschwindigkeit niedrig genug gehalten wird, um ein Aufwirbeln des Festbettes zu verhindern.
  • Der in Fig. 2 dargestellte zylindrische Druckbehälter 6 ist oben und unten mit je einem Boden 7 bzw. 8 versehen.
  • Beide böden können wiederum als Düsen- oder Siebböden ausgebildet sein. In diesem Fall erfolgt die Strömung von wlien nach oben, indem die zu entkeimende Flüssigkeit über den Zulauf 9 unten eintritt und den Druckhehälter 6 über den Ablauf 10 oben verläßt. Im Ruhezustand, d.h. wenn kein Durchfluß stattfindet, lagert die aus präpariertem Kunstharz bestehende Schüttung auf dem unteren Boden 7, wobei ihre obere Grenze etwa durch die strichpunktierte Linie 11 angedeutet ist. Das ursprünglich vorhandene Festbett beginnt zu expandieren, sobald der Druckverlust der strömenden Flüssigkeit in der Schüttschicht durch Erhöhung der Strömungsgeschwindigkeit das auf die Flächeneinheit bezogene Schüttgewicht des präparierten Feststoffs erreicht. Bei weiterer Erhöhung der Strömungsgeschwindigkeit erfolgt der Übergang vom Festbett zum Fließbett, auch Wirbelbett genannt. Durch dieses Fluidisieren entsteht ein Zustand, in dem sich die Schüttungsteilchen in lebhafter Bewegung und Durchmischung befinden, dabei jedoch in der Schwebe verbleiben.
  • Fig. 3 zeigt eine der Fig. 1 ähnliche Anordnung, bei welcher in einem Druckbehälter 12 auf einem unteren Düsen- oder Siebboden 13 eine Festbettschicht 14 ruht.
  • Die körnigen Bestandteile dieser Festbettschicht sind in der Zeichnung symbolisch wiedergegeben, wobei die geschwärzten Teilchen die mit Silber präparierte Kationenaustauschermasse darstellen, während die ungeschwärzten Teilchen die für einen anderen Austauschprozeß benötigte Ionenaustauschermasse repräsentieren.
  • Die mit Silber präparierte Kationenaustauschermasse wird zu dem für die Enthärtung oder einen anderen Austaushprozeß notwendigen Ionenaustauscher direkt in den flruckbehälter 12 gegeben. Beim Rückspulvorgang, der entgegen der in der Figur dargestellten Pfeilrichtung stattfindet, sinkt ein großer Anteil der präparierten Kationenaustauschermasse auf den Grund des Austauscherbettes ab. Ein Teil der präparierten Austauschermasse verteilt sich entsprechend der Korngröße bzw. des spezifischen Gewichts im Austauscherbett von unten nach oben abnehmend. Durch diese Verteilung in in der Schüttung 14 entsteht ein,Mischbett, in welchem durch die verteilte mit Silber präparierte Kationenaustauschermasse die Verkeimung des gesamten Austauscherbettes verhindert wird. Der Druckbehälter wird im Normalbetrieb von der zu behandelnden Flüssigkeit von oben nach unten durchflossen, die über den Zulauf 15 eintritt und den Behälter über den Ablauf 16 verläßt.
  • Aus Fig. 4 geht eine im wesentlichen hohlzylindrische Keimfilterpatrone 17 hervor, die von der zu entkeimenden Flüssigkeit in Richtung der Pfeile 18 in radialer Richtung durchströmt wird. Die entkeimte und gefilterte Flüssigkeit wird über den Hohlraum 19 abgezogen. In der Filterschicht 20 ist körnige mit Silber präparierte Kationenaustauschermasse verteilt angeordnet, wie die eingezeichneten Körner 21 veranschaulichen. Diese Körner 21 werden bei der Herstellung der Filterpatrone mit eingearbeitet.
  • Die Körner 21 verhindern, daß die Keime in Strömungsrichtung durch die Filterpatrone durchwachsen. Die Keime werden vielmehr in der Filterschicht 20 abgefiltert und sterben bei Kontakt mit den mit Silber präparierten Kunstharzkörnern 21 ab.
  • Die in Fig. 5 dargestellte'handelsübliche Keimfilterpatrone 22 besitzt ebenfalls im wesentlichen die Form eines Hohlzylinders. Auch diese Patrone wird in Richtung der Pfeile 23 in radialer Richtung durchströmt. Im inneren Hohlraum der Filterpatrone 22 und koaxial dazu ist ein unter Verwendung einer mit Silber präparierten Kationenaustauschermasse hergestellter hohlzylindrischer Einsatz 24 angeordnet. Dieser bildet die die Austrittsfläche 25 der Filterpatrone 22 bedeckende entkeimungsaktive Schicht.
  • Die gefilterte und entkeimte Flüssigkeit wird über den inneren Sammelraum 26 des Einsatzes 24 abgeführt.
  • Beispiel 1 Eine der zu präparierenden Kationenaustauschermenge im Verhältnis 150 g metallisches Silber pro Liter Austauschermasse zugehörige Menge Silbernitrat wurde in enthärtetem Wasser unter Rühren bei 20 °C in einem Reaktionsbehälter zu einer 5 %igen Lösung aufgelöst. Danach wurde unter stetigem Rühren langsam die bereitgehaltene Menge einer makroporösen Kationenaustauschermasse auf Basis Polystyrol (Lewatit TP 207 der Bayer AG) mit einer Korngröße zwischen 0,3 und 1,2 mm und einer Porengröße zwischen 300 und 500 i in die wässrige Silbernitratlösung eingestreut. Das Rühren wurde fortgesetzt bis der Silbernachweis in der Flüssigkeit negativ war, d. h. alles Silber in die Kationenaustauschermasse übergegangen war. Danach wurde die Kationenaustauschermasse über ein einfaches Siebfilter mit einer Maschenweite von 0,05 bis 0,1 mm abfiltriert und mit einer ca. 5 %igen Kochsalzlösung gespült bis der Nitratnachweis im Ablauf negativ war. Die so präparierte Kationenaustauschermasse wurde bis zur weiteren Verwendung in einem geschlossenen wasserundurchlässigen Kunststoffbehälter gelagert, um ein Austrocknen zu vermeiden.
  • Beispiel 2 Eine der zu präparierenden Kationenaustauschermenge im Verhältnis 200 g metallisches Silber pro Liter Austauschermasse zugehörige Menge Silbersulfat wurde in enthärtetem Wasser unter Rühren bei 20 °C in einem Lösebehälter zu einer ca. 5 teigen Lösung aufgelöst. Die zu präparierende Menge der makroporösen Kationenaustauscher- masse gemäß Beispiel 1 wurde in einem Reaktionsbehälter vorgelegt. Danach wurde mit einer Umwälzpumpe die Silbersulfatlösung so lange über die Kationenaustauschermasse gepumpt bis im Ablauf der Silbernachweis negativ war. Die Flüssigkeit wurde sodann abgelassen. Die Kationenaustauschermasse wurde anschließend aus dem Lösegefäß über die Umwälzpumpe so lange mit einer ca. 5 zeigen Kochsalzlösung gespült, bis im Ablauf der Sulfatnachweis negativ war.
  • Die so präparierte Kationenaustauschermasse wurde bis zur weiteren Verwendung in einem geschlossenen wasserundurchlässigen Kunststoffbehälter gelagert, um ein Austrocknen zu vermeiden.
  • Beispiel 3 Ein handelsüblicher Wasserenthärteapparat (Compaktenthärter Typ 19-70, des Fabrikats Plasworld Inc, Racine,Wisc.,V.St.A., mit einem glasfaserverstärkten Polyesterdruckbehälter, Fabrikat Structural Fibers V.St.A. und einem 5-stufigen Steuerventil aus einer glasfaserverstärkten Polyphenylenoxid-Polystyrol-Mischung, Fabrikat Autotrol) mit 19 1 Ionenaustauschermasse für die Wasserenthärtung wurde an das öffentliche Trinkwassernetz angeschlossen, mit Wasser gefüllt und zur Funktionskontrolle in Betrieb genommen. Anschließend wurde der Apparat ohne Durchfluß für 5 Tage stehengelassen. Nach Ablaüf dieses Zeitraumes wurde das Steuerventil demontiert, 1,5 1 lonenaustauschermasse aussyphoniert und durch 1,5 1 gemäß Beispiel 1 präparierter Kationenaustauschermasse ersetzt. Nach Wiederanbringung des Steuerventils wurde zwecks Verteilung der präparierten Kationenaustauschermasse gut rückgespült und der Apparat wieder in Betrieb genommen. Die Wassertemperatur betrug durchschnittlich etwa 20 OC. In der nachstehenden Tabelle 1 sind die Resultate des über einen Zeitraum von etwa 7 Monate durchgeführten Versuchs ablaufs wiedergegeben.
  • TABELLE 1
    1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11
    Vers. Regen. Betrieb Stillstand Wassermenge Total Probe Gesamtkelmzahl/ml Silberge- Bemer-
    Tag Total Total l/h m³ Nr Leitungswas- Welch- halt im kungen
    h h ser unbehan- wasser Welchwas-
    delt ser µg/l
    0 1
    5 6.5 115.0 350 2.3 2
    6 1 14.5 134.0 180 3.7
    27 633.5 1 33
    28 2 655.75 2 7
    31 727.75
    32 3 37.5 799.75 180 7.88
    33 47.25 812.25 180 15.2
    34 4 143.25 480 63.2
    38 828.50
    39 3 31
    4 50
    53 849.50 5 0
    6 82
    62 1184.50 7 33
    8 135
    81 5 144.25 1400.50 300 63.5
    TABELLE 1
    1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11
    Vers. Regen. Betrieb Stillstand Wassermenge Total Probe Gesamtkeimazhl/ml Silberge- Bemer-
    Tag Total Total 1/h m³ Nr Leitungswasser Welch- halt im kungen
    h unbehandelt wasser Weichwas-
    ser µg/l
    88 147.5 1832.50 180 64.2
    90
    91 1880.0 9 202
    94 6 150.0 1896.0 180 64.6
    95 151.0 1969.75 180 64.8
    97 155.0 1994.25 180 65.5
    98 2037.75
    101 2053.75 11 11
    12 76
    103 174.0 2117.0 180 68.9
    104 2145.5
    174 178.25 4065.5 180 69.7 14 59 46.3 3
    15 34 35.2 4
    175 188.25 4086.5 180 71.5
    179 7 19 600
    20 28 24.2
    203 197.25 5142.5 180 73.2
    209 197.25 5286.5 21 1
    22 42
    Beispiel 4 Für Vergleichs zwecke wurde parallel zum Versuchsablauf gemäß Beispiel 3 ein zweiter dem ersten genau entsprechender Wasserenthärtungsapparat mit 19 1 Ionenaustauschermasse für die Wasserenthärtung an dasselbe öffentliche Trinkwassernetz angeschlossen und analog Beispiel 3 in Betrieb genommen. Anschließend wurde der Apparat ohne Durchfluß für 8 Tage stehengelassen. Danach wurde das Versuchsprogramm begonnen, dessen Ablauf in der nachstehenden Tabelle 2 wiedergegeben ist. Für diese Vergleichsversuchsreihe ist wesentlich, daß im Wasserenthärteapparat lediglich die Ionenaustauschermasse für die Wasserenthärtung enthalten war, nicht dagegen mit Silber präparierte Kationenaustauschermasse. Die bakteriologischen Untersuchungen wurden wie schon beim Versuchsprogramm gemäß Beispiel 3 vom Veterinärbakteriologischen Institut der Universität Zürich durchgeführt.
  • TABELLE 2
    1 2 3 4 5 6 7 8 9 11
    Vers. Reg. Betrieb Stillstand Wasser Total Probe Gesamtkeimazhl/ml Bemerkungen
    Tag Total Total menge m³ Nr Leitungs Weich-
    h h 1/h wasser wasser
    0 1
    8 1.0 204.0 300 0.3
    10 4.5 251.5 180 1.1
    11 267.5 10 400
    13 1
    14 6.75 284.0 180 1.5
    16 7.75 326.5 180 1.68
    17 11.75 342.5 180 2.4
    20 406.5 11 11
    13 440
    22 458.5
    23 30.75 180 5.8
    62 35.00 1394.5 180 6.72 16 15'300 2
    17 2'300 3
    63 45.0 1415.5 180 8.52
    67 2 1499.75 18 495
    20 600
    91 54.0 2075.75 180 10.2
    97 2212.0 21 1
    23 910
    In den Tabellen 1 und 2 sind in Spalte 1 die Versuchstage aufgeführt. Dabei sind die Versuchstage 209 in Tabelle 1 und 97 in Tabelle 2 identische Kalendertage. In Spalte 2 der Tabellen 1 und 2 sind die durchgeführten Regenerationen jeweils in fortlaufender Numerierung angegeben. Die Regenrationsvorgänge wurden durchgeführt, um die mit härtebildenden Kationen (Kalzium- und Magnesiumionen) beladene Ionenaustauschermasse wieder für einen Betriebszyklus zu aktivieren. Hierfür wurde eine ca. 10 geige Kochsalzlösung verwendet. Gesteuert durch eine Zeitschaltuhr und eine Programmwalze liefen bei jedem Regenerationsvorgang die nachstehend aufgeführten Arbeitsgänge ab.
  • 1. Rückspülen.
  • Dabei wurde mit einem Wasserstrom die Enthärterfüllung von unten nach oben durchströmt und so aufgewirbelt, daß Schmutzteile, welche während des vorangehenden Betriebes eingetragen wurden, ausgespült wurden.
  • 2. Salzsoleeinsaugen.
  • Mittels eines Wasserstrahlsaugers wurde die im Salzgefäß bereitstehende gesättigte Kochsalzlösung angesaugt, mit dem Treibwasser des Strahlsaugers auf die zur Regeneration erforderliche Konzentration von 10 % verdünnt und langsam über die Ionenaustauschermasse gespült.
  • 3. Langsamspülen.
  • Die überschüssige Salzlösung wurde mit dem Treibwasser des Wasserstrahlsaugers langsam aus der Ionenaustauschermasse ausgewaschen.
  • 4. Schnellspülen.
  • Mit einem starken Wasserstrom wurde sodann dienoch vorhandene Regenerierlösung schnell ausgespült.
  • Durch die Regenerationsvorgänge wurde die Silberionenkonzentration beim Versuchsablauf gemäß Beispiel 3 nicht beeinflußt.
  • In den Spalten 3 und 4 der Tabellen 1 und 2 sind die Betriebszeiten bzw. die Stillstandszeiten in Stunden aufgeführt. Hierbei handelt es sich um die fortlaufend summierten Gesamtbetriebs- bzw. Stillstandszeiten. In Spalte 5 beider Tabellen ist die angegebene Wassermenge jeweils der Momentandurchfluß beim Betrieb bzw. bei der Probeentnahme.
  • In Spalte 6 sind dagegen die insgesamt durchgesetzten Mengen angegeben. In Spalte 7 beider Tabellen sind Probenahmen für die Keimzählung Nummern zugeordnet. In Spalte 8 der Tabellen sind die Ergebnisse der Keimzählung im Leitungswasser vor dem Wasserenthärteapparat, d. h. im unbehandelten Trinkwasser, aufgeführt, während aus Spalte 9 der Tabellendie Ergebnisse der Keimzählungen im Weichwasser nach dem Wasserenthärteapparat hervorgehen. Aus Spalte 10 der Tabelle 1 sind die gemessenen Silbergehalte von Wasserproben ersichtlich, die in Strömungsrichtung nach dem Wasserentnarteapparat gezogen wurden. Die in den Bemerkungsspalten 1~1 der Tabellen aufgeführten Zahlen haben die nachfolgendcn Bedeutungen.
  • Tabelle 1: Bemerkung 1: Apparat installiert und mit Wasser gefüllt Bemerkung 2: Apparat geöffnet und mit Silber präparierte Kationenaustauschermasse eingefüllt Bemerkung 3: Probeentnahme nach einer Minute Durchflußzeit Bemerkung 4: Probeentnahme nach 10 min Durchflußzeit Tabelle 2: Bemerkung 1: Apparat installiert und mit Wasser gefüllt Bemerkung 2: Probeentnahme nach 1 min Durchflußzeit Bemerkung 3: Probeentnahme nach 10 min Durchflußzeit.
  • Die Tabellen 1 und 2 demonstrieren einerseits, wie mit Hilfe des erfindungsgemäßen Verfahrens eine unzulässig hohe Verkeimung des Ionenaustauscherbettes wirksam verhindert wird, und wie andererseits ein übliches Ionenaustauscherbett rasch in einem solchen Maße verkeimt, daß das durch das Ionenaustauscherbett durchgesetzte Wasser nicht mehr als Trinkwasser bezeichnet werden kann. Da in den Tabellen die Versuchstage 209 (Tabelle 1) und 97 (Tabelle 2) denselben Kalendertag bedeuten, ist ersichtlich, daß nach einer um 112 Tage längeren Betriebs- und Stillstandszeit bei Verwendung der präparierten Kationenaustauschermasse gemäß Beispiel 3 praktisch keine Verkeimung des Austauscherbettes stattgefunden hat, während beim Versuchsablauf gemäß Beispiel 4 unter Verwendung eines kein Silberpräparat enthaltenden Austauscherbettes dieses so verkeimt ist, daß im Weichwasser die zugelassene Keimzahl vorr 300/ml bei weitem überschritten wurde. Wie aus Tabelle 2 hervorgeht, wurde die erwähnte zugelassene Keimzahl bereits nach 11 Versuchstagen überschritten. Besonders gravierend tritt der Unterschied zwischen dem Versuchsablauf gemäß Beispiel 3 und dem Vergleichsversuchsablauf gemäß Beispiel 4 hervor, wenn die Versuchstage 174 (Tabelle 1) und 62 (Tabelle 2) betrachtet werden, die wiederum demselben Kalendertag entsprachen. Die IKeimmessungen an diesen Versuchs tagen zeigten, daß das Wasser aus dem nicht präparierten Apparat eher die Qualität eines Kloakenwassers besaß, während der das Silberpräparat enthaltende Apparat absolut sauberes und einwandfreies Trinkwasser lieferte.
  • Bei Verwendung einer gemäß Beispiel 2 mit Silber präparierten Kationenaustauschermasse wurden vergleichbare Resultate erzielt.
  • - Patentansprüche - L e e r s e i t e

Claims (11)

  1. Patentansprüche Verfahren zur Entkeimung von Flüssigkeiten, insbesondere von Trink- und Brauchwasser, unter Verwendung von Silberionen, dadurch gekennzeichnet, daß man die zu entkeimende Flüssigkeit mit einer mit Silber präparierten Kationenaustauschermasse in Kontakt bringt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Kationenaustauschermasse ein makroporöser Kationenaustauscher mit schwach sauren austauschaktiven Gruppen, welche mit Schwermetallionen komplexbildend sind und gegenüber Silberionen eine hohe Selektivität aufweisen, verwendet wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß als Kationenaustauschermasse ein makroporöses Kunstharz auf Polystyrolbasis mit einer Porengröße von mindestens 100 Ä, vorzugsweise zwischen 300 und 500 R, und abgerundeter Kornform, vorzugsweise Kugelform, mit einer Korngröße zwischen 0,3 und 1,2 mm, verwendet wird.
  4. 4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Silberkonzentration in der Kationenaustauschermasse 150 bis 200 g/l beträgt.
  5. 5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Silber als wässrige Lösung eines Silbersalzes, vorzugsweise Silbernitrat oder Silbersulfat, der Kationenaustauschermasse einverleibt ist.
  6. 6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß man die zu entkeimende Flüssigkeit im kontinuierlichen Durchlauf durch ein aus der präparierten Kationenaustauschermasse gebildetes Bett strömen läßt.
  7. 7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß man die zu entkeimende Flüssigkeit durch ein aus der präparierten Kationenaustauschermasse gebildetes Festbettfilter strömen läßt.
  8. 8. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß man die zu entkeimende Flüssigkeit durch ein aus der präparierten Kationenaustauschermasse gebildetes Fließbettfilter strömen läßt.
  9. 9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß man die zu entkeimende Flüssigkeit durch ein aus mit Silber präparierter Kationenaustauschermasse und anderer Ionenaustauschermasse gebildetes gemischtes Festbettfilter strömen läßt.
  10. 10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß man die zu entkeimende Flüssigkeit durch eine Keimfilterpatrone, in deren Filterschicht mit Silber präparierte Kationenaustauschermasse verteilt angeordnet ist, strömen läßt.
  11. 11. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß man die zu entkeimende Flüssigkeit durch eine Keimfilterpatrone, deren Austrittsfläche von einer Schicht aus mit Silber präparierter Kationenaustauschermasse bedeckt ist, strömen läßt.
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