DE2654525C1 - Stroemungsmaschine mit einer Regeleinrichtung zur Konstanthaltung des Radialspielraums zwischen den Rotorschaufelspitzen und der Statorkonstruktion - Google Patents
Stroemungsmaschine mit einer Regeleinrichtung zur Konstanthaltung des Radialspielraums zwischen den Rotorschaufelspitzen und der StatorkonstruktionInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung nach dem
Oberbegriff des Anspruchs 1 zur Konstanthaltung eines
Radialspielraums zwischen einem umlaufenden Bauteil und
einem Statorbauteil bei Strömungsmaschinen, nämlich
insbesondere zur Konstanthaltung des Radialspielraums
zwischen den Rotorschaufelspitzen und der Statorkonstruktion
bei Gasturbinentriebwerken.
Veränderungen des Schaufelspitzenspielraums ergeben
sich im Betrieb der Strömungsmaschine aufgrund von Unter
schieden zwischen den Dehnungen des Strömungsmaschinen
gehäuses und des Rotors, wobei diese Dehnungen groß im
Vergleich zu dem erforderlichen Schaufelspitzenspiel
raum sind. Deshalb können schon bei kleinen Temperatur
änderungen bei verschiedenen Betriebszuständen verhältnis
mäßig große Änderungen des Schaufelspitzenspielraums
eintreten. Während ein zu kleiner Schaufelspitzenspiel
raum zum Schleifen der Schaufelspitzen an der sie
umschließenden Gehäusewand mit entsprechenden
Beschädigungen führt, haben zu große Spielräume eine
große Leckströmung an den Schaufelspitzen und ent
sprechende Leistungsverluste der Maschine zur Folge.
Es sind daher schon Anstrengungen unternommen worden,
den Schaufelspitzenspielraum jeweils den sich ändernden
Betriebszuständen der Strömungsmaschine anzupassen, was
besonders bei Gasturbinentriebwerken für Flugzeuge wegen
des dort erforderlichen, möglichst günstigen Verhältnisses
von Triebwerksleistung und Triebwerksgewicht von größter
Wichtigkeit ist.
Aus der DE-OS 16 01 676 ist eine Strömungsmaschine
mit einer Einrichtung zur Konstanthaltung des Radial
spielraums zwischen den Rotorschaufelspitzen und der
Statorkonstruktion bekannt, bei welcher das den Rotor
schaufelkranz umschließende Gehäuseelement relativ zur
übrigen Statorkonstruktion beweglich angeordnet ist.
Durch Beeinflussung der Temperatur dieses Gehäuseelements
sind dessen Wärmebewegungen im Sinne der Erzeugung eines
möglichst konstant bleibenden Schaufelspitzenspielraums
steuerbar. Diese Temperaturbeeinflussung des Gehäuse
elements erfolgt mittels einer Kühleinrichtung, die mit
aus dem Triebwerksverdichter abgezweigter Kühlluft
gespeist wird, wobei einerseits aufgrund entsprechender
Auslegung der Wärmeübergangsverhältnisse auf das Gehäuse
element und andererseits in Abhängigkeit von dem jeweiligen,
sich auch auf den Verdichterbetrieb auswirkenden Betriebs
zustand des Triebwerks und die so in gewisser Weise
differenzierte Kühlung des Gehäuseelements eine Steuerung
des Schaufelspitzenspielraums erreicht wird.
Die Einrichtung zur Temperaturbeeinflussung
des Gehäuseelements und die Maßnahmen zur Erzielung
geeigneter Wärmeübergangsverhältnisse führen bei der
bekannten Anordnung jedoch zu einer verhältnismäßig
komplizierten Konstruktion, aber da die Steuerung
nur von allgemeinen Betriebsverhältnissen des Trieb
werks abhängig und durch den tatsächlichen Schaufel
spielraum nicht beeinflußbar ist, dürfte bei der
bekannten Anordnung nur eine grob angenäherte Konstant
haltung des Schaufelspitzenspielraums möglich sein.
Eine einen geschlossenen Regelkreis bildende Ein
richtung der eingangs genannten Gattung ist aus der
GB-PS 12 48 198 bekannt. Bei dieser bekannten Einrichtung
wirkt der im Steuerkanal in Abhängigkeit von der Größe
des radialen Steuerspalts herrschende Rückdruck auf eine
Membran, die mit einem Steuergestänge gekuppelt ist.
Dieses Steuergestänge betätigt mechanische Drosselklappen,
die in Speisekanälen angeordnet sind, welche in den die
Strömung zur Temperaturbeeinflussung des Statorbauteils
führenden Strömungskanal einspeisen.
Bei dieser letzteren bekannten Einrichtung, die
zur Konstanthaltung des Radialspalts zwischen einem
umlaufenden und einem feststehenden Dichtungselement bei
Gasturbinentriebwerken dient, findet zwar eine Temperatur
beeinflussung des Statorbauteils in Abhängigkeit von der
jeweiligen tatsächlichen Istgröße des zu regelnden Radial
spalts statt, jedoch ist diese bekannte Einrichtung
wegen der verwendeten mechanischen Drosselklappen und
der zugehörigen Mechanismen kompliziert, kostspielig
und, was gerade bei Gasturbinentriebwerken wichtig ist,
hinsichtlich des Triebwerksgewichts nachteilig. Außer
dem besteht die Gefahr, daß bei einem Versagen der
mechanischen Mechanismen ein Schleifen des umlaufenden
Elements am statorseitigen Element auftritt, was, wenn
eine solche Einrichtung zur Regelung des Schaufel
spitzenspielraums herangezogen würde, die Gefahr der
Beschädigung sowohl der Schaufeln als auch des Gehäuses
durch am Gehäuse schleifende Schaufelspitzen bedingt.
Der Erfindung liegt demgegenüber die Aufgabe zugrunde,
eine Einrichtung der eingangs genannten Gattung zur
Konstanthaltung eines Radialspielraums bei Strömungs
maschinen im Hinblick auf ein schnelles Ansprechvermögen
auch bei relativ schnell ablaufenden Betriebszustands
änderungen, jedoch gleichzeitig im Hinblick auf eine
einfache und betriebssichere, insbesondere nicht durch
das Versagen mechanischer Mechanismen in ihrer Funktions
fähigkeit gefährdete Konstruktion auszubilden.
Diese Aufgabe wird bei einer Strömungsmaschine der
eingangs genannten Gattung gemäß der Erfindung durch die
im kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1 angegebene
Anordnung gelöst.
Die erfindungsgemäße Anordnung hat den Vorteil,
daß die Steuerung der Strömung zur Temperaturbeeinflussung
des Statorbauteils zum Zwecke der Konstantregelung des
zu regelnden Radialspalts ohne jegliche mechanische
Steuerorgane ausschließlich über die Druckverhältnisse
im Steuerkanal und deren Rückwirkung auf die Druckver
hältnisse im Strömungskanal der temperaturbeeinflussenden
Strömung erfolgt.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung bei deren
Anwendung zur Regelung des Schaufelspitzenspiels bei Gas
turbinentriebwerken sind Gegenstand der Unteransprüche.
Die Erfindung wird nachstehend anhand eines Aus
führungsbeispiels unter Bezugnahme auf die anliegenden
Zeichnungen mehr im einzelnen beschrieben, in welchen
zeigt
Fig. 1 eine schematische Darstellung
eines Gasturbinentriebwerks, dessen
Gehäuse auf
gebrochen ist, um den erfindungsgemäß
ausgebildeten Bereich zu zeigen,
Fig. 2 eine vergrößerte Darstellung eines Tur
binenausschnitts mit einer Regeleinrich
tung nach der Erfindung,
Fig. 3 eine weiter vergrößerte Darstellung,
welche die Heiz- und Kühlströmungsmittel
führenden Kanäle der Regeleinrichtung
zeigt und
Fig. 4 einen Axialschnitt ähnlich Fig. 3, je
doch an einer umfangsmäßig versetzten
Stelle des Gehäuses, der das grundsätz
liche Gehäuselängsschnittprofil zeigt.
In den Zeichnungen zeigt Fig. 1 ein Gasturbinentriebwerk mit
einem Verdichter 1, einer Brenneinrichtung 2 , einer Turbine 3
und einer Schubdüse 4. Ein Teil des Triebwerksgehäuses ist auf
gebrochen, um eine Turbinenstufe zu zeigen, bei welcher die Er
findung Anwendung findet.
Ein Teil der vom Verdichter verdichteten Luft gelangt in einen
Bypasskanal 6, der zwischen dem Triebwerksinnengehäuse 7 und
dem Triebwerksaußengehäuse 8 gebildet ist und die Brenneinrich
tung und die Turbine umgibt.
Fig. 2 zeigt den Turbinenrotor und die zugehörige Konstruktion
mehr im einzelnen. Der Turbinenrotor weist einen Schaufelkranz
10 auf, der auf einer Rotorscheibe 12 mit Hilfe nicht darge
stellter herkömmlicher Mittel befestigt ist. Die Schaufelspitzen
sind von einer feststehenden, aus Segmenten aufgebauten Ring
wand 14 umgeben, die einen radialen Abstand von den Schaufel
spitzen hat, wodurch ein Spielraum 16 gebildet ist. Diese Ring
wand 14 bildet einen Teil eines Gehäuseelements 15 des Trieb
werksinnengehäuses 7, das zur Statorkonstruktion gehört. Die
Größe des Spielraums 16 stellt die zu regelnde Größe dar.
Stromauf des Turbinenrotors ist ein Düsenleitschaufelkranz 20
angeordnet, welcher die Abgase aus der Brenneinrichtung 2 auf
die Rotorschaufeln 10 lenkt. Stromab des Rotors befindet sich
ein weiterer Leitschaufelkranz 22, welcher die aus dem Rotor
schaufelkranz 10 austretenden heißen Gase auf den nächsten,
nicht dargestellten, Rotorschaufelkranz leitet.
Die gesamte eben beschriebene Konstruktion ist innerhalb des
Triebwerksinnengehäuses 7 angeordnet. An der radial äußeren
Seite des Triebwerksinnengehäuses 7 befindet sich der Bypass
kanal 6.
Bei irgendwelchen Änderungen des Triebwerksbetriebszustands
verursacht das mit den verschiedenen Teilen der Turbine in Be
rührung stehende Arbeitsmittel Änderungen der Temperatur des Ge
häuses 7, der Rotorscheibe 12 und der Rotorschaufeln 10. Diese
Temperaturänderungen sind jedoch infolge der unterschiedlichen
Massen der genannten Teile und infolge von Temperaturunterschie
den des mit diesen Teilen in Berührung stehenden Arbeitsmittels
nicht gleich. Dies führt zu unterschiedlichen Wärmedehnungen
zwischen der Rotokonstruktion und der Statorkonstruktion, was
zusammen mit den fliehkraftbedingten Dehnungen des Rotors zu
Veränderungen des Spielraums zwischen den Schaufelspitzen und
der Ringwand 14 führt, was den Triebwerkswirkungsgrad beein
trächtigt.
Fig. 2 zeigt schematisch eine Regeleinrichtung zur Konstanthal
tung des Spielraums 16 innerhalb eines vorgegebenen Bereiches.
Die Ringwand 14, die verhältnismäßig dünn ist, ist an ihren bei
den Enden an Ansätzen 29 und 32 der radial äußeren Wandteile 24
und 26 des stromaufwärtigen Leitschaufelkranzes 20 und des strom
abwärtigen Leitschaufelkranzes 22 abgestützt. Außerdem ist die
Ringwand mittels Zapfen 28 unmittelbar mit dem Gehäuseelement 15
verbunden. Ferner ist die Ringwand über einen weiteren Ansatz 30
an dem radial äußeren Wandteil des Leitschaufelkranzes 22 mit
dem Gehäuseelement 15 verbunden. Der Ansatz 30 greift in eine
Ringnut 34 des Gehäuseelements 15 und bildet so eine Verbindung
mit diesem und der Ansatz 32 greift in eine Aussparung 36 des
radial inneren Oberflächenbereiches der Ringwand ein. Die ra
dial inneren Enden der Leitschaufeln 22 halten mittels Ansätzen
40 und Flanschen 42 ein feststehendes Teil 38, in welchem die
Leitschaufeln 22 deshalb radiale Bewegungsfreiheit haben.
Es ist also ersichtlich, daß, wenn sich das Gehäuseelement 15
ausdehnt oder zusammenzieht, die Ringwand 14 zusammen mit dem
Gehäuseelement radial nach außen oder radial nach innen be
wegt wird und dadurch den Spielraum 16 verändert.
Zur Regelung der Größe des Spielraums 16 ist eine in Fig. 2
schematisch gezeigte Regeleinrichtung vorgesehen, welche einen
Steuerkanal 44 aufweist, in welchem heiße, aus einer Hochdruckstufe
des Verdichters abgezweigte Luft über eine Kammer 46 eingelei
tet wird. Der Steuerkanal verläuft durch eine Leitschaufel 22 hindurch
und tritt an deren radial innerem Ende aus dieser aus.
Das Austrittsende des Steuerkanals 44 weist einen kleinen Abstand
von einem Axialansatz 48 der Rotorscheibe 12 auf. Dieser Ab
stand 49 ist so gewählt, daß er eine Drosselung des durch den
Steuerkanal strömenden Luftstromes bewirkt.
Die unterschiedlichen Dehnungen des Gehäuseelements und des
Rotors, welche Änderungen des Spielraums 16 zur Folge haben,
erzeugen proportionale Änderungen des Abstands 49. Diese Ände
rungen des Abstands 49 sind gleich den Änderungen des Spiel
raums 16, falls die Dehnungen der Rotorschaufeln 10 und der
Leitschaufeln 22 gleich sind. In der Praxis sind diese beiden
Dehnungen fast völlig gleich, da die Rotorschaufeln und die
Leitschaufeln so gekühlt werden, daß sie etwa die gleiche Be
triebstemperatur aufweisen, und ihre Dehnungen sind klein, da
ihre Längen im Vergleich zum Gesamtturbinendurchmesser klein
sind.
Durch im Gehäuseelement 15 gebildete Strömungskanäle 50 wird außerdem
eine verhältnismäßig kühle Luftströmung in die Kammer 46 einge
leitet. Die Drücke der beiden Luftströme sind so aufeinander
abgestimmt, daß, wenn der Spielraum 16 dem Sollwert entspricht,
keine Strömung durch die Strömungskanäle 50 stattfindet und die heiße
Luft aus der Kammer 46 durch den Steuerkanal 44 zu dem durch den Abstand
49 gebildeten Steuerspalt strömt. Tritt eine so große Tempera
turänderung auf, daß sich der Spielraum 16 verändert, so verän
dert sich auch der Steuerspalt 49 zwischen dem Steuerkanal 44 und dem
Axialansatz 48 direkt proportional hierzu. Vergrößert sich der
Steuerspalt 49, so reicht die durch nicht dargestellte Drosseln
gedrosselte heiße Strömung nicht mehr aus, um den gleichen Druck
in der Kammer 46 aufrecht zu halten, weshalb verhältnismäßig
kühle Luft durch die Strömungskanäle 50, durch die Kammer 46 und in den
Steuerkanal 44 einströmt und dabei das Gehäuseelement 15 kühlt, wodurch
sich dieses zusammenzieht und den Spielraum 16 verkleinert. Falls
sich dagegen der Spielraum 49 verkleinert, so wird die heiße
Luftströmung durch den Steuerspalt 49 stärker gedrosselt und
die konstante heiße Luftzuströmung zur Kammer 46 strömt nun teil
weise durch die Strömungskanäle 50 aus, wodurch das Gehäuseelement 15 er
wärmt wird, so daß es sich ausdehnt und den Spielraum 16 ver
größert.
Die Fig. 3 und 4 zeigen die Einzelheiten der erfindungsge
mäßen Anordnung bei einem praktisch ausgeführten Triebwerksge
häuse. In diesen Zeichnungsfiguren sind zur Bezeichnung glei
cher Teile die gleichen Bezugszeichen wie in den Fig. 1 und 2
verwendet.
Die Heißluftzufuhr zur Kammer 46 wird aus einer Hochdruckverdich
terstufe abgezweigt und durch Kanäle 60 um die Brenneinrichtung
2 herum in Röhren 62 eingeleitet, aus denen die heiße Luft durch
eine Anzahl von Bohrungen 64 hindurchströmt und auf die Ring
wand 14 auftrifft, um diese zu kühlen. Sodann strömt diese Strö
mung über die Außenseite der Röhren 62 in eine Kammer 66, aus
welcher ein Teil dieser Strömung über Verbindungsröhren 68 im
Gehäuseelement 15 zur Kammer 46 und von da aus in den Steuerkanal 44
strömt.
Die Verbindungsröhren 68 sind in Bohrungen 70 eingesetzt, die
im Gehäuse 7 gebildet sind, jedoch weisen diese Röhren einen
Abstand vom Gehäuseelement auf, um eine Erwärmung desselben
zu verhindern. Die stromaufwärtigen Enden der Röhren 68 bilden
außerdem jeweils eine feste Drosselöffnung, welche die Strö
mung in diese Röhren reguliert.
Die kühle bzw. verhältnismäßig kühle Luft wird von einer unter
niedrigerem Druck stehenden Verdichterstufe abgeleitet und durch
Röhren 74 im Bypasskanal in einen Ringraum 72 des Gehäuseele
ments (siehe Fig. 4) geleitet. Die Strömungskanäle 50 verlaufen zwischen
dem Ringraum 72 und einer Sammelkammer 76 und von dieser aus
zur Kammer 46.
Wie ersichtlich ist, wird die heiße Luft durch das Auftreffen
auf die Ringwand 14 noch weiter erwärmt, während die verhält
nismäßig kühle Luft durch das Hindurchströmen durch die, durch
den Bypasskanal verlaufenden Röhren 74 noch weiter abgekühlt
wird, so daß eine beträchtliche Temperaturdifferenz erzeugt
werden kann, um erforderlichenfalls ein verhältnismäßig schnel
les Erwärmen oder Abkühlen des Gehäuseelements 15 herbeizuführen.
Eine Temperaturdifferenz zwischen der Heizluft und der Kühl
luft von etwa 325°C hat sich als erreichbare Größe erwiesen.
Da das Gehäuseelement 15 idealerweise schnell erwärmbar sein
soll, um sich von sich dehnenden Turbinenschaufeln wegzubewe
gen, jedoch nicht so schnell abkühlbar sein soll, um die Mög
lichkeit eines Schleifens zwischen den Schaufelspitzen und der
Ringwand während Übergangsbedingungen zu vermeiden, sollte die
Temperatur des Gehäuseelements 15 beim stationären Lauf in Rich
tung zur Kühllufttemperatur hin tendierend vorgegeben sein.
Auf diese Weise ist die Temperaturdifferenz zwischen dem Ge
häuseelement und der Heizluft groß und zwischen dem
Gehäuseelement und der Kühlluft kleiner, so daß sich eine schnellere
Erwärmung und eine geringere Abkühlung des Gehäuseelements er
gibt. Spezifische Temperaturen in einem Triebwerk haben ge
zeigt, daß eine Gehäusetemperatur von 760°K bei einer um
100°C unterhalb dieser Temperatur liegenden Kühllufttemperatur
und einer um 225°C über dieser Temperatur liegenden Heizluft
temperatur geeignet ist.
Es hat sich gezeigt, daß bei Anwendung der Erfindung der Spiel
raum 16 ziemlich genau bei einem Wert von 0,3 mm konstant ge
halten werden kann, ohne daß durch die Abzapfung der Luft aus
dem Verdichter ein nennenswerter Nachteil entsteht, so daß ins
gesamt eine Steigerung des Triebwerkswirkungsgrades erzielbar
ist.
Die Erfindung ist insbesondere bei Anwendung in Verbindung mit
deckbandlosen Turbinenschaufeln vorteilhaft, jedoch kann sie
auch mit Vorteil bei Turbinenschaufeln mit Deckband Anwendung
finden, um den Schaufelwirkungsgrad zu verbessern. In diesem
Falle kann das Austrittsende des Steuerkanals 44 anstatt nahe einem
Rotorscheibenansatz nahe dem Deckband angeordnet sein, wodurch
irgendwelche kleine Differenzen zwischen der Größe des zur steuern
den Spielraums und der Größe des die Drossel 49 bildenden Spalts
reduziert werden.
Selbstverständlich sind viele Abwandlungen der beschriebenen An
ordnung möglich, welche von den grundsätzlichen Erfindungsmerk
malen Gebrauch machen. Beispielsweise ist die Lage des Steuer
spalts 49 nicht kritisch und es kann jede zweckmäßige Stelle
gewählt werden, an welcher die Änderung des Steuerspalts 49 pro
portional zum Schaufelspitzenspielraum 16 ist.
Die bei den dargestellten Ausführungsbeispielen benutzten Luft
quellen sind nur bei Gasturbinentriebwerken zweckmäßig. Bei
anderen Strömungsmaschinen können statt dessen andere Mittel
zur Erwärmung der feststehenden Teile Anwendung finden. Ferner
ist es, obwohl beim dargestellten Ausführungsbeispiel zwei ver
schiedene Temperaturen aufweisende Luftströme verwendet werden,
auch möglich, eine ausreichende Steuerung bei Verwendung nur
eines einzigen Luftstromes zu erzielen, dessen Größe durch die
Regeleinrichtung innerhalb eines größeren Bereiches veränder
lich ist, um das Maß der Heizung oder Kühlung zu verändern.
Bei stationären Gasturbinenanlagen oder anderen stationären
Strömungsmaschinen kann zum Heizen und Kühlen auch Strömungs
mittel aus einer externen Quelle bzw. aus externen Quellen
Verwendung finden.
Claims (4)
1. Einrichtung zur Konstanthaltung des Radialspiel
raums zwischen einem umlaufenden Bauteil und einem dieses
umgebenden Statorbauteil einer Strömungsmaschine, mit
einem ein Strömungsmittel zur Temperaturbeeinflussung
des Statorbauteils führenden Strömungskanal, und mit
einer über einen Steuerkanal mit Strömungsmittel gespeisten,
radial fest mit dem Statorelement verbundenen Steuerdüse,
die mit einer am umlaufenden Bauteil angeordneten Steuer
fläche unter Bildung eines Steuerspalts zusammenwirkt,
wobei die Druckrückwirkung des Steuerströmungsmittels im
Steuerkanal zur Strömungssteuerung des die Statorbauteil
temperatur beeinflussenden Strömungsmittels herangezogen
wird, dadurch gekennzeichnet, daß der die Temperatur
beeinflussungsströmung führende Strömungskanal (50) in
den Steuerkanal (44) einmündet und die Druckrückwirkung
im Steuerkanal (44) dem Zuleitungsdruck der Temperatur
beeinflussungsströmung in deren Strömungskanal (50)
entgegenwirkt.
2. Einrichtung nach Anspruch 1 für ein Gasturbinen
triebwerk, dadurch gekennzeichnet, daß der die
Temperaturbeeinflussungsströmung führende Strömungs
kanal (50) und der Steuerkanal (44) über zwei
Anzapfungen im Verdichter des Triebwerks mit zwei
unterschiedliche Temperaturen und Drücke aufweisenden
Luftströmen gespeist wird.
3. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß der die Temperaturbeeinflussungsströmung
führende Strömungskanal (50) in eine Kammer (46 ) ein
mündet, welche durch den Steuerkanal (44) mit dem Steuer
spalt (49) verbunden ist.
4. Einrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Steuerkanal (44) durch eine Leit
schaufel (22) hindurch verläuft.
Applications Claiming Priority (1)
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Family
ID=10451959
Family Applications (1)
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