DE2654325B2 - Doppelfernrohr - Google Patents
DoppelfernrohrInfo
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- G02B23/00—Telescopes, e.g. binoculars; Periscopes; Instruments for viewing the inside of hollow bodies; Viewfinders; Optical aiming or sighting devices
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Description
Die Erfindung betrifft ein Doppelfernrohr mit Okularen, die gemeinsam durch einen Mitteltrieb J5
verstellbar sind, wobei die Okulare je einen drehbar angeordneten Fokussierring und je eine axial verschiebliche
Stellhülse aufweisen, wobei Fokussierring und Stellhülse miteinander in Gewincieeingriff stehen und
die beiden Okulare über eine Reibungskupplung kraftschlüssig miteinander verbunden sind, die bei
Überschreiten eines bestimmten Grenzdrehmomentes durchrutscht.
Es ist bereits ein Doppelfernrohr mit Mitteltrieb bekannt, bei dem die beiden Okulare durch einen 4S
Mitteltrieb fokussierbar sind, wobei in dem zu einem Okular führenden Getriebezug eine Rutschkupplung
angeordnet ist, die bei entsprechender Arretierung eines Okulars und gleichzeitig erfolgender Fokussierung
des anderen Okulars eine Dioptrienverstellung ermög- w
licht. Zur Dioptrienverstellung muß also entweder das Fokussier- bzw. Einstellrad am Mitteltrieb festgehalten
werden und gleichzeitig das betreffende Okular verstellt werden oder auch das Okular festgehalten und das
Einstellrad am Mitteltrieb verstellt werden. Die « Dioptrienskala kann sinnvoll nur am Mitteltrieb
angeordnet werden, wobei es gegebenenfalls Schwierigkeiten bereitet, den gesamten Verstellbereich auf einem
Bogen von 360° unterzubringen. Abgesehen von dieser Schwierigkeit weist das bekannte Doppelfernrohr noch
den weiteren Nachteil auf, daß sich die Dioptrienskala an einer Stelle befindet, wo sie von den an die üblichen
und weit verbreiteten Fernrohre mit Okularbrücke gewöhnten Benutzern nicht vermutet wird. Die
Dioptrieneinstellung selbst erfolgt auf völlig andere Weise, wie bei gewöhnlichen Fernrohren. Der Benutzer
benötigt nämlich zur Dioptrieneinstellung jeweils zwei Handgriffe, er muß mit einer Hand das Einstellrad am
Mitteltrieb festhalten und mit der anderen Hand gleichzeitig das Okular verstellen oder umgekehrt
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Doppelfernrohr der bekannten Art so weiterzubilden,
daß die Dioptrieneinstellung mit einer Hand und auf die gleiche Weise erfolgen kann, wie dies bei Fernrohren
mit Okularbrücke üblich ist Die Dioptrienskala soll sich dabei ebenfalls an der üblichen Stelle, d. h. am Okular
befinden.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch die im Kennzeichen des Hauptanspruches aufgeführten Merkmale
gelöst Durch eine einfache Verdrehung der betreffenden Okularmuschel wird eine axiale Relativverstellung
der beiden Okulare bewirkt Die Größe der Verstellung kann in üblicher Weise am Okular
abgelesen werdea
Die Reibungskupplung zwischen dem drehfest angeordneten und nur axial verschieblichen Linsenhalter
und der Stellhülse wird vorzugsweise durch eine zwischen diesen beiden Teilen verspannte Tellerfeder
realisiert. Je nach Vorspannung der Tellerfeder kann das Einstellmoment reguliert werden.
Nachfolgend ist eine Ausführungsform der Erfindung anhand der Zeichnung beispielsweise beschrieben. Die
einzige Figur zeigt einen schematischen Querschnitt durch den Mitteltrieb eines Doppelfernrohres, wobei
die Okulare nur jeweils zur Hälfte dargestellt sind.
In der Gülenkachse ist eine Welle 1 mit einem Stellrad
26 angeordnet, wobei am oberen Ende der Welle 1 innerhalb der Gelenkbügel ein als Mittelzahnrad
ausgebildetes Treibrad 36 befestigt ist Das Treibrad 36 kämmt mit in den Gelenkbügeln gelagerten Zwischenzahnrädern
26, 28, die wiederum mit Fokussierring 30 bzw. 30' in Eingriff stehen. Die Fokussierringe 30, 30'
haben ein Innengewinde, das vorzugsweise als Trapezgewinde ausgeführt ist und mit dem Außengewinde
einer Stellhülse 38 zusammenwirkt. Das obere Ende der Stellhülse 38 ist so ausgebildet, daß auf ihr die
Okularmuschel 40 befestigt werden kann.
Im oberen Bereich der Stellhülse 38 ist ein radial nach innen gerichteter Stützflansch 42 ausgebildet, auf dem
das Linsenteil 44 des Okulars aufliegt. Das Linsenteil 44 ist so geführt, daß es lediglich axiale Verschiebungen
ausführen kann, es ist nicht verdrehbar.
Das Linsenteil 44 wird von einer Tellerfeder 46 auf den Stützflansch 42 der Stellhülse 38 gepreßt, so daß
beide Teile im Falle einer Axialbewegung kraftschlüssig miteinander verbunden sind. Die Tellerfeder 46 stützt
sich andererseits an einem entsprechend ausgebildeten Vorsprung der Stellhülse 38 ab. Bei dem anderen Okular
sind Linsenteil und Stellhülse ein integrales Teil 48, das in einer mit Längsnut versehenen Führungshülse 50
axial verschiebbar ist. Im Gegensatz zum vorbeschriebenen Okular ist hier die Stellhülse nicht drehbar.
Zwischen Linsenteil 44, 48 und einem in das Fernrohrgehäuse eingeschraubten Okularstutzen 52 ist
ein Dichtbalg 54 angeordnet, der vorzugsweise eingeklebt ist und den Objektivtubus gegen Feuchtigkeit
abdichtet. Der Balg erlaubt eine axiale Verschiebung, jedenfalls in den Grenzen, die für eine Brennweitenverstellung
notwendig sind. Die Fokussierung der Okulare wird in der üblichen Weise durch Verstellung des
Stellrades 26 bewirkt. Eine Verdrehung des Stellrades 26 bewirkt eine entsprechende Verdrehung der Welle 1,
des Mittelzahnrades 36, der Zwischenzahnräder 26, 28 und damit auch der Fokussierringe 30 und 30'. Diese
Fokussierringe stehen über ein Trapezgewinde mit den Stellhülsen 38, 48 in Eingriff, so daß sich bei einer
Verdrehung der Fokussierringe eine entsprechende axiale Verstellung der Stellhülsen und damit der
Linsenteile ergibt
Der Dioptrienausgleich erfolgt durch Verdrehung der Okularmuschel 40 und damit der Stellhülse 38
gegenüber dem Gehäuse 56 des Fernrohres. Über eine an der Okularmuschel 40 angeordnete Dioptrienskala
kann die gewünschte Dioptrienverstellung eindeutig festgelegt werden. Die Vorspannung der Tellerfeder 46
ist so ausgelegt, daß eine Verdrehung der Okularmuschel
40 mh vertretbarem Kraftaufwand möglich ist
Das Gewinde zwischen Fokussierring 3G und Stellhülse 28 ist so leichtgängig, daß bei Drehung der
Okularmuschel <0 praktisch keine Kräfte auf den Fokussierring 30 übertragen werden, so daß sich is
Stellhülse 38 im Fokussierring nach oben oder unten verschrauben und Linsenteil 44 entsprechend mitgenommen
wird. Linsenteil 44 ist, wie bereits beim anderen Okular beschrieben wurde, in ein<".r Führungshülse mit Längsnut so geführt, daß es sich iediglich axial
bewegen kann.
Der besondere Vorteil dieser Ausführungsform liegt somit darin, daß zur Dioptrieneinstellung kein anderen
Teil, wie beispielsweise Einsteilrad 26 festgehalten werden muß. Es reicht aus, Iediglich Okularmuschel 40
entsprechend zu verdrehen. Ober die an Okularmuschel 40 angebrachte Dioptrienskala läßt sich die Einstellung
reproduzierbar und genau vornehmen. Die Dioptrieneinstellung erfolgt somit auf genau die gleiche Weise
wie sie bei den weit verbreiteten Fernrohren mit Okularbrücke üblich ist Eine Umgewöhnung bei
Benutzung des erfindungsgemäßen Fernrohres entfällt daher. Die beschriebene Ausführungsform des Doppelfernrohres
vereint die Vorteile eines Mitteltriebs, wie Bequemlichkeit und Genauigkeit der Einstellung mit
den Vorteilen der Dioptrieneinstellung bei herkömmlichen Fernrohren mit Okularbrücke, nämlich Genauigkeit
und leichte Ablesbarkeit
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (2)
1. Doppelfernrohr mit Okularen, die gemeinsam durch einen Mitteltrieb verstellbar sind, wobei die
Okulare je einen drehbar angeordneten Fokussierring
und je eine axial verschiedene Stellhülse
aufweisen, wobei Fokussierring und Stellhülse miteinander in Gewindeeingriff stehen und die
beiden Okulare über eine Reibungskupplung kraftschlüssig miteinander verbunden sind, die bei
Oberschreiten eines bestimmten Grenzdrehmoments durchrutscht, dadurch gekennzeichnet,
daß die Stellhülse (38) eines Okulars verdrehbar ist und in der Stellhülse (38) ein axial
verschiebliches Linsenteil (44) drehfest angeordnet ist, das hinsichtlich einer Axialverschiebung der
Stellhülse (38) mit dieser verbunden ist rnd die Kupplung (46) zwischen Stellhülse (38) und Linsenteil
(44) im Okular angeordnet ist und daß, wie an sich bekannt, die Dioptrienskala am Okular ausgebildet
ist.
2. Doppelfernrohr nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Stellhülse (38) einen nach
innen gerichteten Stützflansch (42) aufweist, auf dem das innere nur axial verschiebliche Linsenteil (44) mit
einem Gegenflansch aufliegt und daß Gegenflansch und Stützflansch (42) von einer sich an einem
Anschlag der Stellhülse (38) abstützenden Tellerfeder (46) in Kontakt gehalten werden.
JO
Priority Applications (9)
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|---|---|---|---|
| DE2654325A DE2654325C3 (de) | 1976-11-30 | 1976-11-30 | Doppelfernrohr |
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