DE2655640A1 - Vorrichtung zur bestimmung des schmelzenspiegels in einer stranggiesskokille - Google Patents
Vorrichtung zur bestimmung des schmelzenspiegels in einer stranggiesskokilleInfo
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Description
Möhlstraße 37 Mitsubishi Jukogyo D-8000 München
Kabushiki Kaisha Tel.: 089/982085-87
m . . Telex: 0529802 hnkid
Tokxo, Japan Telegramme: ellipsoid
Vorrichtung zur Bestimmung des Schmelzenspiegels in einer Stranggießkokille
Die Erfindung betrifft eine verbesserte Vorrichtung zur Bestimmung
des Spiegels bzw. der Oberfläche einer Metallschmelze in einer Stranggießkokille im Betrieb einer Stranggießmaschine
.
Es ist bereits eine Vorrichtung zur Bestimmung des Metallschmelzenspiegels
in der Kokille einer Stranggießmaschine bekannt, bei welcher eine lokale Temperaturabweichung an der
Kokillenwand gemessen wird und auf der Grundlage dieses Meßsignals
der Metallschmelzenspiegel bestimmt werden kann. Bei dieser Vorrichtung ist an einer Kokillenwand ein temperaturempfindliches
Element, etwa ein Thermoelement oder ein Thermistor (Heißleiter), so montiert, daß der Spiegel der
Metallschmelze durch Feststellung einer Änderung des Stroms, der Spannung oder des elektrischen Widerstands in diesem Element
aufgrund einer Änderung des Metallschmerzenspiegels bestimmt
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-S-
werden kann. Da jedoch bei dieser Meßvorrichtung Zuleitungen erforderlich sind, die vom temperaturempfindlichen Element
an der Kokillenwand oder von seinen Klemmen abgehen, kann nicht nur ein Ausfall aufgrund schlechten Kontakts der
Zuleitungen oder Bruch derselben auftreten, vielmehr ist beim Auswechseln der Kokille auch ein umständliches Abschließen
und Wiederanschließen der Zuleitungen nötig, so daß sich speziell bei zylindrischen Kokillen, die häufig
ausgewechselt werden, der Wachteil ergibt, daß für den Umbau des temperaturempfindlichen Elements von der einen
Kokille auf die nächste ein großer Arbeitsaufwand nötig ist.
Zur Ausschaltung dieses Nachteils ist bereits vorgeschlagen worden, ein Element aus einer wärmeempfindlichen, magnetischen
Substanz oder eine Kombination aus einem Element aus einer solchen Substanz mit einem an der Kokillenwand montierten
Magneten und einem nahe der Wand angeordneten magnetischen Detektorelement zu verwenden, so daß der Metallschmelzenspiegel
innerhalb der Kokille durch Feststellung der Änderung der magnetischen Eigenschaften der wärmeempfindlichen,
magnetischen Substanz infolge von TemperatürSchwankungen der Kokillenwand an der Einbaustelle dieses Elements bestimmt
werden kann. Der Schmelzenspiegel wird dann durch eine Regelvorrichtung geregelt, die auf die z.B. in der JA-PS 724
beschriebene Weise auf ein vom Magnetdetektor abgegebenes Signal anspricht. Obgleich mittels der geschilderten Vorschläge
der Nachteil der bisherigen Meßvorrichtungen bezüglich des Ab- und Anschließens der Zuleitungen ausgeräumt werden kann,
verbleiben dennoch verschiedene Probleme in bezug auf die Montagekonstruktion für ein Detektorelement und dessen Anschlüsse,
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bezüglich, eines Meßfehlers aufgrund von Temperatur-Schwankung
sowie der Wartung der Meßvorrichtung. Neuere
Untersuchungen haben gezeigt, daß ein Bedarf für weitere Verbesserungen der Vorrichtung zur Bestimmung des Schmelzenspiegels
in der Kokille einer Stranggießmaschine besteht.
Aufgabe der Erfindung ist damit die Schaffung einer Meßvorrichtung,
mit welcher die den bisherigen Vorrichtungen dieser Art anhaftenden Nachteile ausgeschaltet werden
können, indem ein Element aus einer thermo- bzw. wärmeempfindlichen
Substanz verwendet wird, das außerordentlich zuverlässig und zweckmäßig arbeitet.
Diese Aufgabe wird bei einer Vorrichtung zur Bestimmung (der Höhe) des Metallschmelzenspiegels in einer Stranggießkokille,
mit einem Detektorelement aus einem Körper eines wärmeempfindlichen, magnetischen Materials, dessen magnetische
Eigenschaften in Abhängigkeit von einer Temperaturänderung variieren und das in einer entsprechenden Position an der
Seitenwand der Stranggießkokille montiert ist, und mit einer zur Erfassung des Magnetflusses im Detektorelement dienenden
elektromagnetischen Spule, die in einen Detektorkasten, der seinerseits in einem die Kokille umschließenden Wassermantel
montiert ist, in einer dem Detektorelement gegenüberliegenden Position eingebaut ist, so daß die Höhe des Metallschmelzenspiegels
in der Kokille durch Feststellung einer Änderung der magnetischen Eigenschaften des Detektorelements mittels der
elektromagnetischen Spule bestimmbar ist, erfindungsgemäß
dadurch gelöst, daß Mittel zur abnehmbaren Montage des Detektorkastens im Wassermantel, Kühlwasser-Einlaß- und
-Auslaßmittel im Detektorkasten zur Führung von Kühlwasser durch den Detektorkasten zwecks Kühlung der in ihn eingebauten
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elektromagnetischen Spule sowie ein verschiebbar in der der Kokille zugewandten Seitenwand des Detektorkastens montiertes,
auf die Kokille zu und von ihr hinweg bewegbar angeordnetes Schutzgehäuse vorgesehen sind, in welchem die Spule
angeordnet ist, daß das Schutzgehäuse einen zur Kokille hin gerichteten Fortsatz aufweist und daß das Schutzgehäuse
durch eine an ihm angreifende Feder gegen die Kokille vorbelastet ist, so daß zwischen der Aussenwandfläche der Kokille
und dem Schutzgehäuse ein vorbestimmter Abstand aufrechterhaltbar ist.
Im folgenden ist eine bevorzugte Ausfuhrungsform der Erfindung
im Vergleich zum Stand der Technik anhand der beigefügten Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine teilweise im Längsschnitt gehaltene Seitenansicht einer bisherigen Kokillenanordnung für das
Stranggießen unter Verwendung einer im wesentlichen rohrförmigen Kokille,
Fig. 2 einen in vergrößertem Maßstab gehaltenen Teillängsschnitt zur Veranschaulichung der wesentlichen Teile
einer Vorrichtung mit Merkmalen nach der Erfindung und
Fig. 3 eine schematische Darstellung eines Schaltkreises gemäß der Erfindung zur Erzeugung eines Signals
für eine Regelvorrichtung.
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Vor der näheren Erläuterung der Vorrichtung gemäß der Erfindung ist im folgenden der allgemeine Aufbau einer
mit der erfindungsgemäßen Meßvorrichtung versehenen Kokillenanordnung erläutert.
Fig. 1 veranschaulicht die allgemeine Konstruktion einer Kokillenanordnung mit einer rohrförmigen Kokille für eine
kontinuierliche bzw. Stranggießmaschine zur Herstellung eines zylindrischen Gußstrangs. Gemäß Fig. 1 weist die
Rohrkokille 1 einen rohrförmigen Körper aus reinem Kupfer auf, der an seinen beiden Enden offen, mit einem Hohl- oder
Formraum mit vorbestimmtem Gießquerschnitt versehen und in einen Wassermantel 2 eingesetzt ist. An den unteren
Abschnitt des Wassermantels sind Wasser-Speiserohre 4 angeschlossen, während mit dem oberen Mantelteil ein Wasser-Auslaßrohr
5 verbunden ist, wobei Wasser 27 in die Speiserohre 4 einführbar ist, um mit hoher Strömungsgeschwindigkeit
in Aufwärtsrichtung durch den Zwischenraum 3 zwischen der Kokille 1 und dem Wassermantel 2 zu strömen und dabei die
Außenwand der Kokille 1 zu kühlen. Nach bewirkter Kühlung wird das Wasser über das Auslaßrohr 5 auf die durch den
Pfeil 28 angedeutete Weise abgeführt. Darüber hinaus ist am oberen Ende des Wassermantels 2 gegenüber der Stelle, an
welcher der Metallschmelzenspiegel festgestellt werden soll, eine Bohrung 8 vorgesehen, in welcher ein Detektorkasten
angeordnet und befestigt werden kann. Weiterhin ist am Oberteil der Kokille 1 eine Schmieröl-Zufuhrplatte 7 angeordnet,
durch die - wie durch den Pfeil 29 angedeutet mittels Zufuhr von Schmieröl ein kontinuierlicher Schmiermittelstrom
für die Innenfläche der Kokille 1 gewährleistet wird.
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Diese Kokillenanordnung ist mit Hilfe von Tragarmen 6 auf einem nicht dargestellten Rüttel- oder Schwingrahmen
montiert, wobei die Kokille 1 in lotrechte Schwingbewegung versetzt wird, während sie um ihren Außenumfang herum mit
Wasser gekühlt und an ihrer Innenfläche ständig mit Schmieröl versorgt wird. Auf die durch den Pfeil 24 dargestellte
Weise wird in die Kokille 1 von oben her kontinuierlich geschmolzener Stahl eingegossen. Diese zugeführte Stahlschmelze
wird dabei unter Bildung einer Schale bzw. Erstarrungshaut bei ihrer Berührung mit der wassergekühlten
Wand der Kokille abgekühlt und zum Erstarren gebracht und in Abwärtsrichtung in Form eines Gußstrangs 25 abgezogen,
dessen Querschnitt demjenigen der Kokille 1 entspricht und der durch Rollen 10 gestützt und geführt und dabei
zur nächsten Verfahrensstufe überführt wird. Hierbei wird
der Strang 25 mit einer der Zufuhrgeschwindigkeit der
Metallschmelze angepaßten Geschwindigkeit abgezogen, so daß der Spiegel 26 der Metallschmelze in der Kokille 1 praktisch
in fester Lage verbleibt. Beim Stranggießen ist es äußerst wichtig, daß der Metallschmelzenspiegel 26 möglichst genau
in einer festen Höhe gehalten wird.
Die Erfindung bezieht sich nun auf eine Vorrichtung zur genauen Bestimmung der Höhe des Metallschmelzenspiegels
als Teil einer Einrichtung zur Aufrechterhaltung des Metallschmelzenspiegels 26 in der Kokille 1 in einer festgelegten
Position. Eine bevorzugte Ausfuhrungsform der
Erfindung ist dabei in den Fig. 2 und 3 dargestellt.
Die Vorrichtung gemäß diesen Figuren weist entsprechend Fig. 1 eine Kokille 1, einen Wassermantel 2, einen vom
Kühlwasser 27 durchströmten Raum 3, eine Bohrung 8 im
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viassermantel 2 und einen Detektorkasten 9 auf, der unter
flüssigkeitsdichter Abdichtung herausnehmbar in die Bohrung 8 eingesetzt ist. Konstruktion, Wirkungsweise und
gegenseitige bauliche Beziehung dieser Teile zueinander sind praktisch die gleichen wie bei der bisherigen Anordnung
mit rohrförmiger Kokille gemäß Fig. 1. Bei 11a, 11b und 11 c sind mehrere, bei der dargestellten Ausführungsform
drei Detektorelemente dargestellt, die an der Außenfläche, d.h. der vom Kühlwasser bestrichenen Fläche,
einer Seitenwand der Kokille 1 z.B. mittels eines Lötmittels oder eines Klebers in den Positionen befestigt
sind, in denen der Metallschmelzenspiegel überwacht bzw. bestimmt werden soll. In der Praxis können die Elemente 11a-11
c in Vertiefungen eingesetzt sein, so daß ihre Außenflächen mit der Außenfläche der Kokillenwand bündig abschließen.
Diese Detektorelemente 11 a - 11 c sind kleine Stücke einer dünnen Platte mit einer Größe von vorzugsweise
etwa 5 χ 20 mm bei etwa 0,2 mm Dicke, bestehend aus einem wärmeempfindlichen, magnetischen Material, dessen relative
magnetische Durchlässigkeit temperaturabhängig variiert, z.B. aus einer "MS"-Legierung (Fe-Ni-Cr-Legierung) oder einer
Fe-Mo-Zn-Legierung»
Die entsprechenden
Positionen auf der Aussenfläche der Kokillenwand sind längs der Tiefe bzw. Höhe der Kokille 1 auf entsprechende Abstände
verteilt, wobei der Mittelpunkt der Anordnung auf dem Bezugs- oder Sollpegel des Metallschmelzenspiegels 26 liegt
und der Abstand zwischen den einzelnen Elementen von dem Bereich abhängt, in welchem jedes Detektorelement gemäß
Fig. 2 eine Pegeländerung feststellen soll. Da der Meßbereich der betreffenden Detektorelemente 11 a - 11 c bei der dargestellten
Ausführungsform in der Größenordnung von etwa 30 mm
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liegt, befindet sich das an der Position gegenüber dem
Sollpegel des Schmelzenspiegels 26 montierte Detektorelement 11 b in der Mitte des Meßbereichs, während das
obere End-Detektorelement 11 a um 30 mm über und das untere
End-Detektorelement 11 c um 30 mm unter der Mitte angeordnet
ist. Bei 12 a, 12b und 12c sind Schutzgehäuse dargestellt,
die an den Detektorelementen 11 a - 11 c entsprechenden
Stellen waagerecht in entsprechende Bohrungen in der der Kokille 1 zugewandten Seitenwand des Detektorkastens 9
eingeschoben sind. Gemäß Fig. 2 weisen diese Schutzgehäuse 12 a - 12 c zur Kokille 1 hin gerichtete Fortsätze 15a-15c
mit vorbestimmten Abmessungen auf. Die Schutzgehäuse sind dabei an der der Kokille 1 zugewandten Seitenwand 9 a des
Detektorkastens 9 mit Hilfe von Schrauben 16 a - 16 c
befestigt, um welche zwischen deren Köpfen und den Gehäusen 12 a, 12b bzw. 12 c Druckfedern 17a, 17b bzw. 17 c herumgelegt
sind. Die Schutzgehäuse 12 a - 12 c werden somit durch die Federn 17 a - 17 c ständig gegen die Kokille 1
gedrängt bzw. vorbelastet, so daß die Spitzen der betreffenden Fortsätze 15 a- 15 c in leichter Andruckberührung mit
den Oberflächen der Detektorelemente 11 a, 11 b und 11c
gehalten werden. Durch diese Fortsätze 15 a - 15 c kann ein vorbestimmter Abstand oder Zwischenraum 3 zwischen
den Schutzgehäusen 12 a - 12 c und der Seitenwand der Kokille
eingehalten werden. Die Schutzgehäuse 12 a - 12 c machen
daher die Wärmeverformungen der Seitenwand der Kokille 1 mit, so daß stets ein vorbestimmter Abstand von der Kokille 1 eingehalten
wird. Diese Anordnung gewährleistet u.a. das ständige Bestehen des Zwischenraums 3 für das Hindurchleiten von Kühlwasser
27.
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Bei dieser Anordnung sind elektromagnetische Spulen 13 a,
13 b und 13c zum Abgreifen des Magnetflusses gemäß Fig.
mit Hilfe eines Füllmaterials (Vergußmasse), wie dem bei
14 a, 14 b und 14 c angedeuteten Kunstharz, derart in den Schutzgehäusen 12 a, 12b bzw. 12 c befestigt, daß die
Spitzen oder Vorderenden dieser Spulen den Detektorelementen 11 a, 11 b bzw. 11c zugewandt sind. Da aufgrund der Halterungsanordnung
und der Fortsätze 15 a - 15 c der Relativabstand zwischen den Schutzgehäusen 12 a - 12 c und der
Außenfläche der Kokille 1 ständig konstantgehalten wird, und zwar unabhängig von einer wärmebedingten Verformung
der Kokillenwand, bleiben selbstverständlich auch die Relativabstände zwischen den Vorderenden der Spulen 13 a - 13 c
und den zugeordneten Detektorelementen 11 a - 11 c konstant.
Zudem sind an Ober- und Unterseite der Seitenwand 9 a des Detektorkastens 9 an der der Kokille 1 zugewandten Seite
Wasserverbindungsbohrungen 30 vorgesehen, die mit dem Zwischenraum 3 kommunizieren und vom Kühlwasser 27 durchströmt
werden, so daß das Kühlwasser 27 in den Detektorkasten 9 einströmen und die elektromagnetischen Spulen 13 a - 13 c
kühlen und dadurch einen Temperaturanstieg derselben verhindern kann. An die jeweiligen Spulen 13 a - 13 c sind
Zuleitungen 18 a - 18 c angeschlossen, deren Außenenden über an der Außen-Seitenwand 9 b des Detektorkastens 9 befestigte
Durchfuhr-Ansätze 20 und Dichtstopfen 19 aus dem Detektorkasten
9 herausführen und mit einer noch näher zu beschreibenden, außerhalb des Detektorkastens 9 vorgesehenen Meßbrücke
21 verbunden sind.
In Fig. 3 ist eine Meßbrücke 21. mit Klemmen a, b, c und d
dargestellt, wobei eine Wechselstromversorgung 22 zwischen
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ψ -
die Klemmen a und b der Meßbrücke 21 geschaltet ist, während ein Verstärker 23 zwischen die Klemmen c und d geschaltet
ist. Die Frequenz der Wechselstromversorgung 22 ist dabei keinen speziellen Beschränkungen unterworfen; normalerweise
wird eine Frequenz im Bereich von 1-100 kHz angewandt. Die Leitungen 18 a, 18 b und 18 c sind parallel zueinander
an die Klemmen a und c der Meßbrücke 21 angeschlossen.
Im folgenden ist die Arbeitsweise der Vorrichtung zur Bestimmung des Metallschmelzenspiegels in einer Stranggießkokille
der beschriebenen Art erläutert.
Vor dem Eingießen der Metallschmelze in die Kokille 1 wird zunächst die Wechselstromversorgung 22 mit der Meßbrücke
verbunden, wobei die betreffenden Arme der Meßbrücke, mit Ausnahme der Spulen 13 a - 13 c, vorläufig so abgeglichen werden,
daß zwischen den Ausgangsklemmen c und d der Meßbrücke 21 keine Spannung erscheint. Sodann wird die Stahlschmelze
in die Kokille 1 eingefüllt. Die Schmelze sammelt sich dabei in der Kokille 1 an, und wenn der Schmelzenspiegel 26 eine
bestimmte Soll- oder Bezugshöhe erreicht hat, ändert sich die Temperatur der Kokille 1, wobei in Abhängigkeit von der
Temperaturänderung auch die relativen magnetischen Durchlässigkeiten der Detektorelemente, d.h. der Körper aus wärmeempfindlichem
Material, an der Außenfläche der Seitenwand der Kokille 1 variieren. Infolge dieser Variation der relativen
magnetischen Durchlässigkeiten variiert der Magnetfluß durch die Detektorelemente, die durch die von den elektromagnetischen
Spulen 13 a - 13 c induzierten magnetischen Kraftlinien magnetisiert
sind, so daß sich die elektromagnetische Ankopplung zwischen den gemeinsam einen Arm der Meßbrücke bildenden
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Detektorelementen und den elektrischen Spulen ändert,
was eine Änderung des elektrischen Stromflusses durch die jeweilige(n) Spule(n) zur Folge hat. Infolgedessen
erscheint zwischen den Klemmen c und d der Meßbrücke 21 eine Abweichspannung, die durch den Verstärker 23 verstärkt
wird.
Aufgrund dieser Anordnung variiert das Ausgangssignal
des Verstärkers 23 entsprechend den Temperaturänderungen der Seitenwand der Kokille 1. Diese Temperatur ändert sich
dabei in Abhängigkeit von der Lage des Metallschmelzenspiegels 26 innerhalb der Kokille 1, so daß die Lage des
Schmelzenspiegels 26 in der Kokille 1 anhand des Werts bzw. der Größe des Ausgangssignals vom Verstärker 23
bestimmt werden kann. Dieses Ausgangssignal kann weiterhin dazu benutzt werden, die Einrichtung zur Zufuhr der Metallschmelze
zur Kokille 1 entsprechend anzusteuern.
Ein mit einer solchen Meßvorrichtung zusammenhängendes Problem besteht darin, daß es zur Erzielung eines Ausgangssignals
mit vorteilhafter Stabilität nötig ist, den Einfluß von äußeren Störungen möglichst stark zu verringern. Von
den verschiedenen möglichen äußeren Störungseinflüssen sind die stärksten eine Änderung des Abstands D (vergl. Fig. 3)
zwischen dem Detektorelement und der elektromagnetischen Spule zur Feststellung eines Magnetflusses sowie eine
Temperaturänderung dieser Spule.
Bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung wird aufgrund der beschriebenen,
vorteilhaften baulichen Merkmale auch dann, wenn die Seitenwand der Kokille 1 einer thermischen Verformung
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unterworfen ist, der Abstand zwischen den betreffenden Detektorelementen 11 a - 11 c und den diesen gegenüberliegenden
elektromagnetischen Spulen 13 a - 13 c immer konstantgehalten, und die Spulen werden dabei durch das
Kühlwasser 27 gekühlt, so daß ein stabiles Ausgangssignal erhalten werden kann.
Aufgrund der vorstehend beschriebenen Konstruktion und Funktion der erfindungsgemäßen Vorrichtung bietet die
Erfindung die folgenden praktischen Vorteile:
1.) Da die Kokille 1 ohne Beeinträchtigung der Teile des
Detektorkastens 9 ohne weiteres aus dem Wassermantel 2 ausgebaut werden kann, läßt sich das Auswechseln der Kokille
einfach und leicht durchführen, und da außerdem die Detektorelemente selbst sehr billig sind, läßt sich eine einfache
Wartung der Kokillenanordnung realisieren.
2.) Da sich der Abstand zwischen den Detektorelementen und den elektromagnetischen Magnetflußmeßspulen auch bei thermischer
Verformung der Seitenwand der Kokille 1 nicht ändert, kann ein stabiles und höchst zuverlässiges Ausgangssignal
gewährleistet werden.
3.) Anbau und Abbau der elektromagnetischen Spulenanordnung
zur Feststellung des Magnetflusses sind einfach, weil die gesamte Anordnung im Detektorkasten 9 untergebracht ist.
4) Äußere Störeinflüsse aufgrund von TemperaturSchwankungen
der elektromagnetischen Spulen werden verhindert, weil der
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gesamte Detektorkasten 9 im Wassermantel 2 angeordnet ist
und sein Inneres von Kühlwasser durchströmt wird, so daß die im Detektorkasten 9 angeordneten Spulen ebenfalls gekühlt
werden.
Bei Anwendung einer Konstruktion, bei welcher jedes Detektorelement aus einer an der Außenfläche der Seitenwand
der Kokille 1 z.B. angeklebten dünnen Platte oder Scheibe besteht, wie dies bei der beschriebenen Ausführungsform der Fall ist, ergibt sich ersxchtlicherweise der Vorteil,
daß ein genau der Temperaturänderung entsprechendes Ausgangssignal geliefert wird, ohne durch Kühlung und
Temperaturverteilung der Kokille 1 beeinflußt zu werden. Bei Verwendung einer Konstruktion, bei welcher mehrere
paarweise angeordnete Detektorelemente und elektromagnetische Spulen zur Erfassung des Magnetflusses in Tiefen- bzw.
Längsrichtung der Kokille in Reihe angeordnet sind, ergibt sich zudem der weitere Vorteil, daß neben der Bestimmung der
Höhe des Schmelzenspiegels unter Ausnutzung der den Schmelzenspiegel anzeigenden Signale auch eine Steuerung oder Regelung
der Höhenlage des Schmelzenspiegels möglich ist.
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Claims (4)
1. Verrichtung zur Bestinmung (der Höhe) des Metallschneisenspiegels
in einer StranggieBkokille, mit einem. Detektcrelement aus einen Körper eines wärmeeiipfindlichen,
magnetischen Materials, dessen magnetische Eigenschaften in 2\bhängigkeit von einer Temperaturänderung
variieren und das in einer entsprechenden Position an der Seitenband der Stranggießkokille montiert ist,
und mit einer sue Erfassung des Magnetflusses in Detektorelei?.ent
dienenden elektromagnetischen Spule, die in einen Detektorkasten, der seinerseits in einen die Kokille umschließenden
Uassernantel montiert ist, in einer dem
Detektorelement gegenüberliegenden Position eingebaut ist, so daß die flöhe des Metallschmelzenspiegels in der Kokille
durch Feststellung einer Minderung der magnetischen Eigenschaften
des Detektorelemsnts mittels der elektromagnetischen
Spule bestimmbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß Mittel
zur abnehmbaren Montage des Detektorkastens (9) im Wassermantel
(2), Kühlwasser-Einlaß- und Auslaßmittel (30) im Detektorkaeten (S) zur Führung von Kühlwasser durch den
Detektorkasten zwecks Kühlung der in ihn eingebauten elektromagnetischen Spule (13 a - 13 c) sowie ein verschiebbar in
der der Kokille (1) zugewandten Seitenv/and des Detektorkastens
montiertes, auf die Kokille zu und von ihr hinweg bewegbar angeordnetes Schutzgehäuse (12 a - 12 c) vorgesehen
sind, in welchem die Spule {13 a - 13 c) angeordnet ist, daß das Schutsgehäuse einen zur Kokille (1) hin gerichteten
Fortsatz (15 a - 15 c) aufweist und daß das Schutzgehäuse
durch eine an ihm angreifende Feder (17 a- 17 c) gegen die Kokille vorbelastet ist, so daß zwischen der Außenwandfläche
der Kokille und dem Schutzgehäuse ein vorbestimmter
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Abstand aufrechterhaltbar ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
da5 irr. Schutzgehäuse eine Kvtnstharzmasse vorgesehen
ist, c.urch welche die elektromagnetische Spule im
Schutzgehäuse festgelegt ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das Detsktorelement eine dünne Platte bzw. Scheibe
ist, die xr.it einer Außenfläche der Seitenwand der Kokille verbunden, z.B. verklebt ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, da3 an der Kokille mindestens ein weiteres Detektoreleraant
sov/ie eine weitere, diesem, gegenüberliegende
elektromagnacische Spule zur Erfassung eines Magnetflusses
und ein weiteres, verschiebbar in dan Detektorkas-cen
eingebautes Schutzgehäuse vorgesehen sind und daß die einander gegenüberstehenden Detektorelenente und
elektromagnetischen Spulen an mehreren in Längsrichtung
der Kokille auf Abstände verteilten Stellen angeordnet sind.
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