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Schaltungsanordnung für sprachgesteuerte Freisprechgeräte.
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Die Erfindung betrifft eine Schaltungsanordnung für sprachgesteuerte
Freisprechgeräte mit Sende- und Empfangsverstärkern und einer zur Erkennung der
Sprechrichtung vorgesehenen, durch jeweils im Sende- und im Empfangskanal angeordnete
digitale Modulationsstufen gesteuerten digitalen Sprechrichtungserkennung, wobei
die durch die digitalen Modulationsstufen abgegebenen Steuerkriterien aus Sprechspannungspegeln
im Sende-bzw. Empfangskanal gewonnen werden und wobei die digitale Sprechrichtungserkennung
im Sende- bzw. im Empfangskanal angeordnete Dämpfungsglieder zu- oder abschaltet
und wobei weiterhin eine ein am Eingang des Sendekanals vorliegendes, dem Sprechspannungspegel
überlagertes Geräusch erkennende und mit dem Sprechspannungspegel im Sendekanal
vergleichende und mit Hilfe des Vergleichsergebnisses die Ansprechschwelle für das
Zu- und Abschalten von Dämpfungsgliedern in der Sprechrichtungserkennung steuernde
Pegelvergleichseinrichtung parallel zur Verbindung zwischen der Modulationsstufe
im Sendekanal und der Sprechrichtungserkennung angeordnet ist.
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Es ist bereits eine Schaltungsanordnung für sprachgesteuerte Freisprechgeräte
bekannt, bei der eine die Sprechrichtung erkennende Einrichtung vorgesehen ist,
die entsprechend der erkannten Sprechrichtung Dämpfungsglieder abschaltet und stufenweise
zuschaltet (DOS 2 439 740). Diese Ab- bzw. Zuschaltung
von Dämpfungsgliedern
erfolgt in Abhängigkeit der auf den Sprechkanälen befindlichen Spannungspegel.
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Diese Schaltungsanordnung hat jedoch den Nachteil, daß durch ein auf
einer Teilnehmerseite befindliches Geräusch, z. B.
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ein ständiges Raumgeräusch mit der Stärke eines normalen Sprachpegels,
die Freisprecheinrichtung ständig so gesteuert werden kann, daß sie dämpfungsmäßig
am Ort des Geräusches ständig auf "Senden" eingestellt bleibt.
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Es ist eine weitere Schaltungsanordnung bekannt, (Bell System Volumen
40, Mai 1961, Seite 663 bis 665) in der eine Einrichtung vorgesehen ist, die den
konstanten Spannungsanteil eines Raumgeräusches mit dem oszillierenden Spannungsanteil
eines Sprechspannungspegels auf einem Sprachkanal vergleichen kann. Diese Einrichtung
kann also feststellen, ob außer Sprechspannungen ein Geräusch im entsprechenden
Sprechkanal vorliegt, und durch den Vergleich kann sie auch das Größenverhältnis
des Geräuschpegels zum dem Sprechspannungspegel ermitteln. Aufgrund dieser Ermittlung
kann sie die Ansprechschwelle der Sprechrichtungserkennung und damit die Sprechrichtungsumschaltung
beeinflussen. Diese Schaltungsanordnung hat jedoch den Nachteil, daß sie wegen der
notwendigen Verstärkerspeisespannungen für leitungsgespeiste Verbindungen ungünstig
ist und daß sie bei dem vorgeschlagenen Aufbau nur in analoger Bauweise zu verwirklichen
ist.
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Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Schaltungsanordnung
für sprachgesteuerte Freisprechgeräte mit Sprechrichtungserkennung zu schaffen,
wobei die Sprechrichtungserkennung in Abhängigkeit von einem vorliegenden Geräuschpegel
mit Hilfe einer, mit digitalen, bekannten Bausteinen realisierten Schaltungsanordnung
korrigiert werden kann.
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Dies wird nach der Erfindung dadurch erreicht, daß in der Pegelvergleichseinrichtung
ein von der digitalen Modulationsstufe im Sendekanal und von einem ersten und einem
zweiten Takt einer digitalen Takteinrichtung und von einer ersten programmierbaren
digitalen Takteinrichtung angesteuerter er-
ster digitaler Vergleichszähler
und ein von dem ersten digitalen Vergleichszähler und dem ersten, dem zweiten und
einem dritten Takt der digitalen Takteinrichtung gesteuerter, seine Zählergebnisse
an einen von dem dritten Takt der digitalen Takteinrichtung gesteuerten ersten digitalen
Speicher abgebender zweiter Vergleichszähler angeordnet ist und daß in der Pegelvergleichseinrichtung
eine die Speicherwerte des ersten digitalen Speichers auswertende, von dem dritten
Takt der digitalen Takteinrichtung angesteuerte, die erste programmierbare digitale
Takteinrichtung einstellende erste digitale Taktprogrammierung vorgesehen ist und
daß weiterhin eine die Speicherwerte eines von dem ersten digitalen Speicher und
von dem dritten Takt der digitalen Takteinrichtung angesteuerten zweiten digitalen
Speichers auswertende, ebenfalls von dem dritten Takt der digitalen Takteinrichtung
angesteuerte und eine zweite programmierbare digitale Takteinrichtung zwecks Einstellung
der Ansprechschwelle der Sprechrichtungserkennung einstellende zweite digitale Taktprogrammierung
angeordnet ist.
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Daraus ergibt sich der Vorteil, daß eine sehr genaue, stufig sich
anpassende Korrektur der Ansprechschwelle der Sprechrichtungserkennung und damit
der Sprechrichtungsumschaltung erreicht werden kann, daß eine solche Schaltung auch
für energiearme, über lange Leitungen gespeiste Freisprechgeräte brauchbar ist und
daß diese Schaltungsanordnung raumsparend in moderner digitaler Technik (MOS) aufgebaut
werden kann.
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Eine weitere vorteilhafte Ausführung der Erfindung liegt darin, daß
in dem zweiten digitalen Speicher jeweils mindestens die zwei letzten Informationen
aus dem ersten digitalen Speicher gespeichert werden.
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Daraus ergibt sich die Möglichkeit, die notwendige Steuertendenz für
den Ansprechpegel der Sprechrichtungserkennung über einen größeren Bereich zu erkennen.
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Eine weitere vorteilhafte Ausführung der Erfindung liegt darin, daß
die erste und die zweite digitale Taktprogrammierung über eine deren Funktion bei
Empfangsrichtung unterbindende Steuerleitung mit der Sprechrichtungserkennung verbunden
sind.
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Daraus ergibt sich der Vorteil, daß die Korrektur der Ansprechschwelle
der Sprechrichtungserkennung nicht durch Spannungspegel auf dem Empfangskanal verfälscht
wird.
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Eine weitere vorteilhafte Ausführung der Erfindung liegt darin, daß
die zweite digitale Taktprogrammierung nur wirksam wird, wenn im zweiten digitalen
Speicher hintereinander zwei gleiche Informationen eingespeichert sind.
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Daraus ergibt sich der Vorteil, daß ein ständiges Korrigieren der
Ansprechschwelle der Sprechrichtungserkennung bzw. ein ständiges Hin- und Herschalten
zwischen zwei Korrekturstufen bei kleinen schwankenden Geräusch- und Pegeländerungen
vermieden wird (Kurve H in Fig. 3).
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Der Gegenstand der Erfindung wird anhand der Figuren 1 bis 5 erklärt,
die nur die für das Verständnis der erfindungsgemäßen Schaltungsanordnung notwendigen
Einzelheiten enthalten.
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Die Fig. 1 zeigt das Prinzipschaltbild der Schaltungsanordnung.
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Sie enthält ein Mikrofon M, eine im Sendekanal befindliche die Verstärker
und Dämpfungsglieder enthaltende Baugruppe VDS, eine digitale Modulationsstufe MS
im Sendekanal, eine Sprechrichtungserkennung SRE und eine Pegelvergleichseinrichtung
PVE.
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Die Pegelvergleichseinrichtung PVE besteht aus den Vergleichszählern
VZ1 und VZ2, den Speichern SP1 und SP2, den Taktprogrammierungen TP1 und TP2, den
programmierbaren Takteinrichtungen PTE1 und PTE2 und der Takteinrichtung TE, wobei
alle Baugruppen als digital ausgeführt zu betrachten sind.
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Die Fig. 2 enthält ein Zeitdiagramm, aus welchem die Abtast-und Auswertezeiten
t1, t2 und t3 (die den Takten
T1, T2 und T3 entsprechen) für die
Messung eines Geräuschanteils an einer Sprechspannung zu entnehmen sind.
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Die Fig. 3 zeigt mit der Kurve H (Hüllkurve der Kurve K) die wirkliche
Korrektur der Ansprechschwelle der Sprechrichtungserkennung aufgrund der Wirkungsweise
der programmierbaren Takteinrichtung PTE2 im Gegensatz zum Meßergebnis für den Geräuschpegel
nach Kurve G, welche durch die Auswertung der Vergleichszähler VZ1 und VZ2 in Fig.
1 entstehen würde.
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Die Fig. 4 zeigt einen stilisierten Vergleichszähler VZ1 mit den Eingängen
El und E2 und den Zählbereichen z1, z2 und z3.
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Die Fig. 5 zeigt einen stilisierten Vergleichszähler VZ2 mit den Zählbereichen
z4 und z5.
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Bei der nachfolgenden Erklärung der Schaltungsanordnung nach dem Gegenstand
der Erfindung wird die Funktion einer Freisprecheinrichtung mit Sende- und Empfangsverstärkern
und mit Modulationsstufen im Sende- und im Empfangskanal, die die dort vorhandenen
Sprechspannungen hinsichtlich ihrer Pegel abtasten und in PZM-Signale (Pulszahl-Modulationssignale)
umsetzen und einem Vergleichszähler einer Vergleichereinrichtung zum Steuern einer
die Dämpfungsglieder im Sende- bzw. Empfangskanal zu- und abschaltenden Sprechrichtungserkennung
zuführen als bekannt vorausgesetzt. Es ist also bekannt, daß einem bestimmten Signalspannungspegel
in einem Sprachkanal eine bestimmte Anzahl von amplitudenmäßig gleich starken Impulsen
pro Zeiteinheit entsprechen und daß bei einer vorstehend geschilderten Freisprecheinrichtung
die Sprechrichtungserkennung bewirkt, daß dem Sprachkanal mit der geringeren Anzahl
von Impulsen pro Zeiteinheit Dämpfungsglieder zugeschaltet werden und daß der Sprachkanal
mit der größeren Anzahl von Impulsen pro Zeiteinheit als der gerade notwendige
Ubertragungskanal
erkannt wird, das heißt, daß in diesem Sprachkanal Dämpfungsglieder abgeschaltet
werden, bzw. eine Verstärkung zugeschaltet wird.
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Ergibt sich nun auf einer Seite der Freisprechverbindung ein Dauergeräuschpegel,
z. B. ein Raumgeräusch durch laufende Motoren, dann wird der in der bisher bekannten
Schaltungsanordnung vorhandene Vergleichszähler aufgrund einer ständig anliegenden
erhöhten Spannung ständig viele Impulse für die Richtung "Senden" zählen und di
e die Sprechrichtungserkennung wird dieser Seite ständig als Sprechrichtung die
Senderichtung zuordnen und daher ein Umschalten auf Empfangsrichtung auch bei Nichtbesprechen
des Mikrofons verhindern. Es ist daher notwendig, die Umgebungsgeräusche einer Freisprechstation
so in die Ansprechschwelle einer Sprechrichtungserkennung einzubeziehen, daß trotz
vorliegendem ständigem Geräuschpegel eine Umschaltung in Empfangsrichtung bei Sprechen
des fernen Teilnehmers mit normaler Lautstärke erfolgen kann.
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Als Grundlage für die Schaltungsanordnung nach dem Gegenstand der
Erfindung wird davon ausgegangen, daß bei der Sprache zwischen den Silben, Worten
und Sätzen kleinere und größere Pausen auftreten, bei einem Geräusch jedoch nicht.
Man spricht bei Geräuschen von einem periodischen Charakter im Gegensatz zu dem
nichtperiodischen Charakter der Sprache. Man kann also bei Geräuschen von einem
näherungsweise konstanten Pegel ausgehen, der einem in der Sprechrichtungserkennung
vorhandenen Vergleichszähler in der zuvor angedeuteten Weise ständig Impulse pro
Zeiteinheit zuführt. Geht man also davon aus, daß ein bestimmter, nur als Vergleichsmöglichkeit
festgelegter Schwellwertpegel mit dem auf einem Sprachkanal liegenden Signalpegel
verglichen wird und daß dieser Schwellwertpegel ständig überschritten wird, so kann
man annehmen, daß in dem von dem Mikrofon an der Freisprechstation abgegebenen Signal
zu wenig Pausen und damit Geräusche enthalten sind. Erhöht man nun den als Vergleichsmöglichkeit
festgelegten Schwellwertpegel, dann läßt sich ein Pegel finden, der entweder nicht
mehr oder nur noch zeitweise überschritten wird. Legt man an den
einen
Eingang (z. B. El von VZ1) eines Vergleichszählers die Impulse pro Zeiteinheit,
die dem festgelegten Schwellwertpegel entsprechen und legt man an den anderen Eingang
(z. B.
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E2 von VZ1) des Vergleichszählers die Impulse, die dem Signalpegel
auf dem Sprachkanal (Sendekanal) entsprechen, so wird der Vergleichszähler (z. B.
VZ1) Je nach Sprachrhythmus einmal nach rechts (Zählbereich Z3) und einmal nach
links (Zählbereich Z1) zählen. Je weiter er in den Bereich Z3 zählt, um so mehr
"Pausen" sind in dem Signalpegel enthalten. Das bedeutet, daß in dieser Weise Pausen
im Signal auf dem Sprachkanal registriert und gezählt werden können. Zählt der Zähler
im Bereich Z1, dann bedeutet dies, daß ein Geräusch dem Sprachpegel überlagert ist.
Den Bereich Z2 in der Fig. 4 könnte man als Setzgröße bezeichnen. In diesem Bereich
des Vergleichs zählers ist keine Korrektur des Schwellwertpegels angezeigt. Dieses
Prinzip, Geräusche von der Sprache zu unterscheiden, basiert auf der Lücken- oder
Pausenerkennung und ist unter dem Namen "NOGAD" bekannt. Tastet man das vom Mikrofon
abgegebene Signal zu bestimmten Zeitpunkten ab, so kann festgestellt werden, ob
ein bestimmter Schwellwert ständig über- oder unterschritten wird.
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Erfolgt die Abtastung in regelmäßigen Abständen, so erhält man nach
einer gewissen Zeit mehrere Entscheidungen, die-eine Aussage über die Zusammensetzung
des momentanen Spannungspegels auf dem Sprachkanal liefern können. In Fig. 2 ist
z. B. mit t1 die Zeit bezeichnet, während der die Signalspannung abgetastet wird.
Sie beträgt z. B. 10 Millisekunden und ist von dem Sprachrhythmus, das heißt, von
der Länge der Pausen, die noch erfaßt werden sollen, abhängig. Die Zeit t2 ist die
Zeitkonstante, nach der die Abtastung auf eine Dauer von t1 wiederholt wird. Sie
beträgt als Beispiel 100 Millisekunden und ist ebenfalls von der Charakteristik
der Sprache abhängig. Die Zeit t3, die z. B. gleich t3 = 10 x t2 sein kann, ist
die Zeit, nach der mit Sicherheit erkannt werden kann, daß es sich nach Auftreten
einer bestimmten Anzahl von Pausen um Sprache oder Geräusch handelt. Um die Wahrscheinlichkeit
einer Falschaussage gering zu halten, darf die Zeit t3 nicht zu klein gewählt werden.
Andererseits bringt eine lange Zeit t3 eine zu große
Verzögerung
in der Anpassung der Ansprechschwelle in der Sprechrichtungserkennung mit sich.
Je nachdem, ob aufgrund der Anzahl der Pausen Sprache oder Geräusch erkannt worden
ist, wird in der Sprechrichtungserkennung die Ansprechschwelle (Voreinstellen des
in der Sprechrichtungserkennung vorhandenen Vergleichszählers) dem Raumgeräusch
angepaßt.
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Wie eine solche Anpassung mit Hilfe einer in digitaler Bauweise ausgeführten
erfindungsgemäßen Schaltungsanordnung erfolgen kann, wird im nachstehenden erklärt.
Hierzu wird Bezug auf die Fig. 1 genommen. Zunächst werden in bekannter Weise die
von dem Mikrofon M erzeugten Signale über die Verstärker bzw. Dämpfungseinheit VTS
im Sendekanal durch die Modulationsstufe MS im Sendekanal in digitale Impulse umgewandelt.
Diese digitalen Impulse werden in nicht dargestellter, aber bekannter Weise einem
ersten Eingang eines Vergleichszählers in der Sprechrichtungserkennung SRE zugeführt.
Einem zweiten Eingang dieses Vergleichszählers werden ebenfalls digitale Impulse
zugeführt, die über eine im Empfangskanal befindliche zweite nicht dargestellte
Modulationsstufe aus Sprache und Geräusch des fernen Teilnehmers gewonnen werden.
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Die letztgenannten digitalen Impulse wirken den durch die Modulationsstufe
MS erzeugten Impulsen entgegen und die Einstellung des Vergleichszählers wird je
nach Anzahl der Impulse auf den Zählereingängen auf Senden oder Empfangen erkennen
und entsprechend im Sende- oder Empfangskanal Verstärkungs-oder Dämpfungsglieder
zu- bzw. abschalten.
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Ist nun sendeseitig zusätzlich zur Sprache des Teilnehmers ein kontinuierliches
Geräusch vorhanden, so erkennt die Sprechrichtungserkennung ständig auf Senden und
es kann nicht auf Empfang umgeschaltet werden. Um dies zu verhindern, muß dem in
der Sprechrichtungserkennung SRE vorhandenen nicht dargestellten Vergleichszähler
zusätzlich eine dem auf der Sendeseite erkannten Geräusch ständig anzupassende entsprechende
Impulsfrequenz zugeführt werden, die den durch die Modulationsstufe MS erzeugten
Impulsen entgegenwirkt, so daß mit auf dem Empfangskanal befindlichen durch den
fernen Teilnehmer er-
zeugten Signalspannungen nach deren Umwandlungen
digitale Impulse eine Umsteuerung auf Empfang durch die Sprechrichtungserkennung
erfolgen kann. Zu diesem Zweck werden einem Vergleichszähler VZ1 ebenfalls die durch
die Modulationsstufe MS erzeugten digitalen Impulse zugeführt. Diesem Vergleichszähler
VZ1 werden außerdem von einer ersten digitalen Taktprogrammierung TP1 Impulse mit
einer bestimmten Taktfrequenz zugeführt, wobei diese Taktfrequenz - wie schon vorstehend
angeführt - als Vergleichsmöglichkeit d. h. als Vergleichsfrequenz dienen soll.
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Befinden sich auf dem Sendekanal nur Sprachsignale, dann werden die
über die Modulationsstufe MS gewonnenen und dem Vergleichszähler VZ1 zugeführten
Impulse gegenüber den durch die digitale Taktprogrammierung PTE1 gewonnenen kontinuierlichen
Impulsen bestimmte Pausen aufweisen, und es erfolgt eine Zählung im Bereich Z2 oder
Z3 des Vergleichszähler VZ1 (Fig. 4). Befindet sich auf dem Sendekanal zusätzlich
ein Geräusch, welches im allgemeinen kontinuierliche Impulse erzeugt, dann wird
die Anzahl der registrierbaren Pausen in den durch die Modulationsstufe MS erzeugten
Impulsen abnehmen bzw. nicht mehr meßbar sein, der Vergleichszähler VZ1 wird also
im Bereich z1 eine Anzeige abgeben. Der Vergleichszähler VZ1 wird außerdem noch
von einer Takteinrichtung TE angesteuert, die in mit den Taktfrequenzen T1 und T2
versorgt. Mit Hilfe dieser Taktfrequenzen wird die Länge des Impulsvergleiches und
die Zeit der Wiederholung des Impulsvergleiches bestimmt. Z. B. bestimmt die Taktfrequenz
T1- wie schon vorstehend erwähnt - eine Impulsvergleichszeit von zehn Millisekunden
und die Taktfrequenz T2 bestimmt eine Intervallzeit zwischen zwei Anfängen eines
Impulsvergleichers von 100 Millisek. Die Ergebnisse des Vergleichszählers VZ1 werden
nun mit einem zweiten Vergleichszähler VZ2 zugeführt, der von der Takteinrichtung
TE ebenfalls mit den Taktfrequenzen Tl und T2 und zusätzlich mit einer dritten Taktfrequenz
T3 versorgt wird. Die Taktfrequenz T3 bestimmt eine Zeit von einer Sekunde, nach
der eine endgültige Auswertung der Impulse auf Geräusch oder Sprache erfolgen kann.
Der Vergleichszähler VZ2 zählt die von dem Vergleichszähler VZ1 registrierten Pausen,
und zwar über die gesamte der Taktfrequenz
T3 entsprechende Zeit,
also über eine Sekunde, das heißt, über 10 x 10 Millisekunden im Ablauf von Je 100
ms. Nach insgesamt 1 sec beginnt eine erneute Zählung. Oberhalb einer bestimmten,
vorgegebenen Pausenzahl (Zählbereich Z4) entscheidet jetzt der Vergleichszähler
VZ2, daß die auf dem Sendekanal befindlichen Signale von keinem Geräusch beaufschlagt
sind und unterhalb dieser bestimmten vorgegebenen Pausenzahl (Zählbereich Z5) wird
von dem Vergleichszähler VZ2 auf Geräuschüberlagerung erkannt. Am Ausgang des Vergleichszahlers
VZ2 liegt dementsprechend entweder ein Wert für "Geräusch" oder ein Wert für Sprache
an. Der Jeweilige Wert wird an einen Speicher SP1 weitergegeben. Durch den Speicher
SP1 wird die Entscheidung Sprache oder Geräusch für die dem Takt T3 entsprechende
Zeit (eine Sekunde) festgehalten. Nach dieser Zeit erhält der Speicher SP1 eine
neue Entscheidung vom Vergleicher VZ2 und übernimmt diese wieder für die dem Takt
T3 entsprechende Zeit. Von einer dem Speicher SP1 nachgeschalteten Taktprogrammierung
TP1 wird die im Speicher SP1 enthaltene Information ausgelesen und aufgrund dieser
Information entscheidet die Taktprogrammierung TP1, ob die Vergleichsfrequenz (Schwellwert)
in Vergleichszähler VZ1 herauf- oder herabgesetzt werden soll, (erfolgt stufenweise)
bzw. ob sie ihren Wert behalten soll. Ein Herauf- oder Herabsetzen der Vergleichsfrequenz
erfolgt durch Ansteuern einer digitalen Takteinrichtung PTE1, die ihren Grundtakt
von der Takteinrichtung TE erhält und die die Vergleichsfrequenz zur Einstellung
der Ansprechschwelle des Vergleichszählers VZ1 abgibt. Damit die Taktprogrammierung
TP1 synchron arbeiten kann, wird sie ebenfalls von der Takteinrichtung TE mit dem
Takt T3 angesteuert.
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Das Vorgenannte besagt, daß sich die Vergleichsfrequenz jede Sekunde
einmal um je eine Stufe ändert, letzten Endes also zwischen zwei Stufen hin und
her oszilliert.
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Die Taktprogrammierung TP1 ist außerdem noch direkt mit der Sprechrichtungserkennung
verbunden. Uber diese Verbindung kann die Taktprogrammierung TP1 erkennen, wann
der Sendekanal und wann der Empfangskanal durchgeschaltet ist. Ist der
Empfangskanal
durchgeschaltet, dann muß die Taktprogrammierung TP1 unwirksam geschaltet sein,
damit die sendeseitige Geräusch-und Sprachenpegeleinstellung nicht durch über den
Empfangskanal ankommende Geräuschsignale verfälscht werden kann. In diesem Falle
bleibt also die von der digitalen Takteinrichtung PTE1 abgegebene Vergleichsfrequenz
unverändert. Die in dem Speicher SP1 enthaltene Information wird noch an einen zweiten
digitalen Speicher SP2 abgegeben, welcher jeweils die beiden letzten Informationen
des Speichers SP1 festhält. Zur Synchronisierung ist dieser Speicher SP2 ebenfalls
durch den Takt T3 angesteuert. Die Informationen des Speichers SP2 werden von einer
zweiten digitalen Taktprogrammierung TP2 ausgelesen, wobei die Taktprogrammierung
TP2 ähnlich wie zuvor die Taktprogrammierung TP1 eine zweite digitale programmierbare
Takteinrichtung TE2 ansteuert. Die Taktprogrammierung TP2 wird Jedoch erst dann
wirksam, wenn die beiden im Speicher SP2 enthaltenen Aussagen gleich sind. Dadurch
wird verhindert, daß die endgültige Auswirkung der Schaltungsanordnung auf die Sprechrichtungserkennung
nicht ein ständiges Aus- und Einschalten von Dämpfungsgliedern zwischen zwei benachbarten
Stufen zur Folge hat und daß die Beeinflussung der Ansprechschwelle in der Sprechrichtungserkennung
mit einer vernünftigen Trägheit erfolgt. Die Korrektur der Ansprechschwelle der
Sprechrichtungserkennung SRE erfolgt dadurch, daß die digitale programmierbare Takteinrichtung
PTE2 nach Ansteuerung durch die Taktprogrammierung TP2 zusätzliche Impulse an den
Vergleichszähler der Sprechrichtungserkennung SRE abgibt, und zwar auf den Eingang
des Vergleichszähler, an dem die aus den Signalspannungen des fernen Teilnehmers
erzeugten Zählimpulse anliegen. Je größer also das Geräusch im Sendekanal den dort
vorliegenden Sprachsignalen überlagert ist, um so mehr Impulse werden den den Signalspannungen
im Empfangskanal abgeleiteten Impulsen zusätzlich zugeschaltet, so daß sich der
Zählerstand des dortigen Vergleichszählers in in der Nähe der gewünschten Ansprechschwelle
bewegt und im Empfangskanal befindliche Sprechspannungen bei normaler Lautstärke
eine Umschaltung von Senden auf Empfangen bewirken können.
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Nach Auslösen einer Verbindung stellt sich der Schwellwert des Vergleichszählers
in der Sprechrichtungserkennung und die Vergleichsfrequenz in dem Vergleichszähler
VZ1 wieder auf einen der Sprache mit geringem Geräusch angepaßten Mittelwert ein.
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5 Patentansprüche 5 Figuren
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