DE2654569C2 - Drucker für unterschiedliche Zeichendichten - Google Patents
Drucker für unterschiedliche ZeichendichtenInfo
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Description
- Die Erfindung betrifft eine Druckeinrichtung für Anschlagdrucker mit Typenkette, elektromagnetankerbetätigbarer Hammereinheit und mit zwischen der Hammereinheit und der Typenkette angeordneten hammerbetätigbaren Interposer, die auf die Druckpositionen ausgerichtet sind.
- Bei allen bisher bekannten Druckern mit umlaufenden Typenketten ist die Zeichendichte der erzeugten Druckbilder konstant. Somit ist es nicht möglich, auf einem Drucker Text unterschiedlicher Zeichendichte auszugeben.
- Unter Zeichendichte (s. auch Wörterbuch der Datenverarbeitung von Carl-Amkreutz, 2. Auflage, Datakontext-Verlag) wird die Anzahl der Zeichen pro Längeneinheit verstanden.
- Analoges gilt für die in dieser Beschreibung verwendeten Begriffe wie Hammerdichte.
- Nach der deutschen Offenlegungsschrift 21 45 245 ist eine Druckvorrichtung mit einer ständig umlaufenden Typenwalze bekannt, die an ihrem Umfang eine Anzahl von jeweils um einen Teilungsabstand in Längsrichtung der Typenwalze versetzte Typensätze trägt, wobei die Druckhämmer mittels eines bewegbaren Führungsgliedes auf einen von wenigstens zwei Typensätzen einstellbar sind. Hierbei weisen jedoch die verschiedenen Typensätze den gleichen Teilungsabstand auf und ergeben somit immer Druckbilder gleicher Zeichendichte.
- In der deutschen Offenlegungsschrift 22 22 224 ist ein Anschlagdrucker mit umlaufendem Typenträger und einer Druckhammerbank beschrieben, bei dem an festen Stellen zwischen den Druckhämmern mit dem Typenträger Interposer angeordnet sind, durch die die Schlagwirkung des Druckhammers auf die entsprechende Type des Typenträgers übertragen wird.
- In dem IBM Technical Disclosure Bulletin, Vol. 9., No. 8, Januar 1967 ist eine Druckhammeranordnung mit einem zwischen einem umlaufenden Typenband und breiten Druckhämmern in bestimmte Positionen verschiebbar angeordneten Interposer beschrieben.
- Diese Positionen beziehen sich auf jeweils eine andere Stelle der Hammerbreite und somit auf andere Druckpositionen (die Hammerbreite beträgt ein Vielfaches der Typenbreite).
- Keiner der vorgenannten Drucker ermöglicht die Wiedergabe gedruckter Texte mit jeweils unterschiedlicher Zeichenteilung.
- Es ist darum Aufgabe der Erfindung, eine Druckereinrichtung der im Oberbegriff des Anspruches 1 genannten Art vorzusehen, welche die Erzeugung von Druckbildern unterschiedlicher Zeichendichte gestattet.
- Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß in vorteilhafter Weise durch die im kennzeichnenden Teil des Anspruches 1 genannten Maßnahmen gelöst.
- Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind den Unteransprüchen zu entnehmen.
- Nach dieser Erfindung ist es nunmehr möglich, mit der gleichen Druckeinrichtung in papiersparender Weise Papier mit kleinen Zeichen einer hohen Zeichendichte (Minischrift) zu bedrucken und zum anderen in einer z. B. für die automatische Zeichendichte mit größeren Buchstaben (Standardschrift) vorzusehen.
- Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen dargestellt und wird im folgenden näher beschrieben.
- Es zeigt
- Fig. 1 eine schematische Teildarstellung der Druckhämmer des Interposers und der Typenkette, wobei der Interposer zwischen der hohen Hammerdichte und der niedrigeren Zeichendichte auf der Typenkette eine übersetzende Funktion ausübt,
- Fig. 2 eine schematische Teildarstellung der Druckhämmer, des Interposers und der Typenkette für den Fall, daß der Interposer keine Übersetzungsfunktion zwischen der Hammereinheit und der Typenkette ausübt,
- Fig. 3 eine schematische perspektivische Darstellung einer Interposereinheit mit einem Interposer ohne und mit einem Interposer mit Übersetzungsfunktion,
- Fig. 4 ein Blockschaltbild für die Druckersteuerung, unter Berücksichtigung des Interposers mit und ohne Übersetzungsfunktion.
- Im folgenden wird ein Typenkettendrucker mit auswechselbaren Typenketten beschrieben. Dabei sollen die Zeichendichten auf den Typenketten unterschiedlich sein. Das Ausführungsbeispiel bezieht sich auf Typenketten mit zwei voneinander verschiedenen Zeichendichten (große Zeichendichte = MINI-SCHRIFT und kleine Zeichendichte = STANDARD-SCHRIFT). Die Hammerdichte in der Hammereinheit des Druckers bleibt beim Auswechseln der Typenketten unterschiedlicher Zeichendichte unverändert. Die Hammerdichte entspricht der großen Zeichendichte. Zwischen der Hammereinheit und der umlaufenden Typenkette ist ein sogenannter Interposer (Fig. 3) zwischengeschaltet. Dieser Interposer besteht aus einzelnen, von jeweils einem Druckhammer zu betätigenden Interposerelementen (5, 6, 7; 12, 13, 14, 15). Diese Interposerelemente sind als längliche Anschlagelemente ausgeführt, die in der Nähe ihrer Enden von zwei Blattfedern (22) getragen werden. Bei der Aktivierung eines Druckhammers (1, 2, 3, 4 in Fig. 1 und Fig. 2) schlägt dieser gegen das ihm zugeordnete Interposerelement (5, 6, 7 bzw. 12, 13, 14 15), welches sich gegen die Kraft der beiden Blattfedern in Richtung der Drucktype (8, 9, 10 in Fig. 1; 16, 17, 18, 19 in Fig. 2) bewegt und dort den gewünschten Abdruck erzeugt. Für den Fall, daß die Zeichendichte auf der Typenkette auf die Hammerdichte ausgerichtet ist, haben die Interposerelemente des Interposers die gleiche Dichte wie die Hämmer in der Hammereinheit (Fig. 2). Der Druckvorgang als solcher ist nach dem Stand der Technik allgemein bekannt, so daß auf ihn hier nicht näher eingegangen wird. Es sei jedoch darauf hingewiesen, daß bei Betrieb des Druckers folgendes zu beachten ist: Nebeneinanderliegende Hämmer dürfen aus Gründen eines guten Druckbildes nicht unmittelbar nacheinander gefeuert werden. Außerdem sei vorgegeben, daß der Druckvorgang seriell erfolgt, d. h., erst wird ein Zeichen gedruckt, danach ein anderes. Der Abdruck der Zeichen der Zeichen für eine Zeile erfolgt jedoch quasi-parallel, d. h. nicht seriell in der Folge der Druckpositionen usw., sondern beliebig, je nach Ausrichtung der Drucktypen auf die Druckpositionen, so daß es aufgrund der sehr schnellen über die ganze Zeile verteilten Druckoperationen den Anschein hat, die ganze Zeile würde auf einmal - also (quasi)-parallel - gedruckt werden.
- Der Druckvorgang ist in einzelne Phasen aufgegliedert. So wird z. B. (Fig. 2) in einer ersten Phase geprüft, ob dem ersten Hammer (1. Druckposition) die gewünschte Kettentype gegenübersteht, danach, ob dem dritten Hammer (3. Druckposition) die gewünschte Kettentype gegenübersteht, danach, ob dem fünften Hammer (5. Druckposition) die gewünschte Kettentype gegenübersteht usw. Bei Koinzidenz gelangt das gewünschte Zeichen zum Abdruck. Selbstverständlich kann die Aufeinanderfolge der Druckpositionen in der ersten Phase auch eine andere sein als angegeben.
- In der zweiten Phase wird geprüft, ob dem 2. Hammer (2. Druckposition) die gewünschte Kettentype gegenübersteht, danach, ob dem 4. Hammer (4. Druckposition) die gewünschte Kettentype gegenübersteht usw.
- Bei Koinzidenz erfolgt die Druckfreigabe, gefolgt von einem selbständigen länger andauernden Druckzyklus. Unmittelbar nach der Druckfreigabe für eine Druckposition wird für die darauffolgende Druckposition die entsprechende Prüfung zum Drucken des nächsten Zeichens aufgenommen.
- Fig. 2 zeigt in schematischer Teildarstellung die in Pfeilrichtung umlaufende Typenkette 20 mit den Typengliedern 16, 17, 18 und 19. Zwischen der Typenkette 20 und den Druckhämmern 1, 2, 3, 4 der Druckhammereinheit ist der u. a. aus einzelnen Interposerelementen 12, 13, 14, 15 bestehende Interposer angeordnet. Der Druckvorgang erfolgt wie beschrieben durch Anschlagen eines Druckhammers gegen das ihm zugeordnete Interposerelement, wonach der Abdruck des Zeichens auf einem nichtdargestellten - zwischen Typenkette und Interposer angeordneten - Aufzeichnungsträger mittels eines Farbbandes oder -tuches erfolgt.
- In Fig. 1 ist eine schematische Teildarstellung gezeigt, bei der die Hammerteilung kleiner als die Zeichenteilung auf der Typenkette ist. Weitere Teilungsdifferenzen zwischen der Hammereinheit und der Typenkette bestehen aus Gründen einer elektronischen Vergleichszeit, welche jedoch bei Erklärung der vorliegenden Erfindung nicht in Betracht zu ziehen sind.
- Als Beispiel für die unterschiedliche Teilung in der Hammereinheit und auf der Typenkette sei folgender Fall zu betrachten: Vier Druckhämmern 1, 2, 3 und 4 sind drei Kettentypen 8, 9, 10 zugeordnet. Die Typenkette 11 bewegt sich in Pfeilrichtung.
- In einer Druckphase kann eine dieser Kettentypen von einem ihr zugeordneten Druckhammer betätigt werden. Die Zuordnung der Druckhämmer zu den einzelnen Kettentypen erfolgt über die Interposerelemente 5, 6, 7. Der Interposer besteht für den betrachteten Bereich der vier Druckhämmer 1, 2, 3 und 4 aus genausoviel Interposerelementen 5, 6 und 7 wie es Kettentypen 8, 9 und 10 gibt. In diesem Beispiel besteht der Interposer in dem betrachteten Bereich aus drei Interposerelementen 5, 6 und 7. Dem ersten Druckhammer 1 in der betrachteten Druckhammergruppe ist das Interposerelement 5 zugeordnet. Bei Betätigung des Interposerelements 5 gelangt die Drucktype 8 zum Abdruck. Das Interposerelement 5 ist mit seiner Hammeranschlagsfläche 5 a dem Hammer 1 mittig zugeordnet und mit seiner Typenanschlagsfläche 5 b der zu betätigenden Drucktype 8 mittig zugeordnet. Hierdurch ergibt sich bei der Ausbildung der Interposerelemente ein bezüglich der Normalen der Hammeranschlagsfläche und der Typenanschlagsfläche abweichender unsymmetrischer Aufbau. Über die Auswirkungen einer solchen Interposerelementgestaltung ist an anderer Stelle weites ausgesagt.
- Dem Hammer 2 ist das Interposerelement 6 zugeordnet, durch welches die Drucktype 9 zu einem späteren Zeitpunkt angeschlagen werden kann. Der dritte Druckhammer 3 innerhalb der betrachteten Druckhammergruppe bleibt ohne zugeordnetes Interposerelement. Dem vierten Hammer 4 ist das Interposerelement 7 zugeordnet, durch welches die dritte Drucktype 10 zu einem noch späteren Zeitpunkt betätigt werden kann. Diese in Fig. 1 beschriebene Anordnung dient der Wiedergabe der Standardschrift (kleinere Zeichendichte als im Fall Fig. 2).
- In Fig. 2 fallen bei den den einzelnen Druckhämmern 1, 2, 3, 4 zugeordneten Interposerelemente 12, 13, 14 und 15 die Normalen der Hammeranschlagsflächen (z. B. 12 a) mit den Symmetrielinien der Interposerelemente zusammen. Der Druckvorgang erfolgt wie beschrieben, wobei in den verschiedenen Druckphasen jeweils nur ein Hammer einer bestimmten Druckhammergruppe betätigt wird: In der ersten Druckphase Hammer 1, dann Hammer 3 etc; in der zweiten Druckphase Hammer 2, Hammer 4 etc.
- Bei Einschaltung eines Interposers zur Angleichung der höheren Hammerdichte an eine niedrigere Kettentypen-Zeichendichte oder zur Erzeugung eines Druckbildes mit einer niederen Zeichendichte bei Beibehaltung der gleichen unveränderten Typenkette treten besondere Umstände auf, welche durch die Ausbildung der Interposerelemente (Fig. 1) berücksichtigt werden: Aus Fig. 2 geht wie bereits erwähnt hervor, daß die Hammeranschlagsfläche eines Interposerelementes jeweils einem Hammer mittig zugeordnet ist und daß die Typenanschlagsfläche 126 jedes Interposerelementes der Drucktype mittig zugeordnet ist.
- Bei einer Bewegung der Druckkette in Pfeilrichtung ergeben sich bei den unsymmetrisch ausgebildeten Interposerelementen (Fig. 1) nach experimenteller Betätigung für die Interposerelemente 5 und 6 bessere Druckbilder als für den Normalfall, für den gemäß Fig. 2 die Symmetrielinie eines Interposerelementes mit der Hammeranschlagsflächennormalen zusammenfällt. Eine theoretische, quantative Erklärung für eine derartige Druckbildverbesserung konnte bisher noch nicht gefunden werden; es drängt sich jedoch die Vermutung auf, daß durch einen sogenannten Abwälzeffekt die Verbesserung des Druckbildes bedingt ist. Eine solche Verbesserung ist allerdings nur dann gegeben, wenn die Hammeranschlagsflächennormale zu der Typenanschlagsnormalen entgegen der Fortbewegungsrichtung des Bandes versetzt ist. Diese Bedingung trifft für das Interposerelement 7 nicht zu. Bei der aus der Zeichnung zu erkennenden Anordnung dieses Interposerelementes wäre eine solche Druckbildbesserung nicht gegeben. Es sind jedoch auch Lösungen denkbar, in größeren Hammergruppen nur solche Interposerelemente vorzusehen, die eine Verbesserung des Druckbildes bedingen.
- Bei der Ausbildung der Interposerelemente (nach Fig. 1) ist natürlich darauf zu achten, daß sie sich bei Betätigung nicht gegenseitig stören. Das heißt, die Flanken benachbarter Interposerelemente dürfen sich bei Betätigung eines dieser beiden Elemente gegenseitig nicht stören.
- In Fig. 3 ist eine Anordnung mit zwei Interposerkämmen gezeigt. Der erste Interposerkamm (5, 6, 7, . . .) wird im Falle der Standardschrift zwischen Druckhammereinheit und Typenkette geschaltetet, der andere (12, 13, 14, 15, . . .) im Falle der Minischrift.
- Die einzelnen Interposerelemente sind an ihren Enden durch Blattfedern (22) mit einem Halteteil 21 verbunden, wobei die Blattfederenden von kunststoffgefüllten Aussparungen 23 der Interposerelemente und 24 des Halteteiles 21 aufgenommen werden. Bei z. B. einem Typenkettenwechsel wird das Halteteil in Pfeilrichtung auf- oder abwärts verschoben und mechanisch in einer Stellung fixiert, die eine genaue Ausrichtung des gewünschten Interposerkammes zwischen Typenkette und Druckhammereinheit sicherstellt. Bei einer derartigen Verschiebung des Halteteiles wird ein elektrischer Schalter (39, Fig. 4) betätigt, dessen Schalterstellung (40, 41) angibt, ob ein Druck mit der Typenkette für Mini- oder Standardschrift erfolgen soll.
- Andere Ausführungsformen einer Interposerkammwechselanordnung sind denkbar. Es ist vorstellbar, daß die beiden Interposerhämmer diametral auf einer drehbaren Welle angeordnet sein können.
- Die Einführung eines Interposers mit Übersetzungsfunktion bedingt in der Elektronik der Druckersteuerung nur geringfügige Ergänzungen. Zur Erklärung sei zunächst etwas bemerkt, was zum Stand der Technik gehört, aber was das Verständnis fördert.
- Bei einem Quasi-Paralleldrucker der vorliegenden Art werden die in einer Zeile auszugebenden Zeichen, welche in einem Zeichenpuffer gespeichert sind, mit dem auf die einzelnen Druckpositionen ausgerichteten Drucktypen der sich bewegenden Druckkette verglichen.
- Stimmt bei einem solchen Zeichenvergleich die vor einer Druckposition ausgerichtete Drucktype mit dem zu druckenden Zeichen überein, so erfolgt - ausgelöst über den Hammertreiberschaltkreis - der Druckvorgang.
- Da aus bereits angegebenem Grunde nebeneinanderliegende Hämmer nicht unmittelbar nacheinander gefeuert werden dürfen, ist der Druckvorgang in einzelne Druckphasen aufgegliedert. Dazu werden die Druckphasenpulse elektrisch von einem Hauptpuls für jede Kettentype abgeleitet.
- Für den Fall der hohen Zeichendichte (Mini-Schrift) ist es denkbar, daß man die Hauptpulszahl verdoppelt, so daß der Druckvorgang aus zwei Druckphasen besteht. Jede Druckphase bezieht sich dabei auf die um jeweils eine Druckposition voneinander getrennten Druckpositionen. Das heißt, während der 1. Druckphase wird die 1., 3., 5., 7., 9. etc. Druckposition geprüft und danach, in der 2. Druckphase die 2., 4., 6., 8., 10 etc. Druckposition. Da bei einem Druckvorgang mit einem Interposer ohne Übersetzungsfunktion alle Druckhämmer tätig werden können, ist in diesem Fall jeder Druckposition auch ein Druckhammer zugeordnet.
- In Fig. 4 ist eine Schaltungsanordnung für die elektronische Drucksteuerung beschrieben, welche sowohl den Interposer ohne Übersetzungsfunktion als auch den Interposer mit Übersetzungsfunktion berücksichtigt. Diese Schaltungsanordnung bezieht sich auf einen von Mini- auf Standardschrift oder umgekehrt umschaltbaren Interposerkamm wie er in Fig. 3 beschrieben wurde. Beim Umschalten des Interposerkammes auf eine der beiden genannten Schriften mit unterschiedlicher Zeichendichte wird ein mechanischer Schalter S 39 betätigt. Im Falle eines eingestellten Interposerkammes für die Minischrift (große Zeichendichte) ist der Schalterarm mit dem Kontakt 40 verbunden; im Falle eines für die Standardschrift (größere Zeichendichte) eingestellten Interposerkammes ist der Schalterarm mit dem Kontakt 41 verbunden. Die Schaltung 30 hat die Aufgabe, bei Anliegen eines Hauptpulses (Scan-Puls) und eines auf den Anschluß 40 geschlossenen Schalters 39 eine entsprechende Zahl von Druckphasenpulsen (Subscans) zu erzeugen. Diese Druckphasenpulse werden elektronisch von dem Hauptpuls abgeleitet. Im Falle des Ausführungsbeispiels nach Fig. 2 würden für die Mini-Schrift (große Zeichendichte) aus einem Scan- Puls zwei Subscan-Pulse erzeugt werden. Während der einzelnen Druckphasen wird wie bereits an anderer Stelle vorher erwähnt in der Schaltung COMP 31 ein Zeichenvergleich zwischen dem in einer bestimmten Druckposition befindlichen Drucktype durchgeführt. Bei Gleichheit wird über die Schaltung 32 die entsprechende Treiberschaltung 33 für den für den die angesprochene Druckposition zuständigen Druckhammer erregt, um den Druckvorgang einzuleiten. Die Schaltung POS 32 bedingt eine Positionierung (Zuordnung) zwischen der betrachteten Druckposition zugeordneten Hammer. Im Falle der Mini-Schrift (Fig. 2) ist eine solche Positionierung unproblematisch, da jedem Hammer 1-4 jeweils über das zugehörige Interposerelement 12-15 jeweils eine Druckposition zugeordnet ist. Etwas modifizierte Verhältnisse treten in der Drucksteuerelektronik auf, wenn der Interposer zur Wiedergabe der Standard-Schrift benutzt wird. In diesem Falle ist der Schalter 39 mit dem Kontakt 41 verbunden und die Schaltung 34 erzeugt in Analogie zu der Schaltung 30 für eine Interposeranordnung gemäß Fig. 1 aus einem Scan-Puls drei Subscan-Pulse, welche der Zeichenvergleichsschaltung 35 zugeführt werden.
- In dieser Schaltung 35 wird in Analogie zu der Schaltung 31 ein entsprechender Zeichenvergleich durchgeführt. Bei Koinzidenz wird über die Schaltung 36 der für eine bestimmte Druckposition zugeordnete Druckhammer über die Treiberschaltung 37 betätigt. Die Schaltung 36 ordnet den einzelnen Druckpositionen den zugehörigen Hammer zu. Für eine Hammerinterposeranordnung gemäß Fig. 1 würde für die erste Druckposition der Hammer 1, für die zweite Druckposition der Hammer 2 zuständig sein, der dritte Hammer bliebe unbenutzt während für die vierte Druckposition der Hammer 4 zuständig wird. Für alle weiteren Druckpositionen würde sich diese Positionierungsperiode wiederholen. Eine solche Positionierung könnte mit üblichen Mitteln auf algorith-metischem Wege entweder durch Hardware oder Mikroprogrammrealisierung erfolgen. Als zweite Möglichkeit böte sich eine Zuordnungstabelle an, welche sich als ein Festwert-Speicher realisieren ließe. Die Implementierung einer solchen Zuordnung ist nicht Gegenstand der Erfindung, sie ist auf einfache Art und Weise mit herkömmlichen Mitteln zu realisieren. Für eine Anordnung nach Fig. 1 ergibt sich eine Positionierung gemäß folgender Tabelle:
Druckposition 1 2 3 4 5 6 7 8 9 usw.
Hammer Nr. 1 2 4 5 6 8 9 10 12 usw.
- Danach bleiben die Hämmer 3, 7, 111, 15 usw. unbenutzt bei der Erzeugung der Standardschrift.
- Als Algeorithmus für die Errechnung der Hammernummer der Druckposition sei genannt:
- Magnetposition abgerundeter Integer von 4/3×Druckposition.
- Es sei nochmals darauf hingewiesen, daß ein Druckbild mit weiterem und engerem Zeichenabstand auch mit nur ein und derselben Typenkette (z. B. 11 in Fig. 1) unter Verwendung der erfindungsgemäßen Interposeranordnung erzeugt werden kann. Allerdings bliebe in diesem Falle die Zeichengröße selbst unverändert. Die Verwendung eines Interposers nach Fig. 2 ergäbe einen engeren, eines Interposers nach Fig. 1 einen weiteren Zeichenabstand.
Claims (8)
1. Druckeinrichtung für Anschlagdrucker mit Typenkette, elektromagnetankerbetätigbarer Hammereinheit und mit zwischen der Hammereinheit und der Typenkette angeordnetem hammerbetätigbaren Interposer, die auf die Druckpositionen ausgerichtet sind, dadurch gekennzeichnet,
daß zur Erzeugung von Druckbildern mit unterschiedlicher Zeichendichte der Interposer für eine kleinere Druckbild-Zeichendichte aus einem ersten Kamm von Interposern-Elementen (5, 6, 7) besteht, deren Hammerschlagsflächen (5 a) jeweils einen Hammer (1, 2, 3, 4) und deren Typenanschlagsflächen (5 b) bei Typenabdruck jeweils einer Drucktype (8, 9, 10) mittig zugeordnet sind,
daß innerhalb einer Gruppe nebeneinanderliegender Hämmer (1, 2, 3, 4) für unterschiedliche Druckphasen einem oder mehrere Hämmer (1, 2, 3, 4) kein Interposer-Element zugeordnet ist,
und daß die Interposer-Elemente (5, 6, 7) in Druckrichtung in einer durch die Interposer-Elemente (5, 6, 7) verlaufenden Ebene einen Querschnitt aufweisen, bei dem bei Betätigung der Interposer-Elemente eine gegenseitige Behinderung ausgeschlossen ist,
und daß die Normalen der Hammeranschlagsfläche (5 a) und der Typenanschlagsfläche (5 b) der Interposer-Elemente (5, 6, 7) zueinander versetzt sind,
daß der maximale Versatz dieser Normalen in der Querschnittsebene kleiner als das Hammerdichtemaß ist, und daß für jeden Interposerkamm durch eine Schaltung (30, 34) Druckphasenpulse generierbar sind, welche einer Vergleicherschaltung (31, 35) zuführbar sind, durch die bei Koinzidenz des in eine Druckposition auszugebenden Zeichens mit der vor dieser Druckposition befindlichen Drucktype eine Positionierschaltung (32, 36) aktivierbar ist, durch die der dieser Druckposition zugewiesene Druckhammer zuordnungsbar und über einen Treiber (33, 37) aktivierbar ist und daß der Interposer für eine höhere Druckbild-Zeichendichte aus einem zweiten Kamm von Interposer-Elementen (12, 13, 14, 15) besteht, deren Hammeranschlagsflächen (12 a) jeweils einem Hammer (1, 2, 3, 4) und deren Typenanschlagsflächen (12 b) bei Typendruck jeweils einer Drucktype (16, 17, 18, 19) mittig zugeordnet sind.
daß zur Erzeugung von Druckbildern mit unterschiedlicher Zeichendichte der Interposer für eine kleinere Druckbild-Zeichendichte aus einem ersten Kamm von Interposern-Elementen (5, 6, 7) besteht, deren Hammerschlagsflächen (5 a) jeweils einen Hammer (1, 2, 3, 4) und deren Typenanschlagsflächen (5 b) bei Typenabdruck jeweils einer Drucktype (8, 9, 10) mittig zugeordnet sind,
daß innerhalb einer Gruppe nebeneinanderliegender Hämmer (1, 2, 3, 4) für unterschiedliche Druckphasen einem oder mehrere Hämmer (1, 2, 3, 4) kein Interposer-Element zugeordnet ist,
und daß die Interposer-Elemente (5, 6, 7) in Druckrichtung in einer durch die Interposer-Elemente (5, 6, 7) verlaufenden Ebene einen Querschnitt aufweisen, bei dem bei Betätigung der Interposer-Elemente eine gegenseitige Behinderung ausgeschlossen ist,
und daß die Normalen der Hammeranschlagsfläche (5 a) und der Typenanschlagsfläche (5 b) der Interposer-Elemente (5, 6, 7) zueinander versetzt sind,
daß der maximale Versatz dieser Normalen in der Querschnittsebene kleiner als das Hammerdichtemaß ist, und daß für jeden Interposerkamm durch eine Schaltung (30, 34) Druckphasenpulse generierbar sind, welche einer Vergleicherschaltung (31, 35) zuführbar sind, durch die bei Koinzidenz des in eine Druckposition auszugebenden Zeichens mit der vor dieser Druckposition befindlichen Drucktype eine Positionierschaltung (32, 36) aktivierbar ist, durch die der dieser Druckposition zugewiesene Druckhammer zuordnungsbar und über einen Treiber (33, 37) aktivierbar ist und daß der Interposer für eine höhere Druckbild-Zeichendichte aus einem zweiten Kamm von Interposer-Elementen (12, 13, 14, 15) besteht, deren Hammeranschlagsflächen (12 a) jeweils einem Hammer (1, 2, 3, 4) und deren Typenanschlagsflächen (12 b) bei Typendruck jeweils einer Drucktype (16, 17, 18, 19) mittig zugeordnet sind.
2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Erzeugung von Druckbildern mit unterschiedlicher Zeichendichte die gleiche Typenkette (11, 20) verwendet ist.
3. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Erzeugung von Druckbildern mit unterschiedlicher Zeichendichte auswechselbare Typenketten (11, 20) unterschiedlicher Kettentypenzeichendichte verwendbar sind, wobei die Hammereinheit auf maximale Kettentypenzeichendichte ausgelegt ist.
4. Anordnung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der erste und zweite Interposerkamm auf den entgegengesetzten Seiten eines zur Einstellung eines Interposerkammes zwischen Hammereinheit und Typenkette (11, 20) verschiebbar oder drehbar angeordneten Halteteiles (21) angeordnet sind.
5. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Interposer-Elemente (5, 6, 7, 12, 13, 14, 15) in der Nähe ihrer beiden Betätigungsflächen durch je eine Blattfeder (22) mit einem Halteteil (21) verbunden sind.
6. Anordnung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Blattfederenden in kunststoffgefüllten Aussparungen (24, 23) des Halteteiles (21) und des Interposer-Elements aufnehmbar sind.
7. Anordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß bei der Einstellung des ersten oder zweiten Interposerkammes ein mechanischer Schalter (39) betätigbar ist, durch den die Schaltung zur Drucksteuerung für unterschiedliche Druckbild-Zeichendichten ansteuerbar ist.
8. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Funktion der Positionierschaltung (32, 36) auf algorithmetischem Wege durch eine Rechenschaltung oder ein Programm oder durch eine Tabelle, vorzugsweise eines Festwertspeichers ausführbar ist.
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Family Cites Families (7)
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