DE2652332A1 - Verfahren zur herstellung von 1,2-dichloraethan - Google Patents
Verfahren zur herstellung von 1,2-dichloraethanInfo
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Description
16. Nov. 1S75 BEIL, WOLFF & BEIL
RECHTSANWÄLTE n
ADELONSTRASSE 58 '
6230 FRANKFURT AM MAIN 80
Unsere Nr. 20-779
: .Stauffer Chemical Company
Westport, Conn., V.St.A.
Westport, Conn., V.St.A.
Verfahren zur Herstellung von 1,2-Dichloräthan
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von
1,2-Dichloräthan mit Reinigung des in das Verfahren zurückzuführenden Dichloräthans.
1,2-Dichloräthan mit Reinigung des in das Verfahren zurückzuführenden Dichloräthans.
Gegenstand des Hauptpatentes ist ein Verfahren zur Herstellung von Aethylendichlorid, das dadurch gekennzeichnet ist,
dass man Aethylen und Chlor in eine unter erhöhtem Druck stehende Reaktionszone,
welche ein umlaufendes flüssiges Medium mit einem Gehalt an
chlorierten Kohlenwasserstoffen mit zwei Kohlenstoffatomen oder Gemischen dieser chlorierten Kohlenwasserstoffe enthält, das
bei einer Temperatur unterhalb der Verdampfungstemperatur
des Mediums bei dem in der Reaktionszone herrschenden Druck gehalten wird, einführt, wobei rohes flüssiges Aethylendichlorid gebildet wird, dass man das rohe flüssige Aethylendichlorid mit dem umlaufenden Medium zu einer unter vermindertem Druck stehenden Zone führt, wobei man Druck und Temperatur dieser Zone auf Vierten hält, bei, denen das unreine
bei einer Temperatur unterhalb der Verdampfungstemperatur
des Mediums bei dem in der Reaktionszone herrschenden Druck gehalten wird, einführt, wobei rohes flüssiges Aethylendichlorid gebildet wird, dass man das rohe flüssige Aethylendichlorid mit dem umlaufenden Medium zu einer unter vermindertem Druck stehenden Zone führt, wobei man Druck und Temperatur dieser Zone auf Vierten hält, bei, denen das unreine
709822/0985
Aethylendichlorid durch die bei der Umsetzung von Chlor
und Aethylen freiwerdende Reaktionswärme verdampft wird, dass man das dampfförmige unreine Aethylendichlorid in eine
Rektifikationszone einführt und das dampfförmige Aethylendichlorid mit Hilfe der bei der Reaktion von Chlor und
Aethylen freiwerdenden Reaktionswärme rektifiziert und dass man das gereinigte Aethylendichlorid aus der Rektifikationszone gewinnt, während gleichzeitig der verbleibende Rest des
umlaufenden flüssigen Mediums aus der unter vermindertem Druck stehenden Zone in die Reaktionszone zurückgeführt wird.
Die Erfindung betrifft ein verbessertes Verfahren für die
Herstellung von 1,2-Diehloräthan durch Umsetzung von Chlor
und Aethylen in einem flüssigen Medium bei Temperaturen zwischen 85 und etwa 160 C. Als flüssiges Medium für die Chlorierungsreaktion
kann ein flüssiger chlorierter Kohlenwasserstoff mit zwei Kohlenstoffatomen oder Mischungen solcher
Verbindungen eingesetzt werden. Vorzugsweise enthält das flüssige Medium 1,2-Diehloräthan, 1,1,2-Trichloräthan oder
Mischungen dieser beiden Verbindungen.
Nach einer Ausfuhrungsform dieses Verfahrens wird 1,2-Diehloräthan,
das aus einem Pyrolyseverfahren von 1,2-Dichloräthan zur Herstellung von Vinylchlorid durch Fraktionierung
gewonnen wird,, in das Chlorierungssystem als flüssiges, im Kreis herumgeführtes, Medium eingeleitet. Eine Fraktionierkolonne,
welche mit dem Chlorierungsreaktor verbunden ist, dient zusätzlich der Fraktionierung des 1,2-Dichloräthans
aus dem Chlorierungsreaktor wie auch für das 1,2-Dichloräthan, welches aus dem Pyrolyseverfahren oder aus anderen Quellen
zurückgeführt wird. Das gereinigte 1,2-Dichloräthan aus dieser Fraktionierkolonne kann zum Pyrolyseofen zurückgeführt
werden.
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<o
Das aus dem Pyrolysefraktionierteil in den Chlorierungsreaktor zurückgeführte Dichloräthan enthält oft kleinere aber
bedeutende Mengen von Chloropren und kann auch kleine Mengen anderer chlorierter C^-Kohlenwasserstoffe enthalten. Um
Problemen, welche durch die Polymerisation des Chloroprens in der Apparatur entstehen, vorzubeugen, wird das zurückgeführte
Dichloräthan einer Vorchlorierung unterworfen, wobei das Chloropren vor der Einführung des Rückstromes in die
HauptChlorierung chloriert wird. Das Chloropren wird in
schwer siedendere chlorierte Verbindungen, Vielehe nicht polymerisieren und die entweder in der Fraktionierkolonne,
welche mit dem Hauptchlorierungsreaktor verbunden ist oder aus dem unteren Teil des Chlorierungsreaktors abgetrennt
werden können, übergeführt.
Es wurde nun gefunden, dass die Einführung von chlorierten Derivaten des Chloroprens in einen solchen Chlorierungsreaktor,
der bei. einer Temperatur oberhalb 85 C betrieben wird, einen Verlust an der 1,2-Diehloräthanausbeute, bezogen
auf das Chlor bei Temperaturen oberhalb 85 C., insbesondere zwischen 85 und etwa I60 C ergibt. Ueberraschenderweise werden im
Hauptchlorierungsreaktor die teilweise chlorierten-Derivate
des Chloroprens weiter zu höher chlorierten Verbindungen umgesetzt. Diese höher chlorierten Verbindungen verursachen
einen Chlorverlust, wenn sie aus dem Chlorierungsreaktor als Dicköle entfernt und als Abfall verworfen werden. Die
Verwendung von 3 Mol Chlor pro Mol Chloropren bei der Vorchlorierung, wie es im Hauptpatent empfohlen wird, bedeutet
einen übermässigen Chloreinsatz. Zusätzlich können die höher chlorierten Verbindungen im Hauptchlorierungsreaktor
weiter chloriert werden und dadurch zusätzlich Chlor verbrauchen.
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Ziel dieser Erfindung ist es, ein verbessertes Verfahren für die Entfernung von Chloropren aus 1,2-Dichloräthan zu finden,
welches der Aethylenehlorierung bei Temperaturen oberhalb 85 C zurückgeführt wird und Minimalisierung des Chlorverlustes
in einem solchen Verfahren.
Die Erfindung betrifft demnach ein Verfahren zur Herstellung von 1,2-Dichloräthan durch Umsetzung von Aethylen mit Chlor
in einem flüssigen Medium bei einer Temperatur zwischen etwa 85 und etwa I6O C3 wobei geringe Mengen Chloropren enthaltendes
1,2-Dichloräthan in die Chlorierungszone eingeführt wird, das dadurch gekennzeichnet ist, dass man
a) I,2-Dichloräthan unter kontrollierten Bedingungen, welche
die teilweise Chlorierung des Chloroprene zu einem weiteren Chlorderivat bewirken, mit dem Chlorierungsmittel
in Berührung bringt;
b) die Chlorderivate des Chloroprens vom 1,2-Dichloräthan
abtrennt; und
c) das 1,2-Dichloräthan aus Schritt b) der Chlorierungszone
zuführt.
In #e*r- Figure«- 1 «öd—2* stellt das Flie.ssschema des erfindungsgemässen
Verfahrens zusammen mit jenem des Hauptpatentes dar.
Der Chlorierungsreaktor 20 ist vorzugsweise ein Schleifenreaktor
mit einem Abwärtsschenkel 21, einem Aufwärtsschenkel
23 und Verbindungsschenkeln 22 und 24. Der Chlorierungsreaktor 20 wird im allgemeinen schematisch wie jener in Figur 2
des Hauptpatentes dargestellt. Es können jedoch auch andere, im Hauptpatent genannte, Konstruktionen sowie deren bekannte
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Aequivalente verwendet werden. Chlor in Leitung 25 und Aethylen in Leitung 26 werden an geeigneten Stellen in den
Reaktor eingeführt. Der Reaktor 20 enthält als zirkulierendes flüssiges Medium 1,2-Dichloräthan, 1,1,2-Trichloräthan
oder deren Mischungen, weiterhin einen geeigneten Katalysators beispielsweise Eisen-III-chlorid. Wie es im Hauptpatent
ausgeführt wird, wird vorzugsweise ein leichter Ueberschuss an Aethylen, bezogen auf das Chlor, eingesetzt;
es kann jedoch auch ein kleiner Ueberschuss an Chlor vorhanden sein. Die Temperaturen im Chlorierungsreaktor werden
so eingestellt j dass das zirkulierende flüssige Medium in der Reaktionszone unter den angewandten Bedingungen nicht
verdampft. Die Temperatur wird im allgemeinen zwischen etwa 85 und etwa l80°C, vorzugsweise ö5 bis etwa l60°C, gehalten,
wobei ein genügender Druck vorhanden ist, damit das 1,2-Dichloräthan,
das als flüssiges Medium vorliegt und unter Norma!bedingungen bei 83,5 C siedet, in der Reaktionszone
20 nicht verdampft. Die angewendeten Drücke können beträchtlich variieren, vorausgesetzt, dass sie ausreichen, um die
Verdampfung des 1,2-Dichloräthans bei der in der Reaktionszone herrschenden Temperatur zu verhindern.
Mt dem Chlorierungsreaktor 20 ist eine Fraktionier- oder Destillationskolonne
30 verbunden, die zur fraktionierung der Reaktionsprodukte aus
der Chlorierung sowie für andere weiter unten genannte Substanzen verwendet wird. Zwischen dem Chlorierungsreaktor 20 und der Fraktionierkolonne 30 wird eine solche Druckdifferenz aufrechterhalten,
dass bei den angewendeten Temperaturen die Reaktionswärme aus der Aethylenchlorierung für die Verdampfung eines Teils
des zirkulierenden flüssigen Mediums in der Fraktionierzone genügt, um das flüssige Medium in Reaktionsprodukte und
nichtumgesetzte Ausgangsmaterialien zu trennen. Aus der
Fraktionierzone wird eine leicht siedende Fraktion 29 an dem oberen Ende der Kolonne entfernt. Die leicht siedende Fraktion
in Leitung 29 kann einer weiteren Trennung (nicht gezeigt) zur Gewinnung von 1,2-Dichloräthan und leichten Kohlenwasserstoffen
zugeführt werden- Der weggeführte Seiten-
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-ST-
strom 28 enthält 1,2-Dichloräthan als Produkt der Chlorierungsreaktion.
Dieses Produkt kann in einem Betrieb für die Herstellung von Vinylchlorid auf vorteilhafte Weise
einer Crackanlage (nicht gezeigt) zur Pyrolysierung zugeführt werden· Schwer siedende Bestandteile, d.h. solche
die höher sieden als 1,2-Dichloräthan, werden vom Boden der Fraktionierkolonne dem Chlorierungsreaktor zugeführt
und zuletzt durch Leitung 27 aus diesem Reaktor entfernt.
Das vom Fraktionierteil einer Pyrolyseeinheit, die sich im
gleichen oder in einem anderen Betrieb befinden kann, gewonnene 1,2-Dichloräthan, das kleinere Mengen Chloropren
und gegebenenfalls unvollständig chlorierte C^-Kohlenwasserstoffe
enthält, wird durch Leitung 40 in das System eingeführt und in der Vorchlorierungszone 42 mit Chlor oder einem
anderen Chlorierungsmittel, das durch Leitung 41 zugegeben wird, in Berührung gebracht, um das Chloropren durch teilweise
Chlorierung in höher siedende Verbindungen als 1,2-Dichloräthan
überzuführen.
Die teilwez.se Chlorierung kann nach bekannten Verfahren ausgeführt
werden, vorausgesetzt, dass das angewendete Verfahren die erwünschten Verbindungen nicht angreift und keine unerwünschten
Verunreinigungen einführt. Als Chlorierungsmittel wird Chlor bevorzugt, das sowohl in der flüssigen wia auch
in der Gasphase verwendet werden kann. Es können auch andere Chlorierungsmittel für die Chlorierung von Chloropren
wie beispielsweise Aluminiumchlorid, eingesetzt v/erden. Zusätzlich zu Chloropren können andere chlorierte ^-Kohlenwasserstoffe,
die als Verunreinigungen im 1,2-Dichloräthan
vorhanden sind, in diesem Schritt weiter chloriert werden.
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AO
Im allgemeinen wird die teilweise Chlorierung bei Temperaturen zwischen 0 und 100 C, vorzugsweise zwischen 20 und
60 C, ausgeführt. Bei Temperaturen oberhalb 100 C wird die Selektivität der Chlorierung vermindert und ein Teil des
1,2-Dichloräthans weiter chloriert. Wenn Chlor als Chlorierungsmittel verwendet wird, kann die Chlorierung sowohl mit
als auch ohne einem bekannten Chlorierungskatalysator wie Eisen-III-chlorId ausgeführt werden. Im allgemeinen werden
zwischen etwa 0,5 und etwa 2, vorzugsxveise zwischen etwa 0,85
und etwa 1,75 Mol Chlor pro Mol Chloropren eingesetzt. Insbesondere werden etwa 0,95 bis etwa 1,3 Mol Chlor pro Mol
Chloropren verwendet. Die Umsetzung wird im allgemeinen bei Umgebungsdruck ausgeführt. Der Druck kann jedoch gewünschtenfalls
auch variiert werden. Die partielle Chlorierung kann in einer getrennten Vorchlorierungszone \ oder einfact Ώ Hj
durch Einführen von Chlor oder einem anderen Chlorierungs- £"-Λ|
mittel In die 1,2-Dichloräthanleitung ^JrO" ohne besondere -^y. J
Vorrichtungen ausgeführt werden. : ~H
Nachdem der Dlchloräthanstrom mit Chlor In Berührung gebracht
wurde, wird er durch Leitung 44, vorzugsweise gemischt mit Im Kreislauf geführten Material in Leitung 46
In die Destillationsapparatur 45 eingeführt. Die Apparatur
45 kann ein Einbodenverdampfer oder ein komplizierteres System
sein. Die Produkte verlassen die Apparatur 45 durch die oben angeordnete Leitung 47 und werden in einer Ausdrücktrommel
(knockout drum) 48 in flüssige und gasförmige Produkte getrennt. Die gasförmigen Produkte enthalten im
wesentlichen gereinigtes 1,2-Dlchloräthan, welches wenig
oder kein Chloropren oder dessen chlorierte Derivate enthält. Das gasförmige Produkt wird durch Leitung 49 in den Kondensator
49a und dann in die Flüssig-Gas-Trennungsvorrlchtung
52, die bei Atmosphärendruck arbeitet, geführt, wobei die
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κκ
gasförmigen Produkte durch Leitung 52a abgelassen werden.
Das flüssige Produkt, das in erster Linie 1,2-Dichloräthan enthält, wird der Fraktionierkolonne 30 durch Leitung 53
zugeführt. Gewünschtenfalls kann ein Teil dieses Dichloräthans durch Leitung 54 entnommen werden und mit dem Dichloräthanprodukt aus der Kolonne in Leitung 28 gemischtwurden. Das erhaltene Dichloräthangemisch wird dann der Pyrolyseeinheit zugeleitet. Das flüssige Produkt aus der Ausdrücktrommel (knockout drum) 48 wird durch Leitung 50 entfernt, wobei ein Teil der Destillationsapparatur 45 durch Leitung 46 zugeführt wird und der Rest durch Leitung 5I3 vorzugsweise gemischt mit den schwer siedenden Teilen aus dem Chlorierungsreaktor in Leitung 27 der Teerdestillation 32 zugeführt. 1,2-Dichloräthan, welches in den Strömen in den Leitungen 27 und 51 enthalten ist, wird durch Destillation des kombinierten Dicköls entfernt. Dieses Dichloräthan wird durch Leitung 34 der Chlorierungszone zugeführt. Dicköle werden aus
dem Teerdestxllationsgefäss durch Leitung 36 entfernt und
der Abfallverwertung oder einem anderen Verfahren zugeführt.
Das flüssige Produkt, das in erster Linie 1,2-Dichloräthan enthält, wird der Fraktionierkolonne 30 durch Leitung 53
zugeführt. Gewünschtenfalls kann ein Teil dieses Dichloräthans durch Leitung 54 entnommen werden und mit dem Dichloräthanprodukt aus der Kolonne in Leitung 28 gemischtwurden. Das erhaltene Dichloräthangemisch wird dann der Pyrolyseeinheit zugeleitet. Das flüssige Produkt aus der Ausdrücktrommel (knockout drum) 48 wird durch Leitung 50 entfernt, wobei ein Teil der Destillationsapparatur 45 durch Leitung 46 zugeführt wird und der Rest durch Leitung 5I3 vorzugsweise gemischt mit den schwer siedenden Teilen aus dem Chlorierungsreaktor in Leitung 27 der Teerdestillation 32 zugeführt. 1,2-Dichloräthan, welches in den Strömen in den Leitungen 27 und 51 enthalten ist, wird durch Destillation des kombinierten Dicköls entfernt. Dieses Dichloräthan wird durch Leitung 34 der Chlorierungszone zugeführt. Dicköle werden aus
dem Teerdestxllationsgefäss durch Leitung 36 entfernt und
der Abfallverwertung oder einem anderen Verfahren zugeführt.
Nach einer Ausfuhrungsform des erfindungsgemässen Verfahrens
wird die für die Trennung in der Destxllationsapparatur 45 notwendige Wärme durch die Reaktionswärme aus dem Ghlorierungsreaktor
20 geliefert. Dies wird vorzugsweise durch
Wärmeaustausch mit dem Dampf aus dem oberen Teil des Chlorierungsreaktors vorgenommen. Dieser Dampf wird durch Leitung 55 "in den indirekten Wärmeaustausch mit den kombinierten Zuführungen zu der Destillationskolonne 45 geleitet,
als Flüssigkeit wiedergewonnen und durch Leitung 56 dem
Chlorierungsreaktor zugeführt. Die Wärme zum Betreiben der Destillationskolonne 45 kann auch vollständig oder teilweise durch Dampf oder ein anderes Gas hoher Temperatur, das dann durch indirekten Viärmeaustausch mit den in der Kolonne destillierenden Pro-
Wärmeaustausch mit dem Dampf aus dem oberen Teil des Chlorierungsreaktors vorgenommen. Dieser Dampf wird durch Leitung 55 "in den indirekten Wärmeaustausch mit den kombinierten Zuführungen zu der Destillationskolonne 45 geleitet,
als Flüssigkeit wiedergewonnen und durch Leitung 56 dem
Chlorierungsreaktor zugeführt. Die Wärme zum Betreiben der Destillationskolonne 45 kann auch vollständig oder teilweise durch Dampf oder ein anderes Gas hoher Temperatur, das dann durch indirekten Viärmeaustausch mit den in der Kolonne destillierenden Pro-
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-r-
Al,
dukten in der Kolonne gekühlt und kondensiert werden, geliefert
werden.
Die Dicköle, welche durch die Leitungen 50 und 51 entfernt
werden, enthalten chlorierte Derivate von Chloropren und/ oder anderen (X-Kohlenwasserstoffen zusammen mit 1,2-Dichlcräthan.
Etwa 95 % des Chloroprens und anderer ursprünglich im Dichloräthan in Leitung 40 vorhandene Kohlenwasserstoffe
werden durch das kombinierte teilweise Chlorieren und Destillieren entfernt. Die dampfförmigen Produkte aus der
Destiliationsapparatur 45 in Leitung 49 enthalten zwischen
etwa 90 und etwa 98 % des in Leitung 40 eingeführten Stromes.
Dies bedeutet, dass der Strom in Leitung 51 chlorierte Derivate von Chloropren und ähnliche Verbindungen in etwa 2-bis
10-#iger Menge , bezogen auf den ursprünglichen 1,2-Dichloräthanstrom
in Leitung 40, enthält.
Wie dem Fachmann bekannt sind, werden Pumpenkompressoren, Wärmeaustauseher und ähnliche Apparaturen in den Pliessschemas
nicht gezeigt.
Die nachfolgenden Beispiele veranschaulichen Vergleichsdaten
des erfindungsgemässen Verfahrens und des Verfahrens des Haup tpat ent e s.
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Beispiel 1 (Stand der Technik) n,~..i.:. :.-^
Dieses Beispiel zeigt die Durchführung des Verfahren"^ wie in /.
fr* ^,UM/^v- γ 3Λ ιΓΚλΛ . °i
Fig. 1 des Hauptpatents Nr (Paten ifr. )
gezeigt, bei welchem das rückströmende Dichloräthan in dor
Leitung 40 mit dem Chlor in Berührung gebracht wird und die Produkte in den Chlorierungsreaktor 20 eingeführt werden.
Das rückströmende 1,2-Dichloräthan, das 2700 ppm Chloropren
enthielt, wurde unter Verwendung von 1,10 Mol Chlor'pro Mol
Chloropren (0,0029 kg Chlor/Liter Dichloräthan) teilweise'chloriert.
Die Reaktion wurde bei Umgebungstemperatur (200C)
durch Zirkulieren des Dichloräthans mittels einer Pumpe und Einspritzen des gasförmigen Chlors in den Pumpenaustritt
durchgeführt. Bei Beendigung der Chlorzugabe betrug die Chloroprenkonzentration
weniger als 10 ppm.
Das teilweise chlorierte rückströmende Dichloräthan wurde in die Destillationssäule 30 des Chlorierungsreakicrs 20 bei
einer Geschwindigkeit von 75,7 Liter/Stunde eingeleitet. Der
Chlorierungsreaktor wurde unter folgenden Bedingungen betrieben:
Zuführgeschwindigkeit C3H4 534 g.mol/Stunde
Zufuhrverhältnis C3H4 : Cl3 1,05
Sauerstoff im Chlor in 56 1,0 %
Druck am Kopf des Reaktors 0,77 atü
.Reaktionstemperatur max. 111°C.
Die erzeugte Chlorwasserstoffmenge betrug 19 g.mol/Stunde.
Die Materialbalance über dem Chlorierungsreaktor lieferte die folgenden Ergebnisse:
hergestellte KoI 1,2-Dichloräthan pro Mol eingeführtes
Chlor = 0,956,
vom umgesetzten Aethyden wurden 99,1/5 in 1,2-Dichloräthan
umgewandelt.
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Die Ausbeute an 1,2-Dichloräthan betrug daher 95,S %,
bezogen auf das gesamte eingeleitete Chlor (sowohl zur teilweisen Chlorierung als auch zur Hauptchlorierung).
Dieses Beispiel zeigt die Ergebnisse, die bei Verwendung des erfindungsgemässen Verfahrens erhalten v/erden, bei den die
teilweise Chlorierung des Chloroprens mit Chlor durchgeführt wird und die chlorierten Derivate von Chloropren aus dem
1,2-Dichloräthan vor seiner Einführung in den ChIorierungsreaktor
20 abgetrennt, wurden.
Das rückströmende 1,2-Dichloräthan wurde unter Verwendung des
in Beispiel 1 beschriebenen Verfahrens teilweise chloriert. Das rückströmende Material enthielt ursprünglich 1130 ppm
Chloropren. Durch Umsetzung mit 1,10 Y.oi Chlor/Mol Chlropren
(0,0012 kg Chlor/Liter Dichloräthan) wurde der Chloroprengehalt
auf weniger als 10 ppm herabgesetzt.
Das teilweise chlorie rna, rückströrnende Dichloräthan wurde in
eine Einpiattendestillations einheit eingeleitet, die bei
atmosphärischem Druck und einer Gefässteraperatur von 85 C arbeitete. Vom in die Einheit eingeleiteten Material wurden
95 % als ein destilliertes Produkt entnommen und 5 % als ein
Dicköl entfernt. Das destillierte Produkt wurde kondensiert, gesammelt und wie in Beispiel 1 beschrieben in den Chlorierungsreaktor 20 eingeleitet. Dieser wurde wie in Beispiel 1 betrieben-Die
erzeugte Menge Chlorwasserstoff betrug 5 g.mol/Stunde. Die Materialbalance ergab die folgenden Resultate:
Mol hergestelltes Dichloräthan/Mol eingeleitetes Chlor
= 0,986,
vom umgesetzten Aethylen wurden 99.2 % in Dichloräthan
umgewandalt.
709822/0985
Die Ausbeute an 1,2-Dichloräthan betrug daher 98,6 ^S, bezogen
auf das gesamte eingeleitete Chlor sowohl zur teilweisen als auch zur Hauptchlorierung.
Beim Arbeiten nach dem Prinzip d=r vorliegenden Erfindung
in einer typischen Anlage, die etwa 453 000 Tonnen Vinylchlorid pro Jahr erzeugt, ergibt sich eine Ersparnis an Chlor von etwa
7938 Tonnen pro Jahr.
709822/a98S
Leerseite
Claims (20)
1./Verfahren zur Herstellung von 1,2-Dichloräthan durch Umsetzung von Aethylen mit Chlor in einem flüssigen Medium.
bei einer Temperatur zwischen etwa 85 und I60 C, wobei geringe Mengen Chloropren enthaltendes 1,2-Diehloräthan
in die Chlorierungszone eingeführt wird, dadurch gekennzeichnet, dass man
a) 1,2-Dichloräthan unter kontrollierten Bedingungen, welche die teilweise Chlorierung des Chloroprens zu
einem weiteren Chlorderivat bewirken, mit dem Chlorier ungsmitt el in Berührung bringt;
b) die Chlorderivate des Chloroprens vom 1,2-Dichloräthan abtrennt; und
c) das 1,2-Dichloräthan aus Schritt b) der Chlorierungszone zuführt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man als Chlorierungsmittel Aluminiumchlorid verwendet.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man als Chlorierungsmittel Chlor verwendet.
4. '''"erfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass
man im Schritt a) zwischen etwa 0,5 und 2 Mol Chlor pro Mol Chloropren zugibt.
5. Verfahren nach Anspruch 3S dadurch gekennzeichnet, dass
man im Schritt a) etwa 0,85 bis etwa 1,5 Mol Chlor pro Mol Chloropren zugibt.
6. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass
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INSPECTED
man im Schritt a) etwa 0,95 bis etwa la3 Mol Chlor pro
kol Chloropren zugibt.
7. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch geKennzeichnet, dass
man das Chlor im Schritt a) in Gasform zuführt.
8. Verfahren nach Anspruch 3 s dadurch gekennzeichnet, dass
man das Chlor in den Schritt a) in flüssiger Form zugibt.
9. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
das 1,2-Dichloräthan zusätzlich zu Chloropren eine kleinere
Menge eines nicht vollständig chlorierten C^-Kohlenwasserstoffes
enthält.
10. Verfahren nach Anspruch I3 dadurch gekennzeichnet, dass
man die DickÖlfraktion aus der Chlorierungszone entfernt, diese mit dem chlorierten Derivat des Chloroprene aus
Schritt b) kombiniert, destilliert und das gewonnene 1,2-Dichloräthan
der Aethylenchlorierung zuführt.
"11. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
man den in der Aethylenchlorxerungszone entstandenen Dampf für die Lieferung der im Schritt b) notwendigen
Wärme verwendet, wobei der Dampf kondensiert tind man das
Kondensat der Aethylenchlorierung zuführt.
12. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man die Wärme für den Schritt b) durch indirekten Wärmeaustausch
mit Dampf gewinnt. ·
13. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man einen Teil des gereinigten la2-Dichloräthans aus
Schritt b) der Pyrolyse für die Yinylehloridherstellung
zuführt.
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14. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
man die Aethylenchlorierung bei Temperaturen zwischen etwa 85 und etwa HiO0C ausführt.
15. Verfahren nach Anspruch I3 dadurch gekennzeichnet, dass
man die Aethylenehlorierung bei Temperaturen zwischen etwa 85 und etwa 120°C ausführt.
16. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
man Sehritt a) bei einer Temperatur zwischen etwa 0 und etwa 100°C ausführt.
17· Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
man Schritt a) bei einer Temperatur zwischen etwa 20 und etwa 60°C ausführt.
18. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man als Chlorierungsmittel Chlor und einen Chlorierungskatalysator verwendet.
.19· Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man die Aethylenchlorierung in einem zirkulierenden
flüssigen Medium aus 1,2-Dichloräthan, 1.1,2-Trichloräthan
oder deren Mischungen ausführt.
20. Verfahren nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass
man Temperatur und Druck bei der Aethylenchlorierung so einstellt, dass das zirkulierende flüssige Medium eine
. Temperatur unterhalb des Siedepunktes in der Chlorierungszone aufvieist.
Gehpauer
Rechtsanwaltin
als amtl. bestellte Vertreterin
von RA Dr.H.J.Wolff
709822/098S
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US05/633,520 US4252749A (en) | 1975-11-19 | 1975-11-19 | Production of 1,2-dichloroethane with purification of dichloroethane recycle |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2652332A1 true DE2652332A1 (de) | 1977-06-02 |
| DE2652332C2 DE2652332C2 (de) | 1984-09-27 |
Family
ID=24539961
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE2652332A Expired DE2652332C2 (de) | 1975-11-19 | 1976-11-17 | Verfahren zur Herstellung von 1,2-Dichloräthan |
Country Status (25)
| Country | Link |
|---|---|
| US (1) | US4252749A (de) |
| AT (1) | AT353759B (de) |
| AU (1) | AU502777B2 (de) |
| BE (1) | BE848538R (de) |
| CH (1) | CH611256A5 (de) |
| CS (1) | CS194784B2 (de) |
| DD (1) | DD128813A2 (de) |
| DE (1) | DE2652332C2 (de) |
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| EG (1) | EG12670A (de) |
| FR (1) | FR2332251A2 (de) |
| GB (1) | GB1554658A (de) |
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| IN (1) | IN143650B (de) |
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| NO (1) | NO146904C (de) |
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