DE2654596C2 - Mustererkennungsgerät zum Erkennen unterschiedlicher weißer Blutkörperchen - Google Patents
Mustererkennungsgerät zum Erkennen unterschiedlicher weißer BlutkörperchenInfo
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Description
Beschreibung
Die Erfindung betrifft ein Mustererkennungsgerät zum Erkennen unterschiedlicher weißer Blutkörperchen
mit einer Abtasteinrichtung zum Erzeugen von Signalen, die für ein von der Abtasteinrichtung abgetastetes
Blutkörperchen repräsentativ sind, mit einer Einrichtung zum Prüfen der Signale aus der Abtasteinrichtung
zum Erzeugen charakteristischer Daten des abgetasteten Blutkörperchens, mit einem Mustererkennungsrechner,
der zum Identifizieren des abgetasteten Blutkörperchens auf dessen Daten anspricht, und mit
einem Tastenfeld zum Eingeben charakteristischer Daten vorher abgetasteter Blutkörperchen.
Derartige Mustererkennungsgeräte werden zum Erkennen
und zur vollautomatischen Differentialzählung
weißer Blutkörperchen verwendet. Aus den US-Patent-Schriften
38 73 974 und 38 32 637 sind derartige Geräte bekannt, bei denen leicht zwischen verschiedenen weißen
Blutkörperchen in einem Blutabstrich unterschieden werden kann, um eine Differentialzählung dieser
weißen Blutkörperchen vorzunehmen. Das in der US-PS 38 73 974 gezeigte Gerät veranschaulicht, wie in
wirksamer Weise ein Gesamtblutabstrich abgetastet werden kann, ohne daß irgendwelche weißen Blutkörperchen
übersehen werden. Die US-PS 38 32 687 zeigt ein Gerät, welches die Klassifikation unterschiedlicher
weißer Blutkörperchen in Bezug auf deren Gestalt ermöglicht. Das Gerät ist in erster Linie dafür ausgestaltet,
eine Differentialzählung derartig verschiedener weißer Blutkörperchen im Blutabstrich vorzunehmen. Dieses
Gerät verwendet eine statistische Analyse, welche für verschiedene charakteristische Daten sorgt, die dann
in Kombination mit einer logischen Entscheidungsschaltung verwendet werden, um eine spezielle Art von Blutkörperchen,
die abgetastet worden sind, zu definieren.
Durch Experimente wurde herausgefunden, daß eine der wichtigsten Funktionen eines automatischen Blutkörperchen-Differentialanalysators darin besteht, abnormale Blutkörperchen bestimmen zu können, die sich im Gesamtblutabstrich befinden, was wichtig ist, um eine Krankheit zu bestimmen, wie zum Beispiel die Verteilung weißer Blutkörperchen in einem Gesamtblutabstrich.
Durch Experimente wurde herausgefunden, daß eine der wichtigsten Funktionen eines automatischen Blutkörperchen-Differentialanalysators darin besteht, abnormale Blutkörperchen bestimmen zu können, die sich im Gesamtblutabstrich befinden, was wichtig ist, um eine Krankheit zu bestimmen, wie zum Beispiel die Verteilung weißer Blutkörperchen in einem Gesamtblutabstrich.
Es sei bemerkt, daß ein Gesamtblutabstrich normalerweise auf einem Objektträger bereitgestellt und dann
mit einem Wrightschen Farbstoff gefärbt wird, in wel-
6G chcrr· die zwei Farbkomponpnten F.osin und Methylen
blau verwendet werden. Von einem Objektträger zum anderen gibt es eine normale Veränderung zwischen der
Farbstoffmenge, die von dem Gesamtblutabstrich absorbiert wird, und folglich kann die Farbe der Blutkörperchen
von einem Objektträger zum anderen variieren, wodurch die Identifikation der weißen Blutkörperchen
in einem Gesamtblutabstrich schwieriger wird.
Eine andere Schwierigkeit, die sich bei der automati-
Eine andere Schwierigkeit, die sich bei der automati-
10
—hen Blutkörperchenanalyse ergibt, sind geringe Abweichungen
des Blutes von einer Person zur anderen. Zwar kann eine Person normale Blutkörperthenverteilung
haben, aber ein oder mehrere Blutkörperchen können sich von den durchschnittlichen Blutkörperchen in
der Gestalt etwas unterscheiden, obgleich sie gesund sind Wenn eine Bedienungsperson ein Blutkörperchen
dieser Art prüft, weiß sie, daß es ein gesundes Blutkörperchen
ist und wird es lediglich als eines einer speziellen
Art zählen. Bei einem automatischen Gerät jedoch wird ein solches Blutkörperchen immer als krankheitsverdächtig
angesehen.
Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, die Unsicherheiten bei der Unterscheidung zwischen
kranken und gesunden weißen Blutkörperchen zu vermeiden, insbesondere nur solche Blutkörperchen als
krank zu erkennen, die wirklich krank sind, und andere Blutkörperchen, die nur die von Person zu Person bestehenden
Unterschiede in ihrer Gestalt aufweisen, als solche einer speziellen Art zu erkennen.
Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Kennzeichens des Patentanspruchs 1 gelöst. Weitere vorteilhafte
Ausgestaltungen der Erfindung sind den Unteransprüchen zu entnehmen.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der
Zeichnung dargestellt und wird im folgenden näher beschrieben. Es zeigt . .. Fig. 1 ein schematisches Blockschaltbild eines Gerätes
gemäß der Erfindung,
Fig. 2, 3 und 4 schematische Blockschaltbilder von Teilen des Gerätes nach Fig. 1,
Fig. 5 ein schematisches Blockschaltbild eines Teiles einer logischen Entscheidungsschaltung zum Bestimmen
der Identität eines Blutkörperchens, Fig. 6 die Draufsicht auf ein Tastenfeld.
Das Mustererkennungsgerät nach Fig. 1 kann eine Differentialzählung weißer Blutkörperchen aus einem
Gesamtblutabstrich vornehmen. Das Gerät weist ein optisches System mit einem Lichtpunktabtaster aul,
welches eine Kathodenstrahlröhre 20, ein Mikroskop-Linsensystem 22, eine Blattform 24 zum Haltern eines
Objektglasträgers 26 mit einem Gesamtblutabstrich darauf einen Farbteiler 28, einen Analog/Digital-Wandler
30, einen Prozessor 32 für auf die drei Farben bezogene Signale, ein Hauptschieberegister 34, einen Prozessor
36 für auf die Blutkörperchen bezogene Signale, einen Datendetektor 38, eine Zeitgebersteuerung 40, eine
Abtaststeuerung 42, einen Mustererkennungsrechner 44, ein Tastenfeld 46 und eine Ausgangsanzeige
enthält.
Die Kathodenstrahlröhre (CRT) 20 und das Mikroskoplinsensystem
22 sind vorzugsweise in einem Gehäuse untergebracht, daß gegen eindringendes Licht abgedichtet
ist, so daß ein Lichtstrahl 50 durch das Linsensystem 22 zum Fokussieren auf dem Objektträger 26 gerichtet
werden kann. Ebenso befinden sich die Plattform 24 und der Farbteiler 28 in einem Gehäuse, um außer
dem Lichtstrahl 50 kein Licht in den Farbteiler 28 eintreten zu lassen. Die Plattform 24 weist eine Öffnung
auf, durch welche der Lichtstrahl 50 zum Farbieiici
geführt wird.
Der Lichtstrahl 50 wird von der Kathodenstrahlrohre
20 erzeugt und beschreibt auf dieser ein Raster mit der Größe von 76 mm &khgr; 76 mm, welches durch das Mikroskoplinsensystem
22 auf ein Feld mit der Größe von etwa 0,3 mm &khgr; 0,3 mm fokussiert wird. Somit wird ein
Lichtraster auf den Objektträger 26 gerichtet, das ein Feld von etwa 0,3 mm &khgr; 0,3 mm in den Blutabstrich
Das durch den Objektträger 26 gehende Licht gelangt zum Farbteiler 28, der dieses Licht über entsprechende
Filter in drei Spektralfarbbereiche zerlegt.
Die für jeden dieser drei Farbbereiche repräsentativen Ausgangssignale gelangen über drei Leitungen 52,
54 56 an den Eingang des Analog/Digital-Wandlers 30,
der diese analogen Signale inquantisierte Signale umwandelt,
die für die verschiedenen Farbbereiche repräsentativ sind und über Leitungen 58 dem Eingang des
Prozessors 32 zugeführt werden. Der Farbteiler 28, der Analog/Digital-Wandler 30 und der Prozessor 32 sind
Gegenstand der US-PS 38 27 804.
Der Ausgang des Prozessors 32 führt über die Ausgangsleitung
60 zu den Hauptschieberegistern 34, in welchem die durchlaufenden Signale der binären Quantisierung
des abgetasteten Blutkörperchens vom Datendetektor 38 geprüft werden, der über eine Leitung 62
mit dem Hauptschieberegister 34 verbunden ist. Von dessen Ausgang gelangen die Signale über eine Leitung
64 zum Prozessor 36, der ebenfalls über eine Leitung 65 an den Datendetektor 38 angeschlossen ist. Der Prozessor
36 ist über eine Leitung 66 mit dem Mustererkennungsrechner 44 verbunden. Der Datenaustausch zwisehen
dem Datendetektor 38 und dem Mustererkennungsrechner 44 erfolgt über eine Leitung 68. Der Mustererkennungsrechner
44 ist auch über eine Leitung 70 mit der Augangsanzeige 48 und über eine Leitung 72 mit
dem Tastenfeld 46 verbunden.
Der Datendetektor 38, der die Signale im Hauptschieberegister
34 prüft, schickt auch Steuersignale über eine Leitung 74 zum Analog/Digital-Wandler 30 und über
eine Leitung 76 zur Zeitgebersteuerung 40, dessen Ausgang über eine Leitung 78 mit der Plattform 24 und über
eine Leitung 80 mit der Abtaststeuerung 42 verbunden ist dessen Steuersignale über eine Leitung 82 zur Kathodenstrahlröhre
20 gelangen. Die Zeitgebersteuerung 40 schickt Taktimpulse zur Plattform 24. welche einen
Schrittmotor zu ihrer Bewegung in einem bestimmten Muster aufweist, um sicherzustellen, daß ein gesondertes
Feld in jeder der aufeinanderfolgenden Abtastungen des Objektträgers 26 gesehen wird. Der Rückauf des
Lichtstrahles 50 wird durch die Abtaststeuerung 42 gesteuert.
Im Betrieb wird ein Objektträger 26 zur Prüfung durch das Mustererkennungsgerät auf die Plattform
aufgebracht und Informationen über das Tastenfeld direkt in den Mustererkennungsrechner 44 eingegeben.
Wenn der Objektträger 26 auf der Plattform 24 ange-50 ordnet ist, wird diese bewegt, bis sich ein Neutrophil
innerhalb des Abtastfeldes mit der Große 0,3 mm &khgr; 0,3 mm befindet. Die START-Taste wird
dann vom Bedienungspersonal gedrückt, wodurch das Gerät in die Anfangsstellung gesetzt wird und der Mu-
55 stererkennungsrechner 44 erfährt, daß dies das erste abzutastende Blutkörperchen ist. Durch Fokussieren
auf ein Neutrophil und die Benachrichtigung seines Rechensystems kann das erste Blutkörperchen verwendet
werden, um die Schwellen von Kontrast und farbe ein-
öö zustellen, welche auf 6^ Farbe des ersten im Gesichtsfeld
des"Rechners auf seinen Platz gebrachten Neutrophils
beruhen. Sobald das erste Blutkörperchen durch dit Kathodenstrahlröhre 20 abgetastet wird, gelangt der
Lichtstrahl 50 zum Farbteiler 28, der das Abtastsignal
65 veranlaßt, von dem Analog/Digital-Wandler 30 über den Prozessor 32 zu dem Hauptschieberegister 34 und
über eine Leitung 84 zum Datendetektor 38 zu gelangen.
Der Datendetektor 38 schickt Taktimpulse zu dem Hauptschieberegister 34, in dem die Signale über die
Leitung 62 geprüft werden, sobald die für das abgetastete Blutkörperchen repräsentativen Signale durch das
Hauptschieberegister 34 geschoben werden. Die Daten des Datendetektors 38 werden über die Leitung 65 dem
Prozessor 36 zugeführt, der die Daten der Blutkörperchen speichert. Nachdem alle Blutkörperchendaten bestimmt
worden sind, wird das Abtasten des Blutkörperchens beendet. Die Blutkörperchendaten gelangen zusammen
mit der ersten Blutkörpercheninformation zu dem Mustererkennungsrechner 44, wodurch dessen
Entscheidungslogik aufgrund der Daten arbeitet, die vor, dem Prozessor 36 geliefert werden, und wobei die
Identifikation des abgetasteten Blutkörperchens über die Leitung 70 zu der Anzeige 48 gelangt. Nachdem das
Blutkörperchen vollständig abgetastet worden ist, wird der Lichtstrahl 50 zu einer anderen Stelle bewegt, in der
das nächste weiße Blutkörperchen abgetastet wird usw.,
bis eine bestimmte Anzahl weißer Blutkörperchen abgetastet worden ist. Wenn während des Abtastens eines
weißen Blutkörperchens der Mustererkennungsrechner 44 nicht identifizieren kann, was für ein Blutkörperchen
das abgetastete ist, gibt er ein Signal über eine der Leitungen 70 zur Ausgangsanzeige 48, welche anzeigt, daß
das abgetastete Muster nicht identifiziert werden kann, wobei ein Ausgangsignal abgegeben wird, das anzeigt,
daß dort der Verdacht auf eine Krankheit besteht. Die Abtasteinrichtung 20 hält an, und das Bedienungspersonal
überprüft die Aufforderung der Ausgangsanzeige zu einer Nachprüfung des abgetasteten Blutkörperchens.
Dann kann das Bedienungspersonal das Blutkörperchen, das abgetastet worden ist. identifizieren und gibt
eine kodierte Darstellung des Blutkörperchens durch Drücken einer entsprechenden Taste auf dem Tastenfeld
46 ein. Die Entscheidungslogik wird dann verändert oder entsprechend den Daten angepaßt, die dem Mustererkennungsrechner
44 zugeführt werden, um hierdurch die Empfindlichkeit des Mustererkennungsrechners
44 anzupassen, beruhend auf den Abweichungen von den Normen in dem derzeit abgetasteten Objektträger
26.
Je nach Art des von dem Bedienungspersonal bestimmten Blutkörperchens kann der Mustererkennungsrechner
44 zur Steigerung der Empfindlichkeit angepaßt werden. Wenn zum Beispiel ein untypisches
Blutkörperchen gefunden worden ist, ist es recht wahrscheinlich, daß auch andere der gleichen Art im Gesamtblutabstrich
vorhanden sind. Deshalb können die richtigen dieser Blutkörperchenart jedesmal, wenn sie vorhanden
sind, von der Entscheidungslogik des Mustererkennungsrechners 44 als krankheitsverdächtig angesehen
werden. Wenn deshalb ein untypisches von der Art eines weißen Blutkörperchens einmal gefunden worden
ist, kann der Mustererkennungsrechner 44 veranlaßt werden, einen Verdacht auf eine Krankheit für jedes der
übrigen EUutkörperchen dieser Art, welche vom Mustererkennungsrechner
44 gefunden worden sind, anzuzeigen und dem Bedienungspersonal die Möglichkeit zu
geben, auf jedes dieser Blutkörperchen zu achten, wenn sie während der Prüfung der Blutkörperchen im Gesamtblutabstrich
auf dem Objektträger 26 erscheinen.
In einem anderen Fall kann es vorkommen, daß ein Gesamtblutabstrich ein weißes Blutkörperchen enthält,
das, obwohl es eine etwas andere Gestalt hat, trotzdem normal ist. Wenn deshalb ein Krankheitsverdacht vom
Mustererkennungsrechner 44 gemeldet worden ist, kann das Bedienungspersonal diese Art Blutkörperchen
in das Tastenfeld 46 eingeben, so daß jedes nachfolgende weiße Blutkörperchen dieser Art von dem Musterer- "
kennungsrechner 44 dadurch erkannt wird, daß die Ansprechschwelle in der Entscheidungslogik zurückgesetzt
wird.
Fig. 2 zeigt die Schaltungsanordnung zwischen dem Prozessor 36 und dem Mustererkennungsrechner 44, die
einen Multiplexschalter 100, ein Pufferregister 102, ein ODER-Gatter 104 und ein UND-Gatter 106 aufweist.
&iacgr;&ogr; Der Multiplexschalter 100 schaltet entweder die auf Tastenfeldcodeleitungen
108 oder die auf Rechnercodeleitungen 110 ankommenden Signale über Leitungen 112,
114, 116 und 118 vom Ausgang des Multipiexschalters 100 auf den Eingang des Pufferregisters 102. Die Leitungen
108 sind vom Ausgang des Tastenfeldes 46 mit dem Eingang des Multiplexschalters 100 verbunden und liefern
einen Vier-Bit-Code, der für die auf dem Tastenfeld gedrückte Taste repräsentativ ist. Der Rechnercode
läuft vom Ausgang des Mustererkennungsrechners 44 über vier Eingangsleitungen 110 zum Multiplexschalter
100 und repräsentiert das vom Mustererkennungsrechner 44 identifizierte Blutkörperchen. Der Multiplexschalter
100 weist ein Paar Eingänge A bzw. B auf, die mit dem Ausgang des Tastenfeldes 46 bzw. des Mustererkennungsrechners
44 verbunden sind. Die Tastensignalleitung 120 des Tastenfeldes 46, die mit dem Eingang
A verbunden ist, liefert ein Signal mit dem Wert "1", wenn eine Taste des Tastenfeldes 46 gedrückt wird,
um den Multiplexschalter 100 einzuschalten und die Signale auf den Leitungen 108 zum Eingang des Pufferregisters
102 über die Leitungen 112 bis 118 zu übertragen. Wenn der Rechnercode vom Mustererkennungsrechner
44 in das Pufferregister 102 eingegeben wird, wird auch ein Signal auf der Rechnersignalleitung 122
geliefert, wodurch der Multiplexschalter 100 veranlaßt wird, den Rechnercode von den Leitungen 110 über die
Leitungen 112 bis 118 zum Pufferregister 102 zu übertragen. Ein Signal mit dem Wert "1" auf der Tastensignalleitung
120 oder auf der Rechnersignalleitung 122 bewirkt, daß der Ausgang des ODER-Gatters 104 den
Wert "1" annimmt, so daß die Eingänge des Pufferregisters 102 geöffnet und die Signale auf den Leitungen 112
bis 118 in das Pufferregister 102 geladen werden. Das Pufferregister 102 weist Ausgangsieitungen 124, 126,
128 bzw. 130 auf, welche die Bits DAB 1, DAB 2, DAB 4 und DAB 8 tragen. Der Ausgang des ODER-Gatters 104
ist nicht nur mit dem Ladeeingang LD des Pufferregisters 102 sondern auch mit einem Eingang des UND-Gatters
106 und der Blutkörperchen-Identifikationsleitung 132 verbunden. Der Ausgang des ODER-Gatters
104 nimmt den Wert T an, wenn entweder eine Taste auf dem Tastenfeld 46 gedrückt oder ein Rechencode in
das Pufferregister 102 eingegeben wird. Wenn der Ausgang des ODER-Gatters 104 den Wert "&Ggr; hat und alle
Blutkörperchen abgetastet worden sind, wird ein Signal über die Leitung 134 gegeben, welches anzeigt, daß die
gesamte Zählung für die Gesamtblutabstrich-Differentialanalyse abgeschlossen ist wodurch der Ausgang des
UND-Gatters 106 den Wert "1" annimmt und über eine Leitung 136 einen Dateneingabe-Flip-Flop (SDEFF) zurücksetzt
Fig. 3 zeigt einen anderen Teil der Schaltungsanordnung zwischen dem Prozessor 36 und dem Mustererkennungsrechner
44. Diese Schaltungsanordnung weist ein Flip-Flop 140, ein UND-Gatter 142, ein ODER-Gatter
144, einen Blutkörperchen-Datenspeicher 146, Schieberegister 148 und 150, ein A-Register 152 und
damit die zugeordneten Eingangs- und Ausgangsleitun-
gen auf. Das Flip-Flop 140 hat einen Eingang K, der
geerdet ist, der Eingang / ist an eine positive Spannung (+ V) angeschlossen, der Ausgang Q ist über eine Leitung
154 mit dem Eingang des UND-Gatters 142 verbunden, und der Rücksetzeingang erhält über eine Leitung
156 ein Steuersignal L aus dem Datendetektor 38, wenn die Abtastung eines Blutkörperchens beendet ist.
Dem Triggereingang CK des Flip-Flop 140 wird über eine Leitung 158 ein Triggersignal WC aus dem Tastenfeld
46 zugeführt. Das UND-Gatter 142 weist einen Eingang auf, der über eine Leitung 132 das Blutkörperchen-Identifikationssignal
aufnimmt, das in Fig. 2 durch das ODER-Gatter 104 erzeugt wird, wenn entweder das
Tastenfeld 46 oder der Mustererkennungsrechner 44 Daten in das Pufferregister 102 eingeben. Das ODER-Gatter
144 hat einen ersten Eingang 160 für das Puffersignal und einen zweiten Eingang 162 für das Steuersignal
L aus dem Datendetektor 38. Das Schieberegister 138 weist eine Ladebefehl-Eingabeleitung (LD) auf, mit
der die Ausgangsleitung 164 des UND-Gatters 142 verbunden ist Das Schieberegister 148 weist auch Eingange
2° bis 23 auf, die mit den Ausgangsleitungen 124,126, 128'und 130 verbunden sind, die die Signale DAB 1,
DAB 2, DAB 4 bzw. DAB 8 aufnehmen. Der Taktimpulseingang CK des Schieberegisters 148 erhält über eine
Leitung 166 Taktimpulse aus dem Datendetektor 38. Der Ausgang des Schieberegisters 148 ist über eine Leitung
168 mit dem Eingang des Schieberegisters 150 verbunden. Das Schieberegister 148 ist ein Vier-Bit-Schieberegister,
dessen Inhalt nacheinander auf der Leitung 168 zum Eingang des Schieberegisters 150 übertragen
wird, das zwölf Stufen aufweist, die jede über eine von zwölf Leitungen eines Kabels 170 beschickt werden
kann, die mit den einzelnen Stufen des Schieberegisters 150 verbunden sind. Außerdem kann der Inhalt nacheinander
vom Ausgang der 23-Stufe des Schieberegisters 148 in die erste Stufe des Schieberegisters 150 eingegeben
werden. Somit können die Schieberegister 148 und 150 in ihrer Kombination insgesamt 16 Bits speichern.
Zusätzlich zu den einzelnen Stufeneingängen und dem Eingang über die Leitung 168 vom Schieberegister
weist das Schieberegister 150 auch einen Ladeeingang LD auf. der über die Leitung 172 mit dem Ausgang des
ODER-Gatters 144 verbunden ist
Der Taktimpulseingang CK ist über eine Leitung mit den Taktimpulsen verbunden, die für ein aufeinanderfolgendes
Ausschieben der zeitweilig in den Schieberegistern 148 und 150 gespeicherten Information zum
Eingang des A-Registers 152 über eine Leitung 174 verwendet
werden. Ein Blutkörperchen-Datenspeicher weist eine Vielzahl von Speicherregistern auf. die die
Signale parallel von den Leitungen 64 des Datendetektors 38 aufnehmen. Der Blutkörperchen-Datenspeicher
146 speichert die verschiedenen Worte, die für die Daten repräsentativ sind, welche in jedem der abgetasteten
weißen Blutkörperchen gefunden werden. Das A-Register 152 weist einen Zeitgebereingang CK auf. der mit
der Leitung 166 verbunden ist, ferner einen parallelen Ladeeingang PAR LD, der über eine Leitung 176 ein
paralleles Ladesignal aufnimmt wenn es beabsichtigt ist, die Worte im Blutkörperchen-Datenspeicher 146 in
das A-Register 152 über Leitungen 178 zwischenzuspeichern, die vom Ausgang der Einzelregister im Blutkörperchen-Datenspeicher
146 mit den Stufen des A-Registers 152 verbunden sind. Wegen des räumlich beachtlichen
Abstandes der Schieberegister 148 und 150 von dem A-Register 152 ist es zweckmäßig, die in den Schieberegistern
148 und 150 gespeicherten Signale nacheinander zum A-Register 152 zu übertragen, weil hierfür
nur eine Leitung benötigt wird.
Fig. 4 zeigt den übrigen Teil der Schaltungsanordnung, die ein Dateneingabe-Flip-Flop 200, zwei Umkehrstufen
202 und 204, sechs UND-Gatter 206, 208, 210, 212, 214 und 216 und vier parallel arbeitende Reihenschieberegister
218 aufweist.
Das Dateneingabe-Flip-Flop 200 hat einen geerdeten Eingang /, einen an einer positiven Spannung (+ V)
&iacgr;&ogr; liegenden Eingang K. einen Taktimpulseingang CLK,
der über eine Leitung 220 mit dem Ausgang der Umkehrstufe 204 verbunden ist. einen über eine Leitung 222
das Rücksetzsignal aufnehmenden Rücksetzeingang R. einen Setzeingang S. der über eine Leitung 224 mit der
Umkehrstufe 202 verbunden ist. und einen Ausgang O. an den eine Leitung 226 angeschlossen ist. Der Eingang
der Umkehrstufe 202 ist mit der Leitung 136 (Fig. 2) verbunden und nimmt das SDEFF-Signal auf und kehrt
es um, um das Dateneingabe-Flip-Flop 200 zu setzen. Das UND-Gatter 208 nimmt außer der Tatsache, daß es
das Eingangssignal auf der Leitung 226 vom Ausgang Q des Dateneingabe-Flip-Flop 200 aufnimmt, auch das
Taktimpulssignal auf, welches über eine Leitung 228 geliefert wird, die auch mit einem der Eingänge des UND-Gatters
206 verbunden ist, dessen zweiter Eingang über eine Leitung 230 das Rücksetzsignal erhält, welches den
Ausgang des UND-Gatters 206 auf den Wert "1" schaltet, wenn es selbst den Wert "1" aufweist. Der Ausgang
des UND-Gatters 206 ist über eine Leitung 232 mit dem ODER-Gatter 234 verbunden, dessen übrigen Eingänge
über Leitungen 236 und 238 mit den Taktimpulsen CLKS bzw. mit dem Ausgang des UND-Gatters 208
und dem Eingang der Umkehrstufe 204 verbunden sind. Der Ausgang der Umkehrstufe 204 führt über die Leitung
220 zum Taktimpulseingang des Dateneingabe-Flip-Flop 200. Die Rücksetzleitung 222 ist auch mit einem
Eingang jedes der UND-Gatter 210, 212, 214 und 216 verbunden, deren übrigen Eingängen über Leitungen
124,128 bzw. 130 die Signale DAB 1. DAB 2, DAB 4 bzw. DAB 8 zugeführt werden.
Die Ausgänge der UND-Gatter 210 bis 215 sind über
Leitungen 240 bis 246 mit der ersten Stufe jedes der vier Schieberegister 218 verbunden, die einen Taktimpulseingang
CLK aufweisen, der über eine Leitung 248 mit dem Ausgang des ODER-Gatters 234 verbunden ist.
] eder Taktimpuls auf der Leitung 248 schiebt die Signale in allen Schieberegistern 218 gleichzeitig, um ein Vier-Bit-Wort
reihenweise in Form von vier parallellaufenden Bits je Byte durch die Schieberegister 218 zu einer
Ausgangsschaltung 250 zu schieben, die dazu verwendet wird, die Blutkörperchentypen zu zählen, die durch die
Identifikationsschaltung und den Tastenfeldeingang zu den Schieberegistern 218 gelangen. Ebenso erreicht das
Signal auf der Leitung 236 den Rezirkulationseingang 55 REC der Schieberegister 218, der den Umlauf der in
diesen Registern gespeicherten Signale ermöglicht, um ihren Verlust zu verhindern, wenn Bits durch die Schieberegister
218 geschoben werden.
In Fig. 5 ist eine schematische Darstellung eines Ver-60 fahrens zur Identifikation eines Blutkörperchens gezeigt.
Hier handelt es sich um eine Entscheidungslogik, die die Daten verwendet die von dem Prozessor 36 über
die eingefügte Schaltungsanordnung und das A-Register 152 zum Mustererkennungsrechner 44 gelangen.
65 Fig. 5 zeigt hierbei nur einen einzigen Pfad aus einer großen Anzahl von Zweigen in einem Baumstamm, der
eine Vielzahl von Zweigen zum Bestimmen der verschiedenen Blutkörperchen aufweist Der Buchstabe "P"
bedeutet "Parameter" (= Daten eines abgetasteten Blutkörperchens), der Buchstabe 'T'dagegen "Schwellenwert".
Der Buchstabe "N" rechts unten in Fig. 5 zeigt an, daß eine letztgültige Entscheidung bei der Identifizierung
des Blutkörperchens als ein solches des Typs N gefällt worden ist. Pi und Pi bedeuten demnach "Parameter
1" und "Parameter 2", die zum Mustererkennungsrechner 44 geliefert werden. Die Schwellenwerte
Ti und Ti stellen unterschiedliche Schwellenwerte dar.
Die in Fig. 5 gezeigte Entscheidungslogik weist vier Entscheidungsbereiche 300 bis 306 auf und arbeitet in
folgender Weise:
Als Ergebnis einer vorherigen Entscheidung oder zu Beginn eines Betriebes bestimmt der Entscheidungsbereich
300, ob ein erster Parameter Pi größer ist ais ein
erster Schwellenwert 7&Iacgr;. Wenn das der Fall ist, wird der Rechner veranlaßt, eine nächste Entscheidung vorzunehmen,
die auf der Signalamplitude am Ausgang der JA-Leitung basiert. Dieser Teil der Entscheidungslogik
ist jedoch in Fig. 5 nicht gezeigt, noch betrifft er die Bestimmung eines Blutkörperchens der Art N. Wenn
jedoch Pi kleiner oder gleich T\ ist, erfolgt ein Anhalten durch den Entscheidungsbereich 302, um festzustellen,
ob ein zweiter Parameter P2 größer ist als ein zweiter Schwellenwert T2. Wenn das der Fall ist, zweigt die
Eptscheidungslogik wiederum in die Ja-Richtung ab, und wenn der Schwellenwert T2 größer oder gleich dem
Parameter Pi ist, zweigt sie längs der Nein-Richtung zum Entscheidungsbereich 304 ab, der bestimmt, ob ein
dritter Parameter P3 größer ist als ein dritter Schwellenwert
Ti. Ist das der Fall, dann wird eine letzliche Entscheidung
durch den Entscheidungsbereich 306 vorgenommen, um festzustellen, ob irgend ein weiterer Parameter
Pn größer als der n-te Schwellenwert Tn größer
oder gleich dem Parameter Pn ist, dann führt er zu einem
Ausgang 308, welcher anzeigt, daß ein N-Blutkörperchen
gefunden worden ist.
Aus dem vorstehenden ist zu erkennen, daß beim Fehlen irgend eines der erforderlichen Parameter eines
/V-Blutkörperchens die Entscheidungslogik in der Kette
zu dem Schluß kommen würde, daß ein anderes als ein /V-Blutkörperchen geprüft worden ist und ein A/-Blutkörperchen
nicht identifiziert ist.
Immer wenn also ein Entscheidungsbereich eine Entscheidung entlang demjenigen Pfad veranlaßt, der nicht
für eines der Blutkörperchen repräsentativ ist, welches normalerweise in einem Gesamtblutabstrich erwartet
wird, veranlaßt er die Erzeugung eines Signals vom Mustererkennungsrechner
44, welches dem Bedienungspersonal anzeigt, daß ein krankheitsverdächtiges Blutkörperchen
vorhanden ist, das dann von dem Bedienungspersonal zur Identifikation geprüft wird.
Fig. 6 zeigt eine Ausführung des Tastenfeldes 46 für
die Benutzung durch das Bedienungspersonal, das Tasten mit den folgenden Legenden aufweist: POLY,
BAND, LYMPH, MONO, EO, BASO, ALYMP, PLASM, META, MYLEO, PROGRAN, BLAST, NRBC, START, und UPDATE. Mit Ausnahme der START- und
UPDATE-Tasten bezieht sich jede der übrigen Tasten auf die Blutkörperchenart, die gefunden werden kann,
wenn ein Blutkörperchen bei dem normalen automatischen Betrieb des Blutkörperchen-Differentialanalysators
nicht identifiziert werden kann. Wenn sich z. B. auf dem Objektträger 26 ein Blutabstrich mit einer Monozyte
etwas abnormaler Form, sonst aber gesund, befindet, kann der Mustererkennungsrechner 44 über die
Leitung 70 ein Signal abgeben, das anzeigt, daß ein krankheitsverdächtiges Blutkörperchen vorhanden ist.
Das Bedienungspersonal würde dann das Blutkörperchen entweder unter einem Mikroskop oder einer Kathodenstrahlröhrenanzeige
prüfen, die den Bereich anzeigt, der gerade abgetastet wird, und feststellen, daß
das krankheitsverdächtige Blutkörperchen eine Monozyte ist. Deshalb wird die &Mgr;&Ogr;&Ngr;&Ogr;-Taste gedrückt, wodurch
ein Signal über die Leitung 120 (Fig. 2) und der Code für eine Monozyte über die Leitungen 108 zum
Multiplexschalter 100 gegeben werden, der dafür sorgt, daß das Signal über die Leitungen 112 bis 118 zum Pufferregister
102 gelangt. Das Pufferregister 102 gibt dann den für die Monozyte repräsentativen Code über die
Leitungen 124 bis 130 zum Schieberegister 148 (Fig. 3) und zu den Schieberegistern 218 (Fig. 4), die jedes
Merkmal speichern, das von dem Mustererkennungsgerät nach Fig. 1 geprüft worden ist Es sei auch bemerkt,
daß vor dem Eingeben des Code für eine Monozyte der Rechnercode auf den Leitungen 110 zum Multiplexschalter
100 (Fig. 2) der Code für einen Verdacht auf eine Krankheit war, der auch über die UND-Gatter 210
bis 216 (Fig. 4) in die Schieberegister 218 gelangt.
Unter Bezugnahme auf Fig. 3 sei bemerkt, daß während der Abtastung eines Blutkörperchens die Abtastleitung
156 den Pegel "0" aufweist, wodurch das FHp-Flop 140 rückgesetzt wird. Somit hat der Ausgang Q
den Pegel "1" und schaltet über die Leitung 154 den Ausgang des UND-Gatters 142 auf den Pegel "1". Wenn
sich also durch Drücken der &Mgr;&Ogr;&Ngr;&Ogr;-Taste eine Identifikation der Monozyte ergibt, erhält die Leitung 132 den
Pegel "1" und schaltet den Ausgang des UND-Gatters 142 auf den Pegel "1", wodurch der Code für die Monozyte
vom Pufferregister 102 ( Fig. 2) in die ersten vier
Bits des Schieberegisters 148 gelangt Nachdem das Bedienungspersonal die Taste für die
Anzeige der als krankheitsverdächtig gefundenen Blutkörperchenart gedrückt hat, wird auch die UPDATE-Taste
betätigt, wodurch der Pegel "0" auf der Leitung 158 (Fig. 3) erscheint, der das Flip-Flop 140 umkippt, so
daß der Ausgang des UND-Gatters 142 auf den Pegel "0" schaltet und kein weiterer Code mehr in das Schieberegister
148 gelangen kann. Das Betätigen der UPDA-TE-Taste bewirkt die Abtastung des nächsten Blutkörperchens
durch den Lichtpunktabtaster, und sobald dieses abgetastet und seine binäre Quantisierung geprüft
worden ist, werden die Daten in den Blutkörperchen-Datenspeicher 146 eingegeben, bis jedes der Wortregister
mit verschiedenen Daten aufgefüllt worden ist, die sich auf die Eigenschaften des abgetasteten Blutkörperchens
beziehen.
so Nachdem jedes Wort in dem Blutkörperchen-Datenspeicher 146 vervollständigt worden ist, wird ein Signal
auf die Leitung 176 gegeben, welches die Einspeicherung dieser Worte in das A-Register 152 bewirkt. Danach
werden Schiebeimpulse über die Leitung 166 zu den Schieberegistern 148 und 150 gegeben, wodurch die
dort gespeicherten Daten reihenweise in das A-Register eingelesen werden. Im Hinblick auf die Tatsache, daß
das zuvor abgetastete Blutkörperchen eine Monozyte war und das Bedienungspersonal den Code für Monozyten
in das Schieberegister 148 eingegeben hat, gelangen der Code für das zuvor abgetastete Blutkörperchen zusammen
mit den das derzeitig abgetastete Blutkörperchen betreffenden Daten in das A-Register 152. Dieses
wirkt somit als Pufferregister, das die sich auf das zuvor abgestastete Blutkörperchen beziehenden Daten zusammen
mit den die Daten des derzeit abgetasteten Blutkörperchen enthaltenden Worten zum Mustererkennungsrechner
44 weitergibt.
ti
Zusätzlich zu dem Code für das zuvor abgetastete Blutkörperchen, der über das Schieberegister 148 gelaufen
ist, können auch andere Blutkörperchen in das Schieberegister 150 eingegeben werden, um zusammen
mit Daten zuvor abgetasteter Blutkörperchen in das A-Register 152 weitergegeben zu werden zur Verwendung
durch den Mustererkennungsrechner 44 zusammen mit den Daten des derzeit abgetasteten Blutkörperchens.
Sobald z. B. das Bedienungspersonal am Anfang der Abtastung jedes Blutkörperchens die START-Taste
drückt, wird nicht nur die gesamte Mustererkennung in den Nullzustand versetzt, sondern es gelangt
auch ein Bit über eine Leitung des Kabels 170 in das Schieberegister 150, um anzuzeigen, daß das abgetastete
Blutkörperchen das erste abgetastete Blutkörperchen ist und deshalb ein Neutrophil sein muß, durch
welches die Schwellenwerte für die übrigen Blutkörperchen entsprechend der Farbeigenschaften des ersten
von dem Mustererkennungsrechner 44 geprüften Neutrophils bestimmt werden.
Ferner ermöglichen die übrigen Leitungen des Kabels 170 eine Information über das Schieberegister 150
an den Mustererkennungsrechner 44, um andere Merkmale eines Blutabstrichs, die vom Bedienungspersonal
erkannt werden, zu berücksichtigen, bevor das erste Neutrophil im Blickfeld des Mustererkennungsgerätes
erscheint.
Die anderen Daten außer dem Code für das zuvor abgetastete Blutkörperchen, das vom Bedienungspersonal
identifiziert worden ist, werden während derjenigen Zeit, in der ein Blutkörperchen abgetastet wird, in das
Schieberegister 150 eingegeben. Ein Signal mit dem Pegel "0" wird auf die Leitung 160 gegeben, um den Ausgang
des ODER-Gatters 144 umzuschalten, und die in den Schieberegistern 148 und 150 gespeicherten Daten
gelangen zum A-Register 152, nachdem die Blutkörperch^ndaten
dort eingespeichert worden sind. Von dort aus werden alle Daten zusammen zum Mustererkennungsrechner
44 übertragen.
In dem Fall, wenn eine Monozyte, die ansonsten ein normales Blutkörperchen ist, aber aus irgend einem
Grund von den Daten, die zum Identifizieren einer Monozyte verwendet werden, abweicht, ist der Mustererkennungsrechner
44 in der Lage, wenn er die Identifikation einer Monozyte zusammen mit den Daten des
nächsten Blutkörperchens empfängt, den Schwellenwert in den Zweigen der Entscheidungslogik (Fig. 5) zu
verändern, der zum Erkennen einer Monozyte verwendet wird. Somit kann dann eine Monozyte, die dieselben
Daten aufweist wie diejenige, die zuerst als krankheitsverdächtig erkannt wurde, das nächste Mal automatisch
erkannt werden, wenn ähnliche Monozyten während des Abtastens des Blutabstrichs auf demselben Objektträger
26 nachgewiesen werden. An dieser Stelle sei jedoch bemerkt, daß das Mustererkennungsgerät dann,
nachdem einmal ein neuer Objektträger 26 eingegeben worden ist, vollständig in den Anfangszustand zurückgesetzt
ist und die auf diesen derzeit zu prüfenden Objektträger 26 bezogene, aus dem Zusammenhang ersichtliche
Information vollständig gelöscht ist und bezüglich des nächsten Objektträgers 26 ein völlig neuer
Beginn erfolgt
Ein anderes Beispiel, wie die Entscheidungslogik im Mustererkennungsrechner 44 geändert werden kann, ist
dort gegeben, wo eine abnorme oder untypische Lymphozyte erstmalig untersucht und als krankheitsverdächtiges
Blutkörperchen identifiziert wird. Wenn das BedienunesDersonal dann die untypische Lymphozyte prüft
und dieselbe erkennt, drückt es die ALYMP-Tasie und bringt dadurch deren Code über den Multiplexschaltcr
100 und das Pufferregister 102 in das Schieberegister 148. Nachdem dieser Code zusammen mit den Daten
des nächsten Blutkörperchens in den Mustererkennungsrechner 44 gelangt ist, kann dieser durch diese
Information wieder auf den neuesten Stand gebracht werden, so daß eine Entscheidung in der Entscheidungslogik,
die an einem Ausgang einen Verdacht auf eine Krankheit signalisiert, so angepaßt wird, daß jede weitere
Entscheidung an diesem Ausgang automatisch verhindert wird. So würde z. B. eine Lymphozyte. die normalerweise
von der Entscheidungslogik als eine solche erkannt wird, nicht erkannt werden, sondern stattdessen
als krankheiisverdächtig angesehen werden, so daß das
Bedienungspersonal die Möglichkeit hätte, jede nachfolgende, als solche identifizierte Lymphozyte in Augenschein
zu nehmen, so daß mehr abnorme Lymphozyten gefunden werden können, wenn solche existieren.
Gemäß Fig. 5 bedeutet dies in dem Fall, wenn N am Ausgang 308 eine Lymphozyte darstellt, daß anstatt eine
Lymphozyte zu erkennen, wenn die Daten für eine Lymphozyte vorhanden sind, die Entscheidung im Entscheidungsbereich
306 ein Signal am Ausgang für "Verdacht auf Krankheit" bewirken würde im Gegensatz zu
dem Ausgang für "N", der zur Identifikation einer Lymphozyte führt.
Hier ist es wichtig, zu bemerken, daß es zwischen den verschiedenen Zweigen der Entscheidungslogik, die im
Mustererkennungsrechner 44 vorgesehen ist. keine Wechselbeziehung gibt. Während es z. B. in einem Teil
der Entscheidungslogik erwünscht sein kann, den Entscheidungsausgang "Verdacht auf Krankheit" zu erhalten,
kann es an anderer Stelle besser sein, die Empfindlichkeit zu lockern, um das Erkennen einer Blutkörperchenart
zu ermöglichen, die etwas von der Norm abweicht, aber dennoch gesund ist.
Um die bei einer Blutkörperchen-Differentialanalyse die Daten gefundener Blutkörperchen zu speichern, ist
die Schaltung nach Fig. 4 vorgesehen, um die zur Ausgangsschaltung
gelangende Information in die Lage zu versetzen, nicht nur die durch die automatische Identifikation
gefundenen Blutkörperchen einzuschließen, sondern auch die durch Eingabe am Tastenfeld 46 aufgrund
einer Analyse durch das Bedienungspersonal gefundenen krankheitsverdächtigen Blutkörperchen.
Wenn eine Blutkörperchenklassifikation gespeichert werden soll, entweder weil das Blutkörperchen von der
Entscheidungslogik erkannt worden ist oder weil das Bedienungspersonal die Klassifikation am Tastenfeld 46
eingibt, wird das Flip-Flop 200 durch den Empfang eines Signals mit dem Pegel "\" über die Leitung 136 gesetzt,
die das SDEFF-Signal vom UND-Gatter tO6 (Fig. 2)
heranführt. Das Signal "Zählung vollständig" auf der Leitung 134 hat den Pegel "0" erst, nachdem alle Blutkörperchen
für die Differentialzählung auf weiße Blutkörperchen abgetastet worden sind. Wenn z. B. einhundert
weiße Blutkörperchen geprüft werden, geht bei der Zählung des einhundertsten weißen Blutkörperchens
das Signal auf der Leitung 134 auf den Pegel "0". um anzuzeigen, daß die Zählung vervollständigt worden ist.
bevor alle einhundert Blutkörperchen gezählt worden sind. Das Signal auf der Leitung 134 hat den Pegel "&Ggr;.
wodurch der Ausgang des UND-Gatters 106 jedesmal den Pegel "1" abgibt, wenn das ODER-Gatter 104 ebenfalls
den Pegel "1" liefert, und wodurch der Pegel "&Ggr; auf
der Leitung 136 erscheint, welcher das Flip-Flop 200 (Fig. 4) setzt, so daß der Ausgang des UND-Gatters 208
13
den Pegel "1" abgibt Somit wird der nächste Taktimpuls CLK. der über die Leitung 228 zum UND-Gatter 208
gelangt, von dessen Ausgang zur Umkehrstufe 204 weitergegeben
und schafft dadurch ein Signal zum Takteingang CLK des Flip-Flop 200, wodurch dieses zurückgesetzt
wird. Der auf der vom Ausgang Q wegführenden Leitung 226 erscheinende Impuls schaltet das UND-Gatter
208 ein, um einen Impuls zum ODER-Gatter 234 zu bringen, der über die Leitung 248 die Schieberegister
218 steuert und die Eingabe derjenigen Daten in die jeweils erste Stufe der vier Schieberegister 218 ermöglicht,
welche auf den Leitungen 124 bis 130 ankommen. Jedesmal, wenn ein Blutkörperchen entweder über den
Mustererkennungsrechner 44 oder durch das Bedienungspersonal identifiziert worden ist, wird somit ein
Code über die UND-Gatter 210 bis 216 in die Schieberegister 218 gebracht Das Flip-Flop 200 hindert alle
weiteren Codes daran, gleichzeitig in die Schieberegister 218 zu gelangen.
Der Ausgang des UND-Gatters 206, das mit der Rücksetzleitung 230 verbunden ist, gibt bei jeder Einführung
eines Objektträgers 26 den Pegel "1" ab und bewirkt dadurch die Umschaltung des Ausgangs des
ODER-Gatters 234, wodurch erreicht wird, daß der gesamte Dateninhalt der Schieberegister 218 durch die
über die Leitungen 236 und das ODER-Gatter 234 geführten Taktimpulse CLK herausgeschoben wird. Sobald
die Rücksetzleitung 222 zu Beginn der Abtastung den Pegel "0" liefert, gehen die Ausgänge der UND-Gatter
21Oi bis 216 ebenfalls auf den Pegel "0", wodurch der
Eintritt irgendwelcher neuen Daten verhindert wird, während die vorhandenen Daten durch die Taktimpulse
aus dem Schieberegister 218 herausgeschoben werden.
Hierzu 4 Blatt Zeichnungen
40
45
50
55
65
Claims (8)
1. Mustererkennungsgerät zum Erkennen unterschiedlicher weißer Blutkörperchen mit einer Abtasteinrichtung
zum Erzeugen von Signalen, die für ein von der Abtasteinrichtung abgetastetes Blutkörperchen
repräsentativ sind, mit einer Einrichtung zum Prüfen der Signale aus der Abtasteinrichtung
zum Erzeugen charakteristischer Daten des abgetasteten Blutkörperchens, mit einem Mustererkennungsrechner,
der zum Identifizieren des abgetasteten Blutkörperchens auf dessen Daten anspricht,
und mit einem Tastenfeld zum Eingeben charakteristischer Daten vorher abgetasteter Blutkörperchen,
dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der Einrichtung zum Prüfen (34 bis 38) und denr·: Mustererkennungsrechner (44) eine Schaltungsanordnung
vorgesehen ist, die einen ersten Zwischenspeicher (146) zum Empfang der charakteristischen
Daten des abgetasteten Blutkörperchens und einen zweiten Zwischenspeicher (148)
zur Aufnahme von Daten aus dem Tastenfeld (46) sowie einen Pufferspeicher (152) zum Eingeben sowohl
der Daten des abgetasteten Blutkörperchens als auch der Daten vorher abgetasteter Blutkörperchen
in den Mustererkennungsrechner (44) aufweist, um das abgetastete Blutkörperchen zu identifizieren.
2. Mustererkennungsgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Mustererkennungsrechner
(44) die charakteristischen Daten des abgetasteten Blutkörperchens mi*. den gespeicherten
Daten eines vorher abgetasteten Blutkörperchens vergleicht.
3. Mustererkennungsgerät nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch ein Pufferregister (102), dessen
Ausgang mit dem zweiten Zwischenspeicher (148) verbunden ist und das die Daten aus dem
Tastenfeld (46) vor deren Übertragung zu dem zweiten Zwischenspeicher (148) vorübergehend
speichert.
4. Mustererkennungsgerät nach Anspruch 3, gekennzeichnet durch einen Multiplexschalter (100)
mit Eingängen für Signale aus dem Tastenfeld (46) und mit einem Ausgang, der mit dem Eingang des
Pufferregisters (102) verbunden ist, ferner mit Eingängen für Signale aus den Mustererkennungsrechner
(44) und mit einem Eingang zur Bestimmung, welche der Eingangssignale zum Pufferregister
(102) durchgelassen werden.
5. Mustererkennungsgerät nach einem der Ansprüche 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Pufferregister
(102) auch mit einer Mehrzahl von Schieberegistern (218) zum Speichern von Daten aller
Blutkörperchen verbunden ist, die in einem Blutabstrich entweder durch eine Bedienungsperson über
das Tastenfeld (46) oder durch den Mustererkennungsrechner (44) identifiziert sind.
6. Mustererkennungsgerät nach einem der Ansprüche 3 bis 5. dadurch gekennzeichnet, daß die charakteristischen
Daten des abgetasteten Blutkörperchens parallel und die charakteristischen Daten
vorher abgetasteter Blutkörperchen in Serie dem Pufferregister (102) zugeführt werden.
7. Mustererkennungsgerät nach einem der Ansprüche t bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß eine bistabile
Speichereinrichtung (140) vorgesehen ist, welche die Daten aus dem Tastenfeld (46) zu dem zweiten
Zwischenspeicher (148) durchläßt, nachdem das Blutkörperchen abgetastet worden ist, aber keine
Daten zu dem zweiten Zwischenspeicher (148) durchläßt, nachdem durch das Bedienungspersonal
ein Signal vom Tastenfeld (46) abgegeben worden ist
8. Mustererkennungsgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 7, gekennzeichnet durch die Verwendung
für die Blutkcrperchenerkennung in einem durch &iacgr;&ogr; die Abtasteinrichtung (20 bis 26) abgetasteten Gesamtblutabstrich.
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